Turnen, Sport und Spiel
mit der Verwaltung öfters
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i ?r neuen Realschule findet am 4. Rov.
Verwaltung hervor, z w ei neue
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zum Kuh neigt, daß Erie Schauspiele
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vk» Gastgeberin heran und bittet, sich nun verüb schieden zu dürfen.
Die blonde Barennes ist einen Augenblick traurig, versteht aber sogleich, dah es sein muh, tfczbt sich und führt ihren Gast in ein kleines SoBinett neben dein Gelben Zimmer, verschlvindet iiii> kehrt nach ein paar Minuten wieder, einen feninalcn hellrosa Briefumschlag in der Hand, tacauf steht in großen steilen Buchstaben „für Twille“ ... sonst nichts. Sie gibt ihm den Brief ml» reicht ihm ihre kleine gepflegte Hand, über
mens-Schuckertwerken m Wehlar und eines von dem Ingenieur Frih Groh in Leun. Der Zuschlag wurde dem Wenrgstfordernden, Ingenieur Groh, Leun, erteilt. Die Arbeiten sollen sofort in Angriff genommen werden und bis Mitte Rovember beendet fein. Es handelt sich um die Abnahme von rund 5000 Meter alter Eisenleitung, die durch solche von Kupfer erseht werden soll. Die Kosten des Umbaues belaufen sich auf rund 2000 Mark. Die Bauleitung ist der Heber- landzentrale der Dudernsschen Eisenwerke in Wetzlar übertragen.
'n. Das Projekt wird vorläufig zurück- . Hierauf wurde die Frage der W a n -
origer Woche doch flat! !>a8 in Iägnkreism fehl ist daS langsam Der-
Der Mannt« Aller» m Mm Jahre eine vird nämlich vch^nemaL erstmals * Serben, aus dem « für ßessm 40 iet Wr DersteiMng taUl. Oft A; Umber Dahn Dücke- -loischm kn 8'ationen > ktockhausen sind ’kn werden die Däu- nmen. Ae tzisenbchn« y bei btoähausen wurde Eisenträgern neu her« ■ alten Schienen tarnen e in ben Dau. - Das b in Landwirtschaft sche/ri ni$t 'm fr m in den verflos/E at deL De treidel m toutimv scheinen sie
c r Haushaltungsschule besprochen. Da in« staatliche Lehrerin zur Zeit nicht vorhanden V soll mit dem Kreisamt darüber verhandelt nö um Vorschläge gebeten werden. Die Frage er Gebühren für die Äanalbe» uhung soll vertagt werden. — Die Stadt t den nördlichen Teil des sog. „Roten- arges" an Fabrikanten Schunk (vom Windes bei Gießen) verkauft. Dieser will hier ein ' a g d h a u s erbauen (er ist der Pächter der 1 c mein bei agb). Das Gelände erstreckt sich bis : dem alten Steinbruch und zu der Baum» mchpe auf der Kuppe einschließlich.
,r Gedern. 21. Olt. Karl Phil. Ober heim -aus Reuhork, ein geborener Gederner,
feit." Und da die Gäste sich Ihr zuwenden, fragend, lachend, durcheinandersprechend —, ihr, die mehr zu wissen scheint, als sie selber toiffen, bricht die Schauspielerin den kleinen Brief auf, der am Rosenstrauß befestigt war, und liest, in losbrechenden Lärni und wildes Gelächter hinein, von der gediegen bedruckten Besuchskarte mit lauter Stimme den Ramen Camille Courzot. Das ist ein Rame, den jeder kennt, jeder rn diesem Salon, jeder in ganz Parrs, jeder in Frankreich; Courzot ist der Rame ernes großen und mächtigen Industriekapitäns; ein Rame, der über Geld, Aktienpaketen, Aufsichtsräten, Werken, Konzernen, Banken und Schiffahrtslinien herrscht. Camille ist sein Sohn, einziger Erbe von soviel Macht und soviel Werten, jetzt junger Rekrut in einem Pariser Regiment...
Auf der Rückseite der Karte standen, ähnlich wie auf jener andern, ein paar hingekritzelte Worte voir Dank, Erinnerung und Glück bringen.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
LJ Wetzlar, 20. Oft. Die Stadtverordneten hielten nach längerer Pause am gestrigen Nachmittag eine Sitzung mit einer größeren Tagesordnung ab. Während der fast dreistündigen Sitzung lag so etwas wie tiampfftimmung rechts und links, und es gab sowohl zwischen den Parteien, als auch
zu Bett, schläft gleich ein und träumt diese Rächt von einem Gesellschastsspiri, welches „Das goldene Kalb" heißt — wie schrecklich! —, und in den: sie und Camille die Hauptrolle spielen: sie müssen um ein gewaltiges goldenes Standbild herum Charleston tanzen, und das Standbild sieht aus wie ein scheußlich glotzäugiges Kalb, hat aber eine riesige blaugraue Rekrutenmühe übers Ohr gestülpt, und alle Zuschauer sind Freunde und Freundinnen der Barennes, die lachen aus vollem Hals und schaben Rübchen und schwenken kleine bunte Fähnchen in den Händen. Wenn man aber genauer hinschaut, sind es lauter blanke, funkelneue Hundertfrank-Scheine, denen In der Mitte das lächelnde Bildnis des jungen Camille eingeprägt ist...
rn sich wundem muh, wo doch der gemeine wl bat dergleichen gelernt hat, sie will nach» kiffen, aber ihre Gedanken laufen durcheinander, int» es ist auch spät — schrie nicht eben das l!!av.ron_ aum zweitenmal herüber? Cs kann aber cns Täuschung gewesen sein — und wahrend v. lich noch zu sammeln bemüht, ist der Blau- gmue schon draußen, und Mary Barennes kehrt u l einem verlorenen Lächeln nachdenklich zu ürei Freunden zurück.
0K. „L a u b a ch" (das Gartengelände an der Detter, nördlich vom Bahnhof) eingehend er» rbert. Das Kulturbauamt soll um einen er» hrlernben Dortrag gebeten werden. Der Ge- mcinberat wird an Ort und Stelle Einsicht
Wieder ist kaum eine halbe Stunde vergangen. Martz Barennes und ihre Freunde beraten eben mit großem Stimmengeschwirr, ob man in der Tanzpause zuerst photographieren soll, oder Gesellschaftsspiele machen, oder Blei gießen oder Tischchen rücken — da kommt die Zofe herein, etwas erhitzt, mit einem riesigen Strauß roter Rosen, ganz srisch aus dem Treibhaus, von Wasserperlchen flberftäubt, duftend und von genau der gleichen Farbe wie jene an Martzs weißem Kleid, die sckwn ein wenig welk und matt geworden ist vorn Tanzen... ein herrlicher Strauß ist das, ein kostbares Bukett, ein verspätetes Angebinde zum Ramenstag, das ein sündhaftes Geld gekostet haben muß. Die Barennes, kaum erstaunt, nimmt die Blumen, beschnuppert sie, „von wem?" will sie wissen und sieht die Zofe fragend an, die einen Augenblick zögert und dann, mit rotem Kopf und etwas überstürzt, also berichtet:
Dec Chauffeur habe die Blumen mitgebracht, er sei eben zurückgeft>mmen..., der Rekrut.. j oder der junge Herr, den er gefahren, f)dbe unterwegs, in der Stadt, vor einem großen Blumengeschäft halten lassen, den schon geschlossenen Laden durch einen rückwärtigen Eingang erreicht, dort einen mächtigen Blumenstrauß erworben, sich noch ein Stück weilerfahren lassen und schließlich den Wagenführer mit dem Bukett für das gnädige Fräulein heimgeschickt.
Während noch alles verblüfft ist und mancher Im Stillen überschlägt, was diese Blumenpracht — jetzt, im Oktober! — gekostet haben möchte, fährt die Zofe atemholend, aufs neue errötend und mit leiser Stimme fort zu berichten: der junge Soldat habe sich beim Hinausgehen sehr artig bei ihr bedankt und ihr, ehe sie es hindern konnte etwas in die Hand gesteckt, dies hier, o Gott! — und sie öffnet die Hand, und eine blanke, neue knisternde Hundersrank-Rote kommt zum Borschein. „Das war gewiß ein Irrtum", stammelt das Mädchen verwirrt, aber während nun, nicht mehr gehemmt, ein helles Hallo in der Gesellschaft ausbricht, wird die Diva Martz Ba- rennes ganz blaß, lächelt kaum unb sagt zur verwunderten Zofe: „Gehen Sie nur, Berthe, es war kein Versehen,... das hat alles seine Richtig-
Krcis Marburg.
J[ 2Raburg, 21. Oft Auf der Landstraße Cölbe—Marburg ereignete sich gestern abend gegen 8 Uhr ein schweres Motorrad- Unglück. Ein junger Mann aus Marburg rannte in der Dunkelheit mit seinem Motorrad in ein Pferdefuhrwerk. Mit schweren Ver- le Hungen wurde er in die Marburger Klinik eingeliefert. An seinem Auskommen wird gezweifelt.
Man wartet nun wohl auf einen volkstümlichen Aktschluß: Derlobungsanzeige und Großaufnahme des jungen und reichen Paares in allen Blättern Frankreichs und der europäischen Welt. Es ist aber leider nichts damit. —
Martz Barennes blieb am späten Abend, als die letzten Gäste gegangen waren, lange allein, in tiefe Gedanken verstrickt.
Sie schämt sich sehr, vor der Zofe, vor chren Freunden und am meisten vor Camille. Dabei ist sie in ihn verliebt und wagt es sich nicht einzugestehen, well Camille so reich ist, und niemand glauben würde, dah sie sich in ihn verliebt hätte, wenn er nur ein kleiner, blauer, blutjunger Rekrut gewesen wäre,... nur Camille, nicht Courzot. Sie ärgert sich über den dummen Zufall, der die Karten so plump gemischt hat... und denkt gar nicht daran, die Rolle in dem neuen Film zu übernehmen, den einer ihrer Freunde noch am selben Abend aus dieser Begegnung hatte machen wollen... „Komödie im Leben" sollte er heißen.
Während sie noch darüber nachsinnt, was für ein alberner und verlogener Titel das sein würde, fallen ihr schon die Augen zu... sie geht
Fußball in Hessen-Hannover.
3m Bezirk Hessen-Hannover spielte gestern Tura Kassel gegen S. S. Northeim 3:3, Sp. Kassel gegen Borussia Fulda 2:2 und Germania Marburg gegen Hermannia Kassel 5:0.
Fußball in Eüddeutschland.
Bezirke Main-Hessen.
Hier beendete die Gruppe Main mit dem gestrigen Sonntage die Spiele der B o r r u n d e. Hierbei behauptete sich Eintracht Frankfurt durch einen überlegenen 7:1°Sieg über Bictoria- Aschaffenburg an der Spitze der Tabelle und liegt nunmehr 3 Punkte vor den beiden folgenden Bereinen. Bon diesen büßte Rotweiß Frankfurt durch schlechtes Spiel gegen den F.C. 93 Hanau, das 1:3 verloren ging, zwei Punkte ein. Rotweih ist hierdurch mit Offenbacher Kickers punktgleich geworden, die nicht ohne Glück ein 5:3 gegen die Sp.Bgg. 60/94 Hanau errangen. Die Hanauer waren nur in der letzten Viertel- stunde dem Gegner nicht gewachsen. Roch weniger entspricht das 2:1 Öen Leistungen, das Germania Bieber gegen Union Niederrad erzwang. Riederrad hätte den Sieg verdient, war aber in großem Mähe vom Peche verfolgt. Der F.Sp. B. Frankfurt scheint seine starke Krise endgültig überwunden zu haben. Diesmal siegte er mit nicht weniger als 9:1 Toren gegen F.Bgg. 03 Fechenheim.
In der Gruppe Hessen will es keinem der Gegner gelingen, den Tabellenführer, Wor- mafia Worms, zu schlagen, oder ihm wenigstens einen Punkt abzunehmen. Rach wie vor stehen die Wormaten, die diesmal auf fremdem Platze gegen den F.Sp.B. 05 Mainz 3:1 gewannen, ohne Punktverlust an der Tabellenspitze. B.f.L. Reu- Isenburg verteidigte seinen zweiten Tabellenplatz ebenfalls mit Erfolg. Er ging mühelos und unangefochten mit 5:0 Toren als Sieger aus der Begegnung mit S.G. Höchst hervor. S.B. Wiesbaden konnte auf einenem Platze Alemannia Worms 2:1 besiegen. Ebenfalls auf eigenem Platze gewann auch Haffia Dingen 3:1 gegen den F.C. 03 Langen.
Bezirke Dahern.
Hier zeitigte die Gruppe Rordbahern ein sehr befremdliches Resultat, da der 1. F.C. Nürnberg gegen den B.f.R. Fürth nur ein 1:1 erzielen konnte. Die Sp.Dgg. Fürth gewann dagegen ihr Treffen mit dem A.S.D. Nürnberg in befriedigender Hohe, nämlich mit 4:1 Toren. Auch Bayern Hof enttäuschte nicht und schlug Franken Nürnberg mit 3:1 sicher.
Auch die Gruppe Südbahern leistete sich eine Extravaganz. Schwaben Augsburg nahm Wacker München mit einem 2:2 einen weiteren Punkt ab. Bayern München errang fein 2:0 gegen Jahn Regensburg auch nicht ohne große Mühe, und Teutonia München leistete dem D.S.D. München mit 1:2 recht anerkennenswerten Widerstand.
Fußball Berlin — London 4:1 (3:1).
Rund 10 000 Zuschauer bewiesen ihre starke An- teilnahme an dem am Samstag im Wimbledvner Stadion ausgetragenen Fußball-Städtettesfen zwischen London und Berlin. Waren die Londoner zu Beginn des Spiels die schnelleren, so konnten die Deutschen sich später immer mehr durchsetzen und den Kampf fast ausschließlich m die gegnerische Hälfte verlegen. Die beste Leistung auf dem Platz bot unzweifelhaft Gehlhaar im Berliner Tor. Außerordentlich starker Beifall belohnte Berlins Elf für einen verdienten 4:1* Sieg.
Der Kampsverlauf: Berlin hatte Platzwahl, England eröffnete den Torreigen und ging drei
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Äimille wird draußen sogleich von der Zofe iir Empfang genommen: sie wird ihn zum Auto flifirsn, das am Tor wartet und chn bei den As ernen absehen soll. Camille, der mit ein paar IfMIen Griffen die Mütze richtet und den Rock naterm Koppel glaitt zieht, bittet das Mädchen, kdnonzugehen, er werde gleich folgen. Kaum hat Bi? Kleine den Rücken gewendet reißt er den ^frief auf: eine blanke funkelneue knisternde Hun- ikxrttrank-Rote fällt ihm entgegen, eine kleine Motographie, eine schmale Visitenkarte; ihr Rame ssiht darauf, auf der Rückseite sind ein paar Jo-rte gekritzelt, er liest, schon der Zofe nach» llvifmd, im Gehen etwas von „tausend Dank" m) „Glück bringen“, schiebt bann alles in die Äcktasche, erreicht das Mädchen im dunllen Jföfen Garten, die bringt ihn ans Auto, das M glühenden Scheinwerfern und angeworfenem 13oit>t_ am Tor wartet; er bedankt sich bei der für die Führung, gibt ihr die Hand, drückt ■atoeä hinein — „c’est pour vous“ —, sagt dem 1 «Hrilsfeur ein paar Worte, springt in den Wagen ...fort
Kreis Lauterbach.
4 Eichenrod, 21. Okt. Die bei den, Brande im Februar d. I. arg betroffenen beiden Familien haben seit einiger Zeit die neu aufgerichteten Gebäude wieder in Benutzung genommen. Dankenswert ist, daß bei dem Scheunenanbau des Theodor Schaaf das oberhessische Mu st er des Fachwerks am alten, stehcngebliebenen Wohnhaus an dem Neubau weitergeführt wurde, trotzdem man mit weniger Holz hatte auskommen können.
auf der Spilburg herzurichten, da zu Ostern nächsten Jahres die vorhandenen Räume nicht mehr ausreichten. Hier war ein Teil der Stadtverordneten der Ansicht, daß die Räume bei dem Oberlyzeum gewonnen werden könnten, während der Direktor desselben nur zwei Räume im Dachgeschoß vorübergehend abgeben wollte. Bei der Aussprache machte sich besonders der Unwille über eine von dem Direktor angeblich vereitelte Besichtigung durch eine Kommission Luft. Zum Schlüsse wurde die Angelegenheit bis nach erfolgter Besichtigung vertagt. Bei der Aussprache wurde dann noch sc,.ans des Bauamtes die Mitteilung gemacht, daß die Pläne für einen neuen Schulhausneubau soweit fertiggestellt sind, daß sie zum 1. November vorgelegt werden können.
< Niederkleen, 21. Okt. Ein auswärtiger Einwohner verkaufte hier dieser Tage auf einer öffentlichen Versteigerung folgende Grundstücke, wobei die dabei angegebenen Preise erzielt wurden: a) für eine Wiese im Distrikt „Sand" in Große von 7 Ar 825 Mark; b) für einen Acker im Distrikt „Tiefen Graben" in Große von 9,43 Ar 1170 Mark; c) für einen Acker im Distrikt „Kaltenfeldchen" in Große von 13 Ar 1020 Mark; d) für einen Acker im „Haarenberg" in Große von 18 Ar 261 Mark.
~ Oberkleen, 21. Okt. Der Gemeinde- r a t beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung mit der Vergebung des Umbaues des restlichen Teiles des elektrischen Ortsnetzes der Gemeinde. Auf die Ausschreibung waren nur zwei Angebote eingegangen, eines von den Sie
dle besonders zwischen den Deutschnationalen und den Sozialdemokraten zeitweise recht heftig und persönlich wurden. Zu Beginn der Versammlung brachten die Sozialdemokraten einen Dringlichkeitsantrag wegen der Schulverhältnisse bei den Volksschulen ein, der an den Schulaus- schuß verwiesen wurde. Nach einer Vorlage der Verwaltung soll nunmehr auch in Wetzlar eine Lockerung der Wohnungszwangswirtschaft dergestalt erfolgen, daß alle Wohnungen mit einem Vorkriegsmietwert von 800 Mark und darüber herausgehoben und auf Mietsberechtigungsscheine vergeben werden. Die Vorlage sand nach einigen Erörterungen über die Höhe der zu ziehenden Grenze die Zustimmung der Versammlung. Bei den nächsten Punkten, Kosten für die Friedhofserweiterung in Niedergirmes, Anschaffung eines neuen Krankenautos und Kosten für die Erweiterung des Krankenhauses war sich die Versammlung über die Notwendigkeit der Ausgaben im allgemeinen klar, nur wurde rechts und links die Nichtberücksichtigung des Bewilligungsrechtes der Stadtver- ordneten kritisiert und bemängelt, daß Ausgaben getätigt worden seien, ohne zuvor die Stadtverordnetenversammlung zu hören. Seitens des Bürgermeisters wurde dies mit der Dringlichkeit der betreffenden Ausgaben begründet. Bemängelt wurde weiter die Monopolstellung der ftädtl- fchen Gärtnerei, so daß die bürgerlichen Fraktionen einen Antrag einbrachten, bei gärtnerischen Lieferungen das Submissionsverfahren künftig in Anwendung zu bringen, was von dem Bürgermeister in Aussicht gestellt wurde, wenn er auch Einspruch gegen Verallgemeinerungen erhob. Die Kosten der Friedhofserweiterung mit rund 20 000 Mark, des neuen Krankenwagens mit 16 000 Mark und die Mehrausgaben beim Krankenhauserweiterungsbau mit 40 000 Mark wurden dann bewilligt. Eine weitere lebhafte Debatte rief ein Antrag der
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Kreis Nlsfeld.
j r. Ober-Ohmen, 21. Okt. Der Gemeinbr- r:t beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung nit ber Besoldung der Gemeinbe- bc ernten. Deren Sbrberixng nach einer 15pro- jritigen Gehaltserhöhung erachtete bie Ge- riirbeoertretung in Anbettacht ber schlechten Tittschaftslage als zu hoch. Es würben 10 Prv- ?:il Ausbesserung bewilligt.
llitngen unÖ Grünberg—Ruppertenrod liegenden SWohnhäuser mit einem schmucken Lieberwurf verletzen, der diesem Ortstell ein recht freundliches Gepräge gibt.
U Aus dem südöstlichen Teile des Kreises Gießen. 21. Oft. Mit den Tee» mngdarbeiten auf ber Straße Hung en L angd—Rodheim wird nun einem schon lange gehegten Wunsche der Einwohner unserer Orte Rechnung getragen. Der auf dieser wichti- pen Durchgangsstraße (Gießen Gelnhausen) von S<ig zu Tag zunehmende Auto-, besonders Last- dxigenverkehr, hat die Strecke rn einen üblen Bnftanb verletzt, so dah eine Ausbesserung sich licht mehr hinausschieben ließ. Hoffentlich teer» fsn die heute noch unberührt liegenbleibenden btraßentelle, sowie die ebenso ausbesserungs- febürftige Straße Rodheim—Steinheim auch bald in. Angriff genommen! — Die Zahl der hier tretenöen Felöhühner ist doch nicht so wie man vor Wochen noch angenommen jat. Der Jäger wird aber dadurch entschädigt, jß die Tiere im allgemeinen körperlich gut ent= i cielt und erstaunlich hoch im Preis sind, liian hat hier 1,50 bis 1,60 Mk. für das ?tüd bezahlt.
Kreis Friedberg.
DER. Dad-Rauheim, 20. Okt. Ein Agent i Darmstadt wurde hier fest genommen, i? r an verschiedenen Plätzen H e i r a t s s ch w i n- • eleien verübt und seine Bräute um Geld» •edräge geschädigt hatte.
Kreis Bedingen.
WER. D ü d i n g e n. 20. Oft. Ein auswärtiger :ÄafHalter, der hier seine Herbe untergebracht irrte, mußte in einer der letzten Rächte über .2 Schafe n o t s ch l a ch te n. Die Tiere waren n Abwesenheit des Schäfers von einem Hunde i die Ecke getrieben worden und hatten sich [cgenfeitig verletzt ober fast zu Tobe gebrückt.
,,?“ Nidda, 21. Okt. Die Einweihung
-f.^.iipengeDauöe be« Kreis Schotten.
.unVQ5 Feuer ge- Laubach, 20. Oft. In ber gefriigen rfmeF ^il der öihung des Gemeinderats wurde zunächst kc SchmiedLmeister Friedrich Kopp, der an die 6teile des kürzlich verstorbenen Zigarrenfabri- tmten Karl Michel gerückt ist, durch den Bür» Fenteilter auf sein Amt verpflichtet. Sodann MTbe die Frage der Entwässerung der
)it seiner Heimatgemeinde als erste Rate einer ^rsprvchenen Anleihe de.i Betrag von ... ,mI„„ tö 000 Mk. verzinslich zu 6 Prozent
1 überwiesen. Durch dieses Entgegenkommen spart
MS Smb^chs w r Stadt jährlich 1500 Mk. allein an Zinsen, oh unl> IMdarajotn Dank hat die Gemeindevertretung einstimmig L Schilf mw loninge ^ckilossen, diesem von echter Heimatliebe er« mmen verschMMn. füllten Sohn Gederns 3 um Ehrenbürger zu icht mehr dm Vü ihrer (mcmtclL
'Gegenwärtig ch man dicken Drahlseilc M n Stockhausen nach bmen. §as üm.'egCT ra d erfolgen. Dick Draht' ang ouher Gebrauch. - rdirBautätlgke' m Plätzen m Muck, hergestellten AeulmkN ssenkM Werlau-Fl^
Minuten nach "Beginn durch fernen Halbrechten in Führung. 25 Minuten später konnte Ruch ausgleichen, dem drei Minuten später Herberger ein zweites Tor für Berlin folgen läßt. Rach einigen Ecken auf beiden Seiten stellte Raue als Linksaußen die Führung auf 3:1 für Berlin, mit welchem Ergebnis bie Seiten gewechselt wurden. Rach Miedcranttitt versuchten die Londoner mit aller Macht, den Ausgleich herbeizuführen, scheiterten jedoch entweder an der Berliner Hintermannschaft oder an Gehlhaar, der einen seiner besten Tage hatte. Di.rlins Sturm zeigte sich weiter sehr schußfreudig, kam aber über Ecken nicht hinaus. Schließlich gelang es nach etwa 30 Minuten Lehmann, durchzudribbeln und bie Führung Berlins auf 4:1 zu erhöhen, bei welcher es dann bis zum Schluß blieb.
Handball-Bezirksliga Main-Hessen.
Gruppe A.
F. Sp. V. Frankfurt — Sp. V. 98 Darmstadt 3:2. V.f. R. Schwanheim — Sp.Bgg. Arheilgen 10:1. V. f. B. Friedberg — H. S. V. Frankfurt 1:6. Rotweiß Darmstadt — Polizei Darmstadt 1:6.
Gruppe B.
Polizei Worms — Wiesbadener S. E. 6:0. Wormatia Worms — F. Sp. V. 05 Mainz 2:0. Germania Wiesbaden — Sp. V. Wiesbaden 0:10. Polizei Wiesbaden — F. Vgg. 06 Kastel 12:2.
Deutsche Mtorradnieisterschast.
Das von der Motorradfahrer-Sportgemeinschaft Groß-Dresden im Auftrag der Landesgruppe des DMV. am gestrigen Sonntag bei herrlichstem Wetter durchgeführte Motorradrennen, in dem zugleich der Endlauf um die Deutsche Motorradmeisterschaft ausgetragen wurde, nahm, vom sportlichen Standpunkt aus betrachtet, einen außerordentlich interessanten Verlauf. Das Rennen fand vor 30- bis 35 000 Zuschauern statt. Zum Meisterschaftslauf starteten 30 Fahrer, von denen Stegmann auf DKW. mit 109,8 Stundenkilometer Die schnellste Runde und S 0 e n i u 5 (Köln) auf BMW. die beste Zeit des Tages mit 1:55,08 Stunden fuhr, die einem Stundendurchschnitt von 101,1 Kilometer entsprach. Nach den Ergebnissen des letzten Laufes um die Motorradmeisterschaft sind folgende Fahrer als neue Motorradmeister anzusehen:
Klasse bis 175 ccm: Geiß (Pforzheim) auf DKW.
Klasse bis 250 ccm: Winkler (Chemnitz) auf DKW.
Kla se bis 350 ccm: Pätzold (Köln) auf Sunbeam. Kla se bis 500 ccm: Soenius (Köln) auf BMW.
BMV 550 ccm: Bauhofer (München) auf
Verband
Hessischer Kleinkaliber-Schühenvereine
Der dem „Reichsverband Deutscher Kleinkaliber- Schützenverbände" angeschlossene „Verband hessischer Kleinkaliber-Schützenvereine" hielt in Marburg sein diesjähriges Landesschlußschießen ab.
Zuvor fand dort die Jahresversammlung sämtlicher Kreisschießmeister statt. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden, General a. D. Keller, gab der Geschäftsführer den Jahresbericht bekannt, aus dem zu ersehen war, daß sich im Verbände im letzten Jahre nicht nur die Zahl der Ortsgruppen und Mitglieder, sowie das allgemeine Interesse der Bevölkerung am Kleinkaliber-Schießsport beträchtlich gehoben hat, sondern vor allem auch die Durchschnitts-Schießleistungen sich bedeutend verbessert haben. Besonders erwäbnenswert dürfte fein, daß bei Millionen von Schüssen kein einziger Unglücksfall vorgekommen ist, sicher ein Zeichen der guten Organisation und Leitung des Verbandes.
‘ob,t. Um
H üeuer[QIm ,
5 brannte vor dem Jnrf ia lt. Am Nachmittag ist ber eigentliche Weiheakt, . °Ichinenhall» e vor öem Neubau vorgenommen wirb. Die 'Schneiderei Ai, Nachfeier wirb abends in ber Turnhalle ab» Endplatz erschienen bot ^Halten. Ein Festzug leitet bie Weihefeierlich.
IC5 Wasserwerks einen ' > lki”n ein-
Milosch fährt Polsterklasse.
Von Hans fRiebau.
Milosch fährt nach Berlin. Zweiter Klaffe. Mllosch liegt auf dem Polster unb schläft.
„Horen Sie," sagt ba jemand, „bas geht aber nicht. Sie treten mich ja mit Ihren Stiefeln."
Milosch blinzelt. Unb schläft weiter.
Da ruft ber andere ben Schaffner. „Stehen Sie auf!“ wirb ber energisch.
Aber Mllosch rührt sich nicht. „Lasten Sie sich Öoch," brummt er ben Schaffner an, „erst mal seine Fahrkarte zeigen."
Der Schaffner läßt sich bie Fahrkarte zeigen. „Dritter Klasse", runzelt er bie Stirn; „kommen Sie mit!"
Unb Milosch schläft weiter.
Aus dem Anhalter Bahnhof sieh deren. „Donnerwetter," staunt • wie haben Sie denn gewußt, dah ich J
„Sie haben doch," sagt Milosch,/„vor dem Fahrkartenschalter dritter Klaffe ange gegangen."
„Stimmt. Unb da haben S/ie mich also gesehen?" 1
„3a,“ sagt Mllosch, „ich stand doch hinter Ihnen."
an-


