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, (n ber SpdfefanmtT vorrätig hat. Dieses ®e» richt bekommt man am besten in derCasa Evncha". nahe der Sollt Sevlla im Zentrum Madrids

Aeberhaupt bevorAuat der Svanier in seiner Küche die unglaublichsten Mischungen, die aber viel schmackhafter auSfallen als man ge­meinhin glauben sollte. Zu ihnen gehört auch die Liertelstundensuvpe mit Fisch, Muscheln, har- ten Siern und geröstetem (Brot. Eine besondere Spezialität deS SüdspanierS ist noch die Zu­bereitung der verschiedensten Salate, von der Tomate angefangen bis auf Orange, sowie Süß­speisen. die nur für unseren Daumen meist -u stark gezuckert lind

Die Äüdye btt großen Hotel« und Restau­rants ist im Rahmen diele« Berichtes nicht erwähnenswert, unter der erprobten Leitung erstklassiger Küchenchef- bietet sie natürlich auch dem Verwöhntesten volle Befriedigung aller seiner Wünsche und Ansprüche, aber wer nach Spanien reist, will ja Land und Leute kennen lernen und dabei kann er unbesorgt auch sei­nen Magen den Kochkünsten einer Dulgcinea anvertrauen. Man hört oft von Reiselustigen die Befürchtung aussprechen, daß man in Spanien und vor allem in Madrid nicht gut essen kann: da« trifft wirklich nicht zu, und wer wirklich seinen heimischen Küchenzettel nicht entbehren will, der findet sogar frier dicke Erbsen mit Speck. Sauerbraten mit Kartoffelklößen und Spätzle in den verschiedenen deutschen Bierwirt- fchasten, die sich in den letzten Zähren in Madrid niedergelassen haben und selbst von Spaniern viel besucht werden.

Oberhessen.

Landkreis Giessen.

Ettingshausen. 19. Iuli. Sin hiesiger Einwohner hantierte in der Waschküche mit Ben­zin, ohne zu ahnen, daß sich unter dem Kessel noch glühende Asche befand. Plötzlich entstand eine Explosion, wobei der Mann am Kops imh Arm leicht verletzt wurde; nennenswerter Sachschaden ist nicht entstanden. Der Vorfall mag zur Warnung dienen.

o. Obsr-Befsingen, 19. 3uli. Gin geradezu überreicher Segen an W a l d Him­beeren herrscht in dem Abraumgelände des hiesigen Basaltsteinbruchefe in der Rähe der Streuchesmühle. Da der Betrieb zur Zeit ruht, ist allen Beerensammlern, dank des Entgegenkom­mens deS Betriebsführ^rS der Basaltwerke. Ge­legenheit geboten, hier rasch Töpfe und Eimer mit der würzigen Frucht zu füllen.

Atrcid Schotten.

| Ulrichstein, 19. Juli. Hier fand imPfann- slielschen Saale unter Teilnahme des Kreisamtes, Kreisbauamtes, Kreisgesundheits» unb Kreissckul- arntes eine Versammlung des Kreis- Vereins Schotten d e s H e s s i s ch e n L a n d-- gemeindetags statt. 9larf) Begrüßung der Er­schienenen durch den Vorsitzenden. Bürgermeister Menget, Schotten, hielt Oberleutnant Judith von der Schutzpolizei ein ausgezeichnetes Referat iiber die Regelung des modernen Straßenverkehrs, über die vom Reich einheitlich getroffenen Bestim­mungen über die Straßenschilder, Warnungstafeln, Verkehrszeichen u. dgl. In anschaulicher Weise er­läuterte der Vortragende seine Ausführungen durch eine Reihe von Bildern und Zeichnungen. Eine Aussprache schloß sich an. Einen Beschluß faßte die Versammlung dahingehend, daß den Gemeinden die Anbringung der verschiedenen Schilder, befon- berft der Ortstafeln, nicht zugemutet werden könne, daß die Aufstellung der Ortstafeln Sache der Pro- vinFalstrahenoerwaltung sei. Medizinalrat Dr. Orth besprach alsdann einige Fragen, die sich auf das Slatzdesamtswesen, Ausstellung der Zählkarten, be­zogen und bat um pünktliche Einhaltung der er­lassenen Vorschriften und Termine. Näher verbrei­tete er sich über die Schulgesundheitspflege. Es muß erstrebt werden, daß überall im Kreis Schot­ten die schulärztliche Untersuchung der Kinder ein­geführt wird. Seither erfolgte diese nur in den größeren Gemeinden. Bürgermeister Menge! berichtete alsdann über die Tagungen des Hessi­schen Landgemeindetaas und des Oberhessischen Landgemeindetags. Mit der Provinzialdirektion unb dem Uebcrlanbrocrt hatten in Gießen nähere Verhanblungen statigefunben. um bic verschiebenen Klagen unb Beschwerden, bic bie Einführung bes neuen Stromtarifs im Gefolge hatten, zu bespre- chen. Auch bic Frage ber Straßenunterhaltung, Staubplage, Kleinpflastcrungen, Teerung ber Straßen, war eingchenb mit der Provinzial- straßenvermaltung verhanbelt worden. Die Provinz läßt Kleinpslasterung und Teerung der Ortsdurch- fahrten ausführen in einer Breite von fünf Meter, wenn die betreffende Gemeinde sich zur Hälfte an den Kosten beteiligt. Da diese Kosten sehr hoch sind, ber Kilometer Kleinpflaster stellt sich auf etwa 55 000 Mark, der Quadratmeter Teerung kostet etwa 1,50 Mark haben viele Gemeinden die Straßcnherftellungcn abgelehnt, da sie für sie 3U kospielig waren. Die Versammlung beschloß weiter, zu fordern, daß den Gemeinden für bic Einziehung ber Handwerkskammcrbeiträge eben­falls eine Hebegebühr von 3 v.H. wie bei den übrigen Organisationen jugcbilligt wird. Für den Vogelsberg soll ber Weidcgang bes Viehes auch an ben Sontagen gestattet werben. Entsprechenbe An- trage sollen an bic zuständigen Stellen weiter- geleitet werden. An bie Versammlung, die sehr am regenb oerfief, schloß sich im Gasthaus Pfannsticl ein Essen an, bei dem manche Rede gewech clt wurde

' Lardenbach. 19. Juli. Bei herrlichstem Vyefttocttcr feierte der Gesangverein E i n- t r a cht" Lardenbach-Kl er n-Gich en die­ser '-tage fein Fahnenweihfest. Am Tw end. vor'Brgtnn des Festkonnnerses. fanden in beiden Dörfern Kranzniederlegungen an den Gefallenendenkmäler statt. Rag-dem der 1 Vor- fttKrtbe. K. Dietrich, den gefallenen Kamera­den einige ehrende Worte gewidmet batte spielte Me Musikkapelle .Ich hott einen Kameraden.' 3m Anschluß an die Defallenenebrungen erfolgte Olbholung und Begrüßung der Kesselbacher Sangesbrüder, denen überaus herzlicher Empfang zuteil wurde. Öen tpoblgelungener Fackelzua. Lie­der ber beiden Vereine, die von bester Schulung der Ö fröre zeugten, eine herzliche Ansprache des 1. Vorsttzenden des Kesselbacher Brudennn-eins mit Aeöerreichung eines von feinem Vereine gestifteten Fahnennaaels. und dvrwßttiche ?*ar- btehmgen der Musikkapelle Oesterreich. Hör- genau, hielten bie Sänger und die OrtSeinwvhner recht lange beisammen Der $autotfcHiag wurde mit dem Weckrufe eröffnet. Die Steinberger Sänger kamen 100 Mann stark, uw dem Ge- Kmgrerein .Eintracht" und dessen Dirigenten, Vebrcr Sommer, einen Gegettbesuch abm>aHcn I

| OerOetekiiv des Fremdenverkehrs.

Wie ein Reisehandbuch entsteht. Inkognito durch fremde Lander. Reise- Kebatttuv, ein neuer Beruf. Oie schwarze Liste.

Von Heinrich Göhring.

Trotzdem das ersehnte Reisewetter noch immer nicht eingetragen ist. läßt sich die Reiselust der Erholungsuchenden nicht mehr eindämmen. _ Die Rerfebureaus werden von Fragenden bestürmt, und bei den Reisebriefkäften der Zeitungen türmen sich die Anfragen zu wahren Papierbergen. Richt selten werden die auskunftgebenden Beamten eines solchen Reisebureaus geradezu m ein Kreuz­verhör genommen, und wehe dem armen An­gestellten, wenn er die an ihn gestellten Fragen nicht bis ins kleinste beantworten kann. Bald tollt jemand einen mondänen Badeort genannt haben, in dem er den Trubes der Großstadt nicht allzusehr vermißt, bald sucht ein anderer einen stillen Flecken, wo er mit bescheidenen Mitteln neue Kräfte sammeln farm. Besonder gefürchtet aber sind diejenigen, die. ohne ein be­stimmtes Reiseziel im Auge zu Habern, irgend­einen Ort suchen, der allen noch so hochgespannten Ansprüchen genügt. Wieviel Aerger imd Zeit könnte der Reisende sich und anderen ersparen, wenn-er em Buch zur Hand nähme, daS eigens für ihn geschrieben worden ist: das Reisehand­buch.

Wohl die wenigsten, die einen solchen Reise­führer benutzen, ahnen, mit welcher Mühe und mit wieviel Kosten das Material zusammenge­tragen worden ist, das ein solches Buch enthalt. Ist doch s ogar durch die immer mehr zunehmenhe Verbreitung des Reiseführers ein neuer Beruf geschaffen worden: denn während sich bisher die Herausgeber eines Reisehandbuches darauf beschränkten. Berichte von ihren Korrespondenten in den verschiedenen Ländern einzufordem, sind sie seit einigen Zähren dazu übergegangen, eigene Vertreter zu entsenden. So mancher wird den Abgesandten eines Verlages glühend be­neiden, dessen Beschäftigung scheinbar nur darin besteht, in schönen Ländern umherzureisen, und dafür erhält dieser Glückspilz auch noch Gehalt und Reisespesen. Ganz so glänzend ist aber das Los eines solchen Reisevedakteurs nicht, denn er muß in den zwei bis drei Monaten, die er gewöhnlich für ein bestimmtes Land ge­braucht, angestrengt arbeiten, um seinen Ver­leger zufriedenzustellen. Richt weniger als zwölf Herren und eine Dame schickt em bekannter Reiseführer-Verlag in jedem Sommer auf einige Monate heraus, und wie emfige Dienen tragen sie ihre Erfahrungen zusammen, um sie in den Wintermonaten zu verarbeiten und dem Publikum nutzbar zu machen. Selbstverständlich dürfen diese Redaktionsvertreter keine Fahrt ins Blaue unternehmen: bevor sie ihre Reise antreten, muh ein genauer Reiseplan ausgearbeitet werden, da­mit nicht unnötige Spesen entstehen. Wenn nun der Vertreter eines scklchen Verlages in eine fremde Stadt kommt, darf er sich nicht etwa einen Führer nehmen, der ihm alle Sehens­würdigkeiten zeigt: er muh selbständig For­schungsreisen unternehmen, um vielleicht Reize feines neuen Aufenthaltortes zu entdecken, die vorher noch fein Reisehandbuch genannt hat. Ruch darf er nicht e ttoa in dem Hotel, in dem er wohnt, den Zweck seines Besuches ober seinen Beruf nennen. Bis zum Schluh seines Aufent­halts muh er streng fein Inkognito wahren, denn selbstverständlich würden die Hoteliers oder Inhaber von Pensionen dem Gast besondere Aufmerksamkeit schenken, wenn sie den Zweck seines Aufenthaltes kennen würden. Der Reisende des Verlages soll ja gerade feststellen, wie der Durchschnittsgast in bem betreffenden Hotel auf­gehoben ist. Gr darf sich auch nicht um die geringste Sehenswürdigfeit seines Aufenthalts­ortes Herumdrücken und muh gewissenhaft alle Museen, Kirchen, Bauwerke und Denkmäler be­sichtigen. Roch schwerer haben es diejenigen Reiseredakteure. die ein Gebirgsland aus suchen. Sie müssen gewissenhaft sämtliche größeren Hoch­touren erledigen und dürfen dabei auch die größten Strapazen nicht scheuen.

Selbstverständlich müssen die Redakteure, die von einem solchen Reisehandbuch-Verlag heraus­geschickt werden, über eine gewisse Vorbildung verfügen. Sie müssen neben dem Reifezeugnis einer höheren Schule gute Sprachkenntnifse be­sitzen, und die vollkommene Beherrsch una der englischen und der französischen Sprache ist das mindeste, was von ihnen verlangt wird. Da­neben müssen sie sich selbstverständlich in der Kunstgeschichte auskennen und ganz besonders müssen sie in Geographie beschlagen sein. Sollen sie doch reichhaltiges Material für die neuen Landkarten liefern, die der Verlag Herstellen läßt. Dor allem muh der Reisejournalift es verstehen, seine Eindrücke in knapper unb prä­

ziser Form zusammenzusossen. Bevor er hinaus­geschickt wirb, macht er eine längere theoretische Ausbildung m ber Redaktion durch. Welche Arbeit diese Abgesandten eines Berlages zu leisten haben, geht daraus hervor, daß in einem Ber­liner Verlag bisher nicht weniger als 211 Spe­zia lbände erschienen find. Außerdem hat man vor kurzer Zeit begonnen. Ergänzungsbände ber- ouszugeben, die über die Geologie unb bie Pflanzen- unb Tierwelt ber verschiedenen Länder berichten. Professoren der geologischen Landes- anftaiten, der botanischen Museen unb ber zoolo­gischen Institute sink) zur Mitarbeit herangezogen worben, und der Reisende, der sich eingehend über wissenschaftliche Einzelheiten seines neuen Aufent- haltvrtes informieren will, wirb in Zukunft weder ein Lexikon noch sonst irgendein dickes Werk wälzen müssen. Bisher sind derartige Sr- gänzungsbände über die bayerischen Alpen, die nvrdbayerischen Gebirge. Harz. Thüringen. Schwarzwald. Rordsee, Italien und das Riesen­gebirge erschienen. In nicht allzu ferner Zeit aber soll jedes Land seinen wissenfchoftlichen Ergänzungsband bekommen.

Das Reisehandbuch hat sich im Lause ber letzten Iahrzehnte recht wesentlich verändert. Während sich die früheren Reisehandbücher meist in schönen Wendungen über die landschaftlichen Reize des fremden Landes und der einzelnen Ortschaften ergingen, verhältnismäßig breit schilderten, inwiefern bestimmte Kunstwerke ge- eignet seien, Freude bei dem Beschauer zu er­regen oder ähnliche übers lässige Betrachtungen anstellten, geht der moderne Reiseführer den allgemeinen Beschreibungen bewußt aus dem Wege unb bemüht sich, konkrete Einzelheiten an­zugeben. Das Reisehandbuch ist sachlicher ge­worden: denn ber moderne Mensch will lerne Lobeshymnen oder Raturschwärmereien lesen, er will wissen, wo er in einem fremden Ort gut aufgehoben ist. in welchen: Lokal man am besten speist, welcher Wein in der betreffenden Gegend empfehlenswert ist, was für Sehenswurdigkeiten eine Stadt bietet und wie er am schnellsten und bequemsten zu seinem Reiseziel gelangt

Aber der Reiseführer soll den Reisenden nicht nur beraten, er übt nebenbei auch einen er­zieherischen Wert aus, der für die Bequemlich­keit ber Fremden nicht zu unterschätzen ist. Wehe der Gaststätte, die von einem solchen Reisehand­buch als nicht empfehlenswert bezeichnet wird, weil man mit ihr schlechte Erfahrungen gemacht habe: sie wird von den Reifenden im weiten Bogen umgangen, unb jedes Hotel fürchtet, durch den Reiseführer einen schlechten Ruf zu be­kommen. Besonders hat sich die Einrichtung eines Verlages bewährt, der seinem Reiseführer eine Karte beilegt, auf der die Besucher der ver­schiedenen Hotels berichten, ob sie mit ihren Gasthäusern zufrieden gewesen sind. Erst im vorigen Iafrr gingen einem Verlag mehrere empörte Zuschriften von Touristen zu. die in einem Hotel Dalmatiens übernachtet hatten. Da die Beschwerden über diese- Hotel sich dauernd wiederholten, sah der Herausgeber sich gezwun- gen, diese- Hotel in seinem RÄsesührer al- nicht empfehlenswert au bezeichnen. Der Erfolg war geradezu verblüffend, denn fchon in diesem Iafrr sind Zuschriften von sechs verschiedenen Seiten eingegangen, die fibereirrftimmenb besagen, daß die bisher gerügten Mißstände radikal beseitigt worden finb. Da in den letzten Iafrren das Publikum Länder bevorzugt, die es früher weni­ger besucht hat, so ergibt sich immer von neuem die Rotwendigkeit, neue Reiseführer herauszu­geben oder die alten neu zu bearbeiten. Im letzten Iahre machte sich besonders die Rach­frage nach Reiseführern von Dalmatien und den österreichischen Ländern, Steiermark und Kärn­ten, bemerkbar, aber auch Madeira und bie Kanarischen Inseln sind ein beliebtes Reiseziel geworden.

Besonderen Wert legen die Herausgeber von Reiseführern auf Anregungen aus dem Publi- fum; doch dürfen diese selbstverständlich nicht allzu egoistisch auSfallen. So kann man bie Wünsche derjenigen nicht erfüllen, die bie Her­ausgabe eines Spezialbande- verlangen, der un­bekannte und uninteressante Orte beschreiben soll. Der Herausgeber eines Reiseführers muß vor allem darauf bedacht sein, sein -Unternehmen einträglich zu gestalten, beim bie Kosten für die Herstellung eines solchen Buches sind in den letzten Iahren dauernd gestiegen. Der Absatz eines Reiseführers scheint aber nur dann gesichert, wenn sein Preis möglichst niedriggehalten ist.

Um 2 Uhr bewegte sich ein überaus großer Festzug durch die Ortfeit raßen. Airnähernd 40 Gastvereine folgten den Klängen der beiden Mu­sikkapellen. Auf dem Feftplatze angekommen, trug der Festverein einen von Musillefrrer Blaß. Gießen, komponierten Begrüßungschor aufs treff­lichste vor. Anschließend baran entbot der 1. Vorsitzende, K. Dietrich, in kernigen Worten ben Willkomineu-gruß Pfarrer König hielt die Festrede unb nahm die Weihe ber Fahne vor. Die Festdamen überreichten eine von den Frauen unb Jungfrauen gestiftete prächtige Fahnenschleife. Herr Becker. Kesselbach, über­brachte die herzlichsten Grüße deS Ohm-Lumda- taksängerbundes. Fortbildungfeschullehrer ® ber» l <\ Lollar, bie des Lahngausängerowrdes. Für 40 jährige treue Sängermitgliedschasl wurden sol- aenden Herren die Ehrenurkunde überreicht: Heinrich Keller II.. Förster Knöß. Karl Lind. Heinrich Rapp. Heinrich Sauer. Karl Buß. Die Gesang-vorträge der Gastvereinc boten sehr schöne Leistungen. Ein ausgezeichnet verlaufene* Fest hat ber GesangvereinEin­tracht" Larbenbach-Klein-Elck>en gefeiert, auf bas er unb bie übrige Ortseinwohnerkchatt mit Stolz zurückblicken kann.

4= Aus d e m Oberwald. 19. Juli. Eine vorzügliche Heuernte ist bi» auf den letzten Rest geborgen. Fast ganz ohne Regen ist fie beretngefommen. Denn auch die Menge hinter der Rekordernte des Vorjahres um etwa- zurück- fteht. so ist die Beschaffenheit dafür um so besser. Seit langen Iahren zum ersten Male wieder bat das nnmberbare Wetter bei ber Heuernte musterhaft geholfen. Während sich sonst die täg- lidxn Arbeiten am Heu auf viele Wochen er- diesmal in 14 Tagen alle- getan.

Solches Tempo ist fett Menschengedenken nicht mitgemacht worden. Es wäre sehr erfreulich, wenn jetzt ein auSgiebiger Regen den Hackfrüch­ten die erfefrntc Feuchtigkeit brächte, beim daS Getreide steht vorzüglich, bis auf kleine Aus­nahmen von Hafer, und Rüben und Kartoffeln versprechen ebenfalls sehr viel, wenn sie der Himmel einmal durchgreifend begießen würde.

Kreis Alsfeld.

-er. Homberg a. b. Ohm, 19. Iuli. Der geftriae Schweinema rkt war mit 273 Stück Ferkeln befahren. Der Markt war ruhig. Es waren nur wenig Käufer da unb dementsprechend die Rachfrage gering, so daß etwas Ucbcrftanb verblieb, obwohl durchschnittlich gutes und billiges Material zur Stelle war. ES kosteten 6 bis 8 Wochen alte Ferkel pro Kopf 15 biS 18 Mk. unb 10 biS 13 Wochen alte wurden mit 30 biS 38 Mk. bezahlt. Auch waren einige Stände am Krämermarkt aufgcWagen.

Starkenburg.

WSA. Darmstadt. 19. Iuli In ben gestri­gen Morgenstunden gegen 3 Ufrr wurde der 28jährige Rangierer Wilhelm Trojan auf bem Bahnhof Kranichftein beim Rangieren überfahren und schwer verletzt Kurz nach der (Sinticfertmg m daS ötabtftanlenlxru* er­lag er seinen Verletzungen.

Lvd Darmstadt. 19. Iuli Wie andere Großstädte, <o zuletzt Frankfurt erhält Darm­stadt jetzt eine moderne Pvlizeirufan- tage. durch die bai Aeberfallkoinmanbo alar­miert werben kann Auch Behörden unb Private können sich an Diese öffentliche Anlage unmittel­bar «nckchtießen. Auch ber Anschluß von elektri­

schen Grnbruchssichcrungen an die öffentliche Polizermelheonlage ist möglich.

Rheinhessen.

WSR. Mainz, 19. 3ult Auf der General­versammlung DeS Verein- für Rosenfreunde an- laßtich des Deutschen Rosenfestes in M-Glad- bacfr. Dem außer 3000 Rosenfreunden unb Rosen» finnen eine große Anzahl AuSlandmitglieder an­geboren. gelang eS Der Mainzer Ortsgruppe, mit Hilfe deS Ehrenmitgliedes Dr. Külb durchzu- fehen. daß da- 50jährige Iubiläums- rofenfest 1935 in Main» ftattimDet. Das erste Fest des Verein- fand in Geisenheim statt. Mainz wird habet ber Geburtsstätte des RofenvereinS in Geisenheim eine Huld-guna-feier Darbrrngcn

WSR. Finthen. 19. Iuli. Gestern gegen Abend sind in Finthen zwei Scheunen mit Den dazugehörigen Stallungen abgebrannt. Zuerst gmq Die Scheune des Landwirts Johann Geh. Hardt in Flammen auf. Der Brand sprang sodann auf das Anwesen deS Landwirts Pfeifer über, dessen Scheune und Stallungen-efrxnsalls nicberbronnten. Die Gefahr, daß das Feuer noch größere Ausdehnung onnejmen werde, war groß. Glücklicherweise war die Mainzer Feuerwehr rasch zur Stelle, her cs gelang, ben Brand einzu- bämmen.

Preußen.

Poli^ebJlofruf Anlage in$ranffurta J)l.

WSR. Franksur t a. M., 19. Iuli. Bon heute ab hat unsere Stabt eine sogenannte Po - lizei-Rvtrus-Anlage. bie bereits in mehreren anher en Stabten eingeführt ist. Sie bient bazu, bei Einbruch ober AleberfaU ohne Vermittlung ber Telephonzentrale auf schnell­stem Wage baS Ueberfallkvmmanbo di­rekt zu alarmieren.

Es finb int wesentlichen drei Arten von Mel­bern zu unterscheiben, nämlich Privathauptmel- her. Raumschutzanlagen unb öffentliche Melber. Der erste ist ein einer Rotoremse ähnlicher Apparat mit Hanbgrisf. Ein einfacher Zug ge­nügt. um baS Ueberfallfommanbo zu benachrich­tigen: henn svbalb ber Griff gezogen wirb, schreibt auf ber Polizei zentrale ein Typenschrei­ber automatisch eine Rümmer auf, unb in einem BerzeichniS kann bann nachgeseheu werden, wo bic Gefahr besteht. Während allo bei diesem Apparat eine Person anwesend sein muh, die den Apparat betätigt, ist die- bei Der Raum­schutzanlage nicht Der Fall. Diese wirk» unauf­fällig an Türen, Fenstern, unter Der Treppe oder sonstwo angebracht. tmD bei Berührung kommt Der Ruf auf her Poltzeistation auto­matisch an. Diese beiben Apparate sinh für Wohnungen, Geschäftshäuser unb Billen geeig­net. Der britte Melder wird auf ber Straßo angebracht und für ben "Verkehr zwischen Polizeistreifen unb -posten mit bem zuständigen Revier bestimmt, um im Rotfalle Hilfe herbei» rufen zu körnten. Sin besonderer Vorteil dieser Apparate ist, daß bei her Zerstörung ber Drähte oder bes Apparates dies automatisch bei her Polizeistation angezeigt wirb unb baS Tele­phonieren m Wegfall kommt.

Elektrische Signaleinnchtung für Verkehrsregelung.

WSR. Wetzlar. 19. Iuli. Die Stabt Wetzlar ist infolge ihrer unübersichtlichen, in bem alter­tümlichen Eharakter der Stadt liegenden Straßen- verhaltnisse zu ganz besonderen Vorsichtsmaß­nahmen gezwungen. Der Reich-verband ber Be­rufskraftfahrer trat führend auf in her Forde­rung nach elektrischer Verkehrssiche- rung. Eine solche Einrichtung, die zentral vom Verkchrsmittelpunkt. dem Eisenmarkt, von dem Verkehrsposten bedient wird, ist gestern in Betrieb genommen worden. Dadurch ist es möglich, mehrere Straßenzüge, die durch ihre besondere Lage nicht als Einbahn­straßen befahren werden können, gcgebenenfallS zu blockieren und zeitweilig für ben Ein­bahnverkehr cinzurichten Diele Anfälle in her letzten Zeit find auf daS Fehlen dieser Einrich­tung zurückzuführen gewesen.

Kreis Wetzlar.

H Wetzlar, 19. Juli. Die Aufschluß- arbeiten an der Ruine Kalsmunt sind wie­der auf genommen worden. Zur Zeit find Er­werbslose damit beschäftigt, einen neuen, weit kürzeren Fahrweg bis an ben Fuß de- Derges anzulegen, wozu das Material aus bem Abraum der früher hort oben betriebenen Gru­ben gewonnen wird. Auch mit bem Bau einer Wasserleitung nach dem Turm ist bet Air- fang gemacht, so daß wohl auch her Beginn bes neben bem Turm vorgesehenen Rest aura - tionSbaues demnächst zu erwarten ist. Die vor einigen Wochen durch em Schadenfeuer zum Teil zerstörte große Lahnmüble wird zur Zeit wieder aufgebaut. Hierbei wird bie Mühle auch noch eine erhebliche Ver­größerung erfahren, so daß sie nach ihrer Fertigstellung zu einer her größten deS Lobn- tales gerechnet werden kann.

Kirche und Schule.

O Schotten, 18. Iuli. Hier tagte heute unter dem Vorsitz von Dekan D o l p (Laubach) die 4. diesjährige Konferenz der Geistlichen des Evangelischen Dekanat- Schot­ten. welche mit Schriftlesung unb Gebet Durch HofpreDigcr W i D m a nn (Gedern) eröffnet wurde. Rachdem Dekan Volp dem zum zweiten Pfarrer in Groß-Gerau ernannten Psarrver- walter Illert lSellnrod) freundliche AbschiedS- trorte gewidmet hatte, hielt Pfarrer Erull (Alfa) den zweiten Teil seine- Vortrag- über Kirchliche Sitten unb Ordnungen", der eine lebhafte Aufesprache zur Folge hotte. Sodann wurde mitgeteilt, daß demnächst Durch den Super­intendenten her Provinz Oberhessen Oberkirchen­rat Wagner (Gießen) eine Dekanatsvisitation ftattfinberx werbe, wobei Pfarrer Fritsch (Her- chenhain) ein Referat über ben Konfirmanden­unterricht erstatten werde. Beschloßen wurde, anr 8. August in Bod-Sal-Hausen eine Konferenz ber Pfarrfamilien deS Dekanats au veranstalten. Zum Schluß wurden die klrchenbehördlichen Verfügun­gen befanntgegeben.

Amtsgericht Gieße».

Dießen, 17. Iuli. Ein Landstreicher, der schon elimal wegen Betteln« vorbestraft ist, wurde erneut von der Polizei beim Betteln betroffen. Der au- her Antersnchung-Haft vor geführte An­geklagte war geständig. Da er nicht ganz gesund