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ben Dienst der MgemeiTchelt und der DolkS- Mtoimg zu stellen. 60 findet D. am kommen­den Sonntag ein grobes Militärkonzert, veranstaltet vom hiesigen Kriegerverein, statt, dessen Reinertrag für die Schwesterstation und di« Kleinlinderschule bestimmt ist. Es wäre zu be­grüben, wenn unsere Gemeindeverwaltung der Schaffung einer Dolkshalle nähertreten würde. Dann wäre den Vereinen auch die Mög­lichkeit zu einer intensiven Jugendpflege gegeben.

Die verbarrikadierte Wohnung.

WER. Frankfurt a. M., 20. Febr. In der Siedlung Hahnstraße in Riederrad wohnt eine sechs.öp.ige, viel ang.feindete Familie, die dieser Tage aus der Wohnung Herausgeseht wer­den sollte, weil es ihr nicht möglich war, die Miete zu zahlen. 3in letzten Augenblick aber wurde ihr ein ferneres Derweilen in der Woh­nung gestattet, weil sich der Familienvater zur Zahlung verpflichtet hatte. Darüber, daß die Familie weiterhin der Siedlung angehören würde, waren die feindlichen Rachbarn derart erbost, dah sie in der Rächt zum Samstag die Türen mit Kehrichteimern verbarri­kadierten und sowohl die Türen als auch die Fensterläden zunagelten. Durch Drohworte hielten sie die Familie zurück, das Haus zu verlassen. Es gelang aber schließlich einem Familienmitglied, durch ein Seitenfenster die Flucht zu ergreifen und polizeiliche Hilfe herbeizuholen. Darauf wurde die Familie aus ihrer Lage befreit und unter polizeilichen Schuh gestellt.

Förderung -es Wohnungsbaues in Hessen durch Staat und Gemeinden.

Zur Förderung des Wohnungsbaues durch Staat und Gemeinven in Hessen wird, wie in der Denkschrift zum Entwurf des Staatsvoranschlags mitgeteilt ist, aus dem Ertrag der Sondergebäude- steuer der gleiche Betrag bereitgestellt wie im Vorjahre, in dem die frühere aus diesen Mitteln fliebendc Summe zur Gewährung ver­zinslicher Darlehen an Gemeinden, Bauvereini­gungen und Private zur Errichtung von Woh- nungsbouten von 9,8 auf 12 M i l l i o n e n Mark erhöht wurden: Weiter besagt die erwähnte Denk­schrift hierüber:

Dab diese Mittel seit 1926 einschließlich auch des aus der Gemeindesondersteuer aufzubringen­den Anteils im Rechnungsjahre 1927 gleich­zeitig zur Verzinsung und Tilgung von An­leihemitteln verwendet werden, die zur För­derung des Wohnungsbaues dienen, kommt einer weiteren und stärkeren Unterstützung des Ge­dankens gleich. So wurde im Jahre 1927 für die Städte mit Städteordnung der in ihrem Bezirk auskommende Anteil entsprechend den in den Vorjahren gesammelten Unterlagen mit 5,5 Millionen Mark bereitgestellt und Der Restbe­trag des für den Wohnungsbau verfügbaren Be­trages zum erheblichen Teil zur Verzinsung der Anleihen verwendet, die für die Zwecke des Wohnungsbaues in den Landgemeinden ausge­nommen wurden (verbilligte Baudarlehen aus Mitteln der Landesbank und der Dezirksspar- kassen). Auf dem Wege der Anleihe waren

somit wesentlich höhere Mittel flüssig zu machen, und es konnte damit der Wohnungsbau in den Landgemeinden erheblich beschleunigt werden. Statt rund 4 Millionen Mark im Jahre 1926 gelang es, auf diese Weise für den letztgenann­ten Zweck im Jahre 1927 rund 13 Millionen Mark bereitzustellen (einschließlich 853 003 Mark an Schwerkriegsbeschädigte, kinderreiche Familien und Lungenkranke, sowie 633 700 Mark an Staatsbeamte neben den Arbeitgeberdarlehen aus staatlichen Mitteln). Insgesamt kann hiermit im Jahre 1927 voraussichtlich die Errichtung von 5550 Wohnungen in den Landgemeinden ge­fördert werden, während für Städte und Land zusammen dies nur der Fall war im Jahre 1924 für 1239, 1925 für 1258 und 1926 für 3707 Wohnungen.

An Beamtenwohnungen werden aus staat­lichen Mitteln (allerdings aus Anleihe und im Dermögensteil verrechnet) bis Ende 1927 er­richtet sein: 1. Deamtenmietwohnungen 429 ; 2. Wohnungen in Dienstgebäuden und Anstalten 137; 3. Gendarmenwohnungen vom Staat er­baut 12; 4. Gendarmenwohnungen von Gemein­den erbaut und gemietet 33; 5. Wohnungen für Beamte und Arbeiter in Wölfersheim und Wck- kesheim 66; 6. Wohnungen in angekauften Ge­bäuden 134; 7. desgleichen in vorhandenen Staatsgebäuden 130. Zusammen sind dies 941 Wohnungen.

An Gestehungskosten für diese teilweise in der Inflationszeit erbauten Wohnungen sind rund 11 Millionen Mark anzusehen. Heute würden für diese Bereicherung des Staatsver­mögens immerhin etwa 19 Millionen Mark auf- zuwcnden sein. Zuletzt (1927) wurden für den Bau von Beamtenwohnungen 3,2 Millionen Mark aus Anleihemitteln bereitgestellt; hier­von sollen rund 1,9 Millionen Mark unmit­telbar der Errichtung staatseigener Wohnungen dienen, rund 1,3 Millionen Mark dagegen (als Arbeitgeberdarlehen") an Beamte und Gem.in- dcn für Beamtenwohnungen darlehensweise zur Verfügung gestellt werden. Es konnten hieraus 138 Darlehen gewährt und dadurch die Errich­tung von 162 Wohnungsbauten gefördert werden, was naturgemäß eine noch stärkere Förderung des Wohnungsbaues bedeutet, als die unmittel­bare Verwendung zum Bauen. Für 1928 sind bei der schwierigen Finanzlage des Landes und dem gespannten Anleihemarkt weitere Mittel für Beamtenwohnungen nicht mehr vorgesehen.

Amtsgericht Gießen.

* Gießen, 17. Febr. Es standen zwei Auto- unfälle zur Verhandlung. Beiden gingen un­mittelbar zuvor Augenscheinseinnahmen an der Unsallstelle voraus.

Im ersten Fall war ein Motorradfahrer von der Crednerstraße in die K'inikstraße, Richtung Eisenbahnübersührung, eingebogen. Zu derselben Zeit fuhr nahe der «Straßenkreuzung ein Fuhr­werk in der Richtung Hofmannstraße. Dieses war mit zwei sehr lebhaften fünfjährigen Pferden bespannt. Etwa in der Mitte des letzten Häuser­blocks der Crednerstraße gab der angeklagte Motorradfahrer Gas. Es entstand ein lautes knatterndes Geräusch. Die scheuen Pferde gingen durch und rannten in der Hofmannstraße gegen einen Zaun. Das eine von ihnen brach das Dein

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und muhte getötet tv.»rden. Der Angeklagte be­stritt, mit seinem Motorrad ein derartiges Ge­räusch gemacht zu haben, daß dadurch Fuhr­werke gefährdet werden konnten Dem stand jedoch insbesondere entgegen die Aussage eines Fuhr­manns, an dessen Fuhrwerk der Angeklagte vor der Bahnüberführung vorbeigefahren war. Dieser hatte den Angeklagten bereits in der Mitte des Häuserblocks beobachtet, auch die Pferde in der Crednerstraße hochgehen sehen. Selbst von den alten wenig temperamentvollen Pferden dieses Fuhrmanns war das eine durch das Geknatter scheu geworden und hatte nach dem Bürgersteig hinübergedrängt. Rach dem Gesetz ist der Führer eines Kraftfahrzeugs Da'üt verantwortlich, daß eine Gefährdung von Fuhrwerken durch Geräusch in keinem Fall eintritt. Der Angeklagte war daher zu bestrafen. Entweder entsprach seine Maschine nicht den Erfordernissen der Technik oder er hat sie unsachgemäß gehandhabt. In jedem der beiden Fälle lag ein Verschulden im Sinn des Gesetzes vor, das hier die strengsten Anforderungen stellt. Strafe: 2 0 Ma r k, im Fall der Uneinbring­lichkeit 4 Tage Haft.

3m zweiten Fall hatte ein Autoomnibus, der von der Marburger Straße in die Rordanlage eingebogen war, einen Invaliden .angefahren, der in seinem Fahrstuhl auf der rechten Straßen­seite fuhr. Der Invalide wurde zu Boden ge­worfen und verletzt. Der Führer des Autoomni­bus, der nur aushilfsweise als Fahrer tätig war, hatte sich wegen fahrlässiger Körperver­letzung zu verantworten. Er behauptete, vor dem Fahrstuhl des 3nvaliden seien so viele Menschen gegangen, daß es für ihn unmöglich gewesen sei, diesen zu sehen. Eine Zeugin, die den Vorfall vom Fenster aus beobachtet hatte, behauptete das Gegenteil. Auch hier kam das Gericht wieder zu einer Alternativfeststellung. Wenn soviel Men­schen vor dem Fahrstuhl hergingen, daß man diesen nicht sehen konnte, durste der Angeklagte nicht in diese Menschenmenge hineinfahren. Er mußte anhalten. Er mußte damit rechnen, daß sich hier für ihn Ueberraschungen insbesondere durch Kinder oder unbesonnene Personen oder in anderer Weise ergeben konnten. War der Blick auf den Fahrstuhl aber, wie die Zeugin angibt, nicht verdeckt, dann ist der Angeklagte ohne die nötige Umsicht gefahren. Er hat dann die Fahr­bahn nicht so beobachtet, wie man das von einem Kraftwagensührer verlangen muß. Auf jeden Fall hat er fahrlässig gehandelt. Da unmittelbar vor dem Unfall für den Angeklagten durch ein ent- gegenkommenoes Fuhrwerk ohne sein Verschulden eine etwas schwierige Situation entstanden war und da er noch unter dem Eindruck eines eben vermiedenen Zusammenstoßes gestanden haben mag, auch ist er nicht vorbestraft, kam er mit einer Geldstrafe von 40 Mark eventuell 8 Tagen Gefängnis davon.

Berliner Börse.

Berlin, 21. Febr. (WTB. Funkspruch.) Durch die gestrige Annahme der Freigabebill im amerika­nischen Senat ist die Stimmung freundlicher, das Ge­schäft hierdurch angeregter. Schiffahrtswerte, in denen schon zum Schluß der gestrigen Abendbörse lebhafteres Geschäft zu verzeichnen war, blieben stärker verlangt. Die Kurse liegen 1 bis 2 v. H. über gestrigem Schluß. Hapag 158 bis 157,5, Lloyd 160 bis 159,5. Im Devisenoerkehr hört man London

gegen Kabel 4,8750 bis 4,8755, Reichsmark gegen London 20,43, Madrid gegen London 28,72 bis 28,75.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Das neue Finanz« und DersorgunzSamt.

Der große Bau kes Finanz- und Versorgungs­amtes (Ecke Goethe- und Lefsingstrahe) schreitet rasch vorwärts, und jeder Beobachter freut sich des unermüdlichen Fleißes, mit dem eine zahl­reiche, tüchtige Arbeile.schaft au b bei schiech em Wetter lic mannigfal iz abwech emden An'-nben treu und freudig erfüllt, in der x,eit der Arbeits­losigkeit dankbar für den ihr gebotenen tug.ichen Erwerb.

Aber eins ist schade. 3e höher das Gebäude emporwächst, desto deutlicher wird die u n s ch 5 n e G e st a l t d e s P l a tz e s, der hier, wo Goethe-, Lessing- und Stephanstraße zusammentre fen, ent­steht. Von der Ecke am Physikalischen Institut aus betrachtet, stellt sich das Bild in seiner ganzen Häßlichkeit dar. Die Schüler Der nahen realistischen Anstalten können am Vergleich die es Platzes mit Dem nahen wunderbar schönen Di- bliotheksvorplatz einen Anschauungsun erricht e.n- drucksvoltster Art emp'angen. Das hübsche nord­östliche Eckhaus S ephanstraße-Goethe^ raße ver­langte mit seiner schönen Ecke eine ganz ander« Linienführung jenseits Der Straße. Dazu kommt, was schon in Der StaDtverorDnetensitzung zur Sprache kam, Das Fehlen Des Vorgartens vor Dem Finanzamt in Der Goethestraße. Es ist lustig, Daß man Die Anlieger (Rachbarn) hier um ihre Meinung gesagt hat, Deren Häuser durch breite ©arten von dem neuen Riesen ge­trennt sind, nicht aber Die Besitzer Der gegenüber» liegenden Häuser, deren Eigentum um fünf Meter Luft und Sonne entwertet wird. H.

Rundsunkprogramm

des Franksurter SenderS.

(Aus DerRadio-Umschau".) Donnerstag, 23. Februar.

13,30 bis 14,30: Ton Kassel: Mittagsständchen der Kasseler Hauslapelle. 15,30 bis 16: Die Stunde Der Jugend. 16,30 bis 17,45: Konzert des Rundfunkorchesters: G. F. Händel (geb. 23. Februar 1635). 17,45 bis 18,05: Die Lese­stunde. 18,30 bis 18,45: Von Kassel:Stunde der Frau":Der erste Schultag und Derufs- eignungen, Gedanken einer Mutter", Vortrag von Mathilde Meißel. 18,45 bis 19,15: Don Kassel: Zur Erinnerung an Artur Schopen­hauer (geb. am 22. Februar 1788)", Dortrag von Pfarrer Dr. Hemleben. 19,15 bis 19,45: Stunde katholischer Weltanschauung. 20,15: Don Kas el: Figaros Hochzeit. Lustspiel in fünf Abteilungen von Beaumarchais. Aussührende: Mitglieder des Etaatstheaters Kassel. 22,30 bis 23: Don Berlin: Tanzkursus. Anschließend bis 0,30: Tanzmusik.

Freitag, 24. Februar.

13 bis 14: Schallplatten-Konzert: Buntes Pro­gramm. 15,30 bis 16: Die Stunde Der Jugend. 16,30 bis 17,45: Hausfrauen-Rachmittag, ver­anstaltet vom Haussrauenverein E. V. Programm u. a.:Ist Erziehung unserer Kinder nötig und

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In einen) Jahre verbrauchte General Motors 8300 Waggons Stahl, 1600000 km Kupferdraht und 4500000 Liter Farbe und Lack. Die unvergleichliche Kaufkraft dieses Riesenbetriebes kann

allerbestes Material zu günstigsten Preisen einkaufen. Jedem Käufer eines General Motors»Wagens kommt das dann wieder im Preise zugute. Jeder General Motors «Wagen ist vielfach geprüft. Dazu dient ein riesiges 503 ha großes Gelände mit jeder nur denk­baren Fahr-und Prüfgelegenheit,jeder Art von Straßen und Wegen.

Da die Güte der General Motors- Wagen durch Prüfungen erwiesen ist, kann selbst für den billigsten Wagen ein Jahi Garantie geleistet werden; für La Salle und Cadillac sogar zweiJahre.

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