Freistilschwimmen in 58,8 vor Lauser, der 1 Minute benötigte. Der Schwebe ArneBorg schwamm cm beiden Tagen zweimal 1500 m und und siegte ohne Konkurrenz in 21:11,5 bzw. 21:11,4. 2m lOO-m-Dückcuschwimmen schlug Lauser seinen Landsmann Wyatt in 1:12. Eine 4-mal°200-m-Freistilstaffel entschied die durch Arne Borg verstärkte amerikanische Mannschaft in 9:34 vor Japan mit 9:39,8 zu ihren Gunsten.
Neuer Dauerschwimmwelirekord.
Die amerikanische Schwimmerin Lotti« Schoemmel hat einen neuen Weltrekord im Dauerschwimmen aufgestellt, indem ft« im Schwimmbassin eines Äeuhorker Hotels 72 Stunden 2 Min. und 40 Sek. schwimmend zurücklegte. Damit hat die Schwimmerin den erst vor wenigen Tagen von dem früheren Matrosen Iummy Cherry mit 65 Stunden und 2 Min. ausgestellten Rekord ganz beträchtlich geschlagen.
Wirtschaft.
Die abflauende Konjunktur.
Die Direction der Disconto-Gesellschaft schreibt in ihrem neuesten Bericht u. a.: Die Lage der deutschen Wirtschaft zeigt unverändert das Gesamtbild einer in sehr ruhigem Tempo abflauenden Konjunktur, das wir nunmehr schon seit einer Reihe von Monaten beobachten. 3n den Schlüsselindustrien gehen die Produktionsmengen geringfügig z u r ü ck. 3n der Roheisenproduktion war um September die arbeitstägliche Gewinnung mit 32 847 Tonnen um nur 1,25 Prozent Niedriger als die des Bormonats, allerdings um fast 11 Prozent niedriger als des September 1927. Der Absatz in Stahlwerkserzeugnissen bleibt weiter befriedigend. Dabei spielt die gute Aufnahmefähigkeit des Daumarktes eine besondere Rolle. 3n den meisten Kons um in duftrien bröckelt die Beschäftigung weiter ab. Die Produktionsmittelindustrien scheinen nunmehr auch stärker in die rückläufige Bewegung hineingezogen zu werden. Auch in der jüngsten Entwicklung des Außenhandels spiegelt sich sehr deutlich das gekennzeichnete Konjunkturbild wider Abschwächung der Konjunktur löst Verminderung der Rohstoff- und Fertigwareneinfuhr aus, während die Fertigwarenausfuhr unter dem Druck der inländischen 2lbsahhemmungen gesteigert wird. Gerade der Exportzwang, unter deni die deutsche Wirtschaft unwiderruflich steht, zwingt dazu, das Selbstkostenprvblem entscheidend unter dem Gesichtspunkte der Wettbewerbslage gegenüber dem Auslande zu beurteilen. Es ist dacher nicht nur die Sorge um den Fortgang der 3nlandkonjunktur, welche die neuen Lohnbewegungen in der Eisen- und Textilindustrie so gefährlich erscheinen läßt. Schon der bisherige Verlauf dieses 3ahres hat wieder ge- nügend erwiesen, daß der Lohnwelle die Preiswelle folgt und damit im Ergebnis das Gegenteil von dem, was die Arbeiterschaft erstrebt und was an sich im allgemeinen 3nteresse liegen würde, nämlich eine aus gesunden Grundlagen herauswachsende Steigerung der Reallöhne.
Wenn jetzt nach Kleberschreitung des oberen Scheitelpurcktes der Konjunktur, also im aller- ungünstigsten Zeitpmllte, neue Preiserhöhungen unvermeidbar würden, so würde damit dem deutschen Markt die Mehrbelastung für verlustbringende Exportpreise und für eine Wirtschaftsgebarung aufgebürdet, unter der er früher oder später in krisenhafter Form zum Erliegen kommen kann.
Am G e l d m a r k t beginnen erst in der jüngsten Zeit sich gewisse Anzeichen zu entwickeln, die im Sinne eines allmählichen Rachlassens des Kreditbedarfs als Folge des Abflauens der Konjunktur gedeutet werden mögen. Die Erleichterung am Geldmarkt wäre wahrscheinlich schon weiter vorgeschritten, wenn der Gesamtzustrom ausländischen Kapitals seinen früheren Umfang beibehalten hätte. Die weitere Geldmarktentwicklung bleibt ungeklärt, da nicht zu übersehen ist, ob und wieweit aus einem verstärkten Tempo der inländischen Konjunkturabschwächung, oder aber aus der Gestaltung der internationalen Geldmärkte sich Erleichterungen ergeben werden.
Der inländische Kapitalmarkt zeigte auch zum Kupontermin des 1. Oktober keine wesentliche Erstarkung einer Aufnahmefähigkeit. Auch die Effektenmärkte stehen im Zeichen unveränderter Geschäftsstille. Die Erwartungen der Börse, daß nach Ueberwindung des Quartaltermins eine nachhaltigere Belebung eintreten würde, haben sich nicht erfüllt. Die Geswmttendenz zeigt eine Uneinheitlichkeit und Reigung zur Schwäche, deren Ueberwindung weniger sachliche
Momente, als solche der Stimmung entgegen- tehen. #
• Mündelsicherheit von Schahanweisungen. 3n der gestrigen Sitzung des Reichsrates wurde den Schahanweisungen der Stadt Frankfurt a. M., des Dezirksverbandes Kassel und des Bezirksverbandes Wiesbaden Mündelsicherheit verliehen.
• Heber 600 000 Arbeiter und Angestellte im rhein-mainischen Wirich a f t s g e b i e t. 3m Verbände der Hessisch- Rassauischen 3ndustrie- und Handelskammern werden 295 180 Arbeiter und Angestellte, in dem der Hessischen 3ndustrie- und Handels- fammern 216 923 und im Bezirk der Industne- und Handelskammer Kassel 102 469 Arbeiter und Angestellte beschästigt.
• Deutsch« Maschinen nach den Vereinigten Staaten. Zu dem Auftrag auf zwei Dampfmaschinen von je 6000 P. S den die Sirma A. Dorftg von einem bedeutenden Werk in Rordamerika erhalten hat, erfährt WTB.- Handelsdienst noch, daß es sich dabei um Maschinen mit dem außergewöhnlichen Betriebsdruck von 100 Atmosphären handelt. Die Erteilung dieses Auftrages gegen schärfste ausländische Konkurrenz sei um so bedeutsamer, als der Auf- traggebrr ein im Zentrum drr amerikanischen Ma- schinenindustrie gelegenes Werk ist und die Amerikaner auf dem Gebiet der Dampfkraftanlagen seit 3ahrzehnten keinen Auftrag mehr ins Ausland haben gelangen lassen.
* Hollandanleihe eines Würzburger Schwesternhauses. Arnold Gilissens Bank in Amsterdam teilt mit. daß sie eine siebenproz. zehnjährige Obligationsanleihe der „Töchter des Aller- heiligsten Erlösers zu Würzburg" im Betrage von 600 000 Gulden zu 97,5 Amsterdamer Usance zur Zeichnung auflegt. Der Ertrag der Anleihe dient zum Bau eines Krankenhauses.
* P h i l i p p s - A. - G., F r a n k f u r t a. M. Die gestrige Generalversammlung der Philipps - A. - G. zu Frankfurt a. M. erledigte einstimmig die Regularien des Geschäftsjahres 1927/28 und beschloß, den gesamten Reingewinn von 80 397 Mark zu Abschreibungen zu verwenden. Weiter wurde beschlossen, zwecks Reorganisation der Gesellschaft durch Ab chreibungen und Reservebildung das Kapital im Verhältnis 4:1 auf 355 600 Mark herabzusetzen und dann wieder auf 1,5 Millionen Mark zu erhöhen. Die neuen, ab 1. Juli d. I. dividendenberechtigten Aktien werden von einem Konsortium übernommen, das sie den Aktionären zu noch festzusetzenden Bedingungen anbieten wird.
* Schuhfabrik Herz A.-G., Frankfurt a m M a i n. In der Aufsichtsratssitzung der Schuhfabrik Herz A.-G. wurde die Bilanz des Geschäfts- jahres 1927/28 genehmigt. Eine Dividende kommt, wie vorauszusehen war, für dieses Jahr nicht zur Verteilung. Die Generalversammlung ist auf den 27. November einberufen.
* Süddeutsche Z u ck e r - A.- G., Mannheim. Wie WTB.-Handelsdienst von gut unter- richteter Seite hört, beabsichtigt der Vorstand der Süddeutschen Zucker-A.-G., Mannheim, den Verwaltungsorganen auf Grund der bis jetzt übersehbaren Bilanzergebnisse für das am 31. August abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende von 10 v. H. (im Vorjahre 8 v. H.) in Vorschlag zu bringen. , r _.
• Transaktion Burbach-Winters- hall. Von beteiligter Seite wird über die Transaktion Durbach-Wintershall folgendes mitgeteilt: Die Verhandlungen zwischen dem Vorsitzenden des Durbach-Konzerns, Dr. Gerhard Korte, und den Vertretern der Kall-Industrie A.G. haben zu dem Ergebnis geführt, daß der Butzbach-Konzern seine Beteiligung an der Gewerkschaft Wintershall an ein Konsortium veräußert hat. Gleichzeitig hat der Durbach-Kon- zern das seit längerer Zeit im Besitz der Kali- Industrie A.G. befindliche Paket der Gumpel- Werle erworben. Die Gründe für diese Transaktion des Burbach-Konzerns sind nicht etwa in Unstimmigkeiten zwischen den beiden Konzernen wegen der Ausbeuteverteilung bei der Gewerkschaft Wintershall zu suchen — denn in der Ausbeuteverteilung war der Durbach-Kon- zern durch die Abmachungen vom März 1927 für die Dauer seines Besitzes gesichert —, sondern sie liegen in der Schaffung der finanziellen Bereitschaft zur Beteiligung an den großen chemischen und sonstigen Problemen der Kali- industrie. Die Beziehungen beider Konzerne zueinander sind nach wie vor die besten.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 19. Oft. Tendenz: Überwiegend etwas schwächer. — Nachdem an der gestrigen Abendbörse im Zusammenhang mit dem lebhafteren Interesse für Elektrowerte di« Stimmung etwas freundlicher geworden war, machte
sich zum heutigen Beginn wieder die alte L u st - losigkeit und Zurückhaltung bemerkbar. Das private Publikum verh.elt sich weiter vollkommen reserviert, und auch das Ausland beteiligte sich kaum am Geschäft, so daß die 11 m - sähe wieder recht gering waren. Auch heute vermochte die anhaltende Hausse in Ren- york und die dortige weitere Entspannung des Geldmarktes die Börse nicht aus ihrer Lethargie zu reihen. Anderseits wurde die herrschende Zurückhaltung eher noch verstärkt durch den Wirt» schaftsbericht der Diskontogesellschaft, der sich mit dem weiteren Konjunkturrückgang beschäftigt. Bei weiter nicht einheitlicher Kursentwicklung landen die meisten Marktgebiete unter erneu- tem Kursdruck. Einiges Interesse erhielt sich ür di« an den internationalen Plänen beteiligten Elektrowerte, von denen Chadeaktien und Licht & Kraft weiter geringfügig anzogen, während Gesfürel behauptet blieben. Die übrigen Elektrowerte, wir A. E.G., Bergmann, Schuckert und Siemens waren dagegen angebv'.en und bis 2 Proz. schwächer. Am Chemiemarkt verloren Farben 1,13 Proz., auch Scheideanstalt etwas niedriger. Am Montanmarkt konnten Gelsenkirchen 1 Proz. anziehen, Mannesmann und Rheinstahl etwas schwächer. Banken und Schifffahrtswerte waren etwa 1 Proz. gebiüdt. Berliner Handelsgesellschaft stärker angeboten um 2,75 Proz. rückgängig. Von den Kaliaktien gaben Westeregeln 2,5 Proz. nach, Aschersleben bis 1,25 Proz erhöht. Am Markte der Autoaktien büßten Adlerwerke von dem gestrigen Kursgewinn 125 Proz. wieder ein. Deutsche Anleihen lacen still. Von Auslandrrnten Anaio i.r to:i er etwas gefragt. 3m 'Verlause stagnierte das Geschäft fast vollkommen, verschiedmt.ich bröckelten die Kurse etwas ab. Sv verloren 3.-G.-Farben 0,5, Gelsenkirchen minus 1 Proz. Licht und Kraft blieben auch jetzt gut behau Piet. Am Geldmarkt machte die Erleichterung Fortfchrit'.e. Tägliches Geld 6,5 Proz. Am Devisenmarkt nannte man: Mark gegen Dollar 4,1979, gegen Pfund 20,359. London gegen Kabel 4,85(250, gegen Paris 12420, gegen Mailand 92.59, gegen Madrid (erneut stark abgeschwächt) 31.00, gegen Holland 12.0990.
Berliner Börse.
Berlin, 19.Okt. Zu Beginn der heutigen Börse blieb die im Vormittagsverkehr noch erwartete Aufwärtsbewegung aus. Der herrschende Ordermangel erstickte die Ansätze einer Erholung, die, angeregt durch das feste Neuyork, eine kleine Erleichterung am Geldmarkt, durch die Derhandlungs- plane Parker Gilberts, die Besprechungen in der Internationalen Elektroindustrie usw., eingetreten waren. Das Publikum fehlte wieder fast ganz, und die Spekulation schritt eher zu Gewinn- Mitnahmen. Der Bericht der Discontogesell- schaft, der von den Gefahren der Lohnbewegung und einem weiteren Abgleiten der Konjunktur spricht, verstimmte und verstärkte die Realisationsneigung. Abgesehen von den wenigen Spezialgebieten war das Geschäft sehr klein, die Abweichungen gegen die gestrigen Schluhkurse blieben nach oben und unten gering. An der Spitze standen Chade-Aktien, die mit einer Kurssteigerung von 13 Mark ihre bereits gestern Abend erzielte Steigerung voll behaupten konnten. Licht und Kraft, Gesfürel, Rheinisch-Westfälische Elektro, Sprit- aftien und Ilse Bergbau besserten sich um 2 bis 4 v. H. Im Freiverkehr waren Krügershall erneut um fast 15 v.H. erhöht. Man weist darauf hin, daß sich bei der Transaktion Wintershall-Burbach der Schwerpunkt auf dieses Werk verschieben dürfte. Deutsche Anleihen freundlich. Ausländer ruhig. Pfandbriefe weiter unverändert. Der Geldmarkt war eine Kleinigkeit leichter, ohne daß sich das in den unveränderten Sätzen (Tägliches Geld 6,5 bis 8,5 v. H., Monatsgeld 8 bis 9 v. H.. Warenwechsel etwa 6% v.H.) bemerkbar machte. Im Verlaufe bröckelten die Kurse zunächst weiter um 1 bis 2 v. H. ab, später erholten sich die meisten Werte wieder bis auf das Anfangsniveau.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 19. Oft. Zum Wochenschluß verkehrte der Frankfurter Produltenmarkt in ruhiger Haltung. Die schwachen Auslandnotierungen und das wieder groß gewordene Angebot in 3nlandgct eide drückten auf die Stimmung, so daß Ilm ätze kaum zustande kamen. Die Preisgestaltung wurde davon jedoch nicht berührt. Die Preise blieben im allgemeinen gut behauptet. Es wurden notiert: Weizen 23,60 bis 23,75 Mk., Roggen 22,75 bis 23, Sommergerste für Brauzwecke 25,50 bis 25.75, Hafer (inländ.) 23,25 bis 23,50, Mais (gelb) für Futter- zwecke 21,50 bis 21,75, Weizenmehl, süddeutsches Sozial 0 34 bis 34,50, Roggenmehl 30.50 bis 31,50, Weizenlleie 1425, Roggenkleie 14,75 Mk. Tendenz ruhig.
Büchertisch.
— C. G. 3ung, Die Beziehungen zwischen dem 3ch und dem Unbewußten. Otto Reichl, Verlag, Darmstadt, 1928. 12 Mk. (25). — Die Schrift 3ungs entstammt dem Ideen- kreis der Psychoanalyse. 3ung geht aber über Frieds Theorien in mehrfacher Hinsicht hinaus. Vor allem wird neben das persönliche Unbewußte, das aus verdrängtem Material besteht, ein kollektives Unbewußtes gestellt, das seine Wurzeln in vererbten Kategorien und „Bochetypen" besitzt, und zu dem die Psychoanalyse in ihrem Fortgang durchdringt. Dessen Beziehungen zum Per- önlichen, 3ndividu«llen werden untersucht und di« verschiedenen Möglichkeiten der Auseinandersetzung mit dem kollektiven Unbewußten erörtert. Die Schrift ist nicht nur psychiatrisch, sondern allgemein psychologisch eingestellt und verrät umfassende Bildung und spekulatives Vermögen deS Verfassers. Freilich leuchten dem „gesunden Menschenverstand", der allerdings meistens Mangel an Sachkenntnis sein mag, nicht alle Deutungen ein. Es soll darum die sachliche Beurteilung den engeren Fachgenossen überlassen bleiben. Der gebildete Laie wird den Gedankengängen 3ungS jedenfalls mit 3nteresse folgen.
— Charlie Chaplin in „Zirkus". 16 Seiten, mit acht farbigen Bildern und vielen Textzeichnungen von Adolf Uzarski. 17^X25' « Zentimeter groß. Ausgestanzt. Kartoniert 1,28 Mk. 3os. Scholz, Verlag, Mainz. (318.) — „Zirkus", neben „Goldrausch" Chaplins reifster- Film, gab den Stoff für das erste Chaplin-Bilderbuch her. Selbstverständlich wurden aus den Vorgängen des Films nur die herausgenommen, die dem kindlichen Verständnis ohne weiteres zugänglich sind. Die vielen farbigen Bilder und Textzerchnungen! von Uzarski stellen die tollen Vorgänge in klarer und kindlicher Weise vor Augen, während die Verse von Peng das Buch auch für die Kinder verständlich machen, die den Film nicht gesehen haben.
— Drei neue Gelbe Ullsternbücher. Febor von Zabeltitz, „DieErbenvonGroh- Quirlih"; Hans Hhan, „Feuer!"; Henry Baerlein, „Mariposa" (406/408). — 3n feinem neuen Roman „Die Erben von Groß-Quir- litz" erzählt Fedor v. Zobeltitz eine Erbschaftsund Liebesgeschichte mit allerhand ernsten und heiteren Verwicklungen auf einem schlesischen Gut. das dem aus Amerika unerkannt zurückkehrenden Erben zufällt. — Hans Hhan bietet die außerordentlich lebenswahre Darstellung einer konfliktreichen Ehe. Ein Menschenkenner gibt hier ein dramatisch bewegtes Bild, dessen starke Spannungen in dem engen Rahmen einer kleinstädtischen Spießerwelt um so erregender zur Geltung kommt. — Eigentümlich reizvoll ist Henry Baerleins Geschichte der Heinen Tänzerin „Mariposa", deren bodenständiger Menschenverstand und Mutterwitz sich in all den ungewöhnlichen, köstlich humorvollen Situationen des Buches auss beste zu bewähren wissen.
— Lern« richtig sonnenbaden! Die richtige Anwendungssorm des Sonnenbades für Gesunde und Kraicke. Von Aervenar.' Dr. P. Oißmann. 2. Auflage. Mit 39 Abbildungen. Verlag Knorr & HirtH, München, Sendlinger Str. 80. Geh. 3 Mk. (429). — Die Sonn« ift eine ungeheuere Kraft, di« auf jeden Organismus verschieden wirkt. Sie zum Guten zu wenden, das lä>rt dies klar und allgemeinverständlich geschriebene Buch.
Kirchliche Nachrichten.
Israelitische Reltgionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 20. Oktober. Vorabend 5.15 Uhr; morgens 9 Uhr; abends 5.30 und 6.10 Uhr.
Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbatfeier den 20. Oktober. Freitag abend 4.55 Uhr; Samstag vormittag 8.30; nachmittags 3.30 Sabbatausgang 6.10. Wochengottesdienst: morgens 6.45; abends 5 Uhr.
Letzte Nachrichten.
Familientragödie bei Darmstadt.
Darmstadt. 19. Off. (DTB. Drahtmeldung.) heule früh fanden Spaziergänger im Wald« in der Rahe vom Donnersberg nebeneinander liegend drei Leichen und den Kadaver eines Hundes. Ls konnte festgeftellt werden, daß es sich um den Chemiker Karl Miller mit seiner Familie au» Darmstadt handelt. Lr ha« s e i n e F r a u. s e i n e a Sohn, seinen Hund und sich selbst erschösse n. Die Leichen dürsten bereits zwei Tage am Tatort gelegen haben. Heber das Motiv der Tat ist bisher nichts bekannt.
Held
Berlin. 18 Oitober
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt
a. M.
Telegraphische Auszahlung.
io Otto b r
18. Oktob r
Lombardzinsfuß 8 Prozent.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt
flmerifamidjt 'Jtom «elgische Roten . . Dänische Roten . . . Englisch« Roten. . .
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse
~ -.......7 Pro?
Amst^Ro«. BukN.-SireS Brff.-Ankw. (Ebriftianla Ä open beigen Stockholm . HelstagsorS. Italien. . . London. . . Renvork . . Paris Schweiz .. Spanien . .
58,11
111.63
20.31
4,194
58,35
112,07
'20,39
ftronioi’titbe Roten.....
Holländische Rote«......
Italienische Roten......
Norwegische Noten.....
Deutsch Oestcrr , ä 100 Kronen Rumänische Noten......
Schwedische Noten ...... Schwerer Noten.......
SvanIsche Noten.......
Tschechoslowakische Noten . • Ungarische Noten
Rio dr Jan- Wien tn D.» Ctft. abgest Prag .
Belgrad . . Budapest. . Bulgarien Lissabon Danzig . ftonftüBtin. Ltbeo Sanaba I Uruguay I
Frankfurt a. M
Berlin
Schluh- Kur«
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Schluß-! kur»
Ansang kur.
Datum:
18. 10-
19. 10
18. 10.
19. 10.
Philipp Holzmann......1
Heidelberger Cememt .... 10
Ermen! Karlstadt ...... 8
Wayb 4 Freitag ...... 10
Schultheis Patzcnhoser ... 15
Ostlverke.........12
Ber. ©lanjftofl ...... 18
Bemberg........ - 14
Zellstoss Waldhos.....12
Zellstojj Aschaslenbura ... 12
Charlottenburger Waller ... 7
Dessauer Ga?..... 8
Daimler Motoren ...... O
Demag . ....... 0
Adlerwerte Klever ...... b
Lubw. Loewr 10
Nal. Automobil . ...... O
Ctrnftein 4 Koppel ..... 6
Bamag-Meguin . ...... O
Franks. Maschine» ...... 6
G eigner ...... 11
Heyliaenstaedt ....... C Fungyans .•••••••<
Mainkrastwert« . ..... 8
Miog ...... 10
Nelarsulmer . ....... 8
Beter« Union ....... 8
Gebt. Roeder ....... 10
Boigl 4 Haessner ...... 8
Südd. stucket .......8
Ban
134
136
173,5 133
286
209
110,5
19
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88
117
107,25
215
154,25
noten.
136,25
209
109,25
111,6
153,5
133
320,5
280
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460
284,5
126,25
191,5
81,25
51,75
108,5
253
53
111,5
271
20
73,75
121.5
88,75
137.5
30
107
151
133,25
323
282,5
554
464
283,5
125,75
189,5
81,25
51,9
109,5
51,25
110
272,75
137,75
Frankfurt a. M
Berlin
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Datum
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19. 10
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Datum: |
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Dt. «nl.-4U>löl.-Schuld mit Aus- lot-Rechten
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Ü.S.G aba. BortrtegS-Obligation., rüchablbar 1933
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W,0/, Rumänen (Bolbanl. von 1918
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Hamd.-Südam. Dampssch. . . 8
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50,75
14,9
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75,6
3
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Deutsche Erdöl ....... 6
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Geilenkirchener ...
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Bereinigte Stahl»......6
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Scheideanstalt ..••••• 1
Goldschmidt ।
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Mi'tallgclestschalt. - - U
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151
273
207,5
393
174
85,5
136
123,5
138
248
117,5
126
113,25
93,25
279,5
138
93,5
53,5
282
286,5
475
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211,76
99,5
100,6
185
183,4
206,5
239
273
206,5
391,5
124,5
125,4
113,5
93
136,75
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284
—■
253,25
211.75
183,5
206,75
173,25
237,5 151
270
147,5
155,5
230,75
205,25
392,5
147,5
172,9
86
135,5
125,5
123
138,65
129,25
116,5 126
1'26,5
113
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112,5
93,4 279
137
94
53,9 284
286
476,5
100
100,25
183,4
207
173
240,5
273,25
146,75
156
206 392,25 148,25
136,6
123,5
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112,5
93
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54
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253,5
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101
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67,42
67,70
12.38
12,44
73.00
73,30
Amtliche Non.rung
Amtliche Notierung
Geld
Briet
Geld
Brtct
168,10
168,44
168,07
168,41
1,762
1,766
1,764
1,768
58,28
58,40
58,27
58,59
111,78
112,00
111.76
111.98
111,82
112,04
111.80
112,02
112,13
112,35
112,11
112,33
10,555
10,575
10,55
10,57
21,965
22,005
21,975
22,015
20,337
20,377
20,337
20,377
4,1935
4,2015
4,1935
1,2015
16,37
16,41
16,375
16,415
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89,70
80,86
67,60
67,74
67,77
67,91
1,924
1,928
1,934
1,938
0,502
0,504
0,501
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58,91
59,03
58,93
59,05
12,429
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12,428
12,448
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7,386
7,368
7,382
73,10
73,24
73,10
73,24
3,027
3,033
3,027
3,033
18,83
18,87
18,88
18,92
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81,47
81,32
81,48
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2,129
2,188
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5,435
5,425
5,435
4,192
4,200
4,1925
4,2005
4,256
1 4,264
4,256
4-264
20,86
1 20,90
20,86
20,90


