Nach Erledigung mehrerer geschäftlicher und organi- satorischer Fragen, sowie einer regen Ansprache über die Erfahrungen im letzten Jahre, schloß der Vorsitzende die Versammlung mit dem Wunsche, daß der Kleinkaliber-Schießsport sich im kommenden Jahre noch weiter verbreiten möge.
Auf dem schönen Schießstand in der Knutzbach fand die Austragung der Landesmeisterschaften statt. Nachdem bereits in allen Kreisen und Bezirken die Meisterschaften ausgeschossen waren, traf sich die von etwa 650 Vereinen des Verbandes ausgewählte Spitze in Marburg, um im sportlichen Wettstreit die Landesmeisterschaften auszutragen. Im M a n n - schaftsschießen Klasse 1 errang die Landesmeisterschaft der Verein Gemünden-Horrido (Kreis Frankenberg) mit 686 Ringen. Es folgten dann der Reihenfolge nach Wabern, Schlierbach (Kreis Gelnhausen), Landenhausen (Kreis Lauterbach), Kassel-Horrido, Oben ula (Kreis Ziegenhain), Straß- ebersbach, Arolsen, Zierenberg, Hann.-Münden. — Klasse 2 (jüngere Schützen): Landesmeisterschaft mit 620 Ringen: Verein Wilhelmshöhe; es folgten Homberg (Bezirk Kassel), Kestrich, Hofgeismar, Bergen (Kreis Hanau), Strebendorf (Kreis Alsfeld). — Im Einzelschießen Klasse 1 wurde mit 146 Ringen Landesmeister Nolte (Schlierbach), der somit das vom Reichspräsidenten gestiftete eigene Bild mit persönlicher Unterschrift und Widmung errang. Es folgten Hotz (Oberaula) mit ebenfalls 146 Ringen und Herrberg (Viermünden, Kreis Frankenberg) mit 145 Ringen. In Klaffe 2 wurde D i ck h a u t (Borken) Landesmeister mit 139 Ringen; es folgten Knoth (Tann, Kreis Hersfeld) mit 138 und Bode (Homberg) mit 136 Ringen.
Wirtschaft.
Ungeklärte Geldmarktentwicklung.
Die Erleichterung am Geldmärkte, die in den letzten Wochen festzustellen war, hat in der vergangenen Woche eine ilnterfrredjung erfahren. Zum Medio war am offenen Geldmärkte, besonders am Tagesgeldmarkte, eine Versteifung eingetreten, da sich der Ginkornmen-- steuertermin, an dem immerhin Zahlungen von etwa 350 Millionen Mk. zu bewirken waren, erst bei Vorzeigung der Schecks bei den Banken bemerkbar machte. 3m üßpigen scheinen sich aus dem erstmaligen Wegfall der Medioligui- dation für den Geldmarkt keine Folgen ergeben zu haben. Bereits der Donnerstag der letzten Woche brachte jedoch einen gewissen Tendenzumschwung mit Anzeichen einer sich anbahnenden Erleichterung. Da die Weiterleitung der Steuergelder durch das Reich an die Länder bereits stattgefunden haben soll, dürften diese Gelder jetzt ihren Rückfluß zum Markte finden, älnd dann stand der Reichsbankausweis vom 15. Oktober, der eine Entlastung brachte, wie sie günstiger in der Mitte eines Monats kaum jemals wahrend der letzten Zeit zu verzeichnen war, ganz im Zeichen der Gelderleichterung. Die gesamten Kapitalanlagen der Reichsbank in Wechseln, Schecks, Lombards und Effekten haben um 241 Millionen auf 2218 Mill. Mk. abgenommen. Insgesamt belauft sich in den ersten beiden Oktoberwochen die eingetretene Entlastung der Kapitalanlagen auf 514 Mill. Mk., so daß über 3/4 der zum Quartalstermin eingetretenen Anspannung bereits wieder ausgeglichen ist. Immerhin spiegelt sich die Versteifung in der Zunahme der Lombardierungen um 55,7 Mill. Mk. auf 140,9 Mill. Mk. wider, während die Wechsel- imd Scheckbestände um die beträchtliche Summe von 283,5 Mill, auf 2062,3 Mill. Mk. abnahmen. Auch der Rotenumlauf zeigt einen sehr bedeutenden Rückgang um rund 300 Mill. Mark auf 4815 Mill. Mk., der in Höhe von rund 95 Mill. Mk. durch das entsprechende Anwachsen des Girokontos infolge der Einzahlungen der Steuerbehörden aus den Eingängen der Vorauszahlungen auf die Einkommensteuer bedingt ist. Die Goldbestände der Reichsbank haben wieder um 21,5 Mill. Mk. (Gold russischer Herkunft) auf 2509 Mill. Mk. zugenommen. Die Rotwendigkeit, die bei der Reichsbank aufgenommenen Lombards zurückzuzahlen, dürfte mit die Haupturfache für die Geldanspannung der letzten Tage gewesen sein. Auch liegt nahe, eine Ursache der Geldversteifung in dem Rückfluß kurzfristiger Auslandguthaben zu suchen, woraus die Bewegung des Reichsmarkkurses schließen läßt.
Die zukünftige Entwicklung des Geldmarktes ist ungewiß. Es beginnen zwar am Geldmarkt erst in der jüngsten Zeit gewisse Anzeichen, wie die Minderbeanspruchung der Reichsbank durch die Wirtschaft, sich zu entwickeln, die im Sinne eines allmählichen Rachlassens des Kreditbedarfs als Folge des Abflauens der Konjunktur gedeutet werden mögen. Alles in allem bleibt jedoch die weitere Geldmarktentwicklung ungeklärt, da
nicht zu übersehen ist, ob und wie weit aus einem verstärkten Tempo der inländischen Konjunitur- abschwüchung, oder aber aus der Gestaltung der internationalen Geldmärkte Erleichterungen zu erwarten sind.
Am Tagesgeldmarkt zogen die Zinssätze auf 6'/2— 81/? Prozent p. a. an. Privatdiskonten notierten bei kleinen Umsätzen mit 65/8 Prozent. Auch Monatsgeld ist steifer geworden und kostet unverändert 8—9 Prozent. Viel gefragt ist auch Dreimonatsgeld über den Iahresultimo, für das auch 9V2 Prozent geboten wird.
Oie Weli-Elektro-Gründung.
Die grundsätzlich bereits bekannte Gründung des Elektrotrusts in Brüssel unter maßgebender Führung der belgischen Sosinagruppe und Beteiligung zahlreicher anderer Gesellschaften, sowie eines Konsortiums, das sich aus den prominentesten internationalen Danken zusammen- setzt, ist jetzt erfolgt. Der Rame der Firma lautet „Trust Financier des Transports et d'En- tveprises Industrielles". Das Aktienkapital ist verhältnismäßig klein, es beträgt 100 Millionen belgische Franks. Die Interessen des Trusts erstrecken sich nicht nur auf die europäischen Staaten, sondern auch auf Südamerika und zum Teil auf Nordamerika. Die Gründung.ist für die deutsche Industrie von hervorragender Bedeutung, besonders für die beiden Grohkonzerne Siemens und A.E.G. Als europäische Haupt- beteiligte von der elektroindustriellen Seite her sind Sosina, Gesfürel und Chade zu nennen, deren Beziehungen schon seit langer Zeit bestehen und in den letzten Jahren noch enger geworden sind. Die Namen der deutschen Mit- gründer sind: Berliner Handelsgesellschaft, S. Bleichröder, Comes & Co., Danatbank, Deutsche Bank, Disconto-Gesellschaft, Dresdner Bank, A. Schaffhausenscher Bankverein und M. M. Marburg & Co. 2m zwanzigköpsigen Aufsichtsrat ist nur ein deutscher Vertreter, Generaldirektor Oliven der Gesfürel, Berlin. Die Mehrzahl der Aufsichtsratsmitglieder, nämlich 12 Herren, sind Belgier. Das verhältnismäßig kleine Aktienkapital läßt darauf schließen, daß das Unternehmen nur als eine Vorgründung anzusehen ist, daß die eigentlichen Transaktionen von Bedeutung in der internationalen Elektroindustrie noch bevorstehen, bzw. Gegenstand von in ihren Grundzügen bereits feststehenden Verhandlungen sind.
* Sie amtliche Großhandelsindexziffer. Die auf den Stichtag des 17. Oktober berechnete Großhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamts ist mit 140,4 gegenüber der Vorwoche (140,5) leicht zurückgegangen. Von den Hauptgruppen hat die Indexziffer für Agrarstoffe auf 135,2 (135,3), die Indexziffer für Kolonialwaren auf 132,6 (133,1) nachgegeben. Die Indexziffer für industrielle Rohstoffe und Halbwaren stellte sich auf 133,4 (133,5), während die Indexziffer für industrielle Fertigwaren unverändert auf 160,0 lag.
* Die Auseiandersetzung Bürbach- Wintershall. Die Vorgänge am Markt der Kaliwerte finden mit dem Kuxentausch Durbach- Wintershall ihre Erklärung. Beide Konzerne haben die gewünschte Bewegungsfreiheit wiedererlangt. Wie in dem Wochenbericht der Gebr. Dammann Dank ausgeführt wird, bedeutet die jetzige Lösung einen bedeutenden materiellen Erfolg für den Durbach-Konzern und im besonderen für die Krügershall A.-G., die mit 251 Wintershall-Kuxen an dem Geschäft beteiligt ist. lieber den Veräußerungspreis liegen zuverlässige Mitteilungen noch nicht vor. Er dürfte sich aber mindestens im Rahmen des gegenwärtigen Tageskurses — etwa 115 000 Mk. — halten. Eine Abgeltung durch Kali-Industrie-Aktien kommt nicht in Frage, die Regulierung erfolgt vielmehr in bar unter Verrechnung der zu übernehmenden etwa 1500 Kuxe des Gumpel-Konzems. Damit erfährt die geldliche Lgge des Duroach-Konzems mit einem Schlage eine Verbesserung von etwa 20 Mill. Mk. Der Kalimarkt reagierte auf das Ereignis durch eine Aufwärtsbewegung in Krü- gershall-Aktien um etwa 25 Prozent.
* WeitereAusdehnungderDereinig- ten Elektrizitätswerke. Der Aufsichtsrat der V. E. W. hat in seiner Sitzung vom 18. Oktober der Fusion mit dem Elektrizitätsverband Büren- Brilon zugestimmt, über die wir bereits vor kurzem berichteten, und gleichzeitig die weitere Verschmelzung mit dem Werk Wittgenburg in Berleburg und dem Elektrizitätswerk Nieder-Nordberg G. m. b.H. (Kreis Brilon) genehmigt. Durch die Verschmelzung mit den Elektrizitätswerken der Kreise Meschede, Büren, Brilon und Wittgenstein hat das Versorgungsgebiet der V. E. W. eine Ausdehnung um etwa 2820 Quadratkilometer auf insgesamt rund 13 400 Quadratkilometer mit rund 3 Millionen Einwohnern erfahren. Es erstreckt sich nunmehr über 26 Stadt-
unb Landkreise, umfaßt den weitaus größten Teil der Provinz Westfalen unter Einschluß des Landkreises Lingen in der Provinz Hannover und reicht im Westen von der holländischen Grenze und der Grenze der Rheinprovinz bis an die Grenze des Landes Waldeck und der Provinz Hessen-Nassau im Osten. Der Strombedarf der V. E. W. ist, wie WTB.- Handelsdienst weiter erfährt, im Steigen begriffen. Die Zunahme beträgt geg nüber dem Vorjahr, das bereits eine ungewöhnliche Steigerung von rund 35 v. H. aufwies, auch im laufenden Jahre rund 20 v. H. Stromerzeugung und Stromverbrauch werden im laufenden Jahr, unter Einschluß des neu hinzugekommenen Gebietes, eine halbe Milliarde Kilowatt übersteigen.
*KabelwerkeRheydt A.-G., R h e y d t. In der Hauptversammlung der Kabelwerke Rheydt A.-G. wurde der Jahresabschluß und die Verteilung einer Dividende von 12 v. H. (im Vorjahr 15 o. H.) einstimmig genehmigt, lieber die Aussichten teilte der Vorstand in Ergänzung des Geschäftsberichts, in dem die Beschäftigung als ruhig bezeichnet wird, noch mit, daß in der letzten Zeit die Beschäftigung etwas lebhafter geworden sei. Die geldlichen Verhältnisse seien zwar allgemein noch angespannt, do^ sei der Bedarf an elektrotechnischen Artikeln der gleichgeblieben. Man dürfe deshalb auch für das laufende Jahr mit einem ähnlichen Abschluß wie für das vergangene Jahr rechnen.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 22. Oktober. Tendenz: lustlos. — Die große Geschäftsstille der alten Börsenwoche übertrug sich auch auf den Beginn der neuen Woche. Das fast vollkommene Fehlen der zweiten Hand und die L u st l o s i g k e i t des Auslandes an den deutschen Börsen bewirkten wieder, daß das Geschäft außerordentlich zögemd in Gang kam und die Umsätze sich in den engsten Grenzen bewegten. Die Glattstellungen an der Neuyorker Börse vom Samstag, die herrschende Zurückhaltung und Lustlosigkeit, die weiteren Geldmarktaussichten und der herannahende Ultimo wirkten hemmend. Die Kursentwicklung war gegen die Schlußkurse von Samstag wieder nicht einheitlich. Elektrowerte waren nach den Kurserhöhungen vom Wochenschluß auf Realisationen der Spekulation angeboten und durchweg abgeschwächt. Von den an der Sofina-Um- grünbung beteiligten Werten verloren Chadeaktien 4 Mark und Gesfürel 2,5 v. H. 1 bis 2 v. H. schwächer eröffneten noch Berliner Handelsgesellschaft, Commerzvank, Danatbank, Klöckner, Deutsche Linoleum und Adlerwerke. Schiffahrtswerte und die meisten Montanaktien blieben bei minimalen Umsätzen gut gehalten. Leicht erhöht waren J.-G.-Far- ben, Deutsche Eisenbahn, Süddeutsche Zucker. Etwas regeres Interesse machte sich wieder für Karstadt bemerkbar, die 4 v. H. anziehen konnten. Deutsche Anleihen waren behauptet. Ausländische Renten still. Anatolier etwas schwächer. Im Verlaufe hörte fast jede Umsatztätigkeit auf. Die Börse ließ sich auch nicht durch die günstigen Außenhandelsbilanz- ziffern für September anregen. Die Kurse bröckelten meist etwas ab. J.-G.-Farben lagen 1,5 v. H. niedriger. Am Geldmarkt machte die Erleichterung für Tagesgeld Fortschritte. Zu dem ermäßigten Satz von 5,5 v. H. war bas Angebot ziemlich groß. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1988, gegen Pfunb 20,358, ßonbon gegen 5?abel 4,8495, gegen Paris 124,19, gegen Mailand 92,57, gegen Madrid 20,02, gegen Holland 12,0970.
Bc ncr Börse.
Berlin, 22. Oktober. Wie immer am Montag kam heute im Vormittagsverkehr das Geschäft nur schleppend in Gang. Obwohl Anregungen nicht Vorlagen, glaubte man doch mit einer Befestigung rechnen zu können, da man wissen wollte, daß das Ausland wieder für einiae Spezialpapiere Interesse bekunde. Ob dieses wirklich der Fall gewesen ist, läßt sich schwer feststellen. Bei den ersten Kursen war jedenfalls kaum etwas davon zu spüren. Auch die günstigen Außenhandelsbilanzziffern konnten keinen starken Eindruck machen. So war die Tendenz zum offiziellen Beginn ziemlich unentschieden. Das Geschäft war sehr klein, eine große Anzahl der ersten Notierungen fielen aus und gegen Die Samstagkurse gesehen, neigte man eher zur Schwäche. Die Abweichungen gegen die Samstagschlußkurse hielten sich im Rahmen von 1 bis 2 o.H. Kunstseibenwerte lagen um 7 o, H. gebrückt, obwohl man in ber Sonntagspresse lesen konnte, daß man eine Amerikareise einiger Verwaltungsmitglieder mit evtl. Exponsionsplänen der Glanzstoff in Arne- rifa in Zusammenhang bringen könne. Stöhr plus 4,13 v. H., Ilse Bergbau plus 4 v. H. und Schlesische Portlondzement plus 2,5 v. H. sind als besonders fest zu erwähnen. Deutsche Anleihen lagen ruhig. Ausländer behauptet. Der Pfandbriefmarkt war bei stillstem Geschäft gehalten, Roggenpfand- briefe eher etwas freundlicher. Der Geldmarkt war weiter erleichtert. Tägliches Geld 5 bis 7 v. H., Monatsgelb 8 bis 9 v. H., Warenwechsel etwa 6,88 v. H. Trotz ber guten Verfassung des Geldmarktes
und der oben erwähnten Außenhandelsbilanz gaben die Kurse bei kaum zu überbietender Geschäfts-' losigkeit weiter nach. Durch widerstandsfähige Haltung fielen nur wenige Werte auf. So waren Kar- stabt etwa 1 v. H. Der Anfang und lebhafter ge- handelt, auch Glanzstoff gingen etwas über An- fang um.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 22. Oft. Am Frankfurter Produktenmarkt war in Anbetracht der schwachen Auslandnotierungen die Tendenz schwach. Obwohl das Angebot immer noch klein war, traten in den meisten Getreidesorten Abschwächungen bis zu 50 Pf. ein. Besonders vernachlässigt war der Mehlmarkt. Roggenmehl hakte nur bei 50 Pf. niedrigerem Preis Umsätze. Das Geschäft bewegte sich im allgemeinen in sehr engen Grenzen, da Umsätze von der Händlerschaft nur in sehr dringenden Fällen getätigt wurden. Auch am Futtermittelmarkt war Roggentleie sowie Weizenkleie stark angeboten und vernachlässigt. Nur für Mais für Futterzwecke konnte sich bei geringer Nachfrage der Preis behaupten Auch Sommergerste lag schwächer. Es wurden notiert: Weizen 23.50 bis 23.85; Roggen 22,50 bis 22.75; Sommergerste für Drauzwecke 25 bis 25.50; Hafer, ütlänb.. 23.25 bis 23.50; Mais (gelb) für Futterzwecke 21.50 bis 21.75; Weizenmehl, südd., Spezial 0 33.75 bis 34.25; Roggenmehl 30.25 bis 31; Weizenkleie 14 bis 14.10; Nog- genkleie 14.50; Erbsen 32 bis 59; Linsen 63 bis 115; Heu, süddeutsches, 12 bis 12.50; Weizen- und Roggenstroh, drahtgebündelt, .4 bis 5; Weizen- und Roggenstroh, gebündelt," 3.50 bis 4; Treber, getrocknet, 19.75 bis 20. Tendenz: Schwach.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 22. Oktober. Auftrieb: Rinder 1559 Stück; darunter Ochsen 443, Bullen 93, Kühe 587, Färsen 392; Kälber 516, Schafe 91, Schweine 5610 Stück. Rinder. Ochsen: vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts, jüngere 55 bis 57, ältere 48 bis 54, sonstige vollfleischige jüngere 40 bis 47; Bullen: jüngere, vollfleischige höchsten Schlachtwerts 47 bis 51, sonstige vollstes- schige oder ausgemästete 43 bis 46; Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts, 44 bis 47, sonstige vollfleischige ober ausgemästete 37 bis 43, fleischige 30 bis 36, gering genährte 22 bis 29; Färsen (Kalbinnen, Jungrinoer): vollfleischige, aus- gemästete, höchsten Schlachtwerts 55 bis 58, vollfleischige 48 bis 54, fleischige 42 bis 47. Kälber. Beste Mast- und Saugkälber 72 bis 76, mittlere Mast- und Saugkälber 65 bis 71, geringe Kälber 55 bis 64. Schwein e. Fettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 78 bis 80, vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 78 bis 80, von etwa 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 78 bis 80, von etwa 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 76 bis 79, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 70 bis 75, Sauen 65 bis 70. — Marktverkauf. Rinder ruhig, Ueberftanb. Schweine schleppend, Ueberftanb. Kälber unb Schafe ruhig, ausverkauft.
Kunst und Wissenschaft.
Tagung der Vereinigung für gerichtliche Psychologie unb Psychiatrie in Hessen.
Die 26. Tagung der Vereinigung für gerichtliche Psychologie unb Psychiatrie in Hessen findet am Samstag, 27. Oktober, in Mainz statt. Aus dem reichhaltigen Programm seien hervorgehoben die Vorträge: Professor Kuhn (Gießen): „Die Entwicklung ber Erbbiologie"; Dr. Storch (Gießen): „Persönlichkeitsforschung"; Dr. v. Heutig (München): „Kriminal-Psychologie"; Professor Fe t scher (Dresben): „Praktische Gestaltung ber Kriminalbio logischen Forschung"
Gemälde-Versteigerung in Frankfurt.
Bei ber letzten Versteigerung von Gemälden alter unb neuer Meister im Auktionshause Bangel in Frankfurt a. M. würben u. a. folgende Höchstpreis! erzielt: Corot (Landschaft) 14 000 Mark, Daumier (Straßenmusikanten) 13 500, Trübner (Garten am Starnberger See) 6200, Feuerbach (Bildnis eines jungen Mädchens) 5200, Renoir (Landschaft) 4000, Courbet (Gänsehirtin) 3600 unb Pissarro (Landschaft) 3500 Mark.
Das Tagebuch von Goethes Vater.
Das Tagebuch von Goethes Vater, von dessen Entstehen uns ber Dichter in Dichtung unb Wahrheit berichtet, ist seltsamerweise bisher unveröffentlicht geblieben. Jetzt wirb bieses wertvolle Manuskript burch Rubolf Glaser in feiner großangeleg- ten Biographie von Goethes Vater endlich ans Tageslicht gezogen. Das Buch erscheint demnächst im Verlage Quelle L- Meyer in Leipzig.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben die Höhe der zuletzt beschkostenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8 Prozent.
Frankfurt a. M
Berlin
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Berlin
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Philipp Holzmann......7
Heidelberger Cement .... 10
Cement Karlstadt ..... 8 Wayh & Freitag ...... 10
Schultheis Pahenhofa ... 15
Ostwerke ........12
Ber. Glanzstoff......18
Bernberg ...... . 14
Zellstoff Waldhof.....12
Zellstoff Aschaffenburg ... 12
Charlottenburger Wasser ... 7
Dessauer ®a«........8
Daimler Dlotore« ...... 0
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Ablerwerke Klever ...... 6
Lubw. Loewe . ...... 10 Nal. Automobil ....... 0 Orenstein 4 Koppel . .... 6 Leonhard Tietz . . .... 6 Bamag-Mcguin . ...... O Franks. Maschine« ...... 6 Oi rinnet ...... 11
Heyligenftaedt ....... o Jung Han». . ...... .4
Mainkraftwerk» ....... 8
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Holländische Noten......
167,81
168,49
Italienische Noten ......
21,95
22,03
Norwegische Noten . ...
111,58
112,02
Deutsch-Oestrrr, i 100 Kronen
58.80
59,04
fltumäntsche Noten.....
2,535
2,555
Schwedische Noten ......
111,84
112,28
Schweizer Noten.......
80,54
80,86
1,7 44
67,72
Tschechoslowakische Roten • ■
12.385
12,445
Ungarische Noten
72,96
73,26
20. Oktober
22 Oktob r
Amtliche Noti.rung
Amtliche Nokierunü
Geld
Briei
Geld
i
Amst.- Rott
168,14
168,48
168,09
168,43
Bucn.-AireS
1,765
1,769
1,764
1,763
Brss°Antw
58,29
58,41
58,26
58,93
111,9»
ISbriftumta
111,79
112,01
111,76
Kopenhagen
111,84
112,06
111,82
112,14
Stockholm
112,09
112,31
112,06
112,28
HelnngforS.
10,55
10,57
10,54
10,56
Italien. .
21,97
22,01
21,97
22,01
London. . .
20,344
20,384
20,336
20,376
Neuyork . .
4,1950
4,2030
4,1940
4,2020
Paris....
16,37
16,41
16,37
10,41
Schweiz . .
80,72
80,88
80,70
80,86
Spanien .
67,71
67,85
67,70
07,84
yovan . . . Rio de Fan
1,932
1,936
1,944
1,948
0,501
0,503
0,501
0,503
Wien in D-- Ceft adgeft & ;:
58,96
12,43
7,368
59,08
12,45
7,382
58,945
12,428
7,368
59,065
12,448
7,382
Budapest. .
73,12
73,26
73,08
73. *2
Bulgarien
.1,027
3,033
3,032
Lissabon
18,88
18,92
18,88
18,92
Danzig. .
81,32
81,48
81,31
81,47
(fonftantin.
2,123
2,127
2,114
2,118
Athen.
5,425
5,435
5,425
5,435
Kanada
4,1925
4,2005
4,1925
4,2005
Urn -not). •
4,256
4,264
4,256
4,264
Cairo - . -
20.865
20.905
20,86
20,90


