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Wirtschaft.
Deutschlands Anteil am russischen Außenhandel.
West, und mit leidenschaftlichem Herzen klagt er den 'Duren an. den Bedränger der Deutschen in Sübwest, der als schlechter Treuhänder das übernationale Mandatsland rn se-.ne Gewalt zu bekommen sucht. . .
— Indien unter britischer Herrschaft. Bon Prof. Dr. 3. Horowitz. (Handbuch der eng^cb-amer'.kanischrn Kultur, herausgegeben von W. Di'betius.) Geh. 4,80 Mk. Verlag von B. G. Teubner, Leipzig. (438). — Indien stellt vielleicht das schwierigste und wichtigste von allen Problemen dar, ml denen die englische Welt- herr'chaft in unserer Zeit zu ringen hat. Das Merk von Horovih gibt einen ileberbJid über Indiens Geschichte vor dem Eindringen der Engländer, über Werden und Ausbreitung der bri- tuchen Herrschaft. Sich stetig verbreiternd und vertiefend, behandelt cs sodann Bevölkerung. Wirtschaft. Berwältung und erörtert eingehend die Fragen, die unmittelbar zur Lösung des heutigen Problems beizutragen bestimmt sind.
190,13
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Datum: ... “7 ... io .... 8 ... 10
... 15 ... 12 ... 18
Kunst und Wissenschaft.
Eröffnung der 7. ReichvschulmiHkwoche in München.
Die 7. Rcichsschulmusr?woche wurde am Montagvormittag im Auditorium maximum der älniversität München in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste, u. a. auch aus Oesterreich und der Tschechoslowakei, mit Begrüßungsansprachen des Leiters des Zentralinstituts für Erziehung und Unterricht, Professors Ke st ende rg (Berlin), des bayerischen Kultusministers Golden« berg er, Staatssekretärs Dr. Lammers (namens des Reichsministers des Innern) und des Oberbürgermeisters von München, S ch a r n a g l, eröffnet. In den Ansprachen kam die Verbundenheit der deutschen Kultur in Deutschland und ui Oesterreich zum Ausdruck, auf die auch der Vertreter des österreichischen ^lntecrichtsministeriums, Professor K o b a l d, in einem auf der Tagung erstatteten Referat verwies. Ec betonte, daß es in der Kunst, die in Oesterreich und in Deutschland aus denselben Wurzeln komme, keine Grenzen, sondern nur ein deutsches Volk geben könne.
3,8
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Die Vorbereitungen auf die End: Oktober Aussicht genommenen Handelsvertragsverhandlungen zwischm Deutschland and der 11. S. S. R. werfen ihre Schatten voraus. In der deutschen sowie in der sowletruisischen Pres.e wird bereits das T rrain sondiert. In der Hauptsache handelt es sich dabei um die Frage des A uhen Handels Monopols. Die Russen halten an dem Auhenhande smonopol als einem unverrückbaren Bestandt il des Wirt-
stramon'Ac vkoren ■ Hollätivtlche Violen......
Stülierüfdje Violen......
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Dcuisch^eslerr, ä 100 Kronen Rumänische Vloten......
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148
Zucker etwas gefragt und 1,25 o. H. fester. Auto- und Schiffahrtswerte waren gut behauptet. Deutsche Anleihen zogen weiter etwas an. Am Markte der Auslandrenten Ungarn erneut etwas schwächer. Im Verlaufe blieb die Stimmung lustlos, und das Ge° fdjäft schrumpfte weiter zusammen. Verschiedentlich bröckelten die Kurse erneut etwas ab. lieber die Kreise, die die Farben-Verkäufe in der letzten Zeit vorgenommen haben, herrscht immer noch Ungewißheit, angeblich soll das Angebot hauptsächlich aus holländischen Verkäufen herrühren. Weiterhin verstimmte die anhaltende Anspannung des Geldmarktes, an dem Tagesgeld zu 7,5 o. H. nur geringfügig leichter war. Am Devisenmarkt war die Mark weiter gebessert. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1990, "gegen Pfund 20,371, London gegen Kabel 4,8504, gegen Paris 124,20, gegen Mailand 92,60, gegen Madrid 30,03, gegen Holland 12,0975.
Börse.
B erlin, 17. Oktober. Abgesehen von den Spezialpapieren (Neubesitzanleihe und Warenhauswerte), eröffnete dis heutige Börse in überwiegend schwacher Haltuna. Die Aussperrung im Rheinland verstimmte, zumal die gestern bereits aufgetretenen Geldbefürchtungen anhielten. Kauforders außenstehender Kreise waren kaum vorhanden: im Gegenteil, es bestand von dieser Seite eher Verkaufsneigung. Die festen Neuyorker Börsen finden überhaupt keine Beachtung mehr, doch ist es bemerkenswert, daß auch die anderen europäischen Auslandbörsen eher nach'unten tendieren. Die gemeldete Sofina - Gesfürel - Gründung drückt sich in den Kursen der beteiligten Papiere nicht aus. Karstadt konnten im Zusammenhang mit den jetzt bekanntgewordenen Einzelheiten über die französische Gemeinschaftsgründung bei 212 v. H. Interesse erzielen. Laurahütte konnten 3,75 v. H. an» ziehen. Sonst waren meist nur Kursrückgänge festzustellen, die sich aber im allgemeinen im Rahmen von 1 bis 2 v. H. hielten. Polyphon waren mit 6,5 v. H., Glanzstoff mit 6 v. H., Schlesische Elektro-Gas mit 3,75 v. H. und Svenska mit 5 Mk. angeboten und gedrückt. Deutsche Anleihen ruhig. Neubesitzanleihe nach einem Anfangsgewinn von 0,5 v. H. im Verlaufe wieder nachgebend. Ausländer behauptet. Bosnier 0,25 bis 0,50 v. H. höher. Pfandbriefmarkt geschäftslos, Rentenpfandbriefe gefragt. Der Geldmarkt war unverändert angespannt. Tagesgeld war mit 6,5 v. H. bis 8,5 v. H. gesucht, Monatsgeld 8 bis 9 o. H., für Warenwechsel nannte man einen Satz non 6,90 bis 7 v. H. Im Verlaufe wurden die Kurse fast ohne Ausnahme weiter schwächer. Stärker rückgängig waren Polyphon, Reichsbank, Danatbank, Berliner Handelsgesellschaft, Kaliaktien, Zellstoff Waldhof und Ludwig Löwe. Ebenso lagen einige Werte mit Abschlägen bis zu 3 v. H. angeboten. Eine Ausnahme machten Deutsche Linoleum, die zeitweise 4 v. H. über Anfang umgingen.
Frankfurter Getreidebörse.
Fr-ankfurt a. M., 17. Ott. Bei etwas höheren Auslaadnokierungen war die Haltung am hiesigen Produktenmarkt stetig. Die Umsatztätig- Eeit beschränkte sich auf ein Minimum, wobei Weizen bevorzugt war. Futtermittel waren etwas stärker angeboten und neigten weiter zurSchwäche, so mußte sich Mais eine Preisreduzierung von 0,25 Mk. gesallen lassen. Auch Weizenkleie lag etwas niedriger. Am Mehlmarkt wurde der Preis für Roggen mehl erneut um 0,25 Mk. herabgesetzt. Im übrigen biteben d e Votierungen unverändert. Es wurden notiert: Weizen 23,63 bis 23,75; Aag- gen 22,75 bis 23: Sommergerste für Brauzwecke 25,50 bis 25,75; tnl. Hafer 23,25 bis 23,50; Mais (gelb) für Futterzwecke 21,50 bis 21,75; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 34 bis 34,50; Aog- genmehl 30,50 bis 31,50; Weizenkleie 14,25; Rog- genkleie 14,75 Mark. Tendenz: stetig.
schen und Tieren, weil er sie so sehr heben muß. Zum seligen Kinde kann man werden durch dieses Buch einer himmlischen Kindheit.
Politik und Geschichte.
— Germania Romana. Ein Bilder-Atlas Herauseegeben von derVömisch^Germanischrn Kommission^ des Deutschen Archäologischen Instituts. Zweite ertocikrte Auflage. IV.: i e Weihedenkmäler. Mit Erläuterungen von I Koepp. 66 Seiten 8° Text. Dazu ein Band Tafeln (XLVIII Seiten 8°). C. C. Buchners V.r- lag in Bamberg. 1928. (329.) — Die bekannte, unter der Obhut des vormals Frankfurter, je5t Gött'nger Archäologen Professor Dr. Friedrich Koepp stehende Publikation d:r R. G. K. des Deutschen Archäologischen Instituts wird mll den beiden vorliegende Heften, welche der Behandlung der Weihedenkmäler Vorbehalten ist, m dankenswerter Weis.' fortgeführt und erweitert. Der stattliche Tafelband vereinigt auf 58 grog- formatigen Seiten durchschnittlich 5 bis 6, ausnahmslos ganz vorzüglich reproduzierte Photographien der verschiedenartigsten, oorüxegeno plastisch-architektonischen Bruchstücke, die mit Sicherheit als Weihedekmäler anaesprochen werden können. Der Textband en hält neben einem fefjr aussühr'ichen Karalog zu den einzelnen Abbildungen (die ohne jede Textbeigabe erscheinen), sowie Literaturanwcisen einen gründlichen und gediegen fundierten Kommentar mit archäologischen, kultur- und religionsgeschichtlichen Ausblicken. Von den einzelnen Denkmälern dürfte vor allem die große Iuppitersäule in Main; (Tafel I bis V2), gesunden in den Jahren 1934/5, von besonderem Interesse für die Vorgeschichtsforschung unserer engeren Heimat sein.
— Deutsche Wirtschaftsgeschichte des Mittelalters. Von Professor Dr. Th. Mayer. In Sammlung Wis enschaft und Bildung Geb. 1,80 Mk. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig. (331) — Auch im Wirtschaftsleben und hier vielleicht mehr als in der Politik gilt der Sah, daß man aus der Vergangenheit am meisten lernen könne. Infolgdes.en darf die jetzt in der Sammlung „Wissenschaft und Bildung" erscheinende deutsche Wirtschaftsgeschichte aus der Feder des Prager Wirtschaftshistorikers auf stärkstes Interesse rechnen. Der Verfasser leote den Hauptwert darauf, die großen Ent- wicklungslinien und die treibenden Kräfte des Fortschritts zu kennzeichnen und Typen zu formen. die das Verständnis für die Vorgänge erleichtern. In erster Linie zeigt das Bändchen, wie sich die verschiedenen W rtscha tiformen auseinander entwickelt haben, wie fruchtbar die Verschiebung des Welthande s vom Mit'.elmeer nach dem Borden und dein fernen Westen und wie nachteilig die politischen Zustände auf das aufstrebende deutsche Wirtschaftsleben gewirkt haben.
- Maenner .Ludwig: Deutschlands Wirtschaft und Liberalismus in der Krise von 1 879. Berlin, Deutsche Verlags- gesellschaft für Politik und Geschichte m. b. H. (Einzelschriften zur Politik und Geschichte. Preis steif drosch. 3,50 Mk.) (401). - Es gibt keine beut- sche Partei, die nicht zeitweise mit Bismarck hätte ihre Krast messen müssen, und wenn der Kamps mit den Konservativen, mit Zentrum und Sozialdemokratie in einem Remisspiel oder gar mit einem Siege der Partei endete, so hat sich der Liberalismus von seiner Biederlage erst langsam wieder erholt. Wie der Kanzler auch den Liberalismus, seinen getreuesten Helfer im Einheitskampfe, von sich stieß und in eine Stellung fast völliger Wehrlosigkeit hineinmanövrierte legt die Arbeit klar. Die wirtschaftliche und gesellschaftliche Struktur des deutschen Liberalismus wird auf ihre Stärke und Schwäche hin untersucht und die auseinanderstrebenden Elemente der liberalen Wirtschaft und der liberalen Ideologie verfolgt. Von besonderem Reiz ist die Wechselwirkung zwischen Wirtschaft unb Parlament, wie benn überhaupt in ber Arbeit eine Anzahl uns heute so wichtiger Fragen beleuchtet wirb.
— Hans Grimm: Die dreizehn Briese aus Deutsch-Südwest-Afrika. 1. bis 5. Tausenb. Preis geheftet 2 Mk. Verlag von Albert Langen in München. (355). — Was in „Volk ohne Baum" ber Dichter begonnen, bas führt hier mit heißem Bemühen ber Politiker fort. Ein ganzes Jahr hat Hans Grimm Deutsch- Südwest-Afrika mit ber ihm eigenen Zähigke.t unb Gründlichkeit von neuem studiert und seine Beobachtungen in Briefen an deutsche Zeitungen festgelegt. Diese dreizehn Briefe sind in ber vorliegenben Broschüre vereint. Hans Grimm gibt ein eindringlich klares unb überzeugendes Bild von Lanb unb Leuten unb ihren wirtschaftlichen unb politischen Verhältnissen, mit rücksichtsloser Offenheit rechnet er ab mit allen Schwächen unb Torh:iien der Deutschen daheim unb in Süd-
scha tssvstems b>5 Sowjetstaates, bas den einzig möglichen D:rbindungsweg mit dcm kapitalistischen Wirtschaftssystem barsteile, fest, während in Deutschland das Außenhandel Monopol als Hinter is der unmittelbaren Geschäftsb:zie,umen zwischen Lieferanten und Aonehm-rr betrachtet und darauf hingewiesen wird, daß es erforderlich ist, eine direkte Verbindung zwischen den Produzenten inb Konsumenten herzustellen. Wenn, ehe man sich überhaupt an den Verhandlungstisch seht, schon Hind rnisse infol e geg n ei i .er fa scher Einstellung und Ein chähung best:hen, so kann man sich unschwer ei.'.e Vorstellung davon machen, wie schwierig sich die Verhandlungen cesta.ten werden. Im beiderlei ren In e e,fe toäre deshalb zu wünschen, daß die wirtschaftlichen Fragen im Wirtschaftsver.ehr beider Länder mehr als bisher in cir.ec sachlich unbefangenen Form behandelt würde,i. _
Um ein Bild des Handelsverkehrs ber USSR. mit Deutschland zu geben, bringen wir nachstehend eine Uebersicht der hauptsächlichsten Ein- und Ausfuhrwaren beider Länder. Dabei ist zu berücksichtigen, daß in den Ziffern des deutschen Imports nach Rußland auch die Lieferungen aus dem Ga- rantiefrebit zum Ausdruck kommen, deren Anteil in den neun Monaten 1927/28 jedoch, nach fowjet- rusfjschen Berechnungen, höchstens aus 83 Mill. Rubel abzuschätzen ist bei einer Gesamteinfuhr von 194,4 Mill. Rubel, ober 419,9 Mill. Mark. In neun Monaten 1927/28 wäre damit die Gesamteinfuhr Deutschlands außerhalb des Garantiekredits mit 111 Mill. Rubel bereits eine Kleinigkeit höher als im gleichen Zeitraum 1926/27 (110,4 Mill. Rubel), obgleich in dieser Einfuhr bereits erhebliche Garantiekreditlieferungen figurieren. Auf Grund dieser sowjetrussischen Schätzungen ist also die Einfuhr aus Deutschland auch auf Grund der sog. normalen Geschäfte beträchtlich gestiegen. Im einzelnen betrug die deutsche Einfuhr nach Rußland in neun Monaten des Wirtschaftsjahres 1927/28 u. a. an Maschinen und Apparaten 45,1 (neun Monate 1926/27 25,5 Mill. Rubel = 68 v. H. der Gesamteinfuhr, an Stahl- unb Eisenwaren 24,8 (9,1) Mill. Rubel = 68 v. H., an Elektroeinrichtungen 23,7 (9,5) Mill. Rubel = 66 v. H., an Maschinenteilen 14,4 (5,8). = 61 v. H., an Metallen 9,6 (7,1) = 24 v. H., an optischen und feinmechanischen Instrumenten 8,9 (3,7) = 77 v. H., an Chemikalien 8,2 (6,0) = 68 u. H., an Farbstoffen und Farben 7,4 (4,8) = 81 v. H.
In der russischen Ausfuhr nach Deutschland nehmen bem Werte nach Rauchwaren mit 38,2 (15,7) = 49 Prozent ben ersten Platz ein. Cs folgen Eier mit 19,9 (13,2) Mill. Rubel = 63 Prozent, Butter mit 4.7 (3,7) = 24 Prozent, Leuchtöl mit 4,4 (4,1) — 15 Prozent. Därme unb Magen mit 3,7 (3,5) — 46 Prozent, Kaviar mit 3,1 (1,6) = 74 Prozent, Hülsenfrüchte mit 2,9 (6,6) = 64 Prozent, Schmieröl mit 2.4 (2,8) — 36 Prozent, Geflügel mit 2,4 (0,6) — 22 Prozent, Tabak mit 2,5 (2.3) = 64 Prozent, Asbest mit 2,0 (1,2) = 86 Prozent, bearbeitetes Holz mit 4,0 (2,0) — 13 Prozent bes Anteils Deutschlands an der russischen Gesamtausfuhr in den neun Monaten bes Wirtschaftsjahres 1927/28.
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Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben bie Höhe der zuletzt beschlostenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent. Lombardzinsftiß 8 Prozent.
* Preußische Lanbes-Pfandbrief- a n st a l t, B e r l i n. Wie mitgeteilt wird, ist ber bei ber Anstall bis zum 10. Oktober zur Zeichnung aufgelegte Teilbetrag ber achtprozentigen reichsmünbel- sicheren Goldmarl-Pfandbriefe, Reihe XIII, voll gezeichnet worden. Auch der bisheriae Absatz der zum Verkauf gestellten achtprozentigen Goldmark-Kommu- nalobligationen, Reihe XIV, weist ein befriedigendes Ergebnis auf.
* Dbcnmälbcr H a r t st c i n - I n d u ft r i e A.-G., Darmstadt. Zur Geschäftslage 1928 hört man, daß sich die Ersparnispolitik der Reichsbahn im letzten Jahre auch bei der Hartsteinindustrie, die bas Schottermaterial liefert, bemerkbar gemacht hat. Das laufende Geschäftsjahr ist bisher allgemein etwas ungünstiger gewesen, als die Vorjahre. Man erwartet indessen, daß die Reichsbahn im neuen Etatsjahr wieder umfangreichere Bestellungen tätigen wird, zu mal da sie in allen Erklärungen betont bat, daß die Sicherheit des Verkehrs, zu dessen Erfordernissen auch die Schotterung gehört, in erster Linie berücksichtigt werden soll. Die augenblicklichen Absatzhem- mungen in der Hartsteinindustrie dürften demnach vorübergehender Natur fein. Hinzu kommt, daß ber fteigenbe Automobilverkehr burch ben notmenbig geworbenen Ausbau ber Hauptchausseen bie Zukunft der Hartsteinindustrie aller Voraussicht nach sehr günstig beeinflussen wird.
* Das neue Verwaltungsgebäude de't I.-G.-F ar o eni n du st ri e. In den näduften Tagen wird in Frankfurt a. M. mit den Arbeiten zur Errichtung des neuen Verwaltungsgebäudes der I.-G.-Farbenindustrie begonnen werden, nachdem jetzt der Vertrag mit Professor P oelzi g (Charlottenburg) abgeschlossen worden ist. Der Dan wird einen umbauten Raum von 180 000 Kubikmeter umfassen, die Bebengebäude von etwa 40 000 Kubikmeter. Unter Zugrundelegung eines Satzes von 45 Mk. für jeden umbauten Kubikmeter ist mit einem Kostenaufwand von ungefähr 10 Mill. Mk. zu rechnen Bei ungestörtem Fortgang der Bauarbeiten hofft die Verwaltung, das neue Gebäude in zwei Jahren beziehen zu können.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a.M., 17. Oktober. Tendenz: luftlos. — Bei anhaltender Drberlofigteit eröffnete die heutige Börse in außerordentlich stiller und l u st l o s e r Haltung. Die Umsatztätigkeit beschränkte sich auf ein Minimum, wobei das Angebot wieder überwog. Bei der herrschenden Unlust und Zurückhaltung ließ sich die Börse wieder nicht durch die fortgesetzten Kurssteigerungen des Neuyorker Marktes beeinflussen. Anderseits verursachten die Aussperrungen in der Rheinischen Textilindustrie verstärkte Unsicherheit. Vor allem war man verstimmt über das Angebot, das wieder in der Farbenaktie zutage trat, die 2,60 v. H. nied- driger eröffnete. Später hielt die Slbgabeneigung an, und der Kurs ging erneut um 1 v. H. zurück. Im übrigen traten bei uneinheitlicher Kursentwicklung überwiegend Abschwächungen von etwa 1 bis 2 v. H. ein. Stärker abgeschwächt waren in Reaktion auf die gestrigen Steigerungen Gesfürel, die 3,5 v.H. einbüßten. Von den anderen Elektrowerten gaben AEG. 0,75 v. H. und Siemens 1,5 v. H. nach, während Licht 8- Kraft behauptet blieben. 1 bis 1,5 v. H. schwächer eröffneten Commerzbank, Dresdener Bank, Gelsenkirchen, Mannesmann, Zellstoff Waldhof unb Karstadt. Kaufneigung bestand dagegen für Deutsche Linoleum, die 3 v. H. anziehen konnten. Llußerdem waren Süddeutsche
Eine neue Kredi^altion.
Wie die „Köln. Ztg." hört, soll eine neue E x - portkreditaktion unternommen werden, unb zwar in folgenber Form: Einige beutsche Privatbankhäuser haben gemeinsam mit der Reichskrebitgesell- schaft über einen größeren Wechselkredit mit einer amerikanischen Bankengruppe ein Abkommen getroffen. An dieser Krebitaktion sollen sich zunächst nur Firmen beteiligen, bie einen größeren Kredit beanspruchen (von 100 000 Mark aufwärts). Die Auswahl ber Firmen geschieht anbers, als bei ber allgemeinen Exportkrebitversicherung; sie wirb nämlich'über ben Deutschen Jnbustrie- unb Hanbelstag von ben Handelskammern vorgenommen werden. Da dieser Weg von vornherein eine gewisse Garantie für die Bonität ber in Frage kommenden Firmen bietet, so kann hierdurch das Risiko für das Reich, das die Garantie übernimmt, gemindert werden. Das Reich wird sich durch Rückversicherung bei Versicherungsgesellschaften decken. Was den Zinssatz des Wechselkredits angeht, so soll er sich auf nicht ganz 3 v. H. über ben amerikanischen Privatbiskont stellen.
Gouverneur Strong f.
Neuyork, 16. Oft. Gouverneur Strong von ber Neuyorker Dunbesreservebank, ber sich vor zehn Tagen einer Operation unterzogen hatte, ist heute in einem hiesigen Krankenhause gestorben.
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94
—
93,25
92,5
Rheinische Braunkohlen 10
282
—
-81,5
280,25
Rheinstahl f. »/. I^hr
139
—
135.13
137,5
Riebcck Montan ... 7,2
—
-
—
Bereinigte Stahl». .... 6
93,75
—
94
93,25
CiqdI Minen .....8 eh
—
53.4
53,75
Hall Aschersleben .... 10
286
—
286,5
285
Hart Westeregeln .....10
Kaliwerk Soildetlurtd . 15
287,5
286
287
473
—
473
472
J G färben-Jnoultrtt . . 12
-55 65
253
254,75
253,5
Tynamit Rubel ......5
—
—
-
Scheideanslalt ...... 6
—
212
-
Ololdlchmidi . ..... 5
100,5
100
99.75
99,5
Rütgerswerke ....... 6
101.5
102
101,5
101,5
Metallgeiellichafl. ..... 11
-—
186
Telegraphische Auszahlung.
16. Eftob.r
17 L klob r
Lmtlicye Viott ru.ta
Ärmliche Viotterund
Geld
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Amn.»Roki
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168,1?
1.764 □8,315
168,51
1,766
58,435
163,17
1,762
58,315
168,51
1,766
58,4:15
bljrifttania
lll.bl
11'2.1)6
111,84
112,06
itopenbafljn
111,85
114,10
111,87
112,u9
Stockholm
114,20
112.12
114,19
113,41
Helüng iorS- utaltcn . . .
10,56.-
41.98
10,584
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22,015 i
London. . .
40.3,8
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Vieuuerf . .
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1.4010
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Ports....
16,3b5
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Schweiz . .
Sva.iieu -
10.75
67 58
80,91
67-74
80,73
67,76
80,89
67,90
Japan . . .
1.924
1.946
1,926
0,5915
1,930
'liio de Ian
' 5015
0.5045
0,5035
Wien in D-» Ctft abqcfl
Prag
-8.94
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12,4,2
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Belirad Budav'ft .
7.378
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7,392 73,-8
7,3.1
73,14
7,385
73,28
Bul arten
>,031
3.037
3,028
3,035
yntobon
18.68
18.9:
18,83
18,92
Tanrig
61.32
>1,18
81,52
81,48
Ronft .nttn
2,153
2,13.
2,133
2,137
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1 1.1955
4,2035
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4.266
4,274
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Berlm, 16. Oktober
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töne
Amertkaniiche VZotei.....
4,176
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Belgische Vtotcn .......
58,18
58,42
Dänische Vtoren .......
111.63
112.07
Enollsche Noten........
20,325
20,405


