Haus efngefteftrt vurven, grlgt. ®<mnrttr befanden sich j ecy s Ächwerorrletzte. Zur Zeil ist, da die Lohickiften der vier in dem auSgeöramrten Gebäude untergebrachien Betriebe nritverbrannt sind, noch nicht mit völliger Sicherheit zu sagen, ob wirtlich alle in dem Hause beschäftigten Personen sich rechtzeitig retten konnten. Gegen 2 ilf>r nachmittags waven di« Löscharbeiten so weit fongeschritten, daß da- Feuer als nieder- gekämpft gellen konnte.
Die Firma Daecker & Eo., in deren Räumen das Feuer zum Ausbruch kam, stellte Radio- material her. insbesondere Spulen, die mit Zelluloid umkleidet sind. Diese Zellulotd- austhüllen werden mit Azeton verklebt. Die Firma hat ihre früheren Favnträume auf einem Ga- ragengrundstück aufgeben müssen, weil die Polizei Einspruch dagegen erhob, daß aus einem Grundstück, wo Benzin lagerte, mit so hochfeuergefährlichen Stoffen wie Azeton und Zelluloid gearbeitet wurde, In den übrigen Betrieben des Grundstückes wurden im wesentlichen Papier und Holz verarbeitet.
Gegen 11 Uhr ertönte eine laute Detonation: im nächsten Augenblick hörte man die entsetzlichen Hilferufe von Leuten, die mit brennenden Kleidern a u s den Hof gestürzt kamen. Durch das Of^enbleiben der eisernen Tür, die aus den Fabrikräumen von Baecker auf das Treppenhaus führt, entstand ein L u f t z u g , der die Stichflamme der brennenden Zelluloilworräte durch den Treppen- schacht emporjagte, so daß sehr rasch die Arbeiter in den oberen Stockwerken entdecken mußten, daß ihnen der Fluchtweg abgeschnitten war. Die Treppe ist eine Granittreppe, deren Stufen sehr rasch unter der Einwirkung der Hitze in der Höhe der zweiten Etage barsten. Gleich darauf stürzten zwei ganze Treppenfluchten in die Tiefe. Zu allem Unglück waren die Fenster des Gebäudes durch eiferne Stabgitter unterteilt, so daß die Eingeschlossenen nicht ohne weiteres ins Freie gelangen konnten. Sie zwängten sich schließlich durch kleine, 40 Zentimeter breite Fenster auf den SimS hinaus, und einige sprangen in ihrer furchtbaren Angst au« der ersten undzweiten Stage auf das Pflaster des HofeS, wo sie mit Ann- und Beinbrüchen und inneren Verletzungen liegen blieben. Eine Gruppe von Arbeitern der Baeckerschen Fabrik bahnte sich einen Weg ins Freie durch das Privatkontor, wobei sie mit ihrem Körpergewicht zwei verschlossene Holztüren aufzusprengen genötigt waren. Das Arbeiten der Feuerwehr war durch die Enge des Hofes außerordentlich b.hindert. 3n dem engen Flur nach Oec Straße liefen etwa zwanzig Schlauchleitungen, da die Feuerwehr von den Dächern aller Rebengebäude wahre Wasserfluten auf den in riesige Qualmund Dampfwolken gehüllten Brandherd schleuderte. Gegen mittag wurden di« am Hof liegenden, zu Wohnungen benutzten Seitenflügel des Gebäudelomplexes, innerhalb dessen sich die Fabrik befindet, geräumt, da mit der Gefahr des Einsturz«- der ausgebrannten Fabrik zu rechnen ist.
Zwei Tote beim Berliner Großfeuer.
Der Inhaber der Möbelfabrik Hawlitzki, der auS dem zweiten Stock herabge- sprungen war und sich außer Beinbrüchen noch schwere innere Verletzungen zu gezogen hatte, ist gestorben. Don den übrigen 32 verunglückten Personen liegen neun mit schweren Verletzungen, die meist beim Abspringen und durch Verbrennungen entstanden find, im Krankenhaus. Die Arbeiterin Slfriede Kraus«, bei der wegen ihrer schweren Brandwunden von vornherem wenig Aussicht bestand, sie am Leben zu erhalten, ist gestern abend ihren Verletzungen erlegen. Das Befinden der anderen Schwerverletz «n wurde von den Aerz en gestern in später Abendstunde noch als sehr ernst bezeichnet.
Reichsbahn und Länder.
Auch Bade« protestiert.
Karlsruhe, 18. Dez. (WTD.) Die „Karlsruher Zeitung" (.Badischer StaatSanz.") veröffentlicht ein« Zuschrift, die sich mit der Eriwnnung der vier neuen Derwaltungs- catsmitglieder der Reichsbahn beschäftigt. Darin heißt es u. a.: Wir In Baden haben allen Anlaß, gegen das Vorgehen des Reiches den allerschärfsten Protest au echelen. Baden ist Greitzland und hätte daher um so größeres Interesse an einem Sih im Derwal- tungsrat der Reichsbahn, um so mehr als es durch den Unitarismus stets durchaus stiefmütterlich behandelt wird. DaS Reich hat sich bis beute noch nicht bemüht, die Regelung dec Zahlung der Eisenbahnschuld in Angriff zu nehmen. ES verzinst diese Schuld nicht einmal, schaltet aber die Gläubiger von jedem Witbestimmungs- recht aus. Für die weitere Sntwicklung der Beziehungen zwischen Reich und Landern, namentlich zwischen Reich und deutschem Süden, kann dies Verhalten nur die Folg.» haben, daß die Länder um so zäher an den wenigen Rechten fest halten müsen, die sie noch besitzen. Der Retchsbahnkonslikt ist ein Warnungszeichen für alle jene Optimisten, di? glauben, daß in einem „dezentralisierten" Einheitsstaat auf die Länderinteresfen mäh nur die geringste Rücksicht genommen toürae. Hier haben wir ein Beispiel, wie sich der Zentralismus mit gewis.er Rücksichtslosigkeit über alles — selbst über rechtsgültig« Verträge — himoegsetzt.
Bundeskanzler
Seipel über die Heimwehren.
Graz, 18. Dez. (WTB.) Auf Einladung der christlich-sozialen StadtorgLnisation sprach Bundeskanzler Dr. Seipel über aktuelle politische Fragen. Er sagte u. cu: Lassen Sie mich bei dieser Gelegenheit ein Wort über die Heimweh r e n sagen. Aichts rft falscher, als wenn behauptet wird, die Heimwehrbewegung bedroh« irgendwie die Demokratie. Im Gegenteil, die Sehnsucht nach wahrer Demokratie ist «ine der stärksten Triebkräfte der Heimwehr- bewegung. Deswegen vertraue ich auf sie und bekenne mich zu ihr. Deswegen bin ich nicht dazu zu haben, sie einem Scheinfrieden zu- lieve zurückzudrängen oder auch nur auf gewisse Telle unsere« Bundesstaates beschranken zu lassen. Ich kann (einer Partei zubilligen, jede Beteiligung im öffentlichen Lehen für sich und für da« Portetwesen in Anspruch zu nehmen, und ich wünsche andererseits nicht, baß in Oesterreich jede politische Partei chre eigene Garde hat,
Oer Völkerbund und Südamerika.
Oie streitenden Parteien beantworten Briands Telegramm. — Annahme der Vermittlung einer amerikanischen Macht. — Eine Ratstagung wird überflüssig.
Genf, IS.Dez. (WTB.) Das Generalsekretariat des Völkerbundes veröffentlicht ein Telegramm des bolivianischen Außenm.nisters an den Ratsoräsi- benten in dem Bezug genommen wird auf die dringenden Empfehlungen des Rates zur Vermeidung neuer Zwischenfälle. In dem Telegramm heißt es dann: „Meme Regierung g.bt unter Annahme dieser Anregungen Eurer Erzellenz die Versicherung, daß sie dem Chef der Militärposten den Befehl erteilt hat, jedes Vorrücken und jeden Angriff ihrerseits zu unterlassen und sich auf das Ergreifen von Defensiomaßnahmcn zu beschränken. Ich setze gleichzeitig den Völkerbundsral davon in Kenntnis, daß Paraguay die Mobilisation der Klaffen im Alter von 18 bis 28 Jahren angeordnet hat. Bolivien beschränkt sich auf die für feine Sicherheit unerläßlichen Vorsichtsmaßnahmen "
Der Außenminister von P a r a g u a y hat an den Ratspräkidenten eine lange telegraphische Note gerichtet. Zunächst weist die Regierung von Paraguay die Anschuldigungen der bolivianischen Regierung zurück, die als unerhörte Entstellung der Wahrheit bezeichnet werden, um dann dorzulegen, daß die bolivianischen Truppen ohne vorherige Kriegserklärung entgegen den Me- ihoden der Kulturvölker das Gebiet Paraguays überfallen hätten. Paraguay habe von Anfang an eine Untersuchung verlangt und alle friedlichen Wege angenommen, ein Beweis dafür, daß Paraguay nicht die Rolle eines Angreiferstaates beige- messen werden könne, während Bolivien jedes Untersuchungsverfahren ablehnte. „Meine Regierung,"
so schließt die Note, „hat soeben die guten Dienste der Panamerikanischen Schiedskommission angenommen, und ihre Haltung ist ein neuer Beweis ihres loyalen Friedenswunsches." Die Aktion des Ratsprasiventen.
Vorläufig keine Einberufung des VölkervundSrals.
Paris. 18. Dez. (XXI.) Am Dienstagmittag fanden am Quai d Orsay Besprechungen zwischen dem derzeitigen Ra^spräsiveillen, Außenminister Briond, dem Generalsekretär des Völkerbundes. Sir Eric Drummond, und dem Direktor der Politischen Abteilung im Völkerbund, Sugimura, über die Einberufung des Völkerbundsrates zur Schlichtung des Streitfalles zwischen Bolivien und Paraguay statt. Hieran schloß sich eine Besprechung mit dem Pariser Gesandten Boliviens und Paraguays. Wie verlautet, werden die beiden letztgenannten Staaten die Vermittelung einer dritten Macht, sei es der Vereinigten Staaten ober Argentiniens, anneljmen. Man erhofft hiervon eine günstige Lösung. Sollte es nicht gelingen, den Streit auf diesem Wege beizulegen, so würde bet DöllerbundSrat hiervon benachrichtigt werden und zu einem späteren Zett- purckt zusammentreten. Im Augenblick ledrnfall» wird, wie von allen zuständigen Stellen bestätigt wird, an die Einberufung des Völker- bundsrateS zu einer außerordentlichen Session In Paris nicht gedacht-
Oer deutsch-polnische Handelsvertrag.
Die Wilhelmstratze gibt sich optimistisch
Berlin, 18. Dez. (Privat.) Wie verlautet, wird der sachliche Stand der Handelsvertrags- Verhandlungen mit Polen In unterrichteten politischen Kreisen keineswegs pessimistisch beurteilt, wie es in den stimmungs- mäßigen Darstellungen der Piesse zum Ausdruck kommt, in die der Zusammenhang mit der Auseinandersetzung zwischen dem polnischen und dem deutschen Außenminister hineinjpieli. Das augenblickliche Stadium der Verhandlungen Wied dahin gekennzeichnet, daß das Vestreben vorherrscht, die Verhandlungen jetzt auf eine breitere Basis aufzubauen, und zwar müssen die Polen jetzt ihre Stellungnahme zu den deutschen Wünschen in präzisere Form bringen, und dann sollen auf dieser Grundlage bekanntlich Anfang Januar die Delegationen die Verhandlungen fort- führen. 3m ganzen wird der Eindruck von dem augenblicklichen Stand der Ding« in Berkdn als nicht ungünstig bezeichnet.
Verfafsungsumbildung in Aalten
Mussolini vereinigt alle Ministerien in seiner Hand.
Rom, 19. Dez. (TU.) Wie Me Pressesklle des Minisierpräsidimns mitteilt, hat der König den Rücktritt deS Kolonialministers Federzont genehmigt und den Ministerpräst- benten Mussolini mit bet Leitung dieses Ministeriums betraut. — Die Tatsache, daß Mussolini nun ein weiteres Ministerium übernommen hat, nachdem er außer dem Minister- Präsidium bereit- das Marine-, Kriegs-, Korpo- rattonS-, Innen-, Außenaninisterium und das Ministerium für Luftfahrt leitet, läßt darauf schließen, daß er allmählich auf den Zu stand hinaus will, daß es nur noch einen verantwortlichen Ministerpräsidenten und sonst nut Staatssekretäre gibt, was der BiHmarckschen Verfassung entsprechen würde, in der neben dem Reichskanzler nur StaotSselreLäre im Amt« waren.
Oie Wiederzulaffung der religiösen Orden in Frankreich.
Paris, 18. Dez. (WTD.) Die Regierung hatte angekündigt, bah sie bei Deratung bet Ra ch t tagskrebite für 1928 die Vertrauensfrage für Annahme der Artikel stellen werde, die die Wiederzulassung von neun religiösen Ordens- und Missionsgesellschasten por- fehen. Heute beschäftigte sich der Finanzaus- s ch u h der Kammer mit der Angelegenheit. Wit 20 gegen 20 Stimmen sprach er sich zunächst gegen die Absonderung der Artikel betreffend die Kongregationen und mit dem gleichen Stimmenverhältnis gegen den Heber gang zur Einzelberatung der Artikel der Rachtragskreolt- vorlage aus. Auf diese Weis« find indirekt auch di« Artikel über die Kongregationen ausge - schaltet worden. Hierdurch w rd eine äußerst komplizierte Lage geschasfen, über die sich wahrscheinlich morgen die Regierung vor dem Finanzausschuß äußern wird.
Oie mazedonische Frage.
Das Hindernis für eine Verständigung der füdslawifchen Staaten.
Sofia, 18. Dez. (TU.) Zn einem Gespräch mit einem Mitarbeiter der Belgrader „Politika" geißelte der bulgarische Ministerpräsident Liaptscheff mit scharfen Worten die lächerlichen und unwahren Meldungen über Bulgarien, die in letzter Zeit von Belgrad aus in die Welt gesetzt worden seien. Im Zusammenhang damit berührte Liaptschesf auch die Beziehunaen Bulgariens zu Jugoslawien und stellte fest, daß nach dem bisherigen Verhalten Jugoslawiens der Weg zu einer jugoslawisch-bulgarischen Verständigung noch weit sei. Von irgendeiner Verständigung oder gar Freundschaft könne nicht die Rede sein, solange Jugoslawien seine Grenze gegen Bulgarien geschlossen halte. Auf leinen Fall werde Bulgarien den ersten Schritt zur Annäherung tun, denn dies lei die Aufgabe des Stärkeren, de» Siegers, also Jugoslawiens.
Erregt lieh sich Liaptscheff über die mazedonische Frage aus: Belgrad rühr« immer wieder diese Frage auf, aber sobald ein Mazedonier jenseits der Grenze es wage, von her mazedonischen Frage zu sprechen, so roerhe er von den Serben ins
Aus aller Welt.
Awti Todesopfer eines Gasrohrbruchs.
3n Bad Wildlingen hat ein Rohrbrnch der Gasleitung zwei Menschenleben gefordert und eine Reihe weiterer Personen an den Rand de» Tode» gebracht. Die Bruchstelle konnte bi» in die Miltag»- slunden noch nicht feftgestelll werden. Sie befindet sich wahrscheinlich unter dem Hani« Rönt- genstrahe 15, von wo an» da» Ga« In den Zachwerkban eindrang und da» im Parterre schlafende Ehepaar Znhrhattrr Adler töte le. Eine im fjauf« wohnende Jrau, die nach « Uhr die erste Meldung zur Polizei brachte, halte ebenfalls schon |o viel Ga» eingeatmet, daß sie auf der Polizei ohnmächtig umfiel und erst, al» fie wieder zu sich tarn, nähere Einzelheiten er zählen konnte, weitere in dem Haufe wohnend« Personen. Sinder und Erwachsene, fchwebien einige Zeit in Lebensgefahr, doch gelang e» schließlich den Aerzten, sie wieder zum Bewußtsein zn bringen.
Dichter Rebel über Südengland.
London, 19. Dez. (WTD.-Funlspruch.) Seit gestern vormittag liegt über London und vielen Bezirken Süd-Englands Rebel, der sich im Laufe des Abends immer mehr ausbreitete und Der# dichtetL. Infolgedessen muhten Einschränkungen im Eisenbahnverkehr vorgenommen werden. Da nach Angabe des Luft- fahrtministeriums Fortdauer des gegenwärtigen Wetters in Aussicht steht, befürchtet man. daß der Weihnachlsverkehr in Mitleidenschaft gezogen wird. Der White-Star- Dampser .W a i e ft l cM konnte gestern nachmittag nicht von Southampton in See gehen und wird daher vor dem Weihnachtsfefte Reu- York nicht mehr erreichen. Der deutsche Ost-Afrika-Dampser »Rjafs a“, der von Durban nach Sou hampton unterwegs ist und gestern vormittag 11 ilfjr dort fällig war, ist ebenfalls vom Rebel aufgehalten worden.
Weihnachtsfeier des Deutfchen Vereins in London.
Die vom Deutschen Verein in London veranstaltete Weihnachtsfeier vereinigte weit über 200 Mitt glieder des Vereins mit ihren Damen und zahlreiche Gäste in froher Geselligkeit. Die Feier wurde mit dem Vortrag von Weihnachtschören eingeleilet. Darauf folgte ein Essen. Zum Schluß des Essens wurde vom Vorsitzenden des Verein-, Max Lindlar, der Trinkspruch auf den König aus- gebracht und io einem Telegramm an den König die Hoffnung auf vollständige baldige Genesung ausgedruckt, hierauf tranken alle Anwesenden auf das Wohl des Reichspräsidenten d. Hindenburg. Der Vorsitzende begrüßte dann unter lebhaftem Beifall aller Anwesenden den Ehrenvorsitzenden des Vereins, den deutschen Botschafter und Frau Sthamer. Der Botschafter beglückwünschte in seiner Dankrede den erst vor wenigen Monaten ins Leben gerufenen Deutschen herein zu seinem großen Erfolg und gab der Hoffnung Ausdruck, daß dieser Mittelpunkt des Deutschtums in London dauernd an Bedeutung und Einfluß wachsen möge. Ein Ball bildete den Schluß der wohlgelungenen Veranstaltung.
3uroe(enraub in Berlin.
Ein dreister Iuwelenrayb wurde in der Jerusalemer Straße —Ecke Leipziger Straße verübt. Ein junger Mann warf dort nach bekanntem Muster einen in Papier ein- gewickelten Mauerstein io die Schousenfter- scheibe der Iuwelerchandlung von Wilms. Die Scheib« ging in Trümmer und der Bursche benutzt« den nächsten Augenblick dazu, um zwei wertvolle Perlenketten tm Werte pon je 7000 Ml. aus Öen Auslagen pes Schaufensters gu stehlen. Passanten und Angestellte de« Iu- wellers hatten jedoch den Raub sofort bemerkt
Gefängnis geworfen. „Warum haltet chr diese Leute in den Gefängnissen?" rief Liaptscheff dem serbischen Journalisten zu. Auf dessen Gegenfrage, wer wen gefangen Halle, verwies Liaptscheff auf d i e elf im S k o pl i e r-Zuchtha u s sitzen- den mazedonischen Studenten. Dann schnitt er brüsk jede weitere Unterhaltung über Mazedonien ab, indem er ausrief: „Nein, nein — dies ist recht unerfreulich!" Nach Liaptscheffs Ansicht ist die Grenze nicht nur seit einem Jahr, sondern schon seit 1918 geschloffen, denn kaum ein Bulgare wage es, jugoslawisches Gebiet ohne triftigen Grund zu betreten: trotzdem habe nie verhindert werden können, daß von beiden Seiten jeder, dem daran lag, ohne Paß die Grenze überschritt. Wozu also die aufreizende Maßnahme einer formellen Grenzsperre.
unß nahmen Vie Verfolgung ves Diebe« aus. Der Täter wurde eingeholt und der Polizei übergeben. Es handelt sich um einen 24jährigen wohnungslosen Arbeiter. Die beiden wertvollen Ächten wurden bei ihm noch vorgefunden.
Der Kampf im Insterborger Zuchthaus.
Der schwerverletzte Oberwachtmeister Rau- joks, der bei der Meuterei im Insterburger Zuchthaus im Kamps mit Derr.ecker einen Schuß durch die Schläfe erhielt, ist gestorben. Der Raubmörder Dernecker selbst, der sich bekanntlich einen Kopfschuß beigebracht hatte, ist an den Folgen dieser Verletzung ebenfalls gestorben.
Zwei Brüder von einer Lokomotive erfaßt und getötet.
Ein schweres Unglück ereignete sich auf der Bahnstrecke zwischen Hagelstadt und Äöfenng, der Hauptstrecke Landshut—Rcgensburg. Die brei in Regensburg studierenden Söhne des Bahnbetriebsassistenten Völkel, der bei Hagelstadt ein Dienstgebäude bewohnt, gingen abends gegen 7 Uhr auf der Strecke auf dem Gleise heimwärts, als eine A r - beitslokomotioe heronfuhr. Während der älteste der Brüder im letzten Augenblick z u r S e i t e springen konnte, wurden die zwei längeren im Alter von 12 und 17 Jahren überfahren und tödlich verletzt.
Bandenüberfall in Serbien.
Im Dorle MalaMostanica in Serbien überfiel gestern nacht eine Band« von acht bis !ehn Räubern dos Gemeindehaus, obwohl ich darin eine Wach« von zehn Mann be- anb. Die Räuber nahmen das Gebäude unter Ge« wchrfeuer, das von den Wächtern teils aus Angst, teils wegen Munitionsmangel nur schwach erwidert wurde, erbrachen dann die Türe, zwangen die Wächter, sich unter den Betten zu verkriechen, und plünderten die GemeindekeZe, die 12 000 Dinar enthielt. Ein Einbruch in das ®e* meindewirtshaus blieb erfolglos, da die Kaffe leer war.
Eine Wellrundfrage der Srebsforfcher.
Die Kr«bS k orn mi ffi o n de« Völkerbundes. ein Ausschuß, in Dem Gelehrte fast aller Staaten der Well sitzen, tagt hi München. Sie beschäftigt sich mit der Melhod.k der Behandlung des Krebses, mit dem Studium der Der- brettung des Berufs- und des Lungenkrebses. Die Kommission, deren Arbeiten recht erfolgversprechend sind, hat an die bekann.esten Krei-s- forscher der Erde eine Rundfrage gerichtet. Es sollen die Krcbspro^lLme genannt werden, die mit Hilfe des großen inlemaiionalen Apparates des Völkerbundes studiert werden können und bei denen gleichzeitig Hoffnung auf prak- ttschen Erfolg bestehl. Die Krebskommission des Völkerbunds legi bei ihren Arbeiten den Haupt- wert nicht auf theoretische Erforschungen, fondew auf die praktische Inangriffnahme der Krebsbekämpfung.
Unter dem eigenen Fuhrwerk erstickt.
Tot aufgefunden wurde bei Feldkahl (Bayern, in einem Kalksteinloch an der Straß« der >Z- jübrige Dlerfahrer dev Aktien - Bierbrauerei Aschaffenburg. Di« Pferd« standen heil neben dem Loch. Der Wagen war um gefallen und der Leichnam lag, von einigen Fässern bedeckt, unten am steilen Abhang. Der Tkx- unglückte war abends gegen 9 ilf>r In Feldkahl abgefahren. Auf der vereisten Straß« tarn wohl der äßagen in» Rutschen und kippte um. Da sich der Verunglückte nicht mehr erheben konnte, muhte er jedenfalls ersticken.
Oie Wetterlage.
Dienstaa. L18.DezD.1928J
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Wettervoraussage.
Das östliche Hochdruckgebiet liegt im Bereich« absinkender Luftmassen, sv daß bie Temperaturen erneut zurückgehen. Wenn auch In unserem Gebiet ine Temperaturen nur 3 bis 4 Grad unter Aull lagen, so erreichen sie Im östlichen Deutschland Werte bis zu minus 18 Grad Eelsius. 3m weiteren Kalllustbnxnch hält der Frost an. Er dürste zunächst eine Zunahme erfahren. Dabei lassen die Riederschläge vorerst nach.
Voraussage für Donnerstag: Wolkiges Wetter. Zunahme des Frostes, meist trocken.
Aussichten für Freitag: Weiterhin Frost und überwiegend trockenes Wetter.
Lufttemperaturen am 18. Dezember: mittags — 0,1 Grad Celsius, abends —2,1 Grad Celsius; cm 19 Dezember: morgens — 8,4 Grad Celsius. Maximum — 0,1 Grad Celsius, Minimum — 3,6 Grad Celsius. — Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe am 18. Dezember: abends 0,6 Grad Celsiusi 19. Dezember: morgens 0,7 Grad Telsiu». — Lieder- schlag 0,1 Millimeter.


