I unb bet
d.
L £ 1 * •2®*Ä Kn?
»-°> ”^*<- 8«
S1' *»’
V’fdÜ-
ch M' . ’r, l6W *J? ubolf m tT '"»»L & ”£e markt ter
M-r°4« ?n «ntttMfctim • 1° M «m meinen t| « jungen Mrii
tz.
l der Mt«
gegen 3M n öm Wtr 3^ hier lvar in fr- ntri titawi -ni * Vit Wk tmre
toitaMa^ter tummenildya M iu bei Störte rieib aulgtri1- schwer« Heri*r- nb die fei ncch msiabk übedfibr* IM.
L
ir.
/, 15. tug. 2nn» formte ein gr*r ifttetnt« be-
\eü emgw Iw* tätigtet sch« of
3ug. Der ®e in feiner nmgßf gen Qtoftoirt? auf >n .stir»wttb- juft. Der Mhxrt i QkrbirZhmg *rf rige »Mm 1*
ÄT^*
üj» Der » f in feiner tungHen I
Hau-haU«' jt 1928. hittbe- Vcn: 1« |oU eine P*1 f , qreiibau4mt « Schlag herge-eM Le fofi toc neue erdrm sollen ns der öchM trofic die sich M Manbe MinM;
MS LLS *”Ä5 w’S> ft «t? V,djl ’°n X »faxtet i "fS lausen- ho«’* ,*2 bi« *- S?«: Don 1»^""
nletbti Msard«^ et*!älU9S JÄj B , *# cxiu^L
eben.
M»Ä »’ffije «sK.
von •jet’*
iMiibel« verliehen, ben übrigens hie Stabt 5ran!- turt a-TK ddc »efrrercn Jahren für nicht trentger al» «ine ß^f- Million Ittad erwerben und nach finmf'utt teilen wollle Denn das aufftrebende Albet heute auch mchc n>enioer al8 18 oHtneral- WfkrbruniwM und 50 bi8 03 Sprudei Händler und ,D«i ÄoVewfÄurea'. rtc yiftlL was immerhin einen »tdenklich« Aufschwung der Mineralwaller-In- bustrte barttaflt Io empfindet die Mehrheit tvr HHbe'.er Mtner^kwasser-Zntercllenteu dcxp biefcn zugunsten einer emje.nen Quelle ausgesprochenen Qnel l schu » als eine unberechtfateHem- niunq tn der wtrtfck) Etlichen Gnttvicksung tee*H GeD«rbs-we- je» Tc c Auffassung lieg' einer Hingabe nigninbe welche von der Mehrheit der Mlbeler M mer^U wa" er-Znlevrtf viten an uw ®*» ■etabet-ernxrftung gerichtet wurde, und worin im Hinblick aut die ganz ungenLiende Tterwertung der reichen TttBeU-r Veden Läge die Aushebung tH Quellschuyes verlangt wird. Man darf gespannt lein, welche Haltung daS Hessische Berganit gegenüber Meier ^ortkrung etmrtmmi
Turnen, Sport und Spiel.
Die Oiehener Iungflieger in der Htön.
Wi« erinnerlich, hat die Iugendaruppe des Diehener Vereins für Luftfahrt genau nach den Plänen des aus der Rhön Ion- Rru.eiten Lchulslugzeugos ..Zögling' ein < i fl e - ne* Flugzeug gebaut, auf dem dre Mitglieder der Gruppe vor wenigen Monaten auf einem geeigneten Gelände bei Marburg die erste Vegelf lug-Prüfung, bestehend in einem geraden Gleitflug von einer halben Minute Dauer, ab- gelegt haben Jetzt hnb sechs Mitglieder der Gruppe m t dem Flugzeug aus der 2D affe r- kuppe gewesen und haben an dem 6 e g e 1 - flug - De ttbew« rb te.laenommen. soweit dies der Eharakter des nut für die erste Schulung heft'.mmfen leicht« Flugzeuges und die Wtndlage gestatteten. Flugzeuge dieser einfachen Bauart bürten nur bei Minden bis zu 8 Meter 2Dtr.bti*.'d)-j'<nbiafeil Karten, und längere Flüge aus ft icn lvnnrn aus der Waftertupv« nur bei südlichen Minden ausgeführt »erben. Das Giestc- ner Flugzeug wurde aus der Kuppe von der Techrn'chen Kommission ohne Bedenken zugelas- len, und die drei Mitglieder, die die erste Prü- hiitd bereits erledigt hatten — Karl und Fritz Schmidt und Kart Schaum, alte drei Primaner des Aealgym.xasiums — konnte n am 3. Augult bei günstigem Winde ohne Schwierigkeit in Flügen von 1 1 ? Minuten Dauer mit gut ausgeführten L.nkS- und Rechtskurven die zweite Prüfung erledigen Die anderen Mitglieder konnten am log. Pelznerhang die ertten kterfuchsflügc ausführen Doch war der starke Westwind der letzten Tage, der die bekannten groben Rekords lüge aus den schwereren Maschinen ermöglichte, zu Probeflügen auf solchen leichten Waichinan nicht geeignet. Leider hat der Schulbca nn unsere 3ungflieger gezwuilgcn. den Aufenthalt auf der Wafferkuppe. diesem idealen Segelsluggelände. noch vor Ende des Wettbewerbes abzubrechcu Sie sind am Samstag heimgekehrt. nachdem sie am Freitag abend noch an einer herzlichen Huldigung für den Ozeanflieger Hauptmann Äoe 6 I in Gestalt eines Freudenfeuers te !genommen hatten. Bedauer- ItcherweNe ist beim Rücktransport von der Wasse»« kuppe noch cm Unfall eingetreten, durch den nicht bloh das Flugzeug, da« aus allen Flügen ohne Schaden hervorgegongen war. beschädigt wurde sondern auch ernes der Mitglieder bet Gruppe eine leichte Verletzung am Fuh erlitt. Gs wär« zu wünschen, dass auch diesem schönen und edlen Sport, dem sich bisher nut eine kleine Gruppe von Schülern unsrer höheren Lehranftal- ten mit großem Gifer und mit so gutem Erfolge widmet. künsNghin in unsrer Stadt seitens der Verwaltung und der Bürgerschaft mehr Beachtung und Förderung zuteil tmrb. damit, wenn an nächsten Jahre der 10. Leg«.flua-Wetchewerb auf der Rhön ausgeschrieben wird, dl« Stadt Giefieii mit einem stärkeren Flugzeug und einer gröheren und geschulteren Mannschaft vertreten ist.
Lnde des ^höN'SegelfluqwettbeVefbs
WSR Aliegerlaaer Wafferkuppe 18. August. Der dtesiährige Rhön-Sege l- flug-Wettdewerb ift heute abend geschloffen worden. Die Grgebnisse werden erst morgen bekanntgegeben CTn vorderster Ctnic stehen Äronfelb. Rehring Hirth und Bachem. 3m ganzen wurden während des Wettbewerbs 990 Starts aus geführt
Äronfelb fliegt acht Ltundcn
WSR. Fliegerlager Wasserkuppe. 15. August. Rachdrm vorgestern die Wetterlage ein Aus ruhen der Segelflieger ermöglicht ^batt«. war gestern ein grober Kampftag Gegen ' ,12 Ubr flartctc der Segelflieger Ä to n f e l b zu eenem DauerfIug St stieg und fiel abwechselnd. konnte aber immer wieder gröbere Höhen erreichen und wurde erst nach nahezu acht Stunden durch abflauenben Wbid zum Landen gezwungen. Sr hat mit diesem Flug den ihm kürzlich entrissenen Dauerrekord wieder an sich bringen können und austerdem die bisher beste Höchstleistunfl überboten. Wenn man bedenkt, dast die Flugstrecke, über welche der Flug führte, nicht länger als etwa 500 Meter war. so kann man sich ein Bild davon machen, welche Zähigkeit dazu gehört, acht Stunden lang m der Luft auszubar re <14 war ein ständiaer stampf mit der Aimofphärc. jeder Meter Hohe muhte mühsam erkänü''t werden. Teilweise Flauten zwangen Äronfelb dazu, unterhalb der Startstelle zu fliegen, aber immer wieder arbeitete er sich empor. Äronfelb hat sich mit diesem Vuge an die Spitze der Bewerber um den Preis im Daucrwettbewerd gefetzt und ist außerdem Anwärter auf den Preis für die vAefamtflug- bauer. Äronfelb war bis jetzt während des ganzen Wettbewerbs insgesamt 25 Stunden in bet Luft. Bachem führte mehrere längere xluae. darunter einen l- 3 Stunden-Flug. Thor- n c 8 einen schönen Legelslug von 3’ . Stunden au«, während Schulz und H i r t h je etwaS —**”?.* feflclten. Der gestrige Tag
brachte die gröstte Zahl der Starts, nämlich rund
TennisrTurnier in Bad-Nauheim.
$cute beginnt in Bad-Rauh«im das bu*- la?r'ÖC internationale JenniÄ-Jur- einer Teilnedmerzahl von rund frc vorzügliche Biietzung aufweist. Besondere Bedeulung gewinn» bas Turnier durch bw Austragung der .Senioren-Meister- tchaft der Deutschen" das Semvren-
Raffchläge zur pilzemie.
Den Srnsi W. J. lÄteer, btpL agr.
Die wirtfamste Sicherheit gegen Pttzveraif- .ungen ist das völlig« Tkrtraiti'etn mit den Merfmalen der einzelnen Pilzartrn. Diese sichere ÄennMis von Forui. Au»'«hen und Sporenlaaer. kne man stch selbst unb 'eenen Mitmenschen schuldig ,U. erwirbt man einfach und ziemlich i'nti durch folgende Betracheungen die den (im Hei* hältnis zu der zahlreichen, groben Familie der Pilze lletncn. ÄreiÄ der Giftpilze ziemlich eng umgrenzen.
I. ll-i brauchbar find all« Pilz«, die irgend«tnen üblen Geruch aufweisen (rrnl-n. modng. schart betäubend faulig, brandig ufw riechen.
II Rur Blätter- unb Röhrenpilze weisen gefährliche und giftige Arten auf. Alle anderenPUzarten -eigen nur noch rtne schädliche Art, die zu elfen übrigens ganz von leibst unterlassen wird wegen Farbe unb G.ruch des Fletschest es handelt 'ich um den Äartolfel- bofift IScherodemur vulgaris), der aber zudem auch nur bei Genust von gröberen Mengen schädlich Wirkt
111. Don den Röhrenpilzen find eftbar alle mit Ring ohne Ring di«, bei
1. d i e J)u t unt c ri ci ,e nicht rot i fr eben! owe n i g wie ha 6 .Heft' auf dem Stiel, und 2. das Fleisch sich nicht fast sofort verfärbt, rot. grün, blau ufw.
IV. Don den Blatterpilzen sind e ft- bar allemit angenehmem Geruch (frischer Mehl-. C&ft-, Anis-. Treffen-, Dirnblüten- Ruftkern- oder sonstiger gewurzhafter Geruch».
Vas sind Hauptmertmal«. nach denen man zuerst einmal ruhig vorgehen fanr Danach muf) sich alles weitere durch die genaue Äeraitnul der einzelnen Pilzarten ergeben, stet tes der irgendwie. irgendwo und rrgenbtt>er..i „ igegebenen an- Deren .sicheren Kennzeichen f.ii giitige Pilze ift sicher bie Merkmale sind oft falsch manche passen aut efibace wie auch auf giftige, die meisten reichen zur Bestimmung der giftigen nicht hin. Hierzu gehört auch bie leider allzuoft vertretene Meinung, von Tieren irgendwelcher Art benagte oder angelrcllcnc Pilze seien unschädlich' viele Schnecken. Ääfer unb andere Tiere fressen gerade an für Menschen äufterft giftige Pilzen.
Dringend must geraten sein, sich zuerst nur an einige wenige Arten zu halten. erst wenn man sicher genug geworden ist. mag man mehr avwcchsein Darum vorerst einmal die Pilze, bie eine lierwcchslung mit giftigen Doppelgängern gar nicht zulassen ober doch sehr in Frage stellen: Morcheln. Ctäublingc, Äeulen-Stachelpi'/e Porlinge. Mooslinge. Eierpilze. Röhrimge. TÄaii lehe aber daraus, dast alle diese nicht zu alt. nicht zu reif sind unb ganz besonders achte man darauf, dast sie nicht zu lange liegen vor dem endgültigen Gebrauch. Der hohe Dasier- und Giweistgehalt der Pilz ruft bald chemische Umsetzun,?cn im inenichlichen Darmkanal hervor, besonders bei Leuten mit empsindsichern Magen, die mitunter den Pilzvergiftungen ganz ähnlich sehen, obwohl nur eftbare Pilze zubeveitet waren. Also immer- hm vorsichtiger unb spart amer. m ästiger Genu st von nur ordnung-mastig geernteten unb gut zu- bereiteten Pilzen Länger als 24 Stunden dürfen Pilz« auf keinen Fall liegen, sie zeigen bas allerdings auch schon durch reichlichen Berwe- sungsgeruch cm.
Die Reisezeit der Pilze ist saft nur von der jeweiligen Witterung abhängig und
foarit iahrau», jahrein eine anbeee. Ma i la nmdt aber am heben immer die. bie zur Zeit gerade stark in der Gegend vorhanden hnb. weil sie bald leicht erlannt unb von ihren gefährlich« Doppelgängern getrennt werden Bauen, bi?, dctc grrften Abfall, ti 4> unb billig zrzdeleitet aber auch eventuell gut rrrfauft werden können. Rach d.eien Blickpunkten sinb wieder dieselben fast wie oben zu nennen, und zwar an beionberen vor allem Morchel. Xrüffel. Bofist. Äeulenpilz. Ha- tsichtsstilz. Cflnrnd- und Schtertetporting. Merpilz. Schö-.er Ringröbrting. Reizker. Moosltng. Hallimasch und einige andere. Die hierbei mche genannten Steinpilz und Gbanutfinon sinb tie besten Pilze, aber bet unsicherer Äc xntnie unb gewisier Gle-.chgütttatLit auch btc gefährlichsten, weil sie gar zu leist mit Satans- und Änollenblätterpilz verwechselt werden können unb d.shalb nur mit größter Sorgfalt grta:mneti werden müllen. Der einzige alter eftbaren Pilze, der wohl keinen Doppelgänger hat. mit dem er verwechselt werden könnte, ist der gutbekannte Pfifferlinfl ober ®ier- pilz
Die ® r n te der Pilze in Wald und Wiele gehe auf die Art vor sich, baft man btc Pilz« nicht ausrrlfte oder abschneide. sondern einfach ausdrehr Der Pilzstiel ist an der Ansatzstelle an bem im Boden ruhenden Pilz gefleckt «Mycel. bas nicht verletzt werken bart, wenn der Pilz toettcr- gebeiften soll» leicht zugelpitzt, so dast er sich le.cht ausdrelxn läftt Beim Ablchneiden Iflftt der nicht ganz Kundige ollzuleichs ein gröfteres Stiel stück stehen das dann fault und bem Rachwuchs schadet. Aus bemtelben Gesichtspunkte einer nächstfolgenden guten Ornte must stets daraus gesehen werden, baft bie gefundenen Pilze sofort am ^-.indort selbst gereinigt ©erben: an her Stelle, btc dem Gedeihen i-es betrrtienben PilzeS gerade günstig ist. bleiben bann mit den Abfällen oder den sonstwie für uns unbrauchbaren Pilzen auch die .^ortpflanzungs- zellen occr Sporen am Boden auugeUreut. fallen dort wn-der Juft und tragen zu einer vergröster- ten nächsten Ernte bei. wenn Mc Witterung günstig ist. Abgesehen davon wird aber auch ’o das gegenseitige Beschmutzen der Pilze mit Blatt- stückchen. Moos. Srdeteilchen. Radeln u. bfll beim Transport vermieden oder gar das unnötige und unappetttlfche Beschmieren mit dem Schleim verschiedener Pilzarten oder dem Heiner Würmer und Schnecke!, So vorbehandell. machen die gesammelten Pilze zu Hause keinerlei Arbeit mehr, nach 'raschem Adspülen mit Wasser und Ab- trvpsenlallen können si« sofort zubereitet werden.
Wenn zwar auch oben gesagt war. Duft die Pilze meist nur ganz kurze Zeit haltbar bleiben, so tarnt man sich andererseits aber doch auch durch Swisse Zubereitungen (in Essig ober in Betteten Büchsen! ober durch Trocknen für den Winter einen ganz netten Vorrat soraen. Hierzu tote auch zu bem als Suppen- oder Softenwürze ost beliebten Pilzpulver eignen sich die schon genannten Pilze sehr gut. Die beiden letztgenannten Ausbewahrungsarten sinb gut. sogar unter Umständen. in waldreicher, abgelegener Gegend so gut daft sich (ich erinnere an Schlesien. Böhmen, Thüringen. Wasgau ufto.) stellenweise schon ein regelrechter Handel entwickelt hat. Dieser ist um so erfreulicher, als wildwachsende Pilte viel wertvoller lind als solche aus Gewächshäusern, wie sie bisher meist auS französischen und anderen ausländischen Züchte ort en bezogen wurden.
meister der Vorjahr« 'Äinzel-Wien Reuter- München i und eine grvftc Anzahl unterer Pioniere des weiften Sportes auf den Platz bringt. One vorzügliche Besi tzung weilen auch die Damen- und Herren-Ginzelmeistertchafl von Hessen auf.
Arne Borg verbessert den olympischen Heftrfr.
Amsterdam. 15. Aug Arne Borg, der bei ben olympischen Spielen unerwartet von Zortlla im 4^X)-Meter-Freiftil-Schwimmen geschlagen wurde, gelang es am Mittwoch bei Ut- rech-t den olym pif chen Rekord Zorlllas üm eine sünftel Sekunde zu verbekfern Sr schw.tmm die 400 Meter in 5 Minuten P $ Sek.
Kemmerich schwimmt von piUau noch Zoppot.
Danzig. 15. Aug. (WTB l Der .Danziger Zeitung zufolge ist der am Dienstag um 3 Uftr morgens von Pillau nach Zappst gestartete Dauerschwimmer Ä e m m e r i ch heute abend 10.15 llhr im Zop p ot c r Rordba d nach 4 31 .stündiger Schwimmzeit et nge troffen. Äemmerich. der einen ziemlich ermatteten 9m- brurf machte wurde von der auf dem C-cfteg versammelten zahlreichen Menfchenntenge begeistert begrüftt.
BieSinnahmcnbeidtnLlnmptfchesL-icleu
Amsterdam. 15. Aug. <WTV ) Do» Rieder laadlsche Olympische Komitee feilt mit, baft bie ®e- f am t ei n n d b m e an Eintritt-aekdern sich für bie erste unb zweite Periode der Olympischen Spiele zusammen auf runb 1 425 000 Gulden beläuft Da hiervon der Bettag von 237 900 (ftulbcn für die städtische Vuftbarfettsiteuir entrichtet werden muft, verbleibt ein Reingewinn von 1 187 500 Gulden
Schöffengericht Gießen.
* ® ic fte n . 15. Aug. 9hi vielfach vorstrstraf- ter Gefangener hat in bet Zellettstra»anstatt eine Deschwerdefcht ft gegen einen Beschluß der Strafkammer oerfaftt. in der er bchauptele. die Richter hätten nach Vcrbrecherarl ihre Rache an ihm ausgeübt. Auf den Sttafanttag des Justizministeriums wurde er wegen Beleidigung z u drei Monaten Gefängnis verurteilt.
9in Aei'ender hat bei einer Friedberger Firma erhebliche Beträge veruntreut. Seine Behauptung. in Rot gehandell zu haben, wurde widerlegt. Strafe: 6 Monat« Gefängnis.
9inc Ginwohnenn von Gießen hatte sich eine Verwundung an der Hand zugezogen. dirten Umstand bäuftte sie, ihren Mao". m;t dem si« schlecht stand, anzuzeigen, er habe <i« mit einem Mesier gestochen. Hn der Hauptverhandlung gegen hn stellte sich bie falsche Ans (Huldigung heraus. De Frau hatte sich deshalb heute zu veranttvörten. S.« war geständig. Strafe: 6 W o<ften Gefängnis.
Hin stellenloser Äaufmann von D.eften hat sich mit einer gefälschten Arbeitsbescheinigung eine höhe« Unterstützung verschafst. als er au beanspruchen hatte: auftetbem machte er fasiche Angaben über den Zeitpunkt seiner Heirat, um für feine Frau vorzeitig Unterstützung zu erhalten. Straf«: 18 Tage Gefängnis.
Strafkammer Gießen.
• Gießen, 1*. Aug. Dor längerer öeit war bei dem hiesigen Äreisamt ein Schreiben einge- gangen, in dem der Bürgermeister eines Dorfes dfenstlichrr llnregelmäftigkeiten beschuldigt wurde. Ein Einwohner dieses Dorfes war von bem Schöffengericht von der Anklage, durch das Schreiben den Bürgermeister beleidigt und durch die Unterzeichnung mit einem anderen Hamen eine Urtunbenfällchung begangen zu haben, frei gesprochen worden. Die Straflammcr bestätigte beute das Urteil; auch sie hielt den RachweiS nicht für einwandfrei erbracht daft ber Angeklagte ben Brief gefcbrieben habe
Ein Maurertehrling von hier war von bem Jugendgericht wegen einer Reffte von Diebstählen zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt worben Seine Berufung war ohne Erfolg
Ein Schüler von Alsfrtb hatte ein in einer Hecke verstecktes Gewehr an sich genommen unb war deshalb wegen Diebstahls mit 15 Mk. bestraft worben Die Strafkammer erkannte auf 5 Jage Gefängnis mit Bewährungsfrist, ba fo der junge Menlch eher von weiteren Straftaten abgehallen würde, als durch eine Geldstrafe. die ja doch die Eltern bezahlen müftten.
Buntes Allerlei.
Abschird von der fehlen Pferdebahn
Die X länge eines Trauermartches begleiteten dieser Tage den Heimgang der letzten P'erdebahn ^roeddeurschlands. Bis vor wen.gen Tagen konnte sich Zerbst, berühmt durch seine Barockbauten unb das selbst gebraute B.tterbier. ber letzten drei Pferdebahnen rühmen. Aber der Fortschritt hat auch vor Zerbst nicht ha.tgemacht. desien Einwohnern trotz aller Gemüttichte t ba* Tempo einer Pferdebahn auf die Dauer nicht mehr genügt. De ganze Stadt begleitete die sechs Mähren in jener h< milchen Stunde, in der sie zum iefttenmal bie Trambahnwagen durch d-.e altertümlichen Gassen zogen. 3m ersten Wagen nahmen die Musiker des Städtchens Platz, im zweiten und dritten die Direktion der Trambahnunternehmung unb bi« achtund'^vanz.g 3n- te sicheinbesitzer. Hinter den Wogen lolgte. unter Dorantritt ber Honoratioren, beinah« die ganz« Bevölkerung des S^dtchenS. Der Traueyzag führte bis yun Bahnhot Hier übersiedelten die Musiker unb die anderen Pasiagier« der Pferdebahn in di« neuen Omntbulfe, die künftighin durch die Gäßchen von Zerbst rattern werden. Die Äa- pelle ipielte «inen Tnumphmartch, als sie von dem neuen modernen DerkehrSmittel Besitz et»
griff 3n ben Wagen ter Pferdebahn wurden Di« Vorhänge herabge a"en und bi< sechs Pferd« trotteten zum «tztenmal ihrem Stall zu Hier intonierte bi« im Omnibus vorausgeellte Xa- pelle einen Trauermartch Statt btt früheren Pferdekräfte gibt es nun in Zerbst moderne vluhÜHifte m l allem Äonrfert der Reuze'l
3m SMne-Selblegrt.
Ein gewaltiges Heerlager m bem nu.Uärifche Orbninifl unb Zucht herrscht und bas ganze Leben seiner Bewohner strer-.g regelt das toiu so gar Nicht zu dem romaiittlchen. teeiheitsichen Leben paffen, das ber X n»-Brtucher ’o gern mit 'einen Fi.mhelben verbindet. Die Schilderung e.ne« Tages rn einem Feldlager, das sich gegtn- wart-.i auf der 3n<e. Satillna an bet Äü’te Sübfalih>rnien< zur Aufnahme des graften Filmes aus dem Leben der Ladft Hamilton „Tie aittl.ch« VabD" erhebt, räumt mit dem falschen Vorurteil gründlich auf. Zrühmorgeiis schon i;m ö llhr ertönt d e S.rem die mit ihrer zähen Ausdauer jeden weiteres Schlas unmöglich macht und die v'.e.en hundert Schaufpieler. Statisten und Angestellten non .hier Ruhestatt ausicheucht. Diese befinde: sich in bequem und behaglich elngcrichteten Zellen. Die Verpflegung ist vvr- zugl ch unb re chlich, die Arbeitszeit infolge der Unsicherheit des Wetter» oft sehr kurz bemessen. Beim ersten Sir^ nenruf Ipr ngen die Tapfersten fvgleich aus dem Bett, ergreifen ihren Badeanzug. um den Tag mit einem Morgenbad ztt beginnen 'Andere ziehen es vor. das erfr.'chendo Bad auf eme spätere Tagesstunde zu verlegen, unö stehen langsam auf. E.n neuer S r«nenruf und ein Ansturm beginnt, der an jenen bei der Besitzergreifung von Goldfeldern erinnert: alles stürzt m den riesigen Speisesaal. wo eine ge- waltige unb siegreich zu Ende geführte Schlacht gegen ben Schinken unb die Eier entbrennt. Damf beginnt ein neuer Sturm, diesmal aus bie Fahr-^ zeuge, bi« die Darsteller zu den majestättschen alten Kriegsschiffen hinübersühren. bie im Meere verankert liegen und nach allen Modellen für bieten Film erbaut worden find. Die Arbeit deck TogeS wird durch mehrere Pausen unterbrochen, in denen die Schauspieler die verschtedenartig- ften Angelgeräte aus ihren historischen Äpftümen zutage fördern, oder sich in den Fluten erfrischen. Mancher Wunsch steigt gegen den Himmel, die Sonne möge sich versinstern, um der Arbeit ein früheres Ende zu fetzen. Oft aber bleibt dieser Wunsch unerfüllt, und erst um 4 Uhr steht das HimmeiSgestirn so tief, baft bie Aufnahmen abgebrochen werben müssen. Ruu siegen blc Schifte bald verlassen ba; um Io mehr Menfcben tummeln sich im Wa'fer. Am heitersten verläuft der Abend im gemeinsamen Desellschasts- ^imrner. ober man kann sich bei Spaziergängen im Hügelland erfrischen Um 9 Uhr mutz nach ber strengen Lagerordnung unbedingte Ruhe in allen Zrtten herrscheii Rur bas Gesellschaftszimmer steht noch den Gästen offen. 3n einem anderen Teile des Lager» aber herrscht um diele Zeit noch lebendige Xätigfcit. ein kleine« Fahrzeug hak di« Post unb bie entwickelten Filmaufnahmen bes Vortages vom Festland gebracht. Dirte Filme werden nun vorgeführt. begutachtet und ber Plan für ben nächsten Arbeitstag enttoorten. der imerbittsich um sechs Uhr wieder anbricht.
Flucht eines Defraudanten
Rach Untertchlagung von 75 000 ßit auui Rächte, 1 einer Reben stelle ber Ävei sbank und ÄveiSsparkafte Pog eg en (UTemel oebtet) ist ber 50 Jahre alt« Bankvortteher Hermaim von Bill erb eck flüchtig geworben. Sillarbeck war bereits vor einiger Zeit verhaftet, aber nach der Vernehmung wieder freigeläften worden. Jetzt wurde er erneut verhaftet und sollte von einem litauischen Landgenbarmen in einem Automobil nach dem GerichtSaesängnis in Heydekrug gebracht werben. Es gelang ihm jebodb unter» wegS. den Gendarmen in einer Wirtschaft betrunken zu machen. Als dieser eingeschlafen war, lieft sich Billerbeck von dein Ehausfeur nach Willischken zurückfahren, nahm seine gesamte Barschaft an sich, besorgte sich unter falschem Ramen einen Pah und kiest sich bann von dem Lhaufteur noch Uebermemek bringen. Don hier ging er zu Fuß über die TTemelbrüd«- n a <fc TiIsiI. wo er auch m eyier Gastwirtlchait gesehen wurde. Btllerbeck wirb jetzt von ber TiMter Polizei gesuchi
Born Unglück oeriolgl.
Von einem surchtboren Unglück würbe bie au» «echs Mii gliedern bestehende 'Bcrflmonn»famtfic öd) i r o <f au« Osterfcld helmgelucht, die in kurzer Zeit durch eine unerhörte Verkettung tragischer Umstände völlig ausgestorben ist. Vater unb Softn sanden vor einiger Zeit auf einerZeche beim Abbruch von ttzesl«incmassen gemeinsam den Tod. Der zweite. IMfäftrlae Softn »erungkuettc kurz daraus bei einer Förderseikkata- ft t o p ft e tödlich. Bor einigen Wochen verschwand der | u n g ft c «ahn der Familie spurlos. Er wurde nach langem Suchen ah Leiche au» ber Ruhr gezogen. Anscheinend ist er nach verlassen der Zeche bei der Dunkelheit in die Ruhr geraten. Don der Familie blieben nur noch Mutter unb Tochter übrig. Die Tochter ftanb kurz vor der Berlobung mit einem Zechenbeamten. Die furchtbaren Erjchutterungen faabm Mutter unb Tochter so mügtnommen, daft beide den Tod Im Rhein.Herne-Kanal suchten und fanden. Iraendwelche Aufklärungen hoben fte nicht hinterlassen.
Schwere« Unglück In ber Schleuse.
Ein Motorboot wollte mit etwa 100 Mitgliedern enute Bert,ner °’itflub» eme Ausllugsfahrt nach Retl.y unternehmen. Als es i n b > e «fta r- I otten bu rger Schleuse Ungefähren war, wurde es hort festgemacht unb bie Besatzung v«r» :<ft das Boot, um !M 2 Vcirtrrhureau btc Papiere zu holen, während die Fahrgäste auf bem Fahrzeug verbllesten Znzwi'chen wurde dos Wasser aus ber Schleuse abqrtaften, unb das fest- gemodXe Schsi neigt« sich zur Seit« und brohre umzusippsi. der Feinmechaniker Walter ber bte Gefahr bemerkte, wollte, um di« AuSklugsteilnc hmer zu netten, das Tau mtt etnera Mefter durchschne-den. 3tt dem Augenblick, als er sich über das Tau beugte, rtft jedoch da« Seil, unb da« Schis' nahm mtt einem hesttgen »ud wieder leine normale Lage em. Dabei stürzte Malter zu Bob« und geriet mit bem Äop> zwilchen ben Bootsranb unb die Schleu senrnauer. Äurxc Zeit nach dem äln- fall erlag Walter keinen schweren DertetzungeTl.
Grohseuer ia (ftdtj.
2uf bem Berge et Michael bei Gö». um den im Jahre 1915 unb 1916 schwer geLmpfk wurde, brach ein Droftfeuer aus. Die Lösch» arbeiten wurden dadurch erschwert, baft viele herum!»egende Granaten und tzelcholle eit^o- bierten.


