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Wirtschaft.

Oie westdeutsche Industrie zur Wirtschaftslage.

In Düsseldorf tagte eine sehr zahlreich be­suchte Torstands- und Hau)taussch^h.itzung des Vereins zur Wahrung der gemein­samen wirtschaftlichen Interessen im Rheinland und Westfalen. Einlei­tend hielt Generaldire.tor Dr. Silverberg einen Vortrag über die allgemeine Wirt­schaftslage.

In der anschließenden Aussprache betonte der Vorsitzende Paul Reusch (Oberhausen), erhoffe, daß die Industrie nicht in eine Laar hinein­komme, in der sich die Landwirtschaft bereits be­finde. Die schwere Totlage der Land­wirtschaft sei in großen Kundgebungen in deK letzten Lagen zum Ausdruck ge.onmen. Man könne die Entwicklung nur mit e r n st e r S o r g e betrachten. Die heutige Regierung stehe in zu starkem Maße unter dem Druck drr Gewerk­schaften. Es sei zu befürchten, daß die Verhält­nisse sich vorläufig nicht ändern würden. Das Unternehmertum dürfe für sich in Anspruch neh­men. daß es das Wohl der Allgemeinheit über das Wohl der Industrie stelle. Bei den Ver­tretern im Parlament und in der heutigen Re­gierungsweise vermisse man vielfach die gleiche Einstellung. Wenn der Arbeiter streike, so nenne man das Wahrung berechtigter Interessen; wenn die Industrie aussperre, so werde das als Vater­landsverrat hingestellt. Wenn ein Unternehmen in der Lage sei. den Aktionären wieder eine Dividende für die Hingabe ihres Kapitals, aus­zuschütten. so gelte das nahezu als anstößig. Man tonne solche Auffassungen nur als abwegig bezeichnen.

Generaldirektor K ö n g e t e r verwies auf die Totwendigkeit der Herauswirtschastung eines Er­trages der Werke. Alle sozialpolitischen Maß­nahmen der Regierung könnten nur dann durch­geführt werden, wenn die erforderlichen Auf­wendungen aus d-m Ertrag gezahlt werden könnten. Dieselbe Voraussetzung müsse bei der Bewilligung höherer Löhne gegeben sein. Die Selb st ko st en der deutschen In d u st r i e seien z.D. um 30 Prozent höher als die der französischen oder Helgi- schen Eisenindustrien. Die Erzeugungs­bedingungen seien in diesen Eisenländern in jeder Richtung weit günstiger als bei uns, besonders hinsichtlich der Löhne, der sozialen Aufwendun­gen. der Steuern. Zinsen usw.

Ernst Poensgen ging auf die engen, heute vielfach verkannten Zusammenhänge zwischen Wirtschafts- und Sozialpolitik ein und betonte, bis zum 1. April liefen für mehr als drei Millionen Arbeiter die Tarifverträge ab. Tach den Ankündigungen der Gewerkschaften müsse man den bevorstehenden Kämpfen mit großer Sorge gegenüberstehen. Wie sehr sich eine Lohn­erhöhung für die Industrie auswirke, ergebe sich daraus, daß allein 1 Pfennig Lohnerhöhung für diese drei Millionen Arbeiter einen Kapital­aufwand von 80 bis 100 Millionen Mark er­fordere. Dabei verlangten die Gewerkschaften heute meist Lohnerhöhungen von 10 bis 15 Pf.

Der Vorsitzende des Bergbaulichen Vereins und deS Zechenverbandes. Bergwerksdirektor Dr. Brandt, berichtete über dieLagedesBerg- baues. Hier machten die Löhne einschl eßlich der Soziallasten 2/3 der Selbstkosten aus. Die Soziol- lasten betrügen allein etwa 24 bis 27 Proz. der Bergarveiterlöhne. Der Kohlenberg- bau sei mit seiner Rationalisierung an der Grenze des Möglichen angelangt. Man habe ungeheure Kapitalien aufgewandt, und die Zinsenbelastung fei entsprechend groß. Weitere Selbstkostenermäßigung könnte nur durch negative Rationalisierung, d. h. durch Still­legung erfolgen, wodurch riesige Verluste an investiertem Kapital und eine Ausbreitung der Arbeitslosigkeit erreicht werden würde. Die Preise im unbesetzten Gebiet seien geradezu ruinös und lägen 4 bis 5 Mark unter den Selbstkosten. Beim Kohlenbergbau werde zuwenig abgeschrieben; die ausgewiesene Rente sei daher künstlich. Unter den Selbstkosten spiele aber im ^ergbau die Fracht im eigenen Vaterlande, besonders an die Küste, eine entscheidende Rolle. In der Frachtenvolitik der Reichs­bahn und in der K a n a l b a u f r a g e müsse eine stärkere Berücksichtigung der wirtschaft­lichen Erfordernisse des Bergbaues verlangt werden. Es sei ein unmöglicher Zustand, daß der Bergbau für die Fracht einer Kohle vom Ruhrgebiet nach Hamburg den gleichen Betrag aufwenden müsse, wie der Engländer für die Kohlenfracht von Cardiff nach Rio lBrasilien).

Erhöhte Quote bei der Hessischen Landeshypothe.enbank Darmstadt. Wie der LPD. erfährt, wird die bald auszu- weisende Quote der Teilungsmasse sich gegenüber der letzten am 30. Iuni 1927 ausgewiesenen Höhe wesentlich günstiger gestalten. Die Minimalquote beträgt voraussichtlich 17,80 gegen 15,67, die Ma-imalquote 19,20 gegen zuletzt 18,89. Be­kanntlich hat das Institut eine erste Teilaus­schüttung von 10 Prozent durch Liquidations- Pfandbriefe angekündigt. Auch die Quote für die Kommunalobligationen des Instituts werde mit mindestens über 10 Prozent gegen etwa 9,50 Prozent zuletzt angenommen.

FranLsurtcr Abcbör se.

Frankfurt a. M., 23. Febr. (Eigener Draht­bericht des Gießener Anzeigers:) Tendenz: etwas freundlicher. Die Börse eröffnete in etwas freundlich ererStimmung. und die Kurse konnten sich nach den Abschlägen der beiden letzten Tage meist leicht erholen. Die Spelu- lation, die verschiedentlich feere er aut halte, nahm Deckungen vor, da der Beschluß der Metall­arbeiter, am Freitag die Arbeit wieder auszu­nehmen. befriedigte, und die Stimmung etwas beruhigen konnte. Eine Anregung bot ferner die Hausse in Kun st seidewerten an der gestrigen Londoner Börse. Im allgemeinen herrschte jedoch diefeVe Geschäftsstille, wie an den Vortagen, und die Börse litt wieder stark unter dem andauernden Ordersma igel. Gegen die gestrige Abendbörse konnten sich überwiegend kleine Kurserholungen von ca. 1 Prozent durch­setzen. nur aüf einigen Spezialgebieten war die Nachfrage etwas reget. So nahmen in Frei- gabewerten die Deckungen ein grö­ßeres Ausmaß an. Tarent ich Scheide- anstalt waren verlangt und 2 Prozent 'er. Ha ag und Tordd. Llo.)d gelt an en nur 0,75 bzw. 0,5 Prozent, doch konnten die Kurse im Verlause weiter leicht anziehen. Etwas leb- bafter nmgefeht wurden ferner Zellstoff-Wald- Hof. d e 2.5 Pr zenl hohe.' er ffnct n. Aschas en- Lutger blieben Dagegen nur knapp behauptet. Am M 0 n t a n m a r k t bestand für Harpener, Mannesmann und Rheinbraun etwas Intere.se bei durchschnittlich Iprozentigen Besserungen. Elektrowert e gewannen 1 bis 2 Prozent. Gesfürel nur behauptet. I.-G.--F arben blieben vernachlässigt und nur gut behauptet. Auch Banken außerordentlich sti'l und fast unver­ändert. A u t 0 a k t i e n etwas lebhafter. Kleyer plus 1 Prozent. Daimler plus 1,5 Prozent. Deutsche Anleihen lagen still. Don aus­ländischen Renten Türken etwas gefragt. Im weiteren Verlauf kam das Geschäft f a st völlig zum Stillstand. Die Kurse bröckelten über­wiegend leicht ab. I.-G.-Farben lagen im An­gebot und waren 1,5 Prozent schwächer. Schiff­fahrtswerte blieben dagegen widerstands­fähig und güt behauptet. Am Geldmarkt stellte sich Tagesgeld auf 6 Prozent. Im De­visenverkehr notierte die Reichsmark gegen Kabel 4,1893, gegen London 20,445. London gegen Kabel 4,8790. Paris gegen London 124,02, Mai­land 92,12, Madrid 28,76.

Berlins Börse.

Berlin, 23. Febr. Im Anschluß an den Vormittagsverkehr eröffnete die Börse in etwas freundlicherer Stimmung. Der Beschluß der Metallarbeiter, am Freitag die Arbeit wieder auszunehmen, hat eine gewisse Beruhigung her- oorgerufen. Bei den ersten Kursen kam in ge­ringem Umfange Ware aus fremden Geschäften heraus, die jedoch von der Spekulation, die einzelne Deckungen vomahrn, glatt ausgenommen wurde. Eine Stütze bot der Börse auch die Be­wegung in Kunstseideaktien. Die Hausse die,er Werte in London hatte schon gestern hier zu Käufen angeregt, die sich heute weiter sortsetzten. Glanzstoff und Bemberg konnten 6 Prozent anziehen. Auch Texti'werte waren im Zusammenhang hiermit gesucht und fester. Im allgemeinen war das Geschäft nicht erheblich, doch lagen die ersten Kurse 0,5 bis 1 Prozent über Anfang. Freigabewerte un.iiheitlich, meist aber etwas fester. Lebhaftes Geschäft hatten Oberbedarf, die 2 Prozent anzogen. Dagegen Schubert & Salzer minus 4 Prozent und Feld- mühle minus 2 Prozent. Banken konnten ihre gestrigen Schlußlurse kaum behaupten. Deutsche Anleihen leicht befestigt. Ausländer still, zum Teil etwas anziehend. Pfandbriefe iwch nicht zu übersehen. Tach den ersten Kursen wurde das Geschäft, ausgehend von Glanzstoff, belebter. Allgemein ergaben sich neue Gewinne von 0,5 Prozent. Glanzstoff plus 3 Prozent, Bemberg plus 6 Prozent. DHeinstahl, Mannesmann und Polyphon plus 1 Prozent. Später wurde es wicder etwas ruhiger. Glanzstoff err.ihten wieder ihren Aufangsstand, die' übrigen Werte lagen 0,25 Prozent schwächer, doch meist noch über

Anfang. Lebhaft und fest Hamburg-Süd und Hansa, die 3 bzw. 2 Prozent höher lagen. Tordd. Lloyd plus 0,5 Prozent.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 23. Febr. Die Gesamt­marktlage war an der heutigen Börse wesent­lich freundlicher. Die Weizenpreise wie auch die Mehlpreise zogen an. Das stockende Mehlgcschäft belebt sich feit einigen Tagen etwas. Auch Kleie liegt etwas fester, obwohl der Umsatz immer noch verhältnismäßig klein ist. Für spätere Ter­mine ist Kleie wesentlich höher offeriert,, doch finden Abschlüsse nicht statt. Braugerste in guten Qualitäten ist bei höheren Preisen gesucht. Es wurden notiert: Weizen 1, gut, gesund, trocken, bis zu 1 Proz. Auswuchs, 25,25, Wei­zen 3, geringere Beschaffenheit, bis zu 23 Proz. Feuchtigkeit, 22,75 bis 23,25; Roggen 25; Som­mergerste für Brauzwecke 28 bis 31; Hafer, in- ländi cher, 24 bis 24,50; Mais (gelb) für Futter­zwecke 22,75; Mais (gelb) für andere Zwecke 23,45; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 37 bis 37,50' Roggenmehl 31 bis 36,25; Weizenkleie 14 bis 14,25; Roggenkleie 15 bis 15,25. Tendenz: Fest.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 23. Febr. Auftrieb: 49 Rinder, 893 Kälber, 206 Schafe, 644 Schweine. Kälber: Beste Mast- und Saugkälber 72 bis 76 Mk.; mittlere Mast- und Saugkälber 65 bis 71; geringe Kälber 56 bis 64. Schafe: Mast­lämmer und jüngere Masthämmel (Meidemast) 51 bis 54; mittlere Mastlämmer, ältere Mast­hämmel und gut genährte Schafe 40 bis 50; fleischiges Schafvieh 35 bis 39. Schweine: Vollsleischige Schweine von etwa 200 bis 300 Pfund Lebendgewicht 55 bis 56; von etwa 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 53 bis 55; flei­schige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 52 bis 54 Mk.

Kirche und Schule.

Oekanaiskonferenz in Gießen.

hr. Am Dienstagnachmittag trafen sich die Geistlichen des Dekanates Gießen fast vollzählig zu einer Konferenz, die unter Leitung von Dekan Gußmann, Kirchberg, stand und bei der auch der Superintendent, Oberkirchenrat Wagner zugegen sein konnte. Den Beginn machten einige geschäftliche Erledigungen: zum Tachsolger des Leiters des Dekana.ts- Erziehungsvereins, bislang Pfarrer Wahl, Lang-Göns, wurde Pfarrer Bön­ning, Rödgen, gewählt. Eine eingehende Aus­sprache erfolgte über die Erfahrungen im Kon- sirmanden-Unterricht, zumal in seiner Beziehung zum Religionsunterricht tfe: Schule. Das Haupt­referat erstattete Pfarrer Schultheis, Grohen- Linden; er sprach in einem großangeleglen, fünf» viertelstündigen Vortrag an Hand der statisti­schen Au nahmen von Füllkrug überSelbstmord und Lebensmü'e". Das Material war eingehend gesichtet nach Stand und Beruf, Personenstand, Konfession der Selbstmörder, Art des Selbst­mordes bei Männern und Frauen, Schülerselbst­morde usw. und gipfelte in einer Beurteilung des ganzen Frac-enlomple>es, die deutlich werden ließ, daß es meist völlig entwurzelte, irreligiöse Menschen sind, die zu diesem Mittel greifen, und welch große Verantwortung und Pflicht der kirchlichen Gemeinde sollen Lebensmüden gegen­über obliegt. Die Aussprache über den Vortrag war um deswillen bedeutsam, als zwei Nicht- theologen, die als Gäste geladen waren, das Wort ergri fen. Zunächst ging Medizinalrat Dr. Walger, Gießen, auf einge.ne Fragen ein und beleuchtete sie vom Standpunkt der modernen Psychoanalyse aus, vor deren gewaltigen Aus­wüchsen und ungesunden Extremen, die alle Schäften aus erotische Derdrängungslomp'.exe zu­rück,ühren wollen, er besonders warnte. Dem konnte auch der Heilpädagoge, Dr. Iohamics Reumann, Gießen, zustimmen, der vom Stand­punkt des Individualpfychologen zu den Fragen Stellung nahm und mit seinen Ausführungen bei allen Te'lnebmern auf regstes Intere.se stieß. Wegen ter ro:g: chrit e.ten -Seit mußte die Kon­ferenz danach geichlossen werden.

*

)( Stockheim, 21. <Febr. Gestern nachmittag fand unter dem Vorsitz von Dekan Schäfer (Büdingen) und in Anwesenheit des Super­intendenten Oberhessens, Oberkirchenrat Wag­ner (Gießen), eine Dekanat/skonferenz der evangelischen Geistlichen unseres Defanats statt. Im Mittelpunkt der Verhandlungen stand ein ausgezeichnetes Referat von Pfarrer Bock (Obermockstadt) überModerne Seiten". Der Redner behandele vor allen Dingen die Ir- vingianer, Darbhsten. Adventisten und die sog. ernsten Bibelforscher". Eine sehr rege Aussprache

schloß sich an. Den übrigen Teil der Konferenz füllten wichtige geschäftliche Verhandlungen. Die Dekanatsbibliothek soll in Büdingen ihre Aus­stellung finden, um dadurch den Geistlichen eine leichtere Benutzung zu ermöglichen. Das D e - kanatsmifsionsfest wird am 7. März in ©lauberg stattsinden. Die Festpredigt hat Pfarrer Schäfer (Bad-Tauheim) übernommen.

Amtsgericht Gießen.

* Gießen, 21. Febr. Ein Landwirt und Echweiiiehändler in L. hatte den Angeklagten E.. der damals in R. wohnte, beim Verladen und Verkauf von Ferkeln zugezogen und ihm schließ­lich 14 Ferkel mit nach R. gegeben, wo fie der Angeklagte für Rechnung des Schweine­händlers verkaufen und das Geld abliefern sollte. Der Angeklagte verlauste auch neun Ferkel, nahm das Geld ein, verbrauchte aber 190 Mk. davon für sich. Er hatte sich wegen Unterschla- ?;ung zu verantworten. In der Hauptverhand. ung tarn er mit dem in solchen Fällen üblichen Einwand, er habe Gegenforderungen gehabt uni sich deshalb für berechtigt gehalten, das Geld nicht auszuzahlen. Zwar wurden dem Ange­klagten Gegenforderungen zugute gehalten und bei günstigster Berechnung auf etwa 70 Mk. ge­schätzt. Wenigstens war dem Angeklagten nicht zu widerlegen, daß er Gegenforderungen in dieser Höhe für gerechtfertigt hielt. Die Zurückbehaltung und den Verbrauch des Restes konnte der An­geklagte jedoch nicht rechtfertigen. Wegen Unter- schlagung wurde er zu einer Geldstrafe von 7 5 Mark,, eventuell zu 15 Tagen Gefängnis verurteilt. Strafmildernd kam seine seitherige Unbestraftheit in Betracht.

Ein Student hatte nachts Polizeiwacht- meister durch einen Zuruf beleidigt. Er nahm die Beleidigung in der Hauptverhandlung zurück, zahlte 2 0 Marl Buhe und die Kosten. Die Beleidigten stellten daraufhin die Rücknahme ihres Strasantrages in Aussicht.

Wegen Widerstands sollte gegen zwei junge Leute verhandelt werden. Der eine war nicht erschienen. Ein Polizeiwachtmeifter, der beauftragt war, das Nähere festzustellen, traf den Angeklagten im Bette liegend in dessen Wohnung an. Der Angeklagte will in der Dacht zuvor von Fastnachtsmontag auf Dienstag in einem Cafe enran.t seine Die Hauptverhandlung wurde auf 43 Stunden ausgesetzt und dem aus- gebliebenen Angeklagten aufgegeben, ein ärzt­liches Zeugnis vorzulegen, bei Meldung einer Verhaftung.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

H. W. i. O. Der Handwerker, der eine Repara­tur an einem Gegenstände ausführt, hastet für den Schaden, den er gelegentlich der Ausführung der Arbeit dem Gegenstände zufügt. Den Nach­weis hinsichtlich der Art und der Höhe des Schadens hat im Falle, daß es zu einer Klage kommt, der Eigentümer zu führen.

w. L. in Gießen. Zu 1 Ihrer Frage: Auskunft erhalten Sie bei jedem Truppenkommando; z. B. in Gießen beim Kommando des hiesigen Bataillons. Falls Sie die Anmeldung vornehmen wollen, müs­sen Sie sich an den Kommandeur eines Regiments wenden, z. B. an den Kommandeur des Infanterie- Regiments 15 in Kassel. Zu 2: In dieser Siche wenden Sie sich zwecks Beratung am besten an den Leiter der Schule, die der Junge zur Zeit besucht. Dort erhalten Sie sicherlich alle gewünschten Aus­künfte.

Schuhpolizei. Ihre Meldung ist zu richten an die Verwaltung der Schutzpolizei beim Ministerium des Innern in Darmstadt. Sämtliche Zeugnisse (Schul­zeugnis, Leumundszeugnis und Zeugnis von der letzten Arbeitsstelle) sind beizufügen. Näheres wer­den Sie von der obengenannten Stelle erfahren.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keiner'-" V^a" Wartung.)

Line Klage aus der hammslraße.

Der Fußsteig in der Ha mm st raße am Bahndamm entlang ist in einer Verfassung, daß er bei nasser Witterung von Fußgängern nicht postiert werden kann. Auch auf der gegenüberliegenden Straßenseite ist leider kein Bürgersteig. Infolge' dessen ist der Fußgänger gezwungen, vom Neu­städter Tor an bis in die Höhe der Gastwirtschaft von Sieck inmitten der Fahrbahn zu wandeln. Daß dies nicht zu den Annehmlichkeiten gehört, bedarf wohl weiter keiner Begründung. Es wäre an her Zeit, daß hier eine durchgreifende Besserung norge- nommen wird.

Mehrere Anwohner der Hamm st raße.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

_______ Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höbe der zuletzt beschloßenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8 Prozent. ______

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168.70 1,794 58,38

111,63 112,34 112,54 10,558 22,22

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I >ltlD

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. . .

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4.;

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