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Turnen, Sport und Spies.

Iußbali in Hessen-Hannover.

3 m Bezirk Hessen-Hannover hatte gestern die Gruppe Rord in Kassel ein Orts­treffen zwischen Tura und Sp. B. Der letztere gewann hierbctr mit 4:1. In der Gruppe Süd schlug die Kasseler Germania die Marbur­ger Germanen mit 4:1 Toren.

Gpielvereimgung 1900 Gießen.

ö. Das Spiel gegen Germania Fulda am gestrigen Sonntag konnte 1900 siegreich gestalten, trotzdem in letzter Minute zahlreicher Ersatz ein­gestellt werden muhte.

2lm zweiten WeihnachtSfeiertag hat 1900 die Frankfurter Borussen als Gegner einem Gesellschaftsspiel verpflichtet. Borussia Frankfurt hat in den zur Zeit im Gange be­findlichen Meisterschaftsspielen im Bordmainkreis röcht gerade glücklich operiert. Zahlreiche Ersah- gestellung in allen Spielen hat die Mannschaft in der Spielstärke etwas zurückgebracht, so daß ziemlich viel Treffen, wenn auch zum größten Teil sehr knapp, verloren gingen. 1900 wird wohl stärker auf dem Spielfelde erscheinen, als es gestern der Fall war. Auch die Frankfurter Borussen verkörpern eine größere Spielstärke, als es ihr augenblicklicher Tabellenstand doku­mentiert.

Fußball in Güddeuischland.

Bezirk Main-Hessen.

Hier fielen gestern in beiden Abteilungen wich­tige Entscheidungen. 3n der Gruppe Main holle sich die Frantfurter Eintracht durch ihren knappen, aber verdienten Sieg von 3:2 Toren über Diktoria Aschaffenburg endgültig die Main- meisterschaft. Dagegen ist die Frage nach dem Zweiten und Deckten der Tabelle nur insofern etwas einfacher geworden, als Rot-Weiß Frank­furt, das in Hanau gegen den 1. F. C. 1893 mit 2: 3 knapp verlor, aus der Reihe der Bewerber ausschied, während der Sieger dieses Spiels wohl noch in Frag« kommen kann. Bor ihm liegen je­doch noch drei Vereine, die punktgleich sind. Bon diesen gewannen F. Sp. V. Frankfurt gegen Bgg. 03 Fechenheim mit 9:2 Loren haushoch. Union Riederrad besiegte Germania Bieber 4:1 und Kickers Offenbach gewannen gegen Sp. Bgg. 60/94 Hanau 4: 0.

Auch in der Gruppe Hessen steht der Meister nunmehr in Wormatia Worms auch zahlenmäßig fest. Sie besiegte den Sp. B. 05 Mainz allerdings nur knapp mit 1:0. Der dritte Placierte dieser Gruppe, der B. f. 53. Reu-Isen- burg, schlug die absteigende Sp. Gern. Höchst 7:0 und Hassia Bingen holte sich vom F. C. 03 Langen di? Punkte. Em sehr torreiches Spiel gab es zwischen Alemannia Worms und Sp. B. Wies­baden, das die Wormser schließlich mit 7: 5 Loren gewannen.

Bezirk Bayern.

In der Gruppe Dordbayern gab es nur ein, allerdings äußerst wichtiges Tveffen zwischen dem A. S. D. Dürnberg und dem 1. F. L. Dürn­berg, das von dem Club mit 3:2 Toren ge­wonnen wurde. Hierdurch wurde der 1. F. C. Dürnberg mit der Sp. Bgg. Fürth Punktgleich, und beide müssen am zweiten Weihnachtsfeiertag ein Entscheidungsspiel um die nordbaherische Meisterschaft austragen. Alle übrigen Vereine, ebenso wie die gesanrte GruppeSüdbahern waren spielfrei.

Handball im Bezirk Main-Hessen.

Gruppet.

F. Sp. D. Frankfurt H. Sp. B. Frankfurt 5:3. Kickers Offenbach Sp. Bgg. Arheilgen 3:0. Dotweiß Darmstadt Sp. B. 93 Darmstadt 2:3. B. f. R. Schwanheim Post Frankfurt 2:1. Polizei Darmstadt Polizei Butzbach ausgef.

Gruppe B.

F. Sp. B. 05 Mainz Wiesbadener S. C. 2:0. Sp. B. Wiesbaden Polizei Worms 2:2.

S. C. Hakvah Wiesbaden Wormatia Worms Wormatia nicht angetreten, also Punkte für Hakoah.

F. Bgg. 06 Kassel Alemannia Worms aus­gefallen.

Neuer Gchwimmwelirekord von Marie Braun.

Am gestrigen Sonntag kamen in Paris inter­nationale Schwimmwettkämpfe zum Austrag, bei denen Marie Braun (Holland) im 400 Me­ter^ Rückenschwimmen mit 6:16,8 Min. einen nc Weltrekord aufstellen konnte. Den alten

Retord hielt die Amerikanerin Sybill Bauer mit 6:24,8.

Das Deutsche Turn- und SpoNabzeichen. wird heute in Bronze von 93 600, in Silber von 4770 und in Gold von 1705 Männern getragen, von Frauen in Bronze in 9050, in Silber m 242 und in Gold in 58 Exemplaren. Es sind also bisher 109 425 Sportabzeichen ausgegeben. Das Deichsjugendabzeichen ist in den 2|/o Jahren seines T^stehens 23 850mal verliehen worden.

Wirtschaft.

Geldmarkt und Zahresuliimo.

Der Geldmarkt hat in der obgclaufenen Woche ganz unter dem Einfluß der Borbereitun- gen für den Jahres ultimo g anden, dir gegenwärtig ihren Höhepunkt erreicht haben. Ob­wohl der Lagesgeldmarkt in der vorletzten Woche des Jahres im allgemeinen ein flüssiges Aus­sehen zu zeigen pflegt, insofern als die erheb­lichen Mittel für das Jahresende schon frühzeitig angesammelt und daher vorübergehend dem Tagesgeldmarkt zur Verfügung gestellt werden können, war in dieser Woche von einer flüssigen Lage am Lagcsgeldmarkt nichts zu spüren. Dies mag vornehmlich mit den in unserem letzten Bericht hervorgehobenen, auf besondere Um­stände zurückzusährenden größeren Geldbedarf in Zusammenhang stehen. Der Satz für MvnatÄ- geld stieg auf 9l/2 Prozent, unter 9 Prozent war Mvnatsgeld nur schwer zu bekommen. Die feste Haltung des Geldmarktes geht auch daraus hervor, daß der Satz für Reportgeld infolge der starken Dachfrage um/* Prozent erhöht wer­den muhte, wenngleich man mit einer solchen von 1/e Prozent gerechnet hatte. Auffällig ist, daß sich der Privatdiskontsatz trotz der angespann­ten Geldverhältnisse in der vergangenen Woche auf dem Satz von 67a Prozent gehalten hat, um erst am Freitag erhöht zu werden. Das Angebot von Wechseln scheint nach wie vor relativ gering zu sein, wie aus dem Mediv- ausweis der Deichsbank hervorgeht. Die Ban­ken find auch weiterhin bemüht, in Erwartung einer Diskontermäßigung im Januar ihr Wech­selmaterial zu halten. Die Folge davon ist, daß sich die tatsächliche Anspannung der Geldmarkt- Verhältnisse vornehmlich in den hohen Sähen für Mvnatsgeld ausdrückt. Was einer Entspan­nung der Geldlage, wie sie sich aus dem Dück- gang der Konjunktur ergeben müßte, entgegen­steht, ist das Weihnachtsgeschäft, sind die Iah- resschlußzahlungen, sowie die nicht gerade als günstig anzusprechende Verfassung der Kassen des Deichs.

Was nun die Frage einer Diskontermäßi­gung anbelangt, so ist die Erwartung auf eine solche im neuen Jahre allgemein geworden, nach­dem die Befürchtung einer Diskonterhöhung in England, die schon monatelang andauerte, sich nicht als gerechtfertigt herausgestellt hat. Die Bank von England hat in dieser Woche ihren Diskontsatz nicht erhöbt, obgleich dies unvermeidlich erschien. Man glaubt, daß die Bank von England von einer Dis­konterhöhung abgesehen hat, weil bereits jetzt der Höheprwkt der internationalen Geldanspannung als überwunden betrachtet werden kann, so daß bal­digst eine durchgreifende Entlastung erfolgen wird. Die Bank von England hat sich also von der Er­wägung leiten lassen, daß Anfang nächsten Jahres mlt einer allgemeinen Gelderleichterung zu rechnen ist. Durch diese Einstellung der Bank von England tritt natürlich die Diskontermäßigung der Reichs-- bank in den näheren Bereich der Möglichkeit. Denn die Reichsbank wird zu Anfang des neuen Jahres vor allem die Entwicklung der ausländischen Geld­märkte zu prüfen haben. Andererseits gibt die noch immer nach oben gerichtete Tendenz der Preisent­wicklung in Deutschland hinsichtlich einer Diskont­ermäßigung Bedenken, da die Reichsbank natürlich bei einer so wichtigen konjunkturpolitischen Entschei­dung, wie der der Diskontänderung, auch die Preis­bewegung zu berücksichtigen hat. An dieser Tatsache kann auch die Erwägung nichts ändern, daß der Rückgang der Konjunktur geradezu eine Diskont­ermäßigung verlangt. Auf jeden Fall muß aber vermieden werden, daß eine Diskontermäßigung zu einer Ausdehnung des Kreditoolumens führt, weil diese mit dem gegenwärtigen Konjunkturstand durch­aus nicht in Einklang zu bringen wäre und weil dann von der Diskontsenkung kein Druck auf das Preisniveau einsetzen würde.

Grundbesitz als Betriebsvermögen.

Gebäude, soweit sie Betriebsvermögen darstellen, werden mit dem Vermögen des Betriebes versteu­

ert und nicht mit dem Privotoermögen, einerlei, ob die Gebäude Privatbesitz sind und bleiben. Steuer­lich entsteht dadurch kein Nachteil. Wie wir den von dem Steuersyndikus und Leiter der Steuerbera­tungsstelle der Industrie- und Handelskammer Gießen, Hermann Will, regelmäßig herausgege­benenAktuellen Steuerfragen" entneh­men, ist die Rechtslage folgende: Zivilrechtlich geht das Eigentum an einem Grundstück erst über mit der Eintragung im Grundbuch. Findet ein solcher Eintrag aber nicht statt, so bleibt der seitherige Be­sitzer nach wie vor alleiniger Eigentümer. Steuer- rechtlich wird das Eigentum nach §80 der Ncichs- abgabenordnung so angesehen, wie es wirtschaftlich ist. Die Vorschrift der RAO. prägt den bürgerlichen Begriff des Eigentums für das Steuerrecht um. Das wirtschaftliche Eigentum steht im Sinne der Steuergesetze dem rechtlichen Eigentum gleich. Da­her kommt es nicht darauf an, ob das Grundstück im Grundbuch eingeschrieben ist. (RFH. 6/344). Es genügt Eigenbesitz. Wirtschaftliches Eigentum wird aber dadurch übertragen, daß jemand feiner Gesell­schaft das Grundstück zu Eigentum überträgt, ohne auch die rechtlichen Voraussetzungen (Eintragung im i Grundbuch) zu erfüllen. Dann ist der Sachverhalt so, die Steuerbehörde behandelt das Grundstück als Eigentum der wirtschaftlichen Eigentümer. In die Steuerbilanzen, die der Feststellung des steuerpflich- tigen Gewinnes dienen, werden die Grundstücke aufgenommen. Dadurch können seitherige Abschrei­bungen auch fernerhin vorgenommen werden. So­weit die Grundstücke der Industriebelastung unter­worfen waren, bleiben sie weiter belastet.

D i e Preußische Eentral-Doden- kredit-Aktiengesellschast legt ihre an der Berliner Börse bereits amtlich notierten 8proz. Central-Goldpfandbriese vom Jahre 1928 bis zum 31. Dezember ö. 3. zur öffentlichen Zeichnung auf. Der Zeichnungskurs ist auf 97,50 °/o festgesetzt. Die Abnahme der zugeteilten Pfand­briefe kann nach Wahl der Zeichner auch im Laufe des 3anuar geschehen. Stückelieferung er­folgt alsdann sofort. Näheres ist im heutigen Anzeigenteil veröffentlicht.

' Die amtliche Großhandelsindex­ziffer. Die auf den Stichtag des 19. Dezember berechnete Großhandelsindexzifsec des Statisti­schen Reichsamtes hat sich gegenüber der Vor­woche um 0,2 v. H. auf 140,3 (140,0) erhöht. Von den Hauptgruppen ist die Indexziffer für Agrarstosfe um 0,5 v. H. auf 135,0 (134,3) ge­stiegen und diejenige für Kolonialwaren auf 125,7 (125,8) leicht zurückgegangen. Die Index­ziffer für industrielle Rohstoffe und Halbwaren ist um 0,3 v. H. auf 134,4 (134,0) gestiegen, während die Indexziffer für industrielle Fertig­waren um 0,2 v. H. auf 159,3 (159,7) gesunken ist.

* Anleihe des Deu tschen Sparkasse n- unö Giroverbandes. Der Deutsche Spar­kassen- und Giroverband bringt 30 Millionen Mark achtprozentige deutsche Kommun al-Gold - anleibe 1928, Ausgabe 3 des Deutschen Spar­kassen- und Giroverbandes mit einer Bankanstalt, der Deutschen Girozentrale und Deutschen Kom­munalbank zur Ausgabe. Die Anleihe ist auf Feingoldbasis gestellt und wird nur durch Aus­losung getilgt. Die Zeichnung sindet vom 28. De­zember 1928 bis einschließlich 8. Januar 1929 statt. Der Zeichnungspreis beträgt 94 Prozent.

Süddeutsche Zucker A.-G., Mann­heim. Die Gesellschaft berichtet über das Ge­schäftsjahr 1927/28 il a., daß das Hektavergeb- nis an Zucker geringer gewesen sei, als im Vor­jahre. Der Zuckerverbrauch erfuhr eine Steige­rung um 7 Proz., wahrend die Ausfuhr ge­ringer war. Größere Preisschwankungen traten nidyf ein, sondern ein langsames Abgleiten der Preise bis zur Produktionsverständigung um die Jahreswende. Die Dividende wird bekanntlich von 8 auf 10 v. H. erhöht. (G.-B. 4. Januar 1929.)

* Majoritätswechsel bei der Terra- Film QI.-®. Die I.-G.°Farbenindustrie A.-G., die qcmeinfam mit der Ullstein A.°G. die Mehr­heit des Aktienkapitals der Terra-Film A.-G. be­sah, hat die chr von der Ullstein A.-G. angc» botene Option auf ihren Besitz an Terra-Film- Aktien ausgeübt. Bon dem insgesamt 3 Millionen Mark betragenden Aktienkapital der Terra-Film A.-G. lbrsah die Ullstein A.-G. nom. 1,4 Millionen Mark, die nunmehr in den Besitz der I.-G.-Far- benindustrie A.-G. übergegangen sind.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 22. ®es. Die Produktenbörse war am letzten Tage vor der längeren Verkehrsunter­brechung nur schwach besucht. Da besondere An­regungen nicht Vorlagen, hielt sich die Unter­nehmungslust in engen Grenzen. Das Preisniveau hat sich für Inland- und Auslandbrotgetreide nur geringfügig verändert. Infolge des durch den anhaltenden Frost bedingten knappen An­gebotes zur Kahnverladung, sind für Waggon- wäre in sofort greifbarer Position vereinzelt

kleine Preiserhöhungen durchzusetzen. Der Liefe- rungsmarkt zeigte für Weizen stetig HaZung. Qtoggen lag auf Deckungen, namentlich in der Dezembersicht, fester. Auch die Frühjahrssichten konnten leichte Preisgewinnc verzeichnen. Mehl bei unveränderten Preisen sehr ruhig. Am Markt für Hafer und Gerste fehlte ein großer Teil der Interessenten, so daß sich regelmäßiges Geschäft nicht entwickeln konnte. Es wurden notiert (1000 Kilo): Weizen, märkischer, 203 bis 205, Dez. 220 bis 220.50 Geld. März 229,75 Brief (still). Mai 239 Brief, Andienungsfchein vom 2. Dez. 218; Roggen, märkischer, 202 bis 204, Dez. 215, März 228 bis 227,75 (still), Mai 238; Braugerste 218 bis 235 (ruhig); Futtecgerste 192 bis 200 (ruhig); Hafer, märkischer, 191 bis 198, Dez. 212 Bries, März 224,50 bis 225 Geld. Mai 235,50 Gelb (ruhig); zollbegünstigter Futtermais 224 bis 225 (ruhig); (100 Kilo): Weizenmehl 25,75 bis 28,75 (ruhig); Rvg^enmehl 25,85 bis 28,60 (etwas fester); Weizenkleie 14,40 bis 14,50(stetig): Weizenkleiemelasse 15; Roggenkleie 14 (stetig): Viktoriaerbsen 41 bis 49; kleine Erbsen 35 bis 40; Peluschken 22 bis 24; Ackerbohnen 21 bis 23. Wicken 27 bis 29,50; Lupinen, blau. 14 bis 14,50; Lupinen, gelb, 17 bis 17.50; Serradelle, neu, 36 bis 40; Rapskuchen 19,90 bis 2030; Leinkuchen 25 bis 25,20; Trocknschnitzel 12,90 bis 13.50; Soyaschrvt 21,60 bis 22,

Kunst und Wissenschaft.

Die Kleistpreisträgerin Anna Seghers.

Wenige Tage, nachdem das im vorigen Jahre gekrönte Drama Gertrud MenzelsToboggan" seine Berliner Ausführung erlebt hat, ist, wie bereits gemeldet, der Kleistpreis für daS Jahr 1928 von dem Vertrauensmann Hans Hennv Iah nn an Anna Seghers in Berlin für die beiden RovellenAufstand der Fischer von St. Barbara" undGrubetsch" verliehen worden.

Hans Henny Iahnn begründet seine Entschei­dung wie folgt:Ich habe den Preis der jetzt achtundzwanzigjährigen Anna Seghers zuerkannt, weil ich eine starke Begabung im Formalen ge­spürt habe. Bei großer Klarheit und Einfachheit der Satz- und Wortprägung sindet sich in den beiden Rovellen ein mitschwingender Unterton sinnlicher Vieldeutigkeit, der den Ablauf des Ge­schehens zu einer spannenden Handlung macht. Die Funktionen des Lebens erscheinen weniger wichtig als die Tatsache seiner Existenz. Die Ge­stalten sind nicht so sehr Träger einer Handlung, als Aeußerung in ihnen wirksamer Kräfte. Darum verbrennt alles, was als Tendenz erscheinen könnte, in einer leuchtenden Flamme der Mensch­lichkeit. Ich sand in diesen Rovellen unter allen Einsendungen nicht den umfassendsten, aber viel­leicht den reinsten Betrag zur Wiederentdeckung des Daseins ohne Apotheose.

Verleihung des Adlerschildes an Wilamowitz-Möllendorff.

Der Reichspräsident hat dem Universitäts- Professor Geh.-Rat v. Wilamowitz-Möl- lendorff zu seinem 80. Geburtstage den Adlerschild des Reiches verliefen und ihm in einem Schreiben zur Vollendung des 80. Lebensjahres namens des Reiches sowie persön­lich di» herzlichsten Glückwünsche ausgesprochen. Als hervorragender Förderer und Erneuerer der klassischen Altertumswissenschaft habe er ein Lebenswerk von geschichtlicher Bedeutung voll­bracht und zur Weltgeltung der deutschen Wissen­schaft wie wenig Lebende bei getragen.

Gießener Jugendgericht.

In der Dezembersitzung des Jugendgerichts wirk­ten als Jugendschöffen mit Frau Ottilie K o - warzik von Gießen und Heinrich Peter VIT. von Reiskirchen.

Zwei hiesige Lehrllnge haben sich gemeinschaftlich des Diebstahls von Fahrradteilen schul- big gemacht, und zwar mittels eines Einbruchs. Beide werden deshalb in eine Gefängnisstrafe von zwei Wochen verurteilt. Die Strafverbüßung wurde ausgesetzt und die Bewährungsfrist auf vier Jahre bemessen. Gleichzeitig wurden Erziehungsmaßrcgeln angeordnet, bereit nähere Anordnung und Auswahl dem Vermundschaftsgericht überlassen wurde. Zwei weitere jugendliche Mitangeklagte, die der H e h l t r e t beschuldigt waren, mußten mangels ausreichen­den Beweises freigesprochen werden. Der eine der verurteilten Lehrlinge hatte sich auch noch des schweren Diebstahls in einem weiteren Falle zu verantworten. Er war geständig und er hielt hiernach eine Gesamtgefängnisstrafe von drei Wochen.

Gegen einen Jugendlichen, der liederlich und ar­beitsscheu ist, rouroe wegen unentschuldigten Aus­bleibens Haftbefehl crlaffen. Er sollte wegen bet­telns abgeurteilt werden.

Devisenmarkt BerlinJranf'-tt

Telegraphische Auszahlung.

Banknoten.

Held nnr 168,03 41,905 111,53 58,97

11,53 112,05

80,84 68.04 12,898

72,82

iiTTvr 168.71

31.985

111,97

59,21

2,55

112.49

81,16

8,32

12,458

73,12

a. rir.

Kurszettel der Berliner und Frankfurier Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlvffenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuh 8 Prozent.

~ Berlin, 'n Dezember französische 'Horen Holländische Wotrn .... tttaltenische Norm ...... Norwegische Noten . ...

Drarftb ,1100 Ärsnen Rumänische Roten......

Schwedische Noreu ...... Schweizer Noten ...... Svaoische Noten.......

Tschechoslowakische Nrtro . . Ungarische Noten

Frankfurt a M

Berlin

Frankfurt a. M

Berlin

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Datum

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Datum: |

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6% ftt. «eichsanlethe o. 1927

DL «nl.-Ablds. Schuld mit SuS- los.-Rechten

De»gL ohne Auslos.-Rechte

7% Franks. Hyp.-Bl Noldps. mv tünbbat 1932

<14% Rheinische Hyv-Van! Stau.- «oldps

8LG.® abg. Bottrtegt-Obvgation., rückzahlbar 1938

<% Schwei, BunveSd.-NM..

<% Oeilerreichilche Soldtte.. . . 4,80% Gerten Silberne.....

1% Oesterreich, einheill. 8tte 4% Ungarische choldNe

4% Ungarische SlaatSr. e. 1910 . iy.% d-Lgl. von 1913 . .

4% Ungarische fftsnnate..... 4% T£ttL flellcntleUjc v. 1911 . . 4% Türkische 0ogdadbahn-«nl.,

Serie I . .

4% beigl Serie II .....

1% Rumänen contiefi. tot. . .

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flOfl. Deutsche litleeSato . AH Hambum-AmerHa L«ei ... 8 Hamb.-Tüdam. Dampssch. . . B Hansa Dampfschlfs . . 10

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