öle gleichen Rechte und wie die übrige Devöllerrwg des
dern ein Ta
Schande.
das- diese Pflichten
zunächst den Zeugen Riehl al- käuflichen Verräter. Gr betonte, daß er dre Veneidi-
Landes haben fall.
Oie Plädoyers im Autonomieprozeß.
Colmar, 23. Mai. (WD.) Der korsische Rechtsanwalt Palmieri und der bretonische Rechtsanwalt Feillet bezeichneten den Auto- nomiSmus in Äorftfa bzw. in der Bretagne al- «ine Parallelerscheinung des elsässischen Autonomismus. DaS sei ein Beweis dafür, dah der AutonomiSmuS selbst nichts strafbares fei. Palmieri hob hervor, dah nicht die Auto- Twmisten von internationalen Rückwirkungen der Autonomiebewegung gesprochen, sondern ihre Gegner, di« stets tue Hand Deutschlands im Spiele sähen. Man lebe doch mit Deutschland ;n Frieden und habe sogar di« Locarno vertrüge unterzeichnet. Man habe sogar behauptet, dah Deutschland nicht nur die elsässische, sondern auch die korsische Autonomiedewegung unterstützt habe. Wenn die Schutztruppe der Autonomisten etwas Strafbare- sei. dann mühten die in Frankreich stehenden Schutztruppen, di« genau so auf- gebaut seien, ebenfalls vor Gericht gezogen werden. Ss werde nicht, wie der Staatsanwalt
Tlordschleswigs Not.
Keine Hilfe der dänischen Zentralregierung
Gramm (Rordschleswig), 23. Mat. (WD.) Staatsminister Madsen Mybal. der sich zur Zeit auf einer Desichtigungsreise durch die norb- fchleswigschen Rotstandsgebiete befindet, hielt hier l in einer öffentlichen Versammlung eine Rede, in der er sich hauptsächlich mit der Lage in f Rordschleswig befähle. Er führte u. a. aus. die . Forderung nach einer Unterbrechung der ' Zwangsversteigerungen und Herabsetzung der öffentlichen Schulden sei nicht nur undurchführbar und ungerecht, ihre Erfüllung würde auch vollkommen zerstörend auf die Landwirtschaft einwirken, deren Stärkung sie angeblich dienen sollten. Die Erfüllung des Verlangens nach Herabsetzung der Schulden wegen später eingetretenen Steigerung des Kronenlurses würde zu einem Ehaos führen. Dies gelte nicht nur für Dänemark, sondern für alle europäischen Länder, deren Valuta in Einordnung gewesen sei. Die in Schwierigkeit befindlichen Landwirte sollten sich schnellstens um Rat und Hilfe an die Vergleichsausschüsse wenden, die in jedem Terichtsbezirk des Landes eingesetzt worden seien. 3n vielen Fällen würde sich ein Vergleich erreichen und eine Versteigerung vermeiden lassen. Dänemark beabsichtige nicht, besondere Regierungen für die einzelnen Landesteile zu errichten. Die Geschichte des Landes zeige, dah stets ein Fehler begangen worden sei in den Fällen, in denen solches versucht worden sei. Wenn sich in Rordschleswig älnzufriedene befänden — und solche gebe es Wohl — so mühten sie die Gesinnungsgenossen im übrigen Lande suchen, um eine vermeintlich bessere Zentralregierung zu erreichen. Der Minister erklärte weiter, waS die nationale Minderheit betrifft, so wünschen wir.
gesagt habe, ein Tag des Ruhmes (ein. wenn die Geschworenen di« Angeklagten verurteilten, fon- Eag der Trauer und der Rechtsanwalt Feillet brandmarkt«
Oie Verjüngung unserer Flotte
Wä(G.nd sämtliche Rationen alljährlich Dutzende von groben und kleinen Kriegsschiffen auf Stapel legen, gestattet der Versailler Vertrag uns nur eine sehr bescheidene Flotte zu unterhalten, deren stärkste Einheiten nicht einmal die Kampfkraft eines Durch- schnittslteuzers der Engländer, Franzosen oder Amerikaner besitzen. Auherdem besieht unsere Flotte nur aus überalterten _6 <b i f f e n. An ihre Verjüngung ist bei uns frühzeitig gedacht worden, doch hat die fortschreitende Inflation sehr rasch durch alle Berechnungen einen Strich gemacht. Infolgedessen lag der kleine Kreuzer „Emden" jahrelang' auf Stapel und konnte nicht fertiggrstellt werden. Erst im Jahre 1924 war es wieder möglich, die allen Pläne aufzunehmen und nacheinander die Kreuzer „Emden". „Königsberg", „Karlsruhe" und jetzt auch die „K 6 l n ihrer Vollendung entgegenzuführen. Weiter sind eine Reihe von Torpedo-Booten aus dem Dienst herauS- gezvgcn und durch Reukonstruktion abgelöst worden. 3n naher Zukunft soll auch noch an den Ersah der überalterten Linienschiffe heran- gegangen werden. Für das Panzerschiff A sind bereits di« ersten Bauraten vom aufgelösten Reichstag bewilligt worden. Wird in dem bisherigen Tempo weiter gebaut, bann dürften in einigen 2 ähren sämtliche unbrauchbaren Kriegsschiffe durch moderne Einheiten erseht worden sein. Wenn auch die Flotte dann selbst keine Vergröherung erfahren haben wird, so ist doch ihre Kampfkraft um einiges gestiegen, weil es schon bei den bisherigen Reubauten gelungen ist, die Schiffe so zu konstruieren, dah sie nrcht nur schneller laufen, sondern auch mit einer besseren Artillerie ausgerüstet werden können.
Der Zweck unserer Heinen Flotte besteht natürlich nicht i rin, im Kriegsfälle dem Gegner grobe Seeschlachten zu liefern. Dazu ist sie viel zu schwach. Sie soll nichts weiter als unser« K ü st e n wirksam schützen und vor allem die Verbindungen mit Ohpreuhen aufrecht erhalten, die bei einem polnischen Ueberfall auf uns. mit dem nach wie vor gerechnet werden muh, zu Lande sofort unterbrochen werden. Leider hat sich bei den Beratungen im Reichstag über die Bewilligung der Baukosten für das Panzerschiff A gezeigt, dah Sozialdemokraten und Kommunisten, und mit ihnen auch merkwürdigerweise die Demokraten, für die Rotwendigkeit eines Küstenschutzes kein Verständnis aufzubringen vermochten und lieber mit dem Argument hausieren gingen, dah der Bürgerblock wohl Geld für Kriegsschisfbauten, nicht aber für Kinderspeifun» gen übrig habe. Um die Tatsache aber, dah durch die Einstellung weiterer Bauten Tausende von Werftarbeitern brotlos werden und dah viele Iirdustriebetriebe. die die Schiffe auszurüsten haben ihre Belegschaften verkleinern müssen, sind die Linksparteien in weitem Bogen herumgegangen. Lins toill scheinen, als ob eine Fortsetzung des Wiederaufbaus unserer Flotte am ehesten geeignet ist. Zehntausenben von Arbellern die Mittel in die Hand zu geben, die notwendig sind, um ihre Kinder gut nähren und ordenllich kleiden zu können.
Krisis in Griechensan-.
Eigene Drahtmeldung des „Giehener Anzeigers'
Berlin. 24. Wai. Als vor achtzehn Monaten nach dem durch den General K o n d y l i - mit Waffengewalt erzwungenen Rücktritt des nach Kreta verbannten Diktators P a n g a l o S das parlamentarische System wieder zu seinem Recht kam. iah es so aus. als habe Griechenland vorläufig von innerpolitischen Verschwörungen und Revlttutionen genug. Anlah zu dieser Vermutung gab einmal das strenge Regiment des Generals Kondylis, der die Armee wieder ihren eigentlichen Aufgaben zuführte und Offizieren wie Mannschaften jede politische Betätigung untersagte, dann aber auch die llebernabme der Präsidentschaft durch den bewährten und von allen Griechen als Rationalheld verehrten Admiral Konduriotis. Tatsächlich hörten die Verschwörungen auf, es tarn zwar noch hier und dort zu kleinen Zwischenfällen, einmal sogar zu einem kommunistischen Putsch, die Regierung aber konnte mit Hilfe der Unterstützung des Parlaments die Ruhe und Ordnung im Lande aufrecht erhallen. Auherdem zog sich Kondylis, nachdem er fein Ziel erreicht und die Diktatur beseitigt hatte, sofort wieder aus dem politischen Leben zurück.
Inzwischen ist Griechenland nun aber von einer wirtschaftlichen und finanziel- I en Schwierigkeit in die andere geraten. Ss hat die anatolischen Flüchtlinge unterbringen müfien, sie aber nicht zufriedcngestellt. hat die Ausbreitungg der Rot unter der bäuerlichen Bevölkerung nicht wirksam bekämpfen können. mußte die Steuerschraube ernsthaft an»
gung niebergelegt hätte, wenn er zu der Heber- zeugung gekommen wäre, dah deutsches Geld hinter der Autonomiebewegung stunde.
In der Rachmittagssihung erklärte der lothringische Rechtsanwalt Thomas, der föderalistische deutsche Staat habe die Forderungen des Elsah besser verstanden als der zentralistische Staat Frankreich. Frankreich müsse den Partikularis- mus des Elsah verstehen lernen. Aus einem Brief Poincarßs vom 23. Hotternber 1927 an den Abgeordneten Seltz ergebe sich, dah eine gesetzliche Handhabe zur Versorgung einer Autonomiebewegung nicht vorhanden sei. Rachdem Thomas die Politik der „Volksstimme", die sich in den erlaubten Grenzen der Förderung des Autonomismus gehalten habe, beleuchtet hatte, erklärte er, die Angeklagten lehnten von vornherein die Bewilligung mildnmder Umstände oder irgendeine Bewährungsfrist ab. Eine allgemeine Freisprechung werde aber nach den Wahlen von Hagenau und nach dem Ergebnis der Kammerwahlen im Elsah ein Urteil der Entspannung sein.
Schweres Bombenaiieniai in Buenos Aires.
Anschlag auf das italienische Konsulat. Zehn Tote unter den Opfern.
R e u y o r k. 23. Mai. (IBIB.) wie Associated ptefj“ aus Buenos Aires meidet, explodierte dort im italienischen Konsulat eine Bombe, durch die zehn Personen getötet und 40 verletzt wurden. Die Explosion erfolgte gegen Mittag i tu Wartezimmer der Pahabteilung des erst kürzlich vollendeten Konsulatneubaues und rief unter den Angestellten und etwa 20 Wartenden ungeheure Erregung und Angst hervor. Die Bombe explodierte in einem Wandschrank und rih ein sechs Fuh grotzes Loch in die Mauer. Man nimmt an, dah die Explosion auf die Tätigkeit von Antifaszislen zurückzuführen ist. Zur Zeit der Explosion befanden sich im italienischen Konsulat zweihundert Personen, doch war Generalkonsul Eapani abwesend. Mehrere in der Rahe de» Wandschrankes, in dem die Bombe explodierte, befindliche Personen wurden buchstäblich in Stucke gerissen. Infolge der Explosion stürzte ein an der Außenseite befindliches Baugerüst zusammen und begrub mehrere Personen unter sich, wenige Minuten nach der Explosion brach an dem Unglücksort auherdem Jener aus, so dah die Rettungsarbeiten sich überaus schwierig gestalteten. Da infolge des Ehauffeurstreiks nicht genügend Krankenwagen zur Stelle waren, wurde das Rettungswerk weiter behindert. 3n einer nahe den Süddocks gelegenen Apotheke, die einem Jafzistenführer gehört, wurde eine zweite Bombe entdeckt. Als argwöhnische Angestellte die von zwei Kunden zurückgelassenen Handkoffer öffneten, sanden sie darin eine Höllenmaschine mit brennender Zündschnur. Die Schnur konnte noch rechtzeitig gelöscht werden. Die Entdeckung bestätigt die Ansicht der Polizei, dah es sich bei dem Bombenanschlag auf das italienische Konsulat um das Werk von Antisaszisten handelt.
Oie chinesischen Wirren.
Japan über die amerikanische Note verstimmt.
London, 23. Mai. (Tll.) Wie aus Tokio gemeldet wird, hat sich auch gestern wieder das japanische Kabinett mit den chinesischen Wirren beschäftigt, wobei sestgestelll wurde, dah Tschangtsolin die japanische Rote über das Feruhalten des Bürgerkrieges von der Mandschurei noch nicht beantwortet hat. Tschangtsolin will scheinbar erst die Antwort der chinesischen Südregierung auf die japanische Rote abwarten.
Aus dem chinesischen Kriegsgebiet sind wieder Meldungen eingetrvfsen. nach denen auf beiden Leiten diele Hinrichtungen politischer Gegner stattgefunden haben. Auch wird von einer Plünderung der Stadt Kalgan berichtet, Heber das Gebiet von Tientsin und Peking ist ein Rotkommandant in der Person des Generals Tschanatso eingesetzt worden. Zwischen Südchina und Japan macht die Entspannung weitere Fortschritte. Die in Tsinansu gefangen genommenen Eüdchinesen sind samt ihren Waffen wieder entlassen worden.
Die Erklärung K e l l o g g s . dah Japan in der Mandschurei Svnöerinteressen verfolge, hat in der japanischen Oe-fenllichkeit ein lebhafte«
ziehen und schliehlich auch das Hereinfliehen ausländischen Kapitals gestatten, was schliehlich die Einsetzung eines ausländischen Finanzdiktators auslöste. Das alles har dazu geführt, nicht nur den Feinden des Kabinetts Zalmi« Zuzug zu verschaffen, sondern auch wieder alle und beinahe vergessene Verschwörer auf den Plan zu rufen, denen es zunächst gelungen ist. das Kabinett zur Demission zu zwingen.
An der Spitze der ehrgeizigen Politiker, die ihre Stunde für gekommen hallen, steht V e n i - zelos, der es bisher in der geschicktesten Weise verstanden hat, alle Schwächen der Regierung Zaimis für sich auszuwerten. Es ist rächt zu leugnen, dah er einen nicht unerheblichen Anhang hinter sich hat, zumal er wieder nach der allen Methode arbeitet und die Schuld an dem Unglüd Griechenlands den Monarchisten und den Offizieren zuzuschanzen versucht. Aber auch Kondylis ist mit seinem Werk nichr zufrieden Cr ist mindestens ebenso rührig wie Venizelos, dem er übrigens feindlich gegenübersteht uird dem er einen Erfolg nicht gönnt. General Kon- dhlis trägt sich offenbar mit dem Plan, nachdem das von ihm wieder zurückgeholte Parlament versagt hat, ähnlich wie Pangalos vorzugehen und eine Art Diktatur zu schaffen. Vorläufig ist zwar noch alles in Fluh, die Tatsache aber, dah die Regierung unter dem Druck der mit dein Gedanlen einer neuen Revolution spielenden Politiker zurückgetreten ist. läßt den Ernst der innerpolitischen Lage Griechenlands erkennen.
Echo hervorgerufen. Die „Tokioter Zeitung" erklärt, Japan tue in der Mands churei nichts anderes, als Amerika in Rica r a g u a. Iapan wünsch« nicht- anderes als die Aufrechterhaltung der Ordnung und d i e Wahrung seiner Interessen. Letztere seien wohl noch von größerer Bedeutung als Amerikas Interessen in Rllaragua. Ein anderes Blatt kritisiert die amerikanische Außenpolitik sehr scharf, indem es feststellt, dah Amerika i m Fernen O ft en d i e Doktrin von der offenen Tür verwirklicht sehen will, diese aber für Latein-Amerika andern verweigert.
Oie Hamburger Phosgenkatastrophe.
Erregte Debatte in der Bürgerschaft.
Hamburg, 23. Mai. (WTB.) Bei den Hamburger Polizeibehörden sind heute Giftgas- sachverständige aus dem ganzen Reiche zusammengetreten. um die Frage der Unschädlichmachung des noch lagernden Phosgens zu prüfen. Es wurde beschlossen, die auf der Veddel noch vorhandenen Phosgenvorräte so rasch wie möglich auf chemischem Wege an Ort und Stelle z u vernichten. In Harburg- Wilhelmburg liegen zur Zeit 9 4 Kranke, von denen eine ganze Anzahl in der letzten Rächt neu eingeliefert wurde. Darunter befinden sich recht schwere Fälle. In der Hamburger Bürgerschaft erklärte die Polizeibehörde: Die Firma .Ehemifche Fabrik Dr. Hugo Stolzenberg" hat am 20. Oktober 1927 für die Dauer eines Iahres durch die Baupolizeibehörde die Genehmigung erhalten. auf einem Lagerort an der Hofe- st ratze Phosgen zu lagern. Der Polizeibehörde ist die Lagerung des Gases bekannt gewesen. Eine strafbare Verheimlichung hat nicht stattgefunden. Die schleunige Vernichtung der Vorräte, die auf dem Stolzen bergschen Lagerplatz vorhanden sind, ist von Amts wegen in die Wege geleitet. Die Genehmigung weiterer Lagerung von Giftgas kommt nicht in Frage. Weitere Betriebe ähnlicher Art, bei denen Phosgen gelagert ist, bestehen in Hamburg nicht. Eme Herstellung von Phosgen findet weder bei der Firma Stolzenberg noch irgendwo sonst in Hamburg statt.
Im Anschluh an die Erklärung der Polizeibehörde entspann sich eine sehr lebhafte Debatte. Rosenbaum (Dem.) betonte, daß Dr. «Stolzenberg sehr leichtsinnig gehandelt habe, wenn es wahr fei, daß, wie die „Voss. 3tg." berichtete, vor einigen Jahren schon ein russischer Dampfer mit einer Phosgen-Ladung bei einer Explosion m i t Mann und Maus untergegangen fei Darauf entstand zwischen Sozialdemokraten und Kommunisten eine erregte parteipolitische Ausein andersetzung. Die Erregung legte sich erst wieder, als Dr. Karl Aug. Schröder (D.Bp.) Feststellung der verantwortlichen Behörde forderte. Polizeiherr Senator Schönfelder sprach der Polizeibehörde, der Feuerwehr, allen freiwilligen Helfern und auch der Reichswehr den Dank des Senates aus und sagte zu, daß der Senat den Gesä)ädigten mit öffentlichen Mitteln helfen werde.
Finanzausschuß des Hessischen Landtags.
Darmstadt, 23. Mai. (WHP.) Der Finanzausschuß deS Hessischen Landtages erledigte am Mittwoch u. a. einen Zentrumsanttag auf Zahlung von Zusatzrente an Arbeiter der ehemaligen Heeresbetriebe. der durch einen 'Legierungsantrag für erledigt erklärt wird. — Ein deutschnationaler Xitrag auf Wiedereinführung der Ausgewiesenen-Fürsvrge« stellen wird für erledigt erklärt, da bisher mir eine einzige Ausweisung er'olgt ist. — Ein Antrag Drngeldeh. betreffend Wohnungsbau 19 2 8. wird ebenfalls durch einen Regierungsentwurf für erledigt erklärt, weil es der Regierung gelungen ist, durch Aufnahme von Anleihen in den Landgemeinden 3200 Reuwvh- rumgen au erbauen. — Ein kommunistischer Antrag auf Erhöhung der UnfaUrente wird mit 6 gegm t Stimmen abgelehnt, dagegen ein Antrag Widmann angenommen, wonach die Regierung ersucht wird, sich für eine generell« Erhöhung der Unfallrente ernzufetzen. —
Ein volkspartellicher Antrag auf Auswerfung eines größeren Betrages aus der Sonder- gebcubefteuer für den bebauten Grundbesitz wird für erledigt erklärt, weil die Regierung erklärt, daß bei Annahme dieses An- träges eine wettere Belastung non 12 Mill. Mark über die im Stacusooranschlag vorgesehen« Summe hinaus eintreien wurde. — Tin Antrag auf Ge
währung von staatlichen Arbeitgeberdardarlehen an Beamte wird abgelehnt wegen der angespannten Finanzlage des hessischen Staates. — Ein volksparteilicher Antrag auf Borlegung eines neuen Gebäudesondersteuergesetzes wird vom Ausschuß für erledigt erklärt, wett die Regierung den Zeitpunkt noch nicht für gekommen erachtet und die gegenwärtige Regelung reichsgesetz- lich bis wm 2. April 1929 läuft — Ein volksparteilicher Antrag auf Untersagung privater Tätigkeit beamteter Architekten wird einstimmig angenommen. — Ein Bauembunbcm- trag auf Hinausschiebung der Bindung einzelner Städte und Gemeinden an die an Reichsbewertungsgesetz festgestellten Einheitswerte wird gegen zwei Stimmen abgelehnt. Damit fallen auch mehrere Eingaben von Privaten und Gemeinden über die Heranziehung jur Grundsteuer und Gebäudesondersteueroeranlagung. — Eine Ergänzung zum hessischen Finanzgesetz, die der Regierung für das Rechnungsjahr 1927 erteilte Erwach- tigung zur Aufnahme von Darlehen zur Berbil- iig.ung von Baudarlehen auch auf das folaende Finanzjahr auszudehnen, wird gegen eine Stimme angenommen.
Aus aller Welt.
Schwere Gasvergiftung bei den Bereinigten Stahlwerken.
Auf der Ab.eilung „Phönix-Hörde" be Vereinig.en Stahlwerke in Dortmund ereignete sich in der Rächt ein schwerer Anfall bei Reparaturarbeiten am Schweitzosen. Rach der Reinigung der Ofenroste brachen zwei der Rcparalurarbeitsr bewußtlos infolge Einatmens von Kohlenoxydgas zusammen. Zwei tceitere Arbeiter erlitten leichter« Gasvergiftungen. Die bei den Bewusstlosen angestellten Wiederbelebungsversuche waren von Ersolg, doch mutzten alle Betroffenen inS Krankenhaus gebracht werden. Rur bet einem der Vergitteren besteht Lebensgefahr.
Schwere» Slratzen.bahnunglück.
3n Gelsenkirchen-Buer fuhr kurz nach 16 Uhr ein von Herten kommender Stragenbahnzug der Destischen Kleinbahn in schneller Fahrt auf einen die Straßenkreuzung passierenden Last- k r a s t w g g e n einer Baufirma auf. Durch den heftigen Änprall wurde das Oberteil des Motor- Wogens von dem Fahrgestell abgerissen und legte sich quer über die Strafte. Sämtliche Fahrgäste de» Motorwagens erlitten schwere Verlegungen. (Sin Mann konnte nur als Leiche unter den Trümmern heroorgeholt werden. Ein köjähriger Bergmann starb auf dem Transport zum Krankenhaus. Die Zahl der Verletzten beträgt 16, darunter sind 12 Schwerverletzte. Die Fahrgäste des Anhängers kamen mit dem Schrecken davon. Wie die Polizei meldet, ereignete sich das Unglück dadurch, daß der Puffer des Straßenbahnwagens sich in dem linken Hinterrad des Lastkraftwagen- anhöngers verfing, wodurch die fahrenden Wagen aus den Schienen gerissen wurden.
Ein Bergwerksunglück in Birginicn.
In einem Bergwerk in der Nähe des Ortes 3 a e g e r (Sßeftvirginien) ereignete sich eine Explosion. 13 Tote wurden bereits geborgen. We erklärt wird, befinden sich noch vier Dermihte in dem Bergwerk.
Die „Italia" den Ttorbpol überflogen.
Oslo, 23. Mai. (Norsk lelegrambqran.) Die „Stalia" hat heute nacht den Nordpol überflogen.
Ein Auto in Südsiawien von Haubern überfallen. .
Auf der Strafte Bitolja —9t esna wurde ein Automobil mit vier Reifenden von Räubern überfallen, welche zwei der Insassen ins Gebirge entführten. Sie wollen die Gefangenen erst nach Erlegung eines Lösegeldes freigeben.
Oie Wetterlage.
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rLcUervorausjage.
Die Luftdruckoertettuna zeigt kein« nennenswert« Aenderung, nur im Suowesten von Spanien her, har der bohe Druck weiter an Ausdehnung gewonnen. Das Zusammentreffen oerschiedener Luft- maffen führt bei uns immer noch zu keiner Destän- digkeik der Wetterlage und gelegentlich kommt es zu ocreinz^ien Niederschlägen gewttterhafter Art.
Wettervoraussage für Freitag: Teils wolkiges, teils aufheiterndes Wetter, geringer Temperaturantzieg. noch vereinzelt Rieder- schlüge.
Wi tterunAsauSfichten für Samstag: Weiterhin wolliges, auch aufheiterndeS Wetter mit mäßiger Erwärmung.
Lufttemperaturen am 23. Mai: mtttaas 14,1 Grad Celsius, abends 5,1 Grad Celsius; am 24. Mai: mor- £«» 9,6 Grad Celsius. Maximum 15,4 Grad Celsius.
inimum 4,5 Grad Celsius. — Erdtemperaturen am 23. Mai: abends 14 Grad Celsius; am 24. Mai: morgens 10,7 Grad Celtzus. — Nrederschlag 1,6 Millimeter. — Sonnenscheindauer 5V* Stunden.


