Immer als gegen die anderen gerichtet ange- sehen werden.
Man befinde sich in einem circulus vitiosus. Wenn England in Genf Den amerikanischen Vorschlag über den Kreuzerbou angenommen batte, dann würde man in Washington die Tatsache mit Beifall begrübt haben, da ft England bet »Frankreich die Beschränkung seiner Unterfeebootsftreitkräfle durchsetzte. Die Herabsetzung der Rüstung der anderen sei nur eine andere Form Des Wettrüstens. Die ganze Frage laufe auf eine Machtprobe zwischen England und Amerika hinaus. Die kleinen Lander hätten nur die Wahl zwischen zwei Möglichkeiten entweder ruhig zuzusetzen wie die Groszen sich auffressen, ober die Mofte* ihrer Versöhnung zu tragen. Das habe man auf der Washingtoner Konferenz gesehen, wo Frankreich die Kosten der Derständi- gung zwischen Amerika und England in der Frage de» Kreuzerbaues getragen habe. Frankreich müsse (£oolibge dankbar sein, daß er ihm diese Lehre in die Erinnerung zurürkge- rufen habe.
Die Beteiligung weitererStaaten am Kellogg-Patt.
Washington. 20. QIug. (WB.) 6taat»- befcartement wurde heute erklärt, daß die Staaten, die bisher am Kellogg-Pakt nicht beteiligt sind, zwar erst nach der Pariser ilntetaeicbnung durch die 15 ursprünglichen Si- gnatarmaditc. aber schon vor dem Inkrafttreten des Vertrages dem Pakt beitreten können- Sobald also die Ratifikationsurkunden der 15Vkächte in Washington deponiert seien, könnten auch die inzwischen neu beige lietenen Staaten Mitglieder der Kriegsächtungslon- ventivn werden. Da somit der Vertrag für alle m, gleichen Auaenblick in Kraft tritt, so nimmt man hier an. daß die Vorwürfe wagen der Richtzuziehung tveiterer Staaten zum Akte der Parisi Unterzeichnung hinfällig sind. Ds wird jedoch betont, daß Ruh lands eventuelle Beteiligung am Patt natürlich n i chts mit der Frage der Anerkennung ke^S owjetregierung bur<5 die Vereinigten Staaten zu tun habe.
Berliner Vorbereitungen für Paris und Genf.
Berlin. 20. Aug. (Priv.-Inf. des WTB.) Die Berliner Vorbereitungen für die Reise nach Paris und Genf sind getroffen. Dr. sStrcfcmann wird am 28. August abends die französische Hauptstadt verlassen, um nach Dens zu reden, wo am 29. die Tagung des Völkerbundsrates beginnt. Zu einem etwas früheren Termin wird die deutsche Delegation für die Völkerbundstagung unter der Führung des Staatssekretärs v. Schubert sich nach Genf Xtn. Wie im vergangenen Jahre werden den Referenten des Iluswärtigen Amtes auch Mitglieder deS Reichstages zur deutschen Delegation gehören und in die einzelnen Äom« Missionen delegiert werden, öt sind laut „Voss. Zeitung" von der Regierung zum Eintritt in die Delegation eingelaben worden: Graf Bernstorfs, der frühere denwkratische Abgeordnete: ferner Abg. Dr. Bre itscheih von der Sozialdemokratie. Abg Dr. Kaas vom Zentrum, Abg. v. Rheinbaben ldeutsche VvlkSPartei) und Abg. v. Lind«in«r-Wildau. der Tor- sitzende Der deutschnationalen ReichStagsfraklion. hon dem aber eine zusagende Antwort bisher nicht cingegangen ist.
Die KabinettSsitzung. 'm der mit der Pariser Reise Dr. StresemannS und der Völker- bugibatagung zusammenhängende Fragen besprochen werden sollen, ist auf Mittwoch anberaumt EMwird. den Blättern zufolge, mehr eine informierende Aussprache sein und nicht eine Beschlußfassung über die Instruktionen für die Führung der deutschen Delegation.
Wie nunmehr feststeht. wird Reichsaußenmini- ftcr Dr Stresemann auf seiner Reise nach Paris nur von seinem Sekretär. Konsul Bernhard. und dem Vortragenden LegalionSrat Riedlhammer begleitet fein. Die Mitnahme weiterer Beamten deS Auswärtigen Amtes, von der in der. Presse gesprochen wurde, ist nicht beabsichtigt
Mussolinis Vertreter.
Äom, 20. Auy. (WB.) Nach einer Meldung der „Agenzia Stefam" hat Mussolini den italienischen Botschafter in Paris, Graf Manzoni, beauftragt, den K e l l o g g p a k t für Italien zu untere zeichnen.
Das ernsteste Hindernis für die Locarnopolitik.
London, 20. Aug. (WTB.) I. A Spencer schreibt in der ..Daily Rews": Wenn das Foreign Office tatsächlich in der Angelegenheit der kombinierten englisch-französischen Rheinlandmanüver befragt worden ist. so ist die einzig hanfbare Entschuldigung, daß es infolge der Ferienzeit nicht auf dem Posten war
Die Besetzung deutschen Gebiet» durch alliierte Truppen feit zehn Iahren ist. welche Becht- iertiqung auch dafür gegeben werben mag. da, ernsteste Hindernis für die Cocornopolitif, deren führender Vertreter, wie man glaubt, der britische Staatssekretär de, Aevßeren ist.
Wenn die Besetzung eine Rotwcndigkeit ist, dann sollte sie so wenig beschwerlich gemacht werden, wie möglich. Daß die Franzosen auf den Einfall kommen. Manöver auf deutschem ®c- biet zu veranstalten, ist erstaunliche dah britische Truppen die Erlaubnis erhalten, an solchen Manövern teilzunehmen, ist einfach unerträglich.
Iranzösische panzertteuzer-Hehe.
Eigener Drahtbericht des .Gießener Anzeiger,'.
Berlin, 21. August. Endlich haben die Fran- losen einen Beweis für den militärischen Geist Deutschland» und für seinen Willen, aufzurüsten entdeckt. Ss ist der Bau de, Panzerkreuzers und die Haltuna der deutschen sozial dcinv kra tischen Partei zu seiner Bewilligung Diese Kritik geht besondere non der f r a n 3 ö f i • i dien sozialdemokratischen Presse aus, aber sie ist um so sonderbarer, al, ja das neue französische M i I i t ä r g e s e y . da, d e Por- hcreitung und Organisation de, ganzen Boltes uir den Kriegsfall regelt, den trau wachen 5c \n liften Paul-Boncour zum geistigen Barer ha? und auch nach ihm genannt wird Der Sozialiste 1
rubrer 2 € 0 n Blum versteigt sich sogar zu dem Ausspruch. „Und mit diesen Leuten glauben wir. uns über die Abrüstung unterhalten zu können'" Die französischen Sozialisten vergessen wohl ganz, daß selbst der Bersailler Vertrag, her Deutschland 'ast jede Bewegungsfreiheit in bezug f Ruskun- I aen genommen hat. nicht nur heu Bau eines, 1 'andern mehrerer Panzerschiffe bieier Größe zuläßt. Und schließlich vergessen sie wohl die Gröhe ihrer eigenen Jtuft u nge n , die sich mit den militärischen Machtmitteln Deutschland« in keiner Weise vergleichen lasten. Für die deutschen Sozialisten ist diese Diskusfion eine recht wesentliche Schwächung ihrer internationalen Beziehungen, die schon in Brüssel keine oUau großen Ergebnisse zeitigten. (Man beachte den Artikel au, Druffel im heutigen Zweiten Blatt. D. Red.)
Gevering über Panzerkreuzer und Reichsregierung.
Bielefeld, 20. Aua. (WTB.) 3n einet autzerordenllich gut befuchten Mitgliederversammlung des sozialdemokratischen OrtsvereinS sprach heute abend Reichsminister Seve ring über die Frage „Panzerkreuzer und Reichsregierung". Gr wies einleitend darauf hin. daß die Danzerkreuzer-Fvage im Wahlkampf für die sozial demokratische Partei gewiß eine sehr große Rolle gespielt habe, daß aber die Partei ihren Erfolg vom 20. Mai keineswegs lediglich dem Kampfe gegen den Panzerkreuzer zu verdanken habe, dn feinem Referat betonte der Minister besonders, daß durch das -Kompromiß mit dem Reichsrat, die Entscheidung über den Panzerkreuzer bis zum I.Sevtember zu fallen, eine sehr schwierige Situation geschaffen worden sei. 3n der fraglichen Sitzung der Reichsregierung fei über den Bau nicht abgestimmt worden. sondern man habe sich lediglich mit dem Beginn einverstanden erfiärt, nachdem bet Reichswehrminister auS dem Etat der letzten Jahre Reste im Betrage von 41 Millionen zur Verfügung gestellt und erklärt habe, daß für den gesamten Panze>kreuzerbau keine neuen Etatsmittel angefordert würden. Die Ablehnung des Panzerkreuzers bestehe sowohl in der sozialdemokratischen Partei, als auch bei den sozialdemokratischen Ministern nach wie vor weiter. Es werde alles versucht werden, bei ben Abstimmungen über die Raten im Reichstag ein anderes Ergebnis herbeizuführen. Vor allen Dingen, so erklärte Reichsminister Severin g, denke die Sozialdemokratie nicht daran, als Folge des Panzerkreuzer-Beschlusses der Bürger- Mrxrrcgierung des vergangenen Reichstages weitere Bauten auf sich zu nehmen, da sich diese schon aus finanziellen Gründen von selbst verbieten würde. S e 0 e r i n g erklärte, dah die Sozialdemokratie nicht daran gedacht habe, um des Panzerkreuzers willen aus der Regierung herauszugehen, sondern die einmal errungene Machtposition solange als möglich sestzuhalten gedenke, da andere und dringlichere Aufgaben, als die Panzerkreuzer-Frage, vor allem auf dem Gebiete der Sozialpolitik und der Verwaltung zu lösen seien.
Deutschland und Südflawien.
Berlin, 20. August Der Führer der füdstawi- schen Delegation zur 25. Interparlamentarischen Konferenz, der gestern in Berlin eingetroffen ist, der frühere Minister JocaJovanorvitfch, hat einem Mitarbeiter der „B 0 fsifchen Zeitung" eine Unterredung gewährt, in der er sich zunächst eingehend über die innerpolitjsche Lage in S ü d f l a w i e n äußerte. 3oca Iovanowitsch, der der Führer der oppositionellen Pcrlamentsfrak- tion der Kleinlandwirte ist, bezeichnete die ausländischen Kommentare zu den Vorgängen in seinem Heimatlande als im wesentlichen 311 pessimistisch gefärbt. Keine Ration habe ihre Einigung ohne Schwierigkeiten durchführen können.
Die Schwierigkeiten in Jugoslawien seien nicht solcher Ratur, daß sie eine schwere Einwirkung auf den Staat und seine Organisation haben mußten.
Freilich sei eine Aendenmg der inneren ©laatsein- rid)tunqen auf dem Wege der Versafsungs roviston unumgänglich. Auf die Frage, wie er die Lage der deutschen Minderheit in Jugoslawien betrachte, erklärte Iovanowitsch u. a., ; daß die Schwierigkeiten, die den Angehörigen der deutschen Minderheit in Jugoslawien erwachsen seien, im wesentlichen auf die nicht immer fähige Berwaltungsbureaukratie zurückzusühren sind. Es sind, so fuhr Iovanowitsch fort, einige Handlungen vorgekommen, die man als vollkommen u n - berechtigt gegenüber den Deutschen bezeichnen rann.
Unsere Deutschen, das müssen wir mit Freuden sagen, sind fleißige, friedliebende, loyale, fon- ftruftloe. vorbildliche Bürger und Untertanen, und sie haben nicht, andere, verdient, al, daß man ihre vollkommene Gleichberechtigung anerkennt. die ihnen auch die Verfassung unsere»
Canbes bewilligt.
lieber die Ans chl utz f r a ae äußerte sich d?r südslawische Pvlitiler u. a. fotgewbermaben: Bei uns. wie anderswo, gibt es Leute, bic die 9In- schluhfrage bestreiten. Aber die Mehrheit. b«e darüber nachdenkt, urteilt darüber anders, als diejenigen, die erklären, daß man den Anschluß nicht erlauben bars. Wer kann beim bas verhindern, was unvermeidlich ift? RichtS fanit ben Anschluß verhindern. Heb eigens können wir. die wir uns auf der Grundlage des Rationalitätenprinzipes vereinigten. jetzt nicht gegen dies Prinzip kämpfen. Die Deutschen werden sich eines Tages einigen, wenn ftt diese Einigung selbst u>ünfd>en. Mas ist das schon für eine Gefahr, wenn sich
bis 8 Millionen Destcrveicher mit dem Deutschen Reiche vereinigen?
Oie politische Amnestie in Preußen.
‘Berlin, 20. Aug bWTB.) Wie drr Amlliche Preußische Pressedicnst mitteUt, liegen jetzt für den Bereich der preußischen Justizverwaltung die vorläufigen SrgcbmfTe des ReichSamnesticgefetzes vom 14. Juli 1928 vor. Insgesamt sind die Wohltaten des Gesetzes in Preußen biS zum 1. August 1928 1 5 80 Beschuldigten und Verurteilten zugute gekommen Gegen 436 Beschuldigte ist das 5er- whreii eingestellt worden. 1124 Verurteilten ist Straferlaß oder Strafmilderung zuteil geworden. Von den letzteren waren 296 zu Geldstrafen ober -Haft. 894 zu Desangins. 3 AU Festungshaft. 11" au Zuchthaus und 14 zum Tode verurteilt Von | ben Begnadigten waren 1005 wegen politischer I
Straftaten. 62 wegen Zuwiderhandlungen gegen das Militärstra'geietzbuch von Militärgerichten deS Reiches ober der Länder verurteilt. 52 hatten Verbrechen gegen das Leben begangen; von bic- ’cn waren verurtellt 14 zum Tode. 3? zu Zucht- Hau- uich 6 zu Gefängnis. 3n einer Anzahl von Fällen schweben die Erörterungen noch. Die endgültigen Zahlen werden voraussichtlich Ende September üorliegen.
Einberufung -es Aeltestenrats des Reichstags.
Berlin, 20. Aug. (DDZ.) Präsident Lobe hat, rote das Nachrichtenbureau des DDZ. hört, den 2le Heften rat des Reichstages für Montag, 27. August, 11 Uhr, cinqclaöen, um über den kommunistischen Antrag auf Einberufung bC Reichstages wegen der Inangriffnahme des Panzerkreuzers zu entscheiden.
Oie polmfch-liiauischen Verhandlungen.
Warschau, 19. Aug. (WTB.) Der Ec-nber- belegierte der polnischen Regierung, Szurnla- kowski, hat heute dem Ministerpräsidenten Woldrmaras in Kowno bte Antwort der polnischen Regierung übergeben, die vom Äußeremmister Zaleski unterzeichnet ist. In der Antwortnote hecht es;
Die Wahl von Genf als Orr füc die Wiederausnahme der polnisch-litauischen Beratungen und die Wahl des Datums würden es Zaleski gestatten, persönlich den Vorsitz der polnischen Delegation ,zu übernehmen. Sollte jedoch Wolbe- maras bem Zusammentritt der polnisch-litauischen Konferenz zu einem früheren Datum und der Wahl von Königsberg als Verhandlungsort mehr Wichtigkeit beilegen als ber Teilnahme Zalefkis an ben Arbeiten der Konferenz, fo sei bie polnische Delegation bereit, mit ber litauischen Delegation am 22. August in Königsberg zusammenzutreffen. In diesem FaÜe würbe Holowko ben Vorsitz der polnischen Delegation übernehmen.
Zu dem Vorschlag vorn 31. Juli bemerkt die Rote, die polnische Regierung sehe kein Hinder- nis darin, die polnisch litauische Konferenz mit den Arbeiten des Völkerbundes zusammenfallen zu lassen. Sollte indessen Litauen anderer Ansicht sein, so sei sie bereit, zuzustimmen, daß die Konferenz am 25. August in Gens zusammentreffe. Dann könnte Zaleski daran teilnehmen. Die Rote meinte, daß einer dieser beiden Vorschläge annehmbar für die litauische Delegation sein werde, und daß Woldemaras ferne Zustimmung zu bem Vorschlag geben werde, da der Völkerbundsrat auf seiner nächsten Tagung einen Rechenschaftsbericht über das Ergebnis ber Verhandlungen erwartet. Das Schreiben schließt mit der Bitte, möglichst bald eine Entscheidung zu treffen.
Warschau. 21. Aug. (WTB. Funkspruch. Szumlakowski wird heute abend mit der litauif chen Antwort aüf den polnischen Vorschlag betr. Abhaltung einer p 0 lnischilt a u is ch e n Z ollkonferenz vor der Völkerbundstagung hier eintresfen. Der _Rasz Przeglvnd" bezeichnet das Gerücht, daß die litauische Antwort negativ ausgefallen ' sei. Die litauische Regierung soll sowohl die für Königsberg, als auch die für Genf vorgeschlagenen Verhandlungstermine a b g e l e h n t haben.
Italiens Protest in Belgrad.
Berlin, 21. Aug. (TU.) Wie die ..Voss. Zeitung" aus Belgrad meldet, empfing der Vertreter des Außenministers Schumen fo» witsch, der am Montagsrüh nach Belgrad zurückgelehrt ist. am Rachmittag den Besuch deS italienischen Geschäftsträgers, der sich über die Stellungnahme der jugoslawischen Regierung zu der wegen der Kundgebungen in Spalato und Sebrnlco überreichten P r 0 t e st - note der italienischen Regierung erkundigte. Wie verlautet, hat Dr. Schumenkvwitsch dem italienischen Geschäftsträger erklärt, daß die Berichte, die die jugoslawische Regierung über die Vorfälle in Spalato und Sebenico erhalten habe, mit der in der Protestnote gegebenen Darstellung nicht überein stimmen, daß aber die iugos'awische Regierung trotzdem die strengste Untersuchung angeordnet habe. Rach deren Beendigung werde der jugoslawische Gesandte in Rom ber italienischen Regierung die Antwort ber jugoslawischen Regierung überreichen.
Oie griechischen Wahlen.
Athen, 20. Aug. (WTB) Rach den um 11 Uhr bekannten Wahlresultaten haben die Ben i- selisten einen bedeutenden Sieg errungen. Die endgültigen Ergebnisse werben voraussichtlich morgen abend befnnntgegeben.
Aus aller Welt.
300 Todesopfer auf Haiti.
London. 20. Aug. (TU.) Die Zahl der Todesopfer des wirbel sturmes auf Halil beträgt nach den letzten Meldungen ou, Port-au- Prince rund 3 0 0. Darunter befinden sich die Befolgungen von Fischerbooten unbftüflenbampfcrn. Die Verbindung mit dem verwüsteten Gebiet ift noch voll- I ständig unterbunden. Die Zahl der verletzten ' wird auf 1 0 0 0 geschätzt. Mehrere kleine Städte find durch den Sturm s 0 st völlig vernichtet worden.
Die Luch« nach ’Mmunbkit und nach der BaUongrupve.
Rom. 20. Aug (WTB.) Rach einem Funkspruch ber „(Xitti di Mllano" hoben gestern zwei italienische Flugzeuge die in her Rähe der Martens-Infel vor ‘Anker liegende ..Braganza" verlassen und bw Sieben-Infel-Gruppe mehrere Male ui kleiner Höhe überflogen. Die Flugzeugführer Perezo und Gros io crilären, cS feien bestimmt keine Menschen in ber fraglichen Zone vorhanden. Di« Apparate kehrten auf die .Braganza" zurück, bte ihre Fahrt nach Öftere fortfetzte, uni ihre planmäßige Suche weiterzuführen. In ben vergangenen Tagen hat man bie Hütten mit Lebensmitteldepot- besucht, um Mtguheften. m welchem Zustand sie «ich 5t- hnben
Plarlens in Ce Bourget getonbcL
Aus Paris wird pemtibet Der deutsche Fliegen : Martens, der am Somstog in Köln zu einem
(Europaflug oufgeftiegen war und eine Zwischenlandung bei MeziLrcs hatte vornehmen müf- fee, ift am Montognochmittaa mit feinem Klein- flugzeug in Le Bourgct gelandet.
SOS-Raie eine, deutschen Dampfers.
Fach einer Meldung des „Berliner Lokolanz." aus Pari, hat hie Radioftation Queffant SOS- Rufe des beutichen Dampfers „B r □ g a' aufgefangen, ber flch im AUantischtn O.zean in See- n 0 1 befindet.
vier Millionen Mark Verluste der Svackaße SL Ingbert
Wie man aus authentischer Quelle erfährt, belaufen iid) noch ben bisherigen tooihon»ergeb«tffen die Verluste der Stäbtilchen Sparkasse St. Ingbert nicht, wie ursprünglich angenommen, auf 23 Milliv nen. sondern auf vier Millionen Mark. Die Stadt St. Ingbert ift nicht in der Lage, bteien Verlust aus eigenen Mitteln zu decken. Man rtdmtt daher auf staaUichc Hilfe.
Maldbrand im harz.
Gestern nachmittag brach in den - lade (holz- beständen an den Wolfklippen zwischen Wemtz:- rote und ber Plesfenburg im Harz ein Wald- branb aus. der 'ehr rasch um sich gdTf. Sofort angestellte Versuche, des Feuers Herr zu worden und es auf seinen Herd zu beschränken, scheiterten. Von der starten Trockenhuit begünstigt. breimt das Feuer weiter. Di« überaus starke Rauchentwicklung und die Flammen sind weuh.n sichtbar. Man bietet alles auf, um vm ilebct- greifen auf andere Revier« zu verhindern.
Ein Hundertjährig«.
Aus Geislingen (Württembg., wirb gemeldet: Gestern feierte hier unter Teilnahme ber ganzen (Bemcinbe unb zahlreicher Äriegeroeceine ber frühere Lanbjager unb Stationskoininantzant Josef Kohle ben 10 0. Geburtstag Der Reichs- präsibent fanbte ihm ein herzliches Glückwunschschreiben mit Bild. Auch her wurtiembergische Staatspräsident sandte ein Glückwunschschreiben unb ließ bem Jubilar eine kunstvolle Tasse mit Widmung und bem roürttcmbergifdjen W ippen sowie ein Geldgeschenk überreichen Der Jichllar ist noch durchaus rüstig.
Großfeuer in einem roürttemdergstchen Dorf.
Aus Moßtirch iWürtt.l wird gemeldet In bem Orte Bich11ingen wurden fünf Gebäude, darunter das Spritzen- unb dos Armenhaus vollkommen burch Feuer zerstört. Man vermutet als Ursache des Brandes Selbstentzündung des Heues. Der Schaden ift sehr groß, da sämtliche Einrichtungen sowie bedeutende Futtervorräte Opfer 5er Flammen wurden.
Festgenommene Schmuggler.
Wie die ..Polonia" berichtet, wurde geltem an der Grenze bei Beutßen eine Gruppe von Schmugglern feftgenommen, bei der ein großer s Quantum Dnnainii beschlagnahmt werden konnte. Ureter den Fe st genommenen befindet sich der Vorsitzende der ausständischen Gruppen von Rad- zionkau. Das Dtmamii war siir Radzionkau bestimmt.
Diebstähle in chinesischen üailetgräbetn.
Wie die Agentur Indo-Pacific aus Peking meldet. haben Zollbeamte in Trentfrn 35 Kisten mit wertvollen Gegenständen beschlagnahmt, bt* aus den Äaufcrgtäbcm gestohlen waren und nach Frankreich yefebafft werben sollten.
Tornado über Minnesota
S t.Pau l lVÜMiesota). 21. Aug. (WTB. Fund- spruch.) Gestern abend wurde Minnesota von einem Tornado heimgesucht, woher vier Personen gelötet unb 40 verlotzt wurden. Der Schaden wird auf eine Million Dollar geschätzt.
Die Wetterlage.
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Dos DruthaUflebid über der 'Jlorbftt macht seinen Einfluß auf die Witterung in Mitteleuropa geltend. Kühlt MtonifdK tiuftmaffen, die an der Ruckfette he, Tiefs Vordringen, fuhren zunächst zu utranbtrlidjem Wetter, sowie keiner Erwärmung und lasten es gilegenttich zu Niederschlägen kommen, die in Form von Schauern auftreten werden.
Voraussage für Mittwoch: Wechselnde Bewölkung. Temperaturen wenig verändert, vereinzelt Regenschauer, umbrebenbe Westwinde.
»orousfage für Donnerstag: Zunächst noch feine wesentliche- A-nberung be, Witterung,- chorakter,.
Lusiremperaturcn am 20.21uguft; mittags 22.4 ®<ob Edfiu», abenbt 1U# Grab (Tellius; am 21. August: morgens 15^3 Grad Celsius Maximum 23,1 Grod Lelstus. Minmwp, 9,7 Grad Celflus. — Erdtemperaturen in 10 cm liefe am 20. August: abends !9,ü Grab Celsius; am 21. August morgens 13,h Grad Celstus — Sorenenjcheindauer VA etun- ben.


