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öle gleichen Rechte und wie die übrige Devöllerrwg des

dern ein Ta

Schande.

das- diese Pflichten

zunächst den Zeugen Riehl al- käuflichen Verräter. Gr betonte, daß er dre Veneidi-

Landes haben fall.

Oie Plädoyers im Autonomieprozeß.

Colmar, 23. Mai. (WD.) Der korsische Rechtsanwalt Palmieri und der bretonische Rechtsanwalt Feillet bezeichneten den Auto- nomiSmus in Äorftfa bzw. in der Bretagne al- «ine Parallelerscheinung des elsässischen Autonomismus. DaS sei ein Beweis dafür, dah der AutonomiSmuS selbst nichts strafbares fei. Palmieri hob hervor, dah nicht die Auto- Twmisten von internationalen Rückwirkungen der Autonomiebewegung gesprochen, sondern ihre Gegner, di« stets tue Hand Deutschlands im Spiele sähen. Man lebe doch mit Deutschland ;n Frieden und habe sogar di« Locarno vertrüge unterzeichnet. Man habe sogar behauptet, dah Deutschland nicht nur die elsässische, sondern auch die korsische Autonomiedewegung unterstützt habe. Wenn die Schutztruppe der Autonomisten etwas Strafbare- sei. dann mühten die in Frank­reich stehenden Schutztruppen, di« genau so auf- gebaut seien, ebenfalls vor Gericht gezogen werden. Ss werde nicht, wie der Staatsanwalt

Tlordschleswigs Not.

Keine Hilfe der dänischen Zentralregierung

Gramm (Rordschleswig), 23. Mat. (WD.) Staatsminister Madsen Mybal. der sich zur Zeit auf einer Desichtigungsreise durch die norb- fchleswigschen Rotstandsgebiete befindet, hielt hier l in einer öffentlichen Versammlung eine Rede, in der er sich hauptsächlich mit der Lage in f Rordschleswig befähle. Er führte u. a. aus. die . Forderung nach einer Unterbrechung der ' Zwangsversteigerungen und Herab­setzung der öffentlichen Schulden sei nicht nur undurchführbar und ungerecht, ihre Erfüllung würde auch vollkommen zer­störend auf die Landwirtschaft einwirken, deren Stärkung sie angeblich dienen sollten. Die Er­füllung des Verlangens nach Herabsetzung der Schulden wegen später eingetretenen Steigerung des Kronenlurses würde zu einem Ehaos führen. Dies gelte nicht nur für Dänemark, sondern für alle europäischen Länder, deren Valuta in Ein­ordnung gewesen sei. Die in Schwierigkeit be­findlichen Landwirte sollten sich schnellstens um Rat und Hilfe an die Vergleichsaus­schüsse wenden, die in jedem Terichtsbezirk des Landes eingesetzt worden seien. 3n vielen Fällen würde sich ein Vergleich erreichen und eine Versteigerung vermeiden lassen. Dänemark beabsichtige nicht, besondere Regierungen für die einzelnen Landesteile zu errichten. Die Geschichte des Landes zeige, dah stets ein Fehler begangen worden sei in den Fällen, in denen solches ver­sucht worden sei. Wenn sich in Rordschleswig älnzufriedene befänden und solche gebe es Wohl so mühten sie die Gesinnungsgenossen im übrigen Lande suchen, um eine vermeintlich bessere Zentralregierung zu erreichen. Der Minister erklärte weiter, waS die natio­nale Minderheit betrifft, so wünschen wir.

gesagt habe, ein Tag des Ruhmes (ein. wenn die Geschworenen di« Angeklagten verurteilten, fon- Eag der Trauer und der Rechtsanwalt Feillet brandmarkt«

Oie Verjüngung unserer Flotte

(G.nd sämtliche Rationen alljährlich Dutzende von groben und kleinen Kriegs­schiffen auf Stapel legen, gestattet der Ver­sailler Vertrag uns nur eine sehr beschei­dene Flotte zu unterhalten, deren stärkste Ein­heiten nicht einmal die Kampfkraft eines Durch- schnittslteuzers der Engländer, Franzosen oder Amerikaner besitzen. Auherdem besieht unsere Flotte nur aus überalterten _6 <b i f f e n. An ihre Verjüngung ist bei uns frühzeitig ge­dacht worden, doch hat die fortschreitende In­flation sehr rasch durch alle Berechnungen einen Strich gemacht. Infolgedessen lag der kleine KreuzerEmden" jahrelang' auf Stapel und konnte nicht fertiggrstellt werden. Erst im Jahre 1924 war es wieder möglich, die allen Pläne aufzunehmen und nacheinander die Kreuzer Emden".Königsberg",Karlsruhe" und jetzt auch dieK 6 l n ihrer Vollendung entgegenzuführen. Weiter sind eine Reihe von Torpedo-Booten aus dem Dienst herauS- gezvgcn und durch Reukonstruktion abgelöst wor­den. 3n naher Zukunft soll auch noch an den Ersah der überalterten Linienschiffe heran- gegangen werden. Für das Panzerschiff A sind bereits di« ersten Bauraten vom aufgelösten Reichstag bewilligt worden. Wird in dem bis­herigen Tempo weiter gebaut, bann dürften in einigen 2 ähren sämtliche unbrauchbaren Kriegs­schiffe durch moderne Einheiten erseht worden sein. Wenn auch die Flotte dann selbst keine Vergröherung erfahren haben wird, so ist doch ihre Kampfkraft um einiges gestiegen, weil es schon bei den bisherigen Reubauten gelungen ist, die Schiffe so zu konstruieren, dah sie nrcht nur schneller laufen, sondern auch mit einer besseren Artillerie ausgerüstet werden können.

Der Zweck unserer Heinen Flotte besteht natür­lich nicht i rin, im Kriegsfälle dem Gegner grobe Seeschlachten zu liefern. Dazu ist sie viel zu schwach. Sie soll nichts weiter als unser« K ü st e n wirksam schützen und vor allem die Verbindungen mit Ohpreuhen aufrecht erhalten, die bei einem polnischen Ueberfall auf uns. mit dem nach wie vor gerechnet werden muh, zu Lande sofort unterbrochen werden. Leider hat sich bei den Beratungen im Reichstag über die Bewilligung der Baukosten für das Panzer­schiff A gezeigt, dah Sozialdemokraten und Kom­munisten, und mit ihnen auch merkwürdigerweise die Demokraten, für die Rotwendigkeit eines Küstenschutzes kein Verständnis aufzubringen ver­mochten und lieber mit dem Argument hausieren gingen, dah der Bürgerblock wohl Geld für Kriegsschisfbauten, nicht aber für Kinderspeifun» gen übrig habe. Um die Tatsache aber, dah durch die Einstellung weiterer Bauten Tausende von Werftarbeitern brotlos werden und dah viele Iirdustriebetriebe. die die Schiffe auszurüsten haben ihre Belegschaften verkleinern müssen, sind die Linksparteien in weitem Bogen herumgegan­gen. Lins toill scheinen, als ob eine Fortsetzung des Wiederaufbaus unserer Flotte am ehesten geeignet ist. Zehntausenben von Arbellern die Mittel in die Hand zu geben, die notwendig sind, um ihre Kinder gut nähren und ordenllich kleiden zu können.

Krisis in Griechensan-.

Eigene Drahtmeldung desGiehener Anzeigers'

Berlin. 24. Wai. Als vor achtzehn Monaten nach dem durch den General K o n d y l i - mit Waffengewalt erzwungenen Rücktritt des nach Kreta verbannten Diktators P a n g a l o S das parlamentarische System wieder zu seinem Recht kam. iah es so aus. als habe Griechenland vor­läufig von innerpolitischen Verschwörungen und Revlttutionen genug. Anlah zu dieser Vermutung gab einmal das strenge Regiment des Generals Kondylis, der die Armee wieder ihren eigent­lichen Aufgaben zuführte und Offizieren wie Mannschaften jede politische Betätigung unter­sagte, dann aber auch die llebernabme der Präsidentschaft durch den bewährten und von allen Griechen als Rationalheld verehrten Admiral Konduriotis. Tatsächlich hörten die Verschwörungen auf, es tarn zwar noch hier und dort zu kleinen Zwischenfällen, einmal sogar zu einem kommunistischen Putsch, die Regierung aber konnte mit Hilfe der Unterstützung des Parla­ments die Ruhe und Ordnung im Lande auf­recht erhallen. Auherdem zog sich Kondylis, nach­dem er fein Ziel erreicht und die Diktatur be­seitigt hatte, sofort wieder aus dem politischen Leben zurück.

Inzwischen ist Griechenland nun aber von einer wirtschaftlichen und finanziel- I en Schwierigkeit in die andere gera­ten. Ss hat die anatolischen Flüchtlinge unter­bringen müfien, sie aber nicht zufriedcngestellt. hat die Ausbreitungg der Rot unter der bäuer­lichen Bevölkerung nicht wirksam bekämpfen kön­nen. mußte die Steuerschraube ernsthaft an»

gung niebergelegt hätte, wenn er zu der Heber- zeugung gekommen wäre, dah deutsches Geld hinter der Autonomiebewegung stunde.

In der Rachmittagssihung erklärte der loth­ringische Rechtsanwalt Thomas, der födera­listische deutsche Staat habe die Forderungen des Elsah besser verstanden als der zentralistische Staat Frankreich. Frankreich müsse den Partikularis- mus des Elsah verstehen lernen. Aus einem Brief Poincarßs vom 23. Hotternber 1927 an den Abgeordneten Seltz ergebe sich, dah eine gesetzliche Handhabe zur Versorgung einer Autonomiebewegung nicht vorhanden sei. Rachdem Thomas die Politik derVolksstimme", die sich in den erlaubten Grenzen der Förderung des Autonomismus gehalten habe, beleuchtet hatte, erklärte er, die Angeklagten lehnten von vornherein die Bewilligung mildnmder Umstände oder irgendeine Bewährungsfrist ab. Eine all­gemeine Freisprechung werde aber nach den Wahlen von Hagenau und nach dem Ergebnis der Kammerwahlen im Elsah ein Urteil der Entspannung sein.

Schweres Bombenaiieniai in Buenos Aires.

Anschlag auf das italienische Konsulat. Zehn Tote unter den Opfern.

R e u y o r k. 23. Mai. (IBIB.) wie Associated ptefj aus Buenos Aires meidet, explodierte dort im italienischen Konsulat eine Bombe, durch die zehn Personen getötet und 40 verletzt wurden. Die Explosion erfolgte gegen Mittag i tu Wartezimmer der Pahabteilung des erst kürzlich vollendeten Konsulatneubaues und rief unter den Angestellten und etwa 20 Warten­den ungeheure Erregung und Angst hervor. Die Bombe explodierte in einem Wandschrank und rih ein sechs Fuh grotzes Loch in die Mauer. Man nimmt an, dah die Explosion auf die Tätig­keit von Antifaszislen zurückzuführen ist. Zur Zeit der Explosion befanden sich im italienischen Konsulat zweihundert Personen, doch war Gene­ralkonsul Eapani abwesend. Mehrere in der Rahe de» Wandschrankes, in dem die Bombe explodierte, befindliche Personen wurden buchstäb­lich in Stucke gerissen. Infolge der Explosion stürzte ein an der Außenseite befindliches Bau­gerüst zusammen und begrub mehrere Personen unter sich, wenige Minuten nach der Explosion brach an dem Unglücksort auherdem Jener aus, so dah die Rettungsarbeiten sich überaus schwierig gestalteten. Da infolge des Ehauffeurstreiks nicht genügend Krankenwagen zur Stelle waren, wurde das Rettungswerk weiter behindert. 3n einer nahe den Süddocks gelegenen Apo­theke, die einem Jafzistenführer gehört, wurde eine zweite Bombe entdeckt. Als argwöh­nische Angestellte die von zwei Kunden zurückge­lassenen Handkoffer öffneten, sanden sie darin eine Höllenmaschine mit brennender Zündschnur. Die Schnur konnte noch rechtzeitig gelöscht werden. Die Entdeckung bestätigt die An­sicht der Polizei, dah es sich bei dem Bombenan­schlag auf das italienische Konsulat um das Werk von Antisaszisten handelt.

Oie chinesischen Wirren.

Japan über die amerikanische Note verstimmt.

London, 23. Mai. (Tll.) Wie aus Tokio gemeldet wird, hat sich auch gestern wieder das japanische Kabinett mit den chine­sischen Wirren beschäftigt, wobei sestgestelll wurde, dah Tschangtsolin die japanische Rote über das Feruhalten des Bürgerkrieges von der Mandschurei noch nicht beant­wortet hat. Tschangtsolin will scheinbar erst die Antwort der chinesischen Südregierung auf die japanische Rote abwarten.

Aus dem chinesischen Kriegsgebiet sind wieder Meldungen eingetrvfsen. nach denen auf beiden Leiten diele Hinrichtungen politischer Gegner stattgefunden haben. Auch wird von einer Plünderung der Stadt Kalgan berichtet, Heber das Gebiet von Tientsin und Peking ist ein Rotkommandant in der Person des Gene­rals Tschanatso eingesetzt worden. Zwischen Süd­china und Japan macht die Entspannung weitere Fortschritte. Die in Tsinansu gefangen genommenen Eüdchinesen sind samt ihren Waffen wieder entlassen worden.

Die Erklärung K e l l o g g s . dah Japan in der Mandschurei Svnöerinteressen verfolge, hat in der japanischen Oe-fenllichkeit ein lebhafte«

ziehen und schliehlich auch das Hereinfliehen ausländischen Kapitals gestatten, was schliehlich die Einsetzung eines ausländischen Finanzdikta­tors auslöste. Das alles har dazu geführt, nicht nur den Feinden des Kabinetts Zalmi« Zuzug zu verschaffen, sondern auch wieder alle und bei­nahe vergessene Verschwörer auf den Plan zu rufen, denen es zunächst gelungen ist. das Ka­binett zur Demission zu zwingen.

An der Spitze der ehrgeizigen Politiker, die ihre Stunde für gekommen hallen, steht V e n i - zelos, der es bisher in der geschicktesten Weise verstanden hat, alle Schwächen der Regierung Zaimis für sich auszuwerten. Es ist rächt zu leugnen, dah er einen nicht unerheblichen An­hang hinter sich hat, zumal er wieder nach der allen Methode arbeitet und die Schuld an dem Unglüd Griechenlands den Monarchisten und den Offizieren zuzuschanzen versucht. Aber auch Kondylis ist mit seinem Werk nichr zufrieden Cr ist mindestens ebenso rührig wie Venizelos, dem er übrigens feindlich gegenübersteht uird dem er einen Erfolg nicht gönnt. General Kon- dhlis trägt sich offenbar mit dem Plan, nachdem das von ihm wieder zurückgeholte Parlament versagt hat, ähnlich wie Pangalos vorzugehen und eine Art Diktatur zu schaffen. Vor­läufig ist zwar noch alles in Fluh, die Tatsache aber, dah die Regierung unter dem Druck der mit dein Gedanlen einer neuen Revolution spielenden Politiker zurückgetreten ist. läßt den Ernst der innerpolitischen Lage Griechen­lands erkennen.

Echo hervorgerufen. DieTokioter Zeitung" erklärt, Japan tue in der Mands churei nichts anderes, als Amerika in Ri­ca r a g u a. Iapan wünsch« nicht- anderes als die Aufrechterhaltung der Ordnung und d i e Wahrung seiner Interessen. Letztere seien wohl noch von größerer Bedeutung als Amerikas Interessen in Rllaragua. Ein anderes Blatt kritisiert die amerikanische Außenpolitik sehr scharf, indem es feststellt, dah Amerika i m Fernen O ft en d i e Doktrin von der offenen Tür verwirklicht sehen will, diese aber für Latein-Amerika andern ver­weigert.

Oie Hamburger Phosgenkatastrophe.

Erregte Debatte in der Bürgerschaft.

Hamburg, 23. Mai. (WTB.) Bei den Hamburger Polizeibehörden sind heute Giftgas- sachverständige aus dem ganzen Reiche zusam­mengetreten. um die Frage der Unschädlich­machung des noch lagernden Phosgens zu prü­fen. Es wurde beschlossen, die auf der Veddel noch vorhandenen Phosgenvorräte so rasch wie möglich auf chemischem Wege an Ort und Stelle z u vernichten. In Harburg- Wilhelmburg liegen zur Zeit 9 4 Kranke, von denen eine ganze Anzahl in der letzten Rächt neu eingeliefert wurde. Darunter befin­den sich recht schwere Fälle. In der Hamburger Bürgerschaft erklärte die Polizeibehörde: Die Firma .Ehemifche Fabrik Dr. Hugo Stolzenberg" hat am 20. Oktober 1927 für die Dauer eines Iahres durch die Baupolizeibehörde die Genehmigung er­halten. auf einem Lagerort an der Hofe- st ratze Phosgen zu lagern. Der Polizei­behörde ist die Lagerung des Gases bekannt ge­wesen. Eine strafbare Verheimlichung hat nicht stattgefunden. Die schleunige Vernichtung der Vorräte, die auf dem Stolzen bergschen Lager­platz vorhanden sind, ist von Amts wegen in die Wege geleitet. Die Genehmigung weiterer Lage­rung von Giftgas kommt nicht in Frage. Wei­tere Betriebe ähnlicher Art, bei denen Phosgen gelagert ist, bestehen in Hamburg nicht. Eme Herstellung von Phosgen findet weder bei der Firma Stolzenberg noch irgendwo sonst in Hamburg statt.

Im Anschluh an die Erklärung der Polizeibe­hörde entspann sich eine sehr lebhafte Debatte. Rosenbaum (Dem.) betonte, daß Dr. «Stolzen­berg sehr leichtsinnig gehandelt habe, wenn es wahr fei, daß, wie dieVoss. 3tg." berichtete, vor einigen Jahren schon ein russischer Dampfer mit einer Phosgen-Ladung bei einer Explosion m i t Mann und Maus untergegangen fei Darauf entstand zwischen Sozialdemokraten und Kommunisten eine erregte parteipolitische Ausein andersetzung. Die Erregung legte sich erst wieder, als Dr. Karl Aug. Schröder (D.Bp.) Feststellung der verantwortlichen Behörde forderte. Polizeiherr Senator Schönfelder sprach der Polizeibehörde, der Feuerwehr, allen freiwilligen Helfern und auch der Reichswehr den Dank des Senates aus und sagte zu, daß der Senat den Gesä)ädigten mit öffent­lichen Mitteln helfen werde.

Finanzausschuß des Hessischen Landtags.

Darmstadt, 23. Mai. (WHP.) Der Finanz­ausschuß deS Hessischen Landtages erledigte am Mittwoch u. a. einen Zentrumsanttag auf Zah­lung von Zusatzrente an Arbeiter der ehemaligen Heeresbetriebe. der durch einen 'Legierungsantrag für erledigt erklärt wird. Ein deutschnationaler Xitrag auf Wiederein­führung der Ausgewiesenen-Fürsvrge« stellen wird für erledigt erklärt, da bisher mir eine einzige Ausweisung er'olgt ist. Ein Antrag Drngeldeh. betreffend Wohnungs­bau 19 2 8. wird ebenfalls durch einen Regie­rungsentwurf für erledigt erklärt, weil es der Regierung gelungen ist, durch Aufnahme von Anleihen in den Landgemeinden 3200 Reuwvh- rumgen au erbauen. Ein kommunistischer An­trag auf Erhöhung der UnfaUrente wird mit 6 gegm t Stimmen abgelehnt, dagegen ein Antrag Widmann angenommen, wonach die Regierung ersucht wird, sich für eine generell« Erhöhung der Unfallrente ernzufetzen.

Ein volkspartellicher Antrag auf Auswerfung eines größeren Betrages aus der Sonder- gebcubefteuer für den bebauten Grundbesitz wird für erledigt erklärt, weil die Regierung erklärt, daß bei Annahme dieses An- träges eine wettere Belastung non 12 Mill. Mark über die im Stacusooranschlag vorgesehen« Summe hinaus eintreien wurde. Tin Antrag auf Ge­

währung von staatlichen Arbeitgeberdar­darlehen an Beamte wird abgelehnt wegen der angespannten Finanzlage des hessischen Staates. Ein volksparteilicher Antrag auf Borlegung eines neuen Gebäudesondersteuergesetzes wird vom Ausschuß für erledigt erklärt, wett die Regierung den Zeitpunkt noch nicht für gekommen erachtet und die gegenwärtige Regelung reichsgesetz- lich bis wm 2. April 1929 läuft Ein volkspar­teilicher Antrag auf Untersagung privater Tätigkeit beamteter Architekten wird einstimmig angenommen. Ein Bauembunbcm- trag auf Hinausschiebung der Bindung ein­zelner Städte und Gemeinden an die an Reichs­bewertungsgesetz festgestellten Einheitswerte wird gegen zwei Stimmen abgelehnt. Damit fallen auch mehrere Eingaben von Privaten und Gemein­den über die Heranziehung jur Grundsteuer und Gebäudesondersteueroeranlagung. Eine Ergän­zung zum hessischen Finanzgesetz, die der Regie­rung für das Rechnungsjahr 1927 erteilte Erwach- tigung zur Aufnahme von Darlehen zur Berbil- iig.ung von Baudarlehen auch auf das folaende Finanzjahr auszudehnen, wird gegen eine Stimme angenommen.

Aus aller Welt.

Schwere Gasvergiftung bei den Bereinigten Stahlwerken.

Auf der Ab.eilungPhönix-Hörde" be Ver­einig.en Stahlwerke in Dortmund ereignete sich in der Rächt ein schwerer Anfall bei Repa­raturarbeiten am Schweitzosen. Rach der Reinigung der Ofenroste brachen zwei der Rcparalurarbeitsr bewußtlos infolge Ein­atmens von Kohlenoxydgas zusammen. Zwei tceitere Arbeiter erlitten leichter« Gasver­giftungen. Die bei den Bewusstlosen angestellten Wiederbelebungsversuche waren von Ersolg, doch mutzten alle Betroffenen inS Krankenhaus ge­bracht werden. Rur bet einem der Vergitteren besteht Lebensgefahr.

Schwere» Slratzen.bahnunglück.

3n Gelsenkirchen-Buer fuhr kurz nach 16 Uhr ein von Herten kommender Stragenbahnzug der Destischen Kleinbahn in schneller Fahrt auf einen die Straßenkreuzung passierenden Last- k r a s t w g g e n einer Baufirma auf. Durch den heftigen Änprall wurde das Oberteil des Motor- Wogens von dem Fahrgestell abgerissen und legte sich quer über die Strafte. Sämtliche Fahrgäste de» Motorwagens erlitten schwere Verlegungen. (Sin Mann konnte nur als Leiche unter den Trüm­mern heroorgeholt werden. Ein köjähriger Berg­mann starb auf dem Transport zum Krankenhaus. Die Zahl der Verletzten beträgt 16, darunter sind 12 Schwerverletzte. Die Fahrgäste des Anhängers kamen mit dem Schrecken davon. Wie die Polizei meldet, ereignete sich das Unglück dadurch, daß der Puffer des Straßenbahnwagens sich in dem linken Hinterrad des Lastkraftwagen- anhöngers verfing, wodurch die fahrenden Wagen aus den Schienen gerissen wurden.

Ein Bergwerksunglück in Birginicn.

In einem Bergwerk in der Nähe des Ortes 3 a e g e r (Sßeftvirginien) ereignete sich eine Explo­sion. 13 Tote wurden bereits geborgen. We er­klärt wird, befinden sich noch vier Dermihte in dem Bergwerk.

DieItalia" den Ttorbpol überflogen.

Oslo, 23. Mai. (Norsk lelegrambqran.) Die Stalia" hat heute nacht den Nordpol über­flogen.

Ein Auto in Südsiawien von Haubern überfallen. .

Auf der Strafte Bitolja9t esna wurde ein Automobil mit vier Reifenden von Räubern über­fallen, welche zwei der Insassen ins Gebirge ent­führten. Sie wollen die Gefangenen erst nach Erlegung eines Lösegeldes freigeben.

Oie Wetterlage.

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7 * abends.

rLcUervorausjage.

Die Luftdruckoertettuna zeigt kein« nennenswert« Aenderung, nur im Suowesten von Spanien her, har der bohe Druck weiter an Ausdehnung ge­wonnen. Das Zusammentreffen oerschiedener Luft- maffen führt bei uns immer noch zu keiner Destän- digkeik der Wetterlage und gelegentlich kommt es zu ocreinz^ien Niederschlägen gewttterhafter Art.

Wettervoraussage für Freitag: Teils wolkiges, teils aufheiterndes Wetter, ge­ringer Temperaturantzieg. noch vereinzelt Rieder- schlüge.

Wi tterunAsauSfichten für Sams­tag: Weiterhin wolliges, auch aufheiterndeS Wetter mit mäßiger Erwärmung.

Lufttemperaturen am 23. Mai: mtttaas 14,1 Grad Celsius, abends 5,1 Grad Celsius; am 24. Mai: mor- £«» 9,6 Grad Celsius. Maximum 15,4 Grad Celsius.

inimum 4,5 Grad Celsius. Erdtemperaturen am 23. Mai: abends 14 Grad Celsius; am 24. Mai: mor­gens 10,7 Grad Celtzus. Nrederschlag 1,6 Milli­meter. Sonnenscheindauer 5V* Stunden.