Einzelbild herunterladen

sonnte sich aber bd mühsam erneuerte Kabinett Nitti nicht mehr halten. Giolitti übernahm »um fünften und letzten Wale, die Bildung des Äabt- nett«; e« gelang chm. eine grohe Mehrheit desPar- kamen ts für lein Programm zu gewinnen. Jedixy trat er, al- feine Mehrheit nach und nach ab- brddelte. Ende Ium 1921 Mieder »urud.

Gegenüber dem feit Oktober 1922 am Ruder befindlichen FaszismuS hat V. «ne schwan­kende Haltung eingenommen. Zunächst verhielt er sich wohlwollend neutral. Dann schien er sich seit November 1924 gegen Mussolini wenden und sich »um Führer der Opposition aufwerfen Au wollen. Spater wieder schien er einlenken *u wollen. Diese Haltung liefe seinen Stern gan- erlöschen Selbst im Provinzralrat feiner Heimat- provin«, Euneo, dessen Mitglied und Präsident et seit vielen Iahr^hnten war, erlangten die Hoszisten die Mehrheit. Als er sich daher gegen Ende 1925 auch hier zurückzog. wurde sogar r.n Antrag, ihm zum Abschied Sympathie und Dank auszufprechen mit Murren ausgenommen. Seither war es um den einst in Italien all­mächtigen Mann, der wie kein zweiter die Par- kamen wmaschi ne souverän beherrschte, ganz stille geworden.

Oie Zukunst Liechtensteins, ter AuSaaug der Wahlen. Lesterrcich oder Schweiz

Genf. 16. Juli. (X.-U.) Die gestern im Fürstentum Liechtenstein abgehaltenen Land» togSwahlen ergaben einen großen Sieg der konservativen B ü r g e r p a r t e i. die. statt wie bisher nur 6. jetzt 11 Mandate von 15 erhielt. Die Demokratische Partei, die bisher neun Mandate hatte, fiel auf zwei. Vie hofft weitere -Wei in den nächsten Stichwahlen xu retten, die in 14 Tagen statt finden. Damit find die Mehrheit-Verhältnisse im Landtag von Liechtenstein völlig u in g ekehrt worben Wie erinnerlich, waren Veruntreuungen bei der Ltechtensteinschen Sparkasse der Anlafe zur Auflösmig des Landtages durch den reaierenden Fürsten, den 88jährigen Johann II. Schon vor­her waren verlchiedeneLlnregelrnäfeigkeiten' vorgekommen, die ebenso wie die genannten Bec- untre uungen der Volkspartei bzw. ihren Führern zur Last gelegt wurden. In der schweizerischen Presse beobachtet man die Wahlen mit großem Interesse und einer gewissen Gereiztheit, da der Vollspartei schweizerische, der Bürger­partei österreichische Tendenzen zugeschrie­ben werden und die Möglichkeit besteht, feafe die Bürgerpartei an die Lösung der Union denken könnte, die das Fürstentum nach dem Zusammenbruch der österreichisch-ungarischen Mo­narchie mit der Schweiz eingegangen ist. Die Bür- gerpartei versicherte vor den Wahlen, solche Ab­sichten nicht zu haben. DaS Fürstentum zählt 11 500 durchweg katholische, deutsche Einwohner, die sasl alle Landwirte sind. Eine besondere poli- tische Bedeutung hat die Frage nicht, doch kom­men Gefühls- und Prestige-Bedenken in Be­tracht.

Vie Zukunst der deutschen Forschung.

Die Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft.

Der Hauptauslchuß der Notgemeinschaft der Deut­schen Wissenschaft trat unter Teilnahme des Reichs- Meisters Severing zu einer Sitzung zusammen. Der Präsident der Notgemeinschaft, Staatsminister Schmidt-Ott, dankte den Behörden des Reiches für ihre einsichtsvolle Hilfe. Reichsminister Severing gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Notgemein­schaft weiter mit gleichem Erfolge wie bisher zum Gedeihen der deutschen Forschung arbeiten möge. Nicht Trauer sondern Hoffnung müßten der Name und die Tätigkeit der Notgemeinschaft erwecken. Die Reichsregierung werde es sich weiter angelegen sein lassen, der deutschen Wissenschaft die erforder­lichen' Arbeitsmöglichkeiten zu gewähren. Der Mi­nister überreichte der Notgemeinschaft zum Zeichen der Anerkennung für ihre bisher geleistete Arbeit eine Büste ihres Präsidenten. Der Hauptausschuß billigte die Geschäftsführung des Präsidiums und fand sich in vollem Einklana mit der bisherigen Entwicklung der Notgemeinschaft. Dav Ergebnis der Verhandlungen wurde in folgen­der Resolution niedergelegt:

In feiner Sitzung am 14. Juli 1928 hat sich der HauptauSschufe der Notgemeinschaft der Deut­schen Wissenschaft eingehend mit der ernsten Lage beschästigt, in der sich di« deutsche Forschung be­findet. In steigendem Maße zeigen sich im ganzen Reiche dringende Anforderungen für den Beginn und die We'.terführung von For­schungsarbeiten sowie de Schaffung von Einrich­tungen die für den Gesundheitszustand deS Boi- keS. die Erhaltung feiner Arbeitskraft, die Ent­wicklung neuer Methoden und Ideen, für die Erhaltung unterer Geis'.eSwnfenfchaften, die Schaf­fung ber Grundlagen für die Leistungen unserer Technik, für die Auswahl des wissenschaftlichen Nachwuchses von grundlegender Bedeutung sind. Wichtige Gebiete müf'en schon jetzt brach- liegen. So lenkt der Hauptausschuß die Auf- merkfamkeit Nrr Aeich-regierung und der Landes­regierungen auf das wachsende Bedürfnis und auf ernste F^klst eilen. Der Hauptausschuß erachtet ein« wetzen tliche B e r st ä r k u n g der jetzt zur BerfugWg stehenden Mittel für unaus­weichlich. Er richtet ferner die Aufmerksamkeit de, AeichSregierung auf die Notwendigkeit weitere»' Mastnabmen und hebt darunter die folgenden hervor 1. Di« Notwendigkeit, deutschen Du­ze nten im AuSlande im Reiche eine Aüf- nahmesteflung zu getoäfertu 2. Die Notwendig­keit her Unterstützung der wiffenfchaftspolitiscf^n Aufgaben der Länder in geeigneter Severn 3. Die Notwcndigkit einer verstärkten Fühlung­nahme nut der österreichischen Forschung

Aenderung des hessischen Gesetzes über den Urfun&enflempel

Darmstadt, 18. Juli Der hessische. Justiz- Minister hat dem Landtage eine Borlage zugehen lassen, die eine Abänderung deS Gesees über den Urkundenstempel dahingehend vorsseht. daß für di« Genehmiguna zum Erwerb r-ou Grund- stücken durch Ausländer und juristische Personen der Stempelbetrag au/ 10 be 1000 Mark festgesetzt wird. Das Geleh (oll auch Anwendung finden auf Stempelbeträge die der BerkÜndung des Gesetzes fällig geword aber noch nicht angefordert tvorden B Inflation wurde ein ri.

gunq zum Erwerb von Grundstücken kmrch AvS- länder erhoben im Betrage von 10 biS 50 Mr. Als im Jahre 1923 die Grund stücksubergangc besonders zahlreich wurden, belegte man auch die Genehmigung von Grundftückskäufen durch turt- stifche Personen mit einem Stempel Durch Ge- * !ey vom Februar 1924 war b« Stempel auf

1000 büÄ 10 000 Gvldmark festgesetzt, !«doch dem

Oie Eisenbahnkatastrophe im Münchener Hauptbahnhof.

Justizministerium erlaubt worden, in Btllig- keitsfällen Ermäfeigung oder Erlafe eintreten zu lassen. Bei den schwierigen wirtschaftlichen Berhältnissen wurde das Ministerium jedoch we­gen dieser Härte mit so zahlreichen Gesuchen überlaufen, datz es nunmehr die geforderte Her­absetzung der Stempelgebühren vom Landtag erlangt.

Scharfe Kritik der Münchener presse.

r/l und? en. 16. 3uli. (IU.) Jn der Münchener preffe kommt mehrfach scharfe Kritik gegenüber der Reichsbahn zum Ausdruck. So schreiben die Münchener Treuesten Nachrichten", man werde sich nicht mehr mit irgeudwelchen Bc- schwichtigungen zufrieden geben können, da es sich ckicht mehr um einen Jall, sondern um ein Glied in der Sette ungeheuerlicher Verschuldun­gen handele. Auch dieM Ü n ch e n - A u g »- burger Abendzeitung^ ruft aus: Da, geht nicht so weiter!, und bemerkt unter ksiaweis aus die vaweslaften der Reichsbahn, dieses System fei nicht mehr ausrechtzuerhalten. Dievawe rische S t a a 1» 3 e i tu n g richtet heftige Angriffe gegen die verantwortlichen Beam­ten, die jept noch viele Stunden nach dem Unglück sich roe Ib e r ten , reinen Wein einzu- schenkey. Es habe auch diesmal wieder Ver­sager im Rettungsdienst gegeben. Lan­ger aly eineinhalb Stunden habe es ge­dauert, bis man die Feuerwehr rief. Unterlassen sei auch, die Nachricht sofort an die verantwort­lichen Lllellen weiterzugeben. Dadurch fei f 0 ff r bare Zeit verstrichen, die vielleicht man­chem Opfer das Leben gerettet hätte. Das Ver­trauen zu der Reichsbahn schwinde mehr und mehr, je weniger die Behörden Offenheit und Wahrheit zeigten. Vie Wahrheit, und wenn sie noch so schwere Angriffe rechtfertige, müsse unter allen Umständen verlangt werden. 3m Landtag ist von deutschnafionaler Seite ein Antrag eingebracht worden, wonach die bayerische Regierung beauftragt werden soll, mit den Reichsbahnbehörden zwecks baldiger Schaffung einer D e n.k f ch r i f t ins Benehmen zu treten, durch die die Ursachen der letzten bayerischen Eisenbahnkc/tastrophen restlos klargestellt werden. Duebefonbere soll dabei überprüft werden, welche Mangel des jetzigen Systems beseitigt werden müssen.

Drei Siellwerksbeamie

in Untersuchungshaft.

München, 16. Juli. (WTD.) Auf Antrag der Staatsanwaltschaft München 1 sind im Ver­lauf der Untersuchung über di« Ursachen des Münchener Eisenbahnunglücks und zur Klärung der Frage tote der zweite Zug freie Fahrt bekommen konnte, obwohl daS Dlockfig- nal gesperrt gestellt war, der Oberstell- werksmeister Schnellrieder, der Bahn­arbeiter Joses H 0 ch t l und der Oberweichen- wärter Johann Schall vorläufig fe ft genom­men und sogleich nach der Vernehmung durch den ErrnittVungsrichter in das Gerichtsgefäng­nis eiu/ietiafect worden. Die Ursache der Ver- ^Haftung ist 'darin zu sehen, dafe sich Widersprüche ergeben halben insofern, als das Gleis, auf dem sich das Xlnglüd ereignete, im Stellwerk m i t

einer roten Sch« ib« bezeichnet war. Wenn daS GleiS offen gewesen wäre, hätte der Nachzug freie Fahrt gehabt, und es hätte die toeifee Scheine erscheinen müssen. Der Untersuchungsführer hat aber im Stell» werk die rote Scheibe noch angetroffen, und es ist ausdrücklich bestätigt worden, dafe der Stand der Scheibe nach dem Unglück noch derselbe war wie vor dem Unglück. Di« Beamten des Stellwerks haben sich wahrscheinlich infolge irr- tümlid) aufgefafeter Telephongefpräche mit dem Aufeenposten vorschriftswidrig über die Tatsache des Sperrsignafs hin­weg g e s e h t und dem Fahrdienstleiter gemeldet, dafe das Gleis freigegeben sei. Hierin würde, wenn sich dieses bisherige Untersuchungs­ergebnis bestätigen würde. Fahrlässigkeit zu erblicken sein. DaS weitere wird die noch im Gange befindliche Untersuchung ergeben müssen.

Oie Opfer.

München. 17. Juli. (WTB. Funkspruch) Im gerichtlich-medizinischen Institut wurden gestern die Opfer des Eisenbahnunglückes im Hauptbahichof aufgebahrt. Der Sektionsbefund ergab, dafe bei allen Getöteten derTod schon eingetreten war, ehe der Brand ihre Gliedmahen teilweise bis zur Un­kenntlichkeit verstümmelte. Die Wieder- aufräumungsarbeiten an der Stätte des Eisenbahnunglücks sind fast beendet. Es kann damit gerechnet werden, dafe die zurzeit noch ge­sperrten Geleise um die Mittagsstunde oder in den ersten Nachmittagsstunden wieder frei- gegeben werden können. In der Chirurgischen Klinik befinden sich in den Morgenstunden noch sechs Verletzte, deren Befinden zu Beden­ken keinen Anlafe gibt. Ein Verletzter liegt in der medizinischen Abteilung, ein weiterer, der einen Nervenschok erlitten hat, in der Nerven­klinik.

Don den Toten konnte der 37jährige Landes- polizeiveterinär Dr. Kirchleitner aus Augs­burg identifiziert werden. Da man Ausweis- Papiere auf den Namen Hans Port, 48 Jahre, Architekt, Augsburg, gefunden hat, beim tutet man, dafe auch dieser sich unter den Toten befindet. Bei der Münchener Dolizeidirektion ist bereits sine Leihe von Dermifetenmeldungen eingelaufen. Die Polizei ist mit der Nachprüfung beschäftigt, ob sich öle Vermißten unter den Opfern befin­den. Die Identifizierung begegnet gewaltigen Schwierigkeiten, da die Leichen keinerlei Er­kennungsmerkmale auftoeifen. Wie fest- gestellt wurde, stammt der Friseur I 0 fefD « ih- te r auS Augsburg. Er war am Sonntag mit ferner Frau und feinem achtjährigen Töchter­chen nach München gefahren. Während Deife- ter a>us dem verunglückten Wagen als Leiche geborgen wuvde, konnte das Töchterchen gerettet werden. Bon der Frau fehlt bisher, jede Nach­richt. Die Untersuchung über den Her­gang der Katastrophe nimmt ihren Fortgang. Am Niontag traf eine Untersuchungskom- miffion der Reichsbahndirektion Berlin in München ein. Die Sachlage wurde an Ort und Stelle in Augenschein genommen. Das erste Er­gebnis dieser amtlichen Untersuchung wird vor­aussichtlich heute befanntgegeben werden.

_____11 1 iw 11 ..... .......

Wie Malmgreen zugrunde ging.

Oes Italieners Zappi Bericht über den Tod seines Gefährten.

Kolvno. 16. Juli. (TU.) Wie aus Moskau berich/.et wird, hat Kapitän Zappi Samoilo- witsch einen Bericht über die Trennung von Moli.igrcen gegeben. Er erzählte etwa toi« folgt: - Als wir uns am 30. Juni zusammen mit Malm- greefa von Nobile trennten, wandten wir une^ zunächst nach Norden, da wir hofften, dor/. norwegische Fischer zu treffen. Wir hatten gr'ofee Entbehrungen auszustehen. und da/s Treibeis trug uns immer wieder von un- hrem Ziele, der Küste, fort. Nachdem wir zwei N^ochen lang unterwegs waren, toaren wir üur wenige Meilen südwestlich von dem ur­sprünglichen Orte des Unglücks entfcrntOllalmgreen toar nicht mehr imstande, den Marsch fvrtzu- fetzen er schlug unS vor. wir möchten ohne ihn weiter v 0 r g e b e n und alle Lebens- mittel mitnehmen Malmgreen bat, im voraus ein Grab für i h n im Eise aus­zuheben. in das er sich legt?. Wir taten das und Malmgreen legte sich in dieses Grab. Er gab uns feine Bussole und bat unS. diese feiner Mutter zu übermitteln. In den nächsten 24 Stunden kamen wir jedoch nur 100 Meter vorwärts. Don unserem Nachtlager konnten wir l^en. daß QHalmarcen iroch imstande war. den KrPf zu heben. Wir hielten an. in der Hoffnung, daß er uns folgen würde. Al- Malmgreen daS sah. rief er unS zu: .Geht. geht! Aus Kosten memes Lebens werdet ihr die anderen retten. Als wir am »rächsten Morgen unserem Marsch wieder aufna&mcn, konnten wir bei Malmgreen fein Leben mehr feftftellen. Aus keines unserer Zeichen antwortete Malmgreen mehr. Wir sahen die Versuche der Flieger, uns zu fin- ben. aber keines von den Flugzeugen de- merkte unsere Signale, mit Ausnahme non Tschuchnowfki, der waghalsig versuchte, bis zu m.s teruiileisugeben. Wir wären verloren ge­wesen. wenn uns die ..Kralsin" nicht ausgenom­men batte Der Kapitän Mariano erklärte, es habe «eine Verwunderung erregt, daß Tschuch^ Wk' Aeroplan gewesen fei, der her fie bxntoeggefloßen fei habe ihre Ledens- hoTtnuna-i mieber bew.at. Sie hätten wohl ge- u '''s. ö-:h unter bufen Bedingung« ke^n Schjss m Lage gen», «e» oäre ihren Äilk *u

Tschuchnowfti gerettet.

DerÄraifin" sucht weiter.

Moskau, 16. Juli. (WTB.s Gestern abend gegen 10 Uhr hat der ..Krassin" den Flieger Tschuchnowfki und seine Begleiter an Bord genommen. Der EiöbreHer wird nunmehr in der Adventsbai) Kohlen einnehmen und dann di« Suche nach Amundfen und Alef- fandri aufnehmen. Gleichzeitig wird Tfchuch- nowsll Erkundungsslüge untemebmen. Tschuch­nowfki hat kurz nach seinem Eintreffen an Bord dem Expeditionsleiter Bericht erstattet. Danach hat er während seines Aufenthaltes auf dem Pack­eis nach Malmgreens Leiche gesucht, diese jedoch nicht gefunden. Tkach den Ortsbeschrei­bungen Zappis fei die Leiche nicht aufzufinden. In bet ganzen Gegend habe man keine Spu­ren von Menschen toafergenommen. Ss wird daher angenommen, daß die Leiche Malmgreens auf einer Eisscholle in unbestimmter Richtung ab­getrieben worden ist.

Em Ehrengericht gegen Aobile.

Die Forderung

eines dänischen Polarforschers.

Kopenhagen, 16. 3uh. (Zel.) In der Lei­tung .Politiken" äußert sich der Polarforscher Peter Freuchen zu der Frage, wer Nobile richten aber freisprechen wolle und fordert die Einsetzung eines internationalen Shrenaerichts. Sr führt u. a. aus, dafe Dr Malmgreen vom Standpunkt des Polar- forschets aus gesehen, das wertvollste Mitglied der Erpedition gewesen sei. Äe unklaren Berichte Nobiles über die Vorgänge im Lager seien nicht dazu geeignet in der Oes- fentlichkeit Vertrauen zu erwecken. Es sei auch keineswegs geklärt, ob Malmgreen nicht etwa im Zorn über das Verhalten Nobiles das Lager auf d-m Eise verlassen habe. Wenn die beiden anderer'«t^S als Freurrde voneinander geschieh feum. könne man nicht begreifen, toa- ru m,71®6-1* Augelalf en habe, daß rin vlUnn mit einem gebrochenen Arm und olm« Waffen hd) in kn« furchtbarsten Gefahren

begab Nobile selbst hab« in keinem Vertcht am* gebeutet, dafe Malmgreen mit Selbstmord­absichten umgegangen sei Diese Vorgänge forderten ein« Aufklärung, jedoch nicht durch Nobile und Italien, sondem vor einem in* ternationalen Forum Das internatio­nale Ehren- oder Scb edsgeeicht solle natürlich nicht cingefeet werden, um zu strafen, sondern um aufzuklären. Man müsse folgend« Fragen stellen:

1. War die .Italia für den Poüirflug ge­eignet* Diese Frage sei von hervorragenden deutschen Luftschiff-Sachoerständigen verneint worden.

2. Waren Nobiles Maßnahmen nach her Katastrophe einwandfrei, so u. a. s e i n 8 e r lassen der Mannschaft auf dem Eise?

3. Hat Nobile durch seine unklaren und wider­sprechenden Berichte eine Gefährdung der Hilfsexpedition verursacht? Wenn im nach, sten Jahre die Polarfonchuna im großen Stil wieder nufgenommen werden solle, so müste das Mißtrauen und der Unwille der Oeffentlichkeit gegen solche Unternehmungen vorher beseitigt werden.^

Entrüstung in Schweden. '

Stockholm. 1«. Juli. ($11) Der schwedische Ministerpräsident Skmann erklärte, feine Re­gierung untersuche die Möglichkeiten eines RechtsverfahrenS zum Tode Malmgrseos. Die Zeitung «Socialdemokraten" schreibt: Jeder neue Bericht über Malmareens Tod toirit noch unheilvolleres Licht über diese Tragödie. Warum haben chn die Italiener nicht nur zum Sterben allein gelassen, sondern auch noch sämtliche Lebensmittel m Ua c nvmm« n? Immerhin bestand die Möglichkeit, dafe Flieger ihn dann finden und retten weiten. Eine gerichtliche Untersuchung tft un­bedingt notwendig. Das Arieg8mmtftienum hat drei Flugzeuge zurückgezogen, während die übri» gen in Spitzbergen Derblewen.

Aus aller Wett.

Hitze und Waffernol in Berlin.

Die Hundstags Hitze hält weiter an. 15 Hitz- schläge und mehrere Badeunfälle waren Montag wieder die Bilanz des abnormen Wetters In der Wasserversorgung Berlins traten Schwierigkeiten ein. In mehreren Stadtteilen gab es zeitweise überhaupt feine ober nur sehr trübe# Wasser.

Fünf Kinder verbrannt.

In dem Dorfe Saint Paer bei Aouen war in einer Scheune, in der sechs Kinder lm Alter von zwei bis sechs Jahren spielten, ein Brand ausgebrochen. Der in der Nähe wellen­den Mutter war es gelungen, eine Wand ein­zudrücken und sämtliche Kinder, wenn auch mit schweren Brandwunden, zu retten. Heute wird berichtet, dafe fünf Kinder ihren Verletzun­gen erlegen sind, während das sechste i n Lebensgef ah r schwebt.

Wartens Hache.

Der amerikanische Architekt ver neuen Universi­tätsbibliothek von Löwen, Warren, hat sich offenbar immer noch nicht damit abgefunden, daß die Univerfitötsbehörden feine H« hinschrift auf der Frontballuftrade nicht anbringen liehen. Heute morgen fand man die neue Ballu­strade zerstört. Der bereite verhaftete Täter, ein Maurerpolier, gab an, im Auftrage Karren» gehandelt zu haben.

vergleich im hause Stinnes.

Wie Berliner Abendblätter melden, ist der vor einem Schiedsgericht unter dem Vorsitz des Reichsgerichtspräsipenten Dr. S i e m 0 n s an­hängig« SchiedSstreit zwischen Edmund StinneS und feiner Mutter, Frau Hugo StinneS, durch einen Vergleich, der alle Meinungsverschiedenheiten ausräumt. ewtbgültig be i g e fe g t worden.

Oie Wetterlage.

R»$t

0

'2:

>29

te

TTlontaq, den f6. Juli28

^abends ____

7 JO io

O f

f® E

\?6o $

ornit e vw«ig. G oedtflk

tcMeci a »r«v»<in- Ittoci X V*Utr ^WineMdlc^* Wi Oll ^5 tedwowtii X iiore»<Mi Mfdw«s» nitfltn en « w»«dt 6k h«i luneecn *«mmi* Z** Kd go<a die Tceprrelvr m 9k Uhk» eeroedta Orte etl gmiM* >,ma«rr<»<!« tufidmcfc

rgcttcrvoraussage.

Tanz Deutschland ist von kühlen Lustmasstn über­flutet, die in Verbindung mit der Tewittertätigkeit allgemeinen Temperaturrückgang herbeiführten. Die Temperaturwerte lagen heute morgen bei uns etwa 5 Grad, in Aachen etwa 9 Grad tiefer als am vor- tage. Die kühle ßuft hat bereit» wieder xu Varo- meteranftieg geführt und saugt da» britische Hoch nach Mitteleuropa hin. Somit kommt eine neue mehrtägige Schönwetterlage auf, bei der die Tem­peraturen abermals ansteigen.

Witterungsaussichtcn für Mittwoch und Donnerstag: Heiteres und trockene» Wetter bei fortschreitender Erwärmung.

Lufttemperaturen am 16. Juli: mittags 32,5 Grad Celsius, abends 24 Grad (Eelfiu»; am 17 Juli: morgens 17,6 Grad Celsius. Maximum 34,8 Grad Celsius, Minimum 14,7 Grad Celsius. Erdtem- penuuren am 16. Juli: abends 30,1 ®rab Celsius; am 17 Juli morgen» 22,8 Celsius. Niederschläge 11,4 Millimeter. Sonnenscheindauer 10 Stunden.

Os!

60

in daS zuhvlen. Schlaf u men. Dc

in btr

List«

Dir 1 gleich abends- die vu und W

be« 0 m So üHtbct

Dir cta 6d varum j*U 1 für vi« Art v, M

So < hollmtz dn 8< einer - bof-mc ein D los. 1 Donch° 3t* bi«t,y ta-Z em P Surre'- Ä? HW um Wr- fit leid

Jmm gi Sahlgeru n^nchen lern tintö

Der ei M bun nanu to

neue Äi

Der!

Bek,

3* Ne: fwadeeino

Obiger m mann Tb«

Amu. te hüt Jungmdei peyrillich Stift ei Skfchchaft flwnen.

eßen,

Jfc? ^bun, fitere 16 Ur Kr -2yn 4er ^rob, ]

W<4e

»W d; oio, durch, Water 4«gel

Soll, ftreiij Wänber

W Bah 25*'flf "rotura ei