Einzelbild herunterladen

Rhein, Vie deutschen Berge, Liebe, Abschied usw. ist ein Stück heimatlicher, nationaler Kunst, im Volk gewachsen und somit auch für das Volk bestimmt. Das Volkslied muh die Grundlage jeglicher Musikerziehung in der Schule sein. 3n seinen weiteren Ausführungen ging der Redner näher ein auf die Methode des Schulgesanges. Er zeigte neue Wege für die Ein­übung der Lieder. So stellte er die Handbewe­gungen und die Rotenschrift in den Dienst des Cingenlernens. Wie die Methode eines jeden Lehrfaches, so soll auch die des Gesangsunter­richtes arbeitsschulmähiger Ralur sein. Die be­handelten Fragen riefen eine recht rege Aus­sprache hervor, an der sich fast alle Anwesen­den beteiligten.

Kleine Strafkammer Gießen.

* Gießen, 16. Rov. Ein herumziehender Händler, der in einer von fünf Menschen be­wohnten Mansarde ein kleines Lager hielt, hatte auf einem Briefbogen mit dem prachtvollen Auf­drucke ..Gebrüder B., Textilwaren en gros' bei einer Fabrik für 1200 Mk. Waren bestellt und diese, natürlich ohne zu bezahlen, verlaust. Vom Amtsgericht hier wegen Betrugs zu einer empfind­lichen Geldstrafe verurteilt, verfolgte er da­gegen Berufung, die heute verworfen wurde, da er trotz ordnungsmäßiger Ladung nicht er­schienen war. Sein Mitangeklagter, ein hiesiger Kaufmann, verfolgte ebenfalls Berufung gegen seine Bestrafung mit einer Woche Gefängnis we­gen Beihilfe zum Betrug. Das Gericht ver­mochte in dem Schreiben des Angeklagten an die verkaufende Firma:B. ist mir gut bekannt, er besitzt meines Wissens ein eigenes Haus" (dies war, allerdings mit der Einschränkung, daß das Haus was der Angeklagte nicht gewußt haben will auf die Frau des D. über­tragen war, richtig) keine Täuschungshandlung zu erblicken und sprach den Angeklagten frei.

Ein Landwirt aus der Gegend von Vilbel, der vom Amtsgericht Vilbel wegen fortgesetzter, mehrere Jahre zurückliegender Rahrungsmittel- fälschimg zu 500 Mark Geldst rase verurteilt worden war, hatte mit seiner Berufung keinen Erfolg. Auf Grund der Beweisaufnahme nahm das Gericht an, daß die von seiner inzwischen verstorbenen Großniutter, dec Vorsteherin der Milchwirtschaft, mit etwa 10 Prozent Mager­milch versetzte Milch mit seinem Wissen in den Handel gekommen war. Die Berufung wurde zurückgewiesen.

Ein vorbestrafter Kaufmann hatte ihm kom­missionsweise übergebenen Stoff verkauft.und das Geld, wie er von vornherein vorhatte, für sich verbraucht. Auf seine Berufung blieb es bei den zehn Tagen Gefängnis, die das Amtsgericht ihm zuerkannt hatte.

Schöffengericht Gießen.

* Gießen, 16. Rov. Eine Molkereigenossen­schaft versandte wöchentlich größere Mengen But­ler il a. auch an die Verkaufsstelle der An­gestellten eines größeren industriellen Unter­nehmens. Dabei stellte sich verschiedentlich her­aus, daß die am Bestimmungsort festgestellte Ge­wichtsmenge hinter dem auf dem Frachtbrief an­gegebenen Gewicht um einige Pfund zurückblieb. Die sofortige Rachprüfung ergab dann auch mei­stens das Fehlen der entsprechenden Zahl der Halbpfundbutterstücke. Als eines Tages wieder einmal ein von der Empfängerin festgestelltes Mindergewicht sofort bei der Molkerei rekla­miert wurde, lenkte sich der Verdacht auf den Mpllereiverwalter. Dieser mutzte sich jetzt we­gen Llnterschlagung und Betrugsversuchs verant­worten. Da jedoch die Verhandlung keinen Be­weis für seine Schuld ergab, wurde er von der Anklage freigesprochen und die Staats­kasse mit den Kosten des Verfahrens belastet.

Aus der Llntersuchungshaft vorgeführt wurde ein schon sehr häufig vorbestrafter Mann, dem auch diesmal eine Reihe von Betrügereien zur Last gelegt werden. Er hatte sich bei Landwirten als Dienstbotenvermittler ausgegeben und ver­sprochen, in aller Kürze Personal zu beschaffen. Dafür erhielt er neben Mietgeld noch ansehnliche Beträge für seine Bemühungen. In den meisten Fällen lieh er dann nichts mehr von sich hören. Da der Angeklagte jeden Betrug bestreitet, ord­nete das Gericht die Ladung sämtlicher durch den Angellagten Geschädigten als Zeugen an. Die Verhandlung wurde ausgesetzt.

Sprechstunden der Redaktion

12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag geschloßen.

Anzeigenaufträge sind lediglich an die Geschäftsstelle pi richten.

Wirtschaft.

Oie Reichsbank Mitte November.

Rach bem Ausweis der Reichsbank vom 15. Rovember hat d e gesamte Kapital­anlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lom­bards und Efsekten um 267,6 Millionen auf 2041.4 Millionen Mark abgenommen. Im ein­zelnen find die Bestände an Wechseln und Schecks um 303,7 Mill, auf 1879,1 Mill. Mark zurück­gegangen, während die Lombardbestände um 36,1 MUl. auf 69,9 Mill. Mark angewachsen sind. Die Anlage in Effekten ist mit 92,3 Mill. Mark annähernd unverändert geblieben.

An Reichsbanknoten sind 237,6 Mill. Mark in die Kas en der Bank zurückgeflossen, so datz sich der Umlauf an Reichsbanknoten auf 4172,7 Mill. Mark vermindert hat. Dagegen hat sich der Umlauf an Rentenbankscheinen um 1,5 Mill, auf 514,3 Mill. Mark vermehrt. Dementsprechend haben sich die Bestände der Reichsbank an Rentenbanksch^inen auf 43,9 Mill. Mark ver­mindert. Die fremden Gelder zeigen mit 569,5 Mill. Mark eine Abnahme um 15,7 Mill. Mark.

Die Bestände an Gold und deckungsfähigen Devisen habe.l sich insgesamt um 41,1 Mill, auf 2749,1 Mill. Mark erhöht: i.n einzelnen sind die Goldbestände mit 2563.5 Mill. Mark, die Be­stände an deckungsfähigen Devisen mit 185,6 Mill. Mark ausgewiesen. Die Deckung der Roten durch Gold allein besserte sich von 57,6 Proz. in der Vorwoche auf 61,4 Proz., die durch Gold und deckungsfähige Devisen von 61,4 auf 65,9 Proz.

Berliner Handelsgesellschaft.

Die außerordentliche Generalversammlung der De.lincr H ndelsgesellscha t, in dec 15 177 700 Mk. Kvmmanditkapital vertreten waren, beschloß im Zusammenhang mit den amerikanischen Fceigabe- zahlungen, das Kapital um 6 Mill. Mr. ab 1. Januar 1929 gewinnberechtigte Anteile auf 28 Mill. Mk. zu erhöhen. Davon werden den Anteilseignern 51/2 Mill. Mk. derart zum Be­züge angeboten, daß auf je nom. 4000 Mk. alte Anteile 1000 Mk. neue Anteile zum Rennwerte frei von allen Spesen entfallen, während die restlichen 500 000 Mk. zu den gleichen Bedingun­gen der Pensionskasse der Bank überlassen wer­den. Zur Begründung der Kapitalserhöhung führte die Verwaltung aus, daß das in Amerika beschlagnahmte Vermögen in der Goldbilanz feine Verwendung erfahren habe. Für den Fall der Freigabe der Amerikaguthaben habe man schon damals eine Verstärkung der Reserven vorge­sehen, die nach dem jetzigen Eingang der Frei­gabezahlungen eine De.doppelung von zur Zeit 7 Mill. Mk. auf 14 Mill. Mk. erfahren werden. Auch dec Pensionsfonds, der eine Verminderung erlitten hrbe, bedürfe dec Stärkung. Hinzuzusü- gen sei, daß die Verwaltung Vorsorge getrof­fen habe, daß auch die kleinsten Anteilsinhaber ihr Dezugsrecht ausüben können. Auf den Hin­weis eines Aktionärs, daß die Anteilsinhaber erwartet hätten, daß ihnen die amerikanischen Freigabezahlungen restlos zugute kommen und sie Gratisanteile angeboten erhalten, erwiderte die Verwaltung, daß für die gemachten Vorschläge über die Verwendung der Freigabezahlungen schwerwiegende Erwägungen maßgebend gewesen seien. Der vorgeschlagene Weg sei im Inter­esse der Aktionäre beschritten worden. Wenn die Berliner Handelsgesellschaft 6 Mill. Mk. Anteile ausgebe, wolle sie dafür auch wieder 6 Mill. Mk. einnehmen. Auf die Anfrage, wieviel Kapital aus den Freigabezahlungen hereinkomme, verwies die Verwaltung auf die Ue&ertoeifang der 7 Will. Mk. an den Reservefonds. Was darüber hinaus noch zu erwarten sei, lasse sich ziffern­mäßig nicht sagen, das hänge von verschiedenen Faktoren ab, über die noch Verhandlungen schwe­ben. 20 Prozent der Freigabezahlungen werden in Zertifikaten gegeben, die nicht bewertet wor­den sind.

*

* D ie amtliche Großhandelsindex- ziffer. Die auf den Stichtag des 14. Rovember berechnete Grobhandelsindexziffer des Statisti­schen Reichsamtes hat mit 140,3 gegenüber der Vorwoche (140,2) leicht angezogen. Don den Hauptgruppen ist die Indexziffer für Agrar­stoffe um 0,1 v. H. auf 135,4 (135,2) gestiegen und diejenige für Kolonialwaren um 0,6 v. H. auf 126,0 (128,8) zurückgegangen. Die Index­ziffer für industrielle Rohstoffe und Halbwaren hat sich um 0,2 v. H. auf 133,4 (133,1) erhöht, während die Indexziffer für industrielle Fertig­waren mit 160,0 gegenüber der Vorwoche keine Veränderung aufweist.

* Eingang von Freigabegeldern bei Stollwerck. LautK. Z." wurde der Gebrüder Stollwerck 01.=®. durch Kabel aus Reuhork mitgeteilt, daß der größte Teil ihres

Freigabeanspruches, ungefähr IL Mill. Dollar, nunmehr eingetrofsen ist. Die genaue Olbrech- nung wird später erfolgen, da zu diesem Betrag noch die ausgelaufenen Zinsen hinzugerechnet wer­den. Ueber die Verwendung des Betrages wird in einer für Ende dieses oder Anfang nächsten Monats in Aussicht genommenen Aufsichtsrats- sihung Beschluß gefaßt werden.

Stillegung von sieben Zement­werken in Gesecke. Aus Essen meldet WTD.-Handelsdienst: Wegen Mangels an Auf­trägen sind sieben Zementwerke in der Gesecker Gemarkung stlllgelegt worden. Etwa 250 Arbei­ter werden dadurch brollos. Wan hofft, die Be­triebe im Januar nächsten Jahres wieder öff­nen zu können.

Abschluß der Amerika-Anleihe der Rudolph Karstadt A. - G. Rachdem sich infolge der amerikanischen Marktlage die Verhandlungen längere Zeit hingezogen haben, gelangt nunmehr die Amerika-Anleihe der Ru­dolph Karstadt, 01.»®., Hamburg, zur Durch­führung. Das Konsortium, bestehend aus den Firmen Dillon, Read & Co., International Acceptance Bank Inc. und Scholle Brothers, Reuyork, übernehmen eine 15 Millionen Dollar 6proz. 15jährige Rudvlph-Karstadt-Hhpothekar- anleihe, deren Emission unmittelbar bevorsteht. Gleichzeitig begaben Großaktionäre nach Reuyork Aktien dec Gesellschaft zwecks Plazierung in den Vereinigten Staaten in Form von Zerti­fikaten der International Olcceptance Trust Co., deren Tausch in Originalaktien für einige Zeit gesperrt wird. Die Einführung dec Aktien und der Anleihe an den amerikanischen Börsen ist in Aussicht genommen.

Arantjurter Börse.

(Eigene Drahtmeldung desGießener Anzeigers".

Frankfurt a. M., 19. Noo. Tendenz: fester. Zu Beginn der neuen Woche eröffnete die Börse in fester Haltung. Die Tatsache, daß die Verhand­lungen im Eisenkönflikt einen günstigen Fortgang nehmen, und aus diesem Gründe damit gerechnet werden kann, daß in allerkürzester Zeit die Arbeit wieder ausgenommen wird, gab der Börse eine An­regung. Dadurch veranlaßt, schritt die Spekulation verschiedentlich zu größeren Deckungen, so daß über­wiegend Kursbesserungen bis zu 2 0.H. zu verzeichnen waren. Auch die stärkere Entlastung des heute erschienenen Reichsbankausweises wurde beachtet. Die Stimmung war daher im all­gemeinen freundlich, besonders den Spezialwerten wurde größeres Interesse entgegengebracht. An der Spitze standen die Elektrowerte und Montanaktien, die recht lebhaft verlangt waren. Sonst blieben die Umsätze jedoch ziemlich begrenzt. Am Elektromarkt konnten Licht 8- Kraft 4 v. H., Lahmeyer 1,5 0. H., Siemens 1 0. H. anziehen. Schuckert waren auf Rea­lisationen eher angeboten und nur knapp behauptet. Kaliwerte waren uneinheitlich. Westeregeln lagen 2 v. H. schwächer, Aschersleben gut behauptet. Am Ehe- miemarkt lagen J.-G.-Farben bei kleinen Umsätzen 1,25 0. H. fester. Bei kleinem Geschäft überwogen am Bankenmarkt ebenfalls die kleinen Kursbesserungen. Schiffahrtswerte trotz der günstigen Lloyb-Emmis- sion angeboten. Nordlloyd eröffneten 2 v. H. niedri­ger. Sonst war die Kursgestallung uneinheitlich. Es überwogen sogar kleine Abschwächungen. Am Auto- markt waren Daimler mit minus 2 v. H. und Adler­werke mit minus 0,5 0. H. angeboten. Sonst verloren noch Süddeutsche Zucker 0,75 v. H., Elektrische Liefe­rungen 0,5 v. H. und Karstadt 0,75 v. H. Am Renten­markt waren Anleiheablösung für Neubesitz gefragt und fester, Allbesitzanleihe angeboten und schwächer. Ausländer ruhig. Im Verlaufe wurde das Ge s. recht still, da verschiedentlich Glattstellungen oorge- nommen wurden, so daß vereinzelt kleine Kursrück­gänge eintraten. Nur für Spezialwerte bestand wei­ter lebhaftes Interesse. Angeblich auf Kaufaufträge von feiten des Auslandes erholten sich Reichsban und I.-G.-Farben um je plus 3 v. H. AEG. verloren dagegen 0,75 v. H., Schuckert weiter- 1,5 v. H. Am Geldmarkt trat eine merkliche Erleichterung ein. Ta­gesgeld war mit 6,6 v. H. stärker angeboten. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4.1972, gegen Vfund 20,360, London gegen Kabel 4,8496, gegen Paris 124,09, gegen Madrid 30,10, gegen Mailand 92,52, gegen Holland 12,08.

Berliner Börse.

Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".

Berlin, 19. Nov. Auch zu Beginn der neuen Woche bleibt die Grundtendenz durchaus freundlich. Schon im heutigen Vormittagsver­kehr zeigte sich stärkeres Interesse, und an der Börse beobachtete man wieder Käufe des Publikums, be­sonders aber des Auslandes. Die Verhandlungen im Eisenkonflikt schreiten vorwärts, und es besteht die berechtigte Hoffnung, daß in kürzester Zeit eine Ver­ständigung erzielt, und die Arbeit wieder ausgenom­men wird. Einen günstigen Eindruck machte ferner

der heute veröffentlichte Reichsbankausweis über die zweite Nvoemberwache, der eine sehr gute Entlastung brachte. Die Wochenberichte der Presse waren zuversichtlich, und der bisherige Erfolg der Autoausstellung stimmte die Börse eben­falls günstig. Die ersten Kurse zeigten kein ganz einheitliches Bild, doch waren meist 1- bis 2-o. H.- Bcsserungen zu verzeichnen. Am Elektromarkt waren auf Realisationen Schuckert etwas angeboten und schwächer, dagegen blieben Siemens, Transradio, Schlesische Gas und vor allem Elektrische Licht gesucht und fest. Schiffahrtswerte schwächten sich um 1,5 v. H. ab. Man behauptete, daß in Nordlloyd reges An­gebot aus Amerika auf Grund der neuen überzeich­neten Anleihe bestanden habe. Montanwerke waren auf die Verhandlungen angeregt und fest. Rheinische Braunkohlen, Mannesmann und Hohenlohe standen im Vordergründe. Kaliwerte waren leicht angeboten und schwach. Dagegen blieben Farben weiter lebhaft. Deutsche Anleihen fester. Auch Ausländer trotz ruhi­ger Haltung überwiegend gebessert. Am Pfandbrief­markt waren Goldpfandbriefe eher etwas nachgebend, Liquidationspfandbriefe waren fest, ebenso Anteile freundlicher. Der Geldmarkt zeigte eine Erleichterung. Tägliches Geld 6 bis 8 v. H., Monatsgeld 7,75 bis 8,75 v. H., Warenwechsel 6,90 v. H. Nach den ersten Kursen wurde es, von Farben, die etroa, 2,5 v. H. gewannen, ausgehend, allgemein fester und'lebhafter. Auch Waldhof 2 v. H. höher. Im späteren Verlaufe wurde es jedoch wieder ruhiger und auf Glattstel- lungen eher etwas schwächer. Elektrische Licht, die erneut 1,5 v. H. gewannen, wurden lebhafter um­gesetzt.

frankfurter Getreidebörse.

Eigene Drahtmeldung desGießener Anzeigers".

Frankfurt a. M., 19. Rov. Die Tendenz des heutigen Frankfurter Produktenmart.es war bei sehr ruhigem Geschäft im allgemeinen gut behauptet. Weizen gab eine Kleinigkeit nach, dagegen Futtermittel mehr angeboten, so Mais 0,25 Mk. weniger. Auch das Mehlgeschäft war sehr ruhig bei ziemlich großem Angebot und einigen Preisrückgängen namentlich für Weizen­mehl um 0,25 Mk. Es wurden notiert: Weizen 23,15 bis 23,10 Ml.: Roggen 22, Sommergerste (für Brauzwecke) 24 bis 24,25; Hafer (irtL) 23,50 bis 23,25; Mais (gelb, für Futterzwecke) 22,25; Weizenmehl (süddeutsches, Spezial 0) 33,50 bis 34; Roggenmehl 29,25 bis 30; Weizenkleie 13,50 bis 13,60; Roggenkleie 13,75; Erbsen (je nach Qualität für Speisezwecke) 35 bis 62; Linsen (je nach Qualität für Speisezwecke) 70 bis 115; Heu (süddeutsches, gut, gesund, trocken) 13 bis 13,50; Weizen- und Roggenstroh (drahtgepreßt) 4,40 bis 4,50; (gebündelt) 3,50; Treber (getrock­net) 20 bis 20,50 Mk. Tendenz: ruhig.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".

Frankfurt a. M., 19.Nov. Auftrieb: Rinder 1482 Stück: darunter 311 Ochsen, 85 Bullen, 660 Kühe, 392 Färsen, 565 Kälber, 100 Schafe, 4908 Schweine. Ochse n: vollst., ausgemäftete, höchsten Schlachtwerts, jüngere 55 bis 58, ältere 51 bis 54, sonstige vollst., jüngere, 46 bis 50; Bullen: jün­gere, vollst., höchsten Schlachtwerts 48 bis 51, son­stige vollst, oder ausgemästete 40 bis 47; K ü h e: jüngere, vollst., höchsten Schlachtwerts 43 bis 46, sonstige vollst, oder ausgemästete 36 bis 42, fleischige 30 bis 35, gering genährte 25 bi» 29; Färsen (Kalbinnen, Jungcmber): vollst., ausgemäftete, höchsten Schlachtwerts 54 bis 58, vollst. 49 bis 53, fleischige 42 bis 48; Kälber: beste Mast- uyd Saugkälber 63 bis 70, mittlere Mast- und SäAtz- tälber 56 bis 62, geringe Kälber 48 bis 55; Schweine: Fettschweine über 300 Pfund Lebend­gewicht 77 bis 79, vollfteischige von 240 bis 300 P und Lebendgewicht 77 bis 79, von 200 bis 240

P und Lebendgewicht 78 bis 80, von 160 bis 200

P d. Lebendgewicht 75 bis 79, ft. von 120 bis 160

P und Lebendgewicht 70 bis 75, Sauen 64 bis

68 Mark. Marktverlauf: Rinder ruhig, Ueberftanb. Schweine schleppend, Ueberftanb. Kälber und Schafe ruhig, ausoertauft.

Letzte Nachrichten.

Harry Daniela verhaftet.

münftec am Stein, 19.Rov. (2BIB. Funk- sprach.) Harry D 0 m e l a , der durch seine fiöpe- nickiade in Thüringen von sich reden machte und sich seit einiger Zeit vorschriftsmäßig angemeldet a u f der Lbernburg aufgehalten hatte, wo er mit der Abfassung eines neuen Buches be­schäftigt war, ist auf drahtliche Aufforderung der Berliner Staatsanwaltschaft verhaftet worden und dem zuständigen Richter vorgeführk worden. Der Grund zu dieser Maßnahme ist noch nicht bekannt.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angesührten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8 Prozent.

Frankfurt a. M

Berlin

Frankfurt a. M

Berlin

Frailksur« 0. M

Berlin

Berlin. 17 November

Geld

Brief

französische 9koren.....

Holländische Noten ...... Italienische Noten ...... Norwegische Noten . .... Deutsch-Ocstcrr, äioo Kronen Rumänische Noten......

Schwedische Noten......

Cchwciter Noten .......

Svantsche Noten.......

Tschechoslowakische Roten . . Ungarische Noten

Devisenmarkt Berlin-

Telegra phische

I67Ü2 167,96 21,90

111,53 58.78

2,53 111,83

80,55 67,43 12.39 72.90

-Frankfurt Auszahl

nnn 168,64

21.98

111,97

59,02

2,55 112,27

80,87

□7,71 12,45 73,20

O.M.

u n g.

SW-, flur» |

1-Uhr- Nur»

Sch.ub Nur»

Wn|ang Kur»

Schluh- flur»

1-Uhr- Kur»

Sch.utz- kur.

Anjang Kur,

Schlub-I l-Uhr- Rurs 1 Kur»

Schiuh Kurs

Ansang flut»

Datum

17 It.

19. 11

17 11.

19 11.

Datum:

17. 11

19 11.

17. 11.

| 19 11.

Datum:

17. 11 ; 19. 11.

17. 11. | 19. 11.

6% Dt »elchtanltihe 0 1927

®l lnl.-ewidl.-6i6uL6 Oufr tD|.-8ied)ten

DHfll. ohne SuSlos.-Rechte

7% Frank!. Hyp.-Dl Soldps un kündbar bti 1932

<H% Khetnticke Hvv^Bank Lian. Sclbvl.

tLS.ti adg 'S orteteaS-Cbligatton. rückraülbar 1932

4% Sckwey. iBunDeeb.-läHL. 4% Oekterrrübliche öolbrtc..

4,20% Ceften Silberne.

4% Lellerretch etnhetU Site.

4% Ungarische Goldrte 4% Ungarische SianiiL o. 1910 »% Oetfll. von 1913 4% Ungarilche Kronenrte.

4% Eüd. ZoUanleihe v. 1011

4% lürkilcke Bagbadbahn-Anl., Serie 1

4% cesfll. Serie II ... 4% Rumänen contrert Site. . . .

Rumänen öolbdnl von ISIS

flllfl veuycke ttlen'xibn 4tz

tzamburo-Smeriko Lakct . . 8 Pamb.-Südam Dampssch. . . 6 Hansa Dampsschtss . . 10

Äorbbeutidiei Llovb .... 8 Wg Deuts ckeCredilauS. . . 10 ©armer Bankverein ... 10 Berliner Hanbelrgeiellsch. 12 Low merz- und Prtvat-Baul 11 Darrnü u 'Sattonalbanl 12

Deuilche Bank w

DWonio-meleUidjaft 8Lnt. 10 Dresdner Bank . U

DHrttlbrutidie 4uötttxad . . v Relallbanl ........®

VLrtdrftxm! ....... 1>

78.4

51.3

15

z

36,3

1,85 13,175

147 ,"5

147

136

140

1 7.5

293

168.25

1'3.75

168.5

306.5

143.75

<14,9

| | t | 1 | 1 | | Illi 15 5 1 1 *53 Sei 1 ÄL SS "8

87.i

51,1

15.3

2A

26,4

.5 13,25

13,3 13.15

31,65

147.75

184

182 I45.7o 137.25 139.65

286 l»8.35

<93.9 »9.25 l->3.2o

170 <15.25 IM.75

315

1 -l*® 1 1 1 1 | | 1 ~ 1 |°i 1 Illi 1 ,o. 1 3 3 3

iZLii.®. .......8

Bergmann..... ... 9

Elektr. Lieferungen.....10

Licht und Jhafl . . 10 Helten 4 Guilleaume. .... 6 ®cf. f. Elektr. Untern- . « . 10 Hamb. Elektr. Werte .... 10 Rhein. Elektr. . ...... 9 Sckle>. Elektr. ...... 10

Siemens 4 Halste . . 18 Tranlradio . ....... 8 Labmever 4 En.. .... . 10

Buderus ....... 6

Deutsche Grt&l ....... 6

Essener Steinkohte......8

Gelsenkirchener ... 1 56 3- 4 Harpeaer ........ 6 Hoesch Eise». ........ 8 iWe Bergbau ....... 8 ftlMnerroette ........ 7 Söln-Reuessea. ....... 9 Mannesman» ....... 8 ManSselder .......7

Oberschies. Eisend, vedarf. . . B Obersckle!. Lotewerte ... 6 Phüntr Bergbau t>¥i

Rheinische Braunkohle» 10

Rhetusiadl f. % 3* iVi

Riebeck Montan .....7L

Bereinigte Stählte......6

Oiavi Minen ..... t »h

Lall Aschersleben ..... 10 Sah Westeregeln ..... 10 Kaliwerk ©au bett at® ... tfi z Ä Sarden.IndnVte... IS Dynamit Röbel . ...... B Scheide anstatt ....... 9 Goldschmidt .. 5

RLtgetewerte . ..« MetallgeieMchM. ..... 11

188

175

445.:.

158

-46,5

112,5

139

123.75

131

129.5

131.25

92,5

95

61,5

282.5

286,75

498

254

199,75

99.5

105

198, t

189.2o -

175

251

276,75

I

245.5 416

169.5

139

127.5

136

2

113,9

131,75 119.5

115.25

95 276,5 138.5

283.1 283.5

495

56.5

194

200

188.7a 224,9 174.5

247

152 275.75

147 159.75 230.25

243.5 414.5

155

88.25 139.25

126 125.5 134. v

136 240,75 112.1. 133.25

130

121 115.25

115.5 94.25

272.75 116,5 143,5

.ö

61.9

283 285,0 195,5

254,75

120

99,4 106,13

189.25

224.9

175.5

249 75

151.75

276.9

147.6

160

233

244.9 416.7o

151.75

168

89.25

139,25

127 126,75 135.75

137,5

239 112.75 134.75

132

120 115

116.1

94.7"

276

137,25

95.75 »2.5

28t

282.75

494.5

55.75

121.25

100.75

106.6

Philipp Holzmann......7

Heidelberger Ccment .... 10

Semem Larlslabi......8

War,h 4 Freitag .....10

Sckulchete Badenhofer . . . 15

Ostwerte 12

Set. Glan-stofs......18

Bemberg ........ 14

Zellstoss Daldhos.....12

gcllSofs Sfdiaffenbum ... 12

Charlottenburger Wasser ... 7

Dessauer GaS 8

Daimler Motoren ...... 0

Demag ....... 0

Ludw. Loewe ...» . 10

Rat. Aulomobil . ...... 0

Oien Hein 6 Kovvel . . . 6

Leonhard Dietz ..... 6

Bamag-Megutn ....... 0

Franks. Maschine» ...... 6

Gritzner . 11

Hevligerrstaedt ....... 0

JunghanS . .......4

Lechwerte . . . ..... 8

Maintrastwerte . ..... 8

Miag ...... . 10

Nekarsulmer ...... 8

Peter4 Union . ....... 8

Gebt. Roeder .......10

Borgt 6 Haessner ...... 6

®übb. Lurker 8

Bank

135

136.5

175 136,25

278,75

92.75

114.75

22.5

70,5

120,5

15

89

110,5

22

105 25

124.5

215 149,25

noken.

137-

137.25

137

282.5

208

90,1

113.5

I

109

140.25

135,7a

>27,4 287 585

486

279.5

204.75

1.8.75

195.5

90.75

49.25

114

248,5 57.5

107,5

288

22.13 71.5

89.5

136

21.25

105,5

210

1 1 1 1 SHÄLH | 1 1 | | 1 1 1 1 | 1

S "'S 2° SS__

17. No

Sinnliche Geld

bember

Nou.rung Bries

19 Novemb r

Amtliche Notierung

Geld I Bric>

Am fl--Rott. Buen.-ÄtreS vrff.'Anno. Kbnftiania Kovenbagen Etockdolm . HelsingiorL. fttalun - . . London. . . Neuvork . . Paris.... Schweiz . . Svaaien . Kavan . . . Rio de Fan. Wien in D-- Oeft- abgesl Prag Belgrad . . Budaveii. . Bul arien Lissabon Danzig . flonttanrtu. Athen Lanado Urn nav Un . .

168,34 1,768 o8,27

111,76 111,79 112,09 10,549 21,975 20,335 4,1935

16,39 -0,72 o7,59 1,948 1.501

38, »3 12,427

7,.8>8

<3,105

,029

18.86 61,285

2.111

5,425

4,190 4,286

-'0.855

1(18,63 1.772 58,39

111.98

112,01 112,31

10,569

22,015 20,375 4,2015

16,43 d0,88 67,73

1,952 3.5üu

59,

12,447

7,o82 73,245

-,030 18,92

-l,44t5 -.114

5,4:35 4,198 4,294

20.895

i6ä. 1,768

58,275 111,76 111,78 112,08 10,551 21,975 20,334 4,1950 16,385

80,72 j7,59 1,948

0.5005

08,-25 12,428

7,368 73,105

-,029 18,83 81,29 2,103 5,425 4,192 4,286

l0.858

168,67 1,772

58.395 111,98

112.00 112,30 10.571

22,015 20,374 4,2030 16,425

50.88

67,73 1,952 0,5025

J9.045 12.448

7,382 73,245

--,05 18.87

81,4.5

2,107

5,435

4.200 4,294

20.898

Berlin, 17. November

'Seid

Änei

Amerikanische 'Jlota ..... Belgische 9?oteu ....... Dänische Roteo ....... Englische Soten........

£774

58.08

U1.53 20.307

I7I33

58,32

111.97

<0.587