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Aus der Provinzlalbauptstadt

Gießen, den 22. Dezember 1928.

Die letzten Blätter.

Wenn jetzt die Hand am Morgen ein Kalender- blati herunterzteht. zögert sie vielleicht etwas. _ iln» willkürlich ftodt sic im au'aisen: Di: letzten Bläser! Dur einige wenige noch, und ein Jahr ist voll­endet. ein neues beginnt Ein ganzes langes Jahr ist wieder vorüber, in das man eine Fülle von Hoffnungen und Erwartungen, vielleicht auch Befürchtungen gelegt hat. 3m Gleichschritt ging ein Tag um den andern, und jeder brachte seine Gabe. 5er eine viel, der andere wenig, nach un­serem eigenen Matz gemessen, und alles ist ver­klungen und versunken. Mit dem einen Blätt­chen, das zu Boden flatterte, kam jubelnde Freude zu uns gefloßen, mit dem andern schleppte sich Leid daher, eine Sorge, Und wieder ein anderes bedeutete einen grauen, trostlosen Tag, in dem älnfreude war und Gleichgültigkeit.

Man steht ein wenig versonnen vor den letzten Blättern, schaut zurück und denkt ins Äcue hinein. Die Prüfung d s Vergangenen macht nicht immer froh. Da ist manch? Versäumnis, manche un erkf urg, ma> ch r Jehier und manche fal che Rechnung.Ja sind kleine Erfolge und große Died-rlag n. stille Ständen sch ner Freuden und laut? Fest.ichkciten. die keinen guten K ang halten. Vor allem aber sind die Stunden der Qlrbcit darin, di? gleicharmigen, die dahineinnen wie die immer gleichförmige Welle im Bach. Und jede brachte ihr Teil, aber keine hob sich be- sondrrs hervor. De g? d tr Stunden? Drin, Sie war.n doch auch erfüllt von der Freude des SchaifcnS und g? krönt von Er o g. 3 d? bedeute e eine Stufe, auch wenn sie noch so klein war. zum Ersolg. jede eine Erhöhung und jede ein Werk, aus das man im Grunde stolz zu sein ein Anrecht hat, denn sie hat etwa- g? chasfen, was vorher nicht da war. Gerade diese Stunden der Drocit stcl.en uns am höchsten: Unsere K.aft, unser Geist schufen bewußt ein Werk^ das nur entstehen konnte, weil wir es entstehen lassen wolsten. Wit Stolz kann uns ein sotch?r Gedanke ersül en, daß wir Machthabcr sind ü er die toten Stoffe, sie zu einem Leben erwecken können, das zweckvoll ist oder der Schönheit dient, sie aber auch zerstören können zu einer formlosen Masse. Lind mag das Werk unserer Hand auch noch so gering sein, es bedarf doch unser, ohne unS wird es nicht.

Dur noch wenige Blätter! Diel ist nicht mehr von ihnen abzulesen, und die Tage, die sie be­deuten, werden nicht mehr viel aufnehmen. Was wir versäumt haben, können wir nicht zurückholen, und jeder Tag ist ein Gesäß, das nur einen gewissen 3nhalt bergen kann. Aber gerade wenn wir vor Len letzten Blättern stehen, kann in unÄ der Entschluß reifen: Wenn der Block wieder voll ist, wenn sich ein neuer Kreislauf erschließt, dann soll jedes Blatt voll deS wertvollsten 3n- halts werden. Der Tag soll leuchten und klingen, und selbst, wenn er uns etwas zufügt, das schmerzt, wenn wir es nicht ändern können, so wollen wir es wenigstens gelassen tragen und trachten, auch aus ihm zu gewinnen, oder zu lernen. Jedes dieser Blättchen soll unserer Er­höhung dienen! Sin großer Entschluß. Wir wer­den wohl oft wankelmütig werden. Aber was tut's? Wenn wir nur immer das Ziel vor uns sehen. S.

Obermeister Ernst Ludwig Sack t-

Gestern verstarb nach längerem Kranksein, aber doch unerwartet, der Obermeister der Fleischer- Innung zu Gießen, Ernst Ludwig Sack. Der Heimgegangene entstammt einem alten Metzger- qeschlechte und war der anerkannte und populäre Führer der Innung. Mehr als zwei Jahrzehnte hat er mit großem Geschick und ebenso großem Er­folge die Geschäfte der Innung geleitet; er war nicht nur ein Führer in der schweren Zeit des Zu­sammenbruches und des Wiederaufbaues der deutschen Wirtschaft, sondern darüber hinaus alle Zeit seinen Berufsgenossen ein lieber Kollege, ein hilfsbereiter Freund und Berater, der unter Zurückstellung jedes eigenen Interesses stets der Allgemeinheit diente. Neben zahlreichen Erfahrungen in allen Dingen des praktischen Lebens hatte er einen weiten Blick für die Zukunft, und gerade diese besondere Fähigkeit

hatte ihm persönliches Zutrauen und Hochachtung weit über seinen Berusskreis hinaus verschafft. Dem Bezirksverein der Metzger-Organisation ..Beide Hessen.Nassau" gehörte er viele Jahre als Vor­standsmitglied an. Kein Opfer der Arbeitskraft und Zeit war ihm zu groß. Wer sich fein Bild ver­gegenwärtigen will, das Bild eines charaktervollen Handwerlers, eines freudigen Arbeiters, eines be­scheidenen Menschen und eines humorvollen Ge­sellschafters muß iw einige Jahre zurückgehen, als der Schatten der Krankheit seinen Lebensweg noch nicht verdunkelte. Die Metzger-Innung Gießen hat nicht nur ihren langjährigen Führer verloren, son­dern auch eines ihrer tüchtigsten Mitglieder, das immer befreiend, helfend und beruhigend wirkte, und dem die Sympathien nicht allein der Kollegen, sondern des ganzen Handwerkerstandes ungeteilt entgegenschlugen. Der Name Ernst Ludwig Sack ist unverlöjchbar verknüpft mit der Geschichte der Innung Gießen. Sein langjähriges Wirken bleibt ein kostbares, beispielgebendes Vermächtnis, und fein Andenken wird stets in hohen Ehren fori» leben.

Weihnach en und Tierschutz.

Vom Tierschuhverein für Hessen wird uns ge­schrieben: .. .

Wiederum naht das deutscheste, das sinnigste und innigste aller Feste, das Fest der Liebe und der Bescherung! Weihnachten!

Bei seinem Kommen sollte die Menschheit und besonders die Christenheit sich stets daran erinnern, daß mit diesem Feste für sie der Him­mel erschlossen und Gottes Dähe und Hilfe in dem Weltheilanü sich ihnen von neuem offen­barte.

Diemals und zu keinen Zeiten wird sich- die Menschheit diesem wunderbaren Leuchten der Weihnachtssonne, dieser stillen und doch so mäch­tigen Gewalt, entziehen können sie hätte es sonst schon längst get~n, wir fühlen seinen Sauber und lassen uns in seinen Bann schlagen, wir fühlen uns versetzt in die Märchenwelt der seligen, längst verlorenen Kinderzeit, und wer mit verhärteter, kalter Seele dieses heilige Erleb­nis begeht, ist unter den Armen unserer Zeit der Aermste, ist weltenweit entfernt von Gott, dem Gütigen.

Drum möge jedem in der Unrast der Arbeit und der Sorge ein warmer Strahl dieses wun­derbaren Leuchtens in die müde Seele fallen, möge chn aufwecken, seiner Pflichten ge­gen Mensch und Tier eingedenk zu werden, ilnb wer sich erwärmt für die Dot und das Leid seines Menschenbruders, der kann und wird auch nicht an dem tausendfachen Leid des Tieres achtlos und herzlos vorübergehen, der wird Veranlassung nehmen an dem Feste der Liebe und der Gabe.., zum Schuh aller Be­drängten, Gequälten, Wehr- und Schutzlosen ob Mensch oder Tier sich einzusetzen und 2ll>- hilse zu schaffen nach dem Worte:Geben ist seliger denn Dehnten!"

Welch schöner und sinnreicher Brauch ist es doch z. B., der heute noch in manch ländlicher Gegend, hauptsächlich unter nordischen Völkern, herrscht, die Haustiere am Feste der Liebe eben­falls zu beschenken, ein Brauch, der übrigens so nahe liegt im Gedenken daran, daß der Heiland unter Tieren im Stalle das Licht der Welt er­blickte, das) also Tiere berufen waren, ihm die erste Huldigung darzubringen. Darum sollte man gerade an diesem Geburtstagsfeste warm der Tiere gedenken und s i ch ihrer Dot annehmen, damit die tausendfachen Klagen verstummen und Friede werde zwischen Mensch und Tier!

Taten für Sonntag, 23. Dezember.

1597: der Dichter Martin Opitz in Bunzlau ge­boren (aeftorben 1639); 1827: der österreichische Admiral Wilhelm von Tegetthoff in Marburg an der Drau geboren (gestorben 1871).

Daten für Montag, 24. Dezember.

1475: der Satiriker Thomas Murner in Ober­rohnheim im Elsaß geboren (gestorben 1537); 1524: der portugiesische Seefahrer Vasco de Gama auf der Fahrt nach Kotschin gestorben (geboren um 1469); 1868: der Schachmeister Emanuel Lasker in Berlinchen geboren.

Wochrnurarktpreise.

Cs kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 210 bis 220, Matte 30 bis 35, Wirsing

15 biS 20, Weißkraut 10 biS 15, Rotkraut 20 I bis 25, gelbe Rüben 15 bis 20, rote Rüben 15 | bis 20, Spinat 25 bis 35, Unter-Kohlrabi 8 bis 10, Grüniohl 20 bis 25, Rosenkohl 40 bis 60, Feldsalat 100 biS 120, Tomaten 80 bis 90, Zwiebeln 15 bis 20, Meerrettich 50 bis 150. Schwarzwurzeln 50 bis 60, Kartoffeln 5, Aepsel 20 bis 40, Birnen 10 bis 30. Dörrobst 35 bis 40. Düsse 60 bis 80. Hvnig 40 bis 50, junge Hähne 100 bis 110, Suppenhühner 100 bis 120, Gänse 100 bis 120 Pf. das Pfund; Wirsing 10 bis 12. Weißkraut 6 bis 7, Rotkraut 12 bis 15, Aepfel 20 bis 35, Dirnen 10 bis 20, Karlos ein 3.80 bis 4L0 Mark der Zentner; Käse (10 Stück) 60 bis 140 Pf.; Eier 17 bis 18. Blumenkohl 60 bis 120. Endivien 15 bis 25; Lauch 10 bis 15, Rettich 10 bis 20, Sellerie 10 bis 50 Pf. das Stück.

Bornotizen.

Tageskalender f ü r Samstag. Ge­werbeverein Gießen: 92. Stiftungsfest, im Cafe Leib, 8 Uljr. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Die Leibeigenen". Astoria-Lichtspiele:Wa- ciste und die 3avanerin".

Tageskalender für Sonntag. Stadttheater:Pinkepunk", 15 bis 17.30 Uhr; Perlenlomödie", 18.30 bis 20.15 Uhr. Man» dolinen-VereinDeapolita": Weihnachtsfeier im Katholischen Vereinshaus. 8 Uhr. Gesang­verein ..Concordia": Weihnachtsfeier imFrank­furter Hof". 7 Uhr. Lichtspielhaus. Bahnhof­straße:Die Leibeigenen". Astoria-Lichtspiele: Ma.iste und die Javanerin".

Stadttheater Gießen. Aus dem Stadt- theaterbureau wird uns geschrieben: Sonntag, 23. Dezember, findet zu ermäßigten Preisen als Fremdenvo.stellungPerlenkomödie" von Bruno Frank statt. Als Dachmittagsvorstellung wird das phantast.sche WeihnachtsmärchenPinke- punk" von Fritz Peter Buch aufgeführt, das bet der Kinderwelt einen so großen Erfolg gehabt hat. Die 3ntendanz des Stadttheaters hat sich dazu entschlossen, die Gedenkfeier zu Tolstois 100. Geburtstag am ersten Weihnachtsfeiertag mit der ErstaufführungUnd das Licht scheinet in der Finsternis" zu begehen. Für den zweiten Feiertag ist ein Gastspiel des Denen Operetten­theaters Frankfurt mit der hier erfolgreichsten Operette dieses EnsemblesLiebe und Trom­petenblasen" vorgesehen. Es wird ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß die Vorstellung 19.15 Uhr beginnt. Für die Kinder wird am Dachmittag das WeihnachtsmärchenPinke- punk" gegeben. Beginn 14Vz Uhr.

Kauft am Heiligenabend beizei­ten! ErfahrungZg.rnäß werden am Heiligen­abend immer noch in erheblichem Maße Weih­nachtseinkäufe besorgt. Das kaufende Publikum sollte sich dabei aber vergegenwärtt ^en, daß es auch den Geschäftsinhabern und deren Angestell­ten Rücksicht schuldig i t. Wer selbst Wert darauf (egt, den Christabend in schöner Festesstimmung, nicht abgehetzt vo.n Alltagswerk, zu begehen, der sollte das gleiche auch der Geschäftswelt und deren Angestellten zubilligen. Daraus ergibt sich die Dotwendigkeit, etwaige Einkäufe am Heiligen­abend nicht erst zwischen 4 und 6 oder 7 Uhr rr erledigen, so.rd?rn die Besorgungen bis pätestens 4 oder 5 Uhr zu beenden, damit auch die Geschäftsinhaber und die Ange­stellten den Christabend in rechter Feststimmung begehen können.

* Der Postdienst z u Weihnachten. Am Montag, 24. Dezember, sind die Schalter d?S Postamtes von 8 bis 12 und von 14 bis 16 Uhr wie Werktags geöffnet; ab 16 Uhr ist Sonntagsdienst. Die Briefkastenleerung er­folgt wie Werktags, die beiden letzten Leerungen fallen aus. Dir Ortdbrie,juftetlung, dir Orts- geldzustellung, die Bestellung der Pakete und der Landpvstdienst erfolgen wie Werktags. Am Dienstag, 25. D ezember, ist Schalter­dienst wir Sonntags. Außergewöhnliche Brief­kastenleerungen sind von 6.15 Uhr bis 7.30 Uhr, die Leerung von 8.30 bis 9.45 Uhr fällt weg. Dachmittags werden die Briefkästen wie Sonn­tags geleert; Ortsbriefzuftellung wie Sonntags, Ortsgeldzustellung fällt aus; vormittags findet eine Ortspaketzustellung statt, ferner eine Dries- und Paketzustellung nach allen Landorten. Am Mittw och, 26. Dezember, ist Schalter­dienst wie Sonntags, ebenso die Driefkasten-

Temmg. Der übrige Pestdienst fällt an diesem Tage aus.

,r Geplanter Umbau deS Post­amtes 1. Wie wir hören, wird ein Um­bau dcS Postamtsgebäudes in der Bahnhof­straße grplrnt. Die bauliche Veränderung feil der Schaffung erweiterter Detriebsräume und der Vcrttg?ng d?r Paketannahmeste le von der Stra­ßenseite weg nach einer Setten- oder der Hof- sront dienen. Der Umbau kann aber erst in An- gri.f genommen werden, wenn das Telegraphen­amt, das jetzt noch mit einem Teile seiner BureauS in dem Postamt,g buud? untergebracht ist, seins Dienst stet en sämt.ich in das neue Te e- graphengebäude im Hofe des Postamtsgrund­stückes verlegt hat. Voraussichtlich wird mit den Umbauaröeiten im kommenden Sommer begonnen werden. Weite Kreise der.ge.'chaft werden es besonders begrüßen, daß durch diese bauliche Veränderung die Pakelannahmestelle an einen Ort verlegt wird, bei dem nicht die Gefahren des Straßenverkehrs, wie gegenwärtig, in Er­scheinung treten können.

Arbeiterrückfahrkarten wäh­rend der Feiertage. Arbeiterrückfahrkar­ten, die am Samstag oder Montag gelöst werden, gelten auch über Montag, 24. Dezember, hinaus

is 27. Dezember.

** Oderhefsischer Kun st verein. Die WcihnachtsausstcllungKünstlerhilfe 1928" ist mor­gen, Sonntag, 23. November, von 11 bis 1 Uhr vor­mittags und 3 bis 6 Uhr nachmittags zum letztenmal geöffnet. Die Lotteriegewinne können während dieser Zeiten, dann aber erst wieder am 27., 28., 29. Dezember, von vormittags 9 Uhr an, gegen Aus händigung der Lose in Empfang genommen werden. Am 24., 25., 26. Dezember ist der Ausstellungsraum geschlossen.

Sie Museen sind morgen Sonntag, 23. Dezember, geschlossen.

** Sonntagsdienst auf dem Polizei- amt. Das Polizeiamt teilt mit, daß am Montag, 24., und Montag, 31. d. M., Sonntagsdienst statt - findet. Dringende Angelegenheiten können, wie sonst an Sonntagen üblich, in der Zeit von 11 bis 12 Uhr auf dem Polizeiamt Weidengasse 5, Ihre Erledigung finden.

** Wintersport auf dem Schiffen- b e r g. 3m heutigen Anzeigenteil gibt der Päch­ter des Schiffenbergs bekannt, daß dort oben eine Rodel- und Skibahn eingerichtet ist. Diese Win- tersportgelegenbeit in nächster Dähe der Stadt dürste sicherlich zahlreiche Freunde finden.

* Zwei jugendliche Ausreißerin­nen. 3n Chemnitz wurden zwei junge Mädchen von hier, di? i)re elterlichen Wohnungen heimlich verlassen hatten, mittellos aufgegnjfen. Auf Grund von Ausschreiben der Krimi laldolizei Bo­chum und der Polizeivervaltung Rückingen wur­den hier die Arbeiter Herbert 3ohn und An­dreas Lach in Schutzhaft genommen. Beide waren als vermißt gemeldet.

Aufgeklärter Ginbruchsdieb- st ahl. Der Polizeibericht meldet: Auf Ersuchen der hiesigen Kriminalpolizei wurden bei einem in Daumburg a. d. Saale festgenommenen Woh- nungseinbrecher Erhebungen über einen am 15. Dovembcr hier in der Bahnhofstraße bei einem Metzger und Wirt verübten Einbruch angestellt, die zum Erfolg führten. Der Geschä­digte und seine Angehörigen haben den Täter, dessen Lichtbild übersandt wurde, erkannt.

* Autobrand. Gestern nachmittag gegen Va4 Ahr geriet auf dem Hofe der Autoreparatur­werkstatt Letsch in der Krofdorf er Straße ein Personenauto aus bis jetzt noch unbekannter Ur- fache in Brand. Der Kraftwagen erlitt in seinem Vorderteil am Motor einigen Schaden. Die rasch herbeigeeilte Feuerwache brauchte nicht mehr in Tätigkeit zu treten, da die Flammen von dem Personal der Firma bereits erstickt worden waren.

Berliner Börse.

Berlin, 22. Dez. (WTB. Funkspruch.) Der Vormittagsverkehr des heutigen letzten Börsen­tages vor dem Fest ist natürlich sehr ruhig. Die Tendenz ist aber bis jetzt etwas freundlicher, da Deuhvrk gestern eine feste Haltung gezeigt hatte. 3nteresse besteht für Svenska. Siemens und Schuckert liegen bis jetzt noch vollkommen ruhig, die Dividende hat den Erwartungen der Börse entsprochen. Kurse sind nur zu hören 3. G. Far­ben 267 und Svenska 500 Geld.

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