Ausgabe 
24.7.1928
 
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dariehen hat die 1km! im Berichtsjahre rund 12 Mill. Mk. zugesagt. Mit Hilfe der verbilligten Daudarlehen wurden rund 5500 Wohnungen erstellt. Der Landwirtschaft konnten zu gün­stigen Bedingungen aus der dritten Amerika- Anleihe der Rentenbank-Kreditanstalt lang­fristige Hypothekdarlehen, und aus anderen Mit­teln Vorschüsse für Feldbereinigungen und Ent­wässerungen zur Verfügung gestellt werden. Durch Beteiligung an einer Auslandanleihe der Deutschen Landesbankenzentrale hatte die Bank die Möglichkeit, auch die mittlere und kleinere Industrie mit langfristigem Hypothekarkredit zu versehen. Die Bilanzsumme stellt sich auf 76,2 Millionen Mark.

Der Handel in Fr eiverkehr swer- ten an der Frank f urter Börse. Der Frankfurter Ausschuh für den Handel in amtlich nicht notierten Werten ist auf Anregung brr Ständigen Kommission" des Zentra l-Verbandes in Berlin zusammengetreten und hat folgende Feststellungen getroffen: 1. Gegen den Handel in solchen Aktien, die früher amtlich hier no­tiert waren, die aber die amtliche Rotiz wegen zu scharfer Umstellung oder wegen Zusammenlegung des Aktienkapitals eingebüßt haben, wird im Allgemeinen nichts eingewendet. Es wird ange­nommen, daß diese Gesellschaften späterhin um die amthche Rotiz wieder nachsuchen werden. 2. Gegen den Handel in Freiverkehrswerten, die niemals eine amtliche Rotiz hatten, und gegen deren älmsatzfähigkeit im Freiverkehr schon früher keine Bedenken besto?rden. werden auch neuer­dings keine solchen erhoben. 3. Gegen den Han­del in ausländischen Werten, die an grohen ausländischen Börsen amtlich zugelassen sind, soll auch hier im Allgemeinen keine Einwendung erhoben werden. Der Ausschuh behält sich in­dessen seine Stellungnahme von Fall zu Fall vor. 4. Bei ausländischen Werten, die im Ausland amtlich nicht notiert sind, muh in jedem Falle vor der Entwicklung von Plmsähen ein Antrag bei dem Ausschuh gestellt werden, wenn ein Handel im Freiverkchr angestrebt wird. Der Ausschuh wird in allen Fällcm vor seiner Stel­lungnahme, von verantwortlicher Seite unter­zeichnete Unterlagen verlangen. Er behält sich ferner vor, entsprechende Usancen für den Han­del festzusetzen.

Gebrüder Lutz A. - G., Darmstadt. Wie der SHD. erfährt, sieht sich die Gesell­schaft angesichts der schwierigen Lage in der Lokomobilbranche veranlaht, ein durchgreifendes Umstellungsprogramm zu bewerkstelligen. Ob da­bei e ine Sanierung des Unternehmens notwen­dig wird, ist eine durchaus offene Frage und jedenfalls unwahrscheinlich. Tatsächlich ist im ab- aelaufenen Geschäftsjahr kein Betriebsverlust ent­standen, jedoch sind höhere Abschreibungen auf die grohen Bestände vorzunehmen, so daß ein Verlust von etwa 60 000 Mk. (Aktienkapital 570 000 Mk.) zu erwarten ist. Dieser wird zum überwiegenden Teil aus der bestehenden Reserve von rund 30 000 Mk. gedeckt. Jedenfalls wird das Werk schon im Interesse des Darmstädter Wirtschaftslebens auch weiterhin erhalten werden.

* Teil-Stillegung santrag bei Hen­schel & Sohn, Kassel. Wie WTB.-Handels- dienst zu den Meldungen verschiedener Zeitun­gen von mahgebender Seite der Firma Hen­schel L Sohn ersührt, hat die Firma infolge der überaus schwierigen Lage im Lokomotivbau beim Demobilmachungskommissar der Regierung in Kassel den Antrag gestellt, Ende August bzw. Anfang September einen Teil der Kesselschmie­den und auch einen Teil der Lokomotivfabrik stillzulegen. Der Antrag wird damit begründet, dah tne Aufträge für die Südafrikanischen Staaiseisenbahnen ihrer Vollendung schnell ent­gegengeben, so dah die Kesselschmieden bereits fetzt nicht mehr ausreichend beschäftigt sind. Die Aufträge für Südafrika werden Ende August oder Anfang September vollkommen fertig* gestellt sein. Es hat den Anschein, dah es bis dahin nicht möglich fein dürfte, neue Aufträge hereinzuholen, Werl die Reichsbahngesellschast erklärt, aus Elatögründen und finanziellen Vor­wegbelastungen nicht in der Lage zu fein, noch in diesem Iahre der Lokomotivindustrie größere Aufträge zuführen zu können. Die Lokomotivfabrik Henschel & Sohn hat in den nächsten Wochen in den großen Kessel­schmieden keine Beschäftigung, da die Arbeiter auch im Automobilbau nicht beschäftigt werden können. Es ist deshalb damit zu rechnen, daß in den Kesselschmieden gegen 800 Arbeiter entlassen werden müssen. Im eigentlichen Lokomotivenbau hört die Arbeit spätestens mit der Fertigstellung der letzten südafrikanischen Lokomotive vollkommen auf, und auch hier dürste mit einer Entlassung von 500 bis 600 Arbeitern zu rechnen sein. Diese Betriebszweige der Firma Henschel Sohn sollen antragsgemäß vorüber­

gehend stillgelegt werden. Der DemobilmachungS- lommissar wird um beschleunigte Behandlung gebeten. Die Meldungen einiger Blätter über Entlassungen von 3000 bis 4000 Mairn, also 80 bis 90 Prozent der Gesamtbelegschaft, sind stark übertrieben.

Gebrüder Ltollwerk A.-G., Ä 51 n. Die Aktien der Gebrüder Stollwerk A.-G. haben in der letzten Zeit starke Beachtung gefunden. DieKöln. Ztg." hört dazu von maßgebender Seite, dah der Geschäftsgang während des am 30. Ium abgelausenen Geschäftsjahres durchaus befriedigend war. Man rechnet mit einer Divi­dende in Höhe des Vorjahres (6 Prozent auf die Vorzugs- und 9 Prozent auf die Stamm­aktien) und außerdem mit einem Bonus, der aus den Zinsen des in Amerika frei gewordenen Guthabens genommen werden soll. Es handelt ljch bei diesem Guthaben um recht erhebliche, bis­her noch nicht aktivierte Beträge, die einen lehr hohen Prozentsatz des Aktienkapitals der Gesell­schaft ausmachen.

Frankfurter Börse.

Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".

5 r a n f f u r t a. M., 24. Juli. Tendenz: uneinheit lich. Zu Beginn der heutigen Börse machte sich schon wieder starke Zurückhaltung und eine gewisse Unsicherheit bemerkbar, bald jedoch wurde die Stimmung allgemein etwas freund­lich e r, da die Spekulation nach einigen Spezial, werten etwas größere Nachfrage bezeugte. Ander- feite stützte sich der Markt noch auf die festere Hal­tung der gestrigen Neuyorker Schlußbörse. Für die Montanwerte regen die etwas gebesserten För­derungszahlen für den Ruhrbergbau im Juni an. Das Geschäft blieb jedoch nach wie vor gering, und von außen her lagen Orders nur in ganz beschränk- tem Maße vor. Die Kursentwicklung war daher un- einheitlich, wobei die Abschwächungen nach beiden Seiten nur vereinzelt über 2 o. H. hinausgingen. Etwas lebhafteres Interesse bestand für einige Werte des Elektromarktes, Siemens lagen 2 o. H., G e (für el 1,5 v. H. höher. AEG. blieben behauptet, während Chadeciktien 2,50 Mark einbühten. Am Markte der K a l i a f t i e n waren Westeregeln 3,5 v. H. erhöht. Farben eröffneten leicht gebessert. Scheideanstalt wenig verändert. Bon den Zellstoffwerten waren Aschaffenburger 1 o. H. und Waldhof 2 v. H. höher gehandelt. Tietz und Schlickert wiesen kaum Veränderun­gen auf. Gleich nach der ersten Notierung verstärkte sich die Nachfrage nach Elektrowerten. Siemens waren bevorzugt und erneut 2,5 o. H. erhöht. Licht & Kraft gewannen 2 v. H. Deutsche An­leihen waren behauptet. Ausländische Ren- t c n fast geschäftslos. Im Verlaufe wurde das Ge­schäft allgemein noch stiller. J.-G.-Farben waren gegen Anfang 1,25 v. H. höher. Auch heute war der Ge 1 d m a r k t wenig verändert. Tagesgeld 7 o. H. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1895, gegen Pfund 20,363, London gegen Kabel 4,8805, Paris 124,19, Mailand 92,8250, Ma­drid 29,49, Holland 20,0813.

Berliner Börse.

Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".

Berlin, 24. Juli. Noch im Vormittagsoerkehr hatte man zunächst auf Grund des festeren Neu­yorker Börsenschlusses höhere Kurse genannt, als von dem Rückgang der Polypyonaktien eine Verstimmung ausging. Man wollte ungünstigere Nachrichten über die Einführung der Aktien in London wissen, und man sprach davon, daß das Bezugsrecht bei der Ka- pitalerhöhung vom Aufsichtsrat demnächst mit 4:1 zu 150 o. H. festgesetzt werden würde. Der Börsen- beginn brachte aber dann im allgemeinen behaup - tote Kurse. Die Haltung war nicht unfreundlich, die Marktlage aber fast ohne Umsatztätigkeit. Es waren kleinere Erhöhungen für Spezialwerte eingetreten, die aber nicht ausreichten, um allgemein eine Belebung herbeizuführen. Mit einer E r - Höhung des Reportgeld satzes von 12 auf 12,5 v. H. hat sich die Börse bereits abgefunden. Ob bis jetzt Kürzungen vorgenommen worden sind, ist schwer festzustellen, wenn ja, kann es sich nur um am Medio zusätzlich gegebene Beträge handeln. Die Ab­weichungen gegenüber den gestrigen Schlußkursen hielten sich im allgemeinen auf 1 bis 2 o. H. I l s e er­öffneten 5 v. H. und F a h l b e r g List 4,5 o. H. höher, dagegen hatten Polyphon 11,5 v. H. ver- loren. Deutsche Anleihen waren behauptet. Ausländer geschäftslos. Mexikaner eher schwächer. Der Pfandbriesmarkt war still, cs scheint aber eher Ware herauszukommen. Am Geld­markt bleibt Tagesgeld mit 6 bis 8 o. H. leicht. Monatsgeld 7,75 bis 9 v. H. etwas stiller. Anschei­nend halten hier die Geldgeber etwas zurück, bis zur Festsetzung des Reportgeldsatzes. Im Verlaufe war die Haltung zuerst weiter etwas nachgebender, später wurde es aber lebhafter und, vom Elektro- markt ausgehend, fester. Siemens, Eonti Kautschuk, Oberkoks bevorzugt.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 24. Juli. Der heutige Frank- futter Produktenmartl verkehrte im Anschluß an die schwachen Auslandnotierungcn in flauer Haltung. Die Tendenz am Futtermittelmarkt blieb dagegen weiter fest, besonders Weizen- und Roggenkleie zu erneut erhöhtem Kurse weiter stark gefragt. Roggen in alter Ernte war bei stark nachgcbendem Preise in größeren Posten angeboten, dem aber keine Nach­frage gegenüberstand. Es notierten: Weizen 25 bis 25,25 Mark' Roggen 25,50; Hafer, inländischer, 27 bis 27,50; Mais (gelb) für Futterzwecke 25; Weizen mehl, süddeutsches, Spezial 0, 34,50 bis 35; Weizen­kleie 14 bis 14,25; Roggenkleie 15,75 Mark. Tendenz: flau, Futtermittel fest.

Buntes Allerlei.

Das verwunschene Schloß.

Iahrelang nach der Revolution konnte man auf dem Markt von Smolensk einen alten Mann in Soldatenkleidung beobachten, der an Dämchen" so werden in Rußland ausnahms­weise elegante Frauen statt Gcmossinnen be­zeichnet Knöpfe und Posamenten ausParis" verkaufte. Es war der Fürst Gortschakow, der Sohn des russischen Kanzlers, einer der reichsten Männer des Zarenlandes, direkter Ab­kömmling der schwedischen Eroberer Rußlands. Vor einigen Wochen ist der Fürst gestorben. Er hielt sich in Smolensk auf, weil in der Rahe dieser Stadt sein beschlagnahmtes Gut gelegen ist, das anläßlich des Todes des Fürsten, der dort bei einem Dauern in einer armseligen Hütte gewohnt hat, von einem Berichterstatter einer Moskauer Zeitung besucht wurde.Das herrliche Schloß der fürstlichen Familie", schreibt der sowjetrussischr Journalistist vollständig verwahrlost". Es wird von den Bauern verwunschenes Schloß" genannt. Rachts wollen die Bauern geheimnisvolle Gestalten sehen, die in dem Schloß herumspazieren. Es sind die Geister der fürstlichen Ahnen, behaupten die Abergläubische, die sich nachts versammeln, um ihrer Empörung über das Schicksal des Schlosses zu geben. Die Möbel sind zum Teil verschleppt, zum Teil zerstört. In einer Wand befindet sich ein Geheimschrank, den zu offnen trotz aller Bemühungen nicht gelungen ift Das Schloß ist so eingerichtet, daß es nur mit Hilfe einer Geheimchiffre zu offnen ist, die man nicht erraten konnte. Sauerstoffapparate wollte man nicht extra kommen lassen. So verbirgt der Schrank vielleicht ein wichtiges historisches Geheimnis. Der große Fe st sa al erinnert an einen Trümmerhaufen. In den Dienstgebäuden des fürstlichen Schlosses ist eine Dolksbib- lio thek, ein Teeraum für Landarbeiter und ein kommunistischer Klub untergebracht. Die Kellerräume des Schlosses, in denen sich seinerzeit das Weinlager des Fürsten befand, sind voll von Wasser. Die kostbaren Weine sind von den Dauern ausgetrunken. In der Autogarage werden Tanzabende für die Dauern- jugend veranstaltet. Das Kommissariat für Volks­bildung hat beschlossen, das herrliche Schloß zu renovieren, um dort ein vorbildliches Volks- tHeater für die Dewvhner der Umgebung zu organisieren, während die Diensträume in ein Sanatorium für erholungsbedürftige Arbeiter und Angestellte der Sowjetbehörden umgewan­delt werden.

Diese Schilderung lentt die Olufmerffamteit auf das Schicksal russischer Herrengüter, die nach Ausbruch der Revolutton von der Sowjet-Re­gierung alsnationales Eigentum" beschlagnahmt wurden. In der Rähe von Moskau befanden sich Schlösser, die Familien des uralten russischen Adels gehörten und die Kunst­gegenstände von ungeheurem Wert enthielten. Hat man doch vor einem Iahre sogar in einem entlegenen Gut des Grafen Shoganoff im Ural einen echten Raffael entdeckt. Die meisten Schlös­ser sind aber, trotz der Bemühungen der Sow­jet-Regierungsie als Denkmäler einer ent- schwurchenenKultur" zu erhalten, eine Stätte wüsten Verfalls geworden. In den herr­lichen Räumen, aus denen kostbare Bilder und Möbel allerdings herausgeholt und in Museen untergebracht worden sind, befinden sich Sow- jet-Dehördeir, bei denen die Reinlichkeit nicht immer sehr genau genommen wird. Von Zeit zu Zeit weiß die sowjetrussische Presse von aufsehenerregenden Funden in denHäusern der Vertreter der alten bourgeoisen und kapitali­stischen Zeit" zu berichten. So haben vor einigen Monaten Arbeiter, die mit der Renovierung eines Stalles auf dem Gute des Fürsten 3u- funoff. der als Mörder Rasputins und Inhaber eines eleganten Modesalons in Paris und Ber­lin, an dessen Spitze seine Frau, die Richte des Zaren steht, heute noch viel Don sich reden

macht, eine vergrabene Kasetke ge­funden, die mit Familiens chmuck im Werte von vielen Millionen Rubel, gefüllt war. Der kostbare Fund ist als wertvoller 'Beitrag zum Iuwelenfonds der Sowjet-Union von der Regierung in Delitz genommen worden.

Die Sicherheit de» Luftverkehrs.

In einer Statistik über den Stand des Luft­verkehrs haben einige Zahlen besonderes Inler- esse, durch die die Sicherheit vieles Verkehrs gekennzeichnet wird. Zunächst zeigen die schnelle Zunahme des Luftverkehrs folgende Zahlen: :n Deutschland wurden auf dem Luftwege befördert 1923 : 8507 Personen. 1924: 13 422, 1925 : 55 185, 1926 : 56 268. 1927: 102 681. Im Iahre 1926 ka­men em. 1927 zwei Abstürze von Verkehrsflug­zeugen in Deutschland vor. die den Tod dec Passagiere zur Folge hatten. Dabei wurden zu­rückgelegt im Iahre 1926: 6 141 479. im Jahre 1927: 9 208 029 Kilometer. Es entfielen in den verhältnismäßig ungünstigen Iahren 1926 und 1927 etwa 1 Toter auf eine Million durchflöge- ner Kilometer. Zum Vergleich Wied Angeführt, daß man im Eisenbahnverkehr etwa 5 verlcy'e Personen auf 1 Million durchfahrener Zug'ilo- meter, im Automobilverlehr sogar 12 bis 13 Verletzungen oder Todesfälle auf 1 Million Kilo­meter rechnet. Im Iahre 1926 wurden im gan­zen Weltluftnetz von deutschen Flugzeugen regel­mäßig bedient täglich 48 872 Kilometer Linie, von holländischen Flugzeugen 25 382, von fran­zösischen Flugzeugen 22 680 und von englischen Flugzeugen 10 395 Kilometer.

Eifeibahnunglück bei Reuyork.

Auf einem Viadukt, der in der RäHe des bei Reuyork gelegenen vielbesuchten Strandortes F a r R o ck a w a y über einen Wasserarm der 3a- maica-Day führt, stürzte der erste Waggon eines aus zehn Wagen bestehenden Personenzuges betf Long-Island-Dahn von der offenen Zug­brücke hinab in die Bay und versank zu drei Vierteln im Wasser, wahrend der nachfolgende zweite Waggon in gefährliche Lage am Rande der Drücke hängen blieb. In dem abgestürzten Wagen befanden sich 24 Passagiere und Fabeschaffner. Sie konnten sich zum größten Teil sofort retten, indem sie die Fenster einschlugen und hinaus­schwammen. Die Mannschaft eines in der Räho befindlichen Schleppdampfers sowie die Feuer-« wehr, die prompt zur Stelle war. schlugen daS Dach des abgestürzten WagenS ein und retteten auf diese Weile die übrigen noch eingefchlofsenen Passagiere. Auch 20 Badewärter, die sich gerade am Strande photographieren ließen, beteiligten sich am Rettungswerk. Der abgekürzte Waggon war ein Raucherwagen, und trotzdem die In­sassen durch den Ruck des Absturzes durchein­andergeworfen wurden, entstand keine Panik. 12 der Passagiere erlitten beim Hinaus­kriechen durch die eingeichlagenea Fenster Schnitt­wunden. Das Unglück ist angeblich darauf zurück- zuführen. daß der Fahrschaffner ein Halte­signal überfuhr.

Kunst und Wissenschaft.

Dom Hessischen LandeStheater.

Günter H a e n e l von der Piscatbühne in Berlin, der als Gastregisseur in Darmstadt ver­schiedene Werke in der letzten Spielzeit heraus­brachte, wurde als Regisseur des Schauspiels an daS Hessische Landestheater verpflichtet.

Ein neues Mitglied

der hessischen DolkSliederkommission.

plniversitätsprofessor Dr. Iohn Meier in Freiburg i. D., der Vorsitzende des Verbandes der deutschen Vereine für Volkskunde, hat nun­mehr auch Rektor i. R. Fritz H u f s ch m i d t in Zierenberg, den fleißigen Sammler alten Volks­gutes, als neues Mitglied in die Kurhessische Volksliederkommission berufen, der bisher nur die Herren Bibliotheksdirektor Dr. Hops, Dibliotheksrat Dr. Struck und Iohann Le­walter angehörten.

Letzte Nachrichten.

Kein internationales Stickstoffkartell.

Berlin, 24. Juli. (WTB.) In der deutschen Presse wird eine Meldung desEvening Standard" verbreitet, wonach die Bildung eines inter­nationalen Stick st usskartells unmittel­bar bevorstünde. Weder der J.-G Farbenindustri^ noch dem Stickstoss-Handelssyndikat ist, wie WTB - Handelsdienst erfahrt, von der Bildung eines solchen Kartells etwas bekannt.

Kurszettel -er Berliner un- Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angesührlen Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8 Prozent.

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