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Souveränität beruhenden Verträge

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Gleichheit torialen

Woldemaras wir- gewarnt.

Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".

Berlin, 20 Juli. Der deutsche Ge­la ndte in Äotono, M 0 rath, hat in diesen Tagen beim litauischen Ministerpräsidenten, Pro- sessor Wolde in ar as, vorgesprochen und der litauischen Regierung mit Rücksicht aus die Diel» sach beunruhigenden Gerüchte über die Behand­lung des Konfliktes mit Polen geraten, Polen gegenüber doch eine konziliante Haltung einzunehmen. Damit hat die deutsche Regierung, in deren Auftrag der Gesandte Mc>- rath diese Demarche unternahm, jene Politik fortgesetzt, die sie von Anfang an in bezug aus den litauisch-polnische,' Konflikt vertreten' bo. GS ist aber nicht richtig, wenn behaup­tet wird, daß der deutsch« Schritt nach Be-

ig mit Großbritannien und im G-m- -----Jymcn mit Sowjetrußland erfolgt sei. GS hat sich vielmehr in keiner Beziehung um eine Kollektiv-Demarcde gehandelt. Wohl sind sich alle Mächte in diesem Punkte einig, und man kann deshalb audj annehmen, daß ebenso der englische Gesandte beim litauischen Mi­nisterpräsidenten interveniert hat. DaS Sowjei- kommissariat für Auswärtige Angelegenheiten hat durch ° i t to i n o to der litauischen Regierung niemals ine militärische Unterst u t - z u ng Im Falle eines k ewasfneten Konfliktes mit Polen zugesagt. Auch Rußland steht viel- mehr auf dem Standpunkt, das) dieser Konflikt aus dein Wege gütlicher 'Vereinbarung auS der Well aeschafft werden muh. Hoffentlich wird die litauische Regierung und namentlich ihr Mi­nisterpräsident. Pros. W oldem ar aS den wohlgemeinten deutschen Rat nicht überhören und endlich dazu beitragen, den Streit mit Polen beizulegen.

die Anullierung oller ungleichen Verträge und den Abschluß neuer, auf der Grundlage der und gegenseitigen Achtung der terri-

und diesbczügt

«finger Ttegieru

China verlangt Gleichheit beim Vertragsabschluß.

Berlin. 20.Juli. (WB.) Die chinesische Gesandtschaft in Berlin aibt folgendes Tele­gramm der nationalistischen Regierung in Nanking bekannt: Die nationalistische Regie­rung hat mit Dem Ziele, sich den heutigen Verhält­nissen anzupassen, und der Absicht, das Wohl Chinas zu fördern und die freundschaftlichen Be­ziehungen zwischen China und den einzelnen Län­dern zu vertiefen, stets

Besprechungen

über hie Reichsbahnfinanzen.

Berlin. 21. 3ult. (Privat.el. deS DTB) Wie der .Dcrmania" zufolge verlautet, wird am Montag nächster Doch« noch eine Kabi- ne t t Ss itz u ng stattfinden, bei der voraus icht. lich erneut über di« Finanzlage der Reichsbahn beraten wird, Zwilche;- der ReichSbahngesellscha't. Lern R ich finanw.- hum und 5cm Rcich-verke^sminifteeium finden seit einigen Tagen wieder Besprechungen über die Beschaffung neuer firanz . . ler Mittel für den Betriebs- und Betch-

fungsfonds der Reichsbahn statt. GS handelt sich darum, festzustellen, ob die Mittel aus dem An­leihewege oder durch Tariferhöhung zweckmäßiger beschaftt werden können. Diese Frage spiele auch bei Besprechungen zwischen den zu­ständigen Reichs stellen und dem General­agenten eine gewisse Rolle.

Besuch Hindenburgs bei der Stoffe.

Berlin, 20.Juli. (Priv.-Tel. des WTB.) Der Herr Reichspräsident von Hindenburg trifft lautGermania" am 8. August, vormittags, zu einem Besuch der Flotte in Kiel ein. Der Reichs­präsident wird an Bord des LinienschiffesSchles­wig-Holstein" Schiffsübungen beiwohnen und am Abend desselben Tages die Rückreise nach Berlin mit der Bahn antreten.

Oie Amnestie in Hamburg.

B'erlin, 21. Juli. (Priv.-Tel. des WTB.) Wie derBoss. Ztg." abs Hamburg gemeldet wird, werden die Abgeurteilten aus dem Urbans-Prozeß, der die Oktoberunruhen von 192 3 zum Gegenstand hatte, unter die A m n e st i e fallen, die sich auch auf den kommunistischen Abgeordneten Thälmann auswirken wird, gegen den im Anschluß an den Urbans-Prozeß noch ein Strafverfahren anhängig ist. Den Hamburger Spreng st offattentätern, die zum Teil mit schweren Zuchthausstrafen belegt sind, wird die Amnestie ebenfalls zugute kommen.

England subventioniert die Kohlenausfuhr.

London. 20. Juli. (WTB.) Wie Reuter er­fährt, hat die englische Regierung be­schlossen, der Kohenindustrie sofortige Hilfe zu gewähren. Sie hat wegen der Zu­nahme der Arbeitslosen und der Schließung weiterer Bergwerke finanzielle Unter­st ü tz u n g besonders für die KohlenauS- fuhr bewilligt.

Die lautDaily RewS and Westminster Ga­zette" geplante Aktion für eine Besserung der verzweifelten Lage der Kohlenindustrie nimmt jetzt unerwarteter Weise die Gestalt einer TlnterstützungSaktion des Schatz­amtes für die Eisenbahnen an, damit diese in die Lage versetzt werden, die Kohlen- transportsätze zu ermäßigen. Die Höhe der Be­willigung ist noch nicht festgesetzt. Der Plan, den Churchill dem Kabinett unterbreitet hat, teiltet jedoch darauf hin, daß die Höhe des Be­trages es den Eisenbahnen ermöglichen wird, ihre Frachtsätze durchschnittlich um 9 bi# 11 Pence pro Tonne herabzusehcn. 3n der Frage der Aufrechterhaltung der Ausland­aufträge spielt diese Ermäßigung eine be­deutende Rolle. Mit dieser llntcrstützungsaktion ist ein Plan für eine jährliche Auswan­derung von 20 000 Personen, insbe­sondere Bergarbeitern, nach entlegenen Teilen des britischen Reiches verbunden.

Karlsbader Ministerkuren.

Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".

Berlin, 21. 3uli. Die Reise des deutschen Reichsauhemninisters Dr. Stresemann nach Karlsbad, wo er sich nunmehr auch noch von seinem Dallenleiden erholen wlll, gibt natürlich wieder einmal Veranlassung zu allerhand Kom­binationen, zumal die Karlsbader Kur des Reichsaußenmmisters sich doch über einige Wochen erstrecken wird, und somit ziemlich nahe an die Eröffnung der VöUerbundstagung heran­reicht. Dazu kommt noch, daß sich zu gleicher Zeit Präsident M a s a r h k in Karlsbad auf­hält, und sogar noch im Rachbarhotel des deut­schen Reichsaußenministers wohnt. Die ersten Ge­rüchte, die in diesem Zusammenhänge auftauchen, besagen deshalb auch gleich, daß ein Besuch des tschechoslowakischen Außenministers Benesch zu erwarten sei. Eine Bestätigung dieser Meldung liegt selbstverständlich bei den zuständigen deut­schen Stellen nicht vor. Es kann trotzdem für durchaus möglich gehalten werden, d auch Benesch einmal für kurze Zeit nach Karlsbad kommen wird, wobei ohne Frage eine D e - s p r e ch u n g zwischen ihm und dem deutschen Reichsaußenminister zustande kommen dürste, die sich sicherlich auch mit den aktuellen politischen Fragen beschäftigen wird. Weiter wird berichtet, daß auch der rumänische Außenminister Titu- l e s c u nach Karlsbad kommen wolle, was eben­falls wieder durchaus im Bereich Der Möglich­keit liegt, zumal man rumänischerseitS Karls­bad außerordentlich bevorzugt. Vielleicht hat Ti- tulescu die Absicht, dann von da aus direkt nach Dens weiterzureisen, und da die Ber­liner Finanzbesprechungen. wie wir bereits melden konnten, über kurz oder lang zu

voraerufen hat. Truppen sind nach allen wich- kiaen Mitlelpunkten gesandt worden, um Die O?Sunfl ausrechtzuerhalten Eine V e r s a m m - niif Der der frühere Premierminister R a h a Pascha eine Ansprache halten^ sollte, ist h». *7teaieruna verboten worden.

-»«£ b«icht-t au« Alexandrien. Die Auflösung Des Parlaments ist für Die Wald-Partei ein s ch we r e rS ch l a g. Trotz des von der Regierung erlassenen Ver­bots der Wafdversammlung in Tanta aibt die Partei bekannt, daß sie die V e r f a m m - Fung abzuhal ten gedenke. Die Polizei in Tanta wurde aus diesem Grunde verstärkt.

Englische preffestimmen.

London, 20. Juki. (DB.) Die Auslösung beider ägyptischer Kammern wird in der Presse vielfach be­achtet. Mehrere Blätter, DarunterDaily Telegraph", sprechen von einem Staats st reich der ägyp tischen Königs,Dally Erpreß" von einer Diktaturherrschaft in Aegypten.Daily Herold" ist überzeugt, daß der Staatsstreich des Kanias Fuad und seines neuen Premierministers Mohammed Mahmud Pascha mit der Zu­stimmung des britlschenOberkommissars Lord Lloyd ausgeführt worden fei. DieTimes" schreibt: Kurz gesagt, die p a r l a m e n t a r i s che Regierung verschwindet zugunsten des Königs und seiner Minister, wie sie in Spanien und anderen Mittelmeerländern verschwunden ist. Es ist eine Veränderung, die einer Revolution sehr ähnlich sieht.

einem günstigen Abschluß geführt werden, wo- duych der Weg zur Aufnahme der deutsch- rumänischen Handelsvertragsver­handlungen frei würde, könnte es wohl mög- tzch ein, daß Titulescu Die Absicht hat, mit dem Deut chen Reichsaußenminister über diese Materie sprechen. Daß wahrscheinlich auch Der öster­reichische Gesandte in Prag, Marek, dem deut­schen Reichsaußenminister während seines Karls­bader Aufenthalts einen Besuch abstatten wird, ist wohl anzunehmen. Gerüchte, die wissen wollen, daß auch der russische Außenkommissar, Tschit­scherin die Absicht habe, nach Karlsbad zu kommen, können jedoch nicht bestätigt werden, zu­mal Tschitscherin ja auch bis jetzt noch keine Be­willigung für einen AuSlanduclaub erhalten hat.

für die im Augenblick wichtigste Frage gehalten. Dieses Ziel wurde in den verschiedentllchen Er- Höningen der nationalistischen Regierung verkün­det. Nachdem nunmehr die Einig ungChinas zur Tatsache geworden ist, ist es die Aufgabe der nationallstifchen Regierung, jede Anstrengung zu machen, um dieses Ziel zu erreichen. Während die nationalistische Regierung fortfahren wird, ihrem Recht gemäß das Leben und Eigentum der Aus» länder in China zu schützen, gibt sie folgende be- sondere Erklärung in bezug auf alle ungleichen Verträge ab:

1. Alle ungleichen Verträge zwischen China und den anderen Ländern, Die bereits abge­laufen sind, werden ipso facto an ul (tert Reue Verträge sollen an ihre Stelle treten.

2. Die nationalistische Regierung wird sogleich Schritte unternehmen, um auf geeignetem Wege diejenigen ungleichen Verträge, die noch nicht ab­gelaufen sind,zur Aufhebung zu bringen und durch neue zu ersetzen.

3. Für alte Verträge, die bereits abgelaufe», aber noch nicht durch neue ersetzt sind, wird die nationalistische Regierung geeignete Jnterimsoor- schriften verkünden, um den Erfordernissen der Lage nachzukommen.

Japan und Frankreich machen Schwierigkeiten.

Parts, 20.3uli. (WB.) HavaS meldet aus Schanghai: Die nationalistische Reg.erung hat Die japanischen Behö rden davon in Kenntnis gesetzt, daß sie den Vertrag von 1 896 als abaelaufen betrachtet und daß die kürzlich bekanntgegebene Verordnung über die Stellung der Ausläirder in China nunmehr auch auf die japanischen Staatsangehörigen An­wendung findet. Es wird angenommen, daß die japanische Regierung sich auf den Standpunkt stellen wird, daß, da innerhalb von sechs Monaten nach Dem 1. Oktober 1926 kein neuer Vertrag zustandegekvmmen ist. Der alte Vertrag für toei tere zehn Jahre in Kraft bleibt - S>ie nationalistische Regierung wendet Die neue Verordnung auch auf die ita­lienischen StaatSangebörigen an. weil sie den chinesisch-ttalcenischen Vertrag gleichfalls als ab­gelaufen betrachtet.

Rach einer im .Ternps" veröffentlichten Mel­dung aus Peking protestiert hie fran­zösische Antwort auf Die Mitteilung der Hansing» Regierung. Die die Ab'chaffung Der Drei Dlbkomrnen über Die indochinesischen Zollabgaben betrifft energisch gegen den Rechtsstanbpmckt EhmaS auf Kündigung dieser Verträge Die fron» <ö"*che Rote weist daraus hin. Dem Frank- 1 r c t <b seine Zustimmung zur Revision d.efer

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Zusammenstoß zwischen japanischen und chinesischen Soldaten.

Schanghai. 20. Juli. (Reuter) 3n T si- nanfu tarn es nach einer von Dort kommende» Meldung aus offi^iöfer japanischer Quelle zu einem Zusammenstoß zwischen einer japa­nischen Abteilung und einer Gruppe Soldaten der regulären chinesischen Armee. Die Chinesen waren in Die japanische Eisenbahnzvne cingeDrurgm, unD Die japanische Abteilung war entlaubt worden, um sie zu entwaffnen. Nähere Rachrichten liegen noch nicht vor.

Ausstand in Mexiko?

London, 20. Juli. lWB.) ..Daily Mail­berichtet aus Neuhork: In der merllani- schen Grenzstadt Laredo gehen Gerüchte um. daß nach der Ermordung Obregons in gewiften mexikanischen Staate n offener Auf - stand ausgebrochen sei. Es verlautet, daß drei RegimenterRieder mit Calles!" gerufen haben.

Mexiko. 20. Juli. (WD.i Eine offizielle Mitteilung besagt, daß das Verfahren gegen T o r r a l, Den Mörder Obregons, in öf­fentlicher Verhandlung vor einem Zivil- gericht durchgeführt werden wird. Das Justiz- gericht hat dementsprechend die Polizei und die Militärbehörden erfucht, in der Angelegenheit Torral innerhalb der nächsten 72 Stunden keinerlei Schritte zu unternehmen.

20 Donnen von Guadalupe, wo der wundertätige Schrein unserer lieben Frau von Guadalupe" steht, wurden heute abend ver­haftet. Ihr Kloster wurde geschlossen. Sie wurden beschuldigt, im geheimen Die Re- ligionsgefetze verletzt zu haben.

Miens Fiasko im Eismeer.

Erklärungen des italienischen Gesandten in Norwegen.

Oslo, 20. Juli. (WD.) Der italienische Gesandte in Norwegen. Graf Sonni, er­klärte in einem Interview mit einem Vertreter der ZeitungDa gb ladet", Nobile und Die anderen Geretteten derItalia" würden von N a r to i d über Stockholm unb Mittel­europa nach Italien zurücttehten. Auf die Frage, ob eine Untersuchung über daS Unternehmen eingeleitet werden soll, antwortete der Gesandte, er wisse es nicht, es sei aber wahrscheinlich, daß ein ausführlicher Bericht von Nobile gefordert werde. Der Berichterstatter fragte weiter, ob Italien einen zuständigen Gerichtshof für solche Anfälle hätte. Der Gesandte an tto ortete:Wir haben keinen be­sonderen Gerichtshof, wir haben aber selbst­verständlich gesetzliche Bestimmungen über alle Unfälle, auch über solche, die sich während einer Luftreise ereignen könnten." Der Berichterstatter machte darauf hin den Gesandten daraus aufmerk­sam, daß Mussolini wegen seiner Be­ziehungen zur Nobile-Expedition kritisiert worden sei. Der Gesandte erwiderte, eS handle sich um ein Mißverständnis, Denn die Ex­pedition habe einen durchaus privaten Charakter gehabt, sie sei von der Stadt Mailand auSgegan- gen und das nötige Kapital sei durch eine Sammlung aufgebracht worden. Mussolini §ibe niemals, wie vielfach behauptet. Befehl erteilt, eine Fahne am 24. Mai am Pol her- abzuwetfen, er habe auch niemals Die Aus­führung des Unternehmens selbst angeordnet. Solche Behauptungen seien unsinnig.

OerRraffin-* reparaturbedürftig.

Moskau, 20. Juli. (WD.) Der Leiter der sowjetrussischen Hilfsecpedition, Samoilo- witsch, meldet, daß die Reparatur deS EisbrechersKrassin" dessen Steuer­ruder beschädigt ist, sich in Kingsbah nicht Durchführen lasse. Es sei Deshalb notwendig, einen der nächsten norwegischen oder schwedi­schen Häfen anzulaufen. Der Flieger Tschuch- n v w s l i dagegen wird in KingsbÄ bleiben, um fein Seeflugzeug instand zu setzen und Die nötigen Probeflüge vorzunehmen. Die »Eit ta die Milano" läuft am SamStag nach Nor­wegen auS. Sie wird nach ihrer Rückkehr mit Dem .Krassin" zusammenarbeiten.

Das Nobile-Hilfskomitee hat Den Beschluß SamoilowitschS, zur Reparatur Des Eis­brechersKrassin" einen europäischen Hasen anzulaufen, gebilligt. Man glaubt, daß der Eisbrecher in zwei Wochen seine Nach­forschungen wieder auf nehmen kann. Der Vor­schlag bet schwedischen Flieg e r. mit der russischen Expedition zusammenznorbeiten, wurde vom Komitee lebhaft begrüßt. Ebenfo brachte das Komitee feite Befriedigung darüber zum Ausdruck, daß die®itti Di Milano" nach ihrer Rückkehr aus Norwege.r mit demKrassin" zu­sammenarbeiten wird.

Aus aller Wett.

Oie deutschen Sänger beim Gesandten Geasen Lerchenfeld.

Wien, 20.3uli. (WTB.) Der deutsche Ge­sandte Graf Lerchenfeld begrüßte heute bei einem Tee in der Gesandtschaft Die namhaftesten Teilnehmer o lO.DeutschenSänger- bnnDeSfest. llewa 400 Sänger waren Dec Srnladung gefolgt. Darunter neben Den Mit- glteDem DeS HauplvorstandeS und Des Wiener Ausschusses die Vorstände der großen Wiener und der Reichs deut,'chen Gesangvereine, vor allem auch Vertreter Der Deutschen Gc angvereine aus Dem näheren und weiteren Auv.anDe, so aus Polen, Ungarn, Rumänien, Serbien, aus NotD- imD Sudamerita und aus Windhuk. Viele von chnen haben die einzige Urlaubszeil, die ihnen ihr Beruf gewährte, benutzt, um trotz der mehr­wöchigen Reife hin unD her an dem Sängerfest teilnehmen zu tönr.en. Unter Den Gästen deS deutschen (DefanD.cn bemerkte mar ferner zahl­reiche Bürgermeister deutscher Städte, sowie Die Oberbürgermeiftcr Landmann von Frankfurt am Mcnn, Finke Hannover, und Luppe, Nürnberg, fotrie vi<e Sonderkorrespondenten deutscher Zeitungen.

Unter den Shrengäften bei Der ersten Aauptauf f ührung in Der Sängerhalle heute mittag bcfanDen sich vom Diplomatischen Kords außer dem Deutschen Gesandten. Graf Lerchci'fclb noch Der türkische Minister des Aeu- hern. Der sich aegenvärtig in Wien aufhäll. ferner Der fpanische. Der japanische, der argen- thrifcte Gesandte. Der ungarische Geschäftsträger

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BZcttervo aussage.

tag: Wolkiges Wetter, etwa- wärmer.

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Da Die Verteilung DeS hohen unD tiefen Druckes sich kaum geändert hat, fo bleibt Dee herrschende WitterungXharakter fortbcstehen.

Wettervoraussage für Sonntag: Teils wollig, teils aufpeiternD, Temperatnre» wenig verändert, trocken.

W i t te r u n g S a u S s i ch t e n für

Lufttemperaturen am 20. Juli: mittags I Celsius, abend» 17,3 Orao Celsius! am I morgen» 17,6 Grad Celsius Marimum 22,3 Grad I Celsius, Minimum 11,2 Grad Celsius. drbtrmpe- I reruren in 10 Zentimeter Tiefe am 20. Juli: abends 25,2 Grad Celsius , am 21. Juli: morgens 20,1 Grad Celsius. 6onnenfd)einbauer 9 Stunden.

Die Wetterlage.

sowie em Vertreter Der jugoslawischen Gesandt­schaft. Festdirigenten waren Professor Keldor- fet unb Professor Wohlgemut- Leipzig. Dee Klang Der Richard Strauß schen Fanfaren leitete Die Frier ein. worauf ein Gesamtchor, da­runter Die Gnrppcn Der Auslandsvereine aus Afrika. Amerika und Australien, Lieder von

Schubert und ankeren Komponisten Mim Vortrag brachten. Darauf hielt der Präsi­dent des Deutschen Sängerbundes. Friedrich Li st. die Festansprache.

Sevcnng und Löb« in Wien.

CDien, 21. 3uIL (WB.) Rc:chSinncnmmisttt Sevenng rmd RcichstagSprälrdent Lode sind zur Tellnah.ne an dem Säng c r bu n de s f e st! hier cingetroffen. Sre wurden von dem deut­schen Gesandten am Bahnhof empfangen. Freilassung dei-Münchener Eisenbahner

München, 20. Juli. (WB.) Gestern oormuiag hat eine Gerichtskommifsion auf dem Münchner Hauptbahnhof einen Lokaltermin ab­gehalten zwecks Besichtigung der Betriebshütte \ bei der Hackerbrücke und der Blockstelle, bei der Donnersberger Brücke, sowie zur Aufnahme ver­schiedener Lichtbilder. Am Abend hat ein weiterer Lokaltermin ffartgefunben, um die Beobachtung^- Möglichkeit auf den Stammzug zu prüfen, der be­kanntlich auf den Vorläufer aufgefahren ist Bon der Reichsbahndirektion wurde dafür eine gleiche 3uggamihir wie die des Stammzuges zur Der- & gestellt. Mit diesem Zuge wurde von der fommiffion die Beobachtungsmöa- lichkeit auf der Maschine geprüft und em Bremsversuch im Anschluß daran vorgenom­men. Bei dem Termin mären di« dre, angefchul- digten Stellwerksbeamten, sowie der Lokomotivführer und Heizer des Stamm- zuges, gegen die die Doninterfuchung gleichfalls er­öffnet worden ist. zugegen. Auf Grund der Tlerneh-- mung der verhafteten Angefchuldigten und Im Zu­sammenhang mit dem Lokaltermin konnte dieAu f- Hebung des Haftbefehls und die Frei- laffung der drei verhafteten Angefchuldigten noch gestern erfolgen, da eine Verdunkelungsgefahr nicht mehr besteht. Die Dorunterfuchung gegen die drei Stellwerksbeamten, gegen den Lokomotivführer und Heizer des Stammzuges, sowie auf die allgemein« Untersuchung zum Zweck vollständiger Aufklärung der Schuldfrage nimmt ihren Fortgang.

Eine zweite Cbbuftion der Leiche Löwensteins

Calais, 21.3uli. (WTB. Funkspruch.) Der Schwager Löwenstein- tciAtc mit. daß ein« zweit« Obduktion d«r Leiche Löwen­steins auf Wunsch Der 5amilie vorgenommen wer Den solle. Sr erklärte weiter, man hall bi« Möglichkeit eines Verbrechens nicht hlr ausgeschlossen, ör verdächtige niemand, man wolle aber nicht, daß in vierzehn Tagen oder m einem Monat oder noch '!er, trenn Die Leiche Löwensteiirs beigefetzt fein wird, irgendein« Zeitung ober irgendeine Fiinmzageittur Die Ver­mutung anDeutet, Daß Löwenstein, bevor er a.1 Bord des Flugzeuge- ging, vergiftet worden fein könnte, oder daß er mt Flugzeug gestorben lei, oder daß er aus Dem Flugzeug gestoßen worden sein könnte: Daher habe man Dte Untersuchung Der Leiche auch auf Vergiftungserscheinungen ver­anlaßt.

Rügen wird mit dem Festland Verbund«.

lieber Die geplante Verb inDun g bet In­sel Rügen mit Dem Fest lano« ist nach einer Stettiner MLDung DerB. 3." jetzt Die Entsche idung zugunsten eines Dammes gefallen. Der zwischen Alle Fähr unD Stralsund verläuft. Der Rügen^Damm wird eine Breite von 20 Meter haben und neben einet zweigleisigen Dahnanlagc auch Raum für Auto-. Wagen- und Fußgängerverkehr bieten. Zwei Brücken werden ihn in Abständen von je 30 Meter unterbrechen, um den Schiffsverkehr nach Stralsund zu fkhem. 1

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