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(Plymouths Rocks): Quito. Klinkel, Qollar (Whandottes, schwarz): Chr. Hüchel, Frvnhausen (Rhodelander. rot): Wilh. Walther VII., Dau- bringen (Italiener, rebhuhnf.): W. Frey, Baden- bürg (Italiener, gelb): Qd. Klinkel. Qollar (Zwergwyandottes, schwarz): Fr. Riehm V., Qol­lar (Zwergwyandottes. schwarz): W. Qich. Lon- dorf (Zwergwyandottes. schwa^): Ioh. Kriep. Rordeck (Italiener, gestreift): Chr. Hüchel, Fron­hausen (Hamburger Silberlack): Gust. Lehr. Lol- lar( (Zwerg-Rheinländer, schwarz): Karl Müller. Qang-Göns (Federfühige Zwerge, Porzellans.): Otto Ruhn. Qollar (Forellentauben), derselbe (Eistauben): derselbe (Flügeltauben, blau): Rob. Tümmler, Weckesheim (Elster Tümmler, schwarz)

S e h r g u t 2: Emil Schäfer, Wieseck (Sumatra, schwarz): W. Hachenburger II., Beienheim (Whandottes, schwarz): Q. Klinkel, Qollar(Wyan- dottes, schwarz): QI. Bechtold, Qaunsbach (Ita­liener, schwarz, eins?.): K. Kaletsch. Qollar (Ham­burger, schwarz): Gust. Qehr, Qollar (Zwerg- Rheinländer, schwarz): Heinr. Hofmann, Dau- bringen (Bantam, schwarz): Ludw. Qich, Qon- dorf (Steiger. Kröpfer, rot): Otto Ruhn. Qollar (Forellentauben): derselbe (Flügeltauben, blau): R.Dfarrer, Weckesheim (Elster Tümmler, schwarz).

Sehr gut 3: K. Kaletsch. Qollar (Hambur­ger, schwarz): Karl Müller, Qollar (Antwerpener Bartzwerge): Otto Ruhn, Qollar (Forellen- und Flügeltauben, blau): R. Pfarrer, Meckesheim (Elster Tümmler, schwarz).

Sehr gut: Q. Klinkel. Qollar (Whandottes. schwarz): Gotth. Hermann, Hachborn (Hamburger Silberlack): Gust. Qehr, Qollar (Zwerg-Rhein­länder): Karl Müller. Qang-Göns (Federfuylge Zwerge. Porzellans.): Otto Ruhn. Qollar (Eis- tauben). .

Landkreis Gießen

wr. Odenhausen, 24. Ian. Am Samstag­abend fand hier in der Wirtschaft von Belling auf Veranlassung des Kleinkaliber- Schühenvcreins ein Bortragsabeno statt. Major a. D. Q i n d e n a »l (Gießen) sprach über seine Kriegserlebnisse in den Karpathen. Zahlreiche Qichtbilder ergänzten diesen Dortrag. denen dann iivch eine Anzahl Qichtbilder vom westlichen Kriegsschauplatz angereiht wurden. Der Bortrag sand lebhaften Beifall. Reichsprä­sident von Hindenburg übernahm die Pa­ten st eile bei dem 7. Sohne des Qandwirts Iohs. Krug von hier.

V Londorf. 24. Ian. Der Gesangver­einFrohsinn" hatte zu seinem Konzert am Sonntagabend im Brögerschen Saale einen so starken Besuch zu verzeichnen, daß der Saal sich für den Andrang der Besucher als zu klein erwies. Die von jeher in bestem Ruse stehenden gesanglichen Qeistungen des Dereins rechtfertigten auch diesmal wieder den Besuch. Der Bortrag der Chöre zeugte von fleißiger und gewissen­hafter Arbeit, die dem Verein und seinem be­währten Dirigenten. Musiklehrer QI. Kasten (Gießen). Ehrenchormeister des Hessischen Sän­gerbundes, alle Ehre machte. Die Chore und Volkslieder wurden vorzüglich zu Gehör ge­bracht und fanden mit Recht lebhaften Beifall. Ein dreiaktiges Theaterstück füllte das Pro­gramm noch in schöner Weise aus. Tanzver­gnügen bildete den Qlbschluh der Veranstaltung. Der Geflügel- und Kaninchenzüch­terverein Qondorf und älmgegenb veran­staltet am 10.. 11. und 12. Februar eine Aus - st e l l u n g mit Prämiierung. Cs liegen bereits zahlreiche Anmeldungen hierzu vor.

5 Allendorf a. d. Lda., 24. Jan. Der unter der Qeitung des Dirigenten Schomber aus Beuern stehende hiesige Wännergesangverein hielt im Rathaussaal seine diesjährige erste Generalversammlung ab. Der Rech­nungsabschluß für das abgelaufene Geschäfts­jahr zeigte ein günstiges Resultat. Bei der Vorstandswahl wurde der seitherige Vorstand einstimmig wiedergewählt. Es wurde beschlossen, von dem geplanten Familienabend wegen der Menge der in diesem Winter noch stattfindenden anderweiten Vereinsfestlichkeiten Abstand zu neh­men und dafür im kommenden Frühjahr einen größeren Familienausflug zu machen.

'Saasen. 24. Ian. Bei vollbesetztem Saale hielt unser GesangvereinEintracht" am Sonntag sein diesjähriges Konzert mit anschließendem Theaterabend ab. In seiner Be­grüßungsansprache gedachte der Vorsitzende Wagner besonders dreier Ehrenmitglieder, die 25 Jahre dem Verein als treue Mitglieder an­gehörten und denen er aus diesem Anlaß ein Ehrendiplom überreichte. Unter der Qeitung deS Dirigenten R i c v l a i - Großen-Buseck brachte die Sängerschar in sehr eindrucksvoller Weise eine Anzahl Chöre zu Gehör und erntete damit verdientermaßen lebhaften Bei'all. Den Qlbend füllte ein gut gespieltes dreiaktiges Theaterstück in schöner Weise aus. Der (Verein kann mit Be­friedigung auf die Veranstaltung zurückblicken.

Reinhardshain, 24. Ian. Am Sams­tag veranstaltete der hiesige Spar - und Da r- lehnsverein. welcher der Raiffeisen-Ge­nossenschaft angeschlosfen ist. im Saale des Gast­wirts Roth einen F a m i l i e n a b e n d. der sehr gut besucht war. Von der Geschäftsstelle in Gießen waren G'schäftsführer Haack und Ver­bandsrevisor I o l t erschienen. Der Begrüßungs­ansprache deS Vorsitzenden Heinrich G r a u l i ch folgte ein von Frl. Eichenauer gesprochener Prolog, hierauf erläuterte Geschäfts ührer Haack die Grundsätze, nach denen die Raiffeisengenossen­schaft arbeitet. Verbandsrevisor Jolk referierte dann über den Kredit- und Geldverkehr in der heutigen Zeit. Eine gemeinsame Kaffeetafel und mancherlei gesellige Darbietungen füllten den übrigen Teil des Abends aus.

' Hattenrod, 24. Ian. Die hiesige Ge­meinde hat vor einigen Tagen einIana x" - Epidiaskop angeschasft. Der Qichtbildapparat wurde von einer Düsseldorfer Firma geliefert. Sehr zu loben ist das Verhalten des Ge - meinderats. der die Anschaffung ohne Widerspruch beschloß. Die erste Vorführung findet in den nächsten Tagen statt.

)( Großen-Linden. 25. Ian. In der älebersicht über die Bevölkerungsbewe­gung Oberhessens im Verlaufe von fünf, zehn Iahren,Gieß. Anz." Rr. 19, dürste über­sehen sein, daß die hiesige Stadt eine Zu­nahme von 381 Personen, also mehr als Als­feld, Büdingen. Schotten, Qollar und Heuchelheim, zu verzeichnen hat. Anläßlich der Feldbereini­gung wurde festgestellt, daß die hiesige Ge­markung, außer Wald und Hofreiten, in run­den Zahlen enthält: 14 Hektar Eisenbahngelände, 12 Hektar Wege. 8 Hektar Straßen, 3 Hekiar Bäche. 4 Hettar Gräben und 641 Hektar Acker und Wiesen.

# Lang-Göns, 24. Jan. In der festlich ge­schmückten Turnhalle feierte der hiesige Turn-

Derein am Samstagabend seinen 3 0. Stif­tung s t a g. Rach markigen Begrüßungsworten des Ehrenvorsitzenden Wilh. Dern folgten tur­nerische Darbietungen und Musikvorträge. Zwei flott gespielte heitere Einatter trugen zur Ver­schönerung des Programms bei. Im Namen der Gauleitung sprach Gauoberturnwart Wrll- Gießen treffliche Worte. Er würdigte dre Ver- dienste und turnerischen Erfolge des Vereins im Gau Hessen und ermahnte insbesondere die In- gend zu eifriger Mitarbeit an der deutschen Turnsache. Der 1. Vorsitzende. Wilh. Heller, beglückwünschte die Mitglieder Alb. Schmidt, Karl Faber. Wilh. Römer und Karl S p e l- k u s zu ihrer 25jährigen Zugehörigkeit *um Ver­ein und gab der Hoffnung Ausdruck, daß diese auch ferner dem Verein und somit der deutschen Turnsache weiterdienen möchten. Ramens der Geehrten dankte Turner Albert Schmidt mit warmen Worten. Den Schluß der in allen Teilen wohlgelungenen Feier machte ein Tanz­vergnügen. welches die Teilnehmer noch lange zusammenhielt.

I. H u n g e n, 24. Ion. Am Sonntag sanden die in Gießen begonnenen Kurse für die Kom­mandanten und Führer der Frei­willigen und der Pflichtfeuerwehr en hier im HotelZur Traube" ihre Fortsetzung. Zu dem hiesigen ersten Kursus waren Vertreter aus Bellersheim, Dettenhausen, Birklar, Dorf- Gill. Cberstadt, Ettingshausen. Hungen. Inheiden, Qangd, Langsdorf, Qich, Münster, Muschenheim, Rieder-Bessingen, Ronnenroth, Obbornhofen. Ober-Bessingen, Ober-Hörgern. Rabertshausen, Rodheim, Röthges, Steinheim, Stockhausen, Trais-Horloff, Utphe, Villingen und Weickarts­hain erschienen. Der Leiter, Regierungsassessor G ü n g e r i ch vom Kreisamt Gießen, begrüßte zunächst den Präsidenten der Hessischen Qandes- brandkasse, Geheimrat v. H a h n, sowie Bürger­meister Fendt von Hungen und die Vertreter der Wehren. Geheimrat v. H a h n wünschte in feiner Antwortrede, daß den Führerkursen ein voller Erfolg beschieden sein möge zum Wohle der Allgemeinheit. Bürgermeister Fendt dankte namens der Stadt Hungen für die Wahl der Stadt als Ort dieser Tagung. Hierauf sprach Regierungsassessor G ü n g e r i ch über die gesetz­lichen Bestimmungen für das Feuerlöschwesen. Anschließend referierte Reg.-Daurat Stein­bach Gießen, über die Ausführungsbestimmun- gen zur Kreis euerlöschordnung und die Wasser­versorgung. Kreisfeuerwehrinfpektor D i ck o r 6 machte bemerkenswerte Mitteilungen über die Dienstobliegenheiten der Kommandanten und Führer. Im Anschluß an die beiden erstgenann­ten Vorträge fand ein« rege Aussprache statt. Rach der Mittagspause wurde eine Hebung nach dem Feuerwehrhandbuch abgehalten, die nach der Kritik deS Kreisfeuerwehrinspeltors D i (f o r e zufriedenstellend ausfiel. In der fol­genden Rachmittagssitzung sprach Brandmeister Beetz, Gießen, über Gerätekunde, während hier­auf Stadtbranddirektor Braubach, Gießen, einen Vortrag überBaukonstruktionslehre, ins­besondere feuerbeständige Materialien" hielt. Eine rege Aussprache bildete den Ausklang dieser Referate. Darauf wurde der erste Kursustag ge­schlossen, der nächste findet am kommenden Somi- tag statt.

ds. Langsdorf, 25. Ian. Am 3. und 4. Juni feiert unser Turnverein sein 25- jähriges Bestehen. Aus diesem Anlaß findet hier das Bezirksturnfest, verbun­den mit Fahnenweihe, statt. Die Vorbereitungen dazu sind im Gange. Die Vergebung der Zucker­stände usw. ist im gestrigen Anzeigenteil aus­geschrieben. Die Fahne wird von der Firma H i s g e n in Qich geliefert. Die Mittel dazu sol­len durch Spenden aufgebracht werden. Bei der Generalversammlung wurden von etwa 40 Mit­gliedern schon über 200 Mk. gestiftet. Eine Haussammlung erbringt hoffentlich die noch feh­lende Summe. Schon seit Wochen schlägt uns keine Stunde mehr. Ob wir darob glücklich zu nennen sind? ihifere Kirchenuhr versagt den Dienst, gleichzeitig ist aber auch die Bahnuhr kaput und nur das leere Gehäuse starrt einem entgegen.

s. Htphe . 24. Ian. In diesem Winter finden wieder regelmäßig alle vierzehn Tage Mittwochs Betstunden in der Schule statt, die im vorigen Jahre wegen Erkrankung des Pfarrers nur mit Unterbrechung abgehalten werden konn­ten. Diese alte Einrichtung wird besonders von älteren Ortseinwohnern begrüßt, da der Weg zur Kirche in Trais-Horloff zumal im Winter beschwerlich ist. Für die ältesten Leute wird hierbei auch das Abendmahl gereicht. Früher wurden sogar Taufen in diesen Betstunden vor­genommen. Die gleiche Einrichtung besteht auch in dem andern Filialdorf unseres Kirchspiels, in Inheiden.

Kreis Friedberg

Bad-Rauheim. 24. Ian. Der hiesige Männerturnverein, der etwa 300 Mit­glieder zählt und ebenso wie der Turnverein von 1860 zur Deutschen Turnerschaft gehört, hielt jetzt feine gut besuchte Hauptversamm­lung ab, die 14. seit Gründung des Vereins. Die Jahresberichte zeigten ebenfalls eine erfreu­liche Aufwärtsentwicklung. Die Zahl der Mit­glieder ist im Berichtsjahre um 57 ge iegen. Wie der Turnverein 1860 führte auch der Männer­turnverein das Frauenturnen ein und be­sitzt nun neben seiner Turnerinnen-Abteilung auch eine ansehnliche Frauenabteilung. Zum ersten Vorsitzenden des Vereins wurde der seitherige Oberturnwart B. W a ck gewählt, ein im Gau Hessen als Altersturner bekannter und als sach­licher Kampfrichter geschätzter Turner.

Kreis Büdingen.

Ridda, 24. Ian. Das am Samstagabend im Gambrinussaale hier abgehaltene Winterver- gnügen und Auszeichnungsfest des V.H.C. Zweigvereins Ridda nahm bei sehr star­kem Besuch einen schönen Verlauf. Vertreter der benachbarten Zweigvereine nahmen an der Feier teil und überbrachten Grüße der VHC.-Brüder und -Schwestern. Der Vorsitzende des hiesigen Zweigvereins, Oberlandmesser Eich, begrüßte in herzlichster Weise alle Erschienenen. Musik­stücke. gemeinsam gesungene Wanderlieder, ein DuettDas Wetterhäuschen" boten abwechse­lungsreiche, gemütliche Unterhaltung. Besonders großen Beifall erntete das flott gespielte, von einem Hirzenhainer VHC.-Bruder verfaßte Sficaterftüd:Mehr Recht" oderKrieg den Männern". Hierauf fand die Verteilung von Auszeichnungen an 38 eifrige VHC.- Wanderer des Zweigvereins statt, die mit sinnreichen, auf jeden einzelnen besonders von einem hiesigen Dichter verfaßten Versen über­reicht wurden. Zum Schlüsse wurde noch mehrere Stunden dem Tanze gehuldigt.

Kreis Schotten.

Eichelsdorf, 23. Ian. Der Vertre­tertag des Riddatalsängerbundes (Sih Eichelsdorf) findet am 12. Februar in Ober-Schmitten unter dem Vorsitz des Sä­gewerksbesitzer Th. Schäfer statt. Zur Der- handlung stehen das diesjährige Wertungssingen und seine Ausgestaltung, die Abhaltung eines Dirigentenkursus, sowie die Durchführung einer Dundes-Rheinfahrt. Der Männergesang- vereinEintracht", ein äußerst rühriges Glied des Riddatalsängerbundes, ist seit Iahren bestrebt, in fleißiger Arbeit unter der ziel- bewußten Leitung von Werkmeister Rau sein gesangliches Können zu steigern. Der Verein, der vor dieser Zeit verschiedentlich Krisen unter­worfen war. die seine Kräfte lähmten, besitzt jetzt wieder eine 50köpfige. gut disziplinierte Sängerschar, die mit stimmlicher Begasung jeder Eingebung der Chorleitung au folgen weiß. So mußte auch der gestrige Liederabend, der in dem dicht besetzten Lehrschen Saale stattfand, zu einem vollen Erfolg für Chor und Chor­leiter werden. In der Vortragsfolge waren besonders das Lied im Volkston, das volks­tümliche Lied und das schlichte Volkslied ver­treten. Eingeleitet durch das BeethovenscheDie Himmel rühmen", folgten Werke von Men­delssohn. Wengert. C. Kern. Schiebold und L. Baumann. Sämtliche Darbietungen waren in­haltlich gut erfaßt und kamen stimmlich ge­schloffen und fein abgetönt zur Durchführung. Hervorgehoben seien besonders Wengerts Sol­datenliedEs jagen die Rosse" undDie schöne Schäferin" in der Bearbeitung von Spangenberg. Der Beifall der Zuhörer, unter denen sich auch zahlreiche Mitglieder anderer Dundesvereine be­fanden. war lebhaft und verdient. Umrahmt wur­den die Gesangsvorträge durch Darbietungen des Musikvereins, die gute Schulung und treff­liches Zusammenspiel erkennen liehen, obwohl der Verein erst auf ein einjähriges Bestehen zurückblickt.

# Freienfeen. 24. Ian. Am Samstag hielt der hiesige Turnverein seine General­versammlung unter der Leitung des ersten Sprechers, Schreinermeisters Immelt, bei guter Beteiligung in der Turnhalle ab. Die verstorbenen Mitglieder wurden in üblicher Weise geehrt. Rach dem Jahresbericht war das Vereins­leben im abgelaufenen Iahre recht rege. Die von Bezirk und Gau angesetzten Vorturnerstunden und -kurse wurden regelmäßig besucht, an den Wett­kämpfen in kleineren und größeren Verbänden nahmen die Turner des Vereins mit Erfolg teil. Im verflossenen Vereinsjahr wurde eine Turne- rinnenriege gegründet, deren Leistungen schon recht beachtenswert sind. Die Rechnungsablage zeigte eine Einnahme von etwa 1300 Mk.. eine Ausgabe von rund 1200 Mk. Mit Dankesworten wurde dem Kassenwart Bähr Entlastung er­teilt. Die ausschcidenden Vorstandsmitglieder wurden wiedergewählt, das Amt des ausschei­denden 2. Turnwarts wurde dem Turner Karl M ö l l übertragen. Turnerische Geselligkeit bil­dete den Abschluß des Abends. Dieser Tage sand im hiesigen Gemeindewald eine (Brenn* Holzversteigerung statt, bei der durch die Gegenwart auswärtiger Käufer recht ansehnliche Preise erzielt wurden. Man zahlte je Raummeter Buchenscheit 1. Klasse 12 bis 13 Mk., Buchen­scheit 2. Klasse 10 bis 12 Mk., Buchenknüppel 7 bis 8 Mk., Buchenstöcke 6 bis 7 Mk., Duchen- treifig 2 bis 3 Mk.

Kreis Alsfeld.

* H o m b e r g a. d. O h m. 23. Ian. Am 13. Mai findet das Wertungssingen und (Bun* desfest des Ohm-Lumdatal-Sänger- b u n d e s in Homberg statt. Die Vorbereitungen zu diesem Feste sind bereits in vollem Gang. Außer den 26 Dundesvereinen wird sich noch eine stattliche Zahl Gastvereine einfinden, so daß sich in unserem herrlich gelegenen Städtchen des Ohmtals an diesem Tage mehr als 1000 Sän­ger treffen werden. Der festgebende Verein, Wännergesangverein Homberg", und die Einwohner Hombergs werden alles aufbieten, den Gästen recht schöne Stunden zu bereiten.

Z Homberg a. d. Ohm, 24. Jan. Am Sonn­tagnachmittag hielten die Mitglieder des Ge­flügel-, Kaninchen- und Vogelzucht­vereins 192 1 H omberg und Umgegend in der Gastwirtschaft von Karl Rühl ihre dies­jährige Generalversammlung ab, die guten Besuch zeigte. Rach kurzer Begrüßung durch en 1. Vorsitzenden Pfarrer Prätorius ver­las der 1. Schriftführer Dentist Hübenthal den Geschäftsbericht für 1927. aus dem eine günstige Entwicklung des Vereins zu entnehmen war. Verschiedene Anträge wurden, zum Teil unter lebhafter Aussprache, behandelt und ange­nommen. Zu dem Vorstand treten aus den Ka­ninchenzüchtern noch die Herren Z i n n f a n n und Ludwig Wilhel m. Die (Beiträge zum Kreis­verband der Kaninchenzüchter sollen gleich den­jenigen der Geflügelzüchter zum Provinzialver­band aus der Vereinskasse bezahlt werden. Die Anschaffung einer Tätowier-Zange für Kaninchen, die der Alters- und Züchter Kennzeichnung dient, wurde aus Vereinsmitteln beschlossen. Die Täto­wierungsgebühr von 10 Pf. pro Tier flieht in die Vereinskasse. Im Monat Mai soll eine Tisch­bewertung von Kaninchen durch Preisrichter G e r h a r d t - K rchgöns erfolgen, später soll auch eine solche für Geflügel ftattfinöcn. Der Punkt Käfiganteilscheine" wurde auf die nächste Ver­sammlung verschoben. Die Schasfung eines Ehren Preisfonds wurde empfohlen. Unter Verschiedenes" wurden die Mitglieder zum Be­such und zur Beschickung der Geflügelausstellung in Londorf am 11. und 12. Februar einge­laden. lieber die Grünberger Bezirksausstellung wurden wichtige Mitteilungen durch den Züchter Otto Södler - Rieier-Gemünden gemacht. In der nächsten Versammlung sollen einige Sätze (Bruteier anderer Rassen unter den Mitgliedern verlost werden.

(=) Groß-Felda, 24. Jan. Dieser Tage hielt der hiesige Turnverein seine dies­jährige Generalversammlung ab. An die Stelle des langjährigen 1. Schriftführers. Post­meister 11 f i n g e r , der von hier nach Londorf versetzt wurde, wählte man einstimmig den Ren­danten Rudolf <?*'" M e r als 1. Schrift­führer. Die übrigen Vorstandsmitglieder wurden einstimmig wiedergewayil. Der Verein beschloß, im nächsten Sommer ein Schauturnen zu ver­anstalten.

Starkenburg.

* Darmstadt, 23. Ian. Hier sind Be­strebungen im Gange, ein neues O r ch e st e r ins Leben zu rufen, das die Musik für Dolks- konzerte, Vereinsfestlichkeiten ulw. stellen soll.

Das neue Unternehmen würde in erster Linie eine Konkurrenz für das bestehende städtische Or­chester sein. Bei einer Schlägerei, die vor einigen Tagen sich in Reichelsheim i. O. ereignete, ist ein junger Mann namens Dingel- dein so schwer verletzt worden, daß er in das Darmstädter Krankenhaus gebracht werden muhte, wo er jetzt gestorben ist. Gegen die Täter, drei Burschen aus Reichelsheim, ist be­reits ein gerichtliches Verfahren ein­geleitet. In Oberschwarzbach bei Cber- bach wurden beim Umgraben einer Wiese Fun­de aus der Steinzeit gemacht. Man stieß auf aufgeschichtete unbehauene Steine, die nicht durch Mörtel verbunden waren. Ferner wurden ein Steinbeil, zwei aus Ton gebrannte größere Anhänger als Schmuckstücke, und eilt Stein, der als Schleifstein gedient haben mag. gefunden.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

<> Niederkleen, 23. Jan. Dieser Tage sand hier die erst« Brennholzoer st eige- r u ng aus dem diesjährigen Einschlag statt. Es wurden folgende Preise erzielt: Buchenscheitholz 32 bis 35 Mark, Buchenknüppel 20 bis 24 Mark, je zwei Raummeter: Buchenreifer 50 Wellen 10 bis 12 Mark, Eickenscheitholz 20 bis 24 Mark, Eichen- knüppel 16 bis 20 Mark, je zwei Raummeter: Eichenreisig 50 Wellen 6 bis 8 Mark.

]:t Hochelheim. 23. Ian. Dieser Tage sand hier eine Vers ammlung hiesiger Obst­züchter und -Händler statt, in welcher K. .csobstbaulehrer K ilp aus Wetzlar einen (Bortrag hielt überMaßnahmen zur Förderung des Obstabsatzes". Bekanntlich konnte ein großer Teil der reichen Obsternte des vergangenen Jah­res bisher noch nicht abgeseht werden. Das hat feinen Grund, nach den Ausführungen des Vor­tragenden, darin, daß erstens uns das Ausland mit Obst, hauptsächlich Aepfeln, geradezu über­schwemmt. und zweitens, daß die Verbraucher der Rachbarstädte und des Siegerlandes bis­her unsere besten Absatzgebiete zum großen Teil bei der wirtschaftlichen Lage unter Geld­knappheit leiden. Den Hauptgrund aber sah Herr Kilp darin, daß die deutschen Züchter bei Sortenwahl, Ernten des Obstes und der weiteren Behandlung nicht mit der genügenden Sorgfalt zu Werke gehen. Kommt es doch vor, daß in mancher Gemeinde bis 100 verschiedene Apfelsorten gezüchtet werden, und infolgedessen von den heute gangbaren Sorten nur sehr wenig Ware auf den Markt gebracht werden kann. Um hier Abhilfe zu schaffen, hatte der Obst- und Gartenbauverein des Kreises Wetzlar an die Mitglieder der hiesigen Ortsgruppe Karten ver­teilen lassen, auf denen drei Apfel» und zwei Birnsorten kenntlich gemacht werden sollten, die sich in unserer Gemeinde am besten bewährt haben. 30 ausgefüllte Karten wurden abgegeben. Rach einer regen Aussprache einigte man sich auf vier Apfelsorten: Baumanns Renette, Jakob Lebel (hier unter dem Qlamen Qtledlen- burtzer bekannt), Schöner von Boskoop und Landsberger Renette. Diese vier Sorten sollen in diesem Sommer gepfropft werden. Da das Reich einige Mittel zur Verfügung gestellt hat, stehen hier geringe Beihilfen in Aussicht. Rach den Erfahrungen, die man im vergangenen Jahre mit (Birnen gemacht hat, wurde von einer Aus­wahl dieses Obstes ganz abgesehen. Sodann gab Herr Kilp, der annähernd 30 Jahre als Obst­baulehrer des Kreises tätig ist, nach beherzigens­werte Winke über Ernten, Sortieren und weitere Behandlung des Obstes.

Kreis Biedenkopf.

# Königsberg, 24. Ian. In den letzten Wochen hat sich die Arbeitslage in unserer Gegend sehr verschlechtert. Die Zahl der Arbeitslosen ist in unserem Orte auf 14 ange­wachsen. Die GrubeEleonore" in (Bieber hat eine Anzahl Bergleute entlassen, die aber von dem Gießener Bergwerk übernommen wur­den. Auf der GrubeEleonore" sind zur Zeit Feierschichten eingelegt. Es verlautet, daß die Grube in einigen Iahren auggebeutet sei. Die Arbeitsverhältnisse auf der GrubeKö­nigsberg" waren bis jetzt gut, das ganze Jahr hindurch konnte eine Belegschaft von 40 bis 45 Mann beschäftigt werden. Da die Holz­hauerarbeiten in aller Kürze beendet sind, wird sich die Zahl der Arbeitslosen nochmals er­höhen.

ch Rieder-Weidvach. 24. Jan. Der Ge­sangvereinLiederkranz" hielt dieser Tage seine diesjährige Generalversamm­lung im Dereinslokal von Eduard Rentsch ab. Der Kassenbericht wies einen Kassenbestand von 63,78 Mk. aus. Bei der Vorstandswahl wurde an die Stelle des verstorbenen Kassierers Friedrich Knabenhans, der seitherige stellver­tretende Kassierer Willi Herrmann und zu dessen Stellvertreter das Mitglied Eduard Rentsch berufen; zum stellvertretenden Vor­sitzenden wurde Wilhelm Weber gewählt, die übrigen Vorstandsmitglieder wurden in ihren Qlemtem erneut bestätigt. Am 1. Juli v. I. wurde der Dirigent des (Vereins, Lehrer Link, nach Gräfenhainichen versetzt, an feine Stelle trat Qebrer Reh als Dirigent. Der derzeitige Mitgliederbestand beträgt 36. (Besonders hervor­zuheben ist, daß der älteste Einwohner unseres Ortes, Förster a. D. (Belte, noch immer als treues Mitglied dem (Verein angehört.

Dillkreis.

O Herborn, 23. Jan. Die im Jahre 1928 hier ftattfhibeiüjen Märkte sind auf folgende Tage festgesetzt: 6. Februar; l.März: 29. März; 16. April; 14. Mai ; 4. Juni; 25. Juni: 26. Juki; 20. August; 27. September; 25. Oktober; 12. Novem­ber; 3. Dezember; 21. Dezember.

Maingau.

WER. Frankfurt a. M., 24. Ian. Fest- genommen wurde in Stuttgart der von vielen Polizeibehörden gesuchte Paketabgabe­schwindler Reinhard Liebscher. Er wurde dem dortigen Amtsgericht zugeführt. Liebscher ist der bekannte Schwindler, der es verstanden hat, ben Hausangestellten in Abwesenheit der Herrschaften angeblich bestellte Instrumente, Bil­der u. dergl. gegen eine (Nachnahmegebühr bis zu 200 Mark auszuschwätzen. (Beim Oefsnen der Pakete, die nur wertloses Zeug enthielten, stellte sich dann der Schwindel heraus. In der Fechenheimerstraße er ignete sich am Montag ein furchtbares Drama. Dort fand man die Frau eines städtischen Beamten mit ihren zwei Kindern im QHter von acht Monaten und drei Jahren tot vor. Die Frau, die in der letzten Zeit an nervösen Störungen litt, hatte sich in Abwesenheit ihres Mannes m i t Gas vergiftet und ihre beiden Kinder mit m den Tod genommen.