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Fortschreitende Entlastung der Reichsbanl.
Der Ausweis der Reichsbank vom 14. Januar zeigt eine weitere erheb- liehe Entlastung der Reichsbank, die sich in der Abnahme des Wechselbestandes um etwas über 300 Mill. Mk.. der Abnahme des Umlaufs an Reichsbanknoten um 243 und der Abnahme des Umlauf an Rentenbankscheinen um 34,9 Mill. Mk. kennzeichnet. Mit dieser Entspannung ist die Ueberbeanspruchung der Reichsbank zum Jahresultimo als überwunden zu betrachten, die Gesamtentspannung in den beiden ersten Januarwochen geht mit 719 Will. Mk. sogar erheblich über die Gesamtbelastung vom Jahresultimo 1927 mit 624 Mill. Mk. hinaus. Was die Frage der Diskontermähigung anbelangt, so läßt jedenfalls der neueste Reichsbankausweis die Frage einer Diskontänderung noch immer offen. Allerdings muh bei der gegenwärtigen Betrachtung der Gesamtlage am Geldmarkt, die für die Entscheidung der Reichsbank ausschlaggebend ist, berücksichtigt werden, dah am deutschen Geldmarkt seit Ende voriger Woche Anzeichen aufgetreten sind, die immerhin auf eine gewisse Abnahme der überraschend grohen Geldfülle zu Beginn des Monats Januar hindeuten. Der Privatdiskont ist in dieser Woche bereits zweimal wieder erhöht worden, und diese Maßnahme ist vornehmlich auf die Zurückhaltung der Käufer für Privatdiskonte zurückzusüh.en. Ob wirklich die Tendenz der letzten Tage einen Umschwung am Geldmarkt herbeisühren und damit bewiesen wird, dah die flüssige Entwicklung zu Beginn des Januar keine struktuelle Veränderung der Lage des Geldmarktes war, ist vorerst noch zweifelhaft, denn die Ursachen, die zu der erneuten Verschiebung der Geldmarktlage geführt haben, sind nicht zuverlässig festzustellen. Auffällig ist, dah sich die Versteifung des Geldmarktes nicht infolge stärkeren Angebots an Wechseln vollzogen hat. Es könnte demnach absichtlich seitens der Grobbanken eine gewisse Zurückhaltung geübt werden und durch diese die leichte Anspannung hervorgerufen sein. Vielleicht spielen hierbei Vorbereitungen für den Ultimo und die Rücksichtnahme auf die Sätze für Reportgelder, deren Senkung in Anbetracht der geringeren Verdienstspanne nicht im Interesse der Banken liegt, eine Rolle.
Oie deutsch-schweizerischen Handelsbeziehungen.
2m Jahre 1927 nahm Deutsch and wieder, wie vor dem Kriege, im Außenhandel der Schweiz als Lieferant und als Abnehmer die erste Stelle ein. Offenbar hat sich der Handelsvertrag zwischen den beiden Landern günstig ausgewirkt. Die schweizerische Ausfuhr nach Deutschland erhöhte sich gegenüber dem Vorjahre von 266,7 auf 397,9 Millionen Schweizer Franken, die Einfuhr aus Deutschland ist von 465 auf 541,7 Millionen Schweizer Franken gestiegen. Im Verkehr mit Frankreich machte sich ein Rückgang des Imports um 23 Millionen und des Exports um 19 Millionen Schweizer Franken bemerkbar. Einer Einfuhr von 774,7 Millionen Franken stehl nur eine Ausfuhr von 134,7 Millionen Franken gegenüber. Die Ausfuhr nach England war im Jahre 1926 unter dem Einfluß des Dergarbeiter- streiks und der neuen Zölle auf 298,7 Millionen Franken gesunken und hat sich nun im Jahre« 1927 wieder auf 309,8 Millionen Franken gehoben England nimmt uns fast die Hälfte oev Seidenstoffproduktion ab. Die Ausfuhr nach den Vereinigten Staaten von Rordaine- r i k a hat sich in den letzten Jahren ständig auf etwas über 200 Millionen Franken gehalten (hauptsächlich Uhren, Käse, Chemikalien und Aluminium).
* Die Deutsche Reichsbahn im Dezember 19 27. Der Güterverkehr nahm, wie alljährlich, auch im Dezember 1927 ab, jedoch nicht in demselben Umfange wie im Jahre 1926. Im Dezember waren nur 3 811 313 Wagen für den Versand von Gütern zu stellen, gegen 4 156 142 Wagen im Rovember. Der Personenverkehr zeigte das übliche Bild des letzten Jahresmonats. In einigen Bezirken hob sich der Weihnachtsverkehr über 1926, so beispielsweise in dem Verkehr von Berlin um etwa 8 Prozent. Insgesamt wurden im Dezember 2670 überplanmäßige Personenzüge gefahren (Ro° vemoer 1927 = 869 Züge, Dezember 1926 — 2158 Züge). Die Be t r i e b se rg e b n isse im Rovember 1 92 7 betrugen: Einnahmen 421,97 Mill. Mk., davon aus dem Personen-
unb Gepäckverkhr 98,12 Will. Wk., au« dem Güterverkehr 283,91 Mill. Mk., aus sonstigen Einnahmen 39,94 Mill. Mk. Die Ausgaben beliefen sich für Betrieb und Unterhaltung auf 305,260 Mill. Mk., für Erneuerung der Reichseisenbahnanlagen auf 59,72 Mill. Mk., für den Dienst der Reparationsschuldverschreibungen auf 54,99 Mill. Mk. und für Rückstellung für Vorzugsdividende auf 3,7 Mill. Mk., sowie für Rückstellung für die gesetzliche Ausgleichsrücklage auf 8,44 Mill. Mk., zusammen also 432,11 Mill. Mk. Die Mehrausgabe wurde aus der im Geschäftsjahr hierfür angesammelten „allgemeinen Rückstellung" gedeckt. Der Personalstand betrug im Rovember 712 370 Kopfe, gegen 728 801 Köpfe im Oktober.
* Zum Konflikt in der Eisenwirtschaf t. Auch der Vorstand des Gewerkschaftsringes beschäftigte sich mit der Lage in der deutschen Cisenwirtschaft, die durch die vom deutschen Roheisenkartell für die Produkte der eisenschaffenden Industrie beschlossene Preiserhöhung geschasfen ist. Der Gewerkschaftsring teilt die in seinen ihm angeschlossenen metall- wirtschaftlichen Fachverbänden vorhandenen Bedenken über die volkswirtschaftlichen und sozial- politischen Auswirkungen, wie sie durch die Preiserhöhungen zu befürchten sind. Er wird sich infolgedessen mit seinen Mitgliedern im Reichstage in Verbindung setzen, um anzuregen, gegebenenfalls durch eine parlamentarische Aktion des Reichstages zu veranlassen, sich mit den preispolitischen Maßnahmen des deutschen Roheisenkartells zu beschäftigen.
* Die deutsche Kohlenproduktion im Jahre 1 92 7. Nach den Ermittelungen des WTB.- chandelsdienstes beträgt im Jahre 1927 die Kvhlen- probuftion Deutschlands (in Millionen Tonnen ohne Saargebiet) für: Steinkohle 153,0 gegen 145,4 im Jahre 1926, Braunkohle 150,3 (139,9), Koks 32,0 (26,3), Steinkohlenbriketts 4,9 (5,4) und Braunkohlenbriketts 36,5 (34,7).
• Der Erzbergbau im Lahn-Dill- gebiet einschl. Oberhessen im Dezember 1 9 2 7. Im Dezember ist in den schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen keine wefentliche Aenderung eingei .eten. D.e Absatzmöglichkeiten sind weiterhin beschränkt. Die Vorräte bei den Hochöfen nehmen weiter zu, so daß neue Ver- kaussabschlüsse nicht getätigt werden konnten. Ferner wirkte die unsichere Lage im Industriegebiet lähmend. Mit Rücksicht auf die anfangs drohende Absatzstockung mußte sogar die Stilllegung einiger, nur für den Versand in baß Industriegebiet in Frage kommender Gruben angemeldet werden. Jedoch konnte Ende des Monats diese Maßnahme widerru.en werden. Außer der von den Hüttenwerken notgedrungen mit Rücksicht auf die vielleicht notwendige Stillegung bereits bewirkten Einsch.änkung des Erzabrufes brachte der starke Frost auch einige Versand- schwierig'eiten. Verschiedene Mehrbelastungen durch erhöhte Löhne, Gehälter usw., und vor allem die angespannte Kreditlage machten es den Gruben unmöglich, ihr Rationalisierungs- Programm sortzusetzen. Cs ist in der nächsten Zeit mit einer Besserung der Verhältnisse des Eisenerzmarktes im Lahn-Dillgebiet unb Ober- Hessen nicht zu rechnen.
• Badische Elektrizität« A.G. In der G.-D. der Badischen Elektrizitäts A. G. wurde die Bilanz per 31. Dezember 1926 vorgelegt. Der zum 31. Dezember 1926 ausgewiesene Verlust von 410 807 sei im Laufe des Jahres 1927 auf 550 000 Mk. angewachsen. Die getroffenen Maßnahmen versprechen jedoch die Beseitigung des Verlustes und eine Rentabilität des Betriebes. Es wurde beschlossen, von 160 000 Mk. Vorrataktien 105 000 Mk. einzuziehen und - die restlichen 55 000 Mk. von dem Aufsichtsrat der Gesellschaft zu pari zu übernehmen. Die 500 000 Mark Stammaktien werden im Verhältnis von 5:1 zufammengelegt.
* Oberschlesische Eisenbahnbedarfs- A.--G., G l e i w i tz. In der Aufsichtsratssitzung der Oberschlesischen Eisenbahnbedarfs - A. - G., Gleiwitz wurde beschlossen, der auf den 6. März einzuberufenden G.-V. die Verteilung einer Dividende von 5 Proz. oorzuschlagen (i. B. 0 Proz.).
* Diskontermäßigung der Dank von Frankreich. Die Bank von Frankreich hat den Wechseldiskont von 4 auf 3£ Prozent unb ben Zinssatz von 6 auf 5i Prozent ermäßigt.
Frankfurter Börse.
Frankfurt, 20. Jan. Tendenz: fest. — An der heutigen Börse erfuhr die Tendenz eine merkliche Erholung. Die Stimmung war wieder freundlich und zuversichtlicher, ohne daß jedoch das Geschäft wesentlich an Umfang zunehmen konnte. Die Privatkundschaft beteiligte sich auch heute nicht reger am Geschäft, die Spekulation aber nahm in ziemlich starkem
Maße Deckungen vor. da ein ziemlich starke« Decouvert bestände,» haben soll. Anregend wirkten die Ermäßigung der Kreditzinssätze der Berliner Stempel-Vereinigung und die erwartete Diskontherabsetzung der Dank von Frankreich. Die Ernennun des Generals G r o e n e r zum Re chswehrn inistec befr e igle, da die Börse hiervon eine getuijc Entspannung der innerpolitischen Lage erwartet. Weiterhin erhosst man aus der in der kommenden Woche stattfindenden Bilanzsitzung der AGG. und des Siemens- konzern die bekannte Dividendenerhohung. Schließlich stimulierten die verschiedenen günstigen Abschlüsse in der Montanindustrie. Lebhafte Umsätze verzeichnete wieder der Farbe n m a r k t. J.-G.-Farben konnten zum ersten Kurs bereits 3 Prozent an^iehen. Stark verklangt waren ferner Gesfürel plus 4 Prozents Elektrowerte gewannen im Durchschnitt 1 bis 3,5 Prozent. Zellst offwerte lagen gut erholt. Aschaffenburg plus 4,5 Prozent, Waldhof plus 3,5 Prozent. Am Montanmarkt konnten sich durchschnittliche Kurserholungen von 2 bis 3 Prozent durchsetzen, unter Bevorzugung von Oberbedarf auf die bekannte Dividendenfestsetzung. Bauunternehmungen lagen 2 Prozent höher. Auch auf den übrigen Marktgebieten überwogen die 1- bis 2prozentigen Kurs- be.serungen. Von Lokalwerten waren Sch:idean- stalt mit plus 2 Prozent stärker beachtet. Deutsche Anleihen lagen etwas lebhafter und fester. Von Ausländern waren Türken gefragt und meist etwas erhöht. Im Verlaufe blieb die Stimmung freundlich, und die Kurse konnten erneut bis 1 Prozent anziehen. Das Geschäft blieb jedoch sehr still. Der Geldmarkt war kaum verändert. Tagesgeld 5,5 Prozent. Im Devisenverkehr notierte die Reichsmark gegen Kabel 4,1957, gegen London 20,460. Paris gegen London 124,05, Mailand 92,20, Madrid 28,47. London gegen Kabel 4,8765.
Berlinc Börse.
Berlin, 20. Jan. Auch im heutigen Dormittagsverkehr kam die freundlichere Grund- ftimmung in den Kursen noch nicht so zum Ausdruck, doch konnte man" auf Grund der vorliegenden Rachrichten mit einer festeren Börsenentwicklung rechnen. Die inner- politische Lage wurde ruhiger beurteilt, besonders die Beilegung des Konfliktes im Zentrum befriedigte. Die Etatsrede des Reichsfinanzministers Köhler brachte zwar nichts wesentlich Reues, aber doch sachlich nichts Ungünstiges. Die Ernennung Groeners wurde bei der Mehrzahl der Parteien freundlich ausgenommen. Auch verschiedene wirtschaftliche Rachrichten regten an, so der Bericht des deutschen Bergbaues für Dezember 1927 und die starke Abnahme der Haldenbestände. Die Spekulation schritt zu Deckungen. Der Orderseingang aus der Provinz war weiter gering, nur das Rheinland zeigte bemerkenswerte Kaufneigung und hatte besonders für Montanwerke Interesse. Die Gewinne betrugen auf allen Märkten durchschnittlich 1 bis 2 Proz. Darüber hinaus waren erhöht bis 3 Proz.: Ilse, Maximilianshütte, Löwe, Schubert & Salzer. Svenska plus 3,25 Mk. Zellstoff Waldhof plus 5,75 Proz. Eine Ausnahme bildeten Stolberg-Zink minus 3 Proz. Heimische Anleihen lebhaft. Ablösung s s ch u l d fester. Ausländer geschäftslos, doch eher freundlicher. Pfandbriefe still. Anteile weiter gesucht. Rach den ersten Kursen blieb die Stimmung lebhaft und fest. Der Geldmarkt wies kleine Erleichterungen auf. Tagesgeld 4 bis 6 Proz., Monatsgeld 7 bis 8Vr. Warenwechsel 6,75 Proz. Für J.-G.-Farben regte eine Meldung an, daß von der Agfa mit Erfolg der Versuch gemacht werde, in Amerika Fuß zu fassen. J.-G. plus 2 Proz. Fester lagen weiter Harpener plus 2,25 Proz., Schlesische Bergwerks-A.-G. plus 4 Proz., Berger plu« 4 Proz., Gesfürel plus 3 Proz.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 20. Jan. Zum Wochenschluß verkehrte der Frankfurter Produftenmarkt bei stillem Geschäft in ruhiger Haltung. Umsätze wurden nur in bescheidenem Rahmen getätigt, da dem Markt jede Anregung fehlt. Braugerste und Mais waren weiterhin lebhaft verlangt, letzterer mußte 0,50 Mark höher notiert werden. Das Mehlgeschäft blieb sehr klein. Jnterefse bestand für Weizenkleie. Es wurden notiert: Weizen 1, gut, gesund, trocken, bis zu 1 Proz. Auswuchs 25, Weizen 2, gut, gesund, trocken, bis zu 3 Proz. Auswuchs 23,50 bis 23.75, Weizen 3, geringere Beschaffenheit, bis zu 23 Proz. Feuchtigkeit 22,75 bis 23,25, Roggen 24,50, Sommergerste für Drau- zwecke 28 bis 30, Hafer, inländ. 23,25 bis 24, Mais (gelb) für Futterzwecke 22 bis 22,25, Mais (gelb) für andere Zwecke 22,75 bis 23,
Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 37 h«s 37,50, Roggenmehl 34,50 bis 35,50, Weizenkleie 14,25, Roggenkleie 15,25 bis 15,50.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 19. Jan. Das Geschäft an der Produktenbörse leidet nach wie vor unter dem schlechten Mehlgeschäft: der erneut eingetretene Frost veranlaßt die Mühlen, die an sich keineswegs dringenden Bedarf haben, zu stärkerer Zurückhaltung gegenüber dem Angebot von Kohnware. Die Meldungen von den überseeischen Märkten boten wiederum nur wenig Anregung, die Cifforderungen für Brotgetreide lauteten oerschiedentstch etwas entgegenkommender. Das Angebot an inländischen Weizen, auch besserer Qualitäten, hält weiter an, selbst bei nachgiebigeren Preisen entwickelt sich aber nur geringe Umsatztätigkeit. Roggen ist weder in Kahn- noch in Waggon wäre reichlich offeriert, angesichts der wiederum zu befürchtenden Schiffahrtsbehinderung findet Waggonware bessere Beachtung. Am Lieferungsmarkte war Weizen im Preise rückläufig, Roggen blieb gut behauptet Der Frost bewirkte eine Befestigung der Julilicht. Während Roggenmehl reguläres Konsumgeschäft hat und auf Lieferung infolge der schwierigen Materiälversorgung der Mühlen wenig angeboten und gut gefragt ist, gestaltet sich das Weizenmehlgeschäft noch wie vor schleppend. Das Haferangebot hat etwas nachgelassen, das Geschäft bleibt schwierig, vereinzelt bekundet der Konsum aber wieder etwas bessere Nachfrage. Für den Export wird weiter zu guten Preisen Ware gesucht. Don Gersten liegen gute Qualitäten weiter fest, geringere bleiben reichlich angeboten und weniger beachtet.
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
Rachbar. Der Eigentümer eines Grundftücks kann zwar auf die Grenze bauen, bedarf ledoch für jedes Bauwerk einer besonderen baupolizeilichen Genehmigung. Erkundigen Sie sich doch zunächst bei der Bürgermeisterei, was Ihr Rachbar nach dieser Richtung hin bisher getan hat. Jedenfalls mußten Sie vor Genehmigung der Pläne befragt werden, was Sie hierzu zu sagen haben. Wir verweisen ferner auf die Parag a hen 906 ff. des Bürgerlichen Gesetzbuches, insbesondere auf Paragraph 907, der lautet: »Der Eigentümer eines Grundstückes kann verlangen, daß auf den Rachbargrundstücken nicht Anlagen hergestellt oder gehalten werden, von denen mit Sicherheit zu erwarten ist, dah -ihr Bestand oder ihre Benutzung eine unzulässige Einwirkung auf sein Grundstück zur Folge hat usw." Wenn eine gütliche Einigung zwischen Ihnen und Ihrem Rachbar nicht baldigst zustande kommt, so können wir Ihnen nur empfehlen, falls Sie es darauf ankommen taffen wollen, sich der Hilfe eines Rechtsanwaltes zu bedienen.
ID. $. in D. Jeder Benzinbehälter ist mehr oder weniger einer Explosionsgefahr ausgesetzt. Unseres Dafürhaltens können Sie gegen die Anlage der Pumpstation, auch toemt sie nur auf das Privatgelände Ihres Rachbarn zu stehen kommt, zunächst bei Ihrer preußischen Bürgermeisterei Einspruch erheben: sodann aber steht Ihnen auch der Schutz der Paragraphen 906 und 907 des Bürgerlichen Gesetzbuches zur Seite. Der Eigentümer eines Grundstückes kann verlangen, daß auf den Rachbargrundstücken nicht Anlagen hergestellt oder gehalten werden, von denen mit Sicherheit vorauszusehen ist, daß ihr Bestand eine unzulässige Einwirkung auf fein Grundstück zur Folge hat. Wir empfehlen Ihnen, die Paragraphen 906 und 907 des Bürgerlichen Gesetz- bu^es nachzulesen.
Sprechstunden der Redaktion.
12 bis 1 Ubt mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag gefdjloffen.
Für unverlangt eingesandte Manuskripte ohne betgesügte« Rückporto wird keine Gewähr übernommen
Wenn man dir sagt
Jawohl!
Denk’ gleich an
Läkerol!
Beugt Husten und Heiserkeit vor; hemmt die Entwicklung schädlicher Keime; beugt wirklicher Erkrankung des Babes u. der Atmungsorgane vor; ist von prominenten Persönlichkeiten empfohlen.
Preis Mk. 0,60 und 1,- ♦58D
lieuthien & Schnitz G.m.b.H., Berlin N39.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, LombardzinSfuß 8 Prozent.
Frankfurt a.M
Berlin
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Berlin
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59,23
2,615
Schwedische Noten......
112,42
112,88
SO, 78
81,10
72.06
Spanische Noten.......
Tschechoslowakische Noten . .
71,78
12,40
12,46
Ungarische Noten - ■
73 15
73,45
Devisenmarkt Berlin
—Frankfurt a. W.
Telegraphifche
Auszahlung.
19. Jan-
20 Jan.
Amtliche Nott rung
Amtliche Notierung
Geld
Bries
Geld
Brie,
ittnift.» Non
169,13
169,47
169.15
1,792
itidjC
Buen.-Aires
1,791
58,42
1,795
58,54
1,796
58,53
Brfl.-Antw
58,41
«Lhrifttanta
111,57
111,79
111,62
111,84
.ttopenhagcn
112,31
112,53
112,30
112,52
Stortbolm
112,60
10,552
112.82
112,57
112,79
HelffngforS.
10,572
10,552
10,572
ff tollen . .
22,185
22,225
22,185
22,225
London. . .
20,439
20 479
20,44
20,48
Nenvort . .
Paris....
1,19t
4,199
1,1915
4,1995
16,47
16,51
16,475
16,515
Schweiz . .
80,765
.0,925
60,74
80,99
Spanien
71 93
72,06
71,73
11.87
Japan . . . 'Mo de Fan Wien in D--
1,790
1.974
1,967
i.m
0,5055
0,5075
0.505
0,507
59,19
Ceft. Qbgeft
59,05
59.27
50,07
Prag
Bel irad
12,424
12,444
12,421
12,441
7,383
7,397
7,383
7,397
73,42
Budapeff.
73,28
73,42
73,28
Bul arten
>,027
3,033
3,027
3,033
yiffabon
20,43
20,47
20,43
<0,47
Danzig
81,74
81,90
81,72
81,88
Honst nttn
2,183
2,187
2,170
2,174
Älben
5,544
5,550
5,514
5,558
Lanada
4,183
4,191
4,183
4,191
Urn uav
4,276
4,284
4,276
4,284
L-irv
20.962
21.902
20.962
21.003
-Oie H«
Länder mit den MS ^mmenflelommen. aW 7^7° Zonderionfere ! „binett ** $rogramm 4* «ben, ab« ® * rate unb Sorr* jnntten fein vrismus und M O Konferenz oe” Egen, zu veilen- r ütiflft ben flenen äc felbft hche jtbtff Lmenf nor unheoian
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betreffend die Aus Führung des Gefeh
nach D bi- bic W adzuiME 1- Dezember unb i ichmiede zu Gief Innern, Abteilun platz 2, zu richten 1- ein Geburt 2- der amtlid) orbnungsm geübt wird, der amtlich« als Geselle
x Prüfung d".Lehrgij^ J ^"lungsordnunc rwlabteilung für' 3armftabt
i, ^Zulassung l’enalnbtfilunq n nonnten SBorfef "rmine
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