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gebracht ttrrt>. bann wird unserer bedrängten Lcmdw.rttchaft in vieler Hinsicht geholfen Mit Lern "Beginn der Srnte ist m den ersten ~ x. — Auch der Stand der Star*
und der Hackfrüchte ist soweit sehr gut.
Oberheffen.
Landkreis Gictzcn.
Z Collar 20.3uli. Aus der gestrigen öffentlichen Dcmeindera tSsitzung ist zu berieten: Der Ar bei ter - S a m a rit e r - Kolo n n e soll tm alten Schulhause nach den Angaben -der Baukommission ein KeQer als De- räteaufbewahr'.lngsraum bei Errichtung eines be- sonderen Ginsahrttores und zweckeirtibrechendem Innenausbau überlassen werden. - - Der Plah vor den Schulgebäuden ist bei Regen- toetlcr stark aufgeweicht. GS wird die Anlegung eines zwei Meter breiten Fußweges von der Post nach den beiden Debäudeeingängen mit Kleinpflaster beschlossen. Die Arbeiten und Lieferungen sollen getrennt öffentlich ausgeschrieben werden. — Dem Gemeinderat lag eine Zeichnung mit Kostenvvr anschlag zur Errichtung einer Rotwohnung im Rebengebäude der Bürgermeisterei vor. die zur etwaigen Ausnahme zwangsweise ausgesetzter Famlien zur Verfügung stehen soll. Wegen der Höhe des Vor- ansch.ages (2200 Mark- wird die Ang^l^enheit zurückgeftellt. — Der Abgabe ein e 8 6 r b- beg räbniSplatzes wird zugesttmmt. — ®me längere Aussprache eitzibt der ^untt betr dec Gebühren für Erbbegräbnis Plätze. Der Grmeinderat hat stn Iah« 1928 die Erhebung einer Gebühr von 400 Mark für lede Grabstätte etned Erbbegräbnisses bddfclollen. Das Äreidcmt Gtesten wie das Hessische Ministerium haben hierzu die Genehmigung mcht erteilt, ent- sprecheiü) geringere Beträge in Vorschlag gebracht bzw. eine eingehende Begründung für die ursprünglich beschlossenen Beträge gefordert. Die Begründung foll gegeben werde.u — Für das erschlossene Baugelände .Auf demktein" rtxrb ein Abgabepreis ron 220 Mark für den Qual r atmetet sestgeletzt, der in drei Jahresraten zu sohlen ist. wobei die zwei letzten Jahresraten mit 5 Prozent zu oenmfen lind. Der l. Oktober 1923 gilt als Termin für die Zahlung der ersten Jahresrate für alle bis dahin abzu- lchl'.eftcnden Kaufverträge.
• Hattenrod, 20. Juli. Dieser Tage wurden im hiesigen Wald von einem Anwohner unseres Ortes die Reste einer Brieftaube aus gefunden, die offenbar einem Raubvogel zum Opfer gefallen war: be Fuhnnge trugen die Dummern HZ und 0181Z 26 337.
• Le-.h gestern. 21.3uTl Polizeidiener iX Kafpar Väth feiert heute fein 25jähri geS Dienstjubiläum a l s Kirchendiener der evangelischen Kirche Leihgestern. Der 3ubi!ar. der in Metern Jahre feinen 90. Geburtstag feiern konnte und einer der wenigen in der Gemeinde noch lebenden Veteranen von 187071 ist, erfreut sich öligem einer Beliebtheit.
# Hungen. 20.3U1L Wie letzthin an dieser stelle berichtet wurde, hat die hiesige Stabtoerroal-
sorgung der Sanlange ft eilten. Der Be- amtenverjicherungsverein des Deutschen Bant- und Banfierfleroerbee hielt, wie uns miigeteilt wird, kürzlich seine diesjährigeHauptoersammlung in Berlin ab. Das Vermögen dieser Pensionskasie, die am 31. Dezember 1927 56 387 Mitglieder zahlte, ist Ende vorigen Jahres um über 14 Millionen Mark auf 66,25 Millionen Mark angewachsen und hat damit den Höchststand aus der Feit vor der In- flation zum erste Male erheblich überschritten. Die Generalversammlung beschloß u. a. die Erhöhung des Kinderzuschusses auf 200 Mark. Die leitenden Körperschaften der Pensionskasse wurden ersucht, in eine Prüfung darüber einzutreten, ob bei der guten Finanzlage der Kaste ohne Gefährdung der Sicherheitswirtschaft eine weitere Steigerung der Leistungen und eine Herabsetzung der Altersgrenze auf 60 3ahre möglich ist, ob im Falle des Todes von Versicherten ein nach Mitaliedsjahren gestaffeltes Steroegeld gezahlt und ob bei dem Tode lediger
bei dem Tode lediger Versicherter eine' Rente an Hinterbliebenen, für die eine Unterhaltungspflicht bestand, gewährt wer- den kann. Auch die Ausgestaltung des Heilverfahrens wurde angeregt, obwohl auch in dieser Beziehung die Pensionskaste bereits Vorbildliches leistet.
ing einen versuch zur Bekämpfung bet ungeheuren Btaubplogemit dem sog Adinaöl. einer Mischung von Teer und staubbindendem Del
gemacht, der sich gut bewährt hat Nunmehr bat btr hiesig« Gerne.nkerat beschlossen, auch noch den übriacn Teil der Kaisnstraftc sowie die Siebener Strotze und die Vahnhosstraste mit einer solchen Schicht aber ziehen zu lasten. Tarnst die Neuherstel- lung längere Zeit wirksam bleibt, soll daraus gesehen werden, da st der zu beiden Setten der Fahrbahn sich ansetzende Schmutz von den Hausl'esitzern entfernt wird Die Prooinsialstratzenverwaltuna läßt in Äürje noch bte Ortsdurchfahrt von der Friedberger Strohe zur (Brünberger «strafte und durch „Sachsen- Haufen " bis zur Schotter Strafte teeren nach einem Verfahren, das sich schon seit säst Jahresfrist auf der Inhridrr Strafte glänzend bewährt Hot, sowohl in bejug auf die Haltbarkeit al» auch auf dae völlige Verschwinden de» Staube».
Mrcie Friedberg.
WSR. Friedberg. 20. 3ull In einer Bürgcrmeifterpcrfammlung für den Kreis Friedberg, dte unter dem Vorsitz von Kreisdirektor R e ch t h i e n hier statlfand. hielt nach VegrüfrungSworten der Vertreter der Landgemeinden und der Städte des Kreises an den Kreis- dircktor und nach Ausiüdrungen eines Vertreters der Hessen-Rassautschen Landesversiche- rungsanstalt Kreisfürforpearzt Dr Kirchner einen Vortrag über die Gesundheitsfürsorge und die teilweise schlechten Verhält- niss« in Schulen des Kreises. Rach der Aussprache versammelten sich die Teilnehmer zu einem gemeinsamen Mittages en im Hotel Trapp. Ium Schluss fand eine Besichtigung des neuerbauten Wasserturmes in Friedberg statt.
L Melbach 20. 3ult In der vergangenen Rächt wurde in überaus dreister Wrise ein Einbruch in das hiesige Bahnhofsgebäude verübt. Mittels Rachlchlüssels wurde die äußere Gingangstüre erschlossen. Das Schloft der Bureautüre wurde gleichfalls mit Flachschlüssel geöffnet und das darüber befindliche Sicherst tttsschlost wurde vollständig derauSge- bohrt und mitgenommen. Die erwartete Beute an Geld war nicht allzu reichlich bi sich in der StativnSkasse nur 18 Mark befanden, die allerdings bis auf den letzten Pfennig mitgenommen wurden. Alles andere im Bureau blieb unversehrt Rach Oeffnung des Güterschuppens, der an das Bureau anstösit wurden hier ein neues und ein als Gepäck hierhergesandteS Fahrrad entwendet. Bisher hat man noch keine sichere Spur gefunden. Die äußeren Merkmale lassen auf die gleichen Täter schlieften. die den Einbruch am Bahnhof Büdingen versucht hatten.
Mrcio Büdingen.
H Bad Salzhausen, 20. Juli. Der Bade- betrieb befindet sich in der Hochsa i s o n Samt- lichc Pensionen sind voll besetzt, so dasi einzelne Hur- Safte in Nidda Wohnung nehmen müssen. Neben den mellen üben die gepflegten Parkanlagen besondere Anziehungskraft auf die fremden Gäste au».
# Geift-Nidda. 20. Juli. Die Bunde»- fahrt des Sängerbundes „M i 111 e r e • Niddatal" findet kommenden Sonntag statt und führt an den Rhein. Es beteiligen sich Daran 415 Personen einschl. der Musikkapelle des Gesangoer. eins Wallernbausen. Vorbereitung und Durchführung der Fahrt liegt in den Händen des Bundesvorsitzenden, Lehrer Lentz von hier. Die angestrebte Früheroerlegung des Sonderzuge», der 5JO Uhr in Nidda absährt, lieft sich wegen des starken Zugverkehrs zum Wiener Sängerfeft nicht erreichen. Trotzdem erfolgt die Ankunft schon um 8 Uhr In Mainz, von wo nach 12ftünbiger Dampferfahrt bis St. Goarshausen um 20 Uhr die Rückfahrt wieder mittelst Sonderzug angetreten wird.
# Berstadt, 20. Juli. Eine günstige Entw.lk- lung zeigt die Geschäftsübersicht der hie- sigen Spar- und Leihkasse e. G m. b H. für das Jahr 1927. Die Iahresrechnung ergibt folgendes Bild: Die Aktiva beträgt 73 854,85 Mark, die Passiva 73 049,85 Mark, der Reingewinn von 805 Mark wurde dem Reservefonds bzw. der Betriebs- rütflage zugeschrieben, so da ft beide wieder die für einen dörflichen Äaffenbetrieb ansehnliche Hohe von rund 3000 Mark erreicht haben. Die Hohe der Sooreinlagen betrug 52 013,13 Mark. Der Gesamtkassenumsatz erreichte den Betrag von 358 724,50 Mark. Auf gleicher Höhe wie im Vorfahr bewegte sich die Zahl der Mitglieder mit 108, wonach eine Gesamt- Haftsumme von 108 000 Mark besteht.
Arcis Schotten.
Y Gedern, 20.Juli. Sin schwerer Unglück s f a 11 ereignete sich vorgestern abend hier. Die Witwe Sophie Weber, die damit beschäftigt war, neben der ossenstehenden Ä eiter tür Aartofhln zu schalen, stürzte plötzlich die Treppe hinunter und blieb unten besinnungslos liegen. Im Laufe der Nacht ist die bedauernswerte Frau ihren Bet-, letzungenerlegen.
Eichelsdorf, 20 Juli. In den letzten vierzehn Tagen ist der Verkauf von neuem Heu äufterft lebhaft. Die Landwirte ftoften das über Eipel.bkdal' geerntete Heu ab, um Raum für (Betreibe und Grummet zu schäften. Für den Zentner werden 2,80 Mark bezahlt. Der Heumarkt erweist sich im Gegensatz zum Vorjahre als aufnahmefähig, was mit der durch die Trockenheit bedingten futter- knappheit dec Ebenen Zusammenhängen durfte. Für alte» Heu zahlt man 3,50 Mark. — Die zeitig gemähten Wiesen haben bereits einen dichten Grasteppich angesetzt Infolge der Trockenheit stockt aber das Wachstum. — Die f) i m b e e r c n sind zur Reife gelangt, die Früchte sind ober klein und unansehnlich, da die notige Feuchtigkeit fehlt. Die Ausbeute Ist infolgedessen zur Zeit gering. Nur vereinzelt trifft man Beerensucher
JL OberlaiS. 21. Juli. Wie bereits Im vorigen Iahe. fo hat auch jetzt tut) nach den Heu- tericn der Kon firm andenunt erricht wieder leinc^ Anfang genommen. Sine stattliche Schar fcr.rö auch in bleiern Jahr in unterem Ätrd/fK-' konfirmiert. Aus OberlaiS kommen 17, aus Glashütten 11 Kinder zur Schulentlassung.
_L AuS dem südli chen Vogelsberg, 21.3uIL Seit vielen Jahren hat unsere Gegend nicht annähernd ein fo präch tlges Aehren- s e l d gesehen we zur Zeit. Die Halme aller Früchte stechen wie ein zahlloses Heer dicht beieinander, rolle Aehven wiegen sich im Svmmer- wrnd. mannshoch steht vornehmlich bas Korn und der Weizen teibst grvfte Gestalten verschwinden voUständig in den Aehrenseldern. Quantität und Qualität der Früchte Iaffen in der Tat nichts
den. Man tnuft allerdings die Frage aufwerfen, ob i e» von der Zirku»leitung richtig gehandelt war. gerade in der Zeil be» gröftten Menschenbetriebes die (Elefanten transportieren zu lassen, da doch immerhin u. U auch die Möglichkeit gegeben ist. baft eines dieser Tiere durch irgendeinen Umstand scheu aeworden wäre und dann ein Unglück mit unabsehbaren Folgen angerichtet hätte.
” Werbeabend l ü r den V H § Am Donnerstag sand im (Saf6 Astoria ein wo hl gelungen er Werbeabend für den Vogelsberger Höhenclub statt. Der freundlichen Ginladung des Heimatd.chtcrs Georg Heft von Leihgestern war eine stattliche Schar von überzeugten Heimat- freunden gefolgt. Aufter dem Veranstalter, Gg. Hetz, half die vorreilhatt bekannte Konzertsängerin Frl. Hofmann aus Frankfurt a. M. den guicn Srfolg des Abends sicherzustellen Der Dritte im Bunde. Konzertfänger Gurt Richter, muhte leider in letzter Stunde absagen. Von den Erschienenen hat es gewift niemand bereut, zu der schönen Veranstaltung gekommen tu fern. Der bunte Abend der unter dem Leitspruch: .Deutsches Lied und deutsches Wort ' stand, nahm einen sehr befriedigenden Verlauf. Frl. Hofmann fang in der Hauptsache schlichte Volkslieder mit e nschmeichelnder Stimme und gutem Vortrag, die Hauskapelle spielte liebliche Weisen, und der Heimatdichter Georg Heft, dem der V. H. E. schon fo viel verdankt, spendete verschwenderisch aus dem reichen Schatz ferner Mundartdichtungen. Alles wurde nxt grobem Beifall auf genommen. Die Veranstaltung hat gehalten, was sie versprochen: sie hat dem Vogelsberger Höhenclub viele neue Mitglieder zugeiühn und svU zu gelegener Zett aüs htefleiHgen Wunsch wiederholt werden.
•• Grvfte- Krebs st erben in der Lahn. Rach Berichten auS Rieder-Lahnstein findet man zur Zeit ständig an den Ufern aus- g wachten.' Krebfc tot d li g n. Teilw.i e schwammen auch die Kadaver her umgekommenen Krebse im Uferwasser. Ob es sich hierbei um eine seuchenarttae Krankheit handelt, oder ob die Tiere durch das rasch zurücktretende Wasser die Verbindung mit dem Flusse verloren haben, wird gegenwärtig geprüft. Die Sachverständigen rechnen jedoch mit der Tatsache, baft die Krebse den Tod durch schädltche Fabrikabwässer gefunden haben, deren Wirkung bekanntlich bei kleinem Wasser stärker ist, alS bei großem, wo die schädlichen Stosse sich leichter verteilen können. Auch in den Gebirgsbächen ist stellenweise in letzter Zeit ein größeres Krebssterben bemerkt worden. Der Landesfischmeister it von der Regierung beauftragt worden. iinc eingehende Untersuchung vorzunehmen.
•* Weiterer Ausbau der Ältersver-
- Scharf« Maßnahmen gegen bi« Anlagen- Frer ler. Ben der Vtodtverwal- tung wird uns geschrieben: Die in der letzten Zeit wiederholt rorgdonnnenen mutwilligen Beschädigungen der Blumenbeete usw. in den städti- schen Anlagen haben dazu geführt, baft für die Folge gegen etwaige Frevler mit den strengsten Strafen vvrgeaangen wird. Auch wird jeweils die Art der Bestrafung unter öffentlicher Namensnennung der Täter in den hiesigen Zrittnv- gen bekanntgegeben werden
•• Degen das Beschmieren der Häuser werdet sich wieder einmal eine leider durchaus beqrünbete Beschwerde, die uns aus dem ßekrfrrie zugeht. Zumal bei den erfreu- licherweile zahlreickten neu instandgesetzten Däusern in unserer Stadt — im vorliegenden Falle handelt es sich um ein Anwe'en in der Bruch- strafte — muft man immer wieder die häftlichen Spuren der ebenso gedankenlosen wie unästhetischen lätiateit jagendlick-er und älterer Schmierfinken fest st eilen, die Hauswände und Ginfriedi- gungen, oft in der unappetillrchften Manier, bemalen. beschmutzen und zerkratzen. Werden die Betreffenten einmal zur Rede gestellt, kann man oft genug noch obendrein ungehörige Antworten au hören bekommen. Vielleicht tragen d.ete Zeilen dazu bei, dem Unwesen zu steuern.
•• Straftenbahn und Zirkus Wie wir von zuständiger Stelle erfahren, war in den letzten Tagen der Personenverkehr auf der Städtischen Straftenbahn infolge des Zirkus- gastspiels auf dem Trieb außerordentlich gesteigert: boe Bahn beförderte insgesamt am Mittwoch 8300, am Donnerstag 9812 und am gestrigen Freitag 8309 Personen. Di« durchschnittliche Tagesfrequenz betrug bisher bn Monat Juli 5300 Personen- es wurden also am Donnerstag rund 4500, am Mittwoch und Freitag etwa je 3000 Personen über bte durchschnittliche Tages- frequenz befördert.
•• Rindermarkt in Gieft « n. Am nächsten Dienstag findet hier Rindoichmarkt (Nutzoichmarkt) statt. Die Austriebszcit ist auf 7 bis 9 Uhr festgesetzt.
— Bon der Lahn. Heutige Wasserwärme der Lahn 22 Grad Celsius.
** Die Geschäftsräume der Vrovin- z 1 a k k a s s e sind in da» Haus Sübanlcme Nr. 5 — I. Rickcrsche Unioersitätsbuchhandlung, Ernst Legler — verlegt worden.
" Die Museen sind am Sonntag von 11 bis 1 Uhr geöffnet.
•• Gieftener Stadtihealer. Aus dem 6tabttbeateibureau wird uns geschrieben Die Ausführung des Lustspiels ..Die fünf Frankfurter" von Röftter, beginnt am Dienstag nicht wie gewöhnlich um 20 Uhr. sondern bereits um 19.45 Uhr. Gs sind beschäftigt: als Gast Frau Augu'te Prasch-Grevenberg. Ehrenmitglied des Meininger Landestheaters, sowie die Damen Heft, Jahn. Jüngling. Koch. Krahmer. Scherer, und die Herren Arzdorf. Baftt. de Eastro. Gareis. Gehre. Goll. Haeler. Linkmann. Ritter, Tannert. Tclelh, Bold, Wesener. Regie führt .Karl Bold. D:e Dekorationen sind entworfen und ausgeführt von Karl Löffler. Inspektion: Linkmann.
-o- Die Lahnstassel zum Deutschen Turnfest in Köln wirb am morgigen Sonntag zwischen 1 und 2 Uhr von Marburg her die Lahn- brücke in Gieften kreuzen. Die Paddler-Gilde Gieften begleitet die Staffel.
•• Tödlicher Ungluck »sall auf dem ©ieftener Güterbahn ho s. In der Nacht zu gestern gegen 12 Uhr verunglückte auf dem hiesigen Güterbahnhof der 53 Jahre alte Rangiermeister Äarl Steift aus Roth bei Nieder-Walgern dadurch, baft ihm beim Rangieren belbe Beine abgefahren mürben. Der bedauernswerte Mann wurde sofort nach der Ehirurgischen Klinik gebracht, wo eine Amputation oorgenommen werben muftte. Gestern vormittag gegen 9 Uhr ist der als aufterorbentlid) pflichttreu bekannte Beamte aber seinen schweren Verletzungen erlegen. Er hinterläftt vier Kinder, von denen zwei noch unversorgt sind.
" Erspvrni»maftnahmen bei Schulau s s l ü g e n. Der hessische Minister für Kultus und Bildungswesen macht daraus aufmerksam, baft im Schuljahr 1928/29 für Schulausflüge Tagegelber und Reisekosten im allgemeinen nicht gewahrt werben tonnen. Nur bei mehrtägigen Ausflügen, bie mit größeren Kosten verbunden sind, kann auf Antrag ein Zuschuft au» btr Staatskasse bewilligt werden.
•• Beit- und Fahr-Wettbewerb in Londorf. Der Ländliche Bett» und Fahr- Verein Rabenau veranstaltet am morgegen Sonntagnachmittag in Londorf feinen 2. Reit- und Fahr-Wettbewerb Am Abend finbet die Preisverte..ung und ein Reiterobend in der Landwirts chafiiichen Halle am Bahnhof Londorf statt. Aufter dem Sonderzug (ab Londorf 23,34 llftr) besteht nachts noch eine Lastauwverbrn- düng nach Gieften. Man beachte die heutige Anzeige.
•• Ein ernster Verkehrsunfall ereignete sich gestern abend gegen 7.45 Uhr in der Kaiserallee zwischen ber SBoIfftrafte unb ber Moltke- strafte. Dorr kamen Angestellte de» Zirkus Krone mit zwei graften Elefanten die Kaiserallee herunter, um bie gewaltigen Dickhäuter ,um vcrlaben an bie Bahn zu bringen. Zur gleichen Zeit kam eine mit zwei Pferden bespannte Bauernkutsche die Kaiserallee herauf, anscheinend in der Absicht, zu dem Zirkus zu gelangen. Als die beiden Pferde die riesigen Elefanten erblickten, wurden sie unruhig. Darauf sprangen zwei Männer von einem Gesahn ab und hielten bie Pferde an den Maul- zügeln fest. Trotzdem gingen die Tiere aber 'chcuend hoch, rissen dabei die Deichsel ab und waren nun weder von den beiden Männern, noch von dem Dagenlenker zu halten. Da» eine Pferd it.;rmte gegen einen Gartenzaun, wo e» rasch wieder ergriffen und festgchalten werden konnte. Das andere Tier aber rannte, die Wagendeichsel hinter sich ber- schienend, die Kaiserallec weiter hinauf, wobei em lunger Radfahrer, Schüler des hiesigen Gunina- iiums, der mit seinem Fahrrad in der Dichtung nach dem Trieb fuhr, in gröftte Gefahr geriet. Das Pferd raste hinter dem jungen Mann der, der sich lchliehsich so bedrängt sah, baft er fein Rad mit einem Sprunge verlieft, es von sich warf und hinter einem Baume auf dem Bürgersteig durch Unterbuden Deckung suchte. Im gleichen Augenblick sprang auch das rasende Pferd auf den Bürgersteig und setzte bart an dem jungen Mann vorbei Darüber. wobei der Schüler nur wie durch ein Wunder unverletzt daoonkam. Da das Pferd jetzt ebenfalls gegen einen Oartenyiun geriet unb infolge- besten momentan stutzte, konnte es von zwei beherzten Männern gefaftt unb festgehalten werden. Trog des starken Menschenverkehrs unb ber recht brenzlichen Situation, sind bei diesem Vorfall erfreulicherweise keine Menschen zu Schaden gekommen, auch Sachschaden ist abgesehen von dem beschädigten Bauern fuhrwerk — nicht weiter en ist an-
Au» der provinzialhauptfiadf.
Gieften, ben 21. Juli 1928.
Hosea and Lilien
Der Rose, dieser LieblingLblume aller gebildeten Völler ber Grd«, wie mcht minder auch der Lilie dem hrrrllchen Sinnbildc der reinen iln- izu.rk beiden ftet. sichen Zierpflanzen unkret Gärten hat der Mensch Hit den ältesten Zeiten seine unb Sorgfalt zugewandt. Jedenfalls ist Oerlttx. heute noch ein Blumenlanb ersten Ran- gC4 Borftetmai der Rose und der Lilie, »rLhfr. von da aus nach Babe Ion verpflanzt Durden und dort zu bvn Hau -1 HumenfdxlQen ber berühmten Gälten Babylons zählten. Auch in der Bibel werden bei öfteren adIw unb Lilien sinnbildlich erwähnt. In den ältesten gc- schichMchen Zeiten waren die Boten unb ßiU«t schon au den Griechen gekommen, anfangs wohl nur dem Rufe nach als etwas Unbe stimmt es, Herrsiches tk-r Blumentodt bann aber auch bie Pflanzen feibsi mit ihren Dlüten. gebraucht fle bilbltd) In ber Ilias unb Odyssee. >ald finden «ich Rosen unb Lilien unter dem Frlt- unb Blumenschmuck liebenden Volke der 0^'.chen eingebürgeit, überall ttecbriUtet unb m Leben unb Sitten verflochten. Bei (einer ^eu- ücbfelL bei keinem Opfer unb bei keinen religiösen Gebräuchen duisten Aosen unb Litten fehlen. 3ünanny unb Iusafrauen schmückten und befransten sich damit. Die Aos.- war der Aphrodite als Sinnbild ber Schönheit, ber Aurora als Lcnnbllb ber lsirgenb geweiht: Ire war auch bi« Blume des Dconvlos. bas Symbol der Siebe und des Todes, auch ein Zeichen der Verschwiegenheit.
Durch die griechischen Kolonien kam bie orientalische Vartenrofe gleichzeitig mit ber Lilie noch Italien, unb von da gingen beide in alle Welt hinaus, doch je weiter nach Rorden. desto mebr von ber Kraft unb Süßigkeit des Duftes einbüftend. der sie in ihrer ursprünglichen Hrimat umweht. Wie bei den Griechen, so sanden sie auch bei den Römern dieselbe tierebrung und die Lobpreisung ber Dichter in Wort und Lieb Bei ollen ossentttchen Belustigungen mürben bie Straften mit Rosen. Lilien unb Blumenblättern bestreut unb bie Bilbnisse ber Götter mit Kränzen und Girlanden geziert. Daft bie Rose auch tine Blume ber Gräber war, baft man den loten Aase» mit Tränen spendete, war auch bei den alten Romern eine durch zahlreiche Grabinschriften bestätigte Sitte. Die nach ber römischen Sage aus dem Blute des fterbenben Naturgottes entstandene Rose — ebenso schon al» flüchtig — zeigt neben der höchsten Lebensblüte bas Dilb ber raschen Vergänglichkeit.
Ms nach dem Verfalle des Römischen Reiches bie Wett in einen Zustand der Barbarei versank unb auch der Gartenbau unb die Blumenzucht vernachiüsilgt wurden, blieten doch bie Rosen unb Lstien. dem rohen Menschen imponierenb. in den Gärten gebräuchlich und tauben bald Dieder eine sorgsame Pftege.
3m Christentum dienten Rosen unb Lilten zu beliebten Symbolen. Die heilige Iunasrau in ihrer 2Inmut unb Milde erschien al» Rose, die himmlische Reinbeit wurde in der Lilie cmgcschausi äolische Kirchen schmückten sich mit steinernen Rosen, auf Bildern der Verkündigung trug der tzngel den Lillensiengel. und einige Jahrhunderte Ianq war te in der katholischen Kirch« Gebrauch, baft bet Papst am Sonntag ßätate eine golbnc Rose weihte unb sie dem Monarchen eineS Staa- als ein Zeichen feiner besonderen Dunst unb Hochachtung zusandte. Auch in die Wappen- fptache jener Hlb ii) denlenden Zeit gingen beide Blumen über. Bekannt sind die bret Lilien im königlichen Wappen von Frankreich, fowie die feindlichen Zeichen der tot'n unb weiften Rose in den Kämpfen der Königsgeschlechter von England.
Auch in Ungarn und in Holland standen Rose und Lilie in dodem Ansehen, unb von Holland aus ist die lieblich« Moosrose nach England gebracht worden, wo sie die sorgsamste Pflege sand. Von Frankreich, wo Diele Rolenarten wild vach'en, wurden bann un'ere Gärten mit bewundernswerten Varietäten der Hl-bri^en und Moos- rosen bereichert So sindrt man denn jetzt in jedem Garten, auch im kleinsten HauSgärtchen. Rosen und Litten als eine wahre Zierde. alS einen herrlichen Schmuck unb die Zahl brr Rosentteb- baber. dir zum Teil ausgedehi:te Sammlungen besitzen. ist ausiervrde-.itlich grost. Die groben Gartenanlagen. die vorzugewec'e der Ro'enkultur unb der Blumenzucht gewid. et sind, bringen alljährlich neue Arten und Varietäten in den Handel. Rosen unb Litten sinb seit den ältesten Zeiten anerkannte und devvriugte Lieblinge deo sinnigen, gemütreichen, mit Schönh itssinn begabten Menschen Belm frohen Fest schmücken sich in der Rofenzcit die Me-. chen mit Rosen die Tafel ist mit Rosen und Litten friert, die Gartenanlagen erfreuen das Augr an bieten derr'.ichen Blumen, unb auf den Gräbern blühen sie als ein Symbol ber Pietät, der Treue unb ber Liebe über den Tod hinaus. Gr.
(• fetter Wochenmarktprcise.
Gs kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 180 bis 190. Matte 30 bis 35. Wirsing 15 bis 27. Weiftkraut 15 bis 20. Rotkraut 30 bis 35, gelbe Buben 25 bis 30. rote Rüben 15 bis 40, etünat 25. Römischkodl 15 bis 20, grüne Bohnen 53, gelbe Bohnen 55 biS 70. Erbsen 25. Mischgemüse 20, Tomaten 20 bis 100, Zwirbeln 17 bl) 20, Rhabarber 15 biS 20. alte Kartoffeln 6 bis 6.5. neue Kartoffeln 8. Birnen 40. Kirschen 30 bis - 5. Heidelbeeren 50 bis 60. Stachelbeeren 25 3vdanni-beeren 25. Srbbeeren 70 bis 80, Walderdbeeren 100, Honig 45. junge Hähne 00 bi- 120. Euppenhahner 100 bis 120 Pf das C a.ib. Käse (10 Stück) 60 bis 140 Pf. Gier 13 bcS 14. Blumenkohl 20 bis 80. Salat 5 bis 10, cafatiurfen 20 bis 50. Sinmachgurken 8 bis 10, '^ber-Äoftltabi 5 bis 15. Rettich 10 bis 20 Pf.
as 6tüd; Radieschen 10 bis 15 Pf. daS Bund.
Bornottzcn.
~ Tageskalender für Samstag. Griangverein Heiterkeit: Generalversammlung. 3 ^Ihc. Restaurant Hindenburg. — Kurzschritt- verem ^Gabe'.sberger-: Vereinsabend, 6.30 Hbr. Hardk-Terrafte. — B.f.B.: Auftcrordentliche ve rianunlung im Vereinsheun, 9 Alftr. — Lichttplelhaus Bcbirbofftraftc: ..Frauenarzt Dr. ©Jötet - — Astoria-Lichttpiele. Seltersweg: »Büchte unb Lasso".
__T ® S eska lender für Sonntag.
Warmer-Badeverein 183k e.B.: Strandfest. - Lichtspielhäuser wie Samstag.


