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Beim Berliner Bahnhof Eichwalde bei der Bahnüberführung Kaiser-Friedrich-Straße wurde e i n Auto von einem Personenzug der Strecke
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immer noch großen Angebotes von 5ntanbgetreibt und auch der Zurückhaltung der Händler sehr klein. Preisoeränderungen traten nicht ein. Es wurden notiert: Weizen 23,60 bis 23,75 Mark; Roggen 22,75 bis 23, Sommergerste für Brauzwecke 25,50 bis 25,75; Hafer, inländischer, 23,75 bis 23,50; Mais (gelb) für andere Zwecke 21,75; Weizenmehl, süddeutsches (Spezial 0), 34 bis 34,50; Roggenmehl 30,75 bis 31,75; Weizenkleie 14,25 bis 14,50; Roggen- - kleie 14,75 Mark. Tendenz: ruhig.
Frankfurter Kartoffelrnarkt.
Fwd. Frankfurt a. M., 15. Dtt. Die Frankfurter Kartoffelbörse lag ruhig, es notierte je 50 Kilogramm Industrie hiesiger Gegend 3,90 Mark.
Schwere Moisrexplvsion auf einem Schiff.
Das Mot-vrschrif „Kungshokm" (18 000 Tonnen). '1 das auf der Werft von Blohm & Boß für di« Svensla Amerika-Linie erbaut worden ist und sich auf der Probefahrt in der Nordsee befand, hat in der Nähe von Helgoland Motorschaden erlitten. Das Schiff passierte gegen mittag Helgoland in Richtung nach der Elbe. Beim Elbfeuerschiiff l wendete es, um weitere Peilungsund sonstige nautische Versuche vorzunehmen. Auf der Höhe von Helgoland ereignete sich plötzlich eine Motorexplosion. Gin Zhlinderdeckel sprang ab und riß dabei eine etwa drei Meter breite Platte mit sich. Die Explosion war so heftig, daß das Plattenstück bis zur Nute n ne der Funkstation emporge- schleudert wurde. Der gerade beim Mittagessen sitzenden Mannschaft bemächtigte sich eine Panik. Ein Mann wurde bei der Explosion sofort getötet, eine Reihe weiterer Personen ei litt teilweise sehr schwere Verletzungen, in der Hauptsache durch Verbrennungen. Dis Verluste betragen zwei Tote und zehn Verletzte. die von dem. Dampfer „Wotan" m Cuxhaven gelandet wurden. Die beiden Toten sind ein Dane und ein Schwede. Die Verletzten sind gleichfalls überwiegend Schweden, und zwar sind die Verletzungen vielfach recht schwerer Natur.
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Baufaoten.
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Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — RetchsbankdiSkont 7 Prozent, LombardztnSfuh 8 Prozent.
H. hoher. I.-G.-Farben waren vernachlässigt und 0,75 v. H. gedrückt, Scheideanstalt unverändert. Am Markte der Autoaktien waren Adlerwerke 2 v. H. erhöht, auch Daimler und NSU. rege gefragt. Bis 1 d. H. niedriger eröffneten Gelsenkirchen, Mannesmann, Hapag und Deutsche Erdöl. Deutsche Anleihen zogen weiter etwas an. Bon Auslandrenten Bosnier und Türken behauptet; Ungarische Goldrente etwas schwächer. Später kamen Umsätze nur noch vereinzelt zustande, und unter dem Druck der Geschäftsstille bröckelten die Kurse vielfach etwas ab. So gaben Farben, AEG. und Karstadt je 1 v. H nach. Der Geldmarkt mar weiter angespannt. Tägliches Geld 7,75 v. H. Am Devisenmarkt waren die Devisen Spaniens erneut stärker abgeschwächt. Man nannte Mark gegen Dollar 4,20, gegen Pfund 20,377, London gegen Kabel 4,8505, Paris 124,21, Mailand 92,65, Madrid 30,1250, Holland 12,10.
Berliner Börse.
Berlin, 16 Okt. Abgesehen von der abgeschlossenen Amerikaanleihe der Leonhard Tietz A.-G. lagen Anregungen für die heutige Börse nicht vor. Trotzdem war man im Anschluß an den gestrigen Nachmittagsverkehr auch heute früh noch freundlicher gestimmt, da man mit weiteren Deckungen rechnete. In der Tat scheint die börsentechnische Situation im Moment günstiger zu sein, da die Börse in den letzten Tagen stark ausverkaust hatte und teilweise schon zu Blankoabgaben geschritten war. Leider fehlen die größeren Jntercssen- kreise, die eine lebhafte Umsatztätigkeit an der Börse hätten veranlassen können; die wenigen Orders, die aus dem Auslande für einige Spezialwerte einge- troffen sein sollten, reichen dazu nicht aus. So wurden die ersten Kurse nicht ganz so fest wie erwartet und zeigten gegen den gestrigen Schluß keine ganz einheitliche Tendenz. Das Interesse, das wieder für Spezialwerte bestand, erhielt die freundliche (3 r u n b ft i m m u n g. Es tauchen in der Börse Bedenken auf hinsichtlich der Diskontfestsetzung der Bank von England am Donnerstag. Bon gut- unterridjteter Bankseite werden diese jedoch als ganz unberechtigt hingestellt. Während im allgemeinen Abweichungen von 1 v. 5>. nach oben und unten ein- iraten, gewannen Spezialpapiere, wie Danatbank, Reichsbank, Deutsche Linoleum, Schubert & Salzer, Lzpnhard Tietz, Karstadt, Gesfürel, Schuckert und Nansradio 2 bis 6 v. H. Chadeaktien lagen 8 Mark höher. Kanadier und Mazedonier erschienen mit Plus-Plus-Zeichen. Bemerkenswert schwach lagen Holzmann mit minus 4 v. H., Polyphon mit minus 3,75 v. H. Deutsche Anleihen gut gehalten Ausländer ruhig, nur Mazedonier gefragt. Pfandbrief- markt unverändert. Rentenbriefe freundlicher.^ Der Geldmarkt war weiter fest. Tägliches 'Geld 6,5 bis 8,5 v. H. und gesucht. Monatsgeld 8 bis 9 v. H. Warenwechsel etwa 6,90 v. H. Im Verlaufe fehlte es wieder an neuen Anregungen. Karstadt lagen vorübergehend noch 2 v. H. höher, Hohmann gewannen etwa 2 v. H. ihres Anfangsverlustes zurück. Auch Elektrowerte bis 1 v. H. gefragt. Sonst war es im allgemeinen nur behauptet und später ehere zur Schwäche neigend.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 16. Okt. Am Frankfurter Produktenmarkt war auch heute die Haltung ruhig Die Umsätze blieben daraufhin, auch infolge des
* Schubert & Salzer A.-G Chemnitz. In der Aufsichtsratssitzung der Schubert L- Salzer 21 (9 Chemnitz, berichtete der Borstand über di/ ersten neun Monate des Geschäftsjahres 1928. Der Umsatz hat sich steigend entwickelt und ist hoher als im gleichen Zeitraum des Borjahres. Die vorliegenden Aufträge sichern in den wesentlichsten Abteilungen Beschäftigung bis in das erste Quartal 1929 ,n*Cin5 -Millionen-Anleih e d e s D e » zirksverbandes Kassel, 00233.-
Handelsdienst erfährt, wird die Preußische Staatsbank als Führerin eines Ban-eakonsvr- tiums vom 18. bis 25. OLtobcr iu>m. 5 Mill Oliad 8proz. Anleihe des Bez.r.sverbandes Kastel -um Kurse von 92,75 Proz. zur.Zeichnung auf- legen. Die Anleihe lautet auf Femgoldbafts und wird in längstens 21 Jahren getilgt, ^erstarkte Tilauna und Gesamtkündigung sind frühestens -um 1. Oktober 1933 zulässig. Nach dem in den nächsten Tagen zur Veröffentlichung kommenden Prospekt ist der Erlös der Anleihe u. a. für die Anpassung der großen Durchgangsstrahen an den gesteigerten Kraftverkehr, für Meliocationszwecke und insbesondere für Flußregulierungen bestimmt.
* (Einigung in der Basaltindustrie. Die seit Monaten schwebenden Verhandlungen zwischen den Außenseitern in der Basaltindustne und den in der Basaltunion in Köln als Syndikat der Basaltindustrie zusammengeschlossenen Werken haben, wie WTB.-Handelsdienst hört, zu einer vollen Einigung geführt. Sämtliche dem Basaltsyndikat noch nicht angeschlossenen Firmen haben ihren Eintritt in dasselbe erklärt, so daß nunmehr von einer hundertprozentigen Arbeitsgemeinschaft gesprochen wer- den kann. Hierdurch ist eine grundlegende Aende- rung in der gesamten Basalt- und Schotterindustrie eingetreten.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 16. Oktober. Tendenz:
freundlicher. — Die freundliche Stimmung, die bereits an der gestrigen Wendbörse bemerkbar war, konnte sich zu Beginn der heutigen Börse erlitten. Die unverändert feste Haltung der Reuyorker Börse wurde heute etwas stärker beachtet und trug zur Besserung der Tendenz bei. Angeregt wurde die Börse aber im wesentlichen durch die R a ch f r a g e, die nach einigen Spezialwerten wieder lebhafter einsetzte. Die Kulisse schritt daraufhin auch auf den meisten anderen Märkten zu Deckungen, doch war das Geschäft bei weiter sehr geringem Interesse des Publikums wieder sehr still. Rege Nachfrage bestand vor allem für Reichsbankanteile, die 3,5 v. H. höher eröffneten und im Verlaufe weiter anzogen. Lebhafteres Geschäft entwickelte sich ferner am Elektromarkt auf die Nachricht, daß die Sosina und die Gesfürel in Paris Verhandlungen zur Bildung eines Internationalen Elek- trofinanztruftes führen sollen. Gesfürel zogen 3, Licht S- Kraft erneut 2,75 v. H. und Chade- attien 2,50 Mark an, während AEG. 0,5, Schuckert 1,5 v. H. gewannen; Siemens blieben behauptet. Außerdem waren, wie schon an der Abendbörse, Karstadt etwas lebhafter gefragt und weitere 1,5 v.
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Oer flüssige Geldmarkt.
Am Geldmarkt ist in der Derichtswoche eine erhebliche Verflüssigung eingetreten; der Einkommensteuertermin vom 10. d. M. ver- mochte sie nicht aufzuhalten. Die überaus vorsichtigen Altimovorbereitungsmaßnahmen der Zentrallreditinstitute haben offenbar eine Erhöhung der Liquiditätsreserven der Dänin verursacht. Ferner ist anzunehmen, daß die Erleichterung außer auf den Kupontermln »um S%u auch auf konjunkturelle Einflüsse, also auf die rückläufige Wirtschaftskonjunktur, zurückzufuhren ist Durch die Verminderung des Umsatzes durfte eine Erhöhung der Betriebsreserven eingetreten fein. Nicht zu vergessen ist, daß in der raschen Verflüssigung auch eine Auswirkung der wechiei- verdrängenden Geldneuschöpfung infolge der andauernd starken Goldzuflüsse zu suchen ist. Am Lagesgeldmarkt war das Angebot überwiegend. Abschlüsse unter ersten Aufgaben wurden schon zu 41/» bis 4«/< Prozent p. a. getätigt, während andere Firmen 5 bis 7 Prozent p. a. zahlen. Die Nachfrage nach Priva tdiskon- ten, anscheinend auch aus dem Auslande, war unverändert groß, so daß der Satz schon Ende letzter Woche auf 6V, Prozent herabgesetzt wer- den konnte. Das angebotene Material blieb so knapp daß die Reichsbank mehrmals größere Posten Reichsschatzwechsel untero ringen konnte, obgleich dieselben im Auslande nur schwer unterzubringen sind. Prima Waren wech sei waren wenig angeboten, und werden zu 6/4 dis 67/« P. a. gern genommen. Auch am Markte der Termingelder traten weitere Spuren einer Erleichterung hervor. Monatsgeld ist zu 8 bis 9 Prozent, für erste Geldnehmer sogar schon zu V/2 bis 8*/2 Prozent p. a. erhältlich. Besonderes Interesse beanspruchte diesmal die Entwicklung der Devisenkurse, die in den letzten Tagen stark anzogen, was sowohl auf geldmarktpolitische, als auch reparationstechnisu,e Momente (Käufe des Generalagenten) zuruckgefuhrt wird. Was den Geldmarkt selbst anbrtrftft, so sind Rückzahlungen kurzfristiger Auslandkredite, deren Zufluß ein Ende gefunden hat, festzustellen. Vielleicht darf man sogar annehmen, daß in stärkerem Maße als zu früheren Arminen mit einer Investierung deutscher Guthaben im Auslande zu reinen Geldanlagezwecken zu rechnen ist. Außerdem ist damit zu rechnen, daß auch das Ausland selbst am deutschen Geldmarkt arbeitende Guthaben zurückzieht. Damit durften wohl auch die Goldimpor te bis auf weiteres ein Ende gefunden haben. Von Bedeutung ist in diesem Zusammenhang, daß man nach Klärung der Steuerfragen nunmehr wieder mit einem schnelleren Ingangkommen der ameruani- fchen Freigabezahlungen rechnet, die nach amerikanischen Schätzungen bis Ende dieses Jahres noch etwa 100 Will. Dollar ausmachen dürften. Die heute gemeldete Freigabe der Guthaben der Berliner Handelsgesellschaft scheint dieser Ai> nähme eine Berechtigung zu geben. Ob sich durch das Zurückziehen ausländischer Guthaben am deutschen Geldmarkt eine Verknappung bemerkbar machen wird, bleibt deshalb vor
läufig abzuwarten. Immerhin ist du
tigen daß die internationale Verftechtung der Geldmärkte allmählich immer großer wird.
Berlin—Königswusterhausen erfaß 200 Meter weit m i t g e s ch l e i f t. $ befand sich ein 70 Jahre alter Bauarbeiter, der von einem Baugerüst gestürzt war und sich dabei schwer verletzt hatte. Um den Verunglückten schnellstens in ärztliche Behandlung bringen zu können, wollten der Sohn eines Gastwirts und ein anderer Bauarbeiter ihn mit einem Auto nach Eichwalde fahren. Als sie den Bahnübergang erreichten, waren die Schranken gerade geschlossen. Auf ihre dringenden Bitten öffnete der Beamte die Schran- Een, um das Auto passieren zu lassen, obwohl ein Zug zu erwarten war. Plötzlich blieb der Wagen mitten auf den Schienen st e h e n. In diesem Augenblick brauste der erwartete Zug heran, schleifte den Wagen mit sich und zertrümmerte ihn, wobei die drei Insassen getötet wurden.
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