oewies. oaß er nur deshalb auf die Straße gesetzt worden war. weil er in seinem Gartchm einen eigenen — Bienenkorb besaß, al,o eia kapitalistischer .Unternehmer warl
Gegen solche Begründungen, allerdings, würden sogar die Götter vergebens kämpfen. 2lber die sind in Sowjetruhland ja sowieso abgesehtl
Verband
Evang -kirchlicher Frauenvereine
Der Verband Evang. - kirchlicher Frauenvereine in Hessen tagte am Mittwoch in Gießen. Eine zahlreich besuchte D o r- ständebesprechung am Vormittag im MarkuLsaal unter Leitung der Vor itzenden, Fürstin Erbach-Schönberg, wurde von Dekan G u ß m a n n (Kirchberg) mit einer Ansprache über Matth. 25 eröffnet; sie beschäftigte sich u. a. mit der Wahl des Wochentags der Hauptversammlungen; es soll tunlichst zwischen Dienstag und Mittwoch abgewechselt werden. Für die Dekanate Alsseld und Lauterbach wird wiederholt an D'^räge in der dortigen Gegend gedacht. Die Lied^rbuchfrage wird wohl noch in diesem Jahr* durch die Llebernahme von „Unser Liederbuch" mit einem Anhang für hessische Verhältnis e gelöst. Der Beitrag an den Verband soll von 10 auf 20 Pf. für jedes Dereins- mitglied erhöht werden, wobei Vereinen, die stark durch notwendige örtliche Ausgaben belastet sind, auf Antrag Rechnung getragen werden soll. Die Anstellung einer zwe iten Derbands- s e k r r t ä r i n erscheint dringend erforderlich.
Am Aachmittag fand 6t» aus allen Teilen der Provinz sehr gut besuchte Parallelversammlung zur Darmstädter Herbstversammlung im Caf6 Leib statt. Frau Pfarrer Stange «Kassel) hielt einen Vortrag über „Mutte r- fürsorge". Bei der Bedeutung der Mutter für die Wiedergesunduna unseres Volkes ist Mut- tersürsorge die dringendste Aulgabe. Äurfe für Mütter in den Frauenvereinsverbändm, die Errichtung von Müttererholungsheim-.'n. so zuletzt in Hessen, zeigen, daß man den Erüst der Lage erkennt. Die Mütterfürsorge ist Samariter- 6 i en ft, nötig bei der Verwirrung der sittlichen Begriffe. Als P i o n i e r d i e n st hat sie bei den christlichen Müttern selbst anzufangen: Weigerung bei dem Mitmachen von Modetorheiten, Vorbildlichkeit des Familienlebens, treue Hebung kirchlicher Sitte. Sie ist M i f s i o n s d i e n st unter den Bemittelten, daß sie reichen Segen stiften mit ihrem Besitz und nicht die K'üste im Volksleben erweitern; die durch den Krieg und seine Folgen verlorengegangenen Kulturgüter müssen durch den F ü h r e r d i e n st der christlichen Mütter wieder eingebracht werden. Ein guter Führer ist nur die Mutter, die sich im Gottvertrauen von einem Höheren führen läßt. Tie Bibel muh ihr wieder Kraftquelle werden; so ist Bibelarbeit in kleineren Kreisen nötig, auch in nicht- lutherischen Uebersetzungen. Frei;eiten sollen Line Sommerfrischen ersetzen, sti'ten aber reichen Segen durch Ueberbrücken der Klüfte im Volksleben. Mütterschulung geben Kurse von längerer Dauer. Span auf Span muß herbeigetragen werdm, daß die dem Erlöschen nahe Flamme der Sittlichkeit wieder hell lodert.
Vach einer Kaffeepause eröffnete Dekan Gußmann die Aussprache über den Vortrag, mit einer Anerkennung der Leistungen der hessischen weiblichen Fortbildungsschule auf hauswirt- schaftlichem Gebiete. Fräulein Wahrendorff und die Vortragende wünschten größere Berücksichtigung auch der jüngeren Mütter, für die besondere Abende in kleinerem Krei e vorgeschlagen werden. Pfarrer Decker (Gießen) will sie durch praktischen Dienst der älteren Frauenvereinsmitglieder gewonnen haben, Hand in Hand mit unseren „braunen" Für'orgeschwestern. Lehrer Herber (Saasen) wies auf gute Erfahrungen mit Heranziehung von jungen Mädchen hin. die auch nach ihrer Verheiratung gute Vereinsmitglieder werden. Frau Z u l a u f (Gießen) hob den Wert früherer Derufstätigkeit für die spätere Ehefrau hervor. Fräulein Wahrendorff gab dann ein anschauliches Bild von dem neuen Müttererholungsheim in Viederramstadt. das jetzt vollständig eingerichtet ist. Oberkirchenrat Wagner wünschte, daß das Heim im nächsten Fahr Ziel oberhessischer Dereinsausflüge wird. Vach einem Schlußwort des Vortragenden schloß mit gemeinsamem Lied die Versammlung.
Daten für Samstag, 24. November.
Sonnenaufgang 7.31 Uhr, Sonnenuntergang 16.02 Uhr. — Mondausgang 15.45 Uhr, Mond- untergang 3.04 Uhr.
1632: der Philosoph Baruch Spinoza in Amsterdam geboren; — 1855: der Geograph Alexander Freiherr von Danckelmann in Gordemitz geboren.
Wirtschaft.
Oie Bestellungspolitik der Reichsbahn.
Die Hoffnungen, daß nach der letzten Tariferhöhung die Reichsbahn Bestellungen größeren Umfangs heransgeben würde, haben sich nicht erfüllt. Die Reichsbahn bestellt nur den aller- dringendsten Bedarf zur Erhaltung ihres Betriebes, während sie zur Wetterführung des Ausbaus Aufträge nicht erteilt, weil sie erst die Entwicklung des Verkehrs abwarten will. Während früher monatlich durchschnittlich 70 000 Tonnen Cisenbahnmaterial bestellt wurden, sind diese Bestellungen jetzt auf 40—45 000 Tonnen eingeschränkt; an Schienen, Weichen usw. sind in den letzten »beiden Fahren die Bestellungen auf die Hälfte des normalen Betrages zurückgcgangen. Die Folge dieser Zurückhaltung war u. a., daß eine große Anzahl von Deschlagieil'abrüien still- gelegt werden mußte. Die Beschlagteilfabrilen der bergisch märkischen Kl ineisen ndustrie können ungefähr 5000 Arbeiter allein für Eisenbahn- material bei einem einigermaßen guten Auftragseingang beschämtmen; jetzt beschästigen diese Werke für den gesamten Zweck kaum noch 1000 Arbeiter. Reben dem Ober Baumaterial sind auch die Bestellungen für rollendes Material sehr zurückgegangen: für Waggons sind sie z. 2. so gering, daß eine große Anzahl bedeutender Waggonfabriken (ungefähr 10 bis 12) bereits gänHiich stillgelegt werden muhte.
Leider muß ge'agt werden, daß die Reichsbahn an dieser Entwicklung nicht ganz schuldlos ist. Sie hat in den Fnflationsjahven recht umsang- reiche Bestellungen herausgegeben und dadurch die für Ei>nbahnbedarf arbeitenden Werke zu einer erheblichen Ausdehnung ihrer Betriebe veranlaßt. Seit der Markstabi'ifierung hat die Reichsbahn lange Zeit fast nichts mehr an rollendem Material bestellt (im Durchschnitt der Fahre 1924/1926 ungefähr jeweils 10 Proz. der sonst üblichen Mengen), bis sie im vergangenen Fahre wieder einen großen Eiscnbahnauflrag von 15 000 Eisenbahnwagen vergab, weil sie glaubte, daß ihr Bedarf an Waggons um rund 50 COO über den Bestand hinausginge. Da die Reichsbahn diese Bestellung als eilig bezeichnete, hat sich eine große Anzahl Betriebe besondere Ausrüstungen, Maschinen usw. angeschafft, um die Bestellungen möglichst schnell durchführen zu können. Plötzlich stellte sich aber heraus, daß die Reichsbahn in großen finanziellen Schwierigkeiten sich befand und daß sie nicht zu wenig, sondern zu viel Waggons hatte. So kam es, daß umfangreiche Bestel- iungen sistiert bzw. neue Aufträge nicht erteilt wurden, und daß jetzt eine ganze Anzahl Fabriken für ihre auf Veranlagung der Reichsbahn durchgeführten Detriebsvergrößerungen keine Arbeitsmöglichkeit mehr hat.
Es wäre verfehlt, der Reichsbahn, die natürlich in ihren Kalkulationen auch menschlichen 3rr- lümem unterliegen kann, scharfe Vorwürfe zu machen. Anderseits sollte aber auch die Reichsbahn nicht übersehen, daß bei manchen Betrieben (namentlich in der Kleineisenindustrie) die Verschärfung der Situation auch durch ihr Verhalten mit eingetreten ist. Aus diesem Grunde sollte die Reichsbahn überlegen, ob nicht Anschaffungen, die in den nächsten Fahren nötig werden, schon jetzt vergeben werden können, um die Schwankungen und Belastungen in der Deschaf- tigungsziffer nicht zu stark werden zu lassen. Gerade die Kleineisenindustrie leidet unter diesen Verhältnissen besonders, weil sie bei hohem Lohnanteil verhältnismäßig viele Arbeitskräfte beschäftigt und weil sie deshalb von allen Erhöhungen der Löhne, der sozialen Aufwendun- gen usw. viel stärker betrofien wird, als solche Unternehmen, die mit wenigen Arbeitskräften große Werte Herstellen. Auch die Frage der Beschäftigung von Facharbeitern, die jetzt sehr erheblich in Frage gestellt ist, sollte in die'em Zusammenhang nicht vergessen werden, da Deutschland sich einen aus dieser Entwicklung heraus etwa eintretenden Facharbeitermangel in der Cisenqualitätsindustrie nicht gestatten kann.
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* Ankauf gezogener Auslosungsscheine des Reiches vor dem Fälligkeitstermin. Die bei der Auslosung am 8. Oktober 1928 gezogenen Auslosungsscheine der Anleiheablösungsschuld des Reichs sind beftimmungs- Öam 31. Dezember 1928 einzulösen. Das finanxminifterium hat sich jedoch entschlossen, diese Auslosungsscheine bereits vor dem Fälligkeitstage unter Abzug des jeweiligen Reichsbankdiskonts (zur Zeit 7 Proz.) durch die Reichsbankanftalten ankaufen zu lassen. Die Inhaber solcher Auslosungsscheine, die vor dem 31. Dezember 1928 in den Besitz des Einlösungsbetrages gelangen wollen, können
schon jetzt ihre Stücke der nächstgelegenen Reichs- banka,.sta!t zum Ankauf übergeben. Tke Auszahlung des Einlösungsdetrages (unter Abzug des Diskontsatzes) erfolgt nach Prüfung der Stücke vom 1. Dezember 1928 ab.
♦ Zellstoffabrik Waldhof. Auf Antrag sind 7 Mill. Mk. neue Stammaktien der Zell- stofsabrck Waldhof zum Handel und zur Votiz an der 2erlmet Börse zugelassen. Das Aufgeld ist nach Abzug der Unkosten mit 4 236 863 Mk. in der gesetzlichen Reserve aufgeführt. Gegenüber den bisherigen Veröffentlichungen ist neu eine italienische Beteiligung mit 1,58 Mill. Lire. Gegenwärtig werden etwa 4800 Arbeiter und 443 Beamte beschäftigt. Die Fabrikumsätze betrugen: bei der Gesellschaft 1925 : 207 994 Tonnen Zellstoff und 24 703 Tonnen Papier, 1926: 230 166 Tonnen bzw. 26 338 Tonnen. 1927: 236 303 Tonnen bzw. 27 094 Tonnen, und bei den Tvchter- gesellschnften 1925: 26 691 Tonnen Zellstoff und 53 816 Tonnen Papier, 1926: 29 614 Tonnen bzw. 55 516 Tonnen, 1927 : 32 710 Tonnen bzw. 60 559 Tonnen Der Geschäftsgang im laufenden Fahre war bei etwas gedrückten Preisen bis jetzt noch befriedigend. — Die Verwaltung beruft die a. o. Hauptversammlung, die über die im Zusammenhang mit der Beteiligung der Gesellschaft an der sinnländischen Zellstoffabrik erfolgenöe Erhöhung des Grundkapitals um 10,7 Mill. Mk. Beschluß fassen soll, auf den 10. Dezember nach Mannheim ein.
• Schuhfabrik Herz A. -G., Frankfurt a. W. Wie ergänzend zu dem Geschäftsbericht mitgeteilt wird, wurde für das Frankfurter Grundstück ein Kaufpreis erzielt, der ungefähr die in der Bilanz des Vorjahres ausgewiesenen Beträge für Grundstücke und Gebäude mit zusammen 782 000 Mark gedeckt habe. Mit diesem Desitzübergang hänge auch die Steige-- rung der Debitoren auf 1,3 (1) Mill. Mk. in der neuen Bilanz zusammen. Der in der neuen Bilanz erscheinende Betrag von 180 000 Mark für Grundstücke und Gebäude betrefte nur die Liegenschaften in Offenbach a. M. Das neu erscheinende Darlehenskonto der Aktionäre in Höhe von 401500 Mark stellt 80 Prozent Einzahlung auf die von dem neuen Großaktionär (Eugen Kaufmann, August Annathan-Leder QI.-®., Frankfurt a. M.) übernommenen 500 000 Mark Aktien dar. Die Resteinzahlung ist nunmehr erfolgt, so daß das Aktienkapital jetzt 908 500 Mk. beträgt.
Frankfurter Börse.
Frankfurt, 23. Vov. Tendenz: Freundlich. — Bei Eröffnung der heutigen Börse machte sich wieder eine gewisse Zurückhaltung bemerkbar, da die Verschärfung im Eisenkonflikt allgemein verstimmte. Die Spekulation schritt daher noch verschiedentlich zu Qlbgaben, so daß vereinzelt kleine Kursrückgänge ein- traten. Es machte sich jedoch bald, vom Farben - unb Elektromarkt ausgehend, eine freundlichere Stimmung bemerkbar, die noch durch einige günstige Momente verstärkt wurde. So gaben die festen Auslandbörsen von gestern und die etwas größere Beteiligung der Dankkund- schast am Börsengeschäft eine Anregung. Da auch das Ausland verschiedentlich größere Käufe vornahm, schritt die Spekulation aus diesem Grunde ebenfalls zu Deckungen, so daß sich das Geschäft, besonders in Spezia: werten, recht lebhaft gestaltete. Fm Vordergründe des Fnderefses standen vor allem am Chemiemarkt F.-G.-Farben mit plus 2 Proz., in denen das Geschäft zeitweise einen recht stürmischen Charakter annahm. Auch Scheideanstalt lagen wieder etwas erholt. Am Elettro- marft machte sich für Licht und Kraft bei einer Besserung von 3,5 Proz. starke Vachfrage geltend, Siemens eröffneten 1,5 Proz. fester. Auch sonst gingen bei den übrigen Werten die Kursbesgerungen bis zu 1 Proz. Vur in Gessiftel bestand Realisationsneigung mit minus 0,7 5Proz. Am Montanmarkte blieien die Umsätze minimal, und die Aufhebung der amerikanischen' An idumping- Verordnung gegen deutsches Rohei,en konnte keinen Einfluß ausüben. Cs kamen hier nur Rheinstahl mit plus 1 Proz. und Otavi mit minus 0,5 Prvz. zur ersten Votiz. Banken lagen uneinheitlich. Metallbank erneut 1,5 schwächer, Reichsbank dagegen weitere 1 Proz. erhöht. Von Dauunternehmungen konnten Hoch- und Tiefbau weiter 2 Prozent anziehen, so daß ein Kurs von 102 Prozent erreicht wurde. QIm Automarkte waren Adlerwerke weiter stark angeboten und erneut 2,75 Prozent niedriger. Daimler behauptet. Sonst waren gegenüber der gestrigen Abend- börse zumeist Kursbesserungen bid zu 1 Prozent zu verzeichnen. Deutsche Linoleum gewannen 2 Prozent, Zellstoff Waldhof gaben 2,5 Prozent nach. Deutsche Anleihen ruhig und eher etwas schwächer. Schutzgebietanleihe angeboten und etwas niedriger. Ausländer knapp behauptet. Vach
den ersten Kursen wurde das Geschäft still. Die Haltung blieb jedoch freundlich, und die anfangs bevorzugten Werte wurden weiter recht lebhaft gehandelt, bei erneuten Kursbesserungen bis zu 1 Prozent. Licht & Kraft weitere 1,5 Prozent erhöht. Tagesgeld war zu 7 Prozent weiter angespannt. Arn Devisenmarkt konnte sich die Mark weiter erholen. Man nannte Mark gegen Dollar 4.1950, gegen Pfund 20.354, gegen Paris 124.10, London — Kabel 4.8503, gegen Mailand 92.53, gegen Madrid 30.09, gegen Holland 12.08.
Bc .urer Börse.
Berlin, 23. Vov. An der heutiaen Börse konnte sich wieder eine f reundliche Tendenz durchsetzen Schon im Vorrnit t agsverkch« konnte man bei zwar geringem Geschäft eine Beruhigtere Stimmung feststellen, und an der Dörfe waren die Kurse 1 bis 2 Prozent niedriger, abgesehen von Farben. Das Geschäft an der Börse selbst bewegte sich in engen Grenzen, da bie Kundschaft fehlte und die Börse, abgesehen von einzelnen Auslandvrders für Farben, unter sich blieb. Bewegungen waren nur in Spezialwerten, bei denen günstige Vachrichten Vorlagen Allgemein beeinflußte eine Mitteilung, wonach in der nördlichen Eisenindustrie eine Vereinbarung zwischen einem Teil der Gewerkschaften und Arbeitgebern getroffen worden sind. Zum Ultimo traf die "Börse, da morgen schon erster Schiebungstag ist, rechtzeitig Vorbereitungen ES herrscht die Ansicht, daß mit Schwieägkeftett kaum zu rechnen sein wird. Lebhaft war das Geschäft in Farben, die erneut weiter anziehen konnten Montanwerke waren ruhig, obwohl die Aufhebung der amerikanischen Antidumping-Der- ordnung für deutsches "Roheisen mit Befriedigung ausgenommen wurde. Aur MaximiliansMtts und, von Farben beeinflußt, Rheinstcchl waren etwas fester. Qluch Polyphon wiesen bei größerer Kurssteigerung lebhafte Umsätze auf, auf die bereits gestern angeführte Mitteilung von einer internationalen Trustbildung in der Grammophonindustrie. 3n Kunsts eidenwerten konnten! größere Umsätze erzielt werden, bei Steigerungen bis zu 12 Prozent. Von Danken waren Reichs - bank und Mitteldeutsche Creditbank wieder fester. Am Automarkt lagen Adlerwerke 5,5 Prozent schwächer. Deutsche Anleihen und Ausländer nicht einheitlich. Der Pfandbriefmarkt war ruhig. Der Geldmarkt war unverändert. Vach den ersten! Kursen wurde es bis aus wenige Werte weiter sester. Elektrowerte, besonders Licht & Kraft, plus 3 Prozent, wieder lebhafter.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M, 23. Vov. Der Frankfurter Produktenmarkt verkehrte zum Wochenschluß bei ruhiger Tendenz, jedoch etwas freundlicherer Grundstimmung, in sehr ruhiger Haltung. Die bei den wenigen Umsätzen genannten Preise konnten sich etwa behaupten. Die Preise waren unverändert. Es wurden notiert: Weizen 23,15 bis 23,10; Roggen 22; Sommergerste für Drau- zwecke 24 bis 24,25; inL Hafer 23,50 bis 23,25; Mais (gelb) für Futterzwecke 22,25; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 33.50 bis 34; Roggemnkchl 29,25 bi-s 30; Weizeickleie 13,50 bis 13,60; Roggenkleie 13,75 Mark. Tendenz: ruhig.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 22. Nov. Nach der gestrigen Verkehrs- Unterbrechung kam das Geschäft heute nur schwer wieder in Gang. Die Lage war zunächst recht unübersichtlich. An den Auslandmärkten ist aus die vorgestrige Abschwächung gestern eine Befestigung erfolgt, und die gestrige Ermäßigung der Offerten wurde heute wieder ausgeglichen. Das Interesse für ausländisches Brotgetreide bleibt, angesichts des nur spärlichen Jnlandangebotes, auf Weizen zur nahen Lieferung beschränkt. Vom Inlands liegt zwar nur wenig Offertenmaterial vor, auf erhöhter Preisbasis ist jedoch etwas mehr Derkaufsneigung vorhanden. Nachfrage, namentlich für Rechnung der Exporteure, ist weiter im Markte, die geforderten Preise, die für Weizen und Roggen etwa eine Mark über den Dienstagpreisen liegen, sind jedoch schwer erzielbar. Arn Lieferungsmarkt liegen alle Sichten für Weizen und Roggen höher. Die Reports zeigen eine weitere Erhöhung. Mehl hat bei unveränderten Preisen nach wie vor stilles Geschäft, nur Weizen-Auszugmehle begegnen etwas besserer Nachfrage. Hafer liegt bei kleinem Angebot stetig. Gersten weiterhin reichlich offeriert und in schwierigem Geschäft. Es notierten (1000 kg): Weizen, märkischer, 211 bis 214, Dezember 227,50, März 228,50, Mai 244 (fester); Roggen, märkischer, 202 bis 205, Dezember 220 uno Geld, März 231,75 bis 232 Geld, Mai 238,50 bis 239,25 (fester): Braugerste 223 bis 240, Futtergerste 200 bis 207 (matter); Hafer, märkischer, 200 bis 208, Mai 241 (stetig); Mais, zollbegünstigter Futtermais, 218 bis 220 (fest); Raps 340 bis 350 (behauptet. (100 kg): Weizenmehl 26,25 bis 29,75 (behauptet): Roggenmehl 25,75 bis 29 (fest).
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die binter Den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuh 8 Prozent.
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