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Aus der Provinzialhauptfiadi.

®i«6en km 24 Wai 1928.

Milch bei Eierenfronten.

Don Df. meb. D. Schweisheimee.

Der Ttetenerhanlunflen loll Welch ben Grund­stock bet Tahrung bilden- Sieht man sich ac- nauer um eine wissenschaftliche Begründung lut bide Tatsache um. so wirb man halb merken, hart) sie nut schwer zu geben ist. Die zwcilello- günstige Teeinflulfung der T.erenleiden durch Wilchge.iuh ist theoretUch nicht ganz erklärbar. Die günftige Wirkung hat sich aber durch lang überlieferte Erfahrung und vtellausendfälttgc De- vbachtungen am Krankenbett ergeben. ($4 wäre schlimm, wollte bie Wed..zin nur au- theoreti­schenttenntnrfien und nicht auch aud praktischer Erkahrung ihre Waffen zur KrankheitSbehand- lung gewinnen

Jede Tahrung bei Tierenletbtn muh daraus bedacht sein, bie erkrankten T.eren zu schonen. Die Ti eren haben eine lebenswichtige Aufgabe zu erfüllen: sie entfernen die in flüssiger Foon im Diu! enthaltenen Abfallstvffe aus dem Kör­per. Zu diesem 3a>ed sondert bie Tliete ben 5)arn ab Er besteht bet THcn.qe nach hauptsäch­lich aus Wasser. Den wicht rgen Bestandteil mache« aber bie la ihm gelösten Stoffe auS. De» seinem Tundlauf durch den Körper vom Herze' wieder zum Herzen zurück muh da- Dlut zwan.iSläusig bie gieren durchströmen. Alle Abfälle aus dem vloffwechlel (soweit sie nicht durch den Darm, die Lunge ober die Haut ab­gegeben werden) lind ün Harn zu f in ben. Die Abbauprodukte deS Eiwelhes in der Tahrung finden sich im Harn aiS Harnstoff, Harnsäure usw. Tormalerweise tritt ün Harn Giwettz selbst nicht auf Ist da- doch bet Fall, so ist hierin ein wichtiger Hinweis auf eine Erkrankung bet Aieien gegeben. i

»rkanfungen der Vieren werden durch die mannigsalllgsle Ursache bervorgerusen. Man muh sich bewuht sein, daß beispielsweise bei Infek­tion Krankheiten die Krai.lheit-keime (Bakterien) und ihre Gifte großenteils durch die liieren aus­geschieden werden Sie können daher leicht zu Erkrankungen Veranlassung geben, zu afu.en Ent» züudüngen der Tieren und wenn bie Er­krankung sich feftsetzt zu chronischen Tieren- leide i Ge ä'.veränte un en im Körper iAr'erio- niecole. S o jwechselle.^en. Herzkrankheiten) ge­ben gleichfalls zu Tierenerkrankungen Teran» lolsung. Wohl zu versieben ist e-, dah bei Ter» Ätzungen bie Tieven oft bie hauptsächlich ge- bäbigten Organe sind: sie müssen ja die Aus- scheibung de- Oistes auS dem Körper in erster Linie betoerfihUifen.

Die ertränkten Tieten sinb auf- lebhafteste da­mit beschäftigt, bie erkrankten Teile toicbcr her- zustelsen, euigebrungcne Kra ikheitskeime zu ent­ferne» einen qoffen Teil ihrer Arbeit vef wenden sie auf bie Aufgabe bet Heilung. Trotz­dem muh die Ausscheidung des Harne- unauf­haltsam weiter vor sich gehen, weil sonst schwere Schädigung des Körpers und Schlimmere- rasch eintie.en würde, ^üt den Kranken und seinen Arzt gilt es nun. die Arbeit der Harnerzeugung in bet kranken Tiere möglichst zu erleichtern. Alles, was eine besondere Belastung für die Tieren bedeutet, muh toegbleiben. Die richtige Tegehmg der Ernährung ist deshalb von au»* fchlaggebender Deteutuna, sowohl bei der Te» Handlung akuter Tierenkrankheiten, wie bei der LeienS'ührung von chronischen T erenkrankheiten. Milch bringt in der Mehrzahl der Fälle eine grobe Entlastung für bie Tieren mit sich.

Die neuere Ernährungsbehandlung bet Tieren» leiden achtet je nach der Art der Krankheit vor allem auf zwei Punkte: ein Freisein bet Tahrung von Kochsalz und anderen Gewürzen, ober einen möglichst geringen Gehalt bet Tahrung an El- weiß Tun ist vor allem da- Eiweiß in bet Milch w einet besonder- geeigneten Form ent­halten. E 'st in ber Tahrung ist für den Körper i nentbeh sich: baut und erhä.t alle Gewebe u Organe. Schon beim Kind aber wird da- Eiweiß bet Milch vorzüglich verdaut und vertrapen. während andere- Tahrunqs- eiweih (Fleisch. Ei) nicht zuträglich ist. Der Tierenkranke lehrt also mit der Deckung seines Eiweißbedarfes durch Milch zum Teil zu den Er- nährungSnotwendigkeiten des Säugling- zurück.

Die andere Frage ist bie de- Kochsalzgehaltes Milch enthält Kochsalz in geringer Menge (bi- »u 0,18 Prozent). ES gibt Fälle von Tieren- erkrankungen. wo auch dieser geringe Gehalt an Kochsalz schon störend wirkt und wo überhaupt große Flüssigkeitsmengen nicht angezeigt sind. In derartigen Fällen wird man bie Mischkost hei Tietemrankn einschränken. In sehr vielen anderen Fällen schadet ber Kochsalzgehall nichts.

und bie Durchspükuatz wird besonders hell- fam empkunden. Gerade in 'olchen jO^en von Tw-.enleiben. m denen die Geiahr besteht, dah die ;.n Körper insolge der ungenügende, Aie.en- au-kcheidung zurückgebl.ebenen giftigen Bestand­teile sich werter anhäu'en, wird man reichlich Flüssigkeit geben Dae Blut wird dadurch ver­dünnt. bie W rkfamke r bet Stoffwechselteste in- Äelfen her abgelegt,« giftigen Bestandteile

sich ausgefchwe'nmt. Diese Bevotzußung von Flüssigkeit wtrd namentlich in jenen Fallen angezeigt lein, bie nicht mit WafterzurücHalkung im Körper (CebembÜbung) einhergehen

Wenn zahlreiche 2krMc die au - schlieh » liebe Ernährung Milch bet Ticrcnlranlen nicht mehr für richtig halten, so sollte bie Milch boch die Grundlage der Tahrung bildete. Wo eS möglich ist. reich-lich Milch zu geben, gewährt sie dem Titrtnfran!en noch einen anderen Torteil. Für den Tierenleidenden ist die H a u t als AuS- scheidungSorgan von besonderer Bedeutung Schon normalerweise werden durch die Hautporen und Hautdrüsen Gndstofse de- Stoffwechsels auS- aeschiebcn Bei den Tierenlranfen ist die Aus­scheidung durch die Tieren mehr ober weniger behindert. Die Haut eracht in verstärktem Maste die Ausscheidungsarbeit der Tieren. Schwitzen ist eine für Are renkranke meist sehr bekömmliche Tätigkeit. Mit dem Schwelst werden überflüssige Stoffwechselreste durch die Haut auS dem Körper entfernt Der Milchgenust stellt gleichzeitig mit der TahrungSzufuhr dem Körper bie Flüffig- keitsmengen zur Teilügung. deren er zur Echweistotldung bedarf

Milch gehört jedenfalls auch zur kochsalzarmcn Kost, bie für Tierenkranke in einem großen Teil bet Fälle vorgeschricben ist. Die strengen Formen ber wchsalzarmen Kost lassen sich von ben Kran­ken auf die Dauer nur mu Widerwillen geniesten. Die kochfalzarme Zubereitung läßt die ben Kran­ken erwünschte Mannigfaltigkeit und Adwechlluna in ber Ernährung vermissen. Gaben von Milch gestatten eS. hier eine höchst willkommene Ab- wechllung in bie Ernährung zu Bringen. Zusatz von ein wenig ganz leichtem Kaffee ober Tee zur Milch ist auch bei Tierentranfen gestattet, anbere Kranke ziehen bie Terbinbung mit Kakao oder Schokolade vor, wieder andere mischen die Milch mi! irgendeinem Mineralwasser. Wenn Milch von chBonisch Tierenleidenden dauernd ge­trunken wird und Störungen in der TerbauungS- tätigfeit zur Folge hak. so hat sich ber Zusatz von etwa- Sichellakao bewührt. Auch die anderen Formen ber Milch: Kcsir. Joghurt usw. können häufig angc^einl sein, namentlich bei solchen Tierenlranfen, denen der Geschmack der gewöhn­lichen Milch auf die Dauer nicht zusagt.

Jeder Tierenkranke must selbst ausfindig machen, xu welcher Zeit am Tage ihm bie Milch am besten bekommt. In der Tegel wird eine gleich- mästige Terteilung der Milchmenge auf den Tag angezeigt fein. Die Aufnahme allzu großer Men­gen auf einmal ist nicht angcneigt. weil die Milch rasch im Magen gerinnt rnb die gebildeten Klumpen nicht so rasch verdaut werden. Aus dem gleichen Grund wird Milch bei Wande­rungen und beim Gehen oft nicht so gut vertragen, wie bei einer Milchkur im Bett. Immerhin treten derartige Beschwerden doch nur selten auf. Für den Tierenkranken kommen auch Milch­abkömmlinge alS TahrungSmittel in Betracht: ungesalzene Butter, die meist sehr beliebt ist, Tahm, ferner ungesalzene Käsesorten.

Daten für Freitag, 25. Mai

Sonnenaufgang 3.56 Uhr, Sonnenuntergang 19.58 Uhr. Mondaufgang 9.52 Uhr, Monduntergang 104 Uhr.

1277: Grundsteinlegung zum Straßburger Mün­ster-, 1681: der spanische Dichter Don Pedro Cal- deron be la Barca in Madrid gestorben (geboren 1600); 1818: der Kunsthistoriker Jakob Burkhardt in Basel geboren (gestorben 1897): 1855: der Maler Eraf Leopold von Kalckreuth in Düsseldorf geboren; 1865: Friedrich August III., der ehe­malige König von Sachsen, in Dresden geboren.

Bornotizeu.

lägestalenber für Donnerstag. Gießener Schwimmvcrein: 8.30 Uhr, Monatsver- lammlung Im .Hotel Köhler. Lichtspielhaus, Bahn­hofstraße:Spione". Astoria Lichtspiele:Der Stierbändiger".

Siebener Wochcnniarktpreise.

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 190 bis 210, Matte 30 bis 35 Käse (10 Stück- S0 bi« 140. Wirsing 40. W 'ikraut 25. Totkraut 45. gelbe Tüben 45 biS 50, rote Tüben 20. Spinal 20 biS 25, Tömilchkohl 20 biS 25, Spargel 100 bis 135. Erbsen 60. Tomaten 120 bis PO. Zwiebeln 20 bis 25. Thabarber 20 bis 25. Kartoffeln 4 bis 5, Aepsel 15 bis 40.

Suppenhühner 100 bis 120 Pf da- Pfund; Eier 11 biS 12. Blumenkohl 80 bi- ISO. Salat 20 bi- 30. Calatgurfen SO bl« 100. Ober Kohlrabi 40, Lauch 10 bi» 20. Tetttch 30, Lauben 70 Pf. bat Stück. Rad.eschen Bd 15 bi« 20 Pf.

" Personalveränderungen in der hessischen Staatsanwaltschaft. Der Staatsanwalt bei dem Amtsgericht Darm­stadt ll Dr. Han- Weufezahl wurde zum Liaatsanwalt bei dem Landgericht der Provinz Starkenburg und der Amtsgericht-rat bei dem Amtsgericht Höchst 1 L>. Kurt Steinberger Aum Staatsanwalt bei dem Amtsgericht Darm­stadt ll ernannt

"Eoangelisch-kirchlichePerfonalie. In den Ruhestand versetzt wurde auf sein Nach­suchen der Pfarrer Georg B e ck e l w Södel, De­kanat Hungen, unter Anerkennung seiner langjäh­rigen Dienste mit Wirkung vorn 1 August d. I. ab

EI n preisgekrönter (Siebener. Bei dem Rcfotm Preisausschreiben 192«, da» die Zahn technische Rcform in Berlin für Deutschland veran­staltete, wurde dem Dentisten Han» Di u b n ((Siesten) für seine sachliterarische Abhandlung über das Thema Die technische Herstellung ber verschiedensten Sy­steme des Stiftzahn- und Kronenersatzes nebst an- ich testenden iheoretischen Erwägungen und prak tischen Erfahrungen über ihre jeweilige Eignung in äslhettscher und funktioneller Beziehung- der erste Preis zuerkannt.

Seltener Pflanzenzuwach». Zu den beiden Notizen in unseren Spalten In den letzten Tagen wird uns von einem Giestcner Leser mit- geteilt, daß er da» Frühlingskreuzkraut (Senecio ver- na!is) auch schon im kreise Äiesten gesehen hat. Mit S.cherhelt erinnere er sich, daß e» bereit» 1925 und 1926 am Damme der Main-Weser-Bahn, unmittelbar nördlich der Unterführung der (Babelsberger Straste, stand.

* Da» verunglückte ffiiefeder Auto. Im Bilderaushang in den Schaukasten an unserem Geschäftshause haben wir zwei photo raphische Auf­nahmen ausgestellt, die den bei Leidenhofen ver­unglückten Wicsccker Autoomnibus zeigen.

J Lehrgang für lurnleprertnnen. Der ursprünglich im vorigen Winter für Friedberg vorgesehene Turnkursu» für Lehrerinnen, der wegen Mangel an Beteiligung aussallen muhte, findet nunmehr in der Zeit vom 4 bis zum 23. Juni in Michclstadt im Odenwald statt. Unter der Hei­lung von Oberreallehrer Klö » (Friedberg) und un­ter Mitwirtung der Turnlehrerin Frl B a u d e l (viiehen) werden nachfolgende Stoffgebiete behan­delt werden: Geh-, Lauf, Sprung- und Wurfschule, die wertvollsten Haltung: Übungen in der rhythmi­schen Gymnastik, Geräteübungen, Lehrweise im Un­terricht, Spiel und Volkstanz, Schwimmen und Musterstunden de» Leiters mit seinen Schülerinnen. Zugelassen sind Lehrerinnen und Anwärterinnen, auch solche, die schon früher einen Kursus besucht haben.

" DiePersonalkreditefürdenMit- telstand. Das Teichsfinanzministerium hat zur Sicherung her von den Sparkassen gewährten Personallredite s^hr wichtige Torschriften heraus- gegeben. Tach dtesen Bestimmungen gelten in Zukunft bie Mittelstandskrebite bet deutschen öffentlichen Sparkassen nut bann al« gesichert, wenn bas Darlehen gegen bie Bestellung einer Sicherheitshyposhek nach den sonst üblichen Grundsätzen der Sparkassen bei Hypothekengewäb- rung gewährt worden ist. Sie gelten weitet al« gesichert, wenn festverzinsliche Wertpapiere hin­terlegt worden sind, die von ber Teichsbank al« mündclsicher erklärt wurden. Auch bie weiter angeführten Bedingungen zur Sicherung von Mittelstandskrebiten zeigen deutlich da« Bemühen, trotz strenger Beachttmg beS SicherungSgebankens für die in Frage kommenden BevölkerungS- lchichten keine allzu einengenden und unwirtschaft­lichen Bestimmungen zu treffen.

* Konzert in der Nervenklinik. Man berichtet uns: Die ReichsbannerkapellcSchwarz- Not-Gold", Gießen, hat es sich nicht nehmen lasten, dem guten Beispiele anderer Kapellen und Vereine nachzucifern und den Kranken einige genußreiche Stunden durch konzertliche Darbietungen im schonen schattigen Gatten der Nervenklinik zu bieten. U. a. kamen zur Ausführung und wurden mit regem Bei­fall aufgenommen:Frei weg" von Lathan, Ouver­türe von Keeler Bela, Konzertwalzer von Hauser, Neichsbanncrmarsch von Helnzberg usw. Der Teichs- bannerfapeUc, sowie ben Mitgliedern ist man für ihre Opfcrwilligkeit sehr dankbar.

Austrieb zum heutiaen Frankjur- ter Schlachtviehmarkt: 7 Kühe, 3 Färsen, 1605 Kälber, 51 Schafe und 809 Schweine.

Berliner Börse.

Berlin, 24. Mai. (WTB. Funkspruch.) Auch im heutigen Tormiltagsverkehr bleibt die Stim­

mung freundlich. Die feste Haltung an den gestrigen 2luslanddörfen regt her an, zumal man glaubt, daß das Ausland wieder größere Kau'orderS nach Berlin le(xn wird. Das Haupt- intetesse besteht weiter für S'ektrvwart« unter Führung von AEG- und Siemen- und für Zell­stoff Waldho'. Die zu hörenden Kurse liegen 1 bis 3 Prozent über tc.n gestrigen Lchlust Geld bleibt weiter leicht AöD 185 Geld, Siemens 346 des 347 Geld. Farben 283 Geld. GessürA 289 bis 290 und Daidhoi 325 Geld Am Devisenmarkt nennt man Paris 124.02. Mailand 92.65. Spanien 29.14. das Pfund 488,22 und den Dollar 4.1767.

©er Frankfurter

Bilderfälschungsskandal.

WST. Frankfurt a M., 23 Mai Die gestern ^meldete Bilderfälschung-- af färe hat in Fra:ckfuct ungeheures Tuffeoen erregt. Der Maler Baumann, an und für sich ein geschickter Mensch, genoß in seinen Kreisen kein besonders gut?« Tenoinmee. Er galt als Lebemann, war auch bereits vorbestraft und soll vor Jahren in eine Banknotensälschcr- angelegenbeit verwickelt gewesen lein. Ander« liegt b-.t Fall bei dem inzwischen von der Kriininalroli^i verha !?t?n Antiiultä en- Händler Müller. Dieser ist brr Sohi hoch­achtbarer Eltern und ftanmt au« dem Taunus. Er steht h'utt bn 33. odT 37. L?ben^ahr und war vor dem Kriege Angestellter ber Musi­kalienhandlung von Andre Tach dem Kriege betätigte er (ich al« Tcrtreter. ver.au te Wein und Tabak und entschloß sich schl'.e llich. ein kleine« A tiqultät.'nf, schi t 4m Hirschgrab-m zu eröffnen. Da« Tragisch? d r ganzen Angelegen­heit ist bie Tatsache, daß tm Hirschgrab.n in unmittelbarer Täte b - verha teten Müll« cm zweite« hochachtbares ?ntiauitäle n- geschäs t beliebt, b den J-Ha5er zufäll. g ebenfalls Otto Müller hristt. bem bie dunklen Angel g nhriten b:d Terha teten (cjr bäujig in die Schuhe geschob n wurd.n Muller hat übrigens in seine n G^'chä t bereit# leit Wochen bankerott gemacht, ofrn' ba'3 sei . Familie von der Lache ciroaS erfuhr. Gr soll sich weiterhin insv'em strafbar ge.nacht haben, als er einige Teppiche, die ihnt lediglich fom- missionSweifc antxrlraut tra .m. versetzt hat In die Angelegmheit selbst ist eine ganze An­zahl von Personen verwickelt, die ent­weder in den nächsten Tag n verha ket werden sollen, ober aber noch von dnc Pelizei gesucht werden, da sie flüchtig g.xiaigcn lind. ES ist die- zunächst der obei erwähnte Maler Bau­mann. der seit einigen Wochen au«5ranliu.t verschwunden ist. Ferner wird von der Pollzer gesucht ein Kausma n na nen« Danny Strauß, der bie Bilder verlaust bzw. Interessenten für die Fälschungen gesucht hat. Toch eine Anzahl weiterer Personen kommt in F- age, die sich um die Termittlu^g der Falsisilate bemüht Haden. Ss steht h:utt übrigen« noch nicht fest, ob Müller, der keine Verbrech er natur ist, sondern lediglich ein leichtsinnig r halt'oler Mcn,sch und durch feinen Leichtsinn in das Unglück hi ein- geraten ist. gewußt hat. da r es sich um Falsi­fikate handelte. Man wird wohl annehinen dür­fen. daß er darüber orientiert gewesen ist, aber ein Beweis hierfür licat noch nicht vor. Es dürsten in den nächsten Sagm weitere Ver­haftungen zu erwarten fein, und e- ist an­zunehmen, daß zur Beruhigung d?S Publikum«, das derartige Bilder g?fau't hat. in den nächsten Tagen eine genaue Liste ber <ie'-lichten m den Handel gebrachten sogenannten Meisterwerke her- auSgegcben wird.

Tprechftnndtn der Redaktion

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SINDBAD

DER

SALEM-RAUCHER

Zar Zeit des Kalifen Harun al Raschid lebte ia Bagdad ein reicher und angesehener Kauf­mann mit dem Namen Sindbad. Als er eines schönen Abend* mit seinen Freunden auf der Terrasse seines Hauses die geliebte Salem-Ciprette rauchte, durch die er weit berühmt geworden war, hörte er einen Bettler auf der Straße laut klagen:O, Allah, warum verteilet du die Güter des Glückes so ungleich und gönnst dem einen den herrlichen Genu8 der wundervollen Salem-Cigarette, und dem anderen nicht» ala den von der Terrasse dea rachen Mannes be runterweh enden Duft* Als Slndbed dieses hörte, lieft er den Bettler zu sich kommen, teure ihn auf den Ehrenplatz an seiner Seile und sprach folgender- mafteo:Lieber Bruder, laß dir erzählen,weiche unendliche Mühen. Sorgen und Schreck­nisse mir das Leben brachte, bis ich den Reich tum gewann, den ich heute geniefte, end bis ich diese wundervolle Ctgarene fand, um die du mich beneidest. Meine Lebens* beschichte ist seltsam und lehrreich genug, um dir zu zeigen, wie wunderbar Allah die Geschicke der Menschen teilet

Damit du aber erst deine eigenen Sorgen WgiU.^aocbe inzwischen diese süftdnfeende Cigarette SALEM AUSLESE o