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Turnen, Sport und Spiel

F. 6.

gegen

gegen gegen

. G. Langen 1:0; D. f. L Neu-Isenburg S.D. 05 Mainz 4:2; S. V. Wiesbaden Sormaha Wsrm« 1:2.

Bezirk Rheinh«sfen*Saar.

Truppe Ahe in. D. f. L. Neckarau

der Cuftigfeit. das non verspielten Srinnerunaen stürmisch umringt wirb. Unb bann gibt mir Der Hau-Herr ein Zeichen, daß ich gehen sott. Ich greife wie ein richtiger Maöarter ihre Hand.

Schicksal der Nation entscheidet, konnte immer wieder dieselben Worte hören: Der Feind steht links nämlich dort., wo die deutsche Grenze Hegt.

Der Clown und seine Geschichte.

Von Max Jungnidcl.

Der Crown Nonnenmacher erzählt« mn fol­gende Geschichte: Eines Abend- steht vor meiner ZlrkuSgarderobe em Diener und bittet mich in b*e Wohnung eine« bekannten Industriellen. Ich trage chn hin und her der Mann weiß nur. bah 'ch kommen toll und daß ich sehnsüchtig erwartet werde. Gin gutes Honorar sei mir sicher Wieso Honorars -- ..3a. Sie möchten Ibre Elvwn- gorderobe nutbungen.' Ich ziehe mich um. und wir geben. SS ist halbe Nacht. Hht landen in

-------- gegen

Phönir Ludwig-Hasen 3:0. Sp. Vgg Munden- Henn Woldhoi Mannheim 1:1; Pfalz Lud-

gen fehlt. Das Gemüse ist sehr zurück. Die hstenbiätter werden gelb, kaum daS die ®mtc

füfe sie Habe die Shrr. mein Fräulein Wünsche gute Nacht und angenehm« Zeit.« Hie neigt den Kops mit bebender 2Inmui wie eine r.chnge Dame: Bleibe schön gesund. August. Und vielen Dank auch' Ich fühle ihre kleine, fiebernde Hand, gebe Humus. schminke mich ab. ziehe mich aus erhalte ein outet Honorar, und mein Besuch ist beenbet. - Bielleicht war cs ihre Todesstunde, durch d'.e ich getanzt bin. Ich weih es nicht. Aber mein Herz war noch nie so traurig. Es muft wobt ihr Sterbebett gewesen fein, um das ich gelacht habe. Ich weist eS nicht.

Vas Wasser mit der Liebstöckel-Tugend.

Von Alfred Richard Meyer.

Was es damit für eine Bewandtnis hat weist ich erst jetzt, da ich von meiner Ferienreise zu- ruckgekohrt bin und e- vermissen muh. Und kein geringerer als der grosse Mag.er der Orb- und Menschenkunde, der Alamanne Theophrastus ParacelsuS man lese Kolben Heyers ParacelsuS-Noman! belehrte mich. er. der nicht nur über die Tugenden der Pflanzen schrieb, sondern auch über die natürlichen Bäder de Thcrmis«, über die Mineral- und Heil- auellen. von denen er Teplitz. Baden bei Wien uno Villach die Kräfte Ligustici, bei Liebstöckel oder Lebstock» zuschrieb. Ich habe mir meine sommerlich« Erholung im Warmbad Villach ge­holt, einer Akrachotberme. die den alten Aöinem schon bekannt war und die mit ihren 30 Grad ff<IHu« gleicherweise als gedecktes Hallenbad wie auch als offene- Strandbad mit nur 4 Grad Temperatur weniger täglich Hunderten von Men­schen Erfrischung und Genesung bringt... durch ihre treffliche Liebstöckel-Tugend, um etwas Ge­heimnisvollem die geheimnisvolle mittelalterliche Charakterisierung zu lassen.

Als K a r l V. im Iabre 1552 vor Moritz oon Sachsen durch Kärnten fliehen mußte fanb er trotzdem noch soviel Zeit, sich der quellenpreisenden Wort« von Paracelsus au« dem Iahre 1538 zu erinnern und sein Zipperlein für einige Stunden in DillachS Tlkrathotherme - wundervolles Wort und gar nicht leicht zu be­halten, geschweige denn richtig zu schreiben' - AU betten Wie groh wäre die kaiserliche Begeiste­rung erst gewesen, wenn er den noch nicht ganz vollendeten Umbau diese« Strandbades jetzt er» lebt hätte, mit Wasserrutfchbahn und Kaskaden- fall, in dem man ganz verschwindet und so etwa« Mystisches wie die hier gedeihende blaurofige Seerose vortäuscht, die sonst auf der ganzen Welt nur noch in den heiligen Wassern des Nils gesunden wird und auch Im König-grab Tuian» chanion« nebst anderen Zaubermitteln aufbewahrt ward. Auch wenn mau nicht von Aaufe aus be­ton ber« abergläubisch veranlagt ist. muh einem solche Tatsache hast imponieren Und auch jene andere: dast selbstverständlich auch der grosse Napoleon hier war, wovon heute noch die große Napoleon-Wiese vor dem Kurhotel des

durch Böge! und Sturmwetter abgeknickt. Ieder Baumbeliyer zahlte pro Pfropf kops den geringen Preis von sieben Pfennigen. Die hier ausge- sührte Art der Planwinlchast auf genossenschaft­licher Grundlage verdiente allgemeine Beachtung.

Areie Lauterbach.

N Engelrod. 18. Aug. Zwei schöne Tage ver- lebten die Schüler der Oberklassen von Engelrod und Hörgenau unter Führung ihrer Lehrer Lösfler und Obermann in der B h ö n. Am Donnerstag fuhren sie mit dem ersten Zug von Rixfeld über LauterbachFulda nach Station Milseburg. Nach kurzer Nast wurde in dreiviertelstündiger Wanderung der Gipfel des Berges erklettert. Gin herrlicher .Fernblick bot sich hier bei klarem Wetter dem Kinderautze. Gerne wären sie in lustiger Höhe noch länger geblieben, aber es muhte wieder der Wander- stab ergriffen werden. Die Wasserkuppe war da« nächste Ziel. SS wanderte sich jetzt leichter übet ben teil« bewaldeten Höhenzug zwischen den bei- den Bergen. Erst bei dem Dorfe Abstroda. da« 750 Meter hoch liegt, begann wieder die steile Bergwanderung. Oben angekommen, gab es eine längere Ruhepause. Dann wurde das Flieger­lager und zwei Segelflugzeuge besichtigt. Auch Probeflüge von Fliege rschü lern konnten beob­achtet werden. Herrlich war die Aussicht. Die Berge der Rhön, des Vogelsberges rundum ein Kranz. Nachmittags ging es wieder bergab nach Gersfeld. In der Jugendherberge wurde über­nachtet. Auch etwas Neue« für die Kinder. Am andern Vormittag brachte sie die Eisenbahn nach Fulda. Hier wurden Dom und Klosterkirche besichtigt. Dann ging e« wieder dem lieben Vogelsberg zu. Mit Leiterwagen wurden die Kinder an der Station Rixfeld abgeholt. Mit Gesang zogen sie in das Heimatdorf ein. ;?m nächsten Iahre wollen sie einen ähnlichen Aus­flug machen: denn allen Kindern hat die Wan­derung gefallen.

G r u p p c H c s s e n: Sp. Dgg. Arheilgen gegen ©PjJbem. Höchst 6: 1; Alemannia WormS gegen argen gegen

Das internationale Berliner Leichtathletikfest.

Körnig läuft Rekord. Dr. peltzer Zweiter hinter Lowe. Büdjner geschlagen.

Das Meeting, das der SEE. und DSC.-Berlin am Samstag und Sonntag gemeinsam veranstal­tete, litt am ersten läge sehr unter dem falten und regnerischen Wetter. Trotzdem wohnten am Sam»- tag auf dem SEE.-Plag etwa 8000 Zuschauer den Wettkämpfen bei. Bedauerlicherweise hotte eine 0 Anzahl ausländischer und deutscher Olympia.

'er ihre S t a r t z u s a g e nicht erfüllt. Unter den gegebenen erschwerten Umständen sind die erzielten Leistungen doppelt hoch zu bewerten. Im Kugelstossen erreichte Emil 5) i r s ch s e l d (Alleinstein) mit einem Wurs von 15,87 Meter den Weltrekord des amerikanischen und Olympia- siegers Johnny Kuck. Damit verbesserte Hirschfeld seine eigene deutsche Bestleistung von 15,79 Meter ganz beträchtlich. Einen grossen Erfolg und be- deutenden Sieg feierte Altmeister Hubert Hauben im 100-Metcr-Lauf. Vom Start weg lag er stet» an der Spitze und siegte in 10.8 Sekunden mit einem halben Meter vor den Frankfurtern (9 e e r l i n g und Eldrocher. Im geschlagenen Feld be­fanden sich Rüssel (Amerika) und R j n f e 1 (Enalond), mährend der Reger London nach 80 Meter da» für ihn aussichtslose Rennen auf- steckte. Das 1500-Meter-Lausen gewann Ladoumegue (Frankreich) in 3.58,6 vor dem Finnen Helga», dos 1 1 0 . M e t e r - H ü r d e n - laufen der Schwede Petterson in 15 Sekun­den vor Baskin (Amerika) und den Weit-

besonnen bat; auch Gurken gibt es wenige Dazu lammt nun noch, dass nachdem die 6 r D- f lAh e dem Gemüse stark zugeseht hatten, dick Kohlweisslinge in grossen Scha­re» auftreten Man kann fast an jeder Kohl­pf tanze die gelben Gierhäufchen und vielfach auch schon die gefrässigen Raupen fehen Hoffentlich wird der Schaden nicht so gross wie 1927. wo uns nur noch die Rippen der Kohlblätter entgegen­starrten Die Zwetschenernte ver­sprach gut zu werden Durch die Trockenheit fallen aber die Fruchte zum grössten Teile ab. Auch für dieSpätkartosfeln befürchtet der

Oberheffen.

Landkreis Giehcn.

Q0 Klein-Linden, 19. Aug Unter starker Beteiligung der ganzen stirchengemeindc sand heute in unserer Kirche die feierliche Eröffnung de» diesjährigen ftonfirman6enunicr- richts statt. In feiner Predigt über Ief. 45, 11 wandte sich der Ortsgeiflliche, Pfarrer Göbel, an die ganze Äirchengemeinde und an das Elternhaus, zur treuen Mitarbeit an den Äorfirmanben mal) nenb. Der Eoang. Kirchengefangoerein unter Lei iung von Kreisbaumwart Germer unÖ der Mab chenchor ber Qugenboereinigung unter Leitung von Lehrer Rau verschönerten bie Feierstunde durch den Vortrag von passenden Ehorliedern. Dreizehn Mädchen und fünfzehn Knaben nehmen am kom­menden Konfirmandenunterricht teil. Am Sonn- tagnadjmittag versammelte sich ein grosser Teil un­serer Gemeinde im Faberschen Garten in ber Kirch­strosse zur Feier des diesjährigen Festes der Kleinkinderschule. Unter Vorantritt be» hie­sigen Posaunenchore» unter Leitung von Kreis- hoummnrt Germer marschierten bie mit Blumen­kränzen unb Sträusschen geschmückten Kleinen in fröhlichem Zuge zum Festgarten. Rach einem ge­mein,am gelungenen Ehoral unter Begleitung bf» Posaunenchores unb nach dem Gebet des Orte geistlichen trugen bie Kleinen ein Begrüssungsgebicht nor. In (einer Ansprache fchilbertc der Ortsgelst liche Mert und Sinn der Klnderschularbeil der Kleinsten. Herzliche Dankesworte widmete er auch hem früheren Rechner der Kinderschule, Rektor i. R. Bossler, ber seit Grünbung des Vereins im Jahre 1896 bis vor kurzem das Rechneramt inne- hatte. Rach ber Ansprache folgten Lieder und Spiele ber Kleinsten. Bretzeloerteilung an die Kinder und das Schlusswort des Ortsgeistlichen beendigten die schöne Feier Die Kollekte zum Besten der Klein- kinberscbule ergab den Betrag von 56,72 Mark Die Ferien Der Kinderschule beginnen am 25. August.

T Llch, 18. Aug. Der im ersten Wahlgang mit absoluter Mehrheit zum Beigeordne­ten ber Stabt Lich gewählte Bäckermeister Lub- wig Ihring bohier würbe in der gestrigen Sitzung des Stabtvorstandes von dem Bür­germeister in sein neues Amt eingesührt unb eidlich verpflichtet.

® Lich, 20. Aug. Gestern nachmittag gegen 12 Uhr verunglückte beim Fussballspiel ber Giessener Spieler W Völker. Er erlitt in­folge eines unglücklichen Sturzes einen Ober- a,r mbrud). Nach Anlegung eines Verbandes durch einen hiesigen Arzt wurde der Verunglückte von der Freiwilligen Sanitätskolonne Giessen nach feiner Wohnung verbracht.

I Aus dem südlichen Kreise Giessen, 20. Aug. Mit einer Schnelligkeit, bie ihres­gleichen sucht, ist in biesern Iahre bie ® e - treibeernt« beendet worden. Nicht nur ist alle Frucht geschnitten, sie ist auch nahezu schon eingefahren. Täglich fieht man Wagen hinter Wagen durch die Dorsstrassen fahren. Die Drefchmaschinen find In voller Tätigkeit. Selten war bas Drufchergebnis fo gut tote 1928, befonber« Korn und Wetzen werfen ganz hervorragend« Erträge ab. Für die Gar­tenbesitzer genügten die paar leichten Re- genfälle lange nicht. Der durchdringende L a n b -

Warmbades Villach Zeugnis ablegt, in Fron, arbeit von Bauern angelegt, mit ihren alten Keltengräbern eingeebnet, vielleicht vom Kaiser, da er von der majestätischen Höhe feines kgen- dären Schimmelhcngstes herab Die Gegend fibet- sah. zum Srerzierplah bcftimmt unb heute ge­wiss. wenn Napoleon h.erhor seines Weges käme, zum Dvlsplah ausersehen, ber schwammigen Fet­tigkeit des Leibes moberner sportlich zu begegnen. 3um 'Vaden freilich hatte damals Napoleon keine Zeit, ihm lag die Schaffung seinen illynschen Provinzen mehr am Herzen. Die mich gar nichts angchen, weil ich im stärksten Bewusstsein meines gesunden Körpers weiss, dass ich hier in Lieb- stöckel-Tugend gesunde, in Kärnten bin, das nach dem Weltkrieg, da Oesterreich schmählich zerfiel, seine Unabhängigkeit auS eigener Krast unter seinem Landesbefehlshaber Oberstleutnant H ü l g c r t h . gegen südslawische Horden ver­teidigte ein Nachkricgskapitel, das in seinem Wut noch immer nicht genügend bekannt und gewürdigt ist und daS ebenso wie die fämtne- nsche Volksabstimmung vom 10. Oktober 1920 zum vollen Sieg des Lande- führte. Lest Iosi-f Fried- nch Perkonigs ..Heimat in Not" und ihr werdet den deutschen Volksftamm dec Kärntner lieber aewinnen, die bemal« ach so ander« als sonst ihr Kvschat-Lied sangen .Verlassen ver­lassen ..

Den ganzen Tag über kann man in diesem Sonnen land Oesterre ichs die Liebstöckel-Tugend der Villach-Therme geniessen. Dass man nicht verhungert, dafür lorgt das billige unb kuli- "arisch mannigfaltigst fursorgende Restaurant be« Strandbades, allwo man. schi cht in Badehose, wi« man sich hat. sich an den Tisch sehen faiui. -u essen, zu trinken lieber den Liebstöckel finde ich in alten Enzyklopädien da« Folgende: ..In den 'Apotheken gibt eS davon ein Walser, wel- <de« wider den Stein. Engbrüstigkeit unb Husten lehr dienlich ist. die Mund- und Hale-Geschwüre heilet unb das im Leibe geronnene De blute zer- theilet; den Spiritum. welcher ebenfalls wider die Engbrüstigkeit dienet; das Oel. davon man t»ren oder vier Tropffen in warmen Wein wider das Bauch-Grimmen einnimnu; und das Saltz, so ein treffliches Praeiervativ wider allerlep anstek- kende Kranckheitcn ist." All diel« Tugenden lind in dielem wundervollen Wasfer vereinigt daS bei sommerlicher Hitze immer noch kühl wirkt und uns doch nie ganz abküüit oder gar sehr aus­kühlt. dass w r ♦ine Erkältung befürchten müf- *en- legt man sich hernach eine Stunde oder "vch länger, wenn man 6 aushalten kann, in

Landmann das schlimmste Aul den trockenen Aeckern find sie z. T. schon abgestorben.

Hl reis Vüdii.grn.

r Ober-Widdersheim, 19. Aug. Die Massnahmen der hessischen Regierung, durch Bei­hilfen zur Veredlung der Obstbäume eine Sortenverminderung und dadurch bessere Absatzverhältnisse zu «chassen. hatten In diesem Iahre in unserer Gemeinde einen beispiellosen Erfolg zu verzeichnen. Bereits im Spätwinter hatte der hiesige Obst- und Gar- tenbauuercin bie Vorbereitungen zum planmässi­gen llmpsropsen getroffen Unter Leitung des rührigen Vorsitzenden, des Baumwarts Bar­tel. wurden alle unwirtschaftliche Sorten tra­gende Obst bäume bezeichnet Im Frühjahr wurde bann durch eine Umpfropfkolonne erfahre­ner Praktiker die Veredlung baumstückweise vor- genommen und jeder gepfropft« Baum nume­riert. In erster Linie wurden Schöner von BoS- kovp aufgesetzt, und zwar auf Sorten wie Schaf- nase. Trierifcher Weinapfel u. a.. von denen man erfahrungsgemäss weiss, dass diese Einheitsforle Darauf fortgeht Weiterhin gedeiht in den ge­schützten Lagen unserer Daumstücke noch sehr gut Die säst kaum noch empfohlene Wintcr-Voldpar» mänc. sie leidet hier auch verhältnismässig wenig unter Schädlingsbefall und Schorf, weshalb sie als weitere Stanbortsorte umveredelt wurde, und zwar hauptsächlich auf Rheinischer Bohnapfel und Weissöpfel. Uiji nun weitere Beobachtungen zu sammeln, wurde von den übrigen abzuwersen- den Ebelsorlen ein Baumregister ausgestellt und aus einzelne versuchsweise die genannten Zu- funftdforten aufaepfropst. Ts hat sich gezeigt, dass man mit den Unterlagen Da« richtige getroffen hat. die Edelreiser sind gut angewachsen und haben auch gut ausgetrieben. Nur in ganz trocke­nen Lagen ist der Trieb kurz geblieben. Und wie meisterhaft gearbeitet wurde, erhellt daraus, dass von den über 4000 äufgesehten Köpsen falt keine ausgeblieben sind, nur eine geringe Zayl wurde

das Sonnenbad. Hier bräunt man in drei Ta­gen so sehr ein, wie am Lido in drei Welchen: vielleicht ist das nur durch die Nll-Verwandtschast der geheimnisvollen blaucosigen, so seltsam duf­tenden Seerosen möglich wer kann s wissen! Auch in den letzten Iahren, da wir Norddeutsche fommer« meist immer vergeblich nach ber er­sehnten Sonne ausschauten, prahlt« hier heissester Sonnenschein.Wir haben immer gutes Wet­ter!". lagen bi< Vlllacher schlicht, und auch die Gewitter hier am Dvbratlch. wie die Villacher Alpe leibet noch immer slawisch heisst und deren Autvmobilstrasse bis zu 2167 Meter Höh« der Vollendung entgegengeht, hinterlassen, wie etwa um Gastein, keinerlei regenfeuchte 'Wolken unb aussichtnehmenden Dunst

Soll ich noch sagen, dass sich Villach oorzugllch als Ausflugsort zu all Den nahen Seen eignet, zum Faaker. Ossiacher, Wörther. Millstätter, und auch zu jenem ältesten kärntnerischen Bergwerks­ort Bleiberg, beffentoegen und wegen der Me­tallurg! Ichen Untersuchungen im Lavanttal« Pa- raeelsus 1537 wiederum nach Villach kam und akso in feiner Thtonik des Lande- Kärnten den Gvlbzug ber Bäche beschreibt: im Lavanttal seien die Wasserflüffc Io goldreich gewesen, dass von allen fremden Rationen Künstler und Berg­leute sich darein verfügt haben: welches auch noch auf diese Zeit wunderbarlich gediegen Gold, rein unb pur ohn alles Feuer auf 124 schwer Handstein gefunden werde. Da« Gold von da- mal« hat l.ch inzwischen gaiu in das Gold des Villacher Warmbades verwandelt, aus ihm schöp-' sen jährlich taufenbe Menschen für ihren Körper bie goldenen Kräfte Liaustici Und alfo will ich im nächsten 3ahr ioenn 6 wieder lommert. noch einmal tun Villach du sollst in guter Erinnerung bleiben!

JP r u n g der Olympiasieaer Hamm mit 7.46 ur Tleier (SCC.) mit 7.2^ Beide Springer halfen iia, bereits beim ersten Sprung Verletzungen zu- gewgen.

Bei Den prauenmeltbtmtrben wartete (yrauletn Hargu» (Lübeck, im 6 p re ra> c r f e n mit einem neuen Weltrekord auf. Mu 38.39 Äetcr uberrraf ite ihre alle Bestleistung von 37.57,5 ,2eler _D,e Japanerin H i t o m i kam auf 36^6 TOeter Da» D i s ku» werfen holte sich Frtulrin ^'U^t er (Frankfurt a. TI.) mit 35,70 Tiefer eax Der Französin Vellu, dir nur 35.21 Meter er- zielt«.

Die 4 X 1 0 0 - M c t e r - S t a s f « l gewann er* roartung»fl«!näfi die englisch« Nnüonalmamilchost in 40.7 «ekunben vor Frankreich und «ranbrnbura f'Zeilin). Victoria 96 (Magdeburg) wurde im Dor lauf disqualifiziert.

Die erste Entscheidung des zweiten Tages ftei im 500-Meter-Laufen. Englands Olym- piafieger Lowe stellte sich dem Welnvkorb. mann Sera Martin- Frankreich unb km Deut­schen Dr. Peltzer Bocher und Dr. Bi e r k e 1 Dr. Merkel- Berlin übernahm nach bem Start vor Lowe die Führung, hinter dein lich. Dr. Peltzer behauptete. Lowe ging bann an bie Spitze bH Feldes, gefolgt von Martin unb Pcltz «r. Dem scharfen Tempo des önglänber« vermochten Martin unb Dr Peltzer nicht ganz zu folgen, währenb aber der Franzose mit leinen Kräften bald zu Ende war vermochte Dr. Peltzer den zweiten Platz sicher zu behaupten. Er lag am Ziel nur 8 Meter hinter bem Sieger Lowe zurück. Der Olympiasieger erreicht.- bie ausgezeichnete .'.eit von 1:512. Auch Dr Peltzrrs Zeit mit 1:52.2 ist als ausgezeichnet zu bezeichnen. Er bewies barnit. bass er wieber im Kommen Ist. Ilm ben dritten Platz schlug Böcher den abge­kämpften Franzosen unb Weltrekorbmann Sera Martin.

_ 400-Metcr-Lauf brachte Büchner- ^logdrburg eine überraschende, aber einwand- freie Riederlage durch ben Amerikaner Spen­cer. Der Amerikaner startete auf ber 4 Dahn unb hatte bald sein« beiden Vorderleutc geholt. Auch Buchner, auf der Innenbahn laufend, machte stetig Terrain gut, in die Zielgrab« bog leboch ber Amerikaner mit sichtlichem Vor­sprung, ben Büchner nicht mehr ganz aufzu­holen vermochte. Spencer siegte in b?r fabel­haften Zeit von 47,8 Sekunden, während Büch­ner mit 48,2 Sekunden die von ihm g-halten« deutsche Bestzeit erreichte Dritter würbe Reu­mann in 49,2 Sekunden

Die wohl prächtigste Leistung vollbrachte ber deutsche Kurzstreckenmeifter Helmut Körnig auf seiner Spezi al strecke über 200 Meter für bU er sich klugerweise am Vortage geschont hott«. Er siegte in ber neuen deutschen Rekorb- zelt von 20,9 Sekunden mit über 4 Meter Vorsprung vor bem Amerikaner Rüssel unb den Deutschen Schuller und H o u b e n die in dieser Reihenfolge das Ziel passierten Körnig hat mit dieser neuen Leistung den von Ihm ge­haltenen alten Rekord von 21,4 Sekunden mit nicht weniger als 6 ie Sekunden gedrückt und ihn damit dem Weltrekord von Paddock bis auf l,, Sekunde genähert.

Da» nur von fünf Teilnehmern bestrittene 5 000- 'Meter* Laufen spitzt« sich zu einem Duell zwi. schen Helgao (Finnland» und »ohn (Berlin) zu. Der Berliner hatte jedoch mit feinem gefürchteten Endspurt gegen den Finnen keinen Erfolg Dieser lief im Gegenteil auf ben lehten hundert Meter noch einige Meter davon und siegte in der mässigen Zeit von 15:23,7.

Beim Speerwurf fehlte der Vlympiosieger unb Weltrekorbmann Lundquist (Styweben). Damit war ber Weg für ben alten Weltrekorbmann P e n 11 i 11 a e (Finnnlanb) frei, ber mit einem Wurf von 64,29 Meter vor Schlokai (Insterburg) der e» nur auf 61,18 Meter brachte, Den Wettbewerb gewann.

Der H o ch s p r u n g bracht, einen Wettkampf zwislsten TI 4 narb (Frankreich) unb » fl f e ^Stettin). Beibe iiberfprangfn l,6l Meter Beim «lechen entpuppte sich ober ber Franzose «f* der beständigere und siegte.

Interessant oerklefen auch die Staffeln, wenn sich auch bie ausländischen fianberftaffeln den beul* ichen Vercin»mannschaften ziemlich klar überlegen einer schsvssartigen Villa Der Hcrr^es HaulM erscheint, mit einem ängstlichen, vergrämten, ban­gen Gesicht. ..Verzeihen Si«. bass ich Sie zu nachtspäter Zeit rufen liess. Ts ist wichtig Haben Sie alles mUaedracht? Ihren Kittel mit ben hellblauen Ausschlägen7' ..Ia " Ihre C^.inkr "" -Sa.*;Ihren Puber?" ,.3a." --Ziehen Sie sich um. Mein« Tochter verlangt nach Ihnen" Ich denke an euw feit* fam< Frauenlaune, denke an dos gute Honorar, trage Weiss auf, schmink« meinen Mund gross, gebe meiner Rase eine kecke, verwegen« Farbe, sokge bem Hausherrn und siehe in einem kleinen Zimmer das von einem traurigen, llack-rnben vu-t erhellt ist. 8tn« Lust nach Arznei. Blumen und Fieber ist im Zimmer. Der Hausherr knipst bas eleklrische Licht an: eine aufdringliche Be­leuchtung kommt unb bescheint ein kleines Mäb- <hen. da« blass und müde oufgeftützt Un Bett liegt. 3n>ei vergehende Augen treffen mich, werden leb­haft. fangen an zu strahlen: .Dul Du! ®uten Abend, August!" S« gibt mir die Hand. Unb die Hand ist heiss und zittert. Ich fühle mich augenblicklich in der Manege, «in Gasühl komm! in mein Herz, das mich 6 in reiht, das mich mit unsagbarem Mitleid erfüllt. Ich mach« Dumme Bücklinge, verneige mich ganz tief: ..Mein gnädiges, angebetetes Fräulein. u>as verlchafft mir di« hohe Ehre?" ..Oh. du August, wi« ist das schön, dass du zu mir gekommen bist!" Ich stehe Kops, überschlage m ch. tanze wie ein bunter Kreisel. Ich hör« ein leises sterbendes Lachen hör« einen kleinen, verschleierten Iudel. «in müh­seliges Ausjauchzen. Ohrteige mich, kicher«, lache wie besessen, steck« meinen Kopf durch die Beine, schneide Grimassen, grins. Und seh« Immer nur das kleine Mädchen, dos sich quält in c uff lodern-

Süddeutsch, ZuHball-Verbandsspiele.

Bezirk Bayern.

Gruppe Nord. Sp. Dgg Furth gegen V. f. R. Fürth iSamstag) 8 0; A. S. V Nürn­berg Z. V 04 Würzburg 3:0; Franken Nürn­berg Bayern Hof 1:3; 1. F. C. Bayreuth gegen l.F. E. Nürnberg 0:1.

Gruppe Süd: D. S. V. München 1860 München (Samstag) 2: 4; Schwaben Augsburg gegen Teutonia München 2:1: Schwaben Ulm gegen Wacker München 0:7; Iahn Negensburg gegen Bayern München 2:1.

Bezirk Württemberg-Baden.

Gruppe Württemberg V. f. B. Stutt­gart V. f.R. Heilbronn 4:1; Sportfreunbe Stuttgart Germania Brötzingen 1:3; F. V. Birkenfeld Stuttgarter Kickers 2:3; Union Döckingen Stuttgarter S. E. 2: 0.

Druppe Baden: Phöniii Karlsruhe gegen F. C. Viltingen 4:1; F. T. Rastatt Karls- ruher F. D. 1:6; Freiburger S. E. Sp Vgg. Freiburg 7: 0.

Dezirl Main-Hessen

wigshasen --- 5.6.08 Mannheim 0:3; Sp. Vgg. Sandhofen F. Ges. 03 Ludwigshafen 5:1.

Gruppe Saar: Borussia Neunkirchen gegen Saar Saarbrücken 0:1; Sportfreunde -Saar­brücken - V. s. R. Pirmasens 1:0; l.F. 6. 02 Kreuznach - F D. Saarbrücken 0:2. ' Pirmasens 1. F. 6. Idar 2: 1.

Truppe Main: Rot-Weih Frankfurt c~ 60,94 Hanau 2:1; Diktorio Aschaffenburg gegen F. S. Di Frankfurt 2:4; F. D. Feäxnheiin gegen Union Niederrod 1:3; Offenbacher Kickers Germania Bieber 1:2; Eintracht Frankfurt F. 6. 93 Hanau 7:1.