Einzelbild herunterladen

Freistilschwimmen in 58,8 vor Lauser, der 1 Minute benötigte. Der Schwebe ArneBorg schwamm cm beiden Tagen zweimal 1500 m und und siegte ohne Konkurrenz in 21:11,5 bzw. 21:11,4. 2m lOO-m-Dückcuschwimmen schlug Lau­ser seinen Landsmann Wyatt in 1:12. Eine 4-mal°200-m-Freistilstaffel entschied die durch Arne Borg verstärkte amerikanische Mann­schaft in 9:34 vor Japan mit 9:39,8 zu ihren Gunsten.

Neuer Dauerschwimmwelirekord.

Die amerikanische Schwimmerin Lotti« Schoemmel hat einen neuen Weltrekord im Dauerschwimmen aufgestellt, indem ft« im Schwimmbassin eines Äeuhorker Hotels 72 Stun­den 2 Min. und 40 Sek. schwimmend zurücklegte. Damit hat die Schwimmerin den erst vor wenigen Tagen von dem früheren Matrosen Iummy Cherry mit 65 Stunden und 2 Min. ausge­stellten Rekord ganz beträchtlich geschlagen.

Wirtschaft.

Die abflauende Konjunktur.

Die Direction der Disconto-Gesell­schaft schreibt in ihrem neuesten Bericht u. a.: Die Lage der deutschen Wirtschaft zeigt unver­ändert das Gesamtbild einer in sehr ruhigem Tempo abflauenden Konjunktur, das wir nunmehr schon seit einer Reihe von Monaten beobachten. 3n den Schlüsselindustrien gehen die Produktionsmengen geringfügig z u r ü ck. 3n der Roheisenproduktion war um September die arbeitstägliche Gewinnung mit 32 847 Tonnen um nur 1,25 Prozent Niedriger als die des Bormonats, allerdings um fast 11 Prozent niedriger als des September 1927. Der Absatz in Stahlwerkserzeugnissen bleibt weiter befriedigend. Dabei spielt die gute Auf­nahmefähigkeit des Daumarktes eine besondere Rolle. 3n den meisten Kons um in duftrien bröckelt die Beschäftigung weiter ab. Die Pro­duktionsmittelindustrien scheinen nun­mehr auch stärker in die rückläufige Bewegung hineingezogen zu werden. Auch in der jüngsten Entwicklung des Außenhandels spiegelt sich sehr deutlich das gekennzeichnete Konjunkturbild wider Abschwächung der Konjunktur löst Ver­minderung der Rohstoff- und Fertigwareneinfuhr aus, während die Fertigwarenausfuhr unter dem Druck der inländischen 2lbsahhemmungen ge­steigert wird. Gerade der Exportzwang, unter deni die deutsche Wirtschaft unwiderruflich steht, zwingt dazu, das Selbstkostenprvblem entscheidend unter dem Gesichtspunkte der Wettbewerbslage gegenüber dem Auslande zu beurteilen. Es ist dacher nicht nur die Sorge um den Fortgang der 3nlandkonjunktur, welche die neuen Lohnbewegungen in der Eisen- und Textil­industrie so gefährlich erscheinen läßt. Schon der bisherige Verlauf dieses 3ahres hat wieder ge- nügend erwiesen, daß der Lohnwelle die Preiswelle folgt und damit im Ergebnis das Gegenteil von dem, was die Arbeiterschaft erstrebt und was an sich im allgemeinen 3nteresse liegen würde, nämlich eine aus gesunden Grund­lagen herauswachsende Steigerung der Reallöhne.

Wenn jetzt nach Kleberschreitung des oberen Scheitelpurcktes der Konjunktur, also im aller- ungünstigsten Zeitpmllte, neue Preis­erhöhungen unvermeidbar würden, so würde damit dem deutschen Markt die Mehrbelastung für verlustbringende Exportpreise und für eine Wirtschaftsgebarung aufgebürdet, unter der er früher oder später in krisenhafter Form zum Erliegen kommen kann.

Am G e l d m a r k t beginnen erst in der jüngsten Zeit sich gewisse Anzeichen zu entwickeln, die im Sinne eines allmählichen Rachlassens des Kreditbedarfs als Folge des Ab­flauens der Konjunktur gedeutet werden mögen. Die Erleichterung am Geldmarkt wäre wahrschein­lich schon weiter vorgeschritten, wenn der Gesamt­zustrom ausländischen Kapitals seinen früheren Umfang beibehalten hätte. Die weitere Geld­marktentwicklung bleibt ungeklärt, da nicht zu übersehen ist, ob und wieweit aus einem ver­stärkten Tempo der inländischen Konjunkturab­schwächung, oder aber aus der Gestaltung der internationalen Geldmärkte sich Erleichterungen ergeben werden.

Der inländische Kapitalmarkt zeigte auch zum Kupontermin des 1. Oktober keine we­sentliche Erstarkung einer Aufnahmefähigkeit. Auch die Effektenmärkte stehen im Zeichen unveränderter Geschäftsstille. Die Erwartungen der Börse, daß nach Ueberwindung des Quartal­termins eine nachhaltigere Belebung eintreten würde, haben sich nicht erfüllt. Die Geswmttendenz zeigt eine Uneinheitlichkeit und Reigung zur Schwäche, deren Ueberwindung weniger sachliche

Momente, als solche der Stimmung entgegen- tehen. #

Mündelsicherheit von Schahan­weisungen. 3n der gestrigen Sitzung des Reichsrates wurde den Schahanweisungen der Stadt Frankfurt a. M., des Dezirksverbandes Kassel und des Bezirksverbandes Wiesbaden Mündelsicherheit verliehen.

Heber 600 000 Arbeiter und An­gestellte im rhein-mainischen Wiri­ch a f t s g e b i e t. 3m Verbände der Hessisch- Rassauischen 3ndustrie- und Handelskammern werden 295 180 Arbeiter und Angestellte, in dem der Hessischen 3ndustrie- und Handels- fammern 216 923 und im Bezirk der Industne- und Handelskammer Kassel 102 469 Arbeiter und Angestellte beschästigt.

Deutsch« Maschinen nach den Ver­einigten Staaten. Zu dem Auftrag auf zwei Dampfmaschinen von je 6000 P. S den die Sirma A. Dorftg von einem bedeutenden Werk in Rordamerika erhalten hat, erfährt WTB.- Handelsdienst noch, daß es sich dabei um Ma­schinen mit dem außergewöhnlichen Betriebsdruck von 100 Atmosphären handelt. Die Erteilung dieses Auftrages gegen schärfste ausländische Konkurrenz sei um so bedeutsamer, als der Auf- traggebrr ein im Zentrum drr amerikanischen Ma- schinenindustrie gelegenes Werk ist und die Ame­rikaner auf dem Gebiet der Dampfkraftanlagen seit 3ahrzehnten keinen Auftrag mehr ins Aus­land haben gelangen lassen.

* Hollandanleihe eines Würzburger Schwesternhauses. Arnold Gilissens Bank in Amsterdam teilt mit. daß sie eine siebenproz. zehn­jährige Obligationsanleihe derTöchter des Aller- heiligsten Erlösers zu Würzburg" im Betrage von 600 000 Gulden zu 97,5 Amsterdamer Usance zur Zeichnung auflegt. Der Ertrag der Anleihe dient zum Bau eines Krankenhauses.

* P h i l i p p s - A. - G., F r a n k f u r t a. M. Die gestrige Generalversammlung der Philipps - A. - G. zu Frankfurt a. M. erledigte einstimmig die Regu­larien des Geschäftsjahres 1927/28 und beschloß, den gesamten Reingewinn von 80 397 Mark zu Ab­schreibungen zu verwenden. Weiter wurde beschlos­sen, zwecks Reorganisation der Gesellschaft durch Ab chreibungen und Reservebildung das Kapital im Verhältnis 4:1 auf 355 600 Mark herabzusetzen und dann wieder auf 1,5 Millionen Mark zu erhöhen. Die neuen, ab 1. Juli d. I. dividendenberechtigten Aktien werden von einem Konsortium übernom­men, das sie den Aktionären zu noch festzusetzenden Bedingungen anbieten wird.

* Schuhfabrik Herz A.-G., Frankfurt a m M a i n. In der Aufsichtsratssitzung der Schuh­fabrik Herz A.-G. wurde die Bilanz des Geschäfts- jahres 1927/28 genehmigt. Eine Dividende kommt, wie vorauszusehen war, für dieses Jahr nicht zur Verteilung. Die Generalversammlung ist auf den 27. November einberufen.

* Süddeutsche Z u ck e r - A.- G., Mann­heim. Wie WTB.-Handelsdienst von gut unter- richteter Seite hört, beabsichtigt der Vorstand der Süddeutschen Zucker-A.-G., Mannheim, den Ver­waltungsorganen auf Grund der bis jetzt überseh­baren Bilanzergebnisse für das am 31. August ab­gelaufene Geschäftsjahr eine Dividende von 10 v. H. (im Vorjahre 8 v. H.) in Vorschlag zu bringen. , r _.

Transaktion Burbach-Winters- hall. Von beteiligter Seite wird über die Transaktion Durbach-Wintershall folgendes mitgeteilt: Die Verhandlungen zwischen dem Vor­sitzenden des Durbach-Konzerns, Dr. Gerhard Korte, und den Vertretern der Kall-Industrie A.G. haben zu dem Ergebnis geführt, daß der Butzbach-Konzern seine Beteiligung an der Ge­werkschaft Wintershall an ein Konsortium ver­äußert hat. Gleichzeitig hat der Durbach-Kon- zern das seit längerer Zeit im Besitz der Kali- Industrie A.G. befindliche Paket der Gumpel- Werle erworben. Die Gründe für diese Trans­aktion des Burbach-Konzerns sind nicht etwa in Unstimmigkeiten zwischen den beiden Kon­zernen wegen der Ausbeuteverteilung bei der Gewerkschaft Wintershall zu suchen denn in der Ausbeuteverteilung war der Durbach-Kon- zern durch die Abmachungen vom März 1927 für die Dauer seines Besitzes gesichert, son­dern sie liegen in der Schaffung der finanziellen Bereitschaft zur Beteiligung an den großen che­mischen und sonstigen Problemen der Kali- industrie. Die Beziehungen beider Konzerne zu­einander sind nach wie vor die besten.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 19. Oft. Tendenz: Über­wiegend etwas schwächer. Nachdem an der gestrigen Abendbörse im Zusammenhang mit dem lebhafteren Interesse für Elektrowerte di« Stim­mung etwas freundlicher geworden war, machte

sich zum heutigen Beginn wieder die alte L u st - losigkeit und Zurückhaltung bemerk­bar. Das private Publikum verh.elt sich weiter vollkommen reserviert, und auch das Ausland beteiligte sich kaum am Geschäft, so daß die 11 m - sähe wieder recht gering waren. Auch heute vermochte die anhaltende Hausse in Ren- york und die dortige weitere Entspannung des Geldmarktes die Börse nicht aus ihrer Lethargie zu reihen. Anderseits wurde die herrschende Zurückhaltung eher noch verstärkt durch den Wirt» schaftsbericht der Diskontogesellschaft, der sich mit dem weiteren Konjunkturrückgang beschäftigt. Bei weiter nicht einheitlicher Kursentwicklung landen die meisten Marktgebiete unter erneu- tem Kursdruck. Einiges Interesse erhielt sich ür di« an den internationalen Plänen beteiligten Elektrowerte, von denen Chadeaktien und Licht & Kraft weiter geringfügig anzogen, während Gesfürel behauptet blieben. Die übrigen Elektrowerte, wir A. E.G., Bergmann, Schuckert und Siemens waren dagegen angebv'.en und bis 2 Proz. schwächer. Am Chemiemarkt verloren Farben 1,13 Proz., auch Scheideanstalt etwas niedriger. Am Montanmarkt konnten Gel­senkirchen 1 Proz. anziehen, Mannesmann und Rheinstahl etwas schwächer. Banken und Schiff­fahrtswerte waren etwa 1 Proz. gebiüdt. Ber­liner Handelsgesellschaft stärker angeboten um 2,75 Proz. rückgängig. Von den Kaliaktien gaben Westeregeln 2,5 Proz. nach, Aschersleben bis 1,25 Proz erhöht. Am Markte der Autoaktien büßten Adlerwerke von dem gestrigen Kurs­gewinn 125 Proz. wieder ein. Deutsche Anleihen lacen still. Von Auslandrrnten Anaio i.r to:i er etwas gefragt. 3m 'Verlause stagnierte das Ge­schäft fast vollkommen, verschiedmt.ich bröckelten die Kurse etwas ab. Sv verloren 3.-G.-Farben 0,5, Gelsenkirchen minus 1 Proz. Licht und Kraft blieben auch jetzt gut behau Piet. Am Geldmarkt machte die Erleichterung Fortfchrit'.e. Tägliches Geld 6,5 Proz. Am Devisenmarkt nannte man: Mark gegen Dollar 4,1979, gegen Pfund 20,359. London gegen Kabel 4,85(250, gegen Paris 12420, gegen Mailand 92.59, gegen Madrid (erneut stark abgeschwächt) 31.00, gegen Holland 12.0990.

Berliner Börse.

Berlin, 19.Okt. Zu Beginn der heutigen Börse blieb die im Vormittagsverkehr noch erwar­tete Aufwärtsbewegung aus. Der herrschende Order­mangel erstickte die Ansätze einer Erholung, die, angeregt durch das feste Neuyork, eine kleine Er­leichterung am Geldmarkt, durch die Derhandlungs- plane Parker Gilberts, die Besprechungen in der Internationalen Elektroindustrie usw., eingetreten waren. Das Publikum fehlte wieder fast ganz, und die Spekulation schritt eher zu Gewinn- Mitnahmen. Der Bericht der Discontogesell- schaft, der von den Gefahren der Lohnbewegung und einem weiteren Abgleiten der Konjunktur spricht, verstimmte und verstärkte die Realisations­neigung. Abgesehen von den wenigen Spezialge­bieten war das Geschäft sehr klein, die Abweichun­gen gegen die gestrigen Schluhkurse blieben nach oben und unten gering. An der Spitze standen Chade-Aktien, die mit einer Kurssteigerung von 13 Mark ihre bereits gestern Abend erzielte Stei­gerung voll behaupten konnten. Licht und Kraft, Gesfürel, Rheinisch-Westfälische Elektro, Sprit- aftien und Ilse Bergbau besserten sich um 2 bis 4 v. H. Im Freiverkehr waren Krügershall erneut um fast 15 v.H. erhöht. Man weist darauf hin, daß sich bei der Transaktion Wintershall-Burbach der Schwerpunkt auf dieses Werk verschieben dürfte. Deutsche Anleihen freundlich. Ausländer ruhig. Pfandbriefe weiter unverändert. Der Geld­markt war eine Kleinigkeit leichter, ohne daß sich das in den unveränderten Sätzen (Tägliches Geld 6,5 bis 8,5 v. H., Monatsgeld 8 bis 9 v. H.. Waren­wechsel etwa 6% v.H.) bemerkbar machte. Im Verlaufe bröckelten die Kurse zunächst weiter um 1 bis 2 v. H. ab, später erholten sich die meisten Werte wieder bis auf das Anfangsniveau.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 19. Oft. Zum Wochen­schluß verkehrte der Frankfurter Produltenmarkt in ruhiger Haltung. Die schwachen Ausland­notierungen und das wieder groß gewordene An­gebot in 3nlandgct eide drückten auf die Stim­mung, so daß Ilm ätze kaum zustande kamen. Die Preisgestaltung wurde davon jedoch nicht be­rührt. Die Preise blieben im allgemeinen gut behauptet. Es wurden notiert: Weizen 23,60 bis 23,75 Mk., Roggen 22,75 bis 23, Sommer­gerste für Brauzwecke 25,50 bis 25.75, Hafer (inländ.) 23,25 bis 23,50, Mais (gelb) für Futter- zwecke 21,50 bis 21,75, Weizenmehl, süddeutsches Sozial 0 34 bis 34,50, Roggenmehl 30.50 bis 31,50, Weizenlleie 1425, Roggenkleie 14,75 Mk. Tendenz ruhig.

Büchertisch.

C. G. 3ung, Die Beziehungen zwi­schen dem 3ch und dem Unbewußten. Otto Reichl, Verlag, Darmstadt, 1928. 12 Mk. (25). Die Schrift 3ungs entstammt dem Ideen- kreis der Psychoanalyse. 3ung geht aber über Frieds Theorien in mehrfacher Hinsicht hinaus. Vor allem wird neben das persönliche Unbewußte, das aus verdrängtem Material besteht, ein kol­lektives Unbewußtes gestellt, das seine Wurzeln in vererbten Kategorien undBochetypen" besitzt, und zu dem die Psychoanalyse in ihrem Fort­gang durchdringt. Dessen Beziehungen zum Per- önlichen, 3ndividu«llen werden untersucht und di« verschiedenen Möglichkeiten der Auseinander­setzung mit dem kollektiven Unbewußten erörtert. Die Schrift ist nicht nur psychiatrisch, sondern all­gemein psychologisch eingestellt und verrät um­fassende Bildung und spekulatives Vermögen deS Verfassers. Freilich leuchten demgesunden Men­schenverstand", der allerdings meistens Mangel an Sachkenntnis sein mag, nicht alle Deutungen ein. Es soll darum die sachliche Beurteilung den engeren Fachgenossen überlassen bleiben. Der ge­bildete Laie wird den Gedankengängen 3ungS jedenfalls mit 3nteresse folgen.

Charlie Chaplin inZirkus". 16 Seiten, mit acht farbigen Bildern und vielen Textzeichnungen von Adolf Uzarski. 17^X25' « Zentimeter groß. Ausgestanzt. Kartoniert 1,28 Mk. 3os. Scholz, Verlag, Mainz. (318.)Zirkus", nebenGoldrausch" Chaplins reifster- Film, gab den Stoff für das erste Chaplin-Bilderbuch her. Selbstverständlich wurden aus den Vorgängen des Films nur die herausgenommen, die dem kind­lichen Verständnis ohne weiteres zugänglich sind. Die vielen farbigen Bilder und Textzerchnungen! von Uzarski stellen die tollen Vorgänge in klarer und kindlicher Weise vor Augen, während die Verse von Peng das Buch auch für die Kinder verständlich machen, die den Film nicht gesehen haben.

Drei neue Gelbe Ullsternbücher. Febor von Zabeltitz,DieErbenvonGroh- Quirlih"; Hans Hhan,Feuer!"; Henry Baerlein,Mariposa" (406/408). 3n fei­nem neuen RomanDie Erben von Groß-Quir- litz" erzählt Fedor v. Zobeltitz eine Erbschafts­und Liebesgeschichte mit allerhand ernsten und heiteren Verwicklungen auf einem schlesischen Gut. das dem aus Amerika unerkannt zurückkehrenden Erben zufällt. Hans Hhan bietet die außer­ordentlich lebenswahre Darstellung einer kon­fliktreichen Ehe. Ein Menschenkenner gibt hier ein dramatisch bewegtes Bild, dessen starke Spannungen in dem engen Rahmen einer klein­städtischen Spießerwelt um so erregender zur Gel­tung kommt. Eigentümlich reizvoll ist Henry Baerleins Geschichte der Heinen TänzerinMari­posa", deren bodenständiger Menschenverstand und Mutterwitz sich in all den ungewöhnlichen, köstlich humorvollen Situationen des Buches auss beste zu bewähren wissen.

Lern« richtig sonnenbaden! Die richtige Anwendungssorm des Sonnenbades für Gesunde und Kraicke. Von Aervenar.' Dr. P. Oißmann. 2. Auflage. Mit 39 Abbildungen. Ver­lag Knorr & HirtH, München, Sendlinger Str. 80. Geh. 3 Mk. (429). Die Sonn« ift eine unge­heuere Kraft, di« auf jeden Organismus ver­schieden wirkt. Sie zum Guten zu wenden, das >rt dies klar und allgemeinverständlich ge­schriebene Buch.

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Reltgionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 20. Oktober. Vor­abend 5.15 Uhr; morgens 9 Uhr; abends 5.30 und 6.10 Uhr.

Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbatfeier den 20. Oktober. Freitag abend 4.55 Uhr; Samstag vor­mittag 8.30; nachmittags 3.30 Sabbatausgang 6.10. Wochengottesdienst: morgens 6.45; abends 5 Uhr.

Letzte Nachrichten.

Familientragödie bei Darmstadt.

Darmstadt. 19. Off. (DTB. Drahtmeldung.) heule früh fanden Spaziergänger im Wald« in der Rahe vom Donnersberg nebeneinander liegend drei Leichen und den Kadaver eines Hundes. Ls konnte festgeftellt werden, daß es sich um den Chemiker Karl Miller mit seiner Familie au» Darmstadt handelt. Lr ha« s e i n e F r a u. s e i n e a Sohn, seinen Hund und sich selbst erschös­se n. Die Leichen dürsten bereits zwei Tage am Tat­ort gelegen haben. Heber das Motiv der Tat ist bisher nichts bekannt.

Held

Berlin. 18 Oitober

Devisenmarkt BerlinFrankfurt

a. M.

Telegraphische Auszahlung.

io Otto b r

18. Oktob r

Lombardzinsfuß 8 Prozent.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt

flmerifamidjt 'Jtom «elgische Roten . . Dänische Roten . . . Englisch« Roten. . .

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse

~ -.......7 Pro?

Amst^Ro«. BukN.-SireS Brff.-Ankw. (Ebriftianla Ä open beigen Stockholm . HelstagsorS. Italien. . . London. . . Renvork . . Paris Schweiz .. Spanien . .

58,11

111.63

20.31

4,194

58,35

112,07

'20,39

ftronioititbe Roten.....

Holländische Rote«......

Italienische Roten......

Norwegische Noten.....

Deutsch Oestcrr , ä 100 Kronen Rumänische Noten......

Schwedische Noten ...... Schwerer Noten.......

SvanIsche Noten.......

Tschechoslowakische Noten . Ungarische Noten

Rio dr Jan- Wien tn D.» Ctft. abgest Prag .

Belgrad . . Budapest. . Bulgarien Lissabon Danzig . ftonftüBtin. Ltbeo Sanaba I Uruguay I

Frankfurt a. M

Berlin

Schluh- Kur«

l-Uhr- kur»

Schluß-! kur»

Ansang kur.

Datum:

18. 10-

19. 10

18. 10.

19. 10.

Philipp Holzmann......1

Heidelberger Cememt .... 10

Ermen! Karlstadt ...... 8

Wayb 4 Freitag ...... 10

Schultheis Patzcnhoser ... 15

Ostlverke.........12

Ber. ©lanjftofl ...... 18

Bemberg........ - 14

Zellstoss Waldhos.....12

Zellstojj Aschaslenbura ... 12

Charlottenburger Waller ... 7

Dessauer Ga?..... 8

Daimler Motoren ...... O

Demag . ....... 0

Adlerwerte Klever ...... b

Lubw. Loewr 10

Nal. Automobil . ...... O

Ctrnftein 4 Koppel ..... 6

Bamag-Meguin . ...... O

Franks. Maschine» ...... 6

G eigner ...... 11

Heyliaenstaedt ....... C Fungyans .<

Mainkrastwert« . ..... 8

Miog ...... 10

Nelarsulmer . ....... 8

Beter« Union ....... 8

Gebt. Roeder ....... 10

Boigl 4 Haessner ...... 8

Südd. stucket .......8

Ban

134

136

173,5 133

286

209

110,5

19

122

88

117

107,25

215

154,25

noten.

136,25

209

109,25

111,6

153,5

133

320,5

280

558

460

284,5

126,25

191,5

81,25

51,75

108,5

253

53

111,5

271

20

73,75

121.5

88,75

137.5

30

107

151

133,25

323

282,5

554

464

283,5

125,75

189,5

81,25

51,9

109,5

51,25

110

272,75

137,75

Frankfurt a. M

Berlin

rraultfurt a. M

Berlin

Schluß-!

ÄUtfc |

I-Uhr- Kur»

Schtu^! Ansang Kur» ! Kur,

Schluß. Kur»

-Uhr- Kur»

Sch.ub-l

K»r» |

Ansang Kur»

Datum

18 10. |

19. 10

18 10.

19 10.

Datum: |

18 10.

19 10.

18. 10.

19 10.

6% »t. «eichltanlelhe o 1927

Dt. «nl.-4U>löl.-Schuld mit Aus- lot-Rechten

De4gl. ohne Lusios.-Rechte - - - 7% 5tanti. Yyp.-Bk «oldps. un- kündbar bii 1932

iVi% Rheinische Hvv.-Barst Stau.- ®olbpf.

Ü.S.G aba. BortrtegS-Obligation., rüchablbar 1933

1% Schweiz. BundeSb.-Äul.. . . 4% Oeitcrrelchilche Goldrte.. - 4,20% Oelterr Ellberrte.....

4% Oesterreich, etnheitl. 8Ue. . . 4% Ungarische Goldrte. . .

4% Ungarische Staotir. v. 1910 4y*% OMQl. oon 1913

4% Ungarische Kronenrt«.. . . 4% iurt stollanleihe v. 1911 4% Türkische Bagdadbahn»Anl.,

Serie 1

4% dedgl. 6edt II , . .

4% Rumänen convert. Mit. . . .

W,0/, Rumänen (Bolbanl. von 1918

flUlfl Druyche (ültn'xihn .

hamdurg-istmenlo fatet ... 8

Hamd.-Südam. Dampssch. . . 8

Hansa Dampsschifs . . 10

Norddeutscher Lloyd .... 8 Slllg Deutsche Creditanst. . . IC Barmer Bankverein - lc

Berliner Handelegelelllch. . 11

Kommet*- und Privat-Barst 1 Barm ft u Rattonaibank 1

Deutsche Bank - 1

Diskonto-Äesellschafl eint. 1

Dresdner Bank ... 1

Mitteldeutsche Lreditdarck - - vletalldank

P<tch4daist ...... '

87,25

50,75

14,9

90

75,6

3

1,85

12

9,4

24,13

153

147,9

136,5

293,5

187

291,25

169

163,75

170,5

206

134,5

30?

1 -»r- I | I ,11111112 Illi «i I SSI 1 12 S 1

22 ________ 2 - §2 2 2

87,5

50,9 14,8

31,75

26,4

26 1,95 11,8

11,6

24

151,75

185,5

185

147,5

136,4

141

294

187,5

290,75

168

163,75

170,5

210

134,1.3

302

1 I 1 1 1 1 1 1 1 1 1 IS st 1 I 1 s 1 SXSSSSSJS^SSS

A.E.Ä..........8

Bergmann...... « 9

Elektr. Lieserunge«. . - - 10

gelten & Guilleaume. 6

Gel. f. Eleka. Untern.» 10

Hamb. Elektr. Werk« .... 10

Rhein. Elektr. .......9

Schlei. Elektr........10

Schuckert ..... 8

Siemens 4 HaILk» . * 12

Transradio . ...... 8

Buveru» ...... 5

Deutsche Erdöl ....... 6

Ellener Steinkohle......8

Geilenkirchener ...

Harpcner ........ 6

Hoelch Eilen. ....... .8

3>(e Bergbau ...... 8

Klöcknerwerke ........ 7

Köln-Neuessen........ 9

ManneSmann ........8

Mansselder 7

Odrrschles Ersenb. Bedars . . b

Oberschlei. KokSwerke . . 6

Phönix Bergbau 6¥t

Nhetnische Braunkohlen .10

Ryernftohl 1. % Iah» <Yi

Riebeck Montan .....7,2

Bereinigte Stahl»......6

Otavi Minen .....9 »h

Sali Alchersleben .... 10

Kali Westeregeln . . . . 10 stallwerk SaüdetlurtH ... Ifi

3. 'S. Aarden-InvuMM . 12

Dnnamil Nobel

Scheideanstalt .. 1

Goldschmidt

Rütgerswerke .»« »J

Mi'tallgclestschalt. - - U

184 | 208,5

254,4

151

273

207,5

393

174

85,5

136

123,5

138

248

117,5

126

113,25

93,25

279,5

138

93,5

53,5

282

286,5

475

254,4

211,76

99,5

100,6

185

183,4

206,5

239

273

206,5

391,5

124,5

125,4

113,5

93

136,75

283,25

284

253,25

211.75

183,5

206,75

173,25

237,5 151

270

147,5

155,5

230,75

205,25

392,5

147,5

172,9

86

135,5

125,5

123

138,65

129,25

116,5 126

1'26,5

113

110,5

112,5

93,4 279

137

94

53,9 284

286

476,5

100

100,25

183,4

207

173

240,5

273,25

146,75

156

206 392,25 148,25

136,6

123,5

138

129,25

115,6

125,26

126

113

110,5

112,5

93

278,5

137

54

284

286.5

477,5

253,5

120,25

101

101,4

16,27

16.43

167,76

168.44

21,97

22,05

111,53

111,97

58.78

59,02

2,535

2.555

111,90

112,34

80,55

80,87

67,42

67,70

12.38

12,44

73.00

73,30

Amtliche Non.rung

Amtliche Notierung

Geld

Briet

Geld

Brtct

168,10

168,44

168,07

168,41

1,762

1,766

1,764

1,768

58,28

58,40

58,27

58,59

111,78

112,00

111.76

111.98

111,82

112,04

111.80

112,02

112,13

112,35

112,11

112,33

10,555

10,575

10,55

10,57

21,965

22,005

21,975

22,015

20,337

20,377

20,337

20,377

4,1935

4,2015

4,1935

1,2015

16,37

16,41

16,375

16,415

60,715

80,875

89,70

80,86

67,60

67,74

67,77

67,91

1,924

1,928

1,934

1,938

0,502

0,504

0,501

0,503

58,91

59,03

58,93

59,05

12,429

12,449

12,428

12,448

7,372

7,386

7,368

7,382

73,10

73,24

73,10

73,24

3,027

3,033

3,027

3,033

18,83

18,87

18,88

18,92

81,31

81,47

81,32

81,48

2,128

2,132

2,129

2,188

5,425

5,435

5,425

5,435

4,192

4,200

4,1925

4,2005

4,256

1 4,264

4,256

4-264

20,86

1 20,90

20,86

20,90