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Ober-Ofleiden, den 19. November 1928.

Die Beerdigung findet Dienstag, 20. Nov., nachmittags 2 Uhr, statt.

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Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, gestern vormittag 8 Uhr meinen lieben Mann, unseren guten, treusorgenden Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager, Onkel und Pate Herrn Heinrich Metz VH.

Kaufmann

im Alter von 59 Jahren plötzlich und unerwartet von uns abzurufen.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Frau Kätha Metz geb. Schildwächter,

Echter deutscher loneo Bienenhonig mit dem Verfchluhitreifen des Deutschen Imsterbundes in Gießen nur zu haben b-, sei nm MW, sellmmg 70

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Todesanzeige.

Es gefiel Gott wohl, unsem lieben Sohn und Bruder

Otto

im noch nicht vollendeten 20. Lebensjahre nach langem, in Geduld ertragenem Leiden, in Gewißheit seines noch erfahrenen Heiles in Jesu zu unserm Tröste heute morgen 10'/, Uhr in die obere Heimat abzurufen.

In stiller Ergebung in den Willen Gottes zeigen hiermit an Karl Luh II. nebst Familie

und allen Angehörigen.

Leihgestern, den 18. November 1928.

Die Beerdigung findet Dienstag, den 20. November, nachmittags 21/, Uhr, statt

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raffen unker Ttatoetftnrng gvvster Hitze gctoomten, wobei nicht die peinliche Sauberkeit herrscht die zuletzt die Ausmachung de» Honigs in deut­schen Schaufenstern vermuten 12HL ES sei aus­drücklich daraus aufmerksam gemacht, daß Gewähr für echten brutschen Dien.uchontg nur die mit dem Derschluhstreifen des Deutschen ZmkerbundeS ye- setzlich geschützten Packungen bietet

* Kellereinbrüche 1 m südöstlichen Stadtteil. Aus der äußeren Liebigstraße wird uns mitgeteUt:Der südöstliche Stadtbezirk wird feit längerer Zeit von Kellereinbrechern heimgesucht Liner der Täter konnte verhaftet werden. Derartige fragwürdige Personen suchen hauptsächlich Straßen- teile auf, die nicht genügend beleuchtet und wenig belebt sind. Untrügliche Anzeichen, wie eingedrückte Kellerfenltergittcr, Antrefsen fremder Personen in Hinterhöfen usw., lassen daraus schließen, daß außer dem Verhafteten noch andere derartige Kellermarder am Werke sind. Sie scheinen, was aus verschiedenen Beobachtungen von Bewohnern der äußeren Liebig­straße entnommen werden kann, z. B. sich den Stra­ßenabschnitt zwischenAus der Weißerde" und Welckerstraße als Betätigungsfeld ausgesucht zu haben. Es wäre sehr zu wünschen, wenn durch bes­sere Beleuchtung dieser Gegend und durch häufigere Polizeipatrouillen diesen Kellerintereffenten zur Be­ruh.guna der betroffenen Bewohnerschaft da» Hand­werk gelegt würde."

Eine Schlägerei spielte sich in der Nacht zum Sonntag gegen drei Uhr in der Bahnhofstraße zwischen zwei Dachdeckergehilfen ab. 8m Verlaufe der handgreiflichen Auseinandersetzung zoa der eine der Kampfhähne sein Meffer und brachte damit seinem Gegner einen erheblichen Stich im Gesicht bei. Die sofort anwesende Polizei benachrichtigte die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz, die den Verletzten nach dem Anlegen der ersten Ver­bände zur Ehirurgischen Klinik brachte. Ursache des Streites war das Ewig-Weibliche.

Auftrieb aut dem heutigen Frankfurter Schlachtviehmarkt. 311 Ochsen, 85 Dullen, 663 Kühe 392 Färsen. 595 Kälber, 100 Schafe, 4908 Schweine.

Berliner Börse.

Derlin, 19. Doo. (WTD. Funkspruch) Da die Verhandlungen im Eisenkonflikt in Düssel­dorf einen günstigen Fortgang nehmen und zur Stoffmmg berechtigen, daß die Arbeit in küßest er Zeit wiedcr ausgenommen wird, ist die Stim­mung im heutigen Vormittagsverkehr wieder freundlich. Das Geschäft ist natürlich zu Deginn der Woche noch nicht umfangr ich Die Schluß­kurse vom Samstag werden als Geld-Kurse ge- sprochen.

Bornotizen.

Taaeskalender für Montag Christliche Dersammlung Gießen: Dortrag:Die Schöpfung im Lichte der Dibel", 8.15 Llhr, im Cafe Leib. ADAC., Ortsgruppe Gießen: Dortrag:Deuere Krcrftstof'e", 8 L1.hr, im Saale desHotel Schütz". Lichtspielhaus, Dahn- hofftraße:Liebe im Kuhstall '. Astoria-Licht- spiele: »Eine Schreckensnacht im wilden Westen".

Stadttheater Gießen. Aus dem Stadt­theaterbureau wird uns geschrieben. In Vorberei­tung ist Alfred Reumanns SchauspielDer Patriot". Alfred Reumann gehört zu den zukunftsreichsten Autoren des modernen Theaters. Seinen Ruhm be­gründete Reumann mit dem bereits sehr bekannten RomanDer Teufel". Sein historisches StückDer Patriot", das in Rußland spielt, wurde das Zugstück des Berliner Lessingtheaters. Morgen findet die letzte Aufführung von SchillersDon Carlos" ftatL Regie: Oberspielleiter Hans Tannert. Am Mittwoch, 21. November (Buß. und Dettag) finden zwei Frcmdenvorstellungen statt, 15 Uhr das mit so großem Erfolg aufgeführte Lustspiel3m weißen Rößl" von Blumenthal und Kadelburg, 19.15 Uhr zum erstenmalEine Frau von Format", Operette von Rudolf Schanzer und Ernst Welisch, Musik von

Aus der provinzialhaupisiadt

Gießen, den 19. Dovember 1928.

Professor Dr. teufert t-

QIm 16. Dovember starb an den Folgen eines Schlaganfalles Professor D> Sonst Leutert ehemaliger Dire.tor der Hinve sitäts-Ohrcnklrnll me^kttrLwurde am 24. ^?ember 1862 in dem jetzt au Halle gehörigen Dorfe Grebrchmstein als Sohn des FabcUbesitzers Srnst Traugott Leutert geboren. Cr besuchte das Gymnasium m Halle und studierte dann Medizin in Freiburg, Straß­burg und Halle. Dach seiner Approbatron bildete er sich vor allem in Pachvlvgischer Anawmte und Dakteriologie aus. arbeitete 189594 am Pc^ho- logischen Institut in Gießen und wurde dann Assistent bei dem damals bedeutenden Otologen Schwarze in Halle. Im Jahre 1897 ging Leutert nach Königsberg und konnte sich hier bald siir Ohrenheilkunde habilitieren. Schon als Privat- dozent verstand er es. sich ein« angesehme Stel­lung zu schaffen. Seine produktive wissenschaft­liche Tätigkeit machte ihr bald allgemein bekannt. 3m Dovember 1901 wurde er als außerordent­licher Professor und Leiter der Ob.enpolillinik nach Gießen berufen und wenige Jahre später zum ordentlichen Professor ernannt

Leuten war ein sehr guter Operateur und Diagnostiker. Schon seine ersten wissenschaftlichen Arbeitenlieber Hammer-Amboh-Extraktton" undHeber das Derhalten der Temperatur nach Warzensortsatzoperationen" hatten Aussehen er­regt Sein eigentliches Forschungsgebiet waren di« Grkrarck.ngen des großen Hirnblutleiters (Sinus slgmoidcus) bei Mittelohrentzündungen. Eine grofie Zahl von Arbeiten sind von ihm dar­über erschienen. Er erkannte zuerst, daß die Sinuethrombose bie Ursache der otogenen Sepsis ist. Wit dieser Anschauung stand er damals alllein, heute ist sie Allgemeingut aller Ohren­ärzte geworden. Die Dedeutung der Lumbal­punktion für die Ohrenheilkunde hat Leutert sofort erkannt, auch Derben len wir ihm wert­voll« Aufschlüsse in der Cholesteatomfrage, vor dHem in der Diagnostik des Cholesteatoms.

Der Gelehrt« litt sehr unter den schlechten äuße­ren Verhältnissen, unter denen er in Gießen ar­beiten mußte. Seine Klinik befand sich in dem kleinen Hause Ecke Frankfurter Straße-Liebigstraße am Bahnübergang, wo jetzt die Polizeiwache ist. Immer schwerer lastete auf ihm der vergebliche Kampf um einen Neubau seiner Klinik. Das Ge­fühl, seinen Kranken nicht so helfen zu können, wie er gern wollte, und in seiner wissenschaftlichen Tätigkeit durch die kümmerlichen äußerlichen Der- haltniffe dauernd gehemmt zu sein, ließen schließ­lich in chm den Entschluß reifen, seine Stellung aufzugeben. Im Jahre 1908 bat er um seine Ent­lassung aus dem Staatsdienst«, die chm auch ge­wahrt wurde. Leutert war aber so verbittert, daß er sich von nun ab nicht mehr um die Ohrenheil­kunde kümmerte. Er, der bis dahin zu den führen­den Otologen gehört hatte, gab nach seinem Aus­tritt aus der Klinik jede wissenschaftliche und prat- tifche Tätigkeit auf. Rur im Kriege, als sein Rach- folger, Professor Dr. v. Eicken ins Feld aog, hat er noch einmal für ein Jahr die Ohrenklinik als stellvertretender Direktor geleitet.

Der Heimgegangene war beseelt von einer gro- ßen Herzensgute. Dem Fernstehenden konnte er

** Der W ochenm arkt, der seither auf dem Lindenplatz und in dar Markthallenstr« abgehallen wurde, wird von morgen, Dienstag, ab. wegen der Inangriffnahme des Daues des Warktlaubengebäudes, nach der Sencknbergstraße verlegt. In den schon bestehenden Marktlauben bleibt der Derkauf, wie seither. Die ©enden* bergstraße wird an Wochenmarkttagen während der Wochenmarktzeit für den Fährverkehr usw., wie die übrigen als Wochenmarktplah benutzten Straßenteile, durch aufgestellte Tafeln gesperrt.

** Iustizpers onalie. Ernannt wurde der Iustizinspektor bei dem Amtsgericht Aidda Josef D a p p e r zum Iustizrnspeövr bei dem Amtsgericht Gieß n.

** Eine Kraftfahrlinie der Gewerk­schaft Gießener Braun st einbergwerke oorrn. Fernie. Wie wir hören, beabsichtigt die Gewerkschaft Gießener Braunfteinbergwerke vorm. Fernie zur Beförderung der bei ihr beschäftigten Arbeiter eine Kraftfahrlinie zu errichten, die vom Bergwerk ausgeben und auf der Hinfahrt folgende Orte berühren soll: Leihgestern Großen-Linden Lützellinden Groß-Rechtenbach Weidenhausen Volpertshausen Reiskirchen Schwalboch NeukirchenAltenkirchen. Die Rückfahrt von Alten­kirchen soll stattfinden über Philippstein Bon­baden Laufdorf Nauborn Reiskirchen Volpertshausen Weidenhausen Groß-Rechten- bad) Lützellinden Großen-Linden Leih­gestern nach dem Bergwerk. Es sind zwei Hin- und zwei Rückfahrten am Tage vorgesehen, von denen die erste vormittags 3.4-5 Uhr und die zweite nach- mittags 3,30 Uhr am Bergwerk ihren Anfang nimmt. Auf der Rückfahrt sollen die Wagen vormittags 6.35 und nachmittags 6 20 Uhr am Bergwerk wieder ein­troffen. Die kraftfahrlinie soll lediglich zur Be­förderung der bei der Gewerkschaft beschäftigten Arbeiter dienen. Die Beförderung der Arbeiter soll auf Grund von Wochenfahrkarten erfolgen, deren Preise sich in angemessener Höhe bewegen werden.

Hausfrauen kauft deutschen Di e- nenhonig! Man schreibt uns: Dur zu wenig ist es den Müttern bekannt, daß das Desto für ihre Kinder bei Erkältungen und zu, sonstigen Heilzwecken, sowie auch als Ersatz für <ucker in Milch oder Kakao immer noch der naturreine deutsche Dienenhonig ist. Der Honig darf jedoch mit Milch u. dgl. nicht zu heiß gemischt werden, sonst verliert er von seiner Dähr- und Heil­wirkung. Außerdem zersetzt sich Milch sehr leicht, wenn fie heiß mit Dienenhonig in Berührung kommt. Deim Einkauf wird der Hausfrau zur Dorsicht geraten, da 95 v. H. von dem Honig, der sich im öffentlichen Handel befindet, AuS- landhonig ist und dieser an Qualität unserem deutschen Honig bei weitem nicht gleichkommt, wenn er auch in den Zeitungen öfters als reiner goldgelber Dienenblütenhonig angepriesen wird. Auslandhonig wird meistens in den südlichen Ländern von unkultivierten schwarzen Menschen-

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wohl schroff und raub erscheinen, aber unter dieser rauhen Schale verbarg sich eine treue Seele voller Liebe und Güte für seine Mitmenschen, vor allem für seine Kranken. Er war ein Mensch, der im stillen viel Gutes tat und manche Rot gelindert hat. A. Brüggernann.

Ausbau beim Arbeitsamt Gießen.

Mit der Zusammenlegung der Arbeitsnachweis­ämter Gießen, Bad-Rauheim und Friedberg sind auch wie man uns schreibt die Aufgaben des Arbeitsamts gewachsen. So ist beabsichtigt, den Ausbau der Arbeitsvermittlung und der Berufsberatung in Angriff zu nehmen. In der Arbeitsvermittlung sollen u. a. auch die Akademiker-, Angestellten- und insbesondere die landwirtschaftliche Vermittlung besonders gepflegt werden. In der Berfsberatung ist nicht nur eine Abteilung für männliche, sondern auch eine solche für weibliche Berufe vorgesehen, die mit besten Fach­kräften besetzt werden sollen. In den bisher vom Arbeitsamt in der Allen Klinik benutzten Räumen kaffen sich diese Spezialaufgaben aus mancherlei Gründen nicht ausführen. Dec halb hat das Arbeits­amt in den Schwarzschen Kolonnaden geeignete Räume gemietet, in denen zunächst die Direktion untergebracht ist. Es steht zu erwarten, daß noch im Laufe dieses Jahres die Akademiker- und Ange- stelltenvermitllung ihre Tätigkeit in den neuermie­teten Räumen aufnehmen wird, ebenso steht die Einrichtung der Berufsberatung in den neuermie­teten Räumen bevor. Don der Aufnahme der Ar­beit auf den genannten Gebieten werden wir noch Kenntnis geben.

Daten für Dienstag. 20. November.

Sonnenaufgang 7.25 Uhr, Sonnenuntergang 16.06 Uhr. Mondaufgang 13.41 Uhr, Monduntergang 23.06 Uhr.

1487: Vasco da Gama umsegelt die Sudspitze Afrikas; 1602: der Physiker Otto von Guericke in Magdeburg geboren; 1858: die schwedische Schrift­stellerin Selma Lagerlöf in Marbacka geboren; 1910: der Schriftsteller Gras Leo Tolstoj in Astapowo gestorben.

Heirat ausschlaggebend. Schriftliche Angebote mit Bild, das ebrenroörtl. Aurütfoegeben wird, unter 10062L) nn den Gießener Anzeiger. Anonyme Zulchriften zwecklos.

Boltina-Schuhqesellsch. m. b. H.

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Michael Straus. Diese Operette, die in Frankfurt einen starken, durch die ganze Spielzeit anhaltenden Erfolg hatte, wird in Gießen in der Frankfurter Original­besetzung (das ganze Ensemble), Originaldekoration und mit' dem Gesamtorchester aufgeführt.

Evangelischer Frauen-Verein. Kommenden Mittwod)nachmittag im Coss Leid ge­legentlich der Dersammlung der Gießener und Ober- hessischen Frauenvereine Vortrag über Müller-Für­sorge. (Siehe Anzeige.)

Infolge eines Unglücksfalles verschied unerwartet mein lieber, herzensguter Mann, der treubesorgte Vater seines Kindes, unser guter Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel

Karl Rau

im 34. Lebensjahre.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Marie Rau geb. Schomber u. Kind nebst allen Angehörigen.

Wieseck, den 17. November 1928.

Die Beerdigung findet Dienstag, den 20. Nov., nachm. 3 Uhr, vom Sterbehaus, Jungfemstraße 7, aus statt.

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