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Oer Gparwitte der Gtädie.
Der Städtetag beschließt jede vermeidbare Ausgabe zu unterlaßen.
Berlin, 23. Ian. Der Vorstand des deutschen Städtetages nahm einstimmig eine Entschließung an, in der int Hinblick auf die gesteigerte finanz- und wirtschaftspolitische Spannung an die deutschen Stadtverwaltungen die dringende Aufforderung gerichtet wird, jegliche vermeidbare Ausgabe zu unterlassen. Die deutschen Städte wollten in vollem Umfange der durch die Gesamtlage des deutschen Volkes bedingten Wirtschafts- und Finanzpolitik Rechnung tragen. Die Linderung der sozialen Rot und die Ueberwindung der Wohnungsnot beanspruchten die äußerste Kraftanstrengung der Städte. Wenn sich durch die notwendige Ausgabendrosselung bei den Gemeinden Auswirkungen aus Arbeitsmarkt und Beschäftigungsgrad der Wirtschaft ergäbe, so liege die Ursache in der Finanzpolitik des Reiches.
Während die Wirtschaft stürmisch eine Senkung der Realsteuern verlange und eine Reihe von Interessentengruppen die Beseitigung der ihnen unbequemen Steuern betrieben, und so die Gemeindeeinnahmen immer erneut eingeschränkt würden, feien den Gemeinden auch in den letzten Monaten fortgesetzt neue Lasten auf erlegt worden. Die W o h - nungsbaufrage für 1928 fei ungelöst. Das Reichsschulgeseh werde eine weitere wesentliche Lastensteigerung zur Folge haben. Die von der Wirtschaft in ihrem „Rotprogramm" ausgestellte schematische Forderung nach einer zehnpcozentigen Ausgabenkürzung sei bei dieser Sachlage undurchführbar. Um so dringlicher sei die Durchführung einer organischen Verwaltungsreform in Reich und Ländern. Bei ihrer Vorbereitung müßten die kommunalen Interessen die gebührende Berücksichtigung finden, wenn die Be- schiüsse der Länderkonferenz zu einem positiven Ergebnis ausgestaltet werden sollen.
Oie Verwaliungsreform in Preußen.
Ein Vorschlag des Zentrums.
Berlin, 24. Jan. (Priv.-Tel.) Um die Frage der Verwaltungsreform in den Ländern aus dem Stadium der Diskussion in die Wirklichkeit zu rücken, hat die Zentrumsfraktion des preußischen Landtages einen Urantrag eingebracht, in dem beantragt wird: 1. Eine entsprechende Zusammenlegung von bisher nebeneinander bestehenden Behörden. 2. Eine zweckmäßige, den heutigen Verkehrsverhältnisfen angepaßte und mit den Interessen der Bevölkerung im Einklang stehende Abgrenzung der preußischen Verwaltungsbezirke. 3. Eine den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht werdende Vereinfachung des Instanzenzuges. 4. Die Beseitigung von überflüssig erscheinenden Behörden. 5. Eine Wegweisung zur Beseitigung der zahlreichen im preußischen Staatsgebiet liegenden Enklaven. Dabei müßte als Resultat der Vorlage gleichermaßen eine Vereinfachung der gesamten Verwaltungsarbeit und eine Herabsetzung der Verwaltungskosten praktisch erreicht werden. — Der Reichs- sparkommisfar Minister S ä rn i s ch wird voraussichtlich von Oldenburg und Anhalt aufgefordert werden, Grsparnisvorschläge zu machen.
Gegen die Splitterparteien.
Berlin, 24. Jan. (Priv.-Tel.) Wie aus Reichstagskreisen verlautet, sollen am Dienstag die Beratungen der Parteien über einen Gesetzentwurf, dec die Frage der Splitterparteien behandelt, beginnen, und zwar werden sich für diesen Gesetzentwurf voraussichtlich alle großen Parteien des Reichstages einsetzen. Es sind bereits unverbindliche Vorschläge ausgearbeitet worden. In diesen Vorschlägen ist unter ar.be rem vorgesehen, daß für jeden Wahlvorschlag eines Wahlkreises gefordert werden kann, daß dieser Vorschlag so viel Unterschrif- t e n Wahlberechtigter aus dem Wahlkreise aufweist, als die Hälfte der Stimmenzahl beträgt, die zur Erzielung eines Man- d a t e s notwendig wäre. Weiter ist vorgesehen, daß für jeden Wahlvorschlag eines Wahlkreises die Hinterlegung eines Geldbetrages gefordert werden kann.
Anfechtungsklage auch in Waldeck.
Willingen, 23. Jan. (WB.) Die Waldecker Partei „Der Wirtschastsbund" hat gestern den Staatsgerichtshof in Leipzig angerufen zwecks Nichtigkeitserklärung der Wahlen der wal- deckjchen Londesoertretung. Begründet wird der Antrag, der sich auf ein ^juristisches Gutachten des Staatsrechtslehrers Professor Giese (Frankfurt am Main) und Professor Arndt (Marburg) stützt, mit der ungerechtfertigten und ungesetzlichen Streichung vonKandidaten des Wirtschaftsbundes seitens des Wahlausschusses.
Oie Koalitionsverhandlungen in Hessen.
Darmstadt, 23. Jan. (Eigene Meldung.) Heute nachmittag fanden im Landtagsgebäude Besprechungen zwischen den Fraktionen der Sozialdemokratischen Partei und der Deutschen V o l k s p a r t e i statt, die ähnlich verliefen wie die Besprechungen mit den Zen» trum -Vertretern am letzten Freitag. Eine Reihe politischer Fragen wurde besprochen, aber entsprechend dem Beschluß der Sozialdemokratie, die Regierungsbildung erst nach dem Urteil des Staatsgerichtshofes vorzunehmen, wurden keine Bindungen eingegangen. — Gegen Die Zusammensetzung deö hessischen Staatsgerichtshofes haben die Kommunisten Einspruch erhoben. Sie machen geltend, daß die paritätische Zusammensetzung bei der Wahl der parlamentarischen Mitglieder nicht ae- wahrt sei. s
Mrsorgegeseh für die Kleinrentner.
Der5in, 24. Ian. (Priv.-Tel.) In den gestrigen interfraktionellen Befprechungeii ist auch der Antrag der Deutschen Volkspartei auf Schaffung «wes Fürsorgegesetzes für Kleinrentner behandelt worden, und zwar ist Klarheit darüber geschaffen worden, daß der Antrag im Ausschuß weiter beraten werden soll. Cs bestehen sedoch aus dem gleichen Grunde, wie bei den geplanten Maß.
heute
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Hilfe für die Landwirtschast
Fortsetzung der Debatte im Haushaltsausschuß
heißen hat, ist die Grundlage dafür geschaffen, daß b e i N i cht b e r ü ck s i ch t i g u n g der zu unrecht beanstandeten Wähler vorwiegend deutscher Nationalität das Wahlergebnis von deutscher Seite angefochten und der Völkerbund wegen ungleicher Behandlung der Minderheit angerufen werden wird.
Die rl ahlmißbkällche in Ostvberschieflen.
Kattowitz, 23. Jan. (WB.) Nachdem der schlesische Sejm mit allen gegen eine Stimme den P r o- test des deutschen Clubs gegen die Mißbräuche bei der Aufstellung und Auslegung der Wahllisten und die Forderung auf disziplinarische Bestrafung der verantwortlichen Beamten g u t a e -
Die Spanne zwischen dem Stallpreise und dem Ladenpreise für Schweinefleisch habe sich gegenüber dem Jahre 1913 um 50 Prozent erhöht. Der Stallpreis für Schweine stehe unter dem Vorkriegspreis.
Dis amenksm'sche AreWbehill.
Der Kampf im Senat.
Washington, 23. Ian. (WB.) Irn Fi- nangfomitee des Senats begannen heute die Besprechungen der Freigabebill. Vertreter der deutschen wie auch der amerikanischen Privat- gläubiger befürworteten die Annahme des vom Repräsentantenhaus genehmigten Entwurfs. Auch Senator Watson (Indiana) setzte sich für die vom Repräsentantenhaus beschlossene Fassung ein. während Senator Kingutah eine Kürzung der Entschädigung für deutsche Schiffe, Patente und Radiostationen von 100 auf 50 Millionen Dollars beantragte. Der republikanische Senator Reed (Pennsylvania) sprach sich gegen die Rückgabe auch nur eines Teiles der beschlagnahmten Werte im gegenwärtigen Augenblick aus, indem er erklärte, daß die Regierung der Vereinigten Staaten durch die Annahme der Freigabebill durch zu hohe Kosten belastet wurde und 25 Jahre warten müsse, bis sie auf Erstattung von Kapital und Zinsen hoffen könne. Die Besprechungen werden fortgesetzt.
Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers"
Berlin, 2:. Ian. Was bisher noch niemals erreicht wurde, hat Die Diktatur Pilfudskis vollbracht : die nationalen Minderheiten innerhalb der polnischen Grenzpsähle haben sich von Den Deutschen bis zu Den Ukrainern hinüber unterschiedslos in einem Wahlblock zu- fammengefunben. Angesichts auch der in Polen recht großen Anzahl kleiner und kleinster Parteien werden die Minderheiten im neuen Sejm eine recht stattliche Gruppe darstellen, die man getrost als eine der größten ansprechen darf. Wobei allerdings hinzugefügt werden muh, daß dieser Fall nur Dann eintreten wird, wenn Die Wahlen sich o r D n u n g s m ä ß i g unD in aller Freiheit vollziehen können. Das oberschlesische Beispiel läßt leider Die Vermutung aufkommen. Daß man am Tage Der Wahl fein Mittel unversucht lassen wird, um Die Angehör gen Der Minderheiten von Der Ausübung ihres Wahlrechtes abzuhalten oder nachher Die Wahlergebnisse zu fälfoen. Schon jetzt gaben sich Die Polen alle erdenkliche Mühe um Die Schaffung eines MinDerheitenblockes zu hintertreiben. Das wäre ihnen vielleicht gelungen, wenn sie sich in Der Vergangenheit etwas dulDsamer gezeigt hätten. Sie haben Das
Mark. Die laufenden Mehrkosten gegenüber Dem jetzigen Zustand etwa 5 bis 6 " ‘ ' Honen jährlich betragen werben.
Oie Minderheiten im polnischen Wahlkampf. Zusammenschluß zu einem Wahlblock.
eine Erklärung, in der es heißt: „Wir Dulden keine Einfuhr landwirtschaftlicher Erzeugnisse, die wir aus eigener Scholle hervorbringen können, insbesondere nicht den Abschluß eines polnischen Handelsvertrages, der nur auf kosten der Landwirtschaft, besonders auf kosten der Kleinlandwirte und der Landarbeiter abgeschlossen werden kann, wir werden unsere Betriebe so schnell wie die Wirtschaftsform des einzelnen Betriebes es erlaubt, auf die einfach st e Form umstel- l e n. Der Zuckerrübenbau wird so weit unterbleiben, als nicht genügend fähige Arbeitskräfte zur Verfügung gestellt werden, wir stehen zu allen von uns eingegangenen Verpflichtungen, können aber Zahlungen an wechseln, Zinsen, Steuern und Abgaben nur noch aus den aufkommenden Erträgnissen des Betriebes zahlen, wir werden alles daran sehen, ausreichende Löhne für unsere Arbeiter und Angestellten sicherzustellen. Gegen eine zwangsweise Befriedigung aus landwirtschaftlicher S u b st a u ; werden wir von Fall zu Fall die uns nötig erscheinenden Maßnahmen ergreifen.
Oie Regierungsaktion.
Verhandlungen mit denKoalitionsParteien.
Eigene Drahtmeldung des .Gießener Anzeigers".
B e r l i n , 21. Ian. Irn Mittelpunkt des Interesses steht neben der EtatsDebatte im Reichstag und Den Verhandlungen um Das Reichsschulgefeh Die Rot der Deutschen LanDwirtschaft. Ohne Frage gilt es hier eine Aktion zu unternehmen, Die Den beDrängten Gebieten Hilfe bringt. Darüber sinD sich auch alle zuständigen Stellen einig, Doch nicht über Die Mittel, Die man Dafür freimachen kann. Es ist übertrieben, über Auseinandersetzungen zwischen den Ministern Dr. Köhler und Schiele zu sprechen, beide Minister möchten schon gern helfend eingreifen, Der Reichsfinanzminister hat aber keine Mittel. Es gilt Demnach jetzt, eine Geldquelle ausfindig zu machen, Die Den landwirtschaftlichen Kreditansorderungen genügen kann. Die Summe von 100 Millionen Mark, um Die es sich hanDeln soll, ist nach keiner Richtung hin festgelegt. An unD für sich werden sicherlich noch weit höhere Mittel in Frage kommen, das Resultat wird jedoch sein, daß man nur einen Teil zur Verfügung haben wird. Heber Die Hilfe für Die Landwirt,ch/.ft fand auch bereits eine inoffizielle Fühlungnahme Der Parteien mit Dem Reichsfinanzminisier statt. Diese Besprechungen wurden zunächst Dahin geführt, daß Die Stundung Des Zinsen- Dienstes der Rentenbankkredite für 1928 als wahrscheinlich gelten kann. Die Regierung Dürfte Dann Den hierfür notwendigen Betrag von etwa 30 Millionen Mark aufbringen. Ebenso dürfte über die Ermäßigung gewisser Einkommen-Steuerfähe, von Denen geraDe das Kleinbauerntum besonders betroffen ist, eine Einigung bereits auf dem Wege fein. Die Parteien werden ferner Die Einschaltung von Zwischenkrediten zur Verbilligung des Zinsendienstes für Arlslandanleihen unD Verhandlungen mit der preußischen Staatsregierung über die Beschränkung der E i n f u h r v o n ausländischem Fleisch fordern. Wie weit Der Reichsfinanzminister den erwähnten Forderungen entsprechen wird, steht noch Dahin.
ne na.) m oer Vergangenheit fejeigt hätten. Sie haben Das ihnen nun Die Minderheiten Die Antwort werden erteilen müssen
Aus aller Welt.
Die Antersuchung der Hochofenexplosion in Völklingen.
Die Untersuchung der älcsache Der Hochofenexplosion in Dem Betriebe Der Röchlingschen Eisen- und Stahlwerke in Völklingen hat zu Dem Ergebnis geführt, Daß sich die tatsächliche Ursache der Explosion mit absoluter Sicherheit nie werde feftstellen lassen. Es könne jedoch gesagt werden, daß mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine Kohlenstaubexplosion anzunehmen sei. Hierfür spreche der Zustand der älnfallstelle nach dem Unfall, ferner die Art Der Verletzungen und die Aussagen sämtlicher an Dem Unfall Beteiligten. Die Untersuchung tourDe Durch Hinzuziehung eines unbeteiligten Hochofensachmannes von Der Staatsanwaltschaft, Der Berufsgenossenschaft wwie Dem Gewerbeaufsichtsamt gemeinsam durchgeführt. Hierbei konnte von dem Gewerbeaussichtsamte weder ein Verstoß gegen die Unsallverhütungsvorschriften noch gegen anerkannte Regeln der Wissenschaft und der Technik festgestellt werden.
Berlin, 23. Jan. (D. D. Z.) Der Haushaltsausschuh des Reichstags setzte am Montag Die Aussprache über Den Landwirtschaftsetat fort. Abg. Hepp (D. V.) forderte im Gegensatz zum preußischen Landwirt cha tsminister eine Reichs- wasserstrahenpolitik, die noch großen Verkehrs- unD ernährungspolitischen Gesichtspunkten Durchgeführt toirD. Er -wünschte weiter ein Motor-Verleihinstitut, das das Ministerium fördern solle. Beim Ausbau des Schuldscheinsystems forDerte er Berücksichtigung Des bäuerlichen Besitzes und begrüßte Den Vorschlag Des Ministers über Die Schaffung von Gutachterausschüssen bei Der Kredithin- gabe an Landwirte. Weitere Forderungen des Redners waren: Schutz gegen unterbietende Auslandskonkurrenz und Steuerschuh für Die wirtschaftlich Schwachen, namentlich Einkommenbesteuerung nach mindestens Dreijährigem, beim Weinbau fünfjährigen Durchschnitt, sowie schärsste Prüfung Der RotwenDigkeit von Fleischeinfuhr.
Abg. Pennemann (Z.) stimmt Der Förderung der Landesmeliorationen und der Binnenschiffahrt zu, macht aber doch auf die schweren Schäden aufmerksam, Die durch frühere Kanalbauten die landwirtschaftlichen ilferanlieger erlitten hätten. Redner kritisiert das System Der Besteuerung Der Landwirtschaft, nämlich die Förderung der Vorauszahlung nach den wirklichen Verhältnissen. Für Steuerrückstände, die in der Landwirtschaft nicht zu vermeiden seien, werde von den Steuerbehörden ein Zins berechnet, der nicht tragbar sei. Durchaus bedauerlich sei die Beschlagnahme von vorübergehend freigewordenen Werkswohnungen. Den Kaufleuten fehle leider vielfach Der gute Wille, statt Der dänischen Butter deutsche zu vertreiben.
Abg. Schmidt- Köpenick (Soz.) wendet sich im Interesse Der GanDarbeiter gegen die Verallgemeinerung von Der Behauptung Der Rot Der Landwirtschaft, denn kein Schlichter wage jetzt auch nur einen halben Pfennig mehr Lohn an Landarbeiter zu bewilligen. Man möge die übertriebenen Clendsschilderungen unterlassen, schon Damit die Landarbeiter nicht völlig dem Lande den Rücken kehren.
Abg. Dietrich (D) meint, es werde sich Darum HanDeln, etwa bis zu Drei Milliarden Mark Schulden zu konsolidieren. Die Regierung müsse einen Plan aufstellen. Bei dieser Gelegenheit müsse ein Teil der überschuldeten Güter aufgesogen und in weitere Stellen zerschlagen werden. Die größeren Betriebe könne man von Hilfsmaßnahmen nicht einfach aus- schliehen: eine gesunde Mischung Der Betriebsart sei nicht zu entbehren.
Reichsmini st er Schiele kommt auf Die unrentablen Viehprei, e zu sprechen. Der Druck auf Die Viehpreise ist Dadurch verstärkt worden, daß im Jahre 1927 306 000 Stück Vieh e i n g e f ü h r t worden sind. An Schweinen seien 1927 96 000 Stück eingeführt. Der Minister wendet sich Dann Der Viehhändlerpreis- sp anne auf Dem Fleifchmarkte zu. Es sei beDauerlich, daß Der Konsum von Den niedrigen Viehpreisen keinerlei Vorteil verspüre.
Eine Erklärung der Landbundführer.
Berlin, 24. Jan. (WTB. Funkspruch.) 3n Berlin versammelte Landbundfnhrer veröffentlichen
nahmen zur Llnterstühung der Landwirtschaft auch hier Bedenken bei dem Reichsfinanzmini st e r.
Die Kosten des Reichsschutgesehes in Sachsen.
Dresden, 23. Jan. (Priv.-Tel.) Die Ermittlungen des sächsischen Volksbildungsministeriums haben ergeben, daß Die einmaligen Kosten der Durchführung des Reichsschulgesehes in Sachsen voraussichtlich etwa 4 0 Millionen
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Schlägerei in der Grube.
Im Grubenbetrieb der Dortmunder Zeche „Minister Stein" kam es zu einer blutigen Auseinandersetzung zwischen dem Steiger Wib - b e l i h und Dem Wetterkontrolleur Rowicki. Wegen einer nicht ordnungsmäßig ausgeführten Arbeit war der Wetterkontrolleur von Dem Steiger gerügt worden. Darauf entspann sich ein Wortwechsel, der schließlich in eine Schlägerei ausartete. Rowicki ergriff ein Beil und verletzte Damit Den Steiger am Kopf schwer. Um weiteren Schlägen zu entgehen, stellte sich Der Steiger tot. Rowicki warf nun Den vermeintlich Toten in Den Brensbergsumpf. Rach- Dem sich Der schwerverletzte Steiger aus Dem Sod herausgearbeitet hatte, wurde er von Dem Täter nochmals beDroht. Von herbeieilenden Bergleuten wurde der Steiger dann zu Tage gebracht und dem Krankenhause zugeführt. Der Wetterkontrolleur wurde verhaftet.
Schweres Automobllunglück.
R o r w i ch (Connecticut), 24. Ian. (WTB. Funkspruch.) Ein Automobil, in dem ein Ehepaar mit fünf Kindern einen Ausflug machte, stieß gestern abend auf der Brücke, die über Den Shetucket-Fluß führt, mit einem Motorrad zusammen und stürzte in Den Fluh. Sämtliche sieben Insassen des Automobils fanden Den ToD.
Schwerer Bauunfall.
Bei einem Reubau in Rürnberg ist ein Teil Der ©iebelmauer eingestürzt, und hat Dabei Das Dach Des angrenzenDen Lagerschuppens einer Kohlengroßhandlung, in Dem mehrere Leute arbeiteten. Durchschlagen. Von Diesen Personen wurde ein verheirateter Lagerverwalter g e - tötet, ein Mann und eine Frau schwer und einige Personen leicht verletzt.
Eisenbahnunglück in Vritisch-Jndien.
Ein gemischter Personen- und Güterzug des Eisenbahnnetzes Bengalen und Rordwesten wurde zwischen Hayaghat und Kischenpur auseinan- Dergeriffen. Dabei entgleiste ein Güterwagen, Der mit einem Personenwagen zusammenstieh. Sieben Personen wurden getötet unD 15 verletzt, Darunter 11 schwer.
Das größte Hotel Berlins.
Sines Der bedeutendsten Bauprojekte Berlins, das z. T. schon durchgeführt ist, ist das neue Europahaus am Anhalter Bahnhof. Bisher ist die eine Hälfte des gigantischen Projektes fertiggestellt und auch schon bezogen worden. Die andere Hälfte soll ein Hochhaus werden, wie es in Berlin noch keins seiner Art gibt. Schon vor anderthalb Jahren ist Der Bau begonnen worden, Der dreizehn übereinander liegende Stockwerke bekommen soll. Es vft geplant, das Haus später für Hotelzwecke zu verwenden. D.eses neue große Berliner Hotel wird nach feiner Fertigstellung über 1 000 Zimmer enthalten und mit annähernd 2 000 Betten versehen fein. — Sonderbarerweise hat, wie wir hören, das Wohlfahrtsministerium jetzt plötzlich gegen Den Weiterbau Protest erhoben und Die Arbeiten vorläufig einft eilen lassen, nachdem bereits vor Jahresfrist die Genehmigung zum Dau von allen in Frage kommenden Instanzen erteilt worden war. Der Einspruch des Wohlfahrtsministeriums wird Damit begründet, daß Das Hochhaus Die Licht- und Lustver- hältnifse seiner Umgebung beeinträchtigen würbe.
Oie Wetterlage.
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Wettervoraussage.
Die RanDstörungen des neuen nördlichen Tiefdruckgebietes haben bereits im westlichen Deutschland zum OIü, treten von Niederschlägen geführt. Sie werden vorläufig für den Witterungscharakter ausschlaggebend sein unD weiter Anlaß zu wolkigem Wetter mit vereinzelten, wenn auch nur leichten RieDerschlägen geben. Da Den Warmlus tm assen bereits kühlere an Der Rückseite des Tiefes folgen, so toirD nach anfänglicher Temperaturzunahme toieDet ein Rückgang eintreten.
Wettervoraussage für Mittwoch: Veränderliches Wetter mit vereinzelten leichten Riederschlägen. Rach vorübergehendem Temperaturanstieg wieder Rückgang.
Witterungsaussichten für Donnerstag: Wenig Aenderüng der Wetterlage.
Lufttemperaturen am 23. Januar: mittags 6,7 ®rab Celsius, abends 4,9 Grad Celsius', am 24. Iw nuar: morgens 2 Grad Celsius. Maximum 6,8 Grad Gelsius, Minimum 1,2 Grad Celsius. — Erdtemperaturen am 23. Januar: abends 3,1 Grad Celsius; am 24. Januar: morgens 1,8 Grad Celsius. — Nieder" schlüge 0,2 Millimeter.
Wintersport im Vogelsberg (hoherodskops).
Temperaturen: —3 Grad Celsius: Wind: Oft: Wettern leichter Nebel: Schneedecke 20 Zentimeter: Beschaffenheit: gekörnt: Sportmöglichkeit: gut


