wäh.ti Beil, 'ShtteTm. P’erbefySnbUr Frehmark, Abraham. Äanbrt»incnii; Höhrath, auguh. Äouf- mam 3öd«L Wilhelm, Uteixrrme ftet; Vehr. Qtoauil. >«t. Methfess«!, Äati O.. I
QaiteHi; Aersingcr. -«tnrich. ßanbmitt; So 5ÜÜ Mar Äaufmamt; 6?am<r, Tr. Bete- rinärtai Patzod. ^ennonn. Fabritont. Sichel Abraham. Äouhnonn; Tben&tl, Landw-rllchafts- tat — Damt da- für Int Srwcittrung bet gttebb oft» nötige Gelände litt wird •»U btn Grundbüchern Hr.nnch Kaufmann und Anton Wittekind. Wwr. für da- an die Stabt flflbinacn abjulrttenbe Oklän&c bei Durchführung der Aeldbereinigung Erfotzgelünde im oleichrn Flächeninhalt aul dem ^unftrnadrr, norbftd) der Deethooemtraß«, und tueftlldi der Schillert ratze, der Nulmann|djen j)ofrritt gegcnuber, zur ^erfuaunr (irftdü werden Ik Karl f)ültr I. vw. erhall für da» In den Friedhof lallende Gelände Ersatz in Höhe non zwei Dritteln de- Flächeninhalte», und zwar zwischen der Düdelrheimer vlratze und bun unterhalb de» Fri-dtzof» hinführenden Fahrwege, an- lchlietzend «n den jetzigen Huterfchen Besitz Die elabt Büdingen übernimmt die Einiriedigung de» abzutretendcn Geländestreisens. — Der Gemeinde- r<'t beschloß ierner, den Beitritt der Stadt Bübingen jum Kreirrinderzuchtver- e I n mit Wirkung vom 1. Lpril 192H ab. — 3um weiteren Ausbau de» Steinweg» awrbt ein weiterer Kredit von 1200 Mark genchmiat. Zur Deckung der seith-r ausgewendeten Dlittel einfchtieß l,ch der setzt bewilligten 1200 Mark sollen die au» oerkausten Grundstücken clnflcßanptntn und noch eingehenden Gelder Verwendung finden. — Dem Antrag des Gemeinderatsmilglied» Di em er auf Entlassung aus dem Amte als Gemeinderatsmil. glied wurde stattgegeben. — Die Beschaffung von Schul Mobiliar für Gewerbe- und ge- werbliche Fortbildungsschule wurde an die Finanz- kommifsion verwiesen. — oobann wurde über die neue Vulolini, Bübtnyen — Alt -Wiede rmue beraten. Der Gememderat nahm von dem Sachstand Kenntnis. Nach der am Montag staktgehadten rkrhanbluna der beteiligten Burger- mcificr wurde die Angelegenheit der Finanzkom- Mission Überwiesen. — lieber die Besoldung des Bürgermeisters konnte eine Einigung nicht erzielt werden. Gcmeinderat Sichel stellte Der- tagungsantraa, der angenommen wurde.
v Lckzell. 16. S^t 3n b den Lagen feierte QI u fl u ft Böcher im Är;lfc feiner Angehörigen seinen 8 0. Geburtstag. Der alte Herr ist noch txrbältniömäM.i rüstig. Der älteste Einwohner unserer Gemeinde ift der Landwirt Hein- rid> Reinhard Ätoll. Er Hal 87 Lenze kommen und gehen sehen und «rfr-ut sich noch einer guten körperll 'en und geizigen Frische.
*.:cic «djoiun.
4 Aus dem Oberwald, 16. Sept. Während sich die Qtatur hier oben in b*n letzten Lagen stark herbstlich veränderte, hat auch die Besucherzahl unserer beliebten An-llugSpunkte beträchtlich ab genommen. Es uxht jetzt oben auf den kahlen Höhen de- Hohcrodskopfe« und bei Hcrchenhain ein sehr kühle- Lüstchen, die Aussicht ist häufig dunstig, dic reiche Blüten slora de- Gebt g - nimmt Abschied. Aber gerade jetzt her bienen zwei Seltenheiten de - Doglsbetge» Erwähnung, weil sie sowohl dem Auge bee ganz auf Schönheit eingestellten Beschauer-, wie auch dem Interesse d<- P lanzeir-rcuides einen schönen Genust bieten. Die eine Pilanze ist da- Springkraut. Sie findet sich an vielen windg.schützten Stellen de- Obcnoalbt*. Ihre herrlich Aitroncngdbcn großen Blüten mit dem riesigen Hontgspom hängen an feinen gebogenen Stielchen lenkrecht unter den rcgmfchützenden Blättern. Da die Blütezeit ihrem End: nahe ist. findet man auch schon die reiien Schoten, die eine grafte Eigentümlichkeit haben. Bei der geringsten Becüd- rung mit ihnen (5kiheln mit einem Grashalm genügt) rollen sich die fünf Wände der Fruchtkapseln fpiralenformig auf und schleudern die Samen nach allen Selten. Aul diese Art sorgt die Pflanze für ihre Ausbreitung, indem sic ihre Samen von Tieren ober Vögeln verschleppe« läßt. Darum hnßt sie auch Kräutlein Rührmichnichtan (Impatiens noh tangere). Eine in der Farbe noch mehr auf- leuchtende Schönheit ist die Frucht des Sumpf- schweinekrauts ober der Drachen- (Sdjlan- gen-)tours. Sie zeigt sich jetzt in ihrer ganzen Pracht in h.ltem Zieg lrot, wenn die Blüten- scheide, die Die re, enden Früchte umschließt, sich wieder geöffnet hat. Die P lan.ze gehört zu den Qlrong wachsen wächst an sumpfigrn Stellen und ist augervi deutlich gi.tig. Da- schließt nicht au-, bah man sich über den reich mit roten Früchten besetzten Stengel, der jetzt au« der kahlen Erde strahlt, sehr freuen kann. Ihre Hamen rühren her von der Form der Blätter oder des Wurzclstockes. Eine Verwandte ist die Zimmerpflanze Ealla mit ihrem herrlich duftenden Blutenkolben in der schneeweißen großen Blattschetde.
Preußen.
Mrcie Wetzlar.
DLR. Wetzlar, 15. Sept. D,e große Be- trugsasfäre bet bet Dolk-da nk Wetz» I a r, bte nach monatelangem Berfähren Im Sommer diese« Jahre« mit der Terurtttfimg de« ver- antwortLich^" Kassierer- Drescher geendet hat. wirb nun erneut aufgcrollt. Drescher Hal am letzten Tage der Berufungsfrist durch seinen Verteidiger. Aecht-anwalt ’$hr. Ä a t), Sie- (um, Berufung euigdegt. Wie wir erfahren, ift dec Prozeß auf den lk. Oktober vor der Strafkammer de- LairdgerichtS Limburg angefetzt worden. Man rechnet mit einer Dauer von hier Tagen. — Der vor zwei Monaten m Angriff genommene Baueiner neuen Lahnbrucke schreitet niftig voran. Da die Witterung glück» licherwei'e nicht zu Hochwasser sührte, konnten die Fundamentierung«arbeiten der beiden Widerlager rafch zu Ende gebracht werden. Dte Spezialfirma Aatlon. Duisburg, ist mü dem Aufschlagen eine« Berschtebegetü'ter beschäftigt, um dte alte Brücke etwa 20 Meter flußaufwärts zu verschieben. Dann werden dte Widerlager mit der neuen 6ttentonÜruftion versehen Diese neue komplizierte Methode des Brückenbaues ist um deswillen erforderlich, weil der große Durch- gangsverkehr bei einet längeren Sperrung der Brücke U7>erträglche Berlchtöverhältnisse in der Inner, st adr herbeiführen würde.
0 Ä ö» ha fireife Wetzlar, 16. 6ept Aus der in Koblenz stattgehabten Landwirt- schaftlichen Provin zlalau-stellung bc« Landwirtschaftlichen Vereins für Rhein* vreußen konnte die Landwirtschaft bei Kreises Wetzlar, dte sich an der Ausstellung rege beteiligte, eine Anzcchl schöner Erfolge er-
Oie Gafischulbeiträge für die höheren Schulen in Hessen.
Don Sürgermeister Or. darl Döksiag, Alsfeld.
auferlegen soll. Hiergegen wäre aber der berechtigte Einwand yi erheben, dah d c Herkunft* ite biete der Schüler in vielen Otten bee Lande« Derart ineinander verflochten find (man denke . ».D an die Jlteife Darmstadt und Eroß-Ger^iu ; Heppenheim und Bensheims und sich derart über die Drenzen von Ärel< und auch der Provinz 1 b-nau- au-dehnen, dah nur schwer ein richtige» s System für die Erhebung der Gastschulbeiträge «bilde: werden ttr.rite. denn die meisten Schulen haben Schiller au# vielen Äreifen. Will man die Gastschulbeiträge cinfübren, so wird also nicht« anderes übrig bleiben, als sie den einzelnen Gemeinden aufzuerlegen, denn letzten Endes würden sie von dem Kreis ober der Provinz doch wieder auf die einzelnen Scmelnben um* gelegt werden. Dann soll man den Umweg vermeiden und gleich an die richtige Stelle gehen.
Alm namentlich in kleineren Gemeinden den Gastschuibe.trägen den .persönlichen Bci* gefchmack" tu nehmen und gewisse Un- annebm».-bleiten für die betreffenden Eltern zu nenne-Den. könnte die Berechnung so oorgenom- men werden, dah sich die Zahlung nicht auf dte Schüler des laufenden Schuljahr» be^ehk. sondern auf eine Durchschnittsziffer eine« mehrjährigen Zeitraum« Diese Art der Brrechnima würde auch die geredete lein. Der von Siaat«cat Block- Darmstadt in seiner obenerwähnten Abhaichlung gemachte Borschlag, Gemeinden, die weniger als fünf Schüler schicken, von den DastschuDe.trägen zu betreten, erscheint mckck durchführbar, da alsdatm viele Schulart- geme-inden Gefahr laufen würden, überhaupt feine Dastschulbei'träge zu erhalten, da tne meisten Derne.nden. nametrtlich in den kleineren Ott- fchafien im BvgelSberg und Odenwald, weniger als fünf Schüler in eine höhe« Schule enrt'rnben.
Der Hauvteinwand der gegen die Dastichul- be-träge erhoben wird, geht dahin, dah die Schulortgemeinde durch da- Bestehen der höheren Schule wesentliche wirt1chastlick)e Vorteile hätte, und dah die Schulstadt, dte auch die Schüler aus dem platten Lande ihrer Umgebung auf- nehnte. ihre Bedeutung zum großen Teile ihrer Umgebung verdanke. Demgegenüber wäre darauf hinzuwei<en. dah infolge der durch den Krieg und die S teuer grfebg rbüng ein getretenen Tterän- berung der wirtschaftlichen Betchältnisse heute die wirtschaftlichen Dorteile au« dem Besitz einer höheren Schute bei weitem nicht mehr so bedeuten«) sind, tote früher. Die größte Mehrzahl der auswärtigen Schüler wohnt heute, wenn irgend möglich, nicht mehr in der Schulstadt sondern sähvt meist nach Schluß des liniert.$16 wieder heim, ohne daß die Schulstadt irgendeinen wirtschaftlichen Dorteil davon Hal.
Um einen festen Rechtsboden zu schaffen, muh das System der Daftschulbeiträge auf gesetzlicher Grundlage auf gebaut werden und nicht etwa dem Wege freiwilliger 'Bettlnbarung oder behördlicher Empfehlu.rg überlassen bleiben. Jeder Kommunalpositt.er weih, dah fvetwilllq sich keine Gemeinde zur Zahlung der Beiträge oer- stehen würde uebrigen« ist der Dedansc der Daftschulbeiträge in einer ähnlichen Form bereit- tn dem neuen hessischen Dolksschulgesetz von 1921 eingefübet, indem dort Art. 67 2lbL 2 des Gesetzes m Berbindung mit einem Beschlüsse des hessischen Landtage- dte Erhebung etne- Schulgelde- von den ortsfremden Fvrtbildungsfchülern zuläht. Bei der Erhebung von Gastfchulbeiträgen wäre noch zu bead: len. daß es sich dabei nur um heff Ische Schüler handeln kann. Este nichthessifchen ®e- nurnden können nicht heran gezogen werden: es wird für solche Fälle zu erörtern fein, ob als Ausgleich diesen Schülern ein höheres Schulgeld aufzuertegen wäre. Dte Höhe des Gaftschuloe'.- trages wird davon abhängen, in welchem Maße die Schulortgemernde einer finanziellen Entlastung bedarf, eine Ueberfparrnung muß natürlich dabei vermieden werden.
Hoffentlich bringt die Herbst- oder Winter- tagung des Hessischen Landtages endlich da- längst und dringend erwartete neue Gesetz über die Kosten der höheren Schulen mit einem gerechten Lastenausgleich. Ganz entschieden muß aber gegen die vom Hexischen Finanzministerium geäußerte Abficht Derw^hrung eingelegt werden, daß auch der Staat an den G a st - schulbeiträgen beteiligt werden soll. Dies würde zur Folge haben, daß dte ganze Frage ber Hetbeisührung einer gerechten Verteilung der Kosten für die höheren Schulen nicht gelöst und die ernste Gefahr für den Fortbestarrd einer ganzen Anzahl höherer Schulen Weiser bestehen bleiben würde Der Staat, her mrn- deftens das gleiche Interesse an der Erhaltung ber höheren Lehranstalten hat, muh darauf verzichten, sich auf Kosten der Gemeinden zu entlasten. Hieran darf dte Hessische Staat«regterung. wenn sie nicht eine grobe Verantwortung gegenüber dem Lande auf fich laden will, nidyt gleichgültig vorüber gehen. Die Dollsbildung. übermittelt durch Dolk#schule, höhe« Schulen und Hochschulen, ift b«e Drunb>age für da- ideelle und materielle Wohl emes Landes und feiner Bewohner.
3m April b. 3- fanb an Hessischen Ministerium für Kultus- und Bildungrweten tn Darmstadt unter dem Vorsitz des Hesfifchen Staatspräfiden- ten aus Anregung der Hessischen Städte und Landgemeinden, dtc höhere Lchranstallen besitzen. ernt Konterenz zwischen den Vertretern der beteiligten Äommunen und den Verlottern der rinyinen Minilterten statt, die sich hauptsächlich um die Frage einer anbettoe it<n Reg« - luna, das beißt Verteilung der persönlichen Kosten der höheren Schulen in Hessen drehte. Diese Frag« befchältigt bekanntlich schon teil einer Reche von Iahten die hessischen Schulgemeinden auf das lebhafteste, da es bierfxi um Die Ckifteru einer ganzen Anzahl höherer Schulen unteres Landes geht. Die per* sbnl'chen Kosten sind in den letzten Iahten g e - waltig gestiegen, auch das neu« hristsch« Besolbungsgefetz hat mit rückwirkender Kraft vom l. Oktober 1927 ab wieder eine weitere erhebliche Steigerung für die Anteile der Gemeinden gebracht, der keine erhöhten Einnahmen gegenüber- stehen, da die Rcichstegierung jede Oienberung des FinanzausgleichL zwischen Ländern und QV* meinben zu deren Gunsten ablehnt. Andererseits find aber gerade dte mittleren und kleineren Städte an der Grenze ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit und der Steuer!raft ihrer Bürger ange.angt, da» Reich verlangt sogar eine Senkung der Real steuern. AngefichtS dieses Zustandes ist dte alsbaldige OlaiMgdung einer gerechten Dertellung der persönlichen Kosten dec höheren Schulen eine Der dringendsten Ausgaben der IRcg enmg. und schon seit Iah.en warten unsere Schuir:ge.nemDen auf das in Aussicht gestellte neue Gesetz über die Kosten der böseren Schulen Die bis jetzt in dieser Hinricht gemachten Airläufe des hessischen Bildung«- und Killru-mini terlum« sind aber leider im Sande verlaufen, da der Finanzminister kategorisch jeden Versuch, die Gemeinden unter stärkerer Heranziehung de- Landes auf diesem Gebiete zu entlasten. Widerstand entgegensetzt. Unter normalen Verhältnissen käme nur eine Lösung in Fratze, nämlich dte Uebernahme der persönlichen Schulkosten aus den Staat, denn dal höhere Bildung-Wesen ist genau so eine Staatsaufgabe, tote das Volls- schulwesen. dessen persönliche Kosten bekanntlich Der Hessische Slaat übernommen hat. Der von gewisser Seile ausgestellten Behauptung, Die hö- yeren Schulen seien S.andesschulen, muß Immer wieder mit allem Rachdruck cntgegenfleUctcn werden. denn an Den höheoen Schulen sind alle Schichten der 'Bevölkerung und dte meisten Ge- nieinden des Landes beteiligt
Bei dem Bestreben, eine andere gerechter« Dertellung der Kosten zu finden, muß man daher notwendigerweise aus das System ber Gaft- schulbeiträge kommen, au-gehend von der Feststellung, daß sich auf Grund bei Defefe« vom 21. März 1914 bett, die Kosten der höheren Schulen ein Deitragsverhältnis der Sitzgemeinde, d. b. der Stadt, tn welcher die Schule ihren Sitz hat. entwickelt hat, das in keiner Weise der prozeulualen Inanspruchnahme der Schule aus den beteiligten Gemeinden gerecht wird. Rach dec In den „Südtoestdeulschen Schul- blättern" Rr. 3/4 von 1928, Seite 107 von Staatsrat Block (Darmstadt) verössentlichten Schulstatistik wurden im Jahre 1926 die hessischen höheren Lehranstalten von rund 19 030 Schülern besucht: von diesen waren rund 11 750 aus den Schulortgemeinden. au- anderen hessischen Gemeinden 6055, aus anderen deutschen Ländern 1115, au- nichtdeutschen Ländern 20. Bei manchen hessischen höheren Lehranstalten beträgt aber der Prozentsatz der auswärtigen Schaler noch mehr und säst bis zu 50 Proz. aller Schüler, während aber die S ch u l or t ge me l n de allein zur Tragung de« gesetzlichen Kostcnanteils für die Schule verpflichtet ist. Es kann wohl nicht bestritten werden, daß die« kein gerechter Lastenau-gleich ift Anderseits Ist es aber recht und billig, wenn eine Gemeinde, die teilweise in erheblicher Zahl Schüler als Rutznießer in eine andere Schule schickt, und für diese Schüler noch an den 12 Prozent Freistellen teilnimmt, auch mit einem Beitrag für diese Schule belastet wird. ES ist wirklich kein ungerechtes Derlaugen. wenn Gemeinden die von den mit großen Opfern der Schulortgemeinden unter bastenen Schulen, für ih« Kinder Gebrauch machen, auch ihrerseits zu den Kosten beitragen. Sic dürfen auch nicht sagen, dies sei Sache der einzelnen Eltern. Die Litern tun die«, wie e» die Eltern in den Schulortgemeinden auch tun. Wenn aber dort Darüber hinaus auch ber Steuerkraft Der Allgemeinheit noch eine wesentliche Iufchußleistung zu den Kosten der Schute erfolgt, so ift cs keine Unbilligkeit. wenn dies auch tu bescheidenem Umfange von Den Ruynießergemeinden neben dem Schulgeld der Eltern gefordert wird, tote Staat«- rat Block (Darmstadt) sehr zutreffend in feiner Abhandlung in Den .Südwestdeutschen Schul- blättern“ Rr 3 4 von 1928 Seite 105 ausführi Run liegt die Frage nahe ob man die Tastschulbeiträge aus den einzelnen Gemeinden nicht Den Kreisen, oder der Provin, als Träger
tidciL Es wurden folgende P«isc zugeteilt: a) Rindvieh: Äaffe 1 (1-2jäkrige Süllen, I. Preis. 200 HL Herdbuchgeiellschaft des Kreises Wetzlar Klalle 2 (über 2-3jöhr. Bullen) la-Preis. 200 2211. Gemeinde Hörnsheim. 1b- PreiS 200 222. Demcindc Lützellinden: Kla>'e 3 lüber 3iäbr. und ältere 25v!lenj: 1. P«is. 150 Mark, Gemeinde Rauborn: Klasse 4 H—2!änc. Rinder : 2. Drei- 50 2HL Anton Engel V.. HörnShctm. Klaffe 5 (über 2-3jähr. Rinder) 1. Preis 150 222. auberDrn Beute Kammer- preismLn^. Adolf Redhartt Afbshau'en: Ib- P«is. 125 Wk. cufterbci:t filbcrne Der.-inspreis' münze Anton Engel V. HörnShcim: K aste 7 ältere Kühe,: l»-P«iS. 233 2Dt. und eine Tikch- ftanbubr. Witwe Anton Schwarz. HömShcim: Id-Preis, 200 2HL und große Kammerpreis, münze. Wilhelm Saltrnberqer. Griedelbach: 2a- P«is 125 23!. und bronzene 2tere'nsmünze. Fnet-rich Will. Atzbach: ibj)«!». 100 Wk.. Otto Schneider Hörnsheim Klaffe 11 (Sarnm- lungeni: L P-tts 200 2HL HerdbuchgeteMchaft dcs Kremes Wetzlar, b) Ziegen: Klasse l: 2. Preis, 25 2BL ®emeinbe hauten:
Klaffe 4 2b-P«ts. 15 Wk.. Albert Enge! HörtrS- heün. Klaff« 5: 12^«iS. 30 M. und riet ne Kamntemen»nnimc Wilhel» Fuhr. Wetzler-
Büblingshausen: lb-Prci-. 30 Mk und Degen* ftandsehrenpreis. Georg Weber. Lützellinden: ÄaHc 7: 2a-P«iS. 25 2HL. August Wedel II.. Hörnsheim: 2c-Preis 25 Wk., Alben Engel. Hörrcsheim: 3b-Preis. 25 Wk. Wilhelm Fuhr Wetzlar-BublingShaufen. Ze-Preu». 25 Wk^ Georg Hedrich. Härnsyeim: 3f-Prei-, 25 Mk. Will^'m Depler Hörnsheiin: Klaffe 8 (Seuranlungcji/: 4. Pre s. 30 Wl.. Kreis;.egen-zuchtr»7rein Wetzlar, c) Schweine. Klaste 6 lälte« Sauen; 2d- Srct«. 40 Mk.. und 3e-PniS. 30 2Ht, BuderuS- x G utsverwal tung Hol gut Altenberg. Für Leistungen auf dem Gebiete bet Beispiel- wirtschaften wurde dem Kvei'e W?tzlar, als an erster Stelle stehend ein Diplom be« Landwirtschaftlichen Vereins für Rheinpreußen verlieben Die Buderus lche Guts Verwaltung, Hos- Kt Altenberg wurde für Leistungen auf dem biete der Saatgutwirtfchaftcn mit dem 1. Preis und der silbernen Medaille des Landwirtschaftlichen 25ereinS aasgezcichnel: drrDuts- verwalter erhielt einen GegenstandsehrenpreiS.
rilltreis.
M. Siset.rorh lAhrial-. 16 Sept, Ein schwererAuglücksfall, de« em 2Lerllchen- teber. zum Otter M, ereignete sich am Samötag.
abenh im Bergwerk Der Bergmann Willi Biüder von bwr wurde durch herabftür» zenbe Eesteinsmaffen am Unterleib dermaßen verletzt daß er trotz schneller Allfc seinen Verletzungen erlag Der auf so tragische Weite um« Leben getommem 34 Iah« alle Bergmann hinterläßt Frau und b«i unmündige Kinder
Maingav
Lpd. Frankfurt a. M.. 15. Sept Am Freu, g vormitlag Ichni t (ich auf der Wllbellns- bcüdr ein etoK) 5 0i ä >r » g c t Wann mit einem Rafiermcstet Die Kehle durch und sprang bann von Der Brücke in Den Main 2km Fischern tonnte er nur noch di« Leiche geborgen werden Die Persönllch.eit des Toten lU noch unbekannt.
Mißglücktcr 3aUonftorf.
2DC2L Darmstadt. 16. Sept. Heute vormittag tollte Der erste Start des größten deutschen Freiballons .Bartsch von Sigsseld" vom Sarmstädter 5bigplan au« erfolgciL Etwa 15 000 Iuscha er b t cn sich «in- Qtfunbax. doch wurden sie l.ider enttäuscht. Die Füllung de« Ballons mit Der man um 1 Ubr naa tü b go.Jk"a bat c war gegen 10 11 b mii.age beendel. Al» inan dann zu den Start- norbercitungcn lchrui setzten ft bnen ein. Dte die Arbeitm erschwerten und in die Länge zogen. Gegen 2 Ubr mittags wurde der 25allon plötzlich von einer starken B o e erfaßt n n D f a ft z u Boden gedrückt. Dabei muß die Reih le Ine durch irgendeinen Zufall in Tätigkeit gefetzt worden fein. zeigte fich ein großer Riß in Der Hülle, und nach wenigen Augenblicken fiel her Ballon in s i ch zusammen .8wel Pollzeibcamtc erlitten Gasvergi lungen. d e jedoch nicht l b.nsgv>sähe ich sl'.d zwrt weit. « Polizei- bcan.te crlit.cn Qurtschuna.m Wann der nächste Startversuch des .Bartsch von Cige.clh" vor (ich geben wird. Ist noch nicht bestimmt
Berban-stagMit(elrhe»nischer Arbeitervereine.
Zu Der 23 c r t r c t c r 1 ü g u n fl de« Mittel rheinischen Verbandes Evangelischer Arbeitervereine trasen am Samstag und gestern zahlreiche Delegierte In Gießen ein. Es befanden lieb darunter die Abordnungen der Vereine Darmstadt. Franksutt. Oberrad. Bockenheim. Sindlingen-Zeil-Heim. Griesheim. Höchst. Hanau. Kreuznach. Wiesbaden. Mainz, Offenbad), Dad-Homburg. Kassel, Cbet-Uriel, Rödeiheim. Roßdorf. Worms. Hahn bei Pfungstadt. Sossenheim. Butzbach und Wetzlar Der Gießener Herein hatte für zahlreiche Freiquartter« gesorgt.
Am SamStag abend begann Dic Tagung mit einer geschloslenen 23ersammlung im Deoeinslokal, eS wurden interne 23crbanb;nnqclegenbei- ten geregelt Anschließend sprach Verbands- fetretar Ga u f e r - Darmstadt über das Thema .Zielklare Arbeü in unserer Bewegung Der Derbandsvorsttzendc. Psar«r H e ß - Darmstadt, wie- in seiner 25egrüßungSamprache auf dte Wichtigkeit ber Tagung und de- Tagungsortes Gießen hin Der Gedanlc der evangelischen Arbeiterbewegung habe in Gießen und In vielen Teilen Oberhessen» eine günstige Lkfnahme at- funden Ramens deS Gießener Verein« begrüßte dessen 1. Dor fitzender. Stabte Kirchner, die Gäste und Delegierten mit herzlichen Worten. Zur ^Verhandlung kamen zwei Llnträge von WormS. 1. Die Enführung eine- Verbandsabzeichens wurde grundsätzlich beschlossen. 2. Der Antrag aus Einrichtung einer lliüer- stützuvgslasse sür Dotsälle wurde einem heben- gliebrigcn Ausschuß überwiesen, bestehend au« oen Herren Lauser» Darmstadt, W l t t m a n n- Darmstadt. Kirchner- Gießen. Hof m ann- Höchst, U s n e r - Worrn«. Hepp- Zeil-hei«. I u m e l - Frankfurt 23erbandssekretär Lauser fordert in feinem Vorträge, daß Perfönlichkellen ausgebildet werden müßten. Die Den Gedanken der Bewegung In weite Kreis« der Bevölkerung tragen würden Redner gab zugleich Richtlinien über die Weiterarbeit in Den Vereinen An Den Dortrag schloß sich ein längerer Meinung-anA- taufch.
Die Sonntagsveranstaltungen wurden eröffnet durch Ehvralbtasen vom Turme der Iohannes- krrche. Um 9J0 Uhr begann her Feftgottes- dienst in der IohamieSkirche, der stark befuchl war Der Posaunenchor der Luthergcmeinße, verstärkt durch Dläser auS Klein*Linden, wirkte babei mit bet Frauenchor de« Evangelischor Arbeiterve«inS Gic^n trug unter Leitung von Frau M Schäfer zur Verschönerung Der Feier durch zwei Ehö« bei. In der Festpr^igt sprach Pfarrer Schreiber (MainZ) über bas Bibelwort .Prüfet alles und das Gute behaltet" Prälat D. Dr. Diehl (Darmstadt- überbrachte die Grüße und Dünsche der hessischen Kirchen«gicrung und hielt eine zündend« Ansprache auf die Bedeutung der Evangelifchen Arbeiterve«ine für di« Kirche. Seiner Anfprache hatte er das Bibelwort Evangelium Markus Kap. 10, Vers 42—45 zugrunde gelegt.
Die Mittagspause wurde ausgefüllt durch ein« Besprechung der Rechner der einzelnen Verba nd-vere ine und -'ine 25ellchtigung der Stabt unter Leitung de- 2. Vorsitzenden de- Gießener 23e«inS Karl Weller.
Dte Öffentlich« D« r t r« t« r - T a g un g begann um 3 Uhr n EafL Selb be: recht starkem Bc'uch. Der Pofaunenchot trug aur E nleüung bas Musikstück vor- .Alle«, toa« Obern hat. lobe Öen Herrn . Der 23erbandsvorsitzendc, Psaoser Heß-Darmstadt begrüßte die 23ertrctcr ber Stadt, Der Inneren M.'fwn. der 22 Bruder- Dcreuw au« dem Verband Mittelchein. sowie des GastverernS Wetzlar. Schristlich« Grüße hatten entboten: her Evangelische Bund und Londes-' b»l>chof Karchäuter-Wiesbaden. Den Gruß der Ctabtoertoaltung Gießen überbrachte Stadtverordneter Dinn. Für den Oberhesflschen Verein für Innere Million sprach Prof. Weimer» Gteßen. er betonte di« Verbundenheit bet «van» gel'.!chen Arbeitervereine mit dem Streben dec Inneren Wi'sion, wat doch um 1892 gelegen!» sich ber Gründung de« hiesigen Vereins der un» vergeßsiche Pros. Stamm zugleich Vorsitzender des Arbeitervereins und des 23eretn« für Inne« Million. Dte Grüße de« Kurtzesiifchen banbes überbrachte 25erocmb«tef«tät Pöpke» Kallel. Der frühe« 1. Vorsitzende des ® .ebener Arbeiterve« ins, Prof. Heuf er gab einet Freude Ausdruck übet dte günstige Ensvickümg bet EvangeUchen Arbeitervereine Den Haupt»


