Einzelbild herunterladen

'XV

irisch ast.

Fortschreitende Entlastung der Reichsbanl.

Der Ausweis der Reichsbank vom 14. Januar zeigt eine weitere erheb- liehe Entlastung der Reichsbank, die sich in der Abnahme des Wechselbestandes um etwas über 300 Mill. Mk.. der Abnahme des Umlaufs an Reichsbanknoten um 243 und der Abnahme des Umlauf an Rentenbankscheinen um 34,9 Mill. Mk. kennzeichnet. Mit dieser Entspannung ist die Ueberbeanspruchung der Reichsbank zum Jahresultimo als überwunden zu betrachten, die Gesamtentspannung in den beiden ersten Januarwochen geht mit 719 Will. Mk. sogar erheblich über die Gesamtbelastung vom Jahres­ultimo 1927 mit 624 Mill. Mk. hinaus. Was die Frage der Diskontermähigung anbe­langt, so läßt jedenfalls der neueste Reichsbank­ausweis die Frage einer Diskontänderung noch immer offen. Allerdings muh bei der gegenwär­tigen Betrachtung der Gesamtlage am Geld­markt, die für die Entscheidung der Reichs­bank ausschlaggebend ist, berücksichtigt werden, dah am deutschen Geldmarkt seit Ende voriger Woche Anzeichen aufgetreten sind, die immerhin auf eine gewisse Abnahme der über­raschend grohen Geldfülle zu Beginn des Monats Januar hindeuten. Der Privat­diskont ist in dieser Woche bereits zweimal wieder erhöht worden, und diese Maßnahme ist vornehmlich auf die Zurückhaltung der Käu­fer für Privatdiskonte zurückzusüh.en. Ob wirk­lich die Tendenz der letzten Tage einen Um­schwung am Geldmarkt herbeisühren und damit bewiesen wird, dah die flüssige Entwicklung zu Beginn des Januar keine struktuelle Verände­rung der Lage des Geldmarktes war, ist vorerst noch zweifelhaft, denn die Ursachen, die zu der erneuten Verschiebung der Geldmarktlage ge­führt haben, sind nicht zuverlässig festzustellen. Auffällig ist, dah sich die Versteifung des Geld­marktes nicht infolge stärkeren Angebots an Wechseln vollzogen hat. Es könnte demnach ab­sichtlich seitens der Grobbanken eine gewisse Zurückhaltung geübt werden und durch diese die leichte Anspannung hervorgerufen sein. Viel­leicht spielen hierbei Vorbereitungen für den Ultimo und die Rücksichtnahme auf die Sätze für Reportgelder, deren Senkung in Anbetracht der geringeren Verdienstspanne nicht im Inter­esse der Banken liegt, eine Rolle.

Oie deutsch-schweizerischen Handelsbeziehungen.

2m Jahre 1927 nahm Deutsch and wieder, wie vor dem Kriege, im Außenhandel der Schweiz als Lieferant und als Abnehmer die erste Stelle ein. Offenbar hat sich der Han­delsvertrag zwischen den beiden Landern günstig ausgewirkt. Die schweizerische Ausfuhr nach Deutschland erhöhte sich gegenüber dem Vor­jahre von 266,7 auf 397,9 Millionen Schweizer Franken, die Einfuhr aus Deutschland ist von 465 auf 541,7 Millionen Schweizer Fran­ken gestiegen. Im Verkehr mit Frankreich machte sich ein Rückgang des Imports um 23 Millionen und des Exports um 19 Millionen Schweizer Franken bemerkbar. Einer Einfuhr von 774,7 Millionen Franken stehl nur eine Ausfuhr von 134,7 Millionen Franken gegen­über. Die Ausfuhr nach England war im Jahre 1926 unter dem Einfluß des Dergarbeiter- streiks und der neuen Zölle auf 298,7 Millionen Franken gesunken und hat sich nun im Jahre« 1927 wieder auf 309,8 Millionen Franken ge­hoben England nimmt uns fast die Hälfte oev Seidenstoffproduktion ab. Die Ausfuhr nach den Vereinigten Staaten von Rordaine- r i k a hat sich in den letzten Jahren ständig auf etwas über 200 Millionen Franken gehalten (hauptsächlich Uhren, Käse, Chemikalien und Alu­minium).

* Die Deutsche Reichsbahn im De­zember 19 27. Der Güterverkehr nahm, wie alljährlich, auch im Dezember 1927 ab, jedoch nicht in demselben Umfange wie im Jahre 1926. Im Dezember waren nur 3 811 313 Wagen für den Versand von Gütern zu stellen, gegen 4 156 142 Wagen im Rovember. Der Personen­verkehr zeigte das übliche Bild des letzten Jahresmonats. In einigen Bezirken hob sich der Weihnachtsverkehr über 1926, so beispiels­weise in dem Verkehr von Berlin um etwa 8 Prozent. Insgesamt wurden im Dezember 2670 überplanmäßige Personenzüge gefahren (Ro° vemoer 1927 = 869 Züge, Dezember 1926 2158 Züge). Die Be t r i e b se rg e b n isse im Rovember 1 92 7 betrugen: Einnahmen 421,97 Mill. Mk., davon aus dem Personen-

unb Gepäckverkhr 98,12 Will. Wk., au« dem Güterverkehr 283,91 Mill. Mk., aus sonstigen Einnahmen 39,94 Mill. Mk. Die Ausgaben be­liefen sich für Betrieb und Unterhaltung auf 305,260 Mill. Mk., für Erneuerung der Reichs­eisenbahnanlagen auf 59,72 Mill. Mk., für den Dienst der Reparationsschuldverschreibungen auf 54,99 Mill. Mk. und für Rückstellung für Vor­zugsdividende auf 3,7 Mill. Mk., sowie für Rück­stellung für die gesetzliche Ausgleichsrücklage auf 8,44 Mill. Mk., zusammen also 432,11 Mill. Mk. Die Mehrausgabe wurde aus der im Geschäfts­jahr hierfür angesammeltenallgemeinen Rück­stellung" gedeckt. Der Personalstand betrug im Rovember 712 370 Kopfe, gegen 728 801 Köpfe im Oktober.

* Zum Konflikt in der Eisenwirt­schaf t. Auch der Vorstand des Gewerkschafts­ringes beschäftigte sich mit der Lage in der deutschen Cisenwirtschaft, die durch die vom deutschen Roheisenkartell für die Produkte der eisenschaffenden Industrie beschlossene Preis­erhöhung geschasfen ist. Der Gewerkschaftsring teilt die in seinen ihm angeschlossenen metall- wirtschaftlichen Fachverbänden vorhandenen Be­denken über die volkswirtschaftlichen und sozial- politischen Auswirkungen, wie sie durch die Preiserhöhungen zu befürchten sind. Er wird sich infolgedessen mit seinen Mitgliedern im Reichstage in Verbindung setzen, um anzuregen, gegebenenfalls durch eine parlamentarische Aktion des Reichstages zu veranlassen, sich mit den preispolitischen Maßnahmen des deutschen Roheisenkartells zu beschäftigen.

* Die deutsche Kohlenproduktion im Jahre 1 92 7. Nach den Ermittelungen des WTB.- chandelsdienstes beträgt im Jahre 1927 die Kvhlen- probuftion Deutschlands (in Millionen Tonnen ohne Saargebiet) für: Steinkohle 153,0 gegen 145,4 im Jahre 1926, Braunkohle 150,3 (139,9), Koks 32,0 (26,3), Steinkohlenbriketts 4,9 (5,4) und Braun­kohlenbriketts 36,5 (34,7).

Der Erzbergbau im Lahn-Dill- gebiet einschl. Oberhessen im Dezem­ber 1 9 2 7. Im Dezember ist in den schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen keine wefentliche Aenderung eingei .eten. D.e Absatzmöglichkeiten sind weiterhin beschränkt. Die Vorräte bei den Hochöfen nehmen weiter zu, so daß neue Ver- kaussabschlüsse nicht getätigt werden konnten. Ferner wirkte die unsichere Lage im Industrie­gebiet lähmend. Mit Rücksicht auf die anfangs drohende Absatzstockung mußte sogar die Still­legung einiger, nur für den Versand in baß In­dustriegebiet in Frage kommender Gruben an­gemeldet werden. Jedoch konnte Ende des Mo­nats diese Maßnahme widerru.en werden. Außer der von den Hüttenwerken notgedrungen mit Rücksicht auf die vielleicht notwendige Stillegung bereits bewirkten Einsch.änkung des Erzabrufes brachte der starke Frost auch einige Versand- schwierig'eiten. Verschiedene Mehrbelastungen durch erhöhte Löhne, Gehälter usw., und vor allem die angespannte Kreditlage machten es den Gruben unmöglich, ihr Rationalisierungs- Programm sortzusetzen. Cs ist in der nächsten Zeit mit einer Besserung der Verhältnisse des Eisenerzmarktes im Lahn-Dillgebiet unb Ober- Hessen nicht zu rechnen.

Badische Elektrizität« A.G. In der G.-D. der Badischen Elektrizitäts A. G. wurde die Bilanz per 31. Dezember 1926 vorgelegt. Der zum 31. Dezember 1926 ausgewiesene Ver­lust von 410 807 sei im Laufe des Jahres 1927 auf 550 000 Mk. angewachsen. Die getroffenen Maßnahmen versprechen jedoch die Beseitigung des Verlustes und eine Rentabilität des Be­triebes. Es wurde beschlossen, von 160 000 Mk. Vorrataktien 105 000 Mk. einzuziehen und - die restlichen 55 000 Mk. von dem Aufsichtsrat der Gesellschaft zu pari zu übernehmen. Die 500 000 Mark Stammaktien werden im Verhältnis von 5:1 zufammengelegt.

* Oberschlesische Eisenbahnbedarfs- A.--G., G l e i w i tz. In der Aufsichtsratssitzung der Oberschlesischen Eisenbahnbedarfs - A. - G., Gleiwitz wurde beschlossen, der auf den 6. März einzube­rufenden G.-V. die Verteilung einer Dividende von 5 Proz. oorzuschlagen (i. B. 0 Proz.).

* Diskontermäßigung der Dank von Frankreich. Die Bank von Frankreich hat den Wechseldiskont von 4 auf 3£ Prozent unb ben Zins­satz von 6 auf 5i Prozent ermäßigt.

Frankfurter Börse.

Frankfurt, 20. Jan. Tendenz: fest. An der heutigen Börse erfuhr die Tendenz eine merkliche Erholung. Die Stimmung war wieder freundlich und zuversichtlicher, ohne daß jedoch das Geschäft wesentlich an Um­fang zunehmen konnte. Die Privatkundschaft be­teiligte sich auch heute nicht reger am Geschäft, die Spekulation aber nahm in ziemlich starkem

Maße Deckungen vor. da ein ziemlich starke« Decouvert bestände,» haben soll. Anregend wirk­ten die Ermäßigung der Kreditzinssätze der Ber­liner Stempel-Vereinigung und die erwartete Diskontherabsetzung der Dank von Frankreich. Die Ernennun des Generals G r o e n e r zum Re chswehrn inistec befr e igle, da die Börse hier­von eine getuijc Entspannung der innerpolitischen Lage erwartet. Weiterhin erhosst man aus der in der kommenden Woche stattfindenden Bilanz­sitzung der AGG. und des Siemens- konzern die bekannte Dividendenerhohung. Schließlich stimulierten die verschiedenen günsti­gen Abschlüsse in der Montanindustrie. Lebhafte Umsätze verzeichnete wieder der Far­be n m a r k t. J.-G.-Farben konnten zum ersten Kurs bereits 3 Prozent an^iehen. Stark verk­langt waren ferner Gesfürel plus 4 Prozents Elektrowerte gewannen im Durchschnitt 1 bis 3,5 Prozent. Zellst offwerte lagen gut erholt. Aschaffenburg plus 4,5 Prozent, Wald­hof plus 3,5 Prozent. Am Montanmarkt konnten sich durchschnittliche Kurserholungen von 2 bis 3 Prozent durchsetzen, unter Bevorzugung von Oberbedarf auf die bekannte Dividenden­festsetzung. Bauunternehmungen lagen 2 Prozent höher. Auch auf den übrigen Marktge­bieten überwogen die 1- bis 2prozentigen Kurs- be.serungen. Von Lokalwerten waren Sch:idean- stalt mit plus 2 Prozent stärker beachtet. Deut­sche Anleihen lagen etwas lebhafter und fester. Von Ausländern waren Türken ge­fragt und meist etwas erhöht. Im Verlaufe blieb die Stimmung freundlich, und die Kurse konnten erneut bis 1 Prozent anziehen. Das Geschäft blieb jedoch sehr still. Der Geldmarkt war kaum verändert. Tagesgeld 5,5 Prozent. Im Devisenverkehr notierte die Reichs­mark gegen Kabel 4,1957, gegen London 20,460. Paris gegen London 124,05, Mailand 92,20, Madrid 28,47. London gegen Kabel 4,8765.

Berlinc Börse.

Berlin, 20. Jan. Auch im heutigen Dor­mittagsverkehr kam die freundlichere Grund- ftimmung in den Kursen noch nicht so zum Ausdruck, doch konnte man" auf Grund der vorliegenden Rachrichten mit einer festeren Börsenentwicklung rechnen. Die inner- politische Lage wurde ruhiger beurteilt, beson­ders die Beilegung des Konfliktes im Zentrum befriedigte. Die Etatsrede des Reichsfinanzmini­sters Köhler brachte zwar nichts wesentlich Reues, aber doch sachlich nichts Ungünstiges. Die Ernennung Groeners wurde bei der Mehrzahl der Parteien freundlich ausgenommen. Auch verschiedene wirtschaftliche Rachrichten reg­ten an, so der Bericht des deutschen Bergbaues für Dezember 1927 und die starke Abnahme der Haldenbestände. Die Spekulation schritt zu Deckungen. Der Orderseingang aus der Pro­vinz war weiter gering, nur das Rheinland zeigte bemerkenswerte Kaufneigung und hatte besonders für Montanwerke Interesse. Die Gewinne betrugen auf allen Märkten durch­schnittlich 1 bis 2 Proz. Darüber hinaus waren erhöht bis 3 Proz.: Ilse, Maximilianshütte, Löwe, Schubert & Salzer. Svenska plus 3,25 Mk. Zellstoff Waldhof plus 5,75 Proz. Eine Aus­nahme bildeten Stolberg-Zink minus 3 Proz. Heimische Anleihen lebhaft. Ablö­sung s s ch u l d fester. Ausländer geschäfts­los, doch eher freundlicher. Pfandbriefe still. Anteile weiter gesucht. Rach den ersten Kursen blieb die Stimmung lebhaft und fest. Der Geldmarkt wies kleine Erleichterungen auf. Tagesgeld 4 bis 6 Proz., Monatsgeld 7 bis 8Vr. Warenwechsel 6,75 Proz. Für J.-G.-Farben regte eine Meldung an, daß von der Agfa mit Erfolg der Versuch gemacht werde, in Amerika Fuß zu fassen. J.-G. plus 2 Proz. Fester lagen weiter Harpener plus 2,25 Proz., Schlesische Bergwerks-A.-G. plus 4 Proz., Berger plu« 4 Proz., Gesfürel plus 3 Proz.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 20. Jan. Zum Wochen­schluß verkehrte der Frankfurter Produftenmarkt bei stillem Geschäft in ruhiger Haltung. Umsätze wurden nur in bescheidenem Rahmen getätigt, da dem Markt jede Anregung fehlt. Braugerste und Mais waren weiterhin lebhaft verlangt, letzterer mußte 0,50 Mark höher notiert werden. Das Mehlgeschäft blieb sehr klein. Jnterefse bestand für Weizenkleie. Es wurden notiert: Weizen 1, gut, gesund, trocken, bis zu 1 Proz. Auswuchs 25, Weizen 2, gut, gesund, trocken, bis zu 3 Proz. Auswuchs 23,50 bis 23.75, Weizen 3, geringere Beschaffenheit, bis zu 23 Proz. Feuchtigkeit 22,75 bis 23,25, Roggen 24,50, Sommergerste für Drau- zwecke 28 bis 30, Hafer, inländ. 23,25 bis 24, Mais (gelb) für Futterzwecke 22 bis 22,25, Mais (gelb) für andere Zwecke 22,75 bis 23,

Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 37 h«s 37,50, Roggenmehl 34,50 bis 35,50, Weizenkleie 14,25, Roggenkleie 15,25 bis 15,50.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 19. Jan. Das Geschäft an der Pro­duktenbörse leidet nach wie vor unter dem schlechten Mehlgeschäft: der erneut eingetretene Frost veran­laßt die Mühlen, die an sich keineswegs dringenden Bedarf haben, zu stärkerer Zurückhaltung gegenüber dem Angebot von Kohnware. Die Meldungen von den überseeischen Märkten boten wiederum nur wenig Anregung, die Cifforderungen für Brot­getreide lauteten oerschiedentstch etwas entgegen­kommender. Das Angebot an inländischen Weizen, auch besserer Qualitäten, hält weiter an, selbst bei nachgiebigeren Preisen entwickelt sich aber nur ge­ringe Umsatztätigkeit. Roggen ist weder in Kahn- noch in Waggon wäre reichlich offeriert, angesichts der wiederum zu befürchtenden Schiffahrtsbehinde­rung findet Waggonware bessere Beachtung. Am Lieferungsmarkte war Weizen im Preise rückläufig, Roggen blieb gut behauptet Der Frost bewirkte eine Befestigung der Julilicht. Während Roggen­mehl reguläres Konsumgeschäft hat und auf Liefe­rung infolge der schwierigen Materiälversorgung der Mühlen wenig angeboten und gut gefragt ist, gestaltet sich das Weizenmehlgeschäft noch wie vor schleppend. Das Haferangebot hat etwas nachge­lassen, das Geschäft bleibt schwierig, vereinzelt be­kundet der Konsum aber wieder etwas bessere Nach­frage. Für den Export wird weiter zu guten Prei­sen Ware gesucht. Don Gersten liegen gute Quali­täten weiter fest, geringere bleiben reichlich ange­boten und weniger beachtet.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

Rachbar. Der Eigentümer eines Grundftücks kann zwar auf die Grenze bauen, bedarf ledoch für jedes Bauwerk einer besonderen baupolizeilichen Genehmigung. Erkundigen Sie sich doch zunächst bei der Bürgermeisterei, was Ihr Rachbar nach dieser Richtung hin bisher getan hat. Jedenfalls mußten Sie vor Genehmigung der Pläne be­fragt werden, was Sie hierzu zu sagen haben. Wir verweisen ferner auf die Parag a hen 906 ff. des Bürgerlichen Gesetzbuches, insbesondere auf Paragraph 907, der lautet: »Der Eigentümer eines Grundstückes kann verlangen, daß auf den Rachbargrundstücken nicht Anlagen herge­stellt oder gehalten werden, von denen mit Sicher­heit zu erwarten ist, dah -ihr Bestand oder ihre Benutzung eine unzulässige Einwirkung auf sein Grundstück zur Folge hat usw." Wenn eine güt­liche Einigung zwischen Ihnen und Ihrem Rach­bar nicht baldigst zustande kommt, so können wir Ihnen nur empfehlen, falls Sie es darauf an­kommen taffen wollen, sich der Hilfe eines Rechts­anwaltes zu bedienen.

ID. $. in D. Jeder Benzinbehälter ist mehr oder weniger einer Explosionsgefahr ausgesetzt. Un­seres Dafürhaltens können Sie gegen die Anlage der Pumpstation, auch toemt sie nur auf das Privatgelände Ihres Rachbarn zu stehen kommt, zunächst bei Ihrer preußischen Bürgermeisterei Einspruch erheben: sodann aber steht Ihnen auch der Schutz der Paragraphen 906 und 907 des Bürgerlichen Gesetzbuches zur Seite. Der Eigentümer eines Grundstückes kann verlangen, daß auf den Rachbargrundstücken nicht Anlagen hergestellt oder gehalten werden, von denen mit Sicherheit vorauszusehen ist, daß ihr Bestand eine unzulässige Einwirkung auf fein Grundstück zur Folge hat. Wir empfehlen Ihnen, die Para­graphen 906 und 907 des Bürgerlichen Gesetz- bu^es nachzulesen.

Sprechstunden der Redaktion.

12 bis 1 Ubt mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag gefdjloffen.

Für unverlangt eingesandte Manuskripte ohne betgesügte« Rückporto wird keine Gewähr übernommen

Wenn man dir sagt

Jawohl!

Denk gleich an

Läkerol!

Beugt Husten und Heiserkeit vor; hemmt die Ent­wicklung schädlicher Keime; beugt wirklicher Er­krankung des Babes u. der Atmungsorgane vor; ist von prominenten Persönlichkeiten empfohlen.

Preis Mk. 0,60 und 1,- ♦58D

lieuthien & Schnitz G.m.b.H., Berlin N39.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent, LombardzinSfuß 8 Prozent.

Frankfurt a.M

Berlin

Frandfurra.M

Berlin

Schluh. Kurs

l-Uhr. Kurs

Sch'utz- fiurs

Anfang kur

Schlutz- fturs

l'Uhr. Kur»

Schluß Kurs

An,ang Kur-

Datum:

19.1.

20. 1.

| 19.1.

20. 1

A S

L

L 3 C i

6

Y

(

i i

*) 9 £

j

Datum:

19 1.

20 1.

| 19. L

120 1.

Vie Di Reichsanlerhe v 1927 Di Anl Adlos Schuld mit

Auslos -Rechten

Dcsal. ohne Äuslos «Rechten 7°/o ff ran ff Hyp.-Bk. Go dvt unkündbar bis 1932

<>/.% Rheinische 6op -Bank fitqu .Goldps

LEG abfl VortrlegS-Ob- (igationen, rüctjabldar 1932 «/o Schwel; Buudesb-Slul.

4°/0 Orsterelchische Goldrte *.Wle Ctflerr ich. Silberne <v/o Oesterreich tiniicilL Rtr

Ungarische Goldrte 4°/o Ungarische StaalSr. v 1910 4'/»°/. desgl von 1913 *3/o Ungarische Krorrenrte 47. Turt. ^ollanleihe v 1911 4°/o Zur! Bagdadbabn-Anl serie l

47, bcßgl. Serk 11

4*o Rumänen converl R«: 4'/,°«. Rumänen Goldanl.

von 1913

Sllg Deutsche Eisenbahn 4/2 Hamburg-Amerika Pake« . b Hamb -Sudarn Damvisch 8 Hansa Dampfschiff 6

Norddeutscher Lloyd 6

Lillg. Deutsche Eredltanft 10 Barm r Bankverein lu

Berliner HandelSgciellsch. 12 Commerz, und Pnoar-Bk H Tarmä. a Nanonaldank 12 Denliche Bank 10

DiSkonto-Geiellschaft All! 10 Dresdner Bank 10

Niuteldeutsche CredUdank 9 viciollbonk .....8

ReitMbanf ... . tu

I l| * 2 3 l i II3S l l£ i TI Sl 1 ' 32

§ - S 5 -:=2

17

14,65

_

148.5

152.75

146,5

151

176,75

-40 166,25 159 25 160,75

132,5 192.5

Ü7,5

52,2

16 4

z

4

25.3

24,65

1,75

13,25

14.4

13,5

17

148,5 214

210.75

152.65

146.4

149.5

266

175,75

-38.25

164.75

158.5

159

218.5

1.33

192

52,25

17,1

34.25

-

13,25

13,4

148

214.5

210 151.25 146.75

151 5

<68

175,75 <40 166 169 160

219,5

192.9

L6 9. 7

Bergmann ........S

lettr. Lieferungen. . . lo itbt und Kraft . . 10

eilen & Guill aume ... 6 es f. Elekir Untern 10 amb Elektr Werte . . 10 thein Elektr . 8

chles. Llettr , . .10

'djuden 7

Jemens <fc HaUke ... 16 ran.radio 8

abmcoer L Lo..... 9

ZudernS u

deutsche Trdöl ...... .6 diener ©letnlobk.....8

Gelsenkirchener f. % 8 <

arvener ... 8

oesch Eisen .........5

Ife Berabau . .......8

löckn-nverke ....... 5 köln'Neueffev .....VI,

'/anneSmann f '/, I < JlanSelbct . . 7

DbericbUf Eisend, vedars 0 )derichlel Lolömerte 0

Jhonit Berg au f I 3 ideinische Braunkodlen io ibeiiinahl 0

Hiebet Montan . . . 6 'ereinigle Stablw- f.I 3

Diqdi Mtnr.i 1 sh

:ali MchcrSlebe» lo

kaliWesteregelo 10

Kaliwerk Caljdetkurtb 12

1 Ä .raroenJndustrl« ic

)l>namir Nobel . . . o

Lcheid annalt ......8

' oldichmidi .... .5

lütflerßrocrte . .......(i

Nelallgeiell-chatt.....10

170

219.25

123 5

274

166,5

101.65

138

191

125,5

153.25

118

101)

241.5

174 25

151. ü

172

181

266

195

113,9

94.5

171.5

187.5

222,5

121.75

278

187

290,25

102.5

136

141

193..

127,25

155.6 121

95

-

101,4

244 176,5

107,25

42.5

.'68,75

197

115

96

183.5

170 25

183.9 176,25 219.75

123.5

274

149

159.5

181

184,75

287 135.75 166 25

101

134,75

150

139,13

191

146.25

233

125.25

146.5

153 119

93

97,5 100.25

242.5

174.5

106,5

42

173

180,5

.'66,25

130,5

113,5

95,25

171. 186.

17 222.

123.2

27

15

15

18- 186.

290, L

166.7

10

13

14

14

192,

23 126,7

14 154, 120 1

9 98 2 101.

<4 176

10 12,2

18

268, 131,

i

i

j

vanknoten.

ffrauhfurt a. M

Berlin

Schlich

j l-Uhr.

Schiiitz-

2ln)an<i

ßure

1 Rur«

K'irs

filir

Datum:

19. 1.

! 20. 1.

19.1.

I 20. 1,

Pbtlivp Holjmann

143

148

143.25

Heidelberaer Temenr

8

139

142.5

-

Lemeni Karlstadt

8

179.5

tionb A Hreitaa

10

139

141

Scholldeor Paveutzotrr -

15

402.25

404.5

Cftroerfe . .

12

351 75

353.5

83er. Glanzstoff . . . .

15

--

546

576

Bcmbero.........

8

W

447,5

^tüfton Waldhos. . . .

12

261

257,25

260.75

Zellstoff Aschaffenbura Charlottenburper Waffer

10

175

179

175,75

7

128

127.75

cfTfluer GaS

8

176

178,52

Daimler Motoren . . .

0

87,25

89

88.5

88.5

Demag ......

0

68 75

67

Adlerwerte glever. . . .

0

89

90

88,5

Ludw. üoeirt . . . .

1<

271

274

Nat Automobil......

6

W

99.25

97.25

Orenffetn Jt Kovvel . . . .

4

134.5

135

Linke Hoemann . . . .

0

-

Leonhard Ztei} . , .

6

200,5

ZOO

vermag- cguin . . . . .

0

29.5

ff ran ff M<.sch'ue« . . .

0

W

74

Arihner - . . . .

7

128

Hevlipenstaedt . . . . . .

0

ffungoanS ......

Lcchwerte ......

6

8

88

124

89

Mainkraskwerte ......

&

120

-T-

Miag ......

Ki

143

140

Nekariulmer . ......

8

103,25

Peiei ö Union . . . . .

K

112.76

113,5

Kebr Noe der ......

V

146

Voigr A Hoeffner ....

6

179

179,9

182

Hridd Ruder . -

11

140

139,9

Berlm, 19 ff an.

| 4eld

Brre'

AmerikanischeJioten ..... «elgische Noten......

4,175

4,195

58,30

58.54

Dänische Noten ......

112,05

112,19

Englische Noten ......

20.409

20.489

Berlin. 19. ffan.

Geld

^ran;ösische 'Noten.....

Holländische 9ioten

1 16,505 '

168,83

!Ä 22.255

fftalienische Noten......

22,175

Norwegische Noten......

111,44

111.88

Deulsch-Oesterr-, ä 100 .fftonett

Rumänische Noten......

58,99

2,595

59,23

2,615

Schwedische Noten......

112,42

112,88

SO, 78

81,10

72.06

Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten . .

71,78

12,40

12,46

Ungarische Noten -

73 15

73,45

Devisenmarkt Berlin

Frankfurt a. W.

Telegraphifche

Auszahlung.

19. Jan-

20 Jan.

Amtliche Nott rung

Amtliche Notierung

Geld

Bries

Geld

Brie,

ittnift.» Non

169,13

169,47

169.15

1,792

itidjC

Buen.-Aires

1,791

58,42

1,795

58,54

1,796

58,53

Brfl.-Antw

58,41

«Lhrifttanta

111,57

111,79

111,62

111,84

.ttopenhagcn

112,31

112,53

112,30

112,52

Stortbolm

112,60

10,552

112.82

112,57

112,79

HelffngforS.

10,572

10,552

10,572

ff tollen . .

22,185

22,225

22,185

22,225

London. . .

20,439

20 479

20,44

20,48

Nenvort . .

Paris....

1,19t

4,199

1,1915

4,1995

16,47

16,51

16,475

16,515

Schweiz . .

80,765

.0,925

60,74

80,99

Spanien

71 93

72,06

71,73

11.87

Japan . . . 'Mo de Fan Wien in D--

1,790

1.974

1,967

i.m

0,5055

0,5075

0.505

0,507

59,19

Ceft. Qbgeft

59,05

59.27

50,07

Prag

Bel irad

12,424

12,444

12,421

12,441

7,383

7,397

7,383

7,397

73,42

Budapeff.

73,28

73,42

73,28

Bul arten

>,027

3,033

3,027

3,033

yiffabon

20,43

20,47

20,43

<0,47

Danzig

81,74

81,90

81,72

81,88

Honst nttn

2,183

2,187

2,170

2,174

Älben

5,544

5,550

5,514

5,558

Lanada

4,183

4,191

4,183

4,191

Urn uav

4,276

4,284

4,276

4,284

L-irv

20.962

21.902

20.962

21.003

-Oie H«

Länder mit den MS ^mmenflelommen. aW 7^7° Zonderionfere !binett ** $rogramm 4* «ben, ab« ® * rate unb Sorr* jnntten fein vrismus und M O Konferenz oe Egen, zu veilen- r ütiflft ben flenen äc felbft hche jtbtff Lmenf nor unheoian

i

W.SeinerfJhmvn D« Nichlül "Z-L Ä"

Ä

Znhasts-tlebersic

betreffend die Aus Führung des Gefeh

nach D bi- bic W adzuiME 1- Dezember unb i ichmiede zu Gief Innern, Abteilun platz 2, zu richten 1- ein Geburt 2- der amtlid) orbnungsm geübt wird, der amtlich« als Geselle

x Prüfung d".Lehrgij^ J ^"lungsordnunc rwlabteilung für' 3armftabt

i, ^Zulassung lenalnbtfilunq n nonnten SBorfef "rmine

bet

n Aesiher- von 1 HJW Emstadt en fc nuar iq?R ,pre «erben 8

hessisch Äbtei

Str