Nr. 225 Erster Via«
178. Jahrgang
Montag, 24. September 1928
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Siebener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
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Die Geheimnisse des Flottenpakts.
Die zeitgemäße Indiskretion
Seit Wochen erörtert die Weltprefc ein eng - lifch-fransösisches Flottenabkom- men. tef en Änhalt bisher m grogen Zug«! durchgejickerl war und gegen dessen Derosient- lichung sich die beteiligten Legierungen mit formalen Gründen ^räubten. Uun bat tne^earft- Prese in Amerika sich ein auSsuhri'ches 3n- st ruktionü sch reiben zu verschallen ge» mußt da« Briand an die diplomatischen Vertretungen Frankreichs in dieser <yrage gcridj'.ct bat und das Den Änhalt des gesamten 2lbkom- ' ic°Mi^ennartcn war. enthält das Abkommen keine Anspielung aus die trotzdem mit grober 2estimmlh.il behaupteten politischen Vereinbarungen der beiden Mächte, die be- lonbert für Frankreich den Hauptantrieb für den Abschluß eineS solchen Abkommen- gebildet haben duften. Der springende Punkt bei dem Abkommen ist. daß die Engländer sich vornehmlich auf kleine Kreuzer und aus die Vorteile speziaü.ieren wollen, die ihnen die Möglichkeit jederz-iti^er und unbegrenzter Be luckung ihrer H a n b c 1 » 1 ä> i f f e bieten, während Frankreich seinerseits Wert darauf kat. möglichst viele Unterseeboote z i baren. Demre näh Haden sich beibe gepen'ettig die volle Freiheit in diesen Fragen zugesichert und nennen das. veil sie tm übrigen bi. Beschränkungen des Washingtoner Flotte nabkom men - von 1921 für bk größten Schi sskalegorien: Schlachtschisse und Flugieng Mutterschisle von mehr als 10 000 Xon- ncn. Kreuzer mit Gesämtzen von mehr al- sechs 3o(l und UnterUebootc von mehr al- 600 Tonnen bcltäligen und unterstreichen, kühn ein „Flot- tenabrustungs-Abkommen".
Wenn man die Dinge nüchtern und objektiv be. trachtet, so wird man dafür wohl eine andere Bezeichnung finden, nämlich die Bezeichnung emea Flottenbündnisses, neben dem ein pol i - tisch.s einhergeht. Denn wenn dieses auch wirklich nicht in geschriebener Form existieren sollte, so bat da» Fehlen einer solchen Fixierung sa auch 1914 S»r Edward Grey nicht gehindert, den Bestand einer ungeschriebenen Bündnivverpslichlung anzuerkennen und ihr mit allen Mitteln des britischen Reiches zu entsprechen, tks ist also begreiflich, baß man sich i n Amerika einigermaßen über diese» Abkommen aufregt und daß nach Meldungen amerikanischer Blätter Toolidge eine „energische und kategmiich.- Rote" vorbereitet, in der er dieses Abkommen miß- Billigen will und mit Fortsetzung des großen Flotten- IxiuProgramm» droht, das Amerika nach dem «chei- tem der jüngsten Seeabruftungskonferenz begonnen hat. , . , , _ .
Für un< hat Vic Sache in’o’crn Deveulung. als hie beiden Kontrahenten deS Abkommens sich in Gens eifrig bemühen, die große 21 b - rüst ungskonserenz bi- zu einer Einigung übet die Warineiragen zu verschleppen, die unter den obwaltenden Umftänben jedenfalls nicht vor 1931, allo vor dem 21blanf deS cnpäbnten Washingtoner 2lbkommens mit einiger Wahrscheinlichkeit in Aussicht ließt Inzwischen wird man aber die Tragikomödie bei allem Dedauern über ihr-m Anlaß belächeln können, die sich um das Schriftstück entwickelt hat: erst von Frankreich gegen den Willen Englands vorzeitig anqclunbigt, bann geheim gehalten in bezug auf seinen 3n- ßalt, dann in Genf von den Franzosen dazu benützt um die önalänher möglichst auf ihre Degenzugel'ändnisse in der Frage der Land- ahrüstung uiw. leltzulegen. und nun einem gewandten amerikanischen Journalisten mitsamt der ganzen Vorgeschichte in die Hände gefallen, um im alterungeeignet ft en Augenblick, mitten während der Al-rüftungSverhanblunaen in Gen! gkich'e als Beweis für den deutschen Dorwuri v e r i ' n t l i ch t zu werden, wonach von der ®cge’.' -i: Abrüstungssaootage betrieben wird! Auch 'I>?:träije haben ihre Schicksale, und diese sind nicht immer angenehm für ihre Urheber!
Moskau enthüllt weiter.
Sir angeblichen Londerabmachungen gegen die Sowjetunion
Moskau. 23. Sept. (1DB.) Vas zentrale Militärblatt ftrafnaja Swefda veröffentlicht den ausführlichen Inhalt des englisch-französischen Abkommens. Das Abkommen enthält danach sieben einzelne Abmachungen:
1. das Flottenabkommen, da» auch die Flotten- lufammenarbeit im Stillen Ozean, die Aufteilung de» Mittelmeeres in englische und französische Einflußsphären, dir Anerkennung eng- lhher Sonbetinlcrcncn in Gibraltar und französischer la langer, und die Schaffung neutraler Seezonen unter besonderem Protektorat des Völkerbundes umfaßt:
2. eine Abmachung, die die Zusammenarbeit der englischen und französischen C u f I - fkreitkräfle außerhalb der europäischen Länder sowie im Zolle eine» Kriege» eine» der oer- lragfchließenden Teile mit der Sowjetunion versieht: außerdem enthält da» Abkommen eine besondere Abmachung zwilchen Frankreich und England über die Zusammenarbeit der Cuftfräfte im Mittelmeerbecken, in dem die volle
jede» der beiden Teilnehmer bei aktiven Militär- aktionen gegen da» Land, gegen da» diese Zusammenarbeit gerichtet sein wird, festgelegt wird: al» derartiges Land kann sich jede» Land, gegen da» der vötkerband vorgehen wird, ober auch die Sowjetunion, erweisen:
3. enthält da» Kompromiß eine Abmachung über die militärische Daftruftlonsarbeit in den Ländern de» Orient»:
4. eine Abmachung über den Erkundung»- bienfl in den Ländern de» Orient einschließlich der Sowjetunion: diese Abmachung ist ihrem Typ nach analog dem 1913 zwischen England und Frankreich abgeschlossenen Sonderabkommen über die Zusammenarbeit brr Militärattache» und der Militär- und Marine-Lrkunbung»organe gegen da» Deutsche Reid);
5. eine Abmachung hinsichtlich au »gebllbe- t e r Reserven, in der die 71ichtau»dehnung der Rüstungseinschränkung auf ausgebildete Reserven vorgesehen ist:
6. die Koordinierung der englischen und der französischen Politik In der Rhein- und Reparation » f r a g e ;
7. die Koordinierung der englischen und der französischen Politik auf dem Balkan und in den an die Sowjetunion angrenzenden Ländern.
Berthetots Instruktionen.
Tie Unfreundlichkeiten gegen Amerika.
Dori», 22. Sept. (IDIB.) Der .Flattn" läßt sich in einem Telegramm aus London einen längeren Auszug au» dem im „Corning Standard" wie der gegebenen Briefe Philippe Berthe- tot», des Generalsekretär» im französischen Aus
wärtigen Amt, vom 3. August übermitteln. 6» heißt darin:
Wir sind zu der Ansicht gekommen, daß die einzige Möglichkeit, da» fjinberni» zu überwinden, darin bestanden hat. der englischen Admiralität eine besondere Beschränkung der großen Kreuzer zu bewilligen, die kleinen Kreuzer jedoch von jeder Beschränkung au»zuschlle- ßen. Da ist ohne Zweisel die Ture für ein ID e 11 r ü ft eu offen. Aber von dem Augenblick ab. in dem man einen Unterschied zwischen diesen beiden ftreujerlgpen macht, muß man die M öglichkcit einer gerechten Beschränkung der kleinen Schisse anerkennen, wenn man nicht die Hilfskreuzer in die Berechnung einstellt, wie das die vereinigten Staaten verlangen. Dadurch, daß man jede Einschränkung der für die Derlei b i g u n g der Küste bestimmten Unterseeboote ausgeschlossen hat, hat man die Regelung de» durch die englische Admiralität ausgewor- senen Problem» für die strikte Beschränkung der Unterseeboote mit großem Aktionsradius erzielt. Unter dieser Form dürste die neue Lösung nicht nur unsere Marine befriedigen, sondern auch die japanische, deren Vertreter natürlich diese gleiche Anschauung während der vorbereitenden Flottenkonscrenz geäußert haben.
Der „Platin" gibt die Authentizität dieses Brieses, den der Generalsekretär Ph'tippe Berthelol a n d I c französischen Botschaften In IP a - shington, Rom und Tokio gerichtet hat, zu und ertlärt, daß er am 3. August abgegangen sei und den Zweck gehabt habe, die genannten drei Regierungen über Frankreichs Absichten zu unterrichten, um eine Grundlage für spätere Verhandlungen zu finden. Die französische Regierung hätte also im voran» die Lage aufklären und die Mißverständnisse beseitigen rool-
Furchtbare Brandkatastrophe in einem Madrider Theater.
Ein alter Holzbau in Stammen. — Furchtbare Panik im Zufchauerraum. Noch viele Opfer unter den Trümmern.
Madrid, 23. Sept. (IDIB. Funkspruchs 3m Theater Nove da des brach kurz vor 9 Uhr abend» am Lude der letzten pause Feuer auf der Bühne au». Die Besucher im Parkett und in den ersten Ranglogen konnten den Zuschauerraum verlassen. bevor die Flammen ihn ergriffen. Da» Feuer verbreitete sich mit großer Geschwindigkeit, da die Baulichkeiten sehr alt und au» hol, waren. Eine furchtbare panik brach sofort unter den Besuchern au», während da» Orchester vergeblich bemüht war, durch Weiterfpielen die Menge zu beruhigen. Einwtlde»Rennennach den Au»gängen fehle ein. Dabei wurden viele Menschen zu Boden gcroorfen und auf vielen herumgetreten. Alle in der Nachbarschaft befindlichen Auto» wurden zur Fortschaffung der zahlreichen verletzten requiriert. Die gesamte Polizei und ein in der Nähe befindliche» Dnfanterierrgiment wurden zu den Rettungsarbeilen herbelgerusen. Da» Feuer hat sich aus den Häuserblock um da» Theatergebäude ausgebreitet. Dieser f)äuferblod liegt in einem der dichtbevölkertsten Viertel von Madrid. Die Feuerwehr hat große Schwierigkeiten, de» Feuer» Herr zu werden, da die alten Gebäude wie Zunder brennen. 80 der verletzten sind in ernster Erbeno- gesahr. Zwei Personen sind in den Rettungsstationen gestorben. Unter den Toten, die unter Den Trümmern liegen, befinden sich zahlreiche Kinder. Die Zahl der Toten kann noch nicht abgesehen werden, aber man weiß, daß mehrere hundert Zuschauer in den oberen Rängen de» Theater» Ungeschlossen waren, die sich nicht in» Freie retten konnten.
Schwierige Löscharbeiten.
Tic Bergung Der Cpfrr —Ter Tiltator an der Brandstätte
Madrid. 24. e«pt. (WTB. Funkfpruch.) Der Brand im Theater DovedadcL und dem angren- Renten Häuserblock ist vollständig gelöscht. DaS (debäude. in dem das Theater un.vrgebracht war. fotrie die Dächer der angrenzenden Gebäude sind zerstört. Die Löscharbeiten mußten sich im wesentlichen daraus konzentrieren, die Flammen, die aus die Vebäude in der Umgebung des Theater- Übergriffen, zu ersticken. Die genaue Feststellung de r Zahl der Opfer tnirö erst im Lause des heutigen Tages möglich sein, da last bei sämtlichen Rettung^ rteller. in Madrid im Laufe der Dacht Verwundet.' eingelieert worden find. 'Ragen engen berichten, daß. als der Theatersaal bereit- ein einziger Brandherd war noch etwa 30 Personen in Flam
men gehüllt, sich zwischen den Sitzreihen den Weg zum Ausgang zu erkämpfen suchten.
Von den zahlreichen furchtbaren EpÜoden, die stch während der Panik abspielten, wird der Fall eines Zuschauers hrroorgehob n. der unzählige Verletzungen erlitt, weil er stürzte und Hunderte von flüchtenden Zuschauern über ibn hinweg strömten Ohne sich um seinen eigenen besorgniserregenden Zustand zu kümmern, erkundigte er sich bei seiner Rettung in höchster Besorgnis nach seiner Frau und seinen fünf Kindern, mit denen er in» Theater gegangen war. weil seine Frau gerade ihren DamenStag feierte. Äebnlich tragische Szenen haben sich In großer Zahl abgespielt.
Ministerpräsident Primo de Rivera hat im Lause der Macht noch einmal den Brandplah ausgesucht. Er wes auf die Notwendigkeit hin. Maßnahmen zu treffen, die ähnlichen Katastrophen für die Zukunft vorbeugen. Es find Pioniere herangezogen worden, die große elektrische Scheinwerfer am Schauplatz der Katastrophe auffteIlten, da die Vas- und die elektrische Beleuchtung infolge des Brandes abge'chn.tten sind. Die Untersuchungsbehörden Haden bereits ihre Arbeiten ausgenommen. Sie konnten bi- zu der Treppe vordringen, die nach Bern ersten Rang hinaufführt. Auf einem der Treppenablätze sand der Untersuchungsrichter etwa 25 Leichen die hoch auseinander getürmt waren Da in dem größten Teil der Thearerräumlichkeiten keinerlei Beleuchtungsmöglichkeit mehr vorhanden ist. mußten die Llnter'uchungSbehörden bei Fackellicht arbeiten. Sv ist deshalb noch nicht möglich, bestimmte Angaben übet die Zahl der Toten zu machen, die sich unter Umständen noch auf den zu den Längen hinausführenden Treppen und :n den Foyers befinden können. Man ist der Ansicht, daß im unteren Zuschauerraum nur noch eine geringe Zahl von Toten liegt, daß aber in den oberenStockwerken. zu denen man bis jetzt noch nicht gelangen kann, eine weit erhcb- l.chere Zahl von Todesopfern ausgefunden werden wird. Sie AufräumungSarb eiten und Bergung der Leichen können erst beginnen, wenn d.e Scheinwerfer in Betrieb genommen i.nd. Sie Zahl der Verletzten, von denen der größere Teil nicht bedenklich verletzt ist. beträgt über 200. verichiedene beziffern sie auf rund 300. D.e Zahl der s e st g e ste l l te n Toten beträgt 25. D.e Zahl der Opfer unter den Stimmern konnte noch nicht sestgestellt werden. Viele Kinder warten auf den HettungdRationen auf chre Eltern. Sie Pol.»ei hat große Schwierigkeiten. um die Men'chenmcnge außerhalb des Theaters in Schach zu halten.
Das alte Theater Vovedades war d a s größte Theater Madrids. Zur Zeit der Katastrophe befanden sich in dem Theater 3000 Perionen.
Irn, dadurch, daß sie die anderen Regierungen, nämlid) die von Washington, Rom und Italien, über die Einzelheiten und den Geist de» zwischen Pari» und London abgeschloffenen Abkommen» unterrichtete. Dieser Kommentar sei für die mündliche Erläuterung de» diplomatischen Vertreter» maßgebend gewesen. Da» amerikanische Staatebeparlement habe ihn von Ansang an gekannt, wahrend ihn die amerikanische Zeitung al» eine Enthüllung darstelle. Da» sei eine flagrante Verletzung der Wahrheit, dazu bestimmt, aus die öffentliche Meinung Eindruck zu machen. Sie werde ohne Einwirkung aus die amerikanische Regierung bleiben, wie auch die amerikanifchc Antwort auasallen möge, so sei bewiesen, daß Frankreich den willen gehabt habe, zu einem allgemeinen Abkommen zu gelangen. Die Frage sei nun aufgeworsen und die Sera der Verhandlungen könne beginnen.
Die Abendpressc scheint die Aussaslung, bah diese Verösscntlicbuna geeignet sei, das Mißtrauen besonders in den Vereinigten Staaten zu beseitigen, nicht zu teilen. Das „Journal b s D>.bats' muß feftftellen, daß die Veröffentlichung eine ziemlich beunruhigende Wirkung in Amerika ausgeübt habe und daß fie große 11 neck genbeiten bervorruse. weil bet Tert falsch interpretiert werde und zu schlechten Polemiken Anlaß geben könnte Das Dokument enthalte nichts Aeues, aber es fei nicht wie eine Rote abgefaßt, bte für eine ausländische Regierung bestimmt sei. Das Außenministerium, das sich an feine Vertreter wende, setze ihnen offen die Gründe auseinander, aus denen die französische und die englische Admiralität sich in der Kreuzerfrage hätten verständigen können. Gewisse Stellen würden also In Amerika ausgebeutet werden können. 3. V stelle das Aundschreiben fest, daß die für Mc kleinen Kreu- Act ausrechterhaktene Freiheit im Falle eines Kriege« zugunsten Englands sich aus- wirken könne. Selbst wenn Gngland in Fr eben - zeiten nicht mehr Einheiten dieser Art beflte. als die Vereinigten Staaten, werde die englische Flotte zu Beginn von Feindseligkeiten sich sehr schnell dank Ser Hilfsschifse ihrer tza n- del-slotte, bte denen der amerikanischen Flotte weit über le gen sei, vermehren können. Man werde n icht verfehlen, hierin u n f r e u n b» liebe Hintergedanken gegenüber Amerika zu brandmarken.
Am Mittwoch hie nächste Zeppelinfahrt.
Dr. (Stfenerb weitere Dispositionen — Tie Amecikareife.
Friedrichshafen. 22. Sept. (DB) Die Dr Eckener dem Sonderberichterstatter des WTB. mitteilte, ist mit der nähten Fahrt des .Vras Zeppelin" für Mittwoch zu rechnen. Znzwüchen ist man dabei, die Ergebnisse der Untersuchungen bei der letzlert Fahrt durchzuarbeiten. Dor allen Dmgen b inb.lt es sich darum. daß der Lustzug. ver durch die arbeitenden Propeller verursacht wird, etwas abgeleitet wird. Dr. Eckener hofft bi« Dienstag mit diesen Arbeiten fertig zu fein. Dach der Mlttwochfahrt dürfte der .Graf Zeppelin" voraussichtlich eine große F"hrk nach Do d eutfXl nb ma en und dab i auch der Deichsh^uptuadt einen B.such abcatten. Wenn es möglich ist, sollen auch Dresden und Bre-lau berührt werden. Für diese Fahrt hat sich auch der Deichsverkehrsminister von Guörard angemeldet.
3n FriedrichSyasen sind au« Amerika Dachrichten über die beabsichtigten Cmjg- sangsseierlichkeiten sür den .Gras Zeppelin" em- getroffen. Das Luftschiff wird zunächst nach uakehurst steuern und dort vom amerikanischen Marinestaatsfekretär Wilbur empfangen weiden. Wahrscheinlich wird die .Los Angele«" dcm größeren Schwesterschiff entgegen- fahren, das ja auch den Kommandanten der .Los Angeles- Eommander Dofendahl. an Bord haben wird. Auch Präsident Loo- l i d g e wird es sich nicht nehmen lotsen, die Besatzung des .Gras Zeppelin" persönlich bei sich zu begrüßen. 3m Anschluß ist bann eine Dundfahrt des Lustschisses durch die großen Städte Amerika- vorgesehen Die Produktion de« Blaugases Hal sich in den letzten Tagen gebefert, so daß sie letzt normal ist. Dr Eckener rechnet nunmehr damit, daß die Zahr; na-ckr Amerika in der ersten Oktober
woche angetreten werden kanm
Deichsminister des Auswärtigen Dr. Strese- m a n n. Deichspostminister Dr. Schätze!, brr. frühere Reichskanzler Dr. Luther. Deichs- wehrmmister a. D. Dr. ® e ß I e r , der frühere preußische Ministerpräsident Dr. Stegerwald haben zerzlich gratuliert. Dr Eckener teilte bet Presse mit, baß cs ihm nicht möglich sei, auf bie zahlre ichen Glückwünsche, die chm nach der letzten Fahrt von allen Seiten zt^e- gangen sind, einzeln zu antworten. 6r bittet. seinen Dank auf diesem Dege entgegenzuneh- men. Die vielfachen Bitten von Städten


