Schram’s
Eiernudeln
*3on anbwrr 6»d< m bet Presse verbreite»« Wirieflungen über den VeriackrmHstag in Hessen sind großenteils unrichtig.
Datsn für Freitag, 20.3uli.
Sonnenaufgang 4.07 Ühr, Sonnenuntergang 20.05 Übt. — Mondaufgang 7.43 Ühr. Mond- untcrganq 22.13 ühr.
1304: her Dichter Francesco Petrarca in Qhrvo geboren. — 1497: Äalfet Ularünilion bestätigt urkundlich die Leivziger Metz-Privi- [egicn; — 1847: der Maler Mar Liebermann in Berlin geboten; — 1866: Seesieqe der Oefter» reiche über die Italiener bet Lifto; — 1880; der Philosoph Dras -ermann Keyserling in Koonno in Livland geboren.
Gictzener tvoäenmarftpreifc
Ts kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 180 bis 190 Pfennig, Matte 30 bis 35. Stofe (10 Stück) 60 bis 14u. Dicking 15 bis 20. Weißkraut 20. 'KMfraut 30. gelbe Rüben 20 bis 25. rote Buben 15. Svinat 30. Römisch» kohl 15 bis 20. Bohnen (gelbe und grüne) 50 bis 60. Erbsen 25 bl« 30. Misthgemüle 20. Tomaten 25 bis 90. Zwiebeln 17 bis 20. "Rhabarber 15 bis 20, Kartoffeln (alle) 6 bi« 6.5. Birnen 40. Kirschen 60 bis 70 Heidelbeeren 55 biS 60. Stachelbeeren 25 bis 40. Johannisbeeren 25 bis 35. Erdbeeren 80. Himbeeren 60 bi« 70. junge Hähne 100 bis 120. Suppenhühner 100 bi« 120 daS Pfund. Sier 13 bis 14. Blumenkohl 30 bis 80. Salat 5 bi« 10. Salat gurken 20 bis SO. Ginmachgurken 8 bis 10. Oberkohlrabi 5 bis 15, Rettich 10 bis 25 das Stück; Radieschen 10 bis 15 Pfennig das Bund.
Bornotizen.
— lagcstalenber für Donnerstag Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Frauenarzt Dr. Schäfer". — Astoria Lichtspiele: ..Büchse und Lasso".
•• Ernster DerkehrSunf all auf der Bahn Gestern vormittag wurde durch die unglaubliche Leichtfertigkeit einer Frau ein Dar- lehrSunsall auf der Bahn berbeigesühtt. der leicht au schlimmsten Folgen hätte führen können. Die Reisende war in Butzbach aus dem beschleunigten Personenzug Frankfurt—Kassel, der vormittags 10,19 Ühr in Dietzen abfahren soll, auf der verkehrten Seite ausgestiegen und hatte dabei die Abteiltür offensteh.m lassen Da das 2lbteil von weiteren Insassen nicht besetzt war und da« Begleitspersonal auf der anderen richtigen Stationsseite zu tun hatte, wurde das Offenstehen der Tür nicht bemerkt. Auf der Fahrt zwischen Butzbach und Dietzen begegnete dieser beschleunigte Zug dem um 9,44 Ühr von Dietzen in Richtung Frankfurt abfahren- den beschleunigten Personenzug, dessen Maschine die offene Wteiltür erfaßte. Die Tür wurde abgerissen und beschädigte im Deiterschleisen zwei Eisenbahnwagen so erheblich, datz die Dagen in Dietzen aus dem Fuge auSrangiert werden mutzten Zum Dlück hatte der Vorfall für die 3n- sassen der beiden Dagen keine weiteren Folgen, ebenso blieben glücklicherweise beide Züge vor einem tragischen Geschick bewahrt. Durch das AuSrangieren der Wagen erlitt der Zug in Richtung Kassel eine halbstündige Verspätung, wodurch den Reisenden natürlich wichtige Fernanschlüsse nach anderen Richtungen hin verloren- gingen. Datz der leichtfertigen Frau, die den
Aus der Provinzialhauptstadt.
Fletzen, den 19. 3ult 1928.
L)as ZirluSwunder Krone.
Seit gestern nachmittag hat der Zirku« Krone — bet echte, nutzt der kopierte Krone! — auf dem 4rieb feine gewaltige Zeltstadt gebffnet E« ist geradezu fabelhaft, was für ein Bild höchster organisotortscher Leistung und autzerordentlicher zirzensischer Materiolsülle tich dort den Blicken der Besucher barbidd. Der grobe Trieb ist beinahe noch zu klein für den Park, den Krone dort - sozusagen über Rächt an 3d len. Wagen und allem Zubehör v»»' gestellt hat. 3n der Mitte dieser Zelrstadt erhebt sich das grobe Biermastcnzelt mit Drei Manegen Rundherum gruppieren sich die zayt- los vielen Wagen. In Denen Der Tierpark fein Obdach hat. Wir müssen gestehen, datz w r trotz her Fülle bei 1 en. was uns bisher »m Laufe unterer journalistischen Tätigkeit in dieser Hms^t au Sefich» kam. etwas derartiges wie hier bei .'irone noch nicht antrafen. Äl^in fchon der . icrbarl. der nicht weniger als 6 97 21 um- m cm verzeichnet. ES ist natürlich ganz unmöglich. an dielet Stelle in den Sinzclheiten e n Bild dieses Zoologischen Gartens aus Reisen - um den sicherlich manche Stadt Den Zirkus Krone mit Recht beneiden kann -- zu geben. Rur einige Besonderheiten seien sestge- halten: Vorhanden sind etwa 250 Pferde 42 Ka- mele und Dromedare, eine Slefantengruppe von 23 Skemplaren. eine grobe Anzahl Zebras deren Wert pro Kopf etwa 2000 Mark auSmachl. ganze Familien von Löwen und Tigern der ver- schiedensten Länderarten und trotzen (die Zahl der Löwen dürfte mit etwa 50 wohl kaum zu hoch angegeben sein), ferner Raubzeug, exotisches Wild, Eisbären Tanzbären, Assen usw. en mässe, ein gewaltiges Nilpferd. Mississippi-Al,gatoren. Sie- fanten-Riesenschildkröte, See-Elefanten aus dem Stillen Ozcan, exotische« Geflügel der verschieden- sten Arten usw. usw.. kurzum eine autzerordent- lich buntgcmifchte Tiergesellschaft, die eine n De - IchtiaungSrundgang zu einem auberordentiich fei- tenen Grlebni« werden läbt Bei der Besichtigung die wir gestern nachmittag in diesem Tierpark Vornahmen, hielten wir uns an den einzelnen Ständen nicht allzulange auf. trotzdem aber waren aut P/j Stunden verflossen, bis Wir unferen Rundgang durch Krone« Zoologischen Garten beendet hatten. Hub wir müssen gestehen: SXe Fülle dessen, wa« man dort sieht, und die Reich- haltigkeit In der Zusammenstellung dieser Schau, lietzen keinen Augenblick das Gefühl einer Heber- mÜbung aufkommen, sondern hielten das Interesse bi« zum Ende unvermindert lebendig. Sowohl für Erwachsene, wie auch für Kinder ist ein Besuch dieser Tierschau, für den die» RachmittagSstunden vorgesehen sind, fehl» empfehlenswert, denn wohl kaum an anderer Stelle, und zumal in einer Mittelstadt wie Gletzen, dürfte eine solche Reichhaltigkeit aus der Tierwelt als Wanderschau zu sehen sein. Wenn wir nun noch darauf hiw- weisen, dafe in diesem ZirkuSbetrieb auch gerade- zu eine Dölke tschau sich den Blicken der 'Besucher darbietet, verkörpert durch da« ZirkuS- personal au« allen Weltgegenden und mit allen möglichen Muttersprachen, so dab man in der Tat
von einem babylonischen Stimmengewirr sprechen kann, fv glauben wir hier in groben Hmtifkn ein äu feeres Bild dieser Zirkusorganisation gegeben zu haben. Man sagt wohl mcht zuviel, wenn man betont, Dab der Zirkus Krone heute als das führende Unternehmen auf d;e'em De- biete in Der ganzen Welt anzusprechen ist dab man ihm u. W. evvas Gleichartiges nicht an die Seite stellen kann.
Der Sag „Der Zirkus ist tot, es lebe das Sanel«-' wird dmch fiele Wiederholung nicht nchtiaer. «eine ganze Absurdität bewies.Hroneettroffnungd. Vorstellung am Mittwochabend. ILer von Den vielen Tausenden von Menschen, die das Riesenzell auf Dem Trieb füllten, wird nicht, ob alt, ob jung, mit wachsender Anteilnahme, schließlich mit Heller 'Begeisterung den Vorführungen gefolgt fein, die in schnellem Wechsel und bunter Folge in drei M a - n c g c n gleichzeitig vor seinen Äugen sich ab- wickelten. Was hier geboten wurde an vollendetster zirzensischer Kunst, ist k vielseitig und umfangreich, datz es kaum möglich erscheint, auch nur annähernd einen lieberblick über das Programm einer solchen Vorstellung zu geben. Nur ganz Weniges sei wohl- los herausgegriffen. Da seien als erste genannt die hervorragenden Pferdcdressuren und die in hoher Qualität vorgefühne Hohe sj(faule. Hürden und Wagenrennen, auroezcichncte '.Reltatte und ein sehr originelles Push Ball zu Pferd«, verdienen besondere Erwähnung Glanzend find auch die Raubtierdressuren: Bären verschiedener Arten, Tiger und vor allem die wirklich hcroorraaend schöne Elcsanten- gruppe, die in dieser Vollendung wohl einzig sein Dürfte. Richt vergessen werden Dürfen auch die 16 kühnen Luslspringer, Die am Trapez ihre wagemutigen Stünfle vorführten. Trotze Anziehungskraft hatten schlietzlich auch Die grobe, prächtig ausflaffkrtc exotische Schau und das römische toagenrennen. Doch mehr wollen wir nicht verraten, pilgere nur jeder selbst auf den Trieb und sehe, höre und staune. Richt oft wird sich hier In Sieben die Gelegenheit wieder bieten, ein so erlesenes Programm höchster zirzen- sischer Kunst in ähnlicher Reichhaltigkeit und auch nur annähernd gleicher Qualität in Material und Technik in Augenschein zu nehmen. Also: Aus zu Krone?
Oer Dersassungstag in Hessen.
Der Amtlich« Hessische Pressedienst meldet: 3m Dollsstaat Hessen wird der Ber- t a 11 u n g 6 t a g in diesem Jahre im gleichen Rahmen tobe in den Vorjahren gefeiert. Die öffentlichen Debäud« trauen am 11. August Flaggenschmuck in den Reichs- und Landesfarben; wenn nur eine Gelegenheit zum Aufziehen der Fahne vorhanden ist, sollen unter allen Üm- ständen dve ReichSsarben gezeigt werden. Zur Teilnahme der Beamten und Angestellten an der VersassungSseier ist für die hessischen Behörden am 11. August Dureauschiub angeordnet, was so zu verstehen ist, dab an dem genannten Tag Sonntagsdienst aehalten wird. Da der 11. August auch diese« Jahr in der Regel in Hessen noch in die Schulferien fällt, halten die S ch u l e n die Feier in der ersten Woche nach Wiederbeginn der Schule ab. Der Unterricht füllt an diesem Tage aus. 3n allen Städten und Gemeinden des Landes veranstalten am Derfassungstag Di« Spitzen der Behörden mit den Vertretern der Bevölkerung. Organisationen und Vereinen ein« gemeinsame Feier.__________
UnfaH verschuldet Hai. eine ganz eemnplarisch« rträte gebührt, bedarf keiner weiteren Betonung. Ob es allerdings gelingt, diese Frau ausfindig zu machen, ist wohl zu bezweifeln.
•• Pom Bergwerkswal d. Tk vor einigen Wochen en dieser Stelle gebrachten Anregungen zur Aufstellung von R-Hebanken Im Bergwerks- wald Haven Erfola gehabt. Der heute den Bera- werkswald als Croolungsstaite aufsucht. dem ist wieder, wie in früheren Jahren Gelegenheit gegeben, an Den landschaftlich schönsten Stellen auf sauber bergeridreien, au* Raturholz geschnittenen Bänken der Ruhe zu pflegen. Am „Börnchen", vielleicht Dem iDoUi|d)ft gelegenen Plätzchen De» ganten Waldes, sind zwei Bänke aufgefteut worden, wahrend eine weitere an einem der größeren Teich» zum Ruhen elnlaDcL Der öorftoeriDaltung sei gedankt für ihr Entgegenkommen, und die Bevölkerung sei ermahnt. Banke und Anlagen in ihren Schutz zu nehmen und gegen Frevler und bös» Buben rücksichtslos mit Anzeige vorzugehen.
*• Strotze nfverruu gen. Vom Oberbcffl» schon Automobil-Club E V. (A. v. D.). Dieben, werden uns solaende Strotze ns perrungen mitge« teilt: Melbach-Dorheim im Zuge bet Strotze Friedberg—Hungen für alle Fahrzeug» bi« auf weiteres, Umleitung über Echze l Reichelsheim — Offenheim — Fauerbach, Rieder- Wöll st a d t — O k a r b e n im Zuge der Strobe Friedberg- Frankfurt a. M. für alle Fahrzeuge am 20. 3uli von 9 bis 14 Ühr. ümlcitung über Riedcrwöilstadt — Älbonstadt — Burg-Gräsen- rode — Drotzkarben
' Aufgehobene Strabensperrungen. Vom Oberhessischen Automobil-Elub E. 2. (A.v. D.). Dieben, werden unS folgende aufgehobene Strobensperrungen mitgeteilt: Alsfeld-Eifa im Zuge der Strotz« Alsfeld - HersfelD. Alsfeld - Romrod im Zuge der Strobe Dietzen—Als eid.
•• Zunehme», de Fahrraddieb stähle. Der Polizeibericht meldet: Am 18. Juli wurden in Dietzen zwei Fahrräder, da» eine aus einem Haus- Hur im Seltersweg, dos andere vor dem Postamt in Der Schuistratzc entwendet. Es handelt sich in beiden Fallen um Herrenfahrräder, Marke „Tor- pedo", Fabriknummer 320 319 und „Äujmann". Zn einem' Falle liefe der Täter ein älteres Fahrrad zurück. Am Tage vorher wurde auch in Wieleck ein fast neues Herrenrad, Marke „Moearona", Fabriknummer 515 104, gestohlen.
* Fe st nahmen. Festgenommen wurde auf Grund eines Ausschreibens der Amtsanwaltschaft in Gietzen ein 22jähriger Schreiner aus Dietzen. Auher- dem wurden zwei jugendliche Personen von auswärts, die ihren Lehrstellen entlaufen waren, in Schutzhaft genommen. Beide wurden von ihren Angehörigen abgeholt.
• • Don der Lahn. Heutige Wasterwürme der Lahn 23 Grad Celsius.
* Auftrieb zum heutigen Fr onkfur- ter Schlachtviehmarkt: 995 Kälber, 89 Schafe, 338 Schweine. _________________ _
jeder Cigarettenfabrikant behauptet von sich, daß er die besten Cigaretten herstellt.
Solche Behauptungen sind weder beweisbar noch widerlegbar, da dem Raucher fast stets die Möglichkeit der Nachprüfung fehlt.
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Wir haben daher mit dem Prinzip der Fabrikation hinter verschlossenen Türen gebrochen und verweisen auf Tatsachen, von denen sich jeder überzeugen kann.
Unsere Leistungen haben uns das Vertrauen des Rauchers gebracht, und zwar mit den
REEMTSMA CIGARETTEN
REEMTSMA A..G. FABRIKEN fJiß HOCHWERTIGE OfiJENTC1GABETTEN


