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Oie Wetterlage.
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Aus aller Welt.
Neue Siurmkaiastrophe an der amerikanischen Ostküste.
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Betriebsverbefferungen der Reichspost.
Geschäftsbericht für 1927.
jur Aufstellung de, Programm, dieser ftonfe- renz überlassen bleibt.
Mittwoch, d. 19. 5epl 1928,7“abds.
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und B,lduna»wes«n wurde durch Kurse. Derbesscruna und Vermehrung der Untcc- richtSmtttal und durch Dortrüge weuer aus- aestaltet. Die Wohnungsfürsorg« wurde durch Schaffung von 4203 Reuwohnungen gefördert.
^"lin. 19. Sept. (WTB.) Die Deutsche Deich-post veröffentlicht soeben ihren Geschäfts- bericht über dos "Rechnungsjahr 1928 (1. April 192Z bis 31. Mürz 1928) Dem Bericht entnehmen wir. daß vor allem die Verwal - tungsreform weitergeführt wurde durch Ausgabe einer neuen Zuständigkeit-, ordn ung. di« den Schwerpunkt der Verwaltung in die Oberpostdirektionen verlegt und den Suherrn Dienststellen die endgültige Erledigung d«r örtlichen Betriebs- und Derwattungsge- schüsw überweist. Dos "Beschassungswesen wurde neu geregelt mit dem Grundsatz der Dezentralisierung der Bestellung. Der Zentrale bleibt die Festsetzung der Xichlpreils und Lieferbedingungen Vorbehalten. Die Verkehrs- Werbung wurde weiter ausgebildet. Dos Unter- richts-i—
genomrnen. Das Luftpostnetz hat im Berichtsjahre um 7300 Kilometer, die Zahl der zurückgelegten Flugpostlilometer um rund 3,5 Millionen zugenommen. Der Fernsprechverkehr wurde durch Einrlchtur.g einer großen Zahl neuer Selbstanschlußämter und Schneilver- kehrsämter weiter entwickelt. Die Zahl der selbständig betriebenen Anschlußleitungen ist im Berichtsjahre um 232 d. $). angewachsen Das Funkwesen hat lich kräftig weiterentwickelt. Bor allem hat der Unterhaltung-rund- funk im Berichtsjahre eine namhafte Steigerung von 36,6 v. H. erzielt.
48rStunden-Woche der Beamten.
Berlin, 20. Sept. (WTD. Funkspruch.) Boa feiten etniaer Beamtenoeganisatronen ist in den letzten Iahren mehrfach versucht worden, cm« Aenderung der Dienstverhältnisse der Beamten herbe/zusühren durch die Festlegung der 48-Stundenwoche. Die jetzigen Bestimmungen sehen die 54- bzw. 51- Ltundenwoche vor. 3n diesen Tagen haben nun, wie die „Deutsche Zeitung" berichtet, erneute Besprechungen im Reichsinnenministerium stattgefunden, von denen erflärt wirb, daß sie einen erfolgreichen Verlauf im Sinn« derer nehmen, die auch für die Leichsbeamten- schäft die 4L-Stund«nwoche einführen wollen.
Oer polnische Handelsvertrag.
Deutschland wünschtAbfchaffungdesBifums
Don unserer Berliner Redaktion.
Berlin, 20. Sept Der Führer der deutschen Delegation für die Handelsvertragsver- handlungen mit Polen, Minister Hermes, ist in Berlin eingetroffen, um über den bisherigen Verlauf der Verbandlungen Bericht zu erstatten, während inzwischen die Beratungen mit den verschiedenen Kommissionen in Warschau fortgesetzt werden. Ss scheint, als ob man auch diesmal nicht recht vom Fleck kommt. Die Polen hatten gehofft, daß eine linksorientierte Regierung zu größeren Zugeständnissen gerade aus dem Gebiet der Einfuhr von Lebensrnitteln bereit sei. Sie haben sich darin getäuscht. Soweit wir wissen, ist Herr Herme- mit den gleichen Instruktionen von Berlin weggefahren, wie er sie schon von der vorigen Regierung bekommen hatte. Die deutsche Delegation hat jetzt eine Liste von ungefähr 600 Positionen eingereicht, worin sie Wünsche auf Ermäßigung des Rormalzolles geltend macht. Diese Forderungen sind nicht übertrieben, wenn man bedenkt, daß Polen eine kaum übersteigbare Zollmauer um sich errichtet hat. Da- Entscheidende aber ist, daß auch die l Riederlasfunasfragen. die von uns von ausschlaggebender Bedeutung sind, im Rah- f men der Handelsvertragsverhandlungen endgül- tig bereinigt werden, denn uns nützt ein 5>an- delsvertrag nichts, der zwar günstige Positionen enthält, aber den Reichsdeutschen keine Gelegenheit gibt, in Polen Handel zu treiben. So ist von deutscher Seite der Wunsch geäußert, im Verkehr der beiden Länder den Visum- zwang abzuschaffen. Diese Anregung würde die sehr komplizierten Probleme der Riederlassung und der Grenz^onenverordnung wesentlich vereinfachen. Anscheinend ist dieser, deutsch« Vorschlag auch auf polnischer Seite be*
Neuyork, 19. Sept. (WD.) Die Ausläufer westindischen Tropensturms peitschten heute Ballantische Küste bis Boston auf. In dem en Badeort Atlantic City erreichte der Sturm zeitweise eine Geschwindigkeit von 72 Stundenmeilen. Die nach dem Meer zu gelegenen Stadtteile von Atlantic City wurden überschwemmt. Die Seegischte spritzte 50 Fuß hoch über die Strandpromenade, doch ist der angerichtete Schaden verhältnismäßig gering. Der Orkan richtete die größten Der- heerungen in dem Gebiet des Okeeschobee- Sees an, wo die Zahl der Toten auf über vierhundert geschätzt wird. Zweihundert Leichen, davon die Hälft« Neger, wurden bereits beerdigt. 15 000 Menschen sind obdachlos und leiden große Not. In Palm-Beoch eingetroffene Flüchtlinge geben ergreifende Schilderungen von dem Zerstörungswerk und den Rettungsversuchen. Der Orkan wühlte den Okee- schobee-See zu Riesenwellen auf und gegen elf Uhr in der Nacht zum Sonntag brach der ^eedeich. Ein riesenhafter Wasserschwall ergoß sich m die Riede- nmgen des östlichen Ufers und überschwemmte das Gebiet zwischen Vkeeschobee-City in, Norden und velleglad im Süden. Das Master stand stellenweise neun Fuß hoch in den Straßen. Die Belvohner der einstürzenden ))äuser flüchteten sich in andere Wohnhäuser, die gleichfalls von den Fluten fortge- schwemmt wurden. Ein Farmer, der sich mit Frau und fünf Kindern retten konnte, flüchtete nach dem Einsturz seine, Hauses auf ein Hausboot, auf dem I'lh bereits 150 andere Perjonen befanden. Zahl- reiche Menschen trieben auf Holzstücken in den Flu- ten umher und konnten da, Hausboot nicht errei- chen. Andere hatten sich auf die abgedeckten Haus- dacher geflüchtet, die auf dem See schwammen und verbrachten so dl« gany Nacht.
19. veptcmber, hielt Seneraksuperintenbent Professor Dr. S ch i a n (Breslau) einen Bortrag über die Bedeutung der Reformation für di evangelische ®e- melnbe, insbesondere für die der Diaspora Der Redner betonte mit Rachdrua die Bedeutung der Gemeinde als der Grundlage jede, kirchlichen Leben, und der Gesamtkirch« überhaupt und führt« dann u. a. au,: Die Grundgedanken der Reformation von dem allgemeinen Priestertum, von der brüderlichen Kemeinschatl aller Gläubigen und von der werktätigen Liebe de, praktischen Christentums sind heute wie zur Zeit der Reformation maßgebend für jede, wirklich lebendige Gemeindeleden. Das gilt in be- sonderer Weise für die evangelische Gemeinde bet Diaspora. Ze größer in ihr die Gefahr der Str- einzelung ist, um so dringender ift der Zusammen- fchluß zur Gemeind« geboten, um »o mehr bedarf es der energischen Sclbsttättgkeit dieser Gemeinden. Nirgends findet man deshalb lebendigeres Gemeindebewußtsein als in der Diaspora, nirgends auch größere Opferwilligkeit für die Gemeind«. Dann sind di« Diasvora-Gememden em Vorbild für die Mutter- kirchc. Mit großer Weit cht hat der GustavAdolf- Verein die hieraus sich ergebenden Aufgaben er- könnt, indem er seine Arbeit für Jle -vangelischt Diaspora des In- und Auslandes in erftkr Linie den Gemeinden zugute kommen ließ. Wer die evangelische Diaspora bauen will, muß doppelt klar den Bau der evangelischen Gemeinde zu seiner Aufgabe machen.
Oer Hessische Landtag beginnt seine Arbeit.
Eine Litznng des Gesetzgebungsausschusses.
. WHP. Darmstadt, 19. Sept. Mit der heu- haen Sitzung des zweiten (Gesetzgebung--) Ausschusses deS Hessischen Landtags hat die parla- ineittarischs Arbeit der Herbstsesfivn ihven An- sang genommen. — Der von dem Abg. Best gewünschte Gesetzentwurf über di« Ablösung der Markanlcshrn hessischer Gemeinden wird zurück- gesteNt, weil in den Fraktionen zunächst mxh einmal zu dem damit aufgeworfenen Problem Stellung genommen werden soll. — Die vom Kreisausschuß in Heppenheim gewünschte authentische Interpretation des 2ttttkels 32 des hessischen Straßengcsetzes wegen der Llebernahme von frei gewordenen Obslbautechnikern auf die Provinzen wird vom Ausschuß zunächst zurück- aesteNt. Die Regierung wird um Mitwirkung bei gütlichen Einlgungsverhandlungcn zwischen den beiden Parteien aufgefordert. Bei einem negativen Ausfall wird der Ausschuß sich erneut mit der Sache befassen. — Die von kovunu- nistischer Seite geforderte Einsetzung von Gefangenenbeiräten rief eine lebhafte Aussprache hervor, die aber heute nicht zu Ende geführt tourbe. — Einige Eingaben auf Straferlaß oder Begnadigung beschäftigten dann noch den Anschuß, der sich darauf bis zum Freitag kommender Woche vormittags vertagte.
Für die kommende Woche ist siir die Beratungen der Ausschüsse des Hessischen Landtag- fol- gende» Programm festgesetzt: Der Finanz au s- ch u b wird am Mittwoch und Donnerstag zu- ammentr-ien, um eine Tagesordnung von nicht weniger als drei Dutzend Vorlagen und Anträgen >u bewältigen. An besonder- wichtigen Fragen tehen zur Beratung die Einrichtung einer Fern- prech^Selbstwähler-Anlage für alle staatlichen Behdrden und Dienststellen in Darmstadt, Reu- >auten an der Technischen Hochschule in Darm- tadt, Ausbau deS Schlosses in Lichtenberg i. O. und ejn Antrag auf Lebernabme der Renten- bankzinsen auf die Reichskasse. Am 25. September wird der Finanzausschuß eine Besichtigung in Bad-Rauheim vornehmen. — Am Frei- tagvornrittag wird der GesetzgebungSau-schuh sein ihm noch vorliegende- Material durcharbeiten Der Rachmittag wird ihn in M a i n z sehen. Hier wiz-d insbesondere dem Frauengesängnis eip Besuch abgeplattet werden. Bekanntlich be- ftebt die Absicht, die gefangenen Frauen sämtlich in Mainz unterzuhringen und die Frauen- Abteilung ht Butzbach aufzuheben.
v. Hünefeld erklärte vor Pressevertretern u. <l, daß sein Aufenthalt in Sofia vor allem dazu bestimmt gewesen sei, feiner Sympathie für Bulgarien Ausdruck zu geben. Heber den Weg. den er bei der Rückkehr aus Tokio einfch'.agen werde, kötrn« er noch nichts sagen - «s könne seih, daß er für die Heimkehr dtefelb« Route wähle wie für den Hin'lug es könne aber auch fein, daß er quer über den pazifi fchen und Atlantischen Ozean zurückkehre. Freiherr v Hünefeld Ht um 15.40 rihr m Angora eingetroffen.
Rätselhafte $unte auf Spitzbergen.
"Nach einer telegraphischen Meldung aus Kingsbay hat man in einem Gletscher des Shetellg-Gebirge- in der Rähe von Kingsbay Ballonüberreste im Eise eingefroren gesunden, die mit L. C. A. Rr. 689 M. 3 150 gekennzeichnet waren. Ferner wurde in der Wagdalenenbucht eine kurze Aluminiumlei- t e r gefundetr, die wahrscheinlich von einem Luftfahrzeug herrührt. Rach Ansicht des Sachversländigen Hoel hindelt es sich bei diesem Funde nicht um Ueberrefle der .Italia", sondern um Gegen stände, die bei der im Jahre 1910 noch Spitzbergen unternommenen Ze p p e- linexpeditton zurückgelassen wurden.
Eine Doppclerifknj vor Gericht.
Vom Schöffengericht Berlin wurde der Friseur Hermann Wobrvck, der in der Pariser Straße im Westen Berlin ein großes Friseur- ae sch äst betreibt, in dem sechs Gesellen bo 'chäftiat sind, als mehrfach rückfälligen Taschendieb zu einem Jahre Zuchthaus verurteilt, während der Staatsanwalt im Hinblick auf das Fehlen jeder Rotlage auf 2l/t Jahre Zuchthaus gedrungen hatte. Wie m der Verhandlung fest gestellt wurde, hotte Wobrvck sein Geschäft aus den Erträgnissen seiner Diebereien erworben. Während er tagsüber im Geschäft tätig war, ging er abend- feinem zweiten Berus nach. Seme Entdeckung erfolgte, weil es Kriminalpolisten auffiel, daß ein eleganter Herr an Autobushaltestellen usw. älteren Damen beim Einsteigen behilflich war, ohne jemals selbst mit- zufahren. Sie beobachteten ihn näher und stellten fest, daß er di« Gelegenheit zu se'nen Diebstählen benützt«.
Hopp bei einem Einbruch gestellt. — von Landjägern und Bauern verfolgt.
Der Bremer v-Zugmörder Smil HvPP hält sich Immer noch in der Gegend von Harburg versteckt. Mittwoch wurde in einem Bauerngehöst in dem Dorfe Srancop bei Harburg ein Einbruch verübt. Der Täter, der 50 Mark aus einer Kassette erbeutete, wurde überrascht und mußte fliehen. Fast die ganze Bewohnerschaft des Dorfes machte sich an die Verfolgung des Einbrechers, der querfeldein rannte und schließlich in einem Gehölz verschwand. Zahlreiche Personen, ferner mehrere Polizeibeamte, die den Dieb auS unmittelbarer Rähc gesehen haben, behaupten, daß es sich um niemand anderes als um den MörderHvpp bandelte. Ein großes Aufgebot von Kriminal- oeamden und Polizisten sucht zur Zeit auf Motorrädern und mit Autos Tag und Rächt die ganze Gegend ab.
Der Fall Brückner.
Wie Rechtsanwalt llPhorn-Rostvck erklärt, ist der Täter ein naher Verwandter des WtnisterialdirektvrS Brückner. Er wurde bei dem UcberfaU von diesem erkannt und mit du angeredet. Der GrundzurTat war folgender: Der verheiratete Ministerialdirektor Dr. Brückner bat sich im März d. 3. an einer ihm von seinem Vater zur besonderen Obhut anvertrauten jungen Richte bei einer gemeinsamen Reise in die Alpen vergangen, und zwar nachdem Ministerialdirektor Dr. Brückner sich selbst zur Begleitung dieser Richte mit dem Bemerken angeboten hatte, sie sei dann doch besser aufgehoben. Die unglückliche Richte hat im 3uli d. 3. nach einem zunächst erfolglos gebliebenen Selb st Mordversuch eine Flasche Akkumulatorensäure getrunken und ist auf qualvolle Weise durch oie Schuld des Ministerialdirektors Dr. Brückner innerhalb 24 Stunden ba- hingeschieden. 3n der Erregung über die besonders ehrlose Handlungsweise und verwerfliche Gesinnung deS Ministerialdirektors hat der erwähnte Verwandle die berichtete Durchpeit- fchnng des Ministerialdirektors Brückner vvr- genommen. Die Ministerialräte Dr. B a r s u r t h, Dr. 3 e h S und der Schweriner Bürgermeister Dr. W e p e l geben gegenüber dieser Darstellung folgendes bekannt: „Die unterzeichneten persönlichen •yreunbe deS Herrn Ministerialdirektors Dr. Brückner erklären, daß es ihnen nicht richtig erscheint, eine interne Familienangeleaenhril in der Oefsentlichkeit zu behandeln. Sie erklären weiter, daß nach ihrer KettntniS der Dinge ein Grund zur strafrechtlichen Verfolgung des Herrn.Dr. Brückner nicht horlieg L Rur eine unparteiisch« Sachdarstellung kann dte Grundlage für ein Urteil über eine moralische Schuld geben. Den unterzeichneten sind Dinge bekanntgewordrn. welche Herrn Brückner weitgehend entlasten. Der Xäter ist ebenfalls, wie Ministerialdirektor Dr. Brücdrer au- Schwerin verschwunden.
Freiburger Tagung be» Gustav Adolf-Verein».
Die 73. Tagung des Gustao-Adolf-Der- eins, zu der in diesem Jahr au» dem ganzen Reich etwa tausend Abgeordnete der Zweiaoerein« nach Freiburg gekommen sind, wurde om Montagabend im Rahmen eine» offiziellen Begrüßung», abends eröffnet. Don programmatischer Bedeutung war bas Grußwott des Präsidenten Dr. Kapier,
In der Berbefserung be6 Verkehr- tourbe fortgdabren. Die Verkehrsansbalten wur- den im Bericht-jahve um 2146 Dienststellen vermehrt. Die Schalterstunden und die 3uftcUungcn, ferner die Postverdindungen auf *3ifenbabncii und Oandstrasten. bk Schließfachanlagen Briefkästen und Wertzeichengaber wurden namhast r<rm«brt Das Kraftpostnetz ha? um Linien und 3000 Kilometer Streckenlänge
3n Fortsetzung der Verhandlungen schlug ül n d e n - Schweden die Einsetzung e^tes Re- daktiemskomrteeS zur Derschmelzung der beiden Entschließungsanträge von Paul-Bon- cour und Gras Bernstorfs vor unb trat -.m übrigen dafür ein, daß der Vorbereitende Abrüstungsausschuß möglichst bald ein berufen toZrb. feibft ohne daß b;e heutigen Schwierigkeiten behoben Und. über dte dann der Vorbereitende Abrüstungsausschuß befinden sollte. Der tschechische Außenminister Bene sch sprach sich ebenfalls für eine Verschmelzung der beiden Resolut, onsanträge auS, machte aber Bedenken da- gegen geltend, daß. solange noch politische Schwierigkeiten bestehen, ein näherer Zeitpunkt für die Einberufung der Abrüstungskonferenz ins Auge gefaßt werde. Paul-Boncour legte Werl auf di« Auffassung, daß der Dorberertende Abrüstungsausschuß fein technisches, sondern ein pol11isches Organ sei. Es sei kein Zweifel, daß die Meinungsverschiedenheiten über die Seeabrüstung für die Stockung der Abrüstungsarbeiten entscheidend waren. Der Vorbereitende Abrüstungsausschuß solle nunmehr einen Abkommensentwurf ausarbeiten, in dem von der Abrüstungskonferenz selbst nur noch di« Ziffern eingesetzt zu werden brauchen. Die beiden Entschließungsanträge seien teilweise analog, weshalb er an bie Möglichkeit einet Verschmelzung glaube. Gras Dernstorsf wollte schließlich wissen, was geschehen soll, wenn der Vorbereitend« Abrüstungsausschuß nicht «inbe- rufen würde, weil die Schwierigkeiten nicht überwunden werden können. „Werde man bann,“ so fragte er Welter, „wieder in Schlaf verfallen, ober besteht Sicherheit für die Fortsetzung der Arbeiten? Auf Grund der Informationen der ReichSregierung müßt« er die Festsetzung der Abrustung-konferenz verlangen.“
Rachdem S o k a l - Polen noch eine stärkere Betonung deS Zusammenhangs zwischen Sicherheit und Abrüstung in dem Ent- schließungstert verlangt hatte, wurde auf Vorschlag des Vorsitzenden ein Redak tions- f omi tee eingesetzt.
IHaric Stritt f.
Eine der ältesten Führerinnen der demokratischen Frauen, Matte Stritt, ist plöyllch verstorben. Mario Stritt, die im Iahte 1855 in Schästburg m Siebenbürgen, geboren war. widmete sich al» em« der ersten deutschen Frauen bereit» vom Iahte 1891 an der Bewegung für eine Besserstellung ihrer Lage auf rechtlühem, wirtschaftlichem, sozialem und politischem Gebiet. Von 1899 bis 1910 war sie Vorsitzende be 6 Bunde» deutscher F r a uen v e r « in e unb leitete im Iahte 1904 den großen Internationalen Frauenkongreß m Berlin. 3m Iahte 1906 schloß He sich der Demokratischen Vereinigung an und wurde Mitglied des Parteiausschusses. Rach Kriegsende wurde sie Stadträtin m Dresden und leitete al» solche die Watsenfürsorg«. Marie Stritt stand auch der internationalen Frauenbewegung nah«.
Der König von Spanien in Stagen.
©ragen. 19. Sevt. (WTB) Der spanisch« Kreuzer „Principe Alfonso" mit König Alfons an Bord lief heute vormittag hier ein. König Alfons wurde an Land durch den König von Dänemark, den Kronprinzen Prinz Knud unb Vertreter der dänischen Be» Hörden begrüßt. Daraus begaben sich König Christian und König Qllfon» im Auto des Kronprinzen, daS dieser selbst steuerte, nach ber königlichen Sommert)illa in ©tagen. Die Stadt trägt reichen Flaagenschmuck. Mittags begab sich König Alfons wieder an Bord des Kreuzers, der alsbald nach Schottland In See ging.
üilftbunb für die Elsaß-Lothringer Im Reich.
■^et .Hilfsbund für bie Elsaß-Lothringer im Reich", der Ende diese» Iahres auf ein zehnjähriges Bestehen zurückklicken kann, peran(lallet in den Xaacn vom 2Z. bi» 30. September d. I. in Frankfurt a. W. feinen neunten Der» tretertag. SS werden In der Vertreter Versammlung auch die für die Allgemeinheit wichtigen Fragen der Snttchäblgung für bie ÄriegS- unb Verdrängungsschädeil und der Für nrge für die alten und erwerbsunfähigen Verdrängten behandelt toerbeit Außerdem kommen b « Fragen ber Rechtsverhältnis,« der ehrma I jen «lsaß-lo.h- rinaischen Beamten unb der idecl «n unb tultu» teilen Zukunstsaufgaben des »HilfSbunde»' zur Beratung. Landsmannschaftliche Beranslaltunken werden bie Beratungen umrahmen
Wettervoraussage.
Maritime Potatluftmaffen, bie durch bie gegenwärtige LuftdruckverteUunq zum Vordringen gelangen, verursachten ein Sinken der Temperaturen und führten im Küstengebiet zu veremzelten leichten Riederschlägen. Da sie gletchzeitia den hohen Luitdruck, der über den britischen Insel» lagert, ostwärts verirächten werden, so stehl auch weiterhin beständiges und trockenes Wetter bevor. Di« Luttwärme erfährt vorläufig feine wesentlich« Aenderung.
Wettervoraussage für Freitag: Zeitweise « was bew5l.t, sonst ausheiternd, trocken, noch keine starken Xcmperaturänberungen.
Witterung »auSsichten für Sam»- t a g: Heiter bis wolkig, trocken, etwas »ärmer.
Lufttemperaturen am 19. September: mittag» tl (Brab Celsius, abend» 10.6 Grad Celsius: am 20. September morgen» 9,8 Grab Celsius Maximum 21^5 Grad C.lsiu«, Minimum 6,9 Grad Celstn». — Erd- temperaturen am 19. September: abend» 16,4 Grad Celfiu»: am 20 September, morgen» 12,7 Grad Cel- nu». — Sonnenscheindauer: 64 Stunden.
©er bculfdx Zattbootsegler Jtanj Römer verschollen.
3n Reuyork hegt man ernste Befürchtungen über da» Schicksal be» deutschen F alt boot ieglers Sranä Äomer. dessen Kurs auf feiner Fahri "och Amerika durch die Sturmzone an ber Küste von Miami führen mußte Romer war von dem Gelinaen feiner Fahrt mit solcher Zuversicht emut. dast er im voraus feine .Weiter nach Reuyork fanbte.
Hünefeld» Oftflug.
Besatzong der Europa tft mit ihrem ttugzeug Pom Sofiot« .^ugplab nach An-
”• bif nächst<- Eiappe auf
der im Auftrag des Deutschen Eoangelischen Air- cdenausschusse» sprach. Der Rektor der Freiburger Universität Dr. U h 1 e n h u t legte besonderen Nachdruck auf die engen Wechselbeziehungen zwischen der Arbeit ber Hochschulen und des Gustav.Abolf-Drr- eins für die Deutschen außerhalb der Reichsarenzen. Der Dekan der theologischen gakuttät der Universi- tat Heidelberg, Geheimrat D. Bauer, verband mit jeinem Erußwon die Mitteilung, daß die Fa- kultöt den Prosesior der Medizin Aschoff (Frei- bürg), Äirdjenrat D. Schulz sstarlsruh«) und Pfarrer Wilhelm Ziegler zum Ehrendoktor der Theologie ernannt Hube. Oberbürger, meister Dr. Bender (Freiburg) legte ein Bekennt- nio zum friedfertigen Zusammenleben beider Konfesstonen ab. Die mit großer Wärme an geschlagenen Tone de» konfejsionellen Friedens nahm der Vorsitzende des Vereins Dr. «end torff in feiner Erwiderung auf. Der Gusta» Adals.Vcrein sei kein Kampfoerei n. Er mit seiner Tagung jm kathofischen Freiburg Streit, 'onbern ber. Frieden bringen.
?n der ötteutlutzen Hauptversommlung der burger Giistan-Adolf Taguna am Mittwoch
geübt worben, wenn auch seiner prattischen Durchführung natürlich noch eine Reihe technischer Schwierigkeiten nicht nur für Polen ent- aegenstehen, benn für Deutschland spielt in fern Fäll« bie Kontingentierung polnischen Wanderarbeiter eine beutfame Rolle. Auch bei den verschiedenen rahm gen über Derkehrsfragen sind, wie polnischer Seite verlautet, neue deutsche Qlnre- jungen gemacht worden. So hat man vor allem Tarif fragen, die in hohem Maße den Verkehr mit Danrig und Gdingen, aber auch die Derblnduna mit Ostpreußen durch den polnischen Korridor betreffen, angeschnitten
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Mn ban schon reä batst gesagt. Aed teilen, mü ich doch fvt6 nun praktisch


