Einzelbild herunterladen

Mr

durch bedingt. Cs soll daher angeregt werden, einen Teil der Lichtleitung, wie an anderen Stellen vorgesehen, auch im Vogelsberg durch Kabelleitung zu ersetzen, damit eine dauernde Stromversorgung gewähr- lei st e t ist. Schwere Bedenken bestehen auch hin­sichtlich des für die Kraftbetriebe und die Klein- motorc' angesetzten Stromtarifs.

Oberheffen.

Landkreis Gietzerr.

Klein-Linden, 19. März. Der hiesige Spar- und D a r l e h n s k a s s e n v e r e i n Raiffeisen e. G. m. u. H. hielt am Samstag­abend seine diesjährige ordentliche Mit­gliederversammlung in der Gastwirtschaft »Zur Burg" ab. Der Direktor des Vereins, Karl Lotz, leitete die zahlreich besuchte Versammlung. Der Vereinsrechner Hch. L u h gab die Bilanz für das Geschäftsjahr 1927 bekannt. Er erläuterte zunächst die Aktiva- und Pafsivakonten der Bi­lanz und die Soll- und Habenkonten der Umsatz­bilanz. 3m verflossenen Geschäftsjahr erhöhten sich die Spareinlagen um nahezu 100 Pro­zent. Demgemäß erhöhte sich auch das Darlehns­konto in gleicher Höhe. Der Gewinn betrug 5720,30 Mk. und wurde wie folgt verteilt: 220,30 Mark wurden dem Reservefonds, 1300 Mt. dem BetriebSrücklagenfonds und 4200 Mk. dem Konto für Waren - Rückvergütung gutgeschrieben. Die in der älmsatzbilanz vorgesehenen Konten wiesen im Soll und Haben den Gesamtbetrag von 461 040,98 Mk. auf. Der Redner gab dann noch bekannt, daß sich der Verein am 11. Mai 1923 mit 15 Mitgliedern gegründet und heute die Zahl von 230 Mitglieder erreicht habe. 3m ab­gelaufenen Geschäftsjahr seien 37 Mitglieder hin- zugekommen. Für Spareinlagen wurden im ver­gangenen 3ahre 7 Prozent und für Darlehen bei Bürgschaft und Hypothek 9 Prozent berechnet. 35 Sparkonten wurden 1927 neu errichtet. Die Gesamtzahl der am 3ahresschluß bestandenen Spargelderkonten betrug 164, die Zahl der Dar­lehnsnehmer 93. An Umsatzsteuer hat der Ver­ein im verflossenen Geschäftsjahr 536,70 Mk. bezahlt. Der Gesamtwarenumsatz betrug 89 556,39 Mk., ein Mehr gegenüber dem Vor­jahr von etwa 10 000 Mk. Von dem Gewinn im Geschäftsjahr 1926 hat der Verein 100 Mk. für das zu errichtende Kriegerdenkmal bewilligt. Die sahungsgemäh ausscheidenden Aufsichtsratsmit­glieder K. H o ck und Phil. Deibel wurden ein­stimmig wiedergewählt. Zu der in Aussicht ge­nommenen Veränderung des Warengeschäfts­lokals waren sechs Häuser zum Verkauf und zwei zur Verpachtung angeboten. Rach langer Aus­sprache kamen zwei Anträge aus den Reihen der Mitglieder auf. Der erste Antrag lautete:Der Vorstand und Aufsichtsrat wolle nochmals Er­hebungen wegen Ankaufs einer geeigneten Hof- reite anstellen und g. F. ein« weitere Mitglieder­versammlung einberusen." Der zweite Antrag: Den Vorstand und Aufsichtsrat zu ermächtgen, ein geeignetes Geschäftshaus, das sich mit etwa erforderlichen Um- oder Anbaukosten auf nicht mehr als 13 000 Mk. stellen dürfe, käuflich zu erwerben." Der erste Antrag wurde an­genommen. Die Verwaltungsorgane werden jetzt weitere Schritte unternehmen, und man hofft, daß noch in diesem 3ohre die unzulänglichen Lokal- verhältnisse durch Gewinnung eines in jeder Hin­sicht der Reuzeit entsprechenden Verkaufsraumes beseitigt werden.

y. Allendorf (Lahn), 18. März. Heute wurde der seither in Herbstein tätige und von der Kirchenregierung für die hiesige Pfarrstelle ernannte Pfarrer Becker von Dekan G u ß - mann vor zahlreich versammelter Gemeinde feierlich in seinen neuen Dienst eingeführt. Der Gottesdienst empfing eine besondere Wei^r durch zwei, von dem hiesigen Kirchenchor und der ersten Schülerklasse vorg t eigenen Gesänge. Beide standen unter der Leitung von Lehrer K'immel, der auch den sehr pass^iden Te^t für diese Feier gedichtet hatte.

X Allendorf (Lahn), 19.März. Der bei der Feldbereinigung an die Gemeinde zugewiesene Sportplatz wird jetzt durch den Bauunternehmer Möglich seinem Zweck entsprechend hergerichtet. Durch die ungünstige Lage auf sehr abschüssigem Ge­lände sind sehr erhebliche Erdbewegungsarbeiten er­forderlich, da Höhenunterschiede bis zu zwei Meter auszugleicben sind. Zur Vermeidung von Unfällen durch Absturz aus einer Höhe von diesem Ausmaß mutz bei der Fertigstellung teilweise eine feste Ein­friedigung beraestellt werden Der Gemeinde er­wachsen burch die Anlage des Platzes nicht unerheb­liche Kosten. Nachdem vor einigen Jahren fast die gesamte Schafherde an Räude eingegangen war, hat die Herde jetzt wieder einen großen Bestand erreicht.

() Lang-Göns, 19. März. Während bei der letzten Versteigerung in dem Hardt- Wäldchen die Preise für Brennholz ziem­lich auf normaler Höhe blieben, stiegen sie bei der Donnerstagversteigerung in dem Distrikt Heide ganz gewaltig. Hierzu waren auch aus­wärtige Liebhaber zahlreich erschienen. Es koste­ten im Durchschnitt (von Ausnahmen abge­sehen) Buchenscheit 40 bis 44 Mk., Duchenknüppel 30 bis 35 Mk., Eichenknüppel 28 bis 32 Mk. Be­sonders teuer waren Kiefernknüppel, von Hochel- heimern gern gekauft, weil sich daraus Käse­bretter schneiden lassen, 30 bis 38 Mk. (Alles je 2 Raummeter.) Buchenwellen 18 bis 20 Mk., Tannen» und Kiefernwellen 8 bis 10 Mk. je 50 Stück. Kiefernstocke (2 Raummeter) 10 bis 18 Mark.

Burkhardsfelden, 19.März. Der hie­sige GesangvereinGermania" veran­staltete am Samstag einen gut besuchten F a - milienabenö. Rach der Begrüßungsansprache des Vorsitzenden Heinrich Albach wurden zwei Theaterstücke vortrefflich aufgeführt. Meh- rere Chöre der Sänger unter Leitung des Ehren­chormeisters Hch. R i c o l a i - Großen-Buseck fan­den verdientermaßen reichen Beifall, ebenso die instrumentalen Darbietungen der MusikkapeUe Hch. Ricolai. Ein gemütliches Beisammensein mit allerlei hübscher Kurzweil bildete den Ausklanq des Abends.

: Beuern, 19. März. 3n den Ergebnissen der in voriger Woche hier abaehaltenen V e r - ft eigerungen von Ackerland sviegeln sich die derzeitigen trostlosen wirtschaftlichen Ver­hältnisse der Landwirtschaft mit erschreckender Deutlichkeit wider. Während in früheren Jah­ren in unserer großen Gemeinde eine starke Rachfrage nach Land vorhanden war und bei Versteigerungen und Verpachtungen viele Stücke sehr oft über den eigentlichen Wert hinaus be­zahlt wurden, hat sich jetzt ein starter Rückschlag bemerkbar gemacht. So hielt es vielfach schwer.

Aecker 2. und 3. Qualität überhaupt an den Mann zu bringen, während 1. Qualität mit 900 bis 1200 Mk. pro Morgen bezahlt wurden. Bei den jetzigen Verpachtungen war die Rach- frage noch schlechter, besonders bei den geringeren Qualitäten. Der durchschnittliche Pachtpreis be­trug 25 bis 30 Mk. pro Morgen. Bei der im hiesigen Gemeindewald abglhaltenen Brenn- holzversteigerung wurde.: wiederum recht ansehnliche Preise erzielt. Cs kosteten: Buchen­scheiter 32 bis 34 Mk., Buchenmüh'.>el 26 bis 28,5J Mk., Buchenstöcke 14 bis 16 Mk. je zwei Raummeter: Buchenrcisig wurde mit 3 bis 4 Mk. je Raummeter bezahlt.

wn. Weickartshain, 19. März. Die G e - w e r k s ch a f t ,L u s e Ilsdorf", die mit ihrer Wasch- und Verladeoorrichtung in dem Nachbardorf Stockhausen eingerichtet ist, hat am 17. d. M. ihren Bergwerksbetrieb eingestellt und die Arbeiter entlassen. Die Gründe hierzu sind mangelnder Abgang der gewaschenen Erze. Die in den letzten zwei Monaten geförderten Erze befinden sich noch auf Lager.

ri. Nie der-Bessingen, 19. März. Der Frauenchor Lich veranstaltete gestern nachmit­tag hier eine musikalischeFeier stunde, die um so dankbarere Zuhörer fand, da ein derartiges Konzert seit Menschengedenken in unserem Ort nicht stattgefunden hatte. Die dargebotenen Stücke waren in jeder Weise dazu geeignet, es der zahlreich erschie­nenen Zuhörerschaft zum Bewußtsein zu bringen, welche Schätze unsere geistliche Musik besitzt. Außer den Chören kam ein Altsolo der Leiterin des Chores Fräulein Marie Jäger, Diolinvorträge von Leh­rer F r i e ß aus Burkhards und Orgelvorträge unse­res hiesigen Organisten Lehrer Kreis zum Dor- trag. Die Meister der Musik, Beethoven, Mendels­sohn. Händel, Bach und Gluck kamen unter anderen Meistern der Kirchenmusik zu Wort.

I Hungen, 19. März. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 384 Ferkel zum Ver­kauf aufgetrieben. Trotz zahlreichen Käuferbefuches war der Handel nur mittelmäßig. Es verblieb Ueber- stand. Es kosteten Ferkel bis 7 Wochen alt 20 bis 25 Mk., von 7 bis 9 Wochen 25 bis 30 Mk., von 9 bis 12 Wochen 30 bis 38 Mk. je Stück. Auf dem Krämermarkt war der Verkehr sehr mäßig.

* Hungen, 19. März. Oberbahnhofsoor- fteher i. R. Göbel, eine in weiten Kreisen bekannte Persönlichkeit, wurde am Freitag im Alter von 77 Jahren hier zur letzt en Ruhe bestattet. Der Entschlafene stammte von hier und war früher lange Jahre als Bahnhofsvorsteher in Nidda, dann als Oberbahnhofsoorsteher in Betzdorf, Wetzlar und zu­letzt in Homburg o. d. H. tätig. Ein großes Trauer- gefolge, besonders aus Reichsbahnbeamten, gab ihm das letzte Geleit.

Kreis Friedberg.

2l Bad-Rauheim, 19. März. Unter dem Vorsitz von Rechtsanwalt und Rotor Stahl hielt die Bad-Rauheimer Dolksbank am Samstag ihre 94. ordentliche Generalversamm­lung ab. 3n seiner Eröffnungsansprache schilderte der Vorsitzende die Entwicklung der Genossen­schaft in der letzten Zeit im Vergleich mit den Dorkriegsjahren und kam dabei zu dem Ergebnis, daß die fremden Gelder die Zahlen von 1913 schon überschritten haben, dagegen das eigene Vermögen den Vorkriegsstand noch nicht erreichen konnte. Die Verwaltung habe also allen Grund, daraus hinzuwirken, daß Geschäftsanteil und Re­serven weiter gestärkt würden. Dem vom Vor­standsmitglied Habermehl erstatteten Ge­schäftsbericht für 1 92 7 war zu entneh­men: Die Mitgliederzahl der Genossenschaft ist von 803 auf 821 gestiegen. Der Gesamtumsatz be­trug rund 91 Mitt. Mark: er ist gegen das Vor­jahr um mehr als 26 Mill. Mark gestiegen. Die Bilanzsumme beträgt in Aktiva und Passiva 3 372 754,51 Mark und hat damit die Bilanz­summe von 1913 wesentlich überschritten. Gegen das 3ahr 1926 beträgt die Erhöhung nahezu 1 Mill. Mark. Der Reingewinn ist mit 51 379,51 Mark ausgewiesen: im Verhältnis zu dem Umfang des Geschäfts ist dieses Gewinn­ergebnis nicht bedeutend, was sich aus der Grundeinstellung der Verwaltung erklärt, nicht große Gewinne zu erzielen, sondern die Mit­glieder so billig tobe möglich zu bedienen. Be­schlossen wurde, daß 10 Proz. Dividende auf die Geschäftsanteile zur Ausschüttung gelan­gen. lieber den K lei n sp a r v e r ke h r berich­tete Vorstandsmitglied Stamm. Wenn dieser Geschäftszweig auch nicht besonders lohnend ist, so schenkt ihm die Genossenschaft aus ideellen Gründen aber doch ihre volle Aufmerksamkeit. Es sei auch gelungen, bei der Jugend den S p a r s i n n weiter zu wecken, dank vor allem auch der von den Schulen gewährten Unter­stützung. Die Dolksbank hat in 1924 die Ge­schäftsanteile bereits mit 5 Proz. aufgetoertet, die Spareinlagen in 1927 vorläufig mit 5 Proz. Die Verwaltung der Genossenschaft schlug nun zur endgültigen Abgeltung der alten Spareinlagen und alten Geschältsgutbaben eine weitereAuf- Wertung von 5 Proz. vor, die sofort aus­zuschütten sei. Der Antrag wurde einstimmig angenommen. Die Aufwertungsbeträge wer­den zum 1. April zur Verfügung gestellt. Die erste Aufwertungsrate im Vorjahre erforderte 70 829.70 Mark, die dem allgemeinen Aufwer­tungsfonds entnommen worden sind. Insgesamt muß die Genossenschaft für die Aufwertung rund 180 000 Mark zur Verfügung stellen. Roch der Tagesordnung nahm Bürgermeister Dr. Ahl dos Wort. Cr unterzog den Geschäfts­bericht einer Besprechung und mußte unter be­sonderer Anerkennung feststellen, daß die Volks­bank als gemeinnützig bezeichnet werden müsse.

Kreis Büdingen.

Ridda, 19. März. Samstagnachmittag stieß in unserer Stadt ein Gießener Auto, das durch die Schillerstrahe fuhr, mit demjenigen eines hiesigen Arztes, der aus der Mühlstrahe kam, an der Straßenecke zusammen. Glücklicherweise erlitt keiner der beiden Fahrer Verletzungen. Rur das Auto aus Gießen wurde beschädigt. - Der Friseurgehilse W. dahier, der in der Rächt zum Aschermittwoch auf dem Heimweg von einer Fastnachtseier bei einem Streit auf der Straße bedeutende Stichwunden erlitt, ist bis jetzt noch nicht wieder hergestellt. 2n der letzten Zeit hatte sich sein Zustand so verschlimmert, daß er in die Klinik nach Gießen überführt werden mußte. 3n einer Wunde soll noch eine abgebrochene Messerspitze stecken. Als Täter wird ein Monteur aus Dießen bezeichnet, der hier für eine auswärtige Firma Arbeiten im Realschul­neubau ausführte. - Die Landkranken­kaffe für den Kreis Büdingen. Sitz in Ridda, war bisher in einem von der Riddaer Dank gemieteten Hause im Hohanniterhof unter-

gebracht. Run hat die Krankenkasse dieses Haus von der Bank käuflich erworben. Der Kauf­preis beträgt 16 000 Mark.

Kreis Schotten.

Laubach, 19. März. Bei der gestern statt- gehabten Wahl des Beigeordneten erhiett Staufmann Emmelius 244 Stimmen, Landwirt Wilhelm Pitz II. 226, Metzger meister Adolf Reidt 118 Stimmen. Somit Stichwahl zwischen Emme lius und Pitz.

§ Ulrichstein, 18. März. Heute nachnrittag wurde unser Städtchen abermals durch Alarm­signale in Unruhe versetzt. Die Feuerwehr wurde alarmiert, um einen aus bisher noch nicht aufge­klärter Ursache in der Nähe der sog. Fallfichten ent­standenen Brand zu löschen. Als die Wehr er­schien, brannte ein größeres Stück ausge - trocknetes Wiesenland, wodurch auch das genannte, nach Rebgeshain zu gelegene Fichtengehölz in Gefahr kam. Zum Glück stand der Wind günstig, so daß das Feuer in kurzer Zeit eingedämmt war, ohne daß größerer Schaden entstand. Bei dem schweren Wintergewitter im Februar war eine ganze Anzahl der großen Fichten an der Ohm- straße gestürzt, und e? zeigte sich, daß sie innen stark angefault waren. Runmehr sind sämtliche Stämme auf ihre Festigkeit geprüft worden, und zahlreiche Bäume, bis hinauf zum Oberwald, wurden In den letzten Tagen gefällt, um ähn­lichen Gefahren in Zukunft vorzubeugen. Das Landschaftsbild erleidet durch diese Lichtung der schönen Fichtenallee eine erhebliche Veränderung.

Starkenburg.

WEN. Darmstadt, 19. März. In der Rhein- straße wurde in der Nacht zum Montag in ein Optikergeschäft eingebrochen. Es wurden 84 Opern- und 13 Prismengläser ver­schiedener Marken, 244 Doubls-Brillenfassungen, 50 verglaste Brillen und Zwicker und zwei gotbene Brillen entwendet.

WSN. Rüsselsheim, 19 März. Bei der gestrigen Bürgermei st erwähl in der Opel- siadt Rüsselsheim wurde der Kandidat der bürger­lichen Parteien, Bürgermeister Müller, mit einem Stimmenüberschuß von 49 Proz. gegenüber dem Kandidaten der anderen Parteien wiederge­wählt. Bei der letzten Lürgermeistcrwahl erzielten die bürgerlichen Parteien nur eine knappe Mehr­heit von 7 Prozent. Die Wahlbeteiligung betrug 80 Prozent.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

i Wetzlar, 19. März. In Ausführung eines im letzten Sommer gefaßten Stadtoerordnetenbeschluffe» läßt die Stadtverwaltung zur Zeit das Gebiet des alten Kalsmuntes, des Wahrzeichens der Stadt, durch eine größere Zahl Erwerbsloser neu Herrichten. Die Zugangswege auf den Berg wer­den erweitert und gangbar gemacht, neue Wege an­gelegt und besonders auf dem Plateau mancherlei Verbesserungen durchgcführt. Bei den Erdbewegun­gen daselbst hat man schon manche Reste alten Mauerwerks freiaelegt, so daß nach und nach dem Beschauer auch die Umrisse der einstigen Burg mehr zu Gesicht kommen. Die alten Schwarz- domhecken, die sich im Laufe der Zeit da oben ge­bildet hatten, sind zum Teil niedergemacht. Das hier­durch freigelegte Gelände gestattet nunmehr eine vor­zügliche Aussicht auf die Stadt selbst. Die Fertigstel­lung der Arbeiten hofft man im Laufe des Früh­jahrs durchzuführen.

XX Kinzenbach, 19. März. Sowohl die jüngsten Verpachtungen als auch die jeweilig damit verbundenen Güterver st eigerungen haben zur Genüge bewiesen, daß hier der L a n d- hunger trotz der geringen Gröhe der Feldmark S: e ft 1111 ist. Gar mancher kleine Bauersmann ann eben bei der traurigen Lage se'ner Wirt­schaft gar nicht daran denken, Ländereien käuflich ^u erwerben, und der Arbeiter kann auS bem früher so begehrten Pachtacker nichts heraus- wirtschaften. Rur äußerst gutes und günstig ge- gelegenes Ackerland wird stark umworben, wie man bei einer Versteigerung am Samstag wahr- nehmen konnte. Ein tn der Bahnhofstraße, in­mitten der Häuserreihe, gelegener Ackerstreifen mit Vorgärtchen und etwa einem Dutzend im Vor­jahr angepflanzten jungen Obstbäumen, der sich trotz seiner Größe (15 Ar) kaum als Bauplatz eignet, wurde zum Preise von 2100 Mk. verkauft.

XX Krofdorf, 19. März. Der älteste Wagen der K r a f t p o st li n i e Krof­dorf G i e ß e n ist in diesen Tagen außer D i e n st gestellt worden. Trotzdem bei der günsti­gen Witterung viele junge Leute wieder daS Fahrrad benutzen, um zu ihrer Arbeitsstätte zu gelangen, ist der neue größere Wagen, der seit vorigem Sommer läuft, früh 7 Uhr morgens zum Erdrücken voN.

Schach-Ecke.

Bearbeitet von W Orbach.

Alle für die Redaklion bestimmten Mitteilun­gen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schach­redaktion desGießener Anzeigers".

Problem Nr. 153.

Bon G. Chocholous, Prag.

Weih zieht und seht in zwei Zügen matt. Weih: 6 Steine. Kc3; Dd2; Sd8, h6; Bc4, g5 Schwarz: 6 Steine. Ke5; Sg7; Bc5, c7, e7, h5.

a

g

h

n

6

5

8

?

4

3

Weih.

Schwarz, decke

a b

Partie Nr. 99.

Die nachstehende Partie, welche im eben be­endeten Meisterturnier dec WienerHakoah" ge­spielt wurde, geben wir wegen ihrer Länge ohne Bemerkungen.

Sizilianisch.

Weiß: Prof. Decker.

Schwarz: Dr. Tartakowe.

1. e2-e4

4. Sgl-e2 5. c2-c3 6. h2-h3

7. Sbl-a3 8. d2-d4 9. Lcl-g5 10. Lg5xr6 II. d4xc5 12. Sa3 - c4 13. g3-g4 14 Se2-g3 15. Ddl-f3 16. Sc4-e3 17. Se3-d5 18. Lg2-fl 19. 0-0 0 20. Lfl -b5 21. Sg3-f5 22. h3-h4 23. Lb5-a4 24. La4-c2 25. Tdl-gl 26. Sf5-e3 27 Df3-e2 28. f2-f4

29. 84-85

30. Tgl-g2

31. g5> f6

32. Tbl-gl

33. De2xg2

34. Dg2xf3

35. Se3xc4

36 e4-e5!

37. Df3 e4

38. Lc2xd3

39. Tgl -g7

40. f6xe7-p

41. De4xrd3

42. Dd3xa6

1 c7 c5

2. d7

3. Sb8-c6

4. Lc8-d7

5. Dd8-c8 6. e7e5

7. Sg8-f6

8. Lt8-e7 9 h7-h6?

10. g7xf6

11. d6xc5

12. 0-0

13. Kg8-h7

14. If8-d8?

15. Td8g8

16 Tg8-g6

17 Ld7-e6 18. Dc8 -118

19. Ta8 - d8

20. Td8-d7

21 Le/-d8

22 a7-L6

23. b7 - b5

24. Sc6-a5

25. Dh8-f8

26. Df8-h8

27. Tg6-g8

28. i>h8-g7

29. Kh7-h8 30. e5xf4

31. Dg7-f8

32 Tg8xg2 33 t4-t3

34. Sa5-c4

35 b5xc4

36. Pd7xd5

37. Td5-d3

38. c4xd3

39 D18xg7

40. Kh8xg7

41. Ld8xh4

42. h6-h5

Lösung deS Problems Dr. 150.

43. Da6-e2

44. Kcl -c2

43 Lh4-g5+

44. H5-H4

45 a2-a4

45. c5-c4

46. Kc2-bl

46. h4-h3

47. De2-f3

47 Lg5-d8

48. Df3-f4

48 Kg7-f8

49. Df4-e4

49 Ld8-c7

50. a4-a5

50 h3-h2

51. De4-a8+

51. Kf8-e7

52. a5-a6

52. Lc7-b6

53. Da8-b74-

53. Ke7-f8

54. Kbl-a2

54. Lb6-gl

55. Db7-g2

55. Kf8-e7

56. ab-al

56. Lglxa7

57. Dg2xh2

57. U7-c5

58. Dh2-hl

53. Ke7-f8

59. Dhl-h8+

59 Kf8-e7

60. Dh8 - a8

60. Ke7-d7

61. Da8-b74-

61. Kd7~d8

62. Db7b8-f-

62. Lf6-c8

63. e5 - e6!!

63. f7xe6

64. Db8-b5

64. Lc5-d6

65. Db5xc4

65. e6-e5

66. b2-b4

66 Lc8-b7

67. Dc4 e6

67. Kd8-c7

68. Ka2-b3

68 Lb7-c8

69 De6-f7+

69. Kc7-b8

70. c3-c4

70 Ld6-c7

71. Df7-e7

71. Lc8-b7

72. b4-b5

72. e5-c4

73. c4-c5

73. Lb7-d5-f-

74. Kb3-b4

74 Kb8-c8

75. De7-e84-

75 Lc7-d8

76. c5-c6

76. Kc8-c7

77 De8-d7

77. Kc7-b8

78. Dd7-b7 matt.

Dou Viktor MieseS.

1. Da6-al!, Tb2 beliebig. 2. e5-e6 matt.

1. ..., e7xf6. 2. e5-e6 matt

1. .Kf5-e6 oder Sh8-g6. 2. Lh5g4 matt.

1.....s7 ed. 2. Dal -fl matt

Richtige Lösungen zum Problem Ar. 147: C. Kammerer, F. Koch. V. Loos, L. Herbert (Schüler) hier: stuck. G. W. v. Schweinichen. Marburg: zu Rr. 148: C. Kammerer, V. Loos, hier: zu Rr. 149: E. Kammerer, hier: H. Ranz, äletzhausen: O. Schäer, Schlitz: zu den Endspielen Rr. 50 und 51: H. Ranz, älehhausen.

*

Schachbriefkasten.

H. R., Aetzhausen: Besten Dank für Ohre Sen­dung.

Die Narrenkappe.

Splitter und Sparren vom AedaktioaSttsch.

Die Fuhrpaikkolonne in Afrika.

3n der »Lägt Rundschau" lieft man folgende merkwürdige Geschichte:

Damals, nach Südwest, bei Beginn des Herero-Aufstandes, wurde eine Fuhrparkkolonne von Deutschland herübergeschickt, das heißt, es kamen natürlich nur die Mannschaften. Bespan­nung und Wagenmaterial wurden dem Lande entnommen. Raturgemäß hatten die Leute anfangs keine Ahnung vom »Trecken".

Also da sollten sie einen schweren Frachtwagen nebst einer Rinderherde von Zakalswater nach Otjimbingue bringen.

Dums! Der Wagen sah im Sande fest.

»Spannt maln paar Ochsen vor!" sagte der Leutnant der die Kolonne kommandierte.

Das geschah. Doch der Wagen rührte sich nicht.

»Roch 'n paar Ochsen!"

Der gleiche Miherfolg.

»Ra. denn noch 'n paar Ochsen! Immer noch 'n paar Ochsen!"

Rach einigen Stunden- kam von vorn einer ge­ritten:

»Herr Leutnant die vordersten Ochsen sind jetzt in Otjimbingue und der Wagen steckt immer noch in Iakalswater." P. v. Z.

im

eiert® * all* L aefte®? hat. : d« so« auf

K * schlossen- ich s°da"' anwal! ist des Dunst die und M dre'Mdlge Mth lvege b w Dock. Sem stochen Hao vor. und ; Das G-n- zurück. folgendes

Der 2li Tode d< Urteil ge>

A

* Sieh stank flefd Empfang schwiegen, zugebcn. und gleichze.' er habe kt nicht geglw öfters Erv Pesiimmuw feder Erwe der Angesti vähreno ei ihm 62 A gezahlt. < tarn, wollt' R'mb sei ( geboren w enthalt i\ 1926 habe Daraufhin je S Mk. Hersseld vernichtet. 1922 habe hören lassc wegen des genommen mals aner Notizbuch! Tagen ein Diese Dem stift in 6i schrieben, Dleistist gi erteilen d worden zn Dem Angi rungen te aleichsa'lr der zwei gefäng drei Tc eines äh Hauptverk trugssall' 8inrichtun beutetet g, stedit fom

Ein jun, öuhältc drei Mi

Zwei Kc geschast g< deiterverkl

lieber vk

uMrn£

Zur OttSsa Gierst, N Öni "ung, des «eyes in "ebergany Wildjen vom 9. A und der $ b'ersteuer Seite 238 verordnet« «embet lg verbürgt «nb mit m*jjnne ?r. M. d 'S»» k, Nachtrag t 3m § i &"9 ei ®,e6en wii ..-Der ß; 'e Bierst m°^eh?9

Z) S'eick äs*