Aus der Provinz,ashauptfiadi.
G i»ft»N. ben 21. August 1928.
(LS ist her Sommer nur, der scheidet.
Als ®to< unb ’3hef«rJ>luewÄ unter bem schürfen Sttrsen^chmtr bdöinlonttn. als bann »vrwterr Acufltru4> bw 2ult burchHv-. ttnr Der
Sooancr -.ft ba! 2öl aber t*r Wecken geleert waren unb da. Wo bi» bunten 'Äunr grftanben baaen. nur rin» gleichmäßig grün« ULch» «schien, ahnten vir schon bah mit ben 2bdang des 6ommrr< 'chon («in Cdnbe gefotnmen war Doch grünten ja b.« Diesen tmn nam brr »wette ichn-tt rnhe tteran unb überall NSbten bi» Blumen wtetztt auf Dte Sonnt, bte aroftc Zauberin. tchui täglich neue 'Thunder, ösrichke aber auch bal Betrete Die Schnitter kamen
unb mm lbtf> auch bte 3e*r arieeri De» Segen ,ft geborgen.
Der Sommer mmmt Mchmb
Kalt schauen bw kahlen Stoppel fd ber uns an. Wo rtnft wogenbe Saaten 'ich l«B» tm Wucht bewegten ba gähn» bw Leere unb nur tury. bnte Tfefte einstiger Schönhe« ft «rem uns entgegen. Pw armen Ätnber bw bariuft laufen mülle*. m«iben bw Vwpörin. ’dbft bw »arten Schuhe unser« Dornen würben »oa ibnwi'*r(ett und graut um wrichnnben werben, höchstens 3t- aeunrrf nber rönnen baruLerhutcheev
Wohl werben bte rauhen Stoppeln umgebrochen, aber leibst burch bte braun» ®rbe bringen bte lebten Zeugen eines reichen Sommers. Sie wollen nicht weichen, nicht uraeegtb»*. —
Sb« nirgend« gibt * öhllftunb. Die Stoppel- Ücker. bte nicht gepfl^, werben, »etgen halb ein anderes Ausletzen Ueberall bringt (ich schwel- lenbes Drün ztottchen ben $al meuterten durch Tw junge Klee, bw un Schutz bei Obe treibet keimte unb fftn« »arten Blätter «nlallcte. hat nun CuH unb Licht unb strebt in bte Höhe Ss ist
em er1n(4»nbei Bllb. wenn vir setzen, toi« aus ben gelben Trümmern kräftiges Orün nachbrängt unb nach unb nach alles ^herrscht. Roch darren bte barten Aalme heraus unb schützen bte jungen Pflanzen, aber bald werben btefe hinausg< wachsen fein über bte letzten Best» der Sommertzerrslch- feit. The überquellenbe. überftrömenbe Kratt alles Jungen bricht sich sieghaft Bahn über bas Alte unb Morsch«.
Wohl kommen Tag«. Wochen, m denn auch bte funae Kraft erlahmt, wo alles still steht still stehen muß. itn Winter Stzi rauhes Holt geb eiet ler.^räst, doch eine linkte Decke wirb bald über bas frierende Arun gebreitet, gleichmühig bucken sich jung« Miet unb bte Stoppeln, Alter unb Jugend neben- einander.
P.
Ungrichwächt ersteh» bte Kratt der jungen Pflanzen n«*6 Schnee unb Ais. nach Tau tretfee unb Stegen. Vw letzten Beste bei A«rribes ab« lt*b durch Büste unb Külte zermürbt, »«neben weben Ster lochend« frruhiutg wirb in das Land heigen, freudig begrüßt von ben jungen SUeeteittem Dte Stoppeln find nicht mehr' -
Am wundervolles Bild des menschlichen Cebtn* Auch hier wollen bte Uten nicht Platz machen, starr unb hart stehen ste. wehoen (ich und fdnnen nicht nachgeben. Ab« doch find ste voll innerer streu d«. Mm sie sehen, wie bte Jugend heran- nächst, wte ste »um Achte drängt, auch wenn sie anders geartet ist. Unb wte bte reifen Halme die jung« Pflanzen schützen imb wie ihn« selbst die Stoppeln noch Stütze unb Halt bieten, rä hilft bas Alter der Jugend, virilricht mürrisch und unbewußt, ab« (te beiten einander, ergänzen sich in immer rot «bette brandet Auferstehung -
Der Sonmwr scheidei. Auch viele unserer l etzen Sänger rüsten sich zum Abschied Bald werden yrld unb Walb stumm fetal.
Der -erbst beginnt
.Seufzend in geheimer Kia« streift bw Wind bas letzte vrrün, unb bte süßen Sommer tag«, ach st» sind dahin, dahin!"
(6 form.)
fllunflaiionMtlnfft im Sreiflaai Men.
Bor einiger Zeit würben bi« Veranlagung«- ergebm<le ber Bermögenssteuer für 1924 bekannt» gegeben unb damit erstmalig seit Wiebergewrn- ming bet stabilen Wahrung rin Smblick tn bi« BermögensverhÜtlnisse der Steuerzahler gewahrt. Don ganz brionberem Interesse ist jedoch ein Derateich mit bem letzten Bortriegsjahr. da btefer bte BermbgenszerstÜrung bet Inflation mit korrekten Ziffern belegen kann. Allerdings muß vorausgeschickt werden, baß dieser Begleich nur für bte 10 OCX) Mk uberfteigenben Bermdgen eriUvanbirei zu führen ist. da bte Or- hebungsmelhoben tüt bte niedrigeren Dermögens- gtuppen weientiichc Abweichungen »eigen unb dm Geaenül'erstellung unmöglich machen. Unter Meter Boraussetzung beträgt die Abnahme der Vermögen tm Zreistaat Hessen burchfchnttttich 68,74 Prozem. eine Ziffer, die Veit über dem Reichsbu rchschnitt von 61 Prozent Hegt Dies bedeutet nicht« anderes, als daß von den Bvrkriegsvermögen gerate noch drei Zehniri übrig flcdltebcn ftnb unb fast sieben Zehntel der Inflation zum Übfer fielen. Vie Zahl her Steuerpflichtigen '«löst — soweit He mehr als 10 000 M. versteuerten - ging von 85 800 auf 41 500. aOo um mehr als die •ftältte zurück, gleichzenig schrumpfte ihr gesamtes Vermögen von 4,2 M lltortzen um 2.9 Milliarden auf 13 Milliarden zusammen lltebte kann die De-mögens zerstör un g und Bermögensverwüstung der Jmlahon klarer vor Augen fußten als bteft totniacn Zahlen unb besonders die Danach», baß der Ateißaat Hellen fast sieten Zehntel ferner 3«mögen unb damit feiner Wirtschaftskraft rin- gebüßt bat. Hessen gehört zu ben Ländern, reiche bte größten Einbußen erlitten baden
Am stärksten find bte Bermögensveriuste tzcr- : gewesen, di« em Vermögen von einet
y.N*.t bis einer Million Mark belaßen, bi» vkibl btefer Leute ging von 461 auf 31 zu ruck.
s verringerte 'ich burchkchnitt'.ich um
uateiu 83 Prozent. Rur wenig geringer waren dte Verluste dec Millvnäre. die von 225 auf 44
verminderten,. Jn der Vermögenegrupp« 100 000 bui 500 000 Mk schteben von 5703 Pstlch-
to“ HF in der chrupp» 50000 - xt 125W*3m von 10 300 last 7600. Während noc Den Krieg fjft 15 700 Personen ein mitt-
Vermögen von 30 000 ins 50 000 Ml. ihr eiy> nannten^ ©arm es nach der Inflation famn mete «« 5000 unb te gesamtes Vermögen te- jug noch kve H«-te des früheren. Selbst die Tlmnettn Vermögen von 10000 bis 20 000 Mk. !£*.krvtz be» Zustrom, aus Öen höhtten -xrmegtnögruDpeii — teßr zusammenge chrnc^zen. imb zwar stehen ’uß 35 8W Pflicht,ge vor und
23 803 Pflichtige noch der Inflation gegenüber.
Unter Umrechnung aller steuerbaren Jer- mötzen, allo auch ter von 5000 Hf 10 000 Mk . beträgt nunmehr das Rvtzveemögen ailer Steuer- vst ch'- genM-n Hellen «was üter 2 Millterben Mark unb ach Abzug von Id MM tonen Schulden v« blecht em Rem vermögen von 1.99 Milliarden Mark. Bon btritt Gesamtsumme aller A rin vermögen endallen auf Oberheffen 441 4« 600 Mk . auf Ahernhrilen 804 963 000 Mk. unb auf Starkenburg 744 319 300 Mk . oder anders ausgeb rückt auf Oberheffen 25 Prozent. auf Starkerrburg 37 Prozent unb auf Rhein- hrifen 38 Prozent. In Ober Hess« übertmegen bte I andmrrtkchafrl ichet; Vermögen, welche 'ast der1 fünftel sämtlicher Vermöge t ausmachen, auch « Atzemhellen nimmt das iaubwirdchaft- (täte Vermögen mit 34 Prozent eine bedeut'eure Steilung en In Starkenvurg dagegen entfallt auf die landwirtschaftlichen Vermögen nut ein Wtathri, aui bw gewerblichen bagegen beinahe di« ©äffte Dr Sch
Baien für Mittwoch, 22. August
Sonnenaufgang 4.56 Uhr, Sonnenuntergang 19.09 Uhr Mondaufgang 14,34 Uhr, Monduntergang
INk der Kechkriehrer '.Hubrif von Zherina in Aurich geboren. — 1686: brr Anatom ,rran.z Sofef (Ball in Montrouge gestorben. — 1856 der Architekt Emanuel van Seidl in München geboren; — 1921: der Maler Ander» Zorn zu Mor«, in Schweden gestorben.
>..stener Wocherimarktpreii«.
kosteten auf dem heutigen Wochenmarkf: Butter Pfund 1.90 tot 2.00. Matte 30 bt« 35; Käse 60 kns 1,40; Wirsing 20 bis 25; Weißkraut 12 kns 20; Aockraut 25 bi« 35. gelte Aüben 15 bi< 20; rvle Aüben 12 bis 15. ®binat 30 bis 35. Aömrschkohl 10 bi« 15. Bohnen sgrüne» 30 bis 40; Bohnen (gelbe) 35 bis 45: Unter-Kohlrabi 10 b s 12; Srbfen 40 bis 50; Mischgemüse 15 bi« 20; Tomaten 35 tes 50; Zwiebeln 17 bis 20; Ahatzarber 15 bis 20; Kartoffeln 6 bte 7; Zrüh- äpfei 35 bs 40; Zalläpfel 10 bi« 20; Birnen 20 tetz 40; Kirichen • lauere) 60; Pfirsiche 80 te« 1.00; Brombeeren 70 bis 80; Preiselbeeren 70; Johann «teeren 50; Zwellchen 50. Mirabellen 40 bs 60; Aeineclaudeiv 40 bi« 50; Honig 40 bin 45; junge Höhne 1.00 tes 1.20; Äupvenhühner 1.00 te.« 1.20. Ster Stück 13 bi« 15; Blumenkohl 20 bis 1.20. Salat 15 bi« 25; Salatgurken 15 te« 50: öwunaebgurten 3 bis 5; Sndivicn 10 bis 25; Ober-Kohlrabi 5 bi« 15; Aetkich 10 bl« 25; Aadwschen Bund 10 bis 15.
Vornotizcn.
— TageSkalender für Dienstag. Stadtttxater Drehen; Letzte« Gastspiel Auguste Prafch-Dreventerg .Der teerzehnte Stuhl". Be- ainn 20 Uhr Onde 22 Uhr. -- Lichtspielhaus, Bahnbvfstrah' .Die Pflicht zu schweig-tn' Astvria-Lichesp'rie .Tom Byler".
— Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben Bayarb Beiller, der Autor des heute abend gegebenen Kriminalstückes -Der 13. Stu HP', gehört .zur Zeit zu den meist- gesptelten amerikanischen 2Iutoren in Deutschland Mit feinem neuen Stuck. .Der Protest den Martz Dugan". ba« auch in Diehen zur Auf- futzrung gelangen wird, hat er bereits ben Aekvrb b« .Her«"-Ausführungen gebrochen Jn .Der 13. Stuhl" wird sich Frau Prasch- Orehenberg al« Madame Aofalie nom Die- hener Publikum verabschieten
** Der Lahngau de» Hessischen San- aerbunbe» hielt gestern im Bnhnholshotel >')opieid eine Siffuna ab. Der erste Vorsitzende, CEmil Koch, berichtete über die abgrlaufene Sommerperiode, dr konnte allgemein die erfreuliche Tatsache feststellen, dost e* mit dem Mannergesong innerhalb te» Taue-» vorwärts geht unb dost auch die Organisation de» Hessischen 3änp erblinde» immer mehr Anklang unb Anhang findet. Der Schriftführer empfiehlt ben Vereinen das Lesen des Bunbesorgane» langer märte" Er betont, der Lahngau lei mit 73 Mannergejangoereinen der stärkste de» Hessischen Längcrbunbe». Die Verständigung zwischen (Bauleitung, Bezirken und Vereinen muffe durch die „Längerwarle" «folgen. Der Lahntzau gliedert sich in fünf Bezirke: 1. Vereine, bi« feinem Bund angehören, 2. Lahntalsängerbund, 3. Ohm Lumbatalbunb, 4. l!urnbatal-oängerbunb unb 5. Obcrhe'sifchcr Sängerbund. Litz Long-Göns. Die ‘Ärtungejmflen sollen eine weitere Ausgestaltung erfahren. Vorläufig soll sich bte Tätigkeit der (Bauleitung nod) auf da» Werwngssinaen innerhalb der fünf Bezirke beschränken, bis fpater der (Bau mit geeigneten Mafsenchören auftreten kann. Die etste groste Hiuibgebunn de» Gaues soll 192V auf dem Hessischen Bunbesiangersest in Darmstadt statt- finden. Auf bem nächsten Deutschen Bundessänger- seit in Frankfurt a M. wird der Lahngau mit Massenchören vor bte Oessentlichkett treten. Zum 5njahrigen Jubiläum be* (BefangMr<ins .Heiterkeit- (teesten haben sich bereit» L> Vereine atmelbri. die unter Leitung von Gouchormeister K a st e n einen Maisenchor von 1UOO Sängern oortragen werten. Der Reifliche Lanbessängertag finbri api 28. Oktober in (Bitten statt.
** An- und Umbau der Schiller- schul». Da« im Jahr» 1878 ursprünglich für die Höhere Mädchenschule in bet Schilferst rast« errichtete Drbäubc wird in dem nach bet Aord- anlage zu errichteten Aeuteau feit 1908 al« Stabt- mätzchenichule benutzt. Entsprechend ben Brichlüf- ’en ber Stadtverordnetenversammlung wirb dieses «•cbättde gegeniDcrt'.q ->!e iftir Kna
ben und Mädchen) umgebaut und dabei gleichzeitig die feit Jahren dringend notwendig geworben» Renovierung unb Verbellerung bet lamtäten Derhälknisse durchaeführt. Da« Wesentlich» an bem Bauvorhaben -st bte zweck- entfvrechenbe 3erbinbung zwischen bet lurn- Halle unb bem Hauptgebäude D» Bauarbeiten *:nb feit einigen Wochen im (Sange und haben bisher gute Fortschritte gewacht. Heben ber bereit« vollendeten Herstellung des Kcfters und des Drtzge'chosfe« ;m Airban find auch de Um- bauarbe.ten :m Keller des Hauptgebäudes 'chon fertig. Bei weiterer günstiger Witterung wird mit Der Fertigstellung Der Rohbauarbeiten •.r.iter- haltz c.niaer Wochen zu rechnen sein, so bah während be« Winters die Innenarbeiten zur Durchführung gelangen können. Di» z. Z. in der Ausführung begriffenen Maurer- und Ci'en- bclonarbeiten werden burch b« Firma Abe r- mann geleistet.
*• Motorradunfall. Gestern, abend gegen 9 Uhr stürzte bet von Heucheche.m kommende Chauffeur Ferdnand Rinn m:t feinem Motorrad « ber Räche des Hritztchchstchens. ®t erlitt ernt 'chwere K o p f ve ol« tz u n g. Rach Aw- iegung eite« Avwerbantzes würbe er burch bte
I a n.
Frida-
Karl Leib an der Volksschule zu Giest«" und Abom Linbenschmltt an ber Volksschule zu Darmstadt.
ee iltnbrrung tm S r a f t p o ft f a b r p 2m Fahrplan der Krastpost Afeseld—Grotz-F»
Ltumpertenrod— Rieber-Gemünben ist folgende Sende rung eingetreten: Die Fahrten zwilchen Stumpertenrod und (Srost-Felda 5 0*» Uhr ab ölumpertcnrob, Oiroh Felba an 5.25 Uhr. Wroß Felda ab 20.55 Uhr. Stumpertenrod an 21.15 Uhr (W), (Lrost-Felda ab 22.10, Stumpertenrod an 22.30 (F) sind wcagesallen.
Sonderzug zur Jungfrau. Vie vom Reifebureau Loeb mitgetrilt wird, verkehrt ein Sonderzug zur Jungfrau vom Samstag, 25 Äugust, bis Mittwoch, 29. August. Nähere» im heutigen An- zeigenteil
•• Haftung ber Reich»bahn bei Unfälle n. In einem rechtskräftig gewordenen Urteil te» Landgerichts (Erfurt heistt e», oah den ftahrgast, ter, obwohl er mit bem Schließen der Tür jederzeit rechnen muh, unter Außerachtlassung jeder Sorg falt die Hand in die Türspalte legt, in jedem Halle eigene» Verschulden trifft. Sine Haftung ber Keichs- baJjn kommt also in solchen Fällen nicht in Frage
5mttä£T.ge Sarckrätskrionne xxn Avten Kreuz n bte llhirurgtsche Kllntt llteraeführt
" Pldtzltcher Tob aus dem Vi«h - markt. Heute DPtenlteg gegen 9 Ude erlitt btt Btehtzändter Hermann Mayer aus Gladenbach r.nrn Schlaganfall- Die terte gerufene Son rätskolonn« vom Arten Kreuz konnte nur den Tob be« tzeba uernswetten Mannes feststellen.
“ Di« Fasanenjagd in Hess »n beginnt am Sonntag 16. September.
' Die tzel (i ( che Bierpeotzuktion im ersten Halbjahr 1 92 8. Jn ben Monaten April, Juni betrug bi« gesamte Bierttwugung in Hessen 285 034 Hektoliter. gtacii 215 481 Hektviiter tm ersten Cuartal I-2S io hast ins- aefamt im ersten Halb,atz» 1928 500 515 H«ktr- liler abgelaffen wurden Jn ter gleichen Zeit des Vorzahrtt stellte fich ber Bicrau-stoh auf insgesamt 554 572 Hektoliter, (o batz also eine Bermintzeeuna um na.5 10 Prozent etngetreten ist. Jm c;hh’Jtcn wurden im abgelaufenen Halb- latzr abaelallcn 202 Hektoliter Sinsachbter. 498 974 HekwI-.ter Tollbier unb 3339 Acho- Hter Starkbier Verwandt wurden &ieau 104 947 Doppelzentner Malz, während 3ucftrwoffe nicht verarbeitet wurden.
" ..Blume und Base". Zu dem gestn-gen 2Iusst»!Iungsberncht wirb von ter Firma Hochst ä l t e r darauf knnaewiefen. hast von ihr sämtlich» ausgestellten Dekoratwn«ste»sfe. foww die Tepp-.che oeliefert worben find. Dte Firma Reuter hat dagegen bi» Tifchtzecken zur Ber- sügung gestellt.
" Arbeitsjubiläum. Am 22. August b. I. kann ber Schneider H Sommer bei ter Firma <Inae lhardt. Plockstrasie. fein 25- jähnge« ArdeitsjubilLum feiern.
•• Terfonalien. Auf Orund den Gesetze» über die Altersgrenze ter Staatsbeamten treten am 1. September 1928 in den Ruhestand die Lehrer
Eingesandt.
(Für Form unb Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Die caslaulogefahr für die Häuser.
lh» Erschütterung ter Straften durch schwere Auto« macht den Schutz ter Häuser vor Mefen mehr oder weniger starken und meist regrimäffefl wie der kehrenden ..Erdbeben" notwendig, bte ja durch bi» Aotwentzigkelt de« Verkehr« hervor- gerufen find. Da« hat in verschiedenen Städten tu polizeilichen Mahnahmen geführt, die schlieft- ch nicht oloh den Häusern zugute kommen, andern auch den Wagenbesitzern selbst, wenn hnen besonder« gutgebaute Straften zugewiesen werten, und wenn ste auch von ten Anwohnern mit freundlichen Gedanken unb nicht bloft mit leisen ober lauten Seufzern unb Dcheltworten begrübt werden. Auch in Tieften spürt man lotete Erichütterungen; ^we. betontere Trlebnissc möchte Tmsenter dringend ter aufmerksamen Fürsorge ter teteuigten Stellen empfehlen.
Jeden Morgen. n;cht allzu lange nach 5 Uhr. fährt em auftergewöhn. ch 'chwerer Lastwagen durch bi» Toechestrafte, ber durch bi« Erschütterung n.cht bloft die ’äuimgen Schläfer an den Tollfweri ter Morgenstunde erinnert, fontern unmittelbar die Häuser schädigt. 3n diesen Monaten ist bas ba am schllmmften. wo wegen te« Bau« des Ainan-arnte« die eine Hälfte ter Strafte für ten Verkehr gesperrt ist; abetgiaub- würtege Zeugen lagen, bah bte ^tlcbütterung auch .n ten Quer straften t Stepha nstra ft». Lutz- nxgftraffe usw.) mindesten« noch im zweiten Hause verspürt werte. Das Wort örbteben ist hier kein» Heber treibung
(Kn 'ehr schbnes. auch recht schweres Lastauto bestht cme angesehen» ^irma in ber Reuen Bau». *nfenter betxnutterte es in ehrlicher Zreutze. als es vom R»uw»g»r Tor her in di» Strafte einsuhr; ater er empfand auch einen ehrllchen Schrecken, al« e« jenfet« der Weiten- fjasse te: ben Säten von Dosch unb Pirr plötzlich nicht bloft da« Geleise ter elekttischen Bahn überquerte, sondern noch b.-a in die Hällte des chmaten Bürgerstelgs mit leinen dicken Rädern auftuhr. um fp e nen Augenblick die ganze Strafte sperrend n dem hrimatl'.chen Hafen zu landen. Gew ft ist lchw .'r zu lagen, wie c« die Landung anders tesertf leit gen sollte aber ebenso g tast btek Ars Strahenbenuyun,-
burch e-n Lastauto eine schwere Defährteng te« Straßenverkehr« ist. die > rhintzert werben must Bei ter Fahrt auf ben wurgersteig wurste auch fein warnendes Zeichen gegeben. xjt,
Die IDaiferlftl angsfotgen in kfencheiheim.
Heuchelheim. Erfreulich ist e». tm „Gieftenei Anzeiger vom 10 c> 4H. zu lefen. haft fich die höchst« Stelle be» Lande» bc • chlt mit ter Frage der G e j mein den ohne .^afferleitung befassen »trb. Zu ten Gemeinten ohne Dafierieitung gehört auch der etwa 2800 Seelen zählende Dr! Heuchelheim. JBenn man das industriell«: Unternehmen In unserem Orte in bezug auf den Fortschritt usw. betrachtet. kann man wirklich nicht verstehen, dah em so dringendes Bedürfnis (die Wasserleitung) bis heute immer noch nicht befriedigt ist. Der Heuchel- Heimer Temeinterat beschäftigt sich ja schon seit etwa zwei Jahren mit der Wasserleitung. (Es wurden te« reit» oerfchietene Äohrunaen oorgenommen. aber alle tn» je« ergestnrslo». Zn dem ganzen Problem «uft oor allen Singen rin fester Will» lein, unb wo ein Dille ist, läht sich manches überwinden. (Es wäre >u begrasten, wenn ter Hessische Landtag ten (Be. meinten mu 'chlechten Dosieroerhättmssen mit bü. l'te» ®ridern unter die Arme greifen würde, bann riatfte ich stcher. dost mblich auch -fenchekhrim halb
in ten Besitz einer Dafierieitung kommt Sollte sich die Gemeinte In nächster Zrit für eine Dafierieitung nicht entschlieften können, bann müfien unbedingt tn den neubebauten Vierteln Brunnen angelegt werten. Die Gemeinde Heuchelheim sollte fich W i eie d tum Vorbild nehmen. Soviel man tu ri. soll die (Bemetnbe
* nämlich in aller Kue'e schan mit (Ba» oet« sorgt werten. (?• lost sogar mit ter Legung ter Leitung begonnen worben sein Gewist eine bequeme Sache für bte Hausfrauen Ä ®.
Preußen.
TiUtreio.
* Herborn. K. ilug. stuf dem heute abge- baltenen neunten bietiobngcn Markt waren auf- getrieben 60 Stück Nindvieh und 140 Schweine vl» wurden bezahlt für ^ettvieb, unb zwar Lchsen, 1 Dualität, 30 bi» M Mk, Kühe und '.Hinter. 2. Dualität. 40 bi» 45 Mk. per 50 Silo Schlachtgewicht Auf dem Schweinemarkte kosteten geriet 40 bi» 50 TU. Lauser 140 bi» 170 Mk ba» Paar.
bt Schönbach. 20. 2Lug. vw Otmetntepertte# huig hat in ihrer letzten Sitzung ten Brich lüft geragt, rm» neuzeitliche 3 ab «an flalt tu erfwucn. Der Wunsch nach «um Jmri4- tuna war hier allgemein, fo tzaft die Sinwohntt« schatt ten Beschluft fehr dankbar aufgcrrxnmwt hat
Mrcio Marbtirx.
|l ‘JRarburg, 20.August. Arn Sonntag, ten 22. April wurde auf brr Landsiraste zwischen Gladenbach und (krbhausen ter 17 Jahre alte ^chn- iter- gehilfe Burk aus ürdhausen, ber ein Mädchen nach Haufe begleitete, von einem Auto überrannt unb so schwer verletzt, dast er balb darauf starb. Heute beschäftigte sich ba» Schöffengericht mit bem traurigen Vorkommnis. Nach Vernehmung zahlreicher Zeugen wurde ber angeklagte Autofuh- rer. ein Gerne rbetrelbenber, zu 9 000 Mark (Belbftrafe ober 60 lagen Hast verurteilt — Heule sind es f ü n f z i g I a h r e, dast ber Installateur Pfalz au» Wehrba bei ter Jlrma 9. Klee Sohn ununterbrochen be - schäfkigt ist. Lus biesem Anlnst wurden dem 75jährigei! Veteranen der Arbeit, ber noch täglich seinen Dienst versieht, zahlreiche lrärunaen zuteil. U. a. wurde ihm ein Bild be» Reichspräsidenten mit eigenhändiger Unterschrift überreicht.
Vermischtes.
60 Jahre Meter.
Am 17. August waren es 60 Jäte», feit ü» Deutschland das matrischeMaftsnstem gesetzlich Angeführt Worten ist. Die politisch» Zev- nlfenfteit der i'Prau«fl»ganoenen ^ahrzehn.» dürfte c« verschultel baten, daft es solange bi« zu dieser VereintesUichuirg gedauert hat. nachtem Frankreich bereit» am 29. Rvvernter 1800 al« eine Srrungrnfchaft ter sranzäsischen Revolution da« Meter als eint zur (Tröte ter Otde in Beziehung sichende Längenrinte'k < 3e6nmil- llzmfttr Teil tes Meridian viert eis zwischen Rord- pol und Acquator- feRgclegt und gesetzlich eln- aefuhrt hatte. O« st erreich folgte am 1. August 1876. - Ss ist in diesem xiu(amm»nbang sehr interessant, duft schon e'.wa 2000 Jahre vorher ter weise Grieche Gratoftteiic« tn Merantzrien mit einer uns fast untegreifitchen Genauigkeit ten Durchmesser bet Srbe testimmt hatte, und zwar mit einem Fehler von kaum mehr all Vi Prvz. und tzaft da« Dezimalsystem ten Priestern der alten Aeanpfee geläufig war. die es allerding« al« Teil Ifjrcr heiligen Wissenschaften vor bem Bolte, dessen Rechnei sich auf der (-rundzahl 12 aufbaute, geheim hielten. DieBor- au-setzungen zu ter >o einräch scheinenden Folge- nmg. eine terrestrische Äröft» zum Au-gang«- punkt eine« durch dezimalrechnerische Beziehun- 4«m einfach au »gestalten den Maftsystems zu machen, stammen also au« alter Bonzeit. und es bedurfte dennoch zweier Jahrtausende, bis die Gelehrten in Pari« ben rät die Zivilisation so ungemein wichtigen Beschlaft faftten. das Meier au schatten unb von ihm aus das neuzeittlch» Mahsysteiu auszubauen. Roch hat ba« metrische System sich nicht überall durchgesetzt, noch stehen S n g l a n b unb zum Teil seine Herrschaf tsgebiel e abseits, ebenso die Bereinigten Staaten von Ttorbain.-ri’a, also di» ganjen angel sächsischen Länder, während die late n annnkanischen Staaten längst metrisch me'fen. In vielen leiten von Asien kenn', man es überhaupt noch nicht. Japan Hai »s anfang« 1Q21 ringesüftrt und auch Afghanistan benutzt feit kurzer Zeit ba« metrische Softem. Jn Ruftland wird ba« ine* tnsche Maftshstem schon seit einigen Jabern benutzt obK?rb[ es erst vor kurzem durch Desetz »ing.sührt ist. Obwohl die Vereinigten Staaten schon vor (ast 150 Jahren ihre Deldwährung nach bem Dezimalsystem eingerichtet haben, be- nuben sie da« englische Mahsystem bi« in untere Tag». Heute bedienen sich nach einer amer.konischen Angatx etwa 1100 Millionen Menschen be« metrischen Maftsystems
Taft sGattentvahlrecht der russische»» Madcheu.
Der Lotkskommlfsar für bte Justiz hat joeben eine neue Uterorbnuna erlassen, die bas Wahlrecht d»r jungen Mädchen betrifft. (Es handelt sich jedoch nicht um das politische Wahlrecht, sondern um ba» brr — Aattenwahl. Die 'Serorbnunfl bezweckt, bah ble jungen Mädchen vollständig frei ihre zukünftigen Ehegatten ouswähten sollen. Ms> (fltejn „aus selbstischen Gründen' ber Heirat ihrer loch- ter Hinbermsse bereiten wollen, werben sie künftighin tn Sowjetrufelanb mit schweren Gefängnis- (trafen bedroht. — In Mittel- unb Westeuropa, besonders aber In Amerika, wäre ein derartiges Besetz, wie es der rufsifche Bolkskommifiar im Hinblick auf bas Natten Wahlrecht ber jungen Mädchen erlieft, vollständig überstusflg.
berliner Börse.
Berlin, 21. Lug. (DTL. ffunkfpruch - Da auch 'm heutigen Lormittag»oerkehr keine anregenden Momente oorilegen — Reuyork war -war unter Schwankungen fest, doch -og der Satz für Tagesgeld wieder stärker an — hielt sich die Spefu- lation vollkommen zurück. Kurse waren bi» jetzt 104 nicht zu Horen. Die Grundtendenz toeint jedoch nii^t unfreundlich zu (rin. Am Devisen- morft nennt man London gegen Kabel 485,30 dis 485,34, London gegen Madrid 29,18 bi» 29-2f>, Lon- bon gegen Mark 20^675 bi» 203713, Kabel gegen Mark 4,1970 bi» 4,1975.
Berantworttich für Bolittk? 5 B - Errrsi Mumsch»k^


