eine .Staatsangelegenheit" sei, und stellte kürzlich bc-n cigenarkgen Antrag, den „Haß nach dem Tode" gesetzlich zu unterbinden. Es soll nämlich mitunter vvrgckommen sein, daß sich die „vorgcschrtebcne" Liebe der — Eheleute im Lause der Jahre m Hatz verwandelte. 3n solchen Fällen taten dann»d:e Ehegatten ihr Möglichstes, einander das Leben zu erschweren Die „theoreti- schen Frauenforscher" der Geschichte, wie Strind- bcrg. Meininger und andere, waren Waisenknaben gegen b:c haßerfüllten Ehemänner, die ihren Gefühlen insbesondere in dem Augenblick freien Laus liehen, wo sie ihre Testamente ver- sertigten. Ein engi'ichcr Gentleman ohne Furcht und Tadel rächte sich an seiner Tantippe aus die sinnreiche Weise, daß er sein Vermögen in Höhe von 72 000 Psund an — Freundinnen seiner Gattin vermachte. Aber auch diesen gerissenen Psychologen übertrumpfte ein anderer vrrb t- tertcr Pantoffelheld: Madame erbte wohl ailes. sollte ober — dies war sein „letzter Wille" — ihr Leben lang schwarz verschleiert ihre „Gefühlstreue" demonstrieren. Den Vogel hot zweckelsfrei ein Grohkoufmann in Dover abgeschossen, indem er seiner Frau das kleinste englische Geldstück, einen V.ertelpennh, vermachte und testamentarisch onordnete, dah die Witwe mittels unfrankierten Vriefes von der „Erbschaft" zu benachrichtigen sei. — Diesen Uebelständen toull nun Lord Astor — der ganz gewiß eine glückliche Ehe führt! — ein jähes Ende bereiten mit dem gesetzlichen Verbot des „Hasses nach dem Tode". Derartige Testamente wie die erwähntem, sollen in Zukunft annulliert werden, um der ganzen zivilisierten Welt zu zeigen, dah die Engländer ihre Mitmenschen (selbst wenn di-ese mit ihnen verheiratet sind!) „lieben wie sich se.lbst ..."
Wirtschaft.
Oberheffen-Schuldverschreibungen.
WSR Da« hessische Gesamtminifberium hat jetzt der Provinz Oberhessen tne Genehmigung zur Ausgabe von Schuldverschreibungen aus den Inhaber bis zum Betrage von 200 000 Mk, nebst den entsprechenden Auslosungsscheinen zum Zwecke des il m t a u - sches von Altbesitz der Anleihen der Provinz Oberhessen in Ablösungsanleihe erteilt. Die erste Auslosung der 30 Jahresraten findet sür drei Jahresraten bereits tm Oktober d. I. statt. Die ausgelosten Teilbeträge sind durch Barzahlung des Achtfachen ihres Rennbetrages einzulösen. Der Einlösungsbetrag wird zu 5 Prozent jährlich, beginnend am 1. Januar 1926 bis zum Ende des Jahres, in dem die Teilbeträge ausgelost werden, verzinst. Die Befriedigung der Inhaber der Schuldver- schreibungen wird vom Staate nicht gewährleistet.
Oie Kohlenproduktion in Hessen.
Die monatliche Statistik der Kohlenproduktion des Dolksstaotes Hessen weist sür den Monat Juli 1928 folgende Zahlen nach: An R o h - braunkohlen wurden gefördert 36322 Tonnen, verkauft wurden davon 13 621 Tonnen, der größte Teil der Rohkohlen wurde weiterverarbeitet.
Aus den verarbeiteten Rohkohlen wurden neben Schwelereiprodukten erzeugt: 132 Tonnen Braunkohlenbriketts, und 244 Tonnen Raßpreh- steine.
Unter Berücksichtigung der aus Vormonaten übernommenen Bestände, sowie des Absatzes und Selbstverbrauchs verblieben am Monatsschluh ab- sapfähig: 9177 Tonnen Rohkohlen, 9322 Tonnen Briketts, 711 Tonnen Raßpref?steine, zusammen J9 210 Tonnen Braunkohlen und Braunkohlen- produlte im Gesamtwerte von 59 581 Mark.
Oie Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft im Juli.
Der Güterverkehr war im Juli nur 1,9o.H. stärker als im Juni. Nach der vorläufigen Zusammenstellung wurden im Juli, der wie der Juni 26 'Arbeitstage hatte, 3 916 881 Wagen (arbeite- täglich 150 649) gestellt. Im Vormonat betrug die Wagengestellung 3 844 333 (arbeitstäglich 147 859).
Der Personenverkehr war namentlich in- .folge der Schulferien und des anhaltenden guten Wetters stark. Verschiedene größere Veranstaltungen (Bundessangerfest, Turnfest und Internationale Presseausstellung in Köln, Olympische Spiele) er- sorderten ungewöhnliche Betriebsleistungen. Für das Deutsche Turnfest wurden 227 Sonderzüge gefahren. Die Feriensonderzüge waren überall voll besetzt. Insgesamt wurden im Juli 9640 überplanmäßige Züge gefahren (Juni: 5920, Juli 1927: 7085).
Im Juni betrugen die E i n n a h m e n aus dem Personen- und Gepäckverkehr 138,53 Mitt. Mark, au» dem Güterverkehr 268,30 und an sonstigen
Einnahmen fünfunddreißig Millionen Mark, zusammen 441,83 Mill Mark Verausgabt wurden für Betrieb und Unterhaltung 305,17 Mill. Mark, davon 197,17 Mill Mark persönliche und 108 Mill. Mark sächliche Ausgaben Für Erneue rung der Reichseisenbahnanlagen 51,49 Mill. Mark, für Verzinsung der Reparationsschuldverschreibungen 45,47 Mitt Mark, für gesetzliche Abschreibung des Betriebsrechts am übernommenen Reichseifen, babnoermogen 9,40 Mill Mark, für Rückstellung für die gesetzliche Ausgleichsrucklage 8,84 Mitt Mark und für Rückstellung für Vorzug-dwidende 6,30 Mill. Mark. Insgesamt 426,67 Mill. Mark Die Einnahmen waren um rund 26,5 Mitt Mark höher als im Mai. Die Steigerung ist auf den saisonmaßigen Reiseverkehr und die Vorausbezahlung von Feriensonderzugkarten zurückjufuhren Die Ausgaben waren im Juni um rund 15 Mill Mark geringer als im Mai, so daß der Monat Juni mit einem Ueberschuß von rund 15 Mill. Mark abschließt, der für die verkehrsschwächeren Monate zurückgestellt wird.
Der Personalbestand betrug im Juni 716174 Kopfe gegen 708 248 Kopfe im Mai.
Oie Arbeitsmarktlage im Reich.
Rach den Berichten der Landesarbeitsämter über die Arbeitsmaritlage im Reich waren in der Woche vom 6. bis 11. August die Landwirtschaft und auch zum Teil das Baugewerbe weiter in beträchtlichem Maße aufnahmefähig. In einer Reihe von Landcsarbcitsamts- bezirken war aber diese Aufnahmefähigkeit der Außenberuf« nicht mehr stark genug, um den auch auf dem Arbeitsmarkt deutlicher fühlbaren konjunkturellen Rückgang einzelner Wirtschaftszweige auszugleichen. Außer im Spinnstoff- gewerbe ist in der Hauptsache in der Metallund Maschinenindustrie (Wersten), im Holz- und Schnittstoffgewerbe und im Verkehrsgewerbe die Zahl der 'Arbeitslosen leicht gestiegen Der Tiespunkt der Arbeitslosigkeit, her im Vorjahre erst Mitte Oktober mit etwa 850 000 Arbeitsuchenden und 442 000 Hauptunterstüt- zungsempsängern erreicht wurde, scheint in diesem Jahre wesentlich früher und mit etwas höheren Zahlen als im Vorjahre erreicht zu werden.
Nationalisierung des Verbrauchs.
In Oesterreich ist kürzlich von mittelständischen Kreisen eine Organisation geschaffen worden, die sich den Zusammenschluß des Verbrauchs zwecks Rationalisierung desselben zum Ziele macht. Diese neue Organisation ist sogar staatlich anerkannt worden, die Regierung will in allen den Verbrauch betreffenden Fragen mit dieser neuen Derbraucherorganisation in Verbindung treten. Man rechnet in Oesterreich damit, daß es darüber hinaus bald zur Schaffung von Konsumentenkammern, juristisch angeglichen an die Handelsoder Handwerkskammern, kommen wird. In Deutschland ist im Zusammenhang mit der großen, alle Zweige der Industrie erfassenden Rationalisierung auch bereits von der notwendigen Ergänzung dieser industriellen Rationalisierung durch die Verbraucher geschrieben und gesprochen worden. Die Rationalisierung des Handels als des Mittlers zwischen Produzenten und Konsumenten hat leider in Deutschland noch keine Erfolge auszuweisen. Man denke nur an die hundertprozentig« älebersetzung deS deutschen Getreidehandels, di« man jeder Kritik gegen die jog Scheuer-Transaktion entgegenhalten könnte. Die Rationalisierung bei der industriellen Produktion. die sich auf die technische Produktion (fließendes Band als ihr stärkster Ausdruck), arbeitsorganisatorisch auf den Ausgleich menschlicher und technischer Arbeit, arbeitspolitisch auf die Auslese des Arbeiterstandes, absähorganisa- torisch auf den günstigsten Vertrieb erstreckt, ist in Deutschland mit (Srfolg durchgeführt worden, und es wird auf diesem Wege noch vieles nachzuholen und zu erreichen sein. Ganz anders aber steht es in Deutschland mit einer Rationalisierung des Verbrauchs. Deutschland ist ein Land, dessen Käuserschicht das Individualitäts- Prinzip des Geschmacks bei seinen Käufen ganz besonders zum Ausdruck bringt. Es wird schwer sein, deutsche Käuferschichten in eine gemcin- same Organisation zuf ammenzubringen, um einheitliche Richtlinien für den Verbrauch aufzustellen. Zu dieser Auffassung einer schwierigen ober sogar unmöglichen Durchführung einer Verbrauchsrationalisierung in Deutschland hat man um so mehr Grund, als die Geschichte der volkswirtschaftlichen Entwicklung bisher immer bewiesen hat, daß der Geschmack des Jstdividuums den Verbrauch bestimmt, und daß ferner die Geschmacksrichtung einzelner Individuen für die Masse ausschlaggebend gewesen ist.
• Lederwerke Martin Zimmer 21.*©., Offenbach a. M. Die a. o. G.-V. dieser Ge
sellschaft beschloß das Aktienkapital um 630 000 Mark auf 1,20 Mill. Mark zu erhöhen, nachdem zunächst nur eine Erhöhung um 400 000 Mark auf 1 Mill. Mark beantragt worden war Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlv'lcn. Dic neuen Aktien werden zu Vari von einem Konsortium übernommen, dem u a. alte Aktionäre der Gesclllchalt angcbörm. Dio Kapitalerhöhung wurde mit der Rotwendigkeit e n es weiteren Ausbaues t<s Unternehmens begründet, das zur Zeit gut beschäftigt sei.
* Kraftwerk Sachsen-Thür, ngen, A - G Die G.-D genehmigte bc Verteilung emcr Dividende von 5 Prozent Heb;r die Geschäftslage wurde ausgeführt, daß d.e drei ersten Monate des neuen Geschäftsjahres eine erfreuliche Zunahme Der Stromabgcbc von 13 Prozent mit sich gebracht hätten. Das wirtschaftliche Ergebnis wurde aber außerordentlich stark bcein- trächt gt durch die Größe und die Höhe der Steuern. b:e 160 Prozent aller ausgezahlten Löhne und Gehälter ausmachten. Außerdem sei eine Erhöhung der Braunkohlenvrikrttpreise um 4.6 Prozent cmgeketcn. Alle diese Umstände ließen in absehbarer Zeit eine Erhöhung auch der Strompreise notwendig erscheinen, die bisher unter e gcnen Opfern umgangen werden konnte. Die weitere Entwicklung sei in hohem Grade von dem Beschämt.gungsgrad der Industrie abhängig, fo daß über das weiter zu erwartende Ergebnis noch n:chts Bestimmtes gesagt werden könne.
* Eine neue Mühlen-2. -G. Unter der Firma Siemens-Mühlen A-G. in Reuß wurde mit einem Kapital von 3,5 Mill. Mk. eine neue Aktiengesellschaft für Mühlenwelen gegründet. Dio Gründer find die Gruppe der Pfälzischen Mühlenwcrke in Mannheim, die die Führung haben, und die Inhaber der Firma R Siemens. Walzenmühlen. Korn.-Des., zu Reuß. Eingebracht in die neue Aktiengesellschaft wurde das Mühlen- toefen der Firma M Lien, Walzenmühlen. Kvm- mandit-Gesellschaft in Reuß.
• Dänische Kohlenaufträge für England. Die dänischen Staatseifenbahnen haben an England auf cit-Bafis einen Auftrag auf 30 000 Tonnen beste Durham-Sch ffskohle zum Preise von 20 sh 6 d per Tonne erteilt, ferner auf 30 000 Tonnen Porkshre-Kobte zum Preis.- von 20 sh. und aus 40 - 50 000 Tonnen schottischer Kohle, deren Preis noch nicht bekannt- gegeben ist. Ferner haben, wie weiter gemeldet wird, die Gaswerke von Bordeaux ebenfalls auf cil-Basis 30 000 Tonnen Durham-Gaskohle bestellt und zwar beträgt der Preis, je nach Qualität. 18 und 19 sh je Tonne.
Berliner Börse.
Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers".
Berlin, 16. Aug. Im Anschluß an den recht festen Vormittag zeigte auch die Vordorfe eine f e ft e Haltung bei mehrprozentigem Kursgewinn gegen gestern Schluß. Der offizielle Beginn zeigte zwar eine durchaus freundliche Haltung, doch konnten sich, infolge des allgemein geringen Geschäfts, mit Aus- nähme von Spezialwerten, die hohen vorbörslichen Kurse nicht halten. Immerhin ergaben sich bei vereinzelt geringen Rückgängen überwiegend Besserungen von 1 bis 2 v. H. gegen gestern. Beeinflußt wurde die Stimmung durch die Hausse an der Neuyorkcr Börse und bas Nachgeben bes Tagesgeldsages bort auf 5,5 n. H., hinzu kam noch bie Melbung bes unueränberten ßonboncr Bankdiskonts, und diese Tatsachen riefen eine zuverficht - liche Stimmung hervor. Der heutige Zahltag brachte keine Schwierigkeiten. Der Geldsatz steht im Zusammenhang mit der gegenwärtigen Versteifung, bie jeboch nur vorübergehenb ist. Man nannte vormittags Tagesgelb 6,5 bis 8 v. H., ber sich aber im Verlaufe auf 5,5 bis 7,5 v. H. ermäßigte. Monatsgelb 8 bis 9 v. H. unverändert. Warenwechsel 6,90 v. H. Wie bereits erwähnt, war das Geschäft nur in einigen Spezialwerten lebhafter. Montanwerke lagen heute ziemlich vernachlässigt und uneinheitlich. Von Elektrowerten waren Siemens gefragt, bei denen Gewinne über 2 v. H. festzusiellen waren. Das Geschäft konzentrierte sich ferner auf Delirierte, da man der Ansicht war, baß burch bie Benzinpreis- erhöhung sich recht erhebliche Gewinne bei ben beteiligten Gesellschaften ergeben werben. Farben waren lebhafter gefragt unb gewannen 1 v. H. Rütgers zogen um 1,5 v. H. an, Glanzstoff konnten sich weiter um 8 v. H. erhähen, auch Felbberg 3 v. H. ebenso Polyphon 4 v. H. Von Bankwerten beftanb nur für Reichsbank Interesse, bie nach mehrprozen- tigem Kursgewinn am Vormittag roieber etwas ein- büßten. Deutsche Anleihen gut behauptet. Auslänber waren fest. Türken plus 0,75 v. H, bagegen Anatolier 0,5 v. H. schwächer Rach den ersten Kurfen bröckelte es infolge Geschäftslosigkeit um 1 bis 2 v. H. ab. Polyphon 8 v. H. höher, Rütgers unverändert, Svenfka 3 Mark befestigt.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. W. 16. Aua Tend«iz: Ain- einb.itlich. An der heutigen Börse war die Stimmung etwas freundlicher, tm Zusammen- fcing mit der festen Haltung der gestrigen Reuyorter Börse und der am Geldmarkt ein- getrctcnen Erleichterung. Di- >u den ersten Karsen fcstzu stell ende Besserung erreichte jedoch noch nicht die vorbörslich erhofften Ausmaße und an verschiedenen Märkten traten sogar leichte Rückgänge ein Die Ursache scheint im wesentlichen am Ordersmangel zu liegen Das Geschält war daher auch heute sehr klein da auch bi- Spekulation nur vereinzelt für Svezialwertc etwas Kautneigung an den Tag teg.e Die Kursentwicklung war uneinheitlich, wöbe» d.e Abweichungen vereinzelt über 1 Pro;, dinausgingen. Interesse bestand vor allem für Elckrrowerie. von denen Siemens 1.75 Prozent und G«turei 2.25 Prozent gewinnen konnten Der Ehemtemarki log still. Farben und Scheideonstalt waren taum verändert Für Monranwerte ließ das Geschäft stark nach. Autoaktien warm ebenfalls leicht an- geboten. Adler verloren 2 Prozent. Von den Kaliwerten waren Salzbeilurih 2 Prozent erhöht. Aschaffenburger lagen eher schwächer, ^ichsbank minus 1.25 Prozent. Deutsche Anleihen waren kaum verändert, von den ausländischen Renten konnten «ich Anatolier gut behaupten. Türken lagen fester Im Verlaufe schrumpfte dos Ge- fdjäH auf ein Minimum zusammen, und bte Kurte bröckelten verschiedentlich leicht ab. Der heutige Zahltag brachte keine Schwierigkeiten und war eher leichter. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4.1962. gegen Pfunde 20.365, London Kabel 4,5830, Paris 124.28. Mailand 92,83, Madrid 29.10. Holland 12,10’ ,.
Frankfurter tz-ctreidcbörse.
Frankfurt a. M. 16 Aug Der htesig« Produktenmarkt verkehrte in ruhiger Haltung. Dos Geschält war nach tote vor äußerst klein unb auch ettooS schwächer. We zen und ebenfo' MoiS verloren eine Viertelmark Auch Roggenmehl mußte e.ne Viertelmark nachlossen. Es wurden notiert: Weizen, gut. gcckund, trocken, b s zu 1 Prozent Auswuchs 24.50, Roggen 23.50: Sommergerste für Brauzwecke 27 b s 28: Haler, .irländischer 26.75 bis 27; Mais gelb) für finiter- zwecke 23; Mais «gelb) für andere Zwecke 34 bi8 34.25: Roggen mehl 33.25 b's 33.75. Weizenkleie 14,15. Roggenklete 15,50. Tendenz, ruhig
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M. 16. Aug. Auftrieb 110 Rinder. 1153 Kälber. 165 Schafe. 983 Schweine. Es wurden notiert: beste Mast- und Saugkälber 68 bis 72, mitUerc Mast- und Saugkälber 63 bis 67, geringe Kälber 53 bis 62: Mastlämmer und jüngere Masthämmcl. Weidemast, 50 bis 54. mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe. 44 bis 49; vollfleckchiae Schweine von etwa 240 bis 300 Psund Lebendgewicht 77 bis 79, von etwa 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 78 bis 80. von ettoa 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 77 bis 79. fleischige von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 73 bis 77. Markt verlauf: Kälber schleppend, lleberftanb, Schafe ruhig, aus verkauft, Schweine schleppend, ilcberltanb.
Bcrliner Viv *ukubu rsc.
Berlin, 15. Aug. Die feste Stimmung an den Auslandbörfen hielt an unb übte auch hier, namentlich für Weizen, einen befestigenden Einfluß aus Am Weizenlieferungsmarkte lagen alle Sichten zwei Mark höher, dagegen war Roggen, stetig bei wenig veränderten Preisen. Die eif- offerten für Auslandgetreide waren von den Abladern beträchtlich erhöht worden, die zweite Hand aber ist mit billigeren Offerten am Markte. Die Forderungen für Inlandtocizen und -Roggen lauteten gleichfalls höher. fiür Roggen für schnelle Lieferung wurden ve^chicdentlich höhere Preise bewilligt. Am Mehlmarkt h«it sich wenig verändert. In Roggeiimehl waren keine Umsätze zu verzeichnen. In Hafer wurde bahnftebenbe* Ware alter Ernte hier unb ba verkauft. Rcubafcr ist weiter reichlich angeboten. In Wintergerste entwickelte sich nur kleines Geschäft, besonbers nach den Küstenplätzen. Sommergerste ist stark an geboten. Die Brauereien sind mit ihren Anschaffungen vorsichtig. Die Gebote lauten eher etwa- niedriger.
Letzte Nachrichten.
Bergwerlsunglück in pennsylvanien.
Loalpork (pennsylvanien), 16. Aug. 3n der Grude der Loalport 3roona Tool Lo. ereignete sich infolge einer Explosion ein Gesteinseinst u r ,. von den in der Grube befindlichen 14 Bergleuten kamen 1 3 ums Leden. Ihre Leichen wurden geborgen.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter ben Papieren angeführten Ziffern geben bie Höhe ber zuletzt beschloßenen Divibenbe an. — ReichSbankbiSkoni 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8 Prozent.
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