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feite vorgenommen worden sein. Das anhaltende Angebot war aber im wesentlichen auf Abgaben der Kulisse zurückzufuhren, die bei der zuneh­menden Unsicherheit ihre noch bestehenden Po­sitionen auflöste und darüber hinaus zu Dlanko- verläufen schritt. Das an den Markt kommende Material war zwar im allgemeinen nicht um­fangreich, doch genügte es, um bei der unverändert geringen Aufnahmefähigkeit der Börse für die Atehrzahl der Papiere neue Kursrückgänge her­beizufuhren. Ein wesentliches Moment der Be­unruhigung war die Berschärfung der verschiedenen Lohnkonflikte, wie die Cesamtiündigung in der nordwestdeutschen Eisen­industrie und die Aussperrung in der rheini­schen Textilindustrie, wovon man ein Hebet» greifen auf andere Industriezweige befürchtete. Eeschäftshemmend wirkten außerdem wieder die bekannten Erörterungen der Geldmarkt­lage. Im Hinblick auf die Einkommen - steuertermine verstärkte sich die Nachfrage namentlich am Tagesgeldmarkt, so daß eine Er­höhung des Satzes bis auf 73/4 Prozent vor- genommen werden muhte. _®iefe Anspannung erwies sich als nicht nur vorübergehend, und erst zum Wochenschluh trat eine gewisse Erleichterung ein (Tagegeld 7 Prozent). In der Hauptsache war es aber die wieder außerordentlich gvoße Eeschäftsstille, die einen starken Druck auf die Stimmung ausübte, zumal von einer Beteiligung des Auslandes nicht die Rede sein konnte. Die Lähmung der allgemeinenGeschäfts- tätigfeit ging so weit, daß verschiedene recht günstige Rachrichten dem Markte fast keine An­regung boten. So blieb vor allem das Kommuni- qu6 aus der Halbjahressitzung der I.-G.-Farben- industrie, worin über guten Geschäftsgang und .günstige Aussichten für das laufende Jahr be­richtet wird, ohne Einfluß: im Gegenteil, das Angebot in Farbenaktien, das schon vor einiger Zeit zu beobachten war. verstärkte sich Wieder und führte zu einer weiteren Kursabschwächung. Heber die Kreise, auf die diese Verkäufe auf dem Farbenmarkte zurückzuführen sind, herrschte an der Börse immer noch Hngewihheit: verschie- dentlich wollte man wissen, daß namentlich für holländische Rechnung Verkäufe vorgenommen wurden. Die fortgesetzten Kurssteigerungen an der Reuyorker Börse vermochten in dieser Woche nicht dem Markte den erwarteten Impuls zu geben. Auch die Rachricht von einer Annäherung von Gesfürel an die Sosinagruppe und gemein­samen Besprechungen in Paris konnte nur vor­übergehend den Elektromarkt etwas beleben. Ebenso blieben die weiter günstigen Kali- abschähungen für den laufenden Monat ohne Einwir ung auf die Kaliwerte. Verstimmt war man dagegen über die zunächst weiter uner­freuliche Situation am Anleihe­markt. Reubesihanleihe waren wieder an» geboten und schließlich bis 13.90 Prozent ab­geschwächt. Später konnte sich dann langsam eine Kurserholung bis 145/s Prozent- durchsetzen. Zeitweise etwas regeres Interesse bestand für Karstadt, da hier die Beteiligung an der Grün­dung eines französischen Einheitspreis-Waren­hauses an regte. Zum Wochen sch luß konnte sich die Stimmung allgemein etwas beruhigen, und Deckungen der Spekulation führten verschiedentlich zu leichten Kurserholungen. Etwas freundlicher lagen namentlich Elektrowerte und KMaktien. Anhaltende Kaufneigung machte sich ferner für Süddeutsche Zucker bemerkbar, die bis 15272 Pro­zent anzogen. Ausländische Renten lagen meist ziemlich still. Etwas gefragt und fester waren Mazedonier, Bosnier und Anatolier, ungarische Renten dagegen abgeschwächt. Am Devisenmarkt machte die Besserung des Markkurses Fort­schritte. Die Devise Spanien lag weiter sehr schwach. Hr.

Die Kohlenproduktion in Hessen.

Die monatliche Statistik der Kohlenproduktion des Dolksstaates Hessen weist für den Monat September folgende Zahlen nach: An Braun­kohlen wurden gefördert 33 815 Tonnen, verkauft wurden davon 13 483 Tonnen. Der größte Teil der Rohkohlen wurde weiterverarbeitet. Aus den verarbeiteten Rohkohlen wurden nei-en Schwele­reiprodulten 212 Tonnen Braur.kohlenbK etts er­zeugt. Unter Derücksichligung der aus Vor­monaten übernommenen Bestände, sowie des Ab­satzes und Selbstverbrauchs verblieben am Mo- natsschluh absatzfähig: 7481 Tonnen Rohkohlen, 437 Tonnen Briketts, 339 Tonnen Ratzpreßsteine, zusammen 8317 Tonnen Braunkohlen und Braun­kohlenprodukte im Gesamtwert von 52 529 Mk.

* Eine Million Pfund Saaranleihe. Wie dieSaarbrücker Zeitung" erfährt, hat die Stadt Saarbrücken unter Mitwirkung der Saar- Handelsbank, Saarbrücken und der Bank Dreyfuß & Co., Berlin, vorbehaltlich der Zustimmung der

Regierungskommisston eine sechsprozentige Anleihe in Höhe von einer Million Pfund ausgenommen. Die Anleihe ist rückzahlbar in 25 Jahren. Ihre Lauf­zeit beginnt am 1. Oktober 1928. Der Uebernahme- preis ist 89t v. H.

* D e r Erzbergbau im September, lieber die Lage des Erzbergbaues im Siegerland im September wird berichtet. Die letzte Erhöhung der Löhne und Soziallasten, sowie die im Oktober einge- trctene Verteuerung der Eisenbahnfrachten wirken sich bei den Siegerländer Gruben sehr ungünstig aus, so daß eine Lage befürchtet werden muß, wie sie im Frühjahr 1926 bestand, als ein großer Teil der Gruben zum Erliegen kam. Die Bestände auf den Gruben nehmen von Monat zu Monat zu, so daß mehrere Gruben in Kürze genötigt sein werden, die Förderung längere Zeit ganz einzustellen. Zur Zeit werden zwei weitere Siegerlänber Hochofen­werke abgebrochen, der Erzbergbau an Siegerländer Hütten verringert sich immer mehr. Lahn - Dtil­ge b i e t einschl. Ober Hessen: Beim Eisenerz­bergbau des Lahn- und Dillgebietes einschl. Ober­hessen sind im September wieder die Haldenbestände angewachsen. Die wirtschaftliche Lage droht immer schwieriger zu werden. Die bevorstehende Eisenbahn­tariferhöhung und ein Schiedsspruch des Schlichters, der eine Lohnerhöhung verfügt, treffen den Eisen­steinbergbau aufs schwerste. Nur das baldige Ein­setzen der geplanten Hilfsmaßnahmen und Schonung des Eisenerzausnahmetarifes können weitere Still­legungen verhindern.

* Zum neuen Exportkredit-Abkom- men. Das neue Exportkredit-Abkommen, durch das bekanntlich dem Exporthandel bis zu einer Höchst­summe von 3 Millionen Dollar Kredite in Mindest­höhe von 25 000 Dollar zu 7 bis 7t v. H. mit einer durch Prolongierung bis auf 2 Jahre ausdehnbaren Laufzeit gewährt werden sollen, ist durch die Klein­heit der Mittel begrenzt. Es ist deshalb beabsichtigt, späterhin eine langfristige Kreditaktion durchzufüh­ren, bei der auch Kredite in geringerer Höhe ge­geben werden sollen und über die die Verhandlun­gen noch schweben. In diesem Zusammenhang wird uns mitgeteilt, daß auch die Pläne zur Schaffung einer Exportbank weitergehen, wenn auch bisher entscheidende Ergebnisse nicht erziell werden konn­ten. Daraus ist zu schließen, daß die Verhandlungen über die beabsichtigte langfristige Kreditaktion mit der Errichtung einer Exportbank in einem Zusam­menhang stehen, denn der Zweck einer Exportbank ist ja, die Finanzierung von Geschäften mit längerer Laufzeit zu übernehmen.

* E l e k t r i z i t ä t s - A. - G., norm. W. Lah - meyer 8- Co., Frankfurt a. Main. Die Generalversammlung der Elektrizitäts-A.-G. norm. W. Lahmeyer & Co. beschloß, entsprechend den Vorschlägen der Verwaltung, den Reingewinn von 2,03 Millionen Mark wie folgt zu verwenden: 6 v. H. Dividende auf die Vorzugsaktien, 4 v. H. Dor- dividende und 6 v. H. Zusatzdividende auf die Stammaktien, Gewinnbeteiligung des Aufsichtsrates 122 187 Mark und Vortrag auf neue Rechnung 110 082 Mark, lieber den Geschäftsgang im neuen Jahre wurde WTB.-Handeldienft auf Anfrage ledig­lich mitgeteilt, daß sich alles wie bisher in normalen Bahnen bewege.

* Verein für Zellstoffindustrie A.-G., Berlin. Die Generalversammlung der Gesellschaft setzte die Dividende der Stammaktien auf 10 v.H. (junge 5 o. H.) und der Vorzugsaktien auf 8 v. H. (junge 4 o. H.) fest. Der Geschäftsgang sei in den ersten Monaten des neuen Geschäftsjahres befrie­digend gewesen; die Umsätze seien beträchtlich ge­stiegen und die Gesellschaft in allen Abteilungen voll beschäftigt. Der Auftragsbestand sichere auch noch für längere Zeit volle Beschäftigung der gesamten Anlagen.

* Zwischendividende bei den Mar­garinefabriken van den Bergh. Der Auf­sichtsrat der ND. van den Bergh, Margarine­fabriken, hat beschlossen, wie im Vorjahre eine Zwi- chendividende von 7| v. H. auszuschütten.

* Deutsch-belgische E l e k t r i z i t ä t s ° grünöung. Unter Beteiligung der Sofina, füh­render deutscher und Internationaler Banken, sowie einer großen Zahl internationaler Elektrizitätsunter­nehmungen, darunter u. a. die Gesellschaft für elek­trische Unternehmungen in Berlin, wurde mit dem Sitz in Brüssel mit 100 Millionen Francs Kapital der Trust Financier de Transports et dEntreprises Industrielles gegründet. Unter den Gründern be­finden sich u. a.: Die Berliner Handelsgesellschaft, S. Bleichroeder, (Tomes & Co., Darmstädter und Nationalbank, Deutsche Bank, Discontogesellschaft, Dresdner Bank Berlin, 2. Schaffhausenscher Bank­verein, Köln, M. M. Warburg, Hamburg, ferner die Firmen Arbed, Chade, amerikanische, spanische, französische belgische und englische Banken und Elek- trizitätsfirmen, insgesamt 61 Gesellschaften.

* Citroen Automobil A.-G., Köln. Die Citroen Automobil A.-G. in Köln, die sich mit dem Vertrieb der französischen Citroen-Wagen in Deutsch­land befaßt, erzielte in ihrem ersten Geschäftsjahre

einen Rohgewinn von 1,9 Millionen Mark. Un­kosten beanspruchten 1,95 Millionen, Zinsen 2989 Mark. Es ergibt sich dem nach ein Verlust von 46 000 Mark.'

o-vaiit?uriet Börse.

Frankfurt a. TZ., 20. DEL Tendenz: behauptet. Zum Wochenschluh nahm die allgemeine G e. s ch ä f t s ft i 11 e eher noch größeres Ausmaß an, da nach wie vor Publikum und Ausland am Markte fast vollkommen fehlten. Die Grundstimmung war jedoch, wie schon an der Abendbörse, nicht als un­freundlich zu bezeichnen. Die Besprechungen Parker Gilberts über die Reparationsverhandlungen, die große Sofina-Transaktion, schließlich die anhaltende Hausse in Neuyork wurden günstig ausgenommen, wenn auch bei dem bestehenden Ordermangel eine stärkere Besserung der Tendenz hiervon nicht aus- gehen konnte. Die ersten Notierungen waren gegen die Abendbörse etwa behauptet, wobei die Abweichun­gen kaum über 1 v. H. hinausgingen. Etwas regeres Interesse bestand nur für Elektrowerte aus dem er­wähnten Grunde. Bergmann, Chadeaktien, Gesfürel, Licht und Kraft und Schuckert waren leicht gebessert, während AEG. und Siemens behauptet blieben. Am Montanmarkt waren Buderus, Rheinstahl je 1 v. H. gedrückt. J.-G.-Farben und die Zellstoffwerte er­öffneten knapp behauptet. Am Bankenmarkt waren Commerzbank sehr angeboten und 1,5 v.H. schwächer. Etwas niedriger setzten noch Scheideanstalt ein mit minus 1 o. H. Reichsbank waren 2 v. H. erhöht. Deutsche Anleihen waren behauptet. Ausländische Renten still, Türken weiter beachtet. Im Verlaufe blieb die Haltung außerordentlich still, die Stimmung war jedoch eher etwas freundlicher, so daß sich für Elektrowerte, die weiter leicht anzogen, einige Nach­frage erhielt. Am Tagesgeldmarkt machte die Er­leichterung einen Fortschritt. Der Satz wurde auf 6,25 v. H. ermäßigt. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen London-Kabel 4,85, gegen Paris 124,19, Madrid 30,10, Holland 12,0975.

Berliner Börse.

Berlin, 20. Okt. Die großen Hoffnungen, die die Börse hatte, schienen durch das letztveröffentlichte Communiquä über die ©ofinagrünbung nicht erfüllt zu fein. Man war enttäuscht über die Wirklichkeiten der Angaben, ohne allerdings recht zu wissen, was mehr hätte darin stehen sollen. Eigentlich sprechen doch die Namen der Gründerfirmen genug und bieten eine Gewähr für die internationale Bedeutung der Transaktion. Aber, wie gesagt, man wußte vorläufig mit den Ausführungen nichts anzufangen. Hinzu kam der frühe Samstagsbeginn, das Fehlen der Kund­schaft und Realisationsneigung zum Wochenschluh. Die starke Aufwärtsbewegung in Neuyork macht ja schon seit Tagen keinen Eindruck mehr, dagegen fand die zunehmende Erleichterung am Geldmärkte Be­achtung: die Steuerbeträge scheinen langsam frei zu werden. Allerdings ist nicht außeracht zu lassen, daß wir uns langsam dem Ultimo nähern. Zu den ersten Kursen sind größere Veränderungen eigentlich nur selten festzustellen. Es überwogen kleinere, bis 1 o. H. betragende Verluste. Kaliwerte waren bis etwa 3 v.H. gedrückt. Svenska minus 2,75 Mark, Chadeaktien minus 4,50 Mark, Essener Steinkohle minus 2,75 v. H. Schon zu Beginn recht fest lagen am Banken­markt Danatbank und Reichsbank und sonst Bern- berg, Polyphon, Rheinisch-Westfälische Elektro, Elek­trische Lieferungen um 2 bis 4 o. H. erhöht. Deutsche Anleihen fteundkich. Ausländische Renten behauptet. Türken weiter befestigt. Pfandbriefmarkt bei ruhig­stem Geschäft gehalten. Der Geldmarkt war erleich­tert. Tagesgeld 6 bis 8 v. H., Monatsgeld 8 bis 9 v. H., Warenwechsel etwa 6,90 v. H. Im Verlaufe setzten sich 1- bis 2-v.H.-Besserunyen durch. Bevor­zugt lag der Elektromarkt unter Führung von Berg­mann. Auch am Schiffahrtsmarkt waren umfang­reiche Deckungen zu beachten. Zur Besserung der All­gemeintendenz trug bei, daß man wissen wollte, daß die am Montag zur Veröffentlichung kommende Außenhandelsbilanz günstige Ziffern aufweisen werde.

Spielplan der Frankfurter Theater.

Opernhaus. Sonntag, 21. Oktober, von 19 bis 22,30 Hhr: Tannhäuser. Montag, 22., von 20 bis nach 22,15 Hhr: Ariadne, auf Raxos. Dienstag, 23., von 19,30 bis nach 22,30 Hhr. Die Iüdin. Mittwoch, 24., von 20 bis gegen 23 Hhr: Cosi fan tutte. Donnerstag, 25., von 20 bis gegen 22,30 Hhr: Der Diktator --- Das geheime Königreich Schwergewicht oder Die Ehre der Ration. Freitag, 26.: Geschlossen. Samstag, 27., von 19,30 bis nach 22,30 Hhr: Samson und Dalila. Sonntag, 28., von 19,30 bis nach 22,30 Hhr: Carmen. Montag, 29., von 20 bis 22,30 Hhr: Der Ring des Ribelungen, Vorabend: Das Rheingold. Schauspielhaus. Sonntag, 21. Oktober, von 1930 bis gegen 22 Hhr: Der brave Soldat Schweft. Montag, 22., von 20 bis 22,15 Hhr: Die Liebe auf dem Lande: vorher: Der erste Dranntweinbrenner. Dienstag, 23., von

20 bis gegen 22,30 Hhr: Der brave öototi Schwejk. Mittwoch 24., von 19,30 bis 23 Hhr: Don Karlos. Donnerstag, 25., von 20 bis gegen 22,30 Hhr: Der brave Soldat Schwejk. Freitag. 26., von 20 bis 22,15 Hhr: Die Liebe auf dem Lande: vorher: Der erste Branntweinbrenner. Samstag, 27., von 20 bis gegen 22 Hhr: DantonS Tod. Sonntag, 28., von 19,30 bis gegen 21,30 Hhr: Dantons Tod. Montag, 29., von 19,30 bi- 2o Hhr: Don Karlos.

Aus dem Amisverkündigungsblatt.

* Das Amtsverkündigungsblatk Ar. 76 vom 19. Oktober enthält: Straßensperre- Aufhebung. Der Geschäftsgang beim Kreis­amt Gießen. Erhebung von Zuschlägen zur Vergütung von Beamtenmiet-- und Dienstwoh­nungen. Totengedächtnisfeier. Ausstellung Raturschutz und Schule. Die Halbmonats­schriftSaar-Freund". Die Monatsschrift Im Strome der Arbeitsschule". Feldbereini­gung Beltershain und Stangenrod. Dienst­nachrichten.

Vermischtes.

Schweres Grubenunglück in Dortmund.

Aus der Schachtanlage I und II der Zeche Königsberg ging beim Bergeversetzen auf der dritten Sohle die unterste Fahrstrecke zd Bruch und begrub vier Bergleute. Drei der Verschütteten, konnten nur noch a l s Leichen geborgen werden, der vierte wurde in schwer­verletztem Zustand in ein Krankenhaus einge- liefert, wo er hoffnungslos daniederliegt.

Schiffszusammenstoß auf der Donau.

In der Rähe von G a 1 a tz stieß auf der Donau ein Motorleichter mit einem Doot zusammen, auf dem sich 16 Personen befanden. 13 ertran­ken, 11 Leichen wurden aus dem Wasser gezogen. Die Hnterfudyung hat ergeben, daß das Boot ohne Lichter fuhr.

Exprehverkehr in der preußischen Staatsbibliothek.

Die preußische Staatsbibliothek hat jetzt eine Rohrpostanlage in Betrieb genommen, durch die den Besuchern der Staatsbibliothek die Möglichkeit einer bedeutend schnelleren Abferti­gung geboten wird. Die Rohrpostanlage, die mit einem Kostenaufwand von rund 60 000 Mk. ge­schaffen worden ist, umfaßt eine Streckenlänge von über 30 Kilometern.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Sonntag, 21. Oktober. 20. Sonntag noch Trinitatis. Erntedankfest.

Stadtkirche. 9.30 Uhr: Pfarrer Becker: 11: Kinder­kirche für die Markusgemeinde: Murrer Becker: 6: Pfarrer Mahr. Iohanneskirche. 9.30: Pfarrer Ausfeld; 11: Kinderkirche für die Johannesgemeinde; Pfarrer Ausfeld: 6: Pfarrverwalter Dotzert; 8: Bibelbesprechung im Iohannessaal; Pfarrer Ausfeld. Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Pfarrer Lenz. Elifabeth-Kleinkinderschule. 9.45: Pfarrverwalter Dotzert. Meseck. 9.30; Opfer für den Kleinkinder­schulfonds; 10.45: Kinderkirche. Atten-Bufeck. 10: Alten-Buseck (Kollekte); 1: Trohe (Kollekte). Kirch­berg. 10: Kirchberg; Konfirmandenchor; Kollekte; 11: hl. Abendmahl für die alten Gemeindeglieder von Daubringen und Ruttershausen; 1.30: Mainzlar; hl. Abendmahl für die alten Leute; 1.30: Daubrinaen; Gelegenheit zum hl. Abendmahl. Hausen-Garven- teich. 10: Garbenteich; hl. Abendmahl; 1: Hausen. Watzenborn-Steinberg. 10: Predigt; 11: Kinder­kirche. Cid). 9.30: Stiftsdechant Kahn; 12.45: Kin­dergottesdienst: 2: Stiftspfarrer Lic. SchorlemmeN Kollekte für die Leipziger und Herrenhuter Mission.

katholische Gemeinden.

Samstag, 20. Oktober.

Gießen. 4.30 und 7 Uhr: Beichte.

Sonntag, 21. Oktober. 21. Sonntag nach Pfingsten.

Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Jungfrauen und Hausangestellten; 8:' Kommu­nion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Pre­digt; 4.30: Jungfrauen-Kongregation; 5.30: Christen­lehre und Rosenkranzandacht mit Segen. Grün­berg. 9.30: Messe mit Predigt. Hungen: 8: Mesie mit Predigt. Caubach. 10: Messe mit Predigt. Cid). 9.30: Hochamt mit Predigt. Nidda. 8.30: Hoch­amt mit Predigt. Schotten. 10.30: Hochamt mit Predigt.

Gießen. An den Werktagen ist täglich abends um 8 Uhr Rosenkranzandacht mit Segen.

Eonnta<iSdienstv.'llerrteu.Apotbcken am 21.10.28 Dr. Klewitz. Dr. Ploch. Veltkanapotbeke.

Zahnarzt: Dr. Gonter. *D

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

87,5

87,25

50,9

90

Devisenmarkt BerlinFrankfurt

a. 2R.

75,9

Telegraphische Auszahlung.

3

26,4

26,4

12,6

24

151,5

151,25

147,65

Banknoten.

:03

303,75

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloffenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuh 8 Prozent.

1,9

12,65

50,8

14,7

50,8

14,7

32,2

3,13

12,75

12,5

1,95

12,2

185,5

291

50,9

14,8

151

186

185,75

146,75

135,75

294,5

187

291

168.75

163,5

169,5

291,5

185,5

291,5

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163,5

169,5

209

16», 5 169

«Illg. Deutsche i£t1rn*^ibn Hamburg-Amerika fialet Hamb.-Shdam. Dampfich. Vania Dampftdjiff Norddeutscher Lloyd . 2Ulg Deutsche Erediranll. öarmei Bankverein Berliner Handelsgejsllsch. lommerj- und Privar-Banl Darms! u ilallonalbanl Deutsche Bank Diskontv-Geseilschast flnt Dresdner Bank Mineldeulsche (JxeOUlxml . vielallbank ......

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134,5 301

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12,75 11.9 9,75 24

185,25

147

135,5

141

293,5

186.5

290,75

169

163,5

169,25

210 1:44.13 .00.25

12

11,75

Frankfurt a. M I Berlin

6% Dl. «eichsauteihe o. 1927

tlt Snt.-Ablo,.-Schuld mit AuS- los.-Rechten

D«4gl. ohne Auslos.-Rechte . . .

7% Franks. Hnp.-Bi Goldps. un- kilndbar bi« 1932

<y,% Rheinische Hhv^Bank Stau.- ®olBp|.

tL6.@ abfl LorkriegS-Obligatton., rückzahlbar 1932

4% Schweiz BundeSb.-Ant..

4% Oesterreichische Soldrid.. . .

4,20% Ceflen Silberne.....

4% Oesterreich, einheitl Site .

4% Ungarische Oolbtte . .

4% Ungarische Siaatst. v. 1910

4y,% vesgl. von 1913

4% Ungarische Rronenrte.. .

4% lütt. Zollanleihe o. 1911

4% Türkische Bagdadbahn-Diü., Serie I

4% veSgl. Serie II

4% Rumänen converi. fftte. . . -

1^% Rumänen Soldanl. von 1918

Berlin. 19 Oktober

Keld

Bries

^ranjölischeJioten . . . .

Holländlslve Sloten ...... (italienische Noten......

Norwegische Noten......

Deulsch-Oesterr-, 5 ioo Kronen Numänische Noten......

Schwedische Noten......

Schweiler Noten .......

Svanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten

16,37

167,76

21,95

111,56

58.78

2,535

111,90

80,52

67,56

12.382

72,92

16,43

168,44

22,03

112,00

59,02

2,555

112,34

80,84

67,84

12,442

73,22

Franksurt a. M

Berlin

Frankfurt a. M

Berlin

Schlutz- flurs

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Sch.ub> Kurs

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Schlub- Kurs

l-Uhr. Kurs

Sch.ufj ! Anfang Kurs | Kurs

Datum

19 10.

20. 10. | 19 10. | 20 10.

Datum: |

19 10.

20 10. | 19. 10. | 20 10.

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Datum:

19. 10.]

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19. 10.

20. 1(1.

Philipp Holzmann......7

£>cibcTber(jer (Semeid .... 10

136,75

137

132,5

Lernen! Karlsladl ......8

172

Wayß 4 Freitag......10

132.5

132,75

Schultheis Patzenhofer ... 15

322,5

322

Cftroerfe ........12

281,5

280,5

Lei. Glmrzstoff......18

552,5

550

_

_

463

468

geilstoff Waldhof.....12

284.2.5

283,75

282,5

Zellstoff Aschaffenburg ... 12

207,5

207,25

208

Charlottenburger Wasser ... 7

124,75

124,25

Dessauer GaS........8

189,5

190

Daimler Motoren ...... 0

80.4

80

Demag ...... . . 0

52

52

Adlerwerke Kleber ...... 5

109

108,5

Luvw. Loewe ...... 10

254,5

r

Nal. Automobil ....... 0

50,75

50,5

Orensiein 4 Kovvel . .... 5

110,75

111

TT

272

272

Bamag-Meguin . ...... 0

19

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(Vranlf Malchiner» ...... 6

73,25

Aritzner ...... 11

122,25

-7-

121,25

Heyliaenstaedl ....... 0

IungbanS ....... 4

89,2

88,75

Lechwerke. . . ....... 8

112

117

Mag ......10

137,5

137.5

137

Jlelarlulmet ........ 8

30,13

30

Peters Union .......k

107,5

107,5

Gebr. Roeder ...... IC

125,5

Böig, 4 Haesfner......8

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Eüdd Zucker ......8

153,5

=r

152,75

A.E.G.........

. 8

184

184

183,4

206,5

172,25

241

183,75

Bergmann........

Eiektt. Lieserungea.....

. 9

10

206,5

207.5

175

206,5

176

Licht und Kraft .....

10

241,5

241

stellen 4 Guilleaume....

. 6

150

150,13

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Ges. s. Elektr. Untern.. ...

10

274,5

275

275,9

275,5

Hamb. Eiektt. Werke ...»

10

146,25

146,6

Ähein. Eiektt.....

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156

156

157

Echtes Eiektt. ......

10

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226,9

Schuckert . ......

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Siemen» 4 Halske .....

12

394,25

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393,6

Trantzradto . ......

. 8

148,25

Labmever 4 So.. .....

10

173,5

--

173

Buberur ......

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Deutsche Erdöl......

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Gelsenkirchener ... J. H

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122

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Hoesch Eisen. ......

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-

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Ilse Bergbau ....... Klöcknerwerke .......

. 8

250

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117

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Koln.Neuelien.......

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125,25

Mannesmann.......

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125,65

113,5

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Sberschies. Eisend. Bedars. .

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113

113

. 6

110,5

110,5 112

Cberidjlei. ftotoroerfe . .

. 6

-

111,75

Phönix Bergbau

Rheinische Braunkohlen

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92,5

9.

93

10

278,5

278

277

Nheinklahl I- % W iVi

137

136

137

135,25

Niebeck Monlan . -

7,2

Bereinigte Stadl».....

6

94,5

94,25

Olavi Minen .....

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-

54

53,9

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ff all Aschersleben . . . .

10

283

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471,25

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154,25

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Dynamit Nobel . ... .

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MetaNaelellichaft. . . .

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-

19. Ortobcr

20 Oftob r

Amtliche Non rung

Amtliche Notierung

Geld

Briet

Geld

Briet

AmK^Rott. Buen.-Aires Brss.-Antw

168,0- 1,764 58,27

168,41

1,768

58,39

168,14

1,765

58,29

168,48

1,769

58,41

Chnstiania

111,76

111,98

111,79

112,01

Kopenhagen

111,80

112,02

111,84

112,06

Etockhoim

112,11

112,83

112,09

112,31 10,57

HelsingforS-

10,55

10,57

10,55

ft (allen . .

21,975

22,015

21,97

22,01

öondon. . .

20,337

20,377

20,344

20,381

Neunork . .

4,1935

4,2015

4,1950

4,2030

PariS....

16,375

16,415

16,37

16,41

Schweiz . .

80,70

80,86

»0,72

80,88

Spanien . .

67,77

67,91

67,71

67,85

1,936

Japan . .

1,934

1,938

1,932

'Üio de ftan

0,501

0,503

0,501

0,503

Wien in D-- Oest. abacft

58,9 v

59,05

58,96

59,08

Prag

12,428

12,418

12,43

12,45

Bei irad

7,368

7,382

7,368

7,382

Bndapesk -

73,10

73.24

3,03.1

73,12

73,26

Bui arten

0,027

3,027

3,033

18,9z

i'iflabon

18,88

18,92

18,88

Danzig .

81,32

81,48

81,32

81,48

ffonfl .uriw Silben

2,129

2,133

2,123

2,127

5,425

5,435

5,425

5,435

Kanada

4,1925

4,2005

4,1925

4,2005

Ilm uao

4,256

4,264

4,256

4,264

iatn

20,86

20,90

20,865

20,905

Berlin, 19. Oktober

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Amerikanische Note» .....

4,174

4,194

Belgische Noten .......

58,11

58,35

Dänische Noten .......

111.61

112,05

Englische Noten........

30,312

20.392

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