porfraq hielt Pfarrer Droenhvfs- Frankfurt a. M. über daS Thema: „Der D:«nst unserer Evangelischen Arbeitervereine an dem sozialen Fortschritt unseres Lottes". Er führte in seinem «inständigen Vortrag aus. dah die evangelischen Arbeitervereine dienen wollten und dieser Dienst gelt« dem sozialen Fortschritt des deutschen Lottes, dem Wiederaufbau unseres Vaterlandes. A cht Klassenkampf, Haß und Leid solle die Losung sein, sondern dienende Liebe an der Dolksgememschast und Schicksalsgememschaft nach dem Grundsätze: „Du sollst dein Lott mehr lieben als dich selbst." Bodelschwinghsch« Art und Tat sei notwendig. Redner forderte die Gebildeten aus, mitzuwirken im Sinne der evangelischen Arbeiterverein« am sozialen Fortschritt. Der Lors.tzende dankte dem Redner für den ausgeze chneten Lortrag und bat um dessen Ler- iw Lerbondsorgan. Um den vorzüglichen Eindruck der Rede nicht abzufchwächen. wurde von einer Aussprache abgesehen. — Der Vertreter vom Wetzlarer Lerein. Syrc Dock- bo rn, sprach den Dank seines Lereins für die freundliche Begrüßung und für den lehrreichen Dortrag aus.
Rach Schluß der Tagung erfreute der Pc- saunenchor noch durch mehrere Chöre und Lieder. Lerbandsvorsitzender Heß dankte noch dem Vie- hener Lerein für die herzliche, gastfrei dl ich« Aufnahme und für die schöne Ausgeftattung der gesamten Tagung, sowie dem Posaunenchor und dem Frauenchor für ihre Mitwirkung, die wesentlich zur Hebung der Feier beigetragen habe.
Oie neuen Leiter der Arbeitsämter.
WSR. Bekanntlich werden die Arbeitsämter, die jetzt noch Lerwaltungszweige der Gemeinden bzw. Gemeindeverbände sind, mit Wirkung vom l. Oktober b. 3. durch die Reichsan st a l 1 für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung übernommen. Die Lorsihenden der Arbeitsämter sind in Zukunst die ersten Beamten des Arbeitsamts. Dce 40 Arbeitsämter, die jetzt noch im Landes- arbeitsbezirk Hessen bestehen, werden unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Gesichtspunkte zu 18 Aernt e rn zusammengelegt. Für
die Ernennung zu Dorfitzenbcn und deren Stell- Vertreter in den einzelnen Ilenuern des Bezirks Hessen wurden, wie wir erfahren, jetzt vom Dor- ftand der Reichsanstalt die folgenden Herren in Aussicht genommen:
Arbeitsamt Frankfurt a. M Dr. 3. Frey, Bürgermeister in Gießen. Stellvertreter. A. Markgraf, Geschäftsführer des ArbeilSamts Fransturt;
Darrn st a d t: G. 3 ö cke l, Geschäftsführer des Arbeitsamts Darmstadt, Stellvertreter: F. 3. Roh, Geschäfts!ührer des Arbeitsamts Bensheim,
Hanau: V Weyprecht. Beamter des Be- rustScnntS in Darmstadt:
Mainz, 3. Engelmann Geschäftsführer des Arbeitsamts Rkallrz;
Wiesbaden: Dr W. Lins. Direktor des Landesarbeitsomis Hessen, Stellvertreter: H. Sälzer. Vefchästsführer des Arbeitsamts Wi.s- baden:
Offenbach: W. Zschech. Geschäftsführer des Arbeitsamts Offenbach, Stellvertreter. A. Heime, Beamter des Arbeitsamts Offenbadb;
Gießen: H. Bues, Geschäftsführer des Arbeitsamts Harburg-
Marburg. D. Peers ch, Vefchästsführer deS Arbeitsamts Marburg:
Limburg: 3. Wahl, Geschäftsführer des Arbeitsamts Limburg:
Riederlahn st ein: A. Bertsch«, Vorsteher des Wohlfahrtsamts unb stellvertret mder Vorsitzender des Arbeitsamts Montabaur:
Hersfeld: G. Verlach, Gewerkschaftssetre- tär in Hersfeld, Stellvertreter. Dr. Fritz Stey. Beamter deS Wohlfahrtsamts Oels (Schief ),
Dillenburg. H. Lutz. GewerkschastSsekretär in Dillenburg:
Wetzlar: O. Bärwinkel, Geschästssührer des Arbeitsamts Wetzlar:
Fulda: Dr. W. R o m p e l, wissenschaftlicher Hilfsarbeiter im Arbeitsamt Düffeldorf. Stellvertreter: F. Pfaff, Geschäftsführer des Arbeitsamts Wichenhausen,
Kassel: Dr. F. Steinbrück, Geschäftsführer des Arbeitsamts Kassel. Stellvertreter: F. Brau- nersreuthcr. Gewerkschastssekretär in Kassel:
C o rb ach: O. K o ch. Geschästssührer des Arbeitsamts Corbach;
Treysa: G. Ludolph, Lehrer in Treysa;
Worms K. Schmidt. Geschäftsführer des
Arbritsamts Worms. Stellvertreter: L. Eastor. Beamter beim Arb.-ilsamt Worms.
Für diejenigen Arbeitsämter, bei denen die Dorschläge für die stellvertretenden Vorsitzenden nicht gleichzeitig mit den Vorschlägen für die ersten Vorsitzenden cingereicht wurden, wird die Bestellung in den nächsten Tagen erfolgen.
Heichsbahntanf
und Schwerkriegsbeschädigte.
Die Kriegerkameradschaft Haisia in Darmstadt teilt unS mit:
Die von der Reich^bahnverwaltung beabsichtigte Erhöhung des Person en tarifS unter gleichzeitiger Schäftung eines Zweillaftensystems hat un:er den Schwerkr.egsbefchädigten eine erheblich« Beunruhigung hervorgcru en. Seit 3ahren genießen die Kriegsbeschädigten, 6ic nach Art ihrer Verletzung oder Gefundhcntsfchädigung während der Reife sitzen müssen, insofern eine Vergünstigung, als sie auf Grund eines besonderen Ausweises in der 3. Klasse zum Fahrpreis der 4. Klasse, in Schnellzügen außerdem gegen den tarifmäßigen Zuschlag befördert wurden. Auf Grund des künftigen Fortfalls der 4. Klasse befürchten die Schwerkriegsbeschädigten auch einen Fortfall dieser Vergünstigung, bei der in erster Linie die Fahrpreisermäßigung bisher txmfbar empfunden wurde. D:e Spihenver- bände der Kriegsbeschädigten haben deshalb, wie der Derband der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen des Deutschen Reichskriezerbundes „Kyfshäuser" mitteilt, angeregt, daß die mit einem entsprechenden Ausweis versehenen Schwerlriegs- befchädigten in Zukunft aus Militärfahrkarte befördert werden, und zwar im allgemeinen in einem besonderen Kriegsbesch a- digtenabteil der Holzklasse und bei besondere schwerer Beschädigung in der Polsterklasse.
Spielplan der Frankfurter Theater.
Opernhaus. Dienstag. 1b. Sept von 19,30 bis nach 22,30 Uhr: Unter musikalischer Leitung des Generalmusikdirektors Erich Kleiber von der Staatsoper in Berlin: Garmen. Mittwoä), 19., von 19,30 bis gegen 23 Uhr: Die Zauberflöte. Donnerstag. 20., von 20 bis gegen 22.30 Uhr:
Garditlac. Freitag. 21., von 20 bis nach 22,30 Ubr: Der Troubadour Samstag. 22., von 19,30 bis nach 22,30 Uhr: Samson und Dalila Sonntag. 23.. von 20 bis nach 22.45 Uhr Unter musikalischer Leitung des Generalmusikdirektors Leo Biech von der Staatsoper in Berlin: Fidelio. Montag. 24.. von 20 bis nach 22 30 Uhr: Madame Butterfly. — Schauspielhaus. Dienstag. 18. Otipt.. von 20 bis nach 22 33 Uhr Alt-Heidelberg. Mittwoch 19., von 20 bis gegen 22 Uhr: Kiabund. Die Liebe auf dem Lande hieraus: Tolstoi: Der erst« Branntweinbrenner. Donnerstag, 20.. von 20 bis 23 llhr: Othello. Freitag, 21.. von 20 bis 22.30 Uhr: Torguatv Tasto. Samstag. 22., von 20 bis gegen 22 Uhr: Die Liebe auf dem Land«: hieraus: Der erst« Brannt- wcnnbrenner. Sonntag. 23.. von 11 bis gegen 13 Uhr: Aufnahmeprüfung der Schauspielschule; von 19,30 bis 23 Uhr: Don Kariös. Momag. 2L von 19,30 bis 23 Uhr: Don KarloS
Taten für TicnSkag, 18. September
Sonnenaufgang 5.39 Uhr, Sonnenuntergang 18.09 Uhr. — Mondaufgang 10.20 Uhr, Monduntcrgana 19.52 Uhr -
1786: der Dichter Iustinus Kerner in Ludwigsburg geboren; — 1806: der Schriftsteller Heinrich Laube in Sprottau geboren; — 1819: der französische Physiker Löon Foucault in Paris geboren (gestorben 1868); — 1838: der Tiermaler Friedrich Qcbler in Dresden geboren (gestorben 1917); — 1926: der Literarhistoriker und Germanist Gustav Rothe gestorben (geboren 1859).
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___________Hom ann 8247V
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Zusammenkunft bei der Kirche nnnerob, am 15. September 1928.
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