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Wirtschaft.

Deutschlands Anteil am russischen Außenhandel.

West, und mit leidenschaftlichem Herzen klagt er den 'Duren an. den Bedränger der Deutschen in Sübwest, der als schlechter Treuhänder das über­nationale Mandatsland rn se-.ne Gewalt zu be­kommen sucht. . .

Indien unter britischer Herr­schaft. Bon Prof. Dr. 3. Horowitz. (Handbuch der eng^cb-amer'.kanischrn Kultur, herausgegeben von W. Di'betius.) Geh. 4,80 Mk. Verlag von B. G. Teubner, Leipzig. (438). Indien stellt vielleicht das schwierigste und wichtigste von allen Problemen dar, ml denen die englische Welt- herr'chaft in unserer Zeit zu ringen hat. Das Merk von Horovih gibt einen ileberbJid über Indiens Geschichte vor dem Eindringen der Eng­länder, über Werden und Ausbreitung der bri- tuchen Herrschaft. Sich stetig verbreiternd und vertiefend, behandelt cs sodann Bevölkerung. Wirtschaft. Berwältung und erörtert eingehend die Fragen, die unmittelbar zur Lösung des heu­tigen Problems beizutragen bestimmt sind.

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Datum: ...7 ... io .... 8 ... 10

... 15 ... 12 ... 18

Kunst und Wissenschaft.

Eröffnung der 7. ReichvschulmiHkwoche in München.

Die 7. Rcichsschulmusr?woche wurde am Montagvormittag im Auditorium maximum der älniversität München in Anwesenheit zahl­reicher Ehrengäste, u. a. auch aus Oesterreich und der Tschechoslowakei, mit Begrüßungsansprachen des Leiters des Zentralinstituts für Erziehung und Unterricht, Professors Ke st ende rg (Ber­lin), des bayerischen Kultusministers Golden« berg er, Staatssekretärs Dr. Lammers (na­mens des Reichsministers des Innern) und des Oberbürgermeisters von München, S ch a r n a g l, eröffnet. In den Ansprachen kam die Verbunden­heit der deutschen Kultur in Deutschland und ui Oesterreich zum Ausdruck, auf die auch der Ver­treter des österreichischen ^lntecrichtsministeriums, Professor K o b a l d, in einem auf der Tagung erstatteten Referat verwies. Ec betonte, daß es in der Kunst, die in Oesterreich und in Deutsch­land aus denselben Wurzeln komme, keine Gren­zen, sondern nur ein deutsches Volk geben könne.

3,8

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Die Vorbereitungen auf die End: Oktober Aussicht genommenen Handelsvertrags­verhandlungen zwischm Deutschland and der 11. S. S. R. werfen ihre Schatten voraus. In der deutschen sowie in der sowletruisischen Pres.e wird bereits das T rrain sondiert. In der Hauptsache handelt es sich dabei um die Frage des A uhen Handels Monopols. Die Russen halten an dem Auhenhande smonopol als einem unverrückbaren Bestandt il des Wirt-

stramon'Ac vkoren Hollätivtlche Violen......

Stülierüfdje Violen......

Norwegische Noten . . . .

Dcuisch^eslerr, ä 100 Kronen Rumänische Vloten......

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148

Zucker etwas gefragt und 1,25 o. H. fester. Auto- und Schiffahrtswerte waren gut behauptet. Deutsche Anleihen zogen weiter etwas an. Am Markte der Auslandrenten Ungarn erneut etwas schwächer. Im Verlaufe blieb die Stimmung lustlos, und das Ge° fdjäft schrumpfte weiter zusammen. Verschiedentlich bröckelten die Kurse erneut etwas ab. lieber die Kreise, die die Farben-Verkäufe in der letzten Zeit vorgenommen haben, herrscht immer noch Unge­wißheit, angeblich soll das Angebot hauptsächlich aus holländischen Verkäufen herrühren. Weiterhin verstimmte die anhaltende Anspannung des Geldmarktes, an dem Tagesgeld zu 7,5 o. H. nur geringfügig leichter war. Am Devisen­markt war die Mark weiter gebessert. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1990, "gegen Pfund 20,371, London gegen Kabel 4,8504, gegen Paris 124,20, gegen Mailand 92,60, gegen Madrid 30,03, gegen Holland 12,0975.

Börse.

B erlin, 17. Oktober. Abgesehen von den Spezialpapieren (Neubesitzanleihe und Wa­renhauswerte), eröffnete dis heutige Börse in über­wiegend schwacher Haltuna. Die Aussperrung im Rheinland verstimmte, zumal die gestern bereits aufgetretenen Geldbefürchtungen anhielten. Kauforders außenstehender Kreise waren kaum vorhanden: im Gegenteil, es bestand von dieser Seite eher Verkaufsneigung. Die festen Neuyorker Börsen finden überhaupt keine Beachtung mehr, doch ist es bemerkenswert, daß auch die anderen europäischen Auslandbörsen eher nach'unten tendie­ren. Die gemeldete Sofina - Gesfürel - Gründung drückt sich in den Kursen der beteiligten Papiere nicht aus. Karstadt konnten im Zusammenhang mit den jetzt bekanntgewordenen Einzelheiten über die französische Gemeinschaftsgründung bei 212 v. H. Interesse erzielen. Laurahütte konnten 3,75 v. H. an» ziehen. Sonst waren meist nur Kursrückgänge festzustellen, die sich aber im allgemeinen im Rah­men von 1 bis 2 v. H. hielten. Polyphon waren mit 6,5 v. H., Glanzstoff mit 6 v. H., Schlesische Elektro-Gas mit 3,75 v. H. und Svenska mit 5 Mk. angeboten und gedrückt. Deutsche Anleihen ruhig. Neubesitzanleihe nach einem Anfangsgewinn von 0,5 v. H. im Verlaufe wieder nachgebend. Auslän­der behauptet. Bosnier 0,25 bis 0,50 v. H. höher. Pfandbriefmarkt geschäftslos, Rentenpfandbriefe ge­fragt. Der Geldmarkt war unverändert angespannt. Tagesgeld war mit 6,5 v. H. bis 8,5 v. H. gesucht, Monatsgeld 8 bis 9 o. H., für Warenwechsel nannte man einen Satz non 6,90 bis 7 v. H. Im Verlaufe wurden die Kurse fast ohne Ausnahme weiter schwächer. Stärker rückgängig waren Polyphon, Reichsbank, Danatbank, Berliner Handelsgesellschaft, Kaliaktien, Zellstoff Waldhof und Ludwig Löwe. Ebenso lagen einige Werte mit Abschlägen bis zu 3 v. H. angeboten. Eine Ausnahme machten Deutsche Linoleum, die zeitweise 4 v. H. über An­fang umgingen.

Frankfurter Getreidebörse.

Fr-ankfurt a. M., 17. Ott. Bei etwas höhe­ren Auslaadnokierungen war die Haltung am hiesigen Produktenmarkt stetig. Die Umsatztätig- Eeit beschränkte sich auf ein Minimum, wobei Weizen bevorzugt war. Futtermittel waren etwas stärker angeboten und neigten weiter zurSchwäche, so mußte sich Mais eine Preisreduzierung von 0,25 Mk. gesallen lassen. Auch Weizenkleie lag etwas niedriger. Am Mehlmarkt wurde der Preis für Roggen mehl erneut um 0,25 Mk. herabgesetzt. Im übrigen biteben d e Votierungen unverändert. Es wurden notiert: Weizen 23,63 bis 23,75; Aag- gen 22,75 bis 23: Sommergerste für Brauzwecke 25,50 bis 25,75; tnl. Hafer 23,25 bis 23,50; Mais (gelb) für Futterzwecke 21,50 bis 21,75; Weizen­mehl, süddeutsches Spezial 0, 34 bis 34,50; Aog- genmehl 30,50 bis 31,50; Weizenkleie 14,25; Rog- genkleie 14,75 Mark. Tendenz: stetig.

schen und Tieren, weil er sie so sehr heben muß. Zum seligen Kinde kann man werden durch dieses Buch einer himmlischen Kindheit.

Politik und Geschichte.

Germania Romana. Ein Bilder-At­las Herauseegeben von derVömisch^Germanischrn Kommission^ des Deutschen Archäologischen In­stituts. Zweite ertocikrte Auflage. IV.: i e Weihedenkmäler. Mit Erläuterungen von I Koepp. 66 Seiten 8° Text. Dazu ein Band Tafeln (XLVIII Seiten 8°). C. C. Buchners V.r- lag in Bamberg. 1928. (329.) Die bekannte, unter der Obhut des vormals Frankfurter, je5t Gött'nger Archäologen Professor Dr. Friedrich Koepp stehende Publikation d:r R. G. K. des Deutschen Archäologischen Instituts wird mll den beiden vorliegende Heften, welche der Behand­lung der Weihedenkmäler Vorbehalten ist, m dankenswerter Weis.' fortgeführt und erweitert. Der stattliche Tafelband vereinigt auf 58 grog- formatigen Seiten durchschnittlich 5 bis 6, aus­nahmslos ganz vorzüglich reproduzierte Photo­graphien der verschiedenartigsten, oorüxegeno plastisch-architektonischen Bruchstücke, die mit Sicherheit als Weihedekmäler anaesprochen wer­den können. Der Textband en hält neben einem fefjr aussühr'ichen Karalog zu den einzelnen Ab­bildungen (die ohne jede Textbeigabe erscheinen), sowie Literaturanwcisen einen gründlichen und gediegen fundierten Kommentar mit archäo­logischen, kultur- und religionsgeschichtlichen Aus­blicken. Von den einzelnen Denkmälern dürfte vor allem die große Iuppitersäule in Main; (Tafel I bis V2), gesunden in den Jahren 1934/5, von besonderem Interesse für die Vorgeschichtsfor­schung unserer engeren Heimat sein.

Deutsche Wirtschaftsgeschichte des Mittelalters. Von Professor Dr. Th. Mayer. In Sammlung Wis enschaft und Bil­dung Geb. 1,80 Mk. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig. (331) Auch im Wirtschafts­leben und hier vielleicht mehr als in der Politik gilt der Sah, daß man aus der Vergangenheit am meisten lernen könne. Infolgdes.en darf die jetzt in der SammlungWissenschaft und Bil­dung" erscheinende deutsche Wirtschaftsgeschichte aus der Feder des Prager Wirtschaftshistorikers auf stärkstes Interesse rechnen. Der Verfasser leote den Hauptwert darauf, die großen Ent- wicklungslinien und die treibenden Kräfte des Fortschritts zu kennzeichnen und Typen zu for­men. die das Verständnis für die Vorgänge er­leichtern. In erster Linie zeigt das Bändchen, wie sich die verschiedenen W rtscha tiformen aus­einander entwickelt haben, wie fruchtbar die Ver­schiebung des Welthande s vom Mit'.elmeer nach dem Borden und dein fernen Westen und wie nachteilig die politischen Zustände auf das auf­strebende deutsche Wirtschaftsleben gewirkt haben.

- Maenner .Ludwig: Deutschlands Wirtschaft und Liberalismus in der Krise von 1 879. Berlin, Deutsche Verlags- gesellschaft für Politik und Geschichte m. b. H. (Einzelschriften zur Politik und Geschichte. Preis steif drosch. 3,50 Mk.) (401). - Es gibt keine beut- sche Partei, die nicht zeitweise mit Bismarck hätte ihre Krast messen müssen, und wenn der Kamps mit den Konservativen, mit Zentrum und Sozial­demokratie in einem Remisspiel oder gar mit einem Siege der Partei endete, so hat sich der Liberalismus von seiner Biederlage erst langsam wieder erholt. Wie der Kanzler auch den Libera­lismus, seinen getreuesten Helfer im Einheits­kampfe, von sich stieß und in eine Stellung fast völliger Wehrlosigkeit hineinmanövrierte legt die Arbeit klar. Die wirtschaftliche und gesellschaft­liche Struktur des deutschen Liberalismus wird auf ihre Stärke und Schwäche hin untersucht und die auseinanderstrebenden Elemente der liberalen Wirtschaft und der liberalen Ideologie verfolgt. Von besonderem Reiz ist die Wechselwirkung zwischen Wirtschaft unb Parlament, wie benn überhaupt in ber Arbeit eine Anzahl uns heute so wichtiger Fragen beleuchtet wirb.

Hans Grimm: Die dreizehn Briese aus Deutsch-Südwest-Afrika. 1. bis 5. Tausenb. Preis geheftet 2 Mk. Verlag von Albert Langen in München. (355). Was inVolk ohne Baum" ber Dichter begonnen, bas führt hier mit heißem Bemühen ber Politiker fort. Ein ganzes Jahr hat Hans Grimm Deutsch- Südwest-Afrika mit ber ihm eigenen Zähigke.t unb Gründlichkeit von neuem studiert und seine Beobachtungen in Briefen an deutsche Zeitungen festgelegt. Diese dreizehn Briefe sind in ber vorliegenben Broschüre vereint. Hans Grimm gibt ein eindringlich klares unb überzeugendes Bild von Lanb unb Leuten unb ihren wirtschaft­lichen unb politischen Verhältnissen, mit rücksichts­loser Offenheit rechnet er ab mit allen Schwächen unb Torh:iien der Deutschen daheim unb in Süd-

scha tssvstems b>5 Sowjetstaates, bas den einzig möglichen D:rbindungsweg mit dcm kapitalistischen Wirtschaftssystem barsteile, fest, während in Deutschland das Außenhandel Monopol als Hinter is der unmittelbaren Geschäftsb:zie,umen zwischen Lieferanten und Aonehm-rr betrachtet und darauf hingewiesen wird, daß es erforderlich ist, eine direkte Verbindung zwischen den Pro­duzenten inb Konsumenten herzustellen. Wenn, ehe man sich überhaupt an den Verhandlungs­tisch seht, schon Hind rnisse infol e geg n ei i .er fa scher Einstellung und Ein chähung best:hen, so kann man sich unschwer ei.'.e Vorstellung davon machen, wie schwierig sich die Verhandlungen cesta.ten werden. Im beiderlei ren In e e,fe toäre deshalb zu wünschen, daß die wirtschaftlichen Fragen im Wirtschaftsver.ehr beider Länder mehr als bisher in cir.ec sachlich unbefangenen Form behandelt würde,i. _

Um ein Bild des Handelsverkehrs ber USSR. mit Deutschland zu geben, bringen wir nachstehend eine Uebersicht der hauptsächlichsten Ein- und Aus­fuhrwaren beider Länder. Dabei ist zu berücksich­tigen, daß in den Ziffern des deutschen Imports nach Rußland auch die Lieferungen aus dem Ga- rantiefrebit zum Ausdruck kommen, deren Anteil in den neun Monaten 1927/28 jedoch, nach fowjet- rusfjschen Berechnungen, höchstens aus 83 Mill. Rubel abzuschätzen ist bei einer Gesamteinfuhr von 194,4 Mill. Rubel, ober 419,9 Mill. Mark. In neun Monaten 1927/28 wäre damit die Gesamtein­fuhr Deutschlands außerhalb des Garantie­kredits mit 111 Mill. Rubel bereits eine Kleinig­keit höher als im gleichen Zeitraum 1926/27 (110,4 Mill. Rubel), obgleich in dieser Einfuhr be­reits erhebliche Garantiekreditlieferungen figurieren. Auf Grund dieser sowjetrussischen Schätzungen ist also die Einfuhr aus Deutschland auch auf Grund der sog. normalen Geschäfte beträchtlich gestiegen. Im einzelnen betrug die deutsche Einfuhr nach Rußland in neun Monaten des Wirt­schaftsjahres 1927/28 u. a. an Maschinen und Apparaten 45,1 (neun Monate 1926/27 25,5 Mill. Rubel = 68 v. H. der Gesamteinfuhr, an Stahl- unb Eisenwaren 24,8 (9,1) Mill. Rubel = 68 v. H., an Elektroeinrichtungen 23,7 (9,5) Mill. Rubel = 66 v. H., an Maschinenteilen 14,4 (5,8). = 61 v. H., an Metallen 9,6 (7,1) = 24 v. H., an optischen und feinmechanischen Instrumenten 8,9 (3,7) = 77 v. H., an Chemikalien 8,2 (6,0) = 68 u. H., an Farb­stoffen und Farben 7,4 (4,8) = 81 v. H.

In der russischen Ausfuhr nach Deutschland nehmen bem Werte nach Rauch­waren mit 38,2 (15,7) = 49 Prozent ben ersten Platz ein. Cs folgen Eier mit 19,9 (13,2) Mill. Rubel = 63 Prozent, Butter mit 4.7 (3,7) = 24 Prozent, Leuchtöl mit 4,4 (4,1) 15 Prozent. Därme unb Magen mit 3,7 (3,5) 46 Prozent, Kaviar mit 3,1 (1,6) = 74 Prozent, Hülsenfrüchte mit 2,9 (6,6) = 64 Prozent, Schmieröl mit 2.4 (2,8) 36 Prozent, Geflügel mit 2,4 (0,6) 22 Prozent, Tabak mit 2,5 (2.3) = 64 Prozent, Asbest mit 2,0 (1,2) = 86 Prozent, bearbeitetes Holz mit 4,0 (2,0) 13 Prozent bes Anteils Deutschlands an der russischen Gesamtausfuhr in den neun Monaten bes Wirtschaftsjahres 1927/28.

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209

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben bie Höhe der zuletzt beschlostenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent. Lombardzinsftiß 8 Prozent.

* Preußische Lanbes-Pfandbrief- a n st a l t, B e r l i n. Wie mitgeteilt wird, ist ber bei ber Anstall bis zum 10. Oktober zur Zeichnung auf­gelegte Teilbetrag ber achtprozentigen reichsmünbel- sicheren Goldmarl-Pfandbriefe, Reihe XIII, voll ge­zeichnet worden. Auch der bisheriae Absatz der zum Verkauf gestellten achtprozentigen Goldmark-Kommu- nalobligationen, Reihe XIV, weist ein befriedigendes Ergebnis auf.

* Dbcnmälbcr H a r t st c i n - I n d u ft r i e A.-G., Darmstadt. Zur Geschäftslage 1928 hört man, daß sich die Ersparnispolitik der Reichsbahn im letzten Jahre auch bei der Hartsteinindustrie, die bas Schottermaterial liefert, bemerkbar gemacht hat. Das laufende Geschäftsjahr ist bisher allgemein etwas ungünstiger gewesen, als die Vorjahre. Man erwartet indessen, daß die Reichsbahn im neuen Etatsjahr wieder umfangreichere Bestellungen tätigen wird, zu mal da sie in allen Erklärungen betont bat, daß die Sicherheit des Verkehrs, zu dessen Erfordernissen auch die Schotterung gehört, in erster Linie berück­sichtigt werden soll. Die augenblicklichen Absatzhem- mungen in der Hartsteinindustrie dürften demnach vorübergehender Natur fein. Hinzu kommt, daß ber fteigenbe Automobilverkehr burch ben notmenbig ge­worbenen Ausbau ber Hauptchausseen bie Zukunft der Hartsteinindustrie aller Voraussicht nach sehr günstig beeinflussen wird.

* Das neue Verwaltungsgebäude de't I.-G.-F ar o eni n du st ri e. In den nädu­ften Tagen wird in Frankfurt a. M. mit den Ar­beiten zur Errichtung des neuen Verwaltungs­gebäudes der I.-G.-Farbenindustrie begonnen werden, nachdem jetzt der Vertrag mit Professor P oelzi g (Charlottenburg) abgeschlossen worden ist. Der Dan wird einen umbauten Raum von 180 000 Kubikmeter umfassen, die Bebengebäude von etwa 40 000 Kubikmeter. Unter Zugrunde­legung eines Satzes von 45 Mk. für jeden um­bauten Kubikmeter ist mit einem Kostenaufwand von ungefähr 10 Mill. Mk. zu rechnen Bei un­gestörtem Fortgang der Bauarbeiten hofft die Verwaltung, das neue Gebäude in zwei Jahren beziehen zu können.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a.M., 17. Oktober. Tendenz: luft­los. Bei anhaltender Drberlofigteit eröffnete die heutige Börse in außerordentlich stiller und l u st l o s e r Haltung. Die Umsatztätigkeit beschränkte sich auf ein Minimum, wobei das An­gebot wieder überwog. Bei der herrschenden Unlust und Zurückhaltung ließ sich die Börse wieder nicht durch die fortgesetzten Kurssteigerungen des Neu­yorker Marktes beeinflussen. Anderseits verursachten die Aussperrungen in der Rheinischen Textil­industrie verstärkte Unsicherheit. Vor allem war man verstimmt über das Angebot, das wieder in der Farbenaktie zutage trat, die 2,60 v. H. nied- driger eröffnete. Später hielt die Slbgabeneigung an, und der Kurs ging erneut um 1 v. H. zurück. Im übrigen traten bei uneinheitlicher Kursentwick­lung überwiegend Abschwächungen von etwa 1 bis 2 v. H. ein. Stärker abgeschwächt waren in Reak­tion auf die gestrigen Steigerungen Gesfürel, die 3,5 v.H. einbüßten. Von den anderen Elektrower­ten gaben AEG. 0,75 v. H. und Siemens 1,5 v. H. nach, während Licht 8- Kraft behauptet blieben. 1 bis 1,5 v. H. schwächer eröffneten Commerzbank, Dresdener Bank, Gelsenkirchen, Mannesmann, Zell­stoff Waldhof unb Karstadt. Kaufneigung bestand dagegen für Deutsche Linoleum, die 3 v. H. an­ziehen konnten. Llußerdem waren Süddeutsche

Eine neue Kredi^altion.

Wie dieKöln. Ztg." hört, soll eine neue E x - portkreditaktion unternommen werden, unb zwar in folgenber Form: Einige beutsche Privatbank­häuser haben gemeinsam mit der Reichskrebitgesell- schaft über einen größeren Wechselkredit mit einer amerikanischen Bankengruppe ein Abkommen getroffen. An dieser Krebitaktion sollen sich zunächst nur Firmen beteiligen, bie einen größeren Kredit beanspruchen (von 100 000 Mark aufwärts). Die Auswahl ber Firmen geschieht anbers, als bei ber allgemeinen Exportkrebitversicherung; sie wirb nämlich'über ben Deutschen Jnbustrie- unb Hanbelstag von ben Handelskammern vorgenommen werden. Da dieser Weg von vornherein eine gewisse Garantie für die Bonität ber in Frage kommenden Firmen bietet, so kann hierdurch das Risiko für das Reich, das die Garantie übernimmt, gemindert werden. Das Reich wird sich durch Rückversicherung bei Versicherungsgesellschaften decken. Was den Zins­satz des Wechselkredits angeht, so soll er sich auf nicht ganz 3 v. H. über ben amerikanischen Privatbiskont stellen.

Gouverneur Strong f.

Neuyork, 16. Oft. Gouverneur Strong von ber Neuyorker Dunbesreservebank, ber sich vor zehn Tagen einer Operation unterzogen hatte, ist heute in einem hiesigen Krankenhause gestorben.

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112,05

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Phönix Bergbau 6Vt

94

93,25

92,5

Rheinische Braunkohlen 10

282

-81,5

280,25

Rheinstahl f. »/. I^hr

139

135.13

137,5

Riebcck Montan ... 7,2

-

Bereinigte Stahl». .... 6

93,75

94

93,25

CiqdI Minen .....8 eh

53.4

53,75

Hall Aschersleben .... 10

286

286,5

285

Hart Westeregeln .....10

Kaliwerk Soildetlurtd . 15

287,5

286

287

473

473

472

J G färben-Jnoultrtt . . 12

-55 65

253

254,75

253,5

Tynamit Rubel ......5

-

Scheideanslalt ...... 6

212

-

Ololdlchmidi . ..... 5

100,5

100

99.75

99,5

Rütgerswerke ....... 6

101.5

102

101,5

101,5

Metallgeiellichafl. ..... 11

-

186

Telegraphische Auszahlung.

16. Eftob.r

17 L klob r

Lmtlicye Viott ru.ta

Ärmliche Viotterund

Geld

Bner

tsjelö

'2rtct iJ

Amn.»Roki

Bu?n.-Aires BrE-8inkw

168,1?

1.764 □8,315

168,51

1,766

58,435

163,17

1,762

58,315

168,51

1,766

58,4:15

bljrifttania

lll.bl

11'2.1)6

111,84

112,06

itopenbafljn

111,85

114,10

111,87

112,u9

Stockholm

114,20

112.12

114,19

113,41

Helüng iorS- utaltcn . . .

10,56.-

41.98

10,584

4-.Ü4

10,.>56 21,975

10,576 1

22,015 i

London. . .

40.3,8

2U.3B8

20,^7

20,337

Vieuuerf . .

'.1955

1.4010

4,1955

4,2635

Ports....

16,3b5

16.42)

16,.>85

10,42.)

Schweiz . .

Sva.iieu -

10.75

67 58

80,91

67-74

80,73

67,76

80,89

67,90

Japan . . .

1.924

1.946

1,926

0,5915

1,930

'liio de Ian

' 5015

0.5045

0,5035

Wien in D-» Ctft abqcfl

Prag

-8.94

12,,35

)9 06 12,45a

58,93

12,4,2

59,05

12,4)2

Belirad Budav'ft .

7.378

73.H

7,392 73,-8

7,3.1

73,14

7,385

73,28

Bul arten

>,031

3.037

3,028

3,035

yntobon

18.68

18.9:

18,83

18,92

Tanrig

61.32

>1,18

81,52

81,48

Ronft .nttn

2,153

2,13.

2,133

2,137

rul-en

>.425

5.43")

o,42a

5,435

Tanava

1 1.1955

4,2035

4,195

4,203

Urn aa» -

4.266

4,274

4.266

4,2.2

Wro

I 20 87

40.91

20,8?

20,91

Berlm, 16. Oktober

"leid

töne

Amertkaniiche VZotei.....

4,176

4J9ö

Belgische Vtotcn .......

58,18

58,42

Dänische Vtoren .......

111.63

112.07

Enollsche Noten........

20,325

20,405