löuf-g noch nicht einwanbirei erforscht rft. Beim Fleckfieb « r das in Deutschland ebenfalls fast gar nicht mehr vorkommt, konzentrierte sich die 'Eefäntpfuna auf di« AuSrotwng von Un- g#Mef«t, da aÄ Zwischenwirt der Keime vor alten Dingen di« Lau« in Frage kommt
»ehr große Bebeutiurg hat für bad deutsche Boll und somit auch für die Versuch# an statt des A« chSgesundhei-tSamte« die Bekämpfung der Tuberkulose, bet der ün Laboratorium «in grober Unterschied zwischen der Binbertuberkulofe und der menschlichen Lungentuberkulose gemacht werben muh. 3n dem Institut wurde vor allen Dingen die Immunität von Binbern und di« Tötung der Bazillen durch Böntgenstrohlen gründlich studiert. Auf dem Gebiet der D « s ch l c ch t S- krankheiten nimmt Deutschland für sich den Bühm in Anspruch, dah int Iahr« 1905 der deutsche Forscher S ch a u d i n n die Spirochacta pallida «ntbedt hat. das Be.chsgesundheitsamt hat auch zur Einschränkung der Erkrankungen Gesetz« ausgearbeitet. Unterleibs- und Paratyphus. Ruhr. Dipbterie. Kopsgrippe. Malaria und die Schlafkrankheit sind in dem Forichungs- nstitut Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen gewesen. Aber auch Lebensmittel und Rauschgifte. Arzneien. Geheimmittrl und andere Ding« werden in Dahlem „unter die Lupe" genommen. Bekämpft wurde ferner der Milz- brand, der im Gewerbe durch Tierhäute verbreitet wird, di« Tollwut und die Maul- und Klauenseuche, die besonders in den Iahren 1920 und 1921 viele Opfer forderte, ohne dah man bei ihrer Abwehr große Erfolg« erzielen formte; zum Schuh der Tiere ging man ferner gegen di« Lungenseuche der Binder, die Bäud« der Pferde, die durch Vergasung mit Schwefelsäure wirksam bekämpft wird, sowie gegen den Dchweinerotlauf und die Schweinepest vor. deren Erreger ein bisher unsichtbar gebliebener Giftstoff ist und di« durch ein Heilserum wirksam bekämpft werden kann. Die Forscher der Versuchsanstalt müssen unsere Binder vor dem Texasfieber schützen, da« im Borden von dem gemeinen Holzbock übertragen wird, sie müssen den deutschen Lebens» mittelmaokt vor der Einfuhr kranken Fleische« sichern und sie haben also ein« unermeßlich große Arbeit zu leisten, um Menschenleben vor der Ansteckung zu bewahren und der deutschen Volkswirtschaft gewaltige Werte zu erhalten.
Oberhessen.
LanSirciS Gretzen.
3 Alten-Vuseck, 15. Aua. Einen sehr empfindlichen Verlust erlitt ein hiesiger Einwohner, der sich seit längerer Zeit gleichzeitig mit Hühner- und Hundereinzucht besaßt Um daS junge Geflügel vor den Bachsteilungen seiner vierbeinigen Kameraden besser zu schützen, hatte der Züchter in diesem Iahre das wertvolle Iungaeflügel einem abseits des Ortes wohnenden Bekannten in Obhut gegeben. Als dieser gestern morgen zur Fütterung schreiten wollte, mußte er zu seinem Schrecken die Feststellung machen, daß während der Bucht ein umherstreifender Hund in den Stall eingedrungen war und den ganzen Bestand. 42 Gtück wertvoll« Bebhuhn-Italiener, zerfleischt hatte.
Watzenborn-Steinberg, 15. Aug. Vor kurzem entstand in der Bähe des Wohnhauses beim Haltepunkt Schifsenberg auf bis jetzt unaufgeklärte Weis« ein Brand. Den ganzen Umstanden nach ist aber dessen Entstehung allein auf auSgestotzene Funken der Lokomotive eine« schwer beladenen, kurz vorher vvrbeigefahre- t nen Güterzuges zurückzusühren. In der Bähe de- Wohnhauses und der Gtallgebäude ausbe- 7 wahrte Beiserwellen standen in Flammen und gefährdeten nicht nur die vorgenannten Gebäude m ernstlichster Weis«, sondern auch dos ganze angrenzend« Getreidefeld, da die Frucht noch auf dem Halm stand. Bur den, tatkräftigen, sofortigen Eingreifen der Beichsbahn bedien st «len Maid, Schienbein und B e ck e r ist es zu danken, dah ein ernstlicher Sachschaden, der wohl von der Reichsbahn zu tragen war, vennieden wurde. Die Biederkämpsung der Flammen geschah unter den schwierigsten Umständen, da das Wasser etwa 50 Meter weit geholt werden mußte. Eine Anerkennung seitens der Beichsbahndirektion wäre den Bediensteten für ihr umsichtiges Handeln zu wünschen. Becker wurde bereits durch sein« vorblldltchen Maßnahmen seinerzeit bei dem Dammrutsch am Ausgang des Waldes vor der Station Schiffenbera von der Beichsbahndirektion Frankfurt eine Geldbelohnung überwiesen, weil er, wie auch im vorgenannten Fall, ernstlichen Schaden hatte verhüten helfen.
ch Li ch, 15.August. Der Turnverein 1860 beging am Sonntag sein diesjähriges Abturnen und verband damit die Feier feines 68. Stiftungsfestes. Ani Sortntagmorflen um 8 Uhr begann das Wetturnen der Dereinsinitglieder. Die Kampfrichter waren ältere, erfahrene Mitglieder des Vereins. Sonntagnachmittag 3 Uhr bewegte sich unter Dorantritt der Kapelle der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr und unter Beteiligung samt kicher Vereine der Stadt Lich ein stattlicher Festzug durch die Straßen unsere» Städtchens zur Turnhalle. Beim bann stattfindenden Schauturnen maßen Turner. Zöglinge und Turnerinnen ihre Kräfte und ernteten für die schönen Darbietungen reichen Beifall. Am Abend fand in den weiten Räumen Der Turnhalle üblicher Tanz und die Preisverteilung statt. Der erste Vorsitzende, Reinhard Zimmer, sprach herzliche Begrüßung»- wor,c und dankte allen, die zum outen Gelingen ber Feier beigetragen hatten. Die Preisverteilung, von Obcrtumroart Lehrer Schön vorgenommen, hatte nachstehende» Ergebnis: (Von den einzelnen -stufen sind immer nur di« fünf ersten Sieger genannt) AktioeT urner 1. Heinr. Doti. 206 Punkte. 2 Karl Volz, 195; 3. Fritz Hermann, 166. 4. Eduard Volk, 159; 5. Karl Korndörfer. 155 P. Jugend-Turner (Oberstufe) : 1. Walter Weigel, 119 Punkte; 2. Wilhelm Junker, 102; 3. (Jrtxün Keck. 95; 4. Alb. Stimmermann und Karl Steucrnagel, |c 92; 5. Wilh. Menges. 90 Punkte. Iuyend-Turner (Unterstufe): 1. Heinr. Schäfer, 97 Punkte; 2. Karl Radetzkl), 85; 3. Germann Rau. 84; 4. Karl Bolz, 72; 5. Wilh. Stark. 68 Punkte. Turnerinnen : 1. Hude Pappe 142 Punkte; 2. Wilhelmine Wal.,. 130; 3. Halene Zimmer, 124: 4. Gretel Keller. 112: 5. Gerda Kaiser. 111 Punkte. Turnerinnen (Unter- stufe): 1. Gertrud Zimmer. 101 Punkte; 2. Elisabeth Menge». 88; 3. Marie Zimmer, 17 Punkte
T OberBessingen, 15. Aug. Der - <- Ti r r L i ch der ÄriegerfamerabfAart Hassia hielt am Sonntag in unserem Drift großer Beteiligung der Kameraden aus dem Bezirk
Neue Entscheidungen aus dem Gebiete des Krastsahrzeugverkehrs.
Di« Zahl der Kraftfahrzeuge nimmt ständig zu. und damit wächst naturgemäß auch die Zahl der Unfälle und der Verstöße gegen die bestehenden Vorschriften. Es dürste daher im allgemeinen Interestc gelegen fein, einige in der letzten Zett ergangene hocbstrichterliche Entscheidungen auf dem Gebiet des Verkehrsrechts. die in der .Deutschen Bichterzeitung" veröstentlicht worden sind, kennenzulernen.
verlassen der bisher verfolgten Fahrtrichtung, veränderte Fahrtrichtung bei Gabelung der Straße.
Feslslellung de» Hauptverkehrswegs.
Bach § 21e der Kraftfahrzeug-^«rkehrSorb- nung ist bei Verlassen der bisher verfolgten Fahrtrichtung triefe Abficht durch wagerechtes Hallen des Armes in der Bichtung des Wechsels rechtzeitig zu erkennenzuqcben. Die bisherig« Fahrtrichtung wird verlassen, wenn das Fahrzeug von einem Fahrweg auf einen anderen abbiegt. Das Bayerische Oberste Landesgericht hat nun vor kurzem entschieden, wie sich der Fahrer zu verhalten hat. wenn sich die Fahrstraße in mehrere Telle gabelt Daber ist zunächst zu prüfen, welche der so entstandenen neuen Straßen di« Fortsetzung her Hauptstraße ist und deren Bichtung beibehält. und bei Weichei' von ihnen das Einbiegen als Abweichung von der bisherigen Fahrtrichtung zu erachten tft. Im ersten Fall können die Boriichtsmaftregeln unterbleiben, int zweiten nicht Darnach hat das Gericht festzu- stellen. welche der entstandenen Straßen hie Fort- fetjung der Hauptstraße ist, weiterhin, ob ber Führer etwa alS Einheimischer ober als erfahrener Führer btes hätte erkennen müssen unb können. Kann eine solche Feststellung nicht «inwanbsrei getroffen werben, so liegt ein strafbares Unterlassen ber im Gesetz bestimmten Vorsichtsmaßregeln nicht vor.
Beleuchtung der Kraftfahrzeuge an erlenchleten Orten.
Müssen Kraftfahrzeuge, die auf öffentlicher Straße stehen, auch dann beleuchtet werden, wenn sie selbst durch eine fremde Lichtquelle beleuchtet werden? Bach einer Entscheidung deS Kammergerichts in Berlin ist das Verlangen nach eigener Beleuchtung selbst bei einem in hellem Licht großstädtischer Straßenbeleuchtung stehenden Fahrzeuge nicht in jedem Fall für sinnlos erachtet worben. Entscheidend ist, ob die fremde Beleuchtung die seitliche und rückwärtige Begrenzung des Fahrzeuges erkennen läßt. Das wirb auf Straften, die beiderseits durch Schaufenster hell erleuchtet sind, vor hell erleuchtetem Eingang von Lokalen, insbesondere aber auf Parkplätzen, ber Fall fein, wenn bie Wagen sich aneinander anschließen unb burch bie Beleuchtung einiger Fahrzeuge bie Begrenzung dazwischen- stehenber genügenb gekennzeichnet tft. Grundsätzlich i st aber an ber eigenen Beleuchtung festz uh alten.
Verursachung von Geräusch unb Rauch.
Bach bem Gesetz wird jetzt eine solch« Bauart des Kraftfahrzeugs verlangt, daft jede (nicht, wie früher, jede vermeidbare) Belästigung durch Geräusch« unb Bauch bei sachgemäßer Behandlung unb Bebienung ausgeschlossen ist. Darnach ist ber Führer dafür verantwortlich, daft eine Belästigung von Personen burchGe- räusche unb Bauch in keinem Fall eintritt. Damit ist schlechthin unter Strafe gesteift, ein Fahrzeug zu benutzen. daS beläftigenbe Geräusche unb Bauch verursacht, ober beispielsweise. wenn die Belästigung burch Geräusche nur beim Sinschatten eines anderen Ganges eintritt, während der Benutzung auf öffentlicher Strafte einen anderen Gang cinzuschalten. Eine Berufung darauf, daft daS Fahrzeug polizeilich zu-
getafTen, ober daß nach bem Stand der Technik Der Mangel nicht zu verhindern fei, oder baß dem Führer eine unsachgemäße Behandlung und Bedienung nicht nachgewicsen werden könne und das verwendete Od nicht zu beanstanden fei ist nicht angängig und schließt ein schuldhaftes Verhaften nicht auS.
Diese Entscheidungen des Kammergerichts in Berlin und des Oberlcmbesgerichts in Dresden dürften namentlich für Motorradfahrer von der größten Bedeutung fein.
verhalten bei Blenden durch Scheinwerfer.
Ein Kraftwagensührer fuhr mit feinem Dagen mit ungefähr 20 Kilometer Stundengeschwindig- keit auf der Landstraße soweit rechts, als es nach der Oerti icftf eit möglich war Er blendete beim Entgegenkommen eines hellerleuchteten Post- autos vorschriftsmäßig ab unb beschloß, als er durch baS Helle Licht dieses Autos geblendet wurde, sofort zu haften und zu diesem Zwecke den Gang herauszunehmen. Während er damit noch beschäftigt war, Rieft er mit einem in seiner Fahrtrichtung etwa 2 Meter vom rechten Bordstein entfernt stehenden Handwagen den weder er. noch sein neben ihm sitzender Begleiter vorher bemerkt hatte, zusammen. Hierdurch wurde eine neben dem Handwagen stehende Frau getötet. Der Führer wurde in den Vorinstanzen freige- sprvchen. weil diese als erwiesen annahmen. seine Geschwindigkeit sei vor dem Zusammenstoß nur sehr gering gewesen, er hab« etwa 100 Meter vor der Unfall ftellc Hup«nzcich«n gegeben, die bte Getötete gehört haben müsse, er habe den Handwagen offenbar nur deshalb nicht gesehen, weil er durch die Lichter des PostautoS geblendet worben sei unb weil er alle ihm obliegenden Pflichten erfüllt unb den Tod der Frau nicht durch Fahrläsflgkeit verursacht habe. Das Beichs- gericht hat jedoch bas freisprechende Erkenntnis auf gehoben, well dessen Begründung nicht ausreiche, ein Verschulden bei Fahrers zweifelsfrei auszuschlieft en. ES müsse noch geprüft werden, ob bet Fahrer nicht verpflichtet gewesen sei. seinen Wagen durch Benutzung ber Fußbremse sofort xum Stehen zu bringen unb ob er nicht schon in dem Zeitpunkt, in dem er des hell erleuchteten Postautos ansichtig würbe, mit ber Möglichkeit hätte rechnen müssen, baß er bei bellen Bäherlommen fo vollständig geblendet werden konnte, daft er nichts mehr sehen konnte, und ob er dann nicht verpflichtet gewesen wäre, schon in jenem Zeitpunkte feine Geschwindigkeit noch mehr herabzusetzen. ober gar seinen Wagen anzuhatten, bis bas Postauto Dorübergefaprcn war.
In dieser Beziehung sei darauf hingewiesen, daft § 18 Abs. 2 der Verordnung vom 15 März 1923 bzw. 18. April 1924 in der Fassung vom 5. Dezember 1925 vorschreibt, daft bei behindertem Ueberblick über bie Fahrbahn so langsam zu fahren ist, daß das Fahrzeug auf kürzeste Entfernung zum Stehen gebracht toerben kann. Wirb die V e Hinderung des Ueberblickes zur V e r - Hinderung, fo wird da# völlige Anhalten $ur notwendigen Folge. Die Blendung durch Scheinwerfer ist häuftg so stark, haft sie auch bei noch beträchtlicher Entfernung ber Scheinwerfer die Sicht völlig aus schließt. Daß aber auf der Strafte Menschen. Gefährte ufto. sich in ber Fahrbahn befinden, -enuft bet Kraftwagen sichrer als wahrscheinlich unbedingt im Bereich feiner Erwägungen haben. Wer bei dieser Sachlage weiter fährt, fährt gleichsam mit geschlossenen Augen auf offener Strafte. Deshalb ist bie Frage darnach durchaus gerechtfertigt. ob nicht im Hinblick auf bie so erhebliche Gefahr ein völliges An- halten des Kraftwagens geböten ist. (3urift. Wochenschrift 1927. E. 30. 53.)
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Lich sein diesjähriges B e z i r k s s ch i e ß e n ab. Dank der vortrefflichen Leitung durch den ersten Vorsitzenden des Bezirks Lich. Tierarzt Dr. Wal- t e r (Lich), und der Mitarbeit der Kameraden von Ober-Bessingen nahm dieVeranstaltung einen glanzenden Verlauf. Das Schießen wurde eröffnet mit einer kernigen Ansprache des Bezirksvorsitzenden, Tierarzt Dr. Walter (Lich). In das Hoch auf das deutsche Vaterland stimmten die Zuhörer begeistert ein. Zu beni_6d)ieften hatten die einzelnen Verein« ihre besten -schützen entsandt, so daß die Leistungen ganz ausgezeichnet waren. Von jedem Schützen durf- ten vier Schuß auf die Zwölserrinqscheib« abgegeben werden. Insgesamt konnten 30 Kameraden Preise erringen. Nachstehend folgen die fünf ersten Sieger: 1. Preis Heinrich Launsbach (Hattenrod). 2. Bürgermeister Georg Steuernagel (Rieder-Bessingen), •3. Karl Muller (Birklar), 4. Ludwig Rinker (Ron- nenroth), 5. August Rinker (Ober-Bejsingen). Sieger aus der Hassia-Ehrenscheibe wurde Sntttermeifter Walter von Ober-Bessingen. 'Auch wurden noch zwei weitere Ehrenscheiben ausgeschossen, die der Bezirks- norsitzende Dr. Walter (Lich) gestiftet batte. Am Schluß der Veranstaltung ergriff noch einmal der Bczirksvorsitzenbe das Wort, dabei auf die Beden- tung de» Tage» aufmerksam machend. Sein Hoch galt der Krieger.'ameradschaft Hassia. Mit dem Deutschlandlied endigte die mohlgelungene Feier. Al» Ort für das nächste Kriegerfest de» Bezirks Lich soll die Stadt Lich bestimmt werden, dagegen ist als Ort für Vas Bezirksschießen im Jahre 1929 M u . fchenheim in Aussicht gestellt.
tfrciö Kricvbcrg.
WSA. Butzbach, 15. Aug. Gestern ereignete sich auf dem zu dem Meguin-Werk gehörigen Ziegel eibetrieb ein f chwerer Unfall. Der Arbeiter Wilhelm Lechens aus Sambach würbe von nachrutschenber Erb« verschüttet. Es gelang rasch, ihn aus ferner gefährlichen Lage zu befreien, feine Aufnahme ins Krankenhaus erwies sich inbefftn als notwendig. Dort ist er an den schweren inneren Verletzungen gestorben — Der 2lrbeiter Jung von Hoch- Weite l würbe auf bem Heimweg von feinet Arbeitsstätte im Bieber-Deifelcr Wald von einem Auto überfahren unb schwer verletzt. Der Befund läßt bie Annahme zu, haft bte Insassen bes Autos den schwerverletzten Mann noch bem Straßengraben geschleppt unb dort fernem Schicksal Überla ff en haben Iung liegt bewußtlos im Krmrkenhau» in Bieber- Weisel. Es erscheint fraglich, ob er mit bem Leben baöontommt.
I Steinfurth 15. August. Im Jahre 1900 lva> hier bas lewe Heidenmisßoiwtest. Run soll am 19. b. M da» Dekanat» m lssionsfe st hier ftattfinben. Vormittags ift Kmberkirche. nachmittags mn 2 Ubr ift der Festgottesdienst. Nm .8.48 Uhr ist
eine Nachversammlung. Es werden sprechen Missionar Laut (Frankfurt o. M.), Mifsionar S ch ä - fer (Hausen), Prof. Werner (Friedberg) nls Vorsitzender des Detauatsmissionsvereins u. a. Es ift zu hoffen, dah das Fest aus den Gemeinden des Dekanats gut besucht wird.
WSB. Vilbel, 15. Aug. Beim Verladen von Wasser bes Hasiia-Sprudels zerplatzte ein« Flasch«. Die Glassplitter drangen bem Arbeiter Georg Kreiling ins Auge, bas nach Ginlieferung bes Verunglückten ins Friedberger Krankenhaus entfernt werben mufttc.
KrciS Büdingen.
ck Au» bem oberen Aibda tal, 15. Aug. Aach Tkenbigung ber letzten Heuernte die wider Erwarten ganz vorzüglich auSftel, setzte auf den Stationen ber Bay Nr nie Schotten Aidba ein lebhafter Hcuverfand em. Man fetzte damals, auf eine eimgennaften befriedigend« Grummeternle hoffend, größere Mengen Heu ab. um Geldmittel in di« Hand zu bekommen. Aun sind aber die Aussichten auf einen nur mittleren Grummetertrag längst geschwunden, beim unser Tal ift in den letzten Wochen ganz besonders niederschlagsarm gewesen, und nur die Tolwiesen zeigen einen schönen GraS- wuchS. während die Bergwiesen nur ganz vereinzelt stehende, hartftengelige Pflanzen tragen, die ein Mernten kaum lohnen werden. Dieser Umstand unb der immer mehr hervortretende Drünsuttermangel, der zum Verfüttern von größeren Mengen Heu unb zum AuSsüttern von Grummctwiesen zwingt, haben den Absatz von Heu. der vielfach bie Grenzen des für die Wirtschaft Erträglichen überschritten hat, völlig zum Stillstand gebracht.
Kreis Schotten.
lb. Schotten. 15. Aug. Der sich in unterer Gegend auf Grablänbern unb Ackerst reifen beschränkend« Anbau von Frühkartoffeln wirft in diesem Iahre infolge lang anhaltender Trockenheit nur geringe Erträge ab. Arn besten bat sich noch die .OdenWälder Blaue" gehalten. bte alle anderen Sorten weit überragt, da ihr rasches Wachstum noch in ber Zett vor Beginn ber Trockenheit erfolgte Da sich hier viel .leichtes" Ackerland findet, rechnet man auch mtt emem geringen Ergeonill« der Spätkarwsfeln.
1 Gebern, 15. Aug. Seinerzeit bat bte kürst- lichc Standes Herrschaft den Platz, aus dem baS Kriegerdenkmal errichtet würbe, kostenlos zur Verfügung gestellt. In Kürze soll nun bie geridjtlid* Ueberichrribung nicht nur dieses Plaines, sondern auch deS daran sich anschließenden Geländes erfolgen. Später sollen eventuell hier weitere gärtnerisch« Anlagen geschallen werden.
§ Ulrichstein. 15. August. Zahlreich« Männer aus unserer Gegend verfallen in diesen Tagen wieder die Heimat für mehrere Mona t«. um sich in der Fremde, vor allem In der Wetterau. als HllfSarbefter an der Dreschmaschine ihr Brot zu verdcenen. Die meisten von ihnen kehren erst bei Beginn des Winters hierher zurück. - Die Ohmstraß« ist bem Ver- fehr nun wieder übergeben und dank wiederholter. gründlicher Teerung in einem ausge - zeichneten Zu stanb Um so schlimmer fkib leider bie kleineren Seitenstraßen zugerichtet, die seither die Hcn^tlast deS Verkehrs zu tragen hatten, tote z. B. die nach Stumpertenrod, aber aud) die große Strecke Sch-otte,-.--Lauterbach. Die außergewrhi'ttche Tuxfenheit ber letzten Wochen hat noch stark mrtgeholfen, den Steaftcnannth cruszulvckern. aus dem eine Unmasse von Steinen sich losgelöst hat. — Selbst ün Oberto a 1 ö macht ftch die T r o d e n h e 11 bemerkbar. Die Bäche zeigen sehr niedrigen Dalleriumd. die flcincren Wasserläufe find aanz versiegt. DaS Bett der Ohm ist zwischen hier und Ober-Seibert emob vollständig auSgetrocknet
KrciS AlSfcld.
--er. Homberg a. d. Ohm, LL Aug. Bet dem in ber vergangenen Woche m Bomrob statt- gehabten KretSmetsterfchaftSschieften konnte unsere Schützengilde einen weiteren schönen Erfolg für sich buchen Trotz schatter Konkurrenz errang sie im Monnschaftsschteften der Klaks« l mit 629 Bingen die Kreismeister- schäft. Die siegreiche Mannschaft ft and in der Besetzung: Becker. Daniel. Goßfelber. Friedrich. Schmitz. HanS, Seipp, Budoss und Forstmeister Wagner. AIS Kreismeistcr ist die Mannschaft berechtigt, an dem demnächst in HoraS bei Fulda statt findenden BezirkSmeisterschaftSschteßen teilzunehmcn. unb eS ist auch hier ein ehrenvolles Abkchneiden zu erwarten. — Der heute hier abgehaltene Schweinemarkt war mit 367 Stück Ferkeln befahren. Für 5—6 Wochen alte Ferkel wurden 15—18 Mk. je Kopf bezahir. ältere Tiere erzielten 18-22 Mk. Doch hatten sich wegen der noch herrschenden Erntearbeiten nur wenig Käufer eingefunden, fo daß etwas Ueberstand verblieb. Im allgemeinen ist um diese Zeit die Bachfrage nach jungen Ferkeln sehr gering.
Starkenburg.
WSA. W i r h a u s« n . 15. Qlug. In der Bähe bes BahnhofS Wifhausen. auf der Frankfurter Strafte, erc-gnete sich gestern gegen Abend ein s chwe res U n g l ü ck. Die in den 40er Iahren stehende Landwirtin Benz von hier war im Begriff. mit einem Schubkarren noch einmal ins Feld au fahren. Plötzlich wurde sie von einem nach Frankfurt fahrenden Motorradfahrer überrannt. Durch daS Aummernschilb bes Motorrades wurde her Frau der Körper vom Knie an bis in den Unterleib aufgerif- f«n. Außerdem trug sie noch schwere Verletzungen am Kopf davon Während die Frau nach bem StabtkrankenhauS Darmstadt überführt wurde, trat bereit# ber T ob ein.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
0 Mus bem Kleebachtal, 15. Aug. Durch baS anhaltend« trockene Wetter formte ein großer Teil ber Bvggen - unb Haferernte bereits einaefahren werben. In verschiedenen Gemeinden bes Kleebachtales Hot seit einigen Tagen die Dreschmaschine ihre Tätigkeit schon begonnen.
(p Lützellinden, 15. Aug. Der ®c- m einher at genehmigte in seiner ningsten Siöung den Antrag der hiesigen Gastwirte auf Abhaltung deS diesjährigen Kirchweihfestes am 19. und 20. August. Der Gastwiet Friedrich Iung kann in Derbinbung mit dem Kirchweihfeste baS 30jährige Beßehen seiner Gastwirtschaft feiern
E b e r s a ö n S . 15 Aug. Der G e -
ineinderat oeschästigte sich in feiner jüngsten Sitzung mit ber '"Beratung bes Haushaltsplans für bas Rechnungsjahr 1928 Hierbei wurde u. a. folgende# beschlossen: Arn Hochbehälter der IDaffedeitung soll ein« zweite Wasserkammer nach dem vom Kreisbauamt in Wetzlar ausgestellten Kostenanschlag hergestellt werden. Bei bem Schulgebäude soll eine neue Abvrtankaqe hergestellt. autzeidem sollen das Schulhausbach umgedeckt und der Schulhof neu gepflastert werden. Die OriSstraße, die sich zum Teil in einem sehr schlechten Zustand« befindet, wird hon der Schule bis zur Abzweiguna der Strafte nach Oberkleen neu gedeckt unb bie Binnen beiderseits neu gepflastert, die „Schuster- gaffrf* erhält Kleinpflaster. Ueber alle Arbeiten hat daS KreiSamt Wetzlar Kostenanschläge ausgestellt. nach denen die Ausführung im Frühjahr nächsten Iahre erfolgen soll. F v r t b 11 - dungsschulunterricht soll mit Bücksicht auf bte geringe Schülerzayl im nächsten Winter nicht gehalten werden. Zur Deckung der laufenden (Seineinbcbebürfniffc foll auf bte staatliche Steuer vom Grundvermögen sowie auf die H«- toer6eertrag- und Kapitalsteuer wie im abgelaufenen BechnungSjahre ein Zuschlag von 125 Prozent erhoben werden.
Tillkrci».
Lpb. Dillenburg, 15. Aug. Auf einer A e • r i c n f a b r t begriffen, <oq sich die 19 Jahre alte Tochter Emmi ber Gisiwirtsehelcute Schwartz von hier eine B e r I e tz u n g zu, hie zu einer Blutvergiftung unb qualvollem Tode in einem Kölner Krankenhaus geführt hat.
Maiugau.
WSB. Frankfurt a. TH.. 15. Aug Heute nachmittag kurz nach 14 Uhr wurde ein 28jähri- gcr Elektromonteur des lkädc »chen Elektei- zitätSwertes Frankfurt bei Arbeiten in einem unterirdischen Schacht Ode Karlsstrafte—Bahn- hofsplatz vn ber Starkstromleitung von 3000 Bolt, mit ber er bei Umschaltung#arbeiten m Berührung gekommen war getötet. The stark verkohlte Leiche konnte erst kurz nach 14,30 Uhr durch bte Feuerwehr, bie mit Bauchhelm unb Sauerstvllapparaten in ben Schacht Hixbmng, ans Tageslicht gebrach« »erben. Der Arbeiter war erst 14 Tage verheiratet.
Segen den tätlichen Quellschuh in Vilbel.
WSB. Vilbel. 15. Aug. In Vilbel besteht seit etwas über 25 Iahren ein staatlicher Quellschutz bet Mineralwasserbohrungen nur bis zu einer Höchsttiefs von 15 Meter zuläßt. Diele- Quellschutz wurde seinetzcit von bet befft» sckten Begterung zugunsten de« Brobschen Babe-
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