Einzelbild herunterladen

solange Zxrt Rheinland ton alliierten Truppen befehl sei Aber hierin, wie in der Politik ton Locarno und Genf läßt sich Dr. Stresernann nur von deutschen In l er e s s e n lerten, denen er mit bemerkenswertem Verständnis für die Um- stände de« Augenblicks dient. Deutschland ist tat- sächlich der Hauptiiutznießer der Politik der ®nt- spannung und Verständigung im letzten Iahr ge­wesen, und e« verdankt Dr. Stresemann die Vor­teile. die es ihm ermöglicht haben, an seiner wirtschaftlichen Gesundung und an seinem Wieder- ein tritt in die internationale Politik zu arbeiten. Wir täuschen uns nicht über die Gedankengänge, di« die neue Politik, so wie man sie in Berlin auffatzt. beherrschen, aber das ändert nichts daran, daß die Aussichten für die Aufrechterhal­tung de« Frieden« durch diese Politik er­füllt werden."

Sie Rüffelsheimer AahnhofSfrage.

WSN. Darmstadt, 18. August. Die Zeitungs­nachricht. wonach auf Grund der Verhandlungen der deutschen Botschaft in Paris in Kürze mit einer Entscheidung der Botschaftcrkonfe- r e n z zu rechnen ist, die den Anschluß des Berladebahnhofs der Firma Opel in Rüsselsheim an die H a u p t g l e i s e derReichs - bahn ermöglicht, wird an hiesiger amt­licher Stelle bestätigt.

Englische Manöver im Taunus.

WSN. K ö n i a st e i n i. T., 18. August. Dos eng- lisch« Kriegsministerium bestätigt die in der engli­schen Presse nerbreitete Nachricht, daß in der Nähe von Königstein 3 0 0 0 Mann englische Truppen zusammengezogen werden, um Uebungcn abzuhalten. handelt sich um die alljährlich stattfindenden cherbstiibungen. Möglicher- weise werden wieder französische Beobach­tung sf lieget am Artillcrieschießen der Engländer teUnehmen.

Ein deutsch-französisches Arbeitsabkommen.

Poris, 18. Aug. (WB.) Wie Havas meldet, ist dieser Tage in Berlin zwischen Vertretern des deutschen und desfranzoiischenArbeits- ministeriums .in Abkommen über den Austausch von Volontären in Indu- strie und Handel unterzeichnet worden. Dieses Abkommen, dos im wesentlichen mit einem im Mai unterzeichneten englisch-französischen Abkommen über- einstimmt, sieht vor, daß aus jedem der vertrag­schließenden Länder jährlich 5 0 0 junge Leute auf die Dauer eines Jahres zur Vervollkommnung ihrer sprachlichen und beruflichen Kenntnisse in Be­trieben des anderen Landes beschäftigt werden, ohne daß die Arbeitsmark agc ein Hindernis bilden darf.

Lord Haldane f.

London. 10. Aug <WB) Lord Haldane. der seit einigen Wochen erkrankt war. ist heute im Alter von 72 Iohren gestorben.

Richard Burdon Haldane, seit 1911 Viscount Haldane os Sloan, ein liberaler Staatsmann schottischer Herkunft, wurde am 30. Iuli 1856 ge­boren und studierte an den Universitäten Edin­burgh und Göttingen, in letzterer besonder« unter Lohe, und bewährte das Interesse für deutsche« Leben im allgemeinen unb deutsche Philosophie und Erziehungsmethoden im speziellen .auch später als Heberseher Schopenhauers und Verfasser philosophischer Studien. Durch un- l ermüdliche« Interesse an der Vntwicklung der englischen Universitäten und Schulen dokumen- f tierte er die Nachwirkung seiner Lehrjahre. An­walt und feit 1885 Unterhausmitglied, übernahm ' er im liberalen Ministerium 1905 zur allgemeinen lleberraschung das Kriegsministerium und wid­mete sich für sieben Iahre ausschließlich der Durch- führung dringend gewordener Reformen im eng­lischen Heerwesen, Unterstützt von militärischen Ratgebern legte er die Grundlagen für einen systematischen Ausbau der englischen Landkräfte, schuf einen Generalstab, organisierte daS stehende Heer gründlich und organisierte schließlich alS eine Freiwilligentruppc zweiter Linie die so­genannte Territorialarmee. Völlig absorbiert von diesen Fragen fand er toenig Zeit und Gelegen­heit zur Teilnahme an den eigentlichen politischen Kämpfen jener Zeit, und eine entschiedene Etel- lungnahme seinerseits ist nur hinsichtlich der deutsch-englischen Beziehungen bekanntgeworden. Al« Kenner Deutschlands erschien er al« der rechte Mann zu einer Mission nach Berlin, un­mittelbar nach Erledigung der Agadiraffäre: diese Sendung hatte nicht den erhofften Erfolg. Bei den Besprechungen, die er im Februar 1912 mvt dem Kaiser. Bethmann Hollweg und Tirpitz hatte, er­klärte er:England würde gezwungen sein, zwei Schiffe für jede« neue deutsche Schiff zu bauen." Bald darauf. Anfang 1912, gab er den Posten tm Kriegsministerium zugunsten des hohen Amts des Lord-Kanzler« von England auf. Die unterbro* n«n Besprechungen wegen Qlfrifa« und der Bag­dadbahn in Berlin lieh Sir Edward Grey durch die Botschafter wieder aufnehmen, und gerade kurz vor dem Kriege war man über einen aus­führlichen Vertragsentwurf einig geworden. Im Akai 1915 trat Haldane att Lordkanzler zurück und lebte fortan alS Privatmann in seiner schottischen Heimat. In seinen Erinnerungen, die er tm Oktober 1919 in derWestminster Galette" erscheinen ließ, sagte er von dem Deutschland nach dem Krieg:Deutschland ist noch nicht lot. In Deutschland, übrigen« auf der ganzen Welt, gibt es zur Zeit nur wenige wirkliche Persönlich­keiten. Aber Deutschland steht noch immer wissen­schaftlich und industriell auf einer sehr hohen Stufe. Die große Gabe, wissenschaftliche Erfin­dungen für praktische Zwecke zu verwenden, war vor dem Kriege im deutschen Volke vorhanden und ist auch jetzt noch zu finden Deshalb werden wir sehr bald von Deutschland hören, wenn auch sein Wirkungskreis nicht mehr militärischen Zielen zugewendet ist."

Zur allgemeinen lleberraschung trat Lord Hal­dane ian Iahre 1924 wieder politisch hervor, indem er in dem Kabinett Ramsay Macdonald abermals da« Amt des Lordkanzlers von Eng- land übernahm. Mit Metern Kabinett trat er im Oktober 1924 wieder zurück.

Neufonnierung der Christlich-Sozialen.

Bielefeld, 20. August (WTB. Funksptuch.) Der chrisUich-soziale Verein Berlin die christlich, soziale Gesellschaft, die christlich-soziole Berrinianng Westdeutschland. Sitz Sieaen und die chrhilin soziale Vereinigung. Sitz Breslau. traten am San"

Tadelsvotum, aber kein Rücktritt.

Berlin, 18. Aug. lV.D.Z.) 3m Reichstag fand heute von vormittag« 10 Uhr ab die an­gekündigte Sitzung des sozialdemokrati­schen Parte iauslchusses mit der s o - zialdemokratischen ReichStagsfrak- tion statt, die sich mit der Frage de« Panzer­kreuzer« und der Krisenfürsorge be­schäftigte. Die Verhandlungen wurden von dem Abg. Er i spien geleitet Etwa 170 Personen nahmen an der Sitzung teil Auch Minister Wissell war gegen Mtttag erschienen. Die Redner von recht« nach link« mißbilligten tr.c mangelnde Fühlungnahme zwischen den Ministern und den Instanzen der Fraktion und der Partei vor der entscheidenden Kablnetts- schung. Der namentlich aus Vertretern Sach­sens zusammengesetzte linke Flügel forderte da« Ausscheiden der sozialdemokratischen Mi­nister aus der jetzigen Koalition. Dagegen ver- trat Reichskanzler Müller den Standpunkt bet sozi aldemokratischen Minister. Die Sitzung endete in bet achten Abendstuiche mit der An­nahme folgender Entschließung, der eine V:etfünftel-Mehrheit zustimmte:

Die sozialdemokratische Reichstagsfraktion und der sozialdemokratische Parteiausjchuß treten dem am 15. August gefaßten Beschluß des Partei- und Ftaktionsausschusies über die Haltung der der Neichsregierung angehörigen Parteigenossen zu der Inangriffnahme des eigenllichen Baues des Panzer­kreuzersA" bei. Sie bedauern, daß die sozial­demokratischen Minister dem Beschluß des Kabi­netts unter Verzicht auf vorherige B e - f r a g u n g der Fraktion unb des Parteiausschusses zugestimmt haben Fraktion und Parlelmisschuß halten die eng st e Fühlungnahme zwischen ihnen und den der Regierung angehötenden Ge­nossen in allen politischen Fragen für eine unabweisbare Notwendigkeit. Fraktion unb Parieiausschuß halten die Beteiligung an der Regierung mit Rücksicht auf das Gesamt­interesse der Arbeiterschaft für außerordent­lich w i ch t i g. Sie leiten daher aus der Entschei­dung des Kabinetts, die die Ausführung eines vom letzten Reichstag befchlosienen Gesetzes betraf, trotz ihrer grundsätzlich abweichenden Aus- fassung über den Ersatzbau des Panzerkreuzers nicht die Notwendigkeit ab, unsere Ge­nossen zum Rücktritt aus dem Kabinett aufzu­fordern."

Berliner preffestimmen.

Berlin, 19. Aug. (TU.) Der Beschluß des Parteiausschusses und der Reichstagsfraktion der «PD. zur Panzerkreuzerangelegenheit wird von den Berliner Blättern eingehend be­sprochen.

DerVorwärts" sagt, die Partei habe das stärkste Interesse daran, die Tätigkeit ihrer Minister nicht mit einer Handlung schließen zu lassen, die sie selber bedauere unb die in den Massen der Par­teigenossen lebhaften Widerspruch gefunden habe. Sie walle ihnen vielmehr auch Gelegenheit zu Taten geben, die sie begrüßen und gutheißen könne und die auch in den Masten des arbeitenden Volkes Zustimmung fänden.

DieDossische Zeitung" meint, das wert- volle Ergebnis der Auseinandersetzungen in der Sozialdemokratischen Partei sei die Tatsache, daß sie sich nicht mit einer Ablehnung der sächsischen An­

träge begnügt habe, sondern den pofüioen Beschluß gefaßt habe, daß die Beteiligung der Sopaldemo- kratie an der Regierung im Gesamtinteresse der Arbeiterschaft wichtig sei. Eine Ivette Belastungs­probe wie der Panzerkreuzer wäre kaum möglich.

DieG e r m a n i a sagt, daß schließlich die nom linken Flügel her betriebene und geforderte Regie­rungskrise abgclchnt worden sei, bedeute einen oieg der staatspolitischen Klugheit, der vorher eine Zeit- lang in Zweifel zu stehen schien.

Aach dem Urteil der .D. A. Z." muß die Ent­scheidung unter diesen Umständen al« ein Beweis ton Zipillourage betrachtet werden. Allerdings sei fraglich, ob sich überall die Anhänger mit diesem Beschluß zufrieden geben werden, der sehr akademisch ausgefallen sei. Die Sozialdemokratie habe unter Führung Hermann Müller« von der Siegesbeute des 20. Mai erstaunlich rasch einige« verloren.

Der .Lokal-Anzeiger" ist der Auf­fassung. die Tatsache, daß 'ich der Beschluß mit einem Tadels Votum begnüge, ändere nichts daran, daß dieser Panzerkreuzer, wenn er die Koali­tionsregierung nicht torpediere, eine Bombe in die sozialdemolratische Wählerschaft schleudere, die große Lücken reißen werde. Auch derSturm- angriff der Kommunisten sei nicht so ungefährlich, wie er anfangs erschienen sei.

Auch die .Deutsche Tageszeitung" ist der Meinung, daß die sozialdemokrattsche Ent­schließung nicht hinreichen dürfte, den einiger­maßen katastrophalen Eindruck zu verwischen, den der hundertprozentige Umfall ihrer Minister und ihrer selber in den Reihen ihrer Anhänger­schaft und darüber hinaus erweckt habe. Man müsse abwarten, mit welchen parteipolitischen Forderungen die Sozialdemokraten nunmehr das Kabinett Müller belasten würden und wie lange die realpolttische Einstellung wenn man fo sa­gen dürfe sich in der Sozialdemokratischen Partei aufrechterhalten lasse.

Die ..Kreuzzeitung" sagt, mit dem Sieg der Richtung Mütter-Severing seien nicht Futter­krippen gerettet, sondern Machtpositionen ge­halten. Rtcht Staatspolitik habe bei dem Umfall von gestern in der Sozialdemokratie gesiegt, son­dern brutales parteipolitisches Machtstreben, das unter dem Zwang des gebrachten, zweifellos für die Sozialdemokratie kaum tragbaren ersten Opfer« noch krasser in Erscheinung treten werde.

Die .Börsenzeitung" sagt, sie könne sich nicht denken, daß eine Regierung, deren Chef nebst drei Inhabern toicbtiger Ressorts von einer Partei derart unter Kuratel gestellt würden, irgendwelche fruchtbringende Arbeit leisten könnte.

DieDeutsche Zeitung" meint. daS Echo, das der Beschluß im Lande finden dürfte, werde sicherlich noch unerfreulicher für die sozialdemo­kratischen Minister und noch erfreulicher für hie Kommunisten fein, als der Beschluß selbst.

Erweiterung der Krisenfürsorge.

Berlin, 19. Slug. Auf der Tagung des s o z i a l- demokratischen Parteiousschusscs nahm im Verlauf der Debatte, den Blättern zu­folge, Reickisftnanzminister Dr. Hilferbing das Wort, um zur geplanten Erweiterung der Krisenfürsorge die Erklärung adzugebeu, daß er und seine sozialdemokratischen Ministetkolleaen im Reichskabinett den An trat stellen werden, die Krisen- sürsorge allgemein von 26 Wochen auf 39 Wochen auszudehnen.

tag hier zu einer aus allen Teilen des Reiches stark besuchten Versammlung zusammen. Einstim- mig wurde im Hinblick auf die politische Gesamt­lage die Gründung einer christlich-so- zialenReichsoereinigung beschlossen. Zum ersten Vorsitzenden der Reichsvereiniaung wurde Dr. von Diebahn-Standau, Iohannesstift, zum zweiten Vorsitzenden Reichstagsabgeordncter l). M u m m gewählt.

Oie französische Werkspionage in Deutschland.

WGR. Mannheim. 18. Aug. Zu der Ver­haftung von drei Angestellten der I.-G.-Farben- industrie in Ludwigshafen wird noch gemeldet: Der Entschluß, sich für die niedrige Spionage­tätigkeit der Sure t ö zur Verfügung zu stellen, mag in den drei de utschen Agen- t e n durch die ihnen von den Suretöbearnten ge­gebenen weitgehenden beruhigenden Versicherun­gen erleichtert worden sein, daß sie keine Ge­fahr liefen, von den deutschen Behörden gefaßt zu werden, da sie unter dem Schuh der französischen Geheimpolizei und da­mit der französischen Besatzunas- armee standen. Dabei pochten sie aaiu beson­ders auf ihre Ausnahmestellung, dir sie seit dem Rheinlandabkommen als Desatzungsangehörige genießen und sie vor der deutschen Justiz schütze. Zugleich schreckten sie auch nicht vor Ein­schüchterungen und Drohungen zurück, um sich ihre deutschen Agenten alS gefügige und brauchbare Werkzeuge tu erhalten. So be­kunden die Verhafteten übereinstimmend, daß ihnen von den Suret^beamten immer gesagt wurde:Wenn ihr uns täuscht, wir ftnden euch und fassen euch, wenn ihr auch in« unbesetzte Deutschland flüchten solltet."

Die .Taben de» über ganz Deutschland au»- gebreiklen werkfpionagcnetze» gingen von

Dari» aus unb liefen dort wieder zusammen. Besonders zu bedenken gibt die Ausbreitung der Werkspionage über ganz Deutschland. Die Surrte entsandte ihre Agenten auch m dir im unbesetzten Deutschland gelegenen Hauptsitze derjenigen deut­schen Industrien, für die sie sich interessiert. Bei der Aufdeckung der Spionage bi den Werken Ludwigshafen und Oppau der I.-G-Farben- industrie ist festgestellt worden, daß ein bis 1927 im physikalischen Laboratorium im Werk Oppau tätiger und dann in« Leunawerk Merse­burg verletzter Angestellter htm der Surelö in den Dienst der Spionage in den Leu na werken ge­stellt worden ist. Welch großen Wert die Spio­nage auf da« AuSkunkHchaften der Betriebs­geheimnisse tm Leunawerk legten, ergibt sich u.a. aus der Aeußerung eine« Surete-Deamten. der auf die Frage eine« deutschen Agenten erCärte, daß für da« Werk Leuna besonderes Interesse bestehe, und daß e« der fran­zösischen Spionage vor allem darauf ankomme, in Leuna Spione zu gewinnen, da in den Werken Oppau und Ludwigshafen der I.-G»Farben­

industrie bereits genügenb Agenten tätig seien. Auch das Werk Leverkusen der I.-G-Far­benindustrie. vor allem die dortigen Betriebe der pharmazeutischen Abteilung, und das Werk Höchst sollten vom französischen Spionagedienst bearbeitet werden, als durch die Verhaftung der drei Angestellten der I.-G -Farbenindustme in Ludwigshafen und durch ihre Entlarvung als französische Spione daS ganze System der Suretö aufgedeckt wurde.

pilf udski nach Rumänien abgereist

Warschau, 20. Aug. (WTB.) Marschall Pilfudski ist gestern nach Rumänien ab­gereift. Amtlich ist das genaue Ziel der Reise Pilsudskis nicht mitgeteilt worden. .Expreß Po- ramty" erfährt, daß der Marschall seinen Er­holungsurlaub, wie schon im Iuni geplant, auf dem Gute des Dr. Skupniewski bei Targo- vistea in Altrumänien verbringen werde. Der dortige Aufenthalt ist auf drei Wochen be­rechnet. Auf der Heimreise fährt der Mar­schall auch nach Bukarest, wo er der rumä­nischen Regierung einen Besuch abstatten will.

Hermann Köhl" wieder freigegeben.

Prag, 18. Aug. (WTB.) Zu der Beschlag­nahme des deutschen Flugzeuge« ,.D. 1310" auf dem Kbeller Flugplatz wird amtlich mitge* teilt: Mit dem Piloten und dem Vertreter der Deutschen Lufthansa wurde ein Protokoll aus­genommen. Rach Einvernehmen des Ministeriums für öffentliche Arbeiten mit dem Ministerium des Aeutzeren wurde die Freigabe de« Flug­zeuge« angeordnet.

Wahlen in Griechenland.

Athen, 19. Aug (WTB.) Agencc d'Athenes. Die heutigen Parlamentswahlen vollzogen sich in großer Ruhe. Rach den bis gegen Mitternacht bekanntgeworbenen Dahlergebniffen erlangte die Regierung im allgemeinen die Mehr­heit, die besonders stark in Athen, Saloniki, Thrazien und Kreta ist. Der Sohn des Minister- Präsidenten Deniz elos ist gewählt, dagegen ist P a n g a l o s durchgcfallen. Kafandarys wurde bei einem Zusammenstoß mit einigen der Gegen- Partei angehörenben Wählern leicht verletzt. Beni- zelo» hat ihm aus diesem Anlaß jein Bedauern zum Ausdruck gebracht

Paris, 19. Aug. (DTB) Haoas berichtet aus Athen, daß nach einer Rede Denizelo» ein Teil der Zuhörer in geschloffenem Zuge vor da» Ge- bäube des Tluds der Pangalosanhöngct gezogen sei General Pangalos und zwei seiner Freunde hätten Schüsse auf die Menge abgegeben, durch die fünf Personen, darunter eine schwer, verletzt morden seien.

Aus aller Wett.

Schwerer Verkchröuvfall in Köl».

Gestern abend kurz vor 9 Uhr erfolgte am Obetkänber-Hfer in Köln ein folgenschwerer Zu­sammenstoß zwilchen einem mit Ausfiüglern be­setzten Kraftwagen aus Remscheid unb einem Straßenbahnzug. Bei dem Zu'ammenstoß wur­den 25 b s 30 Personen mehr ober weniger schwer verletzt. Eine Frau wurde tot unter den Trümmern hervor gezogen. Bei den vielen Ver­letzten handelt es sich hx der Hauptsache um Schädel-, Bein- und Beckenbrüche. Die Feuer­wehr war sofort mit vier Löschzügen unb acht Krankenwagen zur Stelle. Die Verletzten wurden in verschiedenen Krankenhäusern unter gebracht Von den sieben Schwerverletzten schweben mehrere in Lebensgefahr. Einer dieler Verletzten war heute früh noch bewußtlos. 22 Per'onen wur­den leicht verletzt. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt. Rach Aussagen des Straßenbahnfübrers soll die Schuld an dem Zusammenstoß den Fah­rer des Auto« treffen.

Schwere Bluttat einer grau.

Aus Bad Kreuznach wird'gelttrlder: In der Rähc der Befehlsstelle dcS Bahnhof« Mün­ster am Stein wurde am SamStag morgen tm Ge­büsch eine Frau mit durchschnittener Kehle stöhnend aufgefunden. Dicht dabei lagen zwei Kinder, ein Knabe im Alter von etwa drei bi« vier und ein Mädchen von etwa 1* , Iohren. tot mit durchschnittener Kehle. Anscheinend hat die $rau, nachdem sie die Kinder umgcbracht hatte, einen Selbstmordversuch un­ternommen. Die Frau wurde in« Krankenhaus übergeführt, wo fie hoffnungslos Mm leben tegt. Der Grund zu der Tat ist noch nicht aufgeflärt

Sturmkatastrophc in Haiti

»Asjorialed Prcß' berichtet aas Porl au-princej Der schwerste tropische Sturm feit 42 wahren hat Haiti in der Rächt zum Samstag heimgefudyl. zahlreiche Dörfer zerstört, ungeheure Erntefchäden angerichlei und viele Menschenleben gefordert. Eine Anzahl von Küstenschiffen ist gesunken. Die Zahl der loten wird auf 200 geschätzt, wahrend mehr al» 1 0000 Menschen obdachlos find. Der angerichtetc Schaden geht in dle Mil­lionen. Der gröhle Schaden wurde in abgelegenen Distrikten und einigen der größeren Orte angerichtet. Die Engländerin hawkey durchschwimm! den Kanal

In 19 Stunden.

Die englische Schwimmerin Ivy Hawkey, die am Samstagabend kurz nach 10 Uhr von Kap Griznez aus zur Durchschwimmung de« Kanals gestartet ist, betrat Sonntagnachrnittog um 5.15 Uhr verschiedene Mellen östlich von Dower entfernt wieder englischen Boden. Ihre genaue Zeit ist 19 Stunden 16 Minuten. Der englische Schwimmer Frank Peck«, dec 6amet<iaabenb um 10 Uhr von Kap Dnznez zu einem Versuch, den Kanal zu durchschwimmen, startete, war weniger erfolgreich und gab Svnn- tagmorgen 8.07 Uhr, fünf Mellen von der eng­lischen Küste entfernt, auf.

Schwere» Moiorrodunglück.

AuS Lünen lWestf.) wird gemeldet. Am SamStagnachmittag ereignete ftch auf der Ehauslec DortmundMünster in der Nähe von Herbcin ein schwere« Motorradunglück. Gin mit zwei Personen besetztes Motorrad rannte m einer Kurve gegen ein Lastauto. Dec Motorradfahrer verlor die Gewall über da« Rad und sauste kopfüber einen zehn Meter hohen Abhang hinunter. Gr und seine Beglei­terin auf Dem Soziussitz waren auf der Stelle t o t.

Zwei Brüder ertrunken

Aus Bromberg wird gemeldet: Ein schwerer llnglücksfall ereignete sich auf einem Gut in der Nähe von Tuckel. Auf einem xum (Rule ge­hörenden Set kippte ein Boot, in dem sich einer der Söhne des Besitzers befand, um und wurde von der Strömung fortgeriffen. So­fort stürzte sich der am Ufer befindliche Bruder in die Fluten, um den Ertrinkenden zu retten: er wurde jedoch selbst von der Strömung fortgeriffen und ertrank. Aus die Hilferufe eilte schließlich das Dienstmädchen herbei unb versuchte die Knaben zu retten. Die beiden Verunglückten konnten jedoch erst nach Stunden al» Leichen geborgen werden.

Untergang de» Dampfer»Miraslore» .

Paris, 20. Aug. (WTB. Funksptuch.) Noch einer imPetitJournal" oeröffentlichten Agentur, rneldung aus Santiago d e Chile ist der DampferMiraslores" infolge eines Sturmes an der Mündung des Maule-Fluffe» gesunken. Eine Nachricht, daß die getarnte Besatzung in Stärke von 11 Mann umgekommen sei, 6eftätigte sich nicht. Alles, was man aus glaubwürdiger Quelle bis jetzt wisse, sei, daß vier Personen, darunter eine Frau und ein Kind, ertrunken sind und daß drei Personen vermißt werden.

Jünf Personen beim firabbenfang ertrunken.

Au« O«lv. 20. Aug., wird grfunft Ein mit drei jungen Männern und drei jungen Mädchen besetzte« Motorboot, da« sich auf dem Krabbenfang befand, lief in dem Flrkkefjord auf einen Felsen und sank Emer der jungen Männer konnte gerettet werden, die anderen fünf Insassen de« Boote« ertranken.

24 m '(Ionen Kilogramm Stahlblech für ein Schiff.

Welch« ungeheuren Materialmengen für den Bau der SchnelldampferBremen" und..Europa- de« Norddeutschen Lloyd in Bremen »ur Ver- wendung tarnen, geht schon au« der Tatsache her­vor, daß für jede« der beiden Schiffe allein an Stahlblechen unb Profilen 24 000 000 Kilogramm benötigt wurden Hm dem Leier einen Begriff von dem Umfang nur dieser Menge zu vermit- tebi. se darauf hingewiesen, daß ein normaler Giienbahnwaggoa ein Ladungsvermbgen von 15 Tonnen - 15000 Kilogramm besitzt. G« wür­den also zum Tran-port der oben angegebenen Stahlmenge 1600 Eisenbahnwaggon« erforderlich 'ein. Da zeder diefer Waggon« eine durchschnttt- che Länge von 6,7 Meter hat, würde die Länge der aneinander gekuppelten und mit Stahlblechen unb Profilen beladenen Waggon« mindestens 10,72 Kilometer betragen. Da e« sich bei diesen Zahlen nur um die Materialmenge für ein Schiff handelt, müssen sie verdoppelt werden, ipenr man die Stahlblechmengen beider Schifte erfassen will, die jetzt vom Stapel Laufen unb :m Frühjahr 1929 auf der Linie BremenReu- York in Dienst gestellt werden.

rlos!

Eie b6geli Per nui

Sr

K

5*4

>Id

K»

nwt rrW tne nut ebie etwas.

Ich 9- die mir intern >

Dünsche «nx>nnc

Sei m bah-iir 1 Sorten Gerade, meisten 'Dar i<t unb ter traulich draußen

Zbknfur Sonnenb!

Jrgenb < Seit orti oertretter schnell Hb Seuszer / bat

MiiKita ich W 1

M mir

» fa h -nächsten veile in

. b

rinem erl berean

* Straß« ?Ehit te

Drjnynter trug Tchuli bdxta Ri

Unb nun zoa formt« ritten. 61 rin D chri tonnten b( Stirne

Unb iv mott bi und Ttu breitete, beit. SS mir geh bin. um läßt, bi< eine Mc ich selbst

Damit erteilt, bi tianb mxj draußen n

tem tritt I eigen w

Man Gießen von gaffe" btt neu .Dettera straße). L Herkunft ifrrtf 2ai 3eit .Kuh

in btt sti Achte 170 ch«n Ar » non luc toagt, s

eigentlich ganz

teften 6ti

"ach dem

Ich.-

Te>tl we