Aus der Provinziashauptsiadt.
Drehen, den 20. September 1928
Die Waage.
•Sorte der tt^alricbenfcit sagte mir Ittzhin einer. Hn-ufriedenhckt mit sich und seinem Schicksal-
.Das bat man t»om Leben? Arbeit Plag«, SÖrQCTL Don dem. wa» man sich wünicht. fl«tK nur das Gering sie in Erfüllung Ader desto mehr werden einem Fallstricke gespannt. Stein« tu den Weg gelegt Zerbrochem wird einem, wat man mühsam ausgebaut bat. und man zcrbr'cht selbst unter den vielen Ricderlaaen."
Wan muh die Weirschen autreoen lallen, wenn sie von sich sprechen, auch wenn man ihn« v ideckprechen muh Sie hören ja doch nicht daraus, va» tan ihnen saat Und so Vernäh» ch eine la-gc Litanei dir Klage Hundsmiserabel schlicht ging e* meinem Aebenmann. lind die andern lebten all« m Glanz und Gloria. So wenigstens stellte er «s dar.
Ich tragt« mich, tna» wohl ein Sokrates oder ein Diogenes auf solche Ieremiaden geantwortet Hütte. Wahrscheinlich hätte der eine auch hier die ckinsochh.it tfnb Dedürfnislosigkcck gepckcken. wie er es in seiner Zeit getan und sogar hergelebt hat Unb der andere hätte in dem langen Zwiegespräch die Schlingen des Geistes immer enger um da» Opser gelegt, bis c« hätte zugeben müssen, dah gar nicht» Wahre» an dem 's», was sich der Un^ufneben« erndildet, daß er besiht, was er braucht, und dah die andern um fein Haar besser daran sind. Denn viel mehr baden sie auch nicht. Wenn sie m^r haben, brauchen sie auch mehr, ohne das, für sie ein neimenswerter Gewinn dabei herausspnngt, und wenn ihnen scheinbar mehr Freuden ^ugctclt werden, so werden Ne doch auch ihre Sorgen Ul6ojrfliM legt« ich auch dar. Ader ich verfüge weder über bie Bered tsamkeit eine« Sokrates noch über die Selbstüberwindimg eines Diogenes. Also führte ich eben In bescheidener •Setk aus Lege einmal deine Sorgen aus die «ine Veite der Waag« und denke nach, ob dir nicht auch manche Dvrteile und GsückSmöglich- keiten bleiben. Diese legst du aus die andere Seite Run schau nach dem Zünglein. CM bleibt schön in der Witt«, schwankt »war ein wenig, aber nicht viel. Sv. Und nun zieh« einmal die ateuben «ine» dir Bekannten herbei, den du
-neidest. Denke genau nach, warum du ihn beneidest und warum er sich nach deiner Meinung glücklicher preisen kann als du dich. Hast du es? Ja? Gut Jetzt ebenso ehrlichen Willen» di« ander« Woag'chate belegt mit dem. was dir nicht gesallen will. Denk« genau nach. Sieh mal, er hat eine seudale Billa, aber feine Zeit, sie zu gern eben, ist eigentlich ein Fremder in feinem Heim Sc hat eine schöne Frau, ober ihre Schönheit ist mehr für die andern, al» für ihn bestimmt. Gr scheint gesund zu sein wie der Fisch im Wasser, aber er ist gezwungen, seine Lebensweise genau nach den Angaben des Arztes zu richten, weil ibn sonst der Zucker guäU und die Drohung schreckt: Wenn du dich nicht genau an meine Dor'christen hältst, kannst du in einem halben Jahr ins Gras beißen muffen. Gr hat Kinder, um bie sich gezwunoenermaßen das Fräulein kümmert, aber auch nicht mehr, als unbedingt nötig ist und als das Gehalt rechtfertigt. Wenn er abends müde aus dem Geichäst heimkehrt, dann Verfölgen ihn bte wirtschaftlichen 'Dinge bi» m sein Anlleidezimmer: 3ett Soundso ist am Telephon uns wünscht ihn dringend zu sprechen. Und hat et das erledigt, so rufen ihn ge'ellschastliche Derpslichtunaen, bei denen er sich langwellt und sich nach Ruhe sehnt. Sr darf es aber nicht merken lassen, sondern muh den Schein wahren. Und wenn er einmal «ine Stund« hat. di« ihm gehört, dann fleht er vielleicht mit Sorgen, von denen du dir nichts träumen läßt, vor sich nieder: Der Jung« gefällt mit nicht; wenn ich einmal bricht mehr bin. geht wahrscheinlich all da» flöten was ich mühevoll ausgebaut habe Siehst du. f o kann es auSsehen. und noch viel schlimmer. Und wenn du nun nach dem Zünglein an der Waage schaust, so steht c» genau dort, wo deines stand: »« schwankt «in wenig, aber nicht viel. , .
Wern Gegenüber stimmte mir völlig bei Du hast schon recht.- Ra also! Wern« Phllo^phic hatte gehegt. Als wir uns die Hände Aum AL- chied reichten, meinte er jedoch: ..Du. ich glaube, daß ich doch lieber der andere wäre, als ich." So sind nun bi« Menschen!
praktische rierseuchenbelämpfung in Lessen.
1DOQL Amtlich omb milgeteilt: Die Sttennl- ritt hon der hohen Bedeutung einer umfassenden T'.erseuchenbetämpf ung für das ad amte Bolls- vennögen. die Dollsernahrmia und DoUshdgiene im allgemeinen, sowie für die Drrrichaftslage ber landwirtschaftlichen «reise im besonderen.
in einem Umsang Allgemeingur geworden, daß bi« häufigen Fragen der Ockfcnkichkcit nach dem. was in dicker Aichtung von der Regierung getan wird, gerechtfertigt Dabei ist zu be- bauten, daß, solang« «s der Wissenschaft unb der Forsttzung nicht gelungen ist. Methoden auszu- arbeiten, b* mit nahezu adfoluter S.cherhen
bi« Ausrottung einer Leuche nnerhaL eines Landgeb'.ets und das wertere Fernpacken der Seuche von ’r.nen Grenzen gestatten verwat- rungsiechn.sche Maßnahmen Umfang und dem- entsprechende Schäden der Seuche auf en Mn- befnnoh berab»ubrtidon ver'uchen müssen Hw abhäng g von den Mitteln, die der hessisch« Staat seit nunmehr einem Jahrhundert der T. «rseuchenbekämpsung zur Berfü.iung nestel:r hat war er stch stets auch der Pflicht dewuftr be ihm in bezug auf bie praktische Lerfeuchrndekämpfung au'erlegt bleibt Ss fe, rttemrrt an d«e von dem hessischen Staat groß- Mgig ausgezogen« Bekämpfung des not» lauf» der Schwein« und an di« vor kurzem er'che^en« Adhand'ung über bie in Hessen dirrchgeiühne moderne Dekämpsung der Maul- und Klauenseuche- Ader vieles k'ckbt noch au tun. das zum Teil mangels geeigneter Mittel nicht zur Ausführung gelangen kannte 71 ach dem fchon vor Jahren der Lond- rag tec Mittel zum Ausbau der Staatlichen AoLau'-Zmpsanflalt in Gießen zu «ner neu- 4 «rtl'chen veterinärpolizeilichrn Aw alt bew:tligt hat. wird nach Fertigstellung
ves Baues. vorauss5chS.ch vom kommenden Jahr ob. in vermehrtem Umfang praktische Arbeit aib dem Geb ei« der Tiedeuchenbekämpfung ge- le.ftet werden können Zu diesem Zweck wird in Kür.;« dem Landtag ein Gesehentwurk über das Tuberkuiose-rilgungsversah- ren vorgetegt werden. 2s «st zu erwarten, daß in der Zusammen arbeit zwischen der genannten Anfia.l unb den beamteten unb prak- l 'chen Tierärzten des Landes Ersprießliche« im Kamps gegen bte Tierseuchen, ganz besonders auch bei der Bekämpfung bei ansteckenden Scheid«nkaiarrhs der Rinder und des aufter- otdeni.ch verlustreichen teuchenhaften Derwer- senS der Rinder geleistet Wick).
Taten für Areitag, 21. September.
Sonnenaufgang 5.44 Uhr, Sonnenuntergang 18.01 Uhr. — Mondaufgang 13 45 Uhr: 9Ronbuntergang 21 12 Uhr.
1452: der italienische Reformator Girolamo So« oonarola in Ferrara geboren; 1588: Raffer Rarl V. im Kloster San dufte in Spanien gestorben; — 1K32: der Dichter Walter Scott In Abbotsford gestorben. 1860: der Philosoph Arthur Schopenhauer in Frankfurt a M. gestorben; — 1870: der Maler Sascha Schneider In St Petersburg geboren, — 1890: der Fliegeroffizier Max Jmmelmann geboren; 1895: der schwedische Dichter Viktor Rydderg In Stockholm gestorben
Wics;ener rvochenmarktprcise
Es kosteten auf dem heutigen Wochewnarti da« Pfund Butter 200 bis 220; Matte 30 bis 35; Käse (10 Stück) 60 bis 140: Wirsing 15 bis 20; Weißkraut 12 biS 15; Rotkraut 20 bis 25; gelbe Rüben 10 bi« 15; rote Rüben 10 bis 15; Spinal 30 bi» 35; Römischkoh' 10 bis 15. Bohnen, grüne. 20 bis 30; Dohnen, gelbe. 30 bis 35. Unter-Kohlrabi 8 bis 12; Tomaten 20 bis 30; Zwiebeln 15 bi» 20; Meerrettich 50 bte 60. Rhabarber 10 bis 15; KürbiS 8 bte 10; Kariosseln 5 bis 6; Frühäpfel 25 M« 35; Falläpsel 8 bis 10; Dirnen 10 bis 30; Zwischen 10 bis 15; Reinaklauden 30; Preiselbeeren 50; Brombeeren SO; junge Hähne 100 bis 120; Suppenhühner 100 bi» 120; das Stück Tauben 60 bis 80; Gier 15 61» 16; Blumenkohl 50 bi« 150; Salat 10 bte 20; Salataurksn 10 bi« 50, Ginmachgurten 2 bi« 3; Gndivten 10 bi« 30; Ober-Kohlrabi 5 bis 15; Lauch 5 bis 15; Rettich 5 bi« 20; Sellerie 20 bis 50; da« Diurd: Radieschen 10 bis 15 Pfennig.
Bornotizen.
— TageSkalender für Donnerstag Lichtspielhaus Dahnhofstraße: .Der fdtfame Fall eines Arztes". — Astoria-Lichtspiele: .Tragödie im Zirkus Royal
— Der Dräfig-Dar steiler Anton Melzer veranstaltet morgen abend im Katholischen DereinShaus eine Aufführung von „3w fpektor Dräsig« Abenteuer in Berlin . Das Gastspick Melz«rs beginnt um 8 Uhr. Wie man uns mitteilt, seien diele Gastspiele In anderen Städten mrt Hartem Dcksalk ausgenommen worden. Man beacht« bi« heutige Anzeige
•
" Herbstwetterregeln Das Doll, unb besonders das ländliche, ist ein aufmerksamer Beobachter der Ralur. Die Wetterregeln. die es sich Im Laute ber Zeit Aurecht- gemacht hat. treffen gleich ben Prognosen ber modernen Wifsenfchast nicht immer, aber doch recht häusig zu. So heißt es im Dolle vom Anfang des Herbste« .Herbstanfang deutet da« Wetter für den ganzen Herbst an." Und fo pflegt e« auch zu fein, denn seht Im letzten Drittel des Septembers regnerische« Wetter ein, so bleibt es auch sehr lange mit kurzen Intervallen, in denen Die Sonne lacht, bestehen. Sin bekanntes Sprüchlein lautet: .Sitzt im Herbst fest das Laub an den ‘Bäumen, beutet es auf einen strengen Winter", und ein anderes behauptet .Wenn bte Bäume zweimal blühen, wird sich ber Winter bi» Mai hinzieden." Auch bie Rosen find Wetter- künder Don ihnen heißt es .Späte Hofen im ®arten sollen einen schönen Herbst und Winter anzeigen' Bdonbert aber die Tierwelt ist es auS deren Berhalten da« Doll auf die Art ber kommenden Ia^eszeit schließt Don den Ameisen
sagt es .Siegen bi« Amckten tief tm Hauten, so bedeutet dies einen kalten Winter", unb von der. Sch- ccken .Wenn sich die Schnecken früh deckeln, so gibt es einen hüben Winter" Gin milder Winter aber soll emtreten wenn sich im Spätderbst Mücken zeigen, und em schneercichcr Winter. wenn im Herbst sich noch Donner vernehmen läßt. Dom Schnee, den wir ja fchon im Herbsi zur Genüg« wieder tenncniulcmm pflegen sagt man. und das trifft in den meisten Fällen zu .Fällt der rr<te Schn«« tm Dreck wird der Winter ein Geck!"
— D«ficht ig un g unterer städtischen Feuerficherh«lts«inrichtungen Gestern nachmittag weilten eine Anzahl Feuerwehr- sachverständige au« Frankfurt-Höchst a_. HL in unserer Stadt, um die hiesigen F -uerwchre nckch- tungen in Augenschein zu uehnttn. DteDeranlas- sung zu dickem Besuche war der Wunsch der Herren Vergleich? zwischen den hiesig«' Feuev- ficherheiiS.inckchtungen und denen in Frankfurt- Höchst a. M. anüeUen zu können. Unter den Gästen befanden sich u. a Drandtngeni:urP au l i (Frankfun a M ». Siadtdranddirektor Fischer (Höchst a M). ÄrdAotanbnwiUcr Shrv «Höchst a OH ). KretöbrondTnrister Ä a b I iRödckhckm), unb ber Geschäftsführer des Rattaukschen Feuer» wehrv.rbanbes, Baumert (JrmckfuN a. OK). Di« Herren nahn en unter Fühtrmg unteres Stad:- branbbirehor» Braubach zunächst bie Feuerwache am Oswald« start en in allen Teilen In Augenlchcin. wobei ihnen bie Gerate praktisch vvrgckuhn würben. Hieraus besichtigten sie ein Depot ber Freiwilligen Feuerwehr lieber bie gefamten Sinnchtunaen unseres Feuerwehnvesens sprachen sich die fachvecktändigen Beurteiler nach ihrem etwa 1' .-stündigen Rundgang sehr lobend aus
" Di« Straße „Am Kugelberg", di« sonst als ruhige Wohnstraße von den Anwoh- nem sehr geschätzt wird, hat gegenwärtig infolge der Straßensperrung in ber Kaiserallee und in der Georg-Philipp-Gail-Straße einen gewaltigen Fahr-Berkehr auSzuhalten. Hunderte von Auto» dub Motorrädern solgen hier sortaescht in raschem Tempo auseinander, dazu bringen viel« Da gen Baumaterialien sür dl« Oleubaatcn in der angrenzenden FriedenSstraße. Kleine Kinder kann man bei Metern Ri«senverk«hr nicht allein auf die Straft« lassen. Dazu ist die unaufhörlich« Staubplage trotz der reichen Sprengung nicht zu belämpfen. Fingerdick liegt der Staub auf ben wohlgepflegten Blumenbeeten. Fensterbänken, ja selbst hinaus bi« auf ben Dächern Dl« Anwohner ber Strafte hoffen nur. haft biete Derlehrsplaae bald vorübergehe. Ieboch wäre es für die jetzigen Tage fehr wünschenswert, wenn die Sprengwagen nachmittag« zwischen 4 und 6 Uhr bte Fahrbahnen noch einmal grünbltch befeuchten Würben, damit für bi« Abends! unben bi« Staub- plage noch etwas geminbert ist.
•• Die Schuhmacherfachschule Sieben. Abteilung der Staall Gewerbe» unb Ma- schinendauschule. erhielt aus ber Reichsfachaus- ftellung für bas beulsche Schuhmocherbandwerk in Dorimunb bic .Gvlbene OHebalUc“ für ihre ausgezeichneten Lckstungen. Sicherlich ein 3cidx-n dafür, daß bie Schule tn jeber Odeziehung auf der Hohe steht
•• Di« Obstversteigerungen ber Provinz OberftefIen finden vom 25 September bi« einfchl. 1. Oktober statt Oläftere« ist auS der heutigen Olnzckge der Provinzialdirek- Htm zu ersehen.
•• D i e Srmäftiguna ber Lohnsteuer a b 1. Oktober. Mit Wirkung vom 1. Oktober ab treten nach dem zweiten Defeh zur Aenderung des Einkommensteuergesetzes vom 23. Juli 1928 beim Steuerabzug zwei Olcnbetungen ein: einmal wird ;ur Otereinfachuiig ber Steuerberechnung der ‘Bruttoarbeit«lohn abgerundet unb zwar bei Monatszahlungen aus vcüle 5 Mk. nach unten, be: Wochenzahlungen auf ben nächsten vollen OteichSmarkbetrag nach unten 3m übrigen ist bi« Steuer wie bisher zu berechnen, jedoch tritt an Stelle de« bisherigen Abschlag« von 15 v. H. höchstens 2 Mk. mona^ich. 0.50 Mk. wöchentlich, ein solcher von 25 v- H-. höchsten« 3 Mk mt*- natlich, 0.75 OKI. wöchentlich
•• Ke t n vorzeitiger ilebergang in höhere Schulen. Bezüglich der in Hellen be- stehenden Au«nahmebestimmung. wonach hervorragend begabte, geistig unb körperlich reife Schüler und Schülerinnen ber DolkSfchule fchon nach dreijährigem Besuch« bet Grunbschute Ausnahme in di« unteren Klassen ber höheren Schulen hüben können, hat das hessische Kultusministerium in einem Rundschreiben angcorbnet. baft es nicht zulässig fei. in der Grundschule und von ber Grundschule aus Einrichtungen M treffen, bi« den Zweck verfolgen, einen Teil der Schüler und Lchü.ennnen ber Dollckchule über das Rormal- iiet ber Klallen hinaus auf «inen vorzeitigen ilebergang in eine höhere ober mittlere Schule ddc\u bereiten.
•* Tagung bes Hessischen Bogel- fchutzvereins in Schotten. Der Odogcl- fchutzverein für Hcksen pält feine biesjährige Hauptveckammlung am 1. Oltober m Schotten ab. Don ber Urtenntni» getragen, baft praktischer Vogelschutz nicht nur aus Liebhaberei unb Idealismus, sondern auch au« rein wirllchastlichen Erwägungen eine unbedingie Rotwendigkeit für untere Land- und Forstwirtschaft, sowie unseren Obst- unb Utetnbau ist. haben es Freunde der Dogeltvelt. insbckondere di« QtertrauenSlrute de«
Otencm« verstanden, die Bllt^llederHahl weck über ben Friedens- unb den vociähckgen Stand zu bringen, so baft heute Xr dutz
im Hellenlande von mehr als 30.. IHitglicbem geförbert wirb Auch der willenschastlichen 3r- fockchung des hat der Betern im
letzten Jahr seine Okufmcrksamkeit gettMbinet Hierüber bzw über bas Thema .Bogelberin- gung' werd ber tn o«u thologifch.it Kreisen bestens befaimte Prvfellor Dr Baller (Friedberg) einen Lichtoildetvortrag halten
•• Ber n e 11 i | d) r ützordlrigentcn- verband halt am kommenden Samtrag und Sonntag In Mainz feine erste Tagung ad. zu brr man bic (Tborbiriflcntrn au» ganz Heften crnxnirL Die Tagung tmtb am Samelagvormlttag mit einet afademifchen Fe^r croHnrt werden, in deren '.Haft- men u. a. von Franz F. (Hei» (Frankfurt a. *DL) ein Lortrag über .^Zielc und Zwecke de» l">e|Ti|d)»n Chordirigentenoerbande-' gedalten wird. Rackntckt- tofl» finde« btt Hauptoerfammlung statt, am Adend ein .Rheinischer Abend". 8m Sonntag werden Musikdirektor Rudols Werner (Frankfurt a W.> und Prosesior Dr Noack (Darmstadt) Votträg» hallen, anschließend wird KapeUineister Naumann mit einer Ctzorgelang»stunde in die Prart» einsähren. Am Sonntagnachn'ittag wird eine Schudcrtfeier der Mainzer Sängerschaft den Au»« klang der Tagung bilden.
,e Der Ertrag ber Hinbendurg- Wohlfahrt »-B rrefmatk« n. 3m Reichs- otbeitsausschuß bei Deutschen Rolhilfe wuibe Sestern bas endgültige Ergebnis de« Tterkauss- er Hindenburg-Ovohlladrts-Dckefmarken unb -Postkarten befanntgegeben. Der Ertrag, der bem RcichSpräfidenten zur Otetfügimg gcfkllt werben konnte unb im wesentlichen bereit« für ben notletbcnben Mittelstanb. für Klein- unb Sozial- rentnev verwendet wurde, beläuft sich auf ianb 1 513000 Rcich^nark. Hiervon entfallen 560 000 Reichsmark aus ben Post verkauf und 949 000 Reichsmark aus ben außerpvstalischen Vertrieb burd) bie Deutsche Rothillc. In-gesamt wurde« 12071000 Marken unb Karten adgcketzt.
' 91 c n c Wotzlfahrtsdriefmarken. Am 15. November gibt bie Neichsoost fünf neue Wohl- satzrtebriefmarken für bie Deutsche Notdilse Im Werte von 5, R, 15, 25 unb 50 Pfennig berou».
•• Austrieb zum heutigen Frankfurter Schlachtviehmarkt: 824 Kälber. 309 Schaf«. 507 Schweine
Schöffengericht Gießen.
' Gießen, 19. Sept. Sm junges Mädchen ging, seine Handtasche tragend, in Bad-Rau- beim über die Straße, als ein junger Mensch sich ihm näherte unb ihm bic Tasche aus ber Hand rlft. Er würbe verhaftet unb hatte llch Heute wegen Straßenraubs zu verantworten. Das Gericht nahm nur Diebstahl an, da bat Mädchen bic Tasche nicht befonber« fest gehalten hatte, unb verurteilte ben bereit» zweimal wegen Diebstahls bestraften, also rückfälligen Täter, ber zu feiner Entschirlblgung angab. daß er vor seiner eben erfolgten Entlassung au» hem GesängniS aus Gutmütigkeit sein Frühstück an einen Zellengenossen abgetreten habe und hungrig, also in Rot gttoefen sei, au ber gesetzlichen Mindeststrate von btel Monaten De- sängnis.
Ein vielfach wegen Diebstahls, auch bereits mit Zuchthaus, bestrafter Einbrecher hat alsbald noch seiner Enklallung aus der Strosanftalt In Darmstadt unb Bad-Rauhe Im neue Toten begannen. Wegen dreier einfacher Diebstähle tm wiederholten Rückfall unb eines Dicbstahlsverfuch» erhielt er eine Desorntzuchthausstraf« von zwei I a h r« n, ferner fünf Jahre Ehrvcriust.
Hinter verschlossenen Türen würbe gegen zwei Angeklagte wegen Blut schon be verhandelt. Der eine erhielt ein Jahr sechs Monot« Zuchthaus, ber aobere «In Jahr sechs Monate Gefängnis.
, Berliner Börse.
Berlin. 20. Sept. (WTB. Funkspruch.) Bei kleinstem itzckchäft sind bi« Kurte tm heutigen Früh verkehr norläufig wenig txränben. Eine Tcnbenz ist noch nicht ausgesprochen. Man scheint aber im Zusammenhang mit bem auch international angespannten Gelbmarkt eher toitber zur Schwäch« zu neigen. Farben sind 262 zu 262.5. und Reichsbank mH 306 eher angeboten. Am Devisenmarkt nennt man: Paris 124,18, Mal- lanö 92,79. Spanien 29.3450 unb bo« Psund 485,04.____________________________
Lprcchsttindrn brr Redaktion
12 bi» 1 Uhr mittag», 5 bi» 7 Uhr nachmittag». Satnetafl nachmittag geschlossen
Anzeigenaufträge stud lediglich an bte Gefchäft»stelle zu eichten.
Die erTahrene TTluHer gibt ihrem ftinöe
k^ufeKe u.frifche ▲ r^i ilczh ▲
Das trifft sich gut, Chnnemarie
daß Sie heute Oetker-Pudding servieren, denn die Kinder meiner Freundin kommen mit zu Besuch und Schokoladenpudding essen sie so gern. — Ja, Oetker-Pudding lieben alle Kinder und auch die Erwachsenen. Dr. Oetker » Puddingpulver werden durch. Zusatz von feinstem Reispuder jetzt in noch besserer Qualität hergestellt und enthalten außerdem die für die Blutbildung und den Körperaufbau notwendigen mineralischen Salze. 1 Päduhen kostet 10 Pfennig. — Viele Anregungen zur Bereitung von Nachspeisen und zum Bachen von Kuchen, Torten und Kleingebäck aller Art bietet Ihnen das neue Oetker - Rezeptbadi,
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Dr. August Oetker, Bielefeld,


