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Platz, der die Kapelle umgibt und tii Lebensbäumen bepflanzt wird.
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trotz Warnungen den Versuch machte unter einem ~" durchzuschwim-
der zum Teil mit Lebensbäumen bepflanzt wird, genießt man einen hervorragenden Ausblick in das Lahntal und auf die Ruine Kaismunt. Zur Zeit sind Kunstmaler von auswärts mit der Aus schmückung des inneren Raumes beschäftigt, auch die Derbrennunasanlage ist soweit fertiggestellt. Es darf daher gehofrt werden, daß das monumentale Ge böude zum Herbst seinem Zweck zugeführt wird
3 Wetzlar, 15. Juli Die Bauernschaft
trug Der ra«ch । m Sich, verband .
wenn feine Komplikationen etntreten, chn am Leben erhalten zu können.
aus Blendsteinen und weißen Sandsteinen verzierte Aasfade de» einst schonen Baues ist zum Teil her- untergehauen und sieht ruinenhaft aus; sie soll, wie wir hören, verputzt werden, um der heutigen Bauweise Rechnung zu tragen. Ob die Post bei dem an und für sich kleinen Bauplatz nach Fertigstellung des Umbaues viel an Raum gewinnt, muh sehr fraglich erscheinen. Allgemein geht in Kreisen der Architekten die Meinung dahin, daß mit den erheblichen Umbau kosten auch ein recht stattlicher Neubau hätte errichtet werden können, vorausgesetzt, dah ein entsprechender Platz zur Verfügung gestanden hätte. — Die hiesige neue Zriedhofskavelle mit Krematorium ist in ihrer Auhenfront sertig- gestellt und macht einen recht freundlichen Eindruck.
Von dem freien T“
zwei Stadionlängen. der aber erhrillich seltener gelaufen wurde. Für den Langstreckenlauf war eine einheitliche Strecke nicht festgelegt. 3m Training lief man acht bis zehn Dtadionlängen: nach der modernen Einteilung wurde also der antike Langstreckenlaus eine Mittelstellung zwischen Mittel- und Langstreckenlauf einnehmen. Da ja Möglichkeiten, die Schnelligkeit der einzelnen Läufer zu messen, nicht existierten. galt immer nur der Sieg, nicht die Leistung. Ob konnte also auch keine Rekordlisten geben. Del den Wurf- und Sprungübrmgen zählte ebenfalls der Sieg uitb nicht die Qeifhmg: nur manchmal wird eine große Leistung besonders hervor- aehoben. Don den Wursübun-en haben wir das Diskuswerfen direkt den Griechen nachgeahmt.
men. Man nimmt an. dah er an einem Nagel an der Unterseite des Flosse« hängen geblieben ist. Die Leiche konnte noch nicht gefunden werden.
Preußen.
Ärei* Wetzlar.
H Wetzlar, >5. Juli. Seit mehr als einem Jahre ist die Postbehörde mit dem Umbau de» hiesigen Postamts beschäftigt, lind das Ende ist noch nicht abzusehen. Wie es heißt, wird mit der Fertig st ellung erst zu Mitte nach st en Jahres gerechnet. 2lls erstes Ergebnis des Umbaues ist das neue Selbstanschlußamt zu nennen, das feit Mitte Juni in Betrieb genommen worden ist, und das bis heute gut arbeitet. Die alte,
Antikes und modernes Olympia.
Von Bernd Bob.
In kurzem wird der Hauptteil der olympischen Spiele beginnen, und Lobreden oder Klagen über Ausstieg oder Niedergang des olympischen Ge- dankens find überall zu oernehmen. Die einen preisen unsere olympischen Spiele als die folgerichtige lieberttagung des antiken olympischen Gedanken« auf bie Gegenwart, die anderen beklagen. wie wir uns durch unteren „Rekordfimmel" unb die „Anbetung des Biceps" immer mehr vom Ideal des Astertum« entfernten. Wie verhall es sich nun in Wirklichkeit? Wenn wir aus die alten olympischen Spiele zurückblicken und sie mit den modernen vergleichen, so werden wir sehen, daß wir trotz vieler Mißstände im großen und ganzen doch toei ter gekommen sind ober unS wenigstens auf dem richtigen Wege befinden. 3a, wenn wir die tausendjährige Geschichte der alten olympischen Dp'plc eingehend verfolgen wollten, könnten wir sehen, daß diese Spiele gerade an den auch uns bedrohenden Gefahren eines einseitigen vom Volksganzen losgetrennten Derussathletentums mgrui.de gegangen sind. Hier möge jedoch nur bie Blütezeit der antiken Olympiade betrachtet werden.
Der wesenttichste Unterschied zwischen damals und beute tft Wohl der, daß die alten olympischen tein national waren, daß das Wesentliche der modernen aber in ihrer Inter- Nationalität liegt Wir feiern, wenn auch manchmal mit zweifelhafter Berechtigung, die olympischen Spiele als Wittel zur Verständigung der DM« Gin solcher Gedanke lag den Griechen «fern, muhte ihnen, da sie alle übrigen er als ..'Barbaren“ betrachteten fern liegen. Als einzelne Persönlichkeiten stritten die Athleten um den olympischen Sieg An ihrem Ruhm batte nur die Heimatstadt einigen Antei'.. Heute kämpft jeder Kämpfer <Ai Vertreter ferner Nation und sollte darum um so mehr darauf bedacht <ein
]:[ TeningS. 15.3uü. 2-i der £«156^9«. Heugrasversteigerung tarn öer -Borgen un Durchs!-' <»' 25 M » »««■ ** Abernten ist nur eintdyung. daß das mitunter recht gute Grummet dem
kommt. 3m ganzen sind ungefähr 500 Sorgen versteigert worden , Die Gemens dadurch eine Einnahme von 12 000 ois 15 000 WL
1 [ Ufenborn. 15. 3uli. Die m diesem Jahre obgehaltene K i r s ch e n v e r st e i gerung brachte der Gemeinde einen schonen Ertrag. ES wurden Bäume au 30 bis 40 Mk. «rfteigert. Dw Gemeinde hat eine Einnahme von rund 2000 Mk.
Mreie Schotten.
• Ulrichstein. 15. Inli. Während der Ausführung der Walzarbeiten auf der Straße zwisch^ Ulrichstein—Ober-Deibertenrod werden die zwifchen 11 lrich st e i n-Mu cke verkehren- den Poftkraftwagen ab 16^ 3uii über Stumpertenrod-Unter-Seibertenrod-Mucke ge- kLtStumbcrtenr oi>, 15. 3uli. Was wir Im Frühling und im Vorsommer bei der damals herrschenden kühlen und teilweise kalten Witterung nicht zu hoffen wagten, ist eingetreten Infolge de. schönen Wetters ist die Heuernte schmell voran gegangen und nun fast überall beendigt. Wenn auch die Dauntität in diesem Jahre geringer ist als im vorigen Iahre, so ist man doch mit der Qualität des Heues sehr zufrieden. Hoffentlich kommt bald ein er» frischender Regen, damit auch ein schönes Trum m c f hcranwächst, was hier sehr nötig ist, da bei der kühlen und teilweise kalten Witterung im Frühling und Vorsommer es an Klee zum Füttern fehlte und deshalb vielfach Gras verfüttert worden ist, das eigentlich zu Heu hätte gemacht werden müffen. — Am nächsten Sonntag, 22. Juli, findet in der hiesigen Kirche um 4 Uhr eine religiöse Orgelan» d a ch t statt, die von dem weit bekannten Orgelkünst- ler von der Au aus Mainz gehalten wird
«reis Alsfeld
(-) Groh-Felda, 15. Juli. llnfer Bürgermeister Otto Bölzing hat aus Desundheit«- rücksichten sein Bürgermeisteramt niedergelegt. Da sein Vater auch jahrelang OrtSvberhaupt unseres Fleckens war. ist das Bürgermeisteramt jetzt insgesamt 4 5 Jahre lang von Mitgliedern der Familie Bölzing versehen worden..
(-) Kestrich, 15.3uli. Einen ernsten Unfall erlitt ein junger Landwirt von hier, als er mit seinem Pferdegespann vom Acker heimwärts fuhr. Das junge Pferd wurde plötzlich scheu und ging durch, wobei der Fuhrmann vom Wagen geschleudert wurde und dabei so hart auf den Boden aufschlug, dah er erhebliche Verletzungen davontrug. Das mit dem Fuhrwerk davonstürmende Pferd wurde von dem 12 Iahre alten Schüler Ludwig Steinbrecher, der mit groher Geistesgegenwart und bewundernswertem Mut die am Boden schleifende Leine des Pferdes ergriff und dieses zügelte, zum Stehen gebracht, bevor noch weiteres Unheil entstand.
Rheinhessen.
WSN. Mainz, 15. Juli. Bei einer Kassen- revision des Haus- und Grundbesitzer- Vereins in Mainz hat sich ein riesiger Fehlbetrag ergeben. Der Vorstand beauftragte einen Rechtsanwalt mit der Untersuchung der Kassenverhältnisse. Als ein großer Fehlbestand festgestellt wurde, stellte er Strafantrag beim Staatsanwalt. Der Geschäftsführer deS Vereins gestand, eine Summe von etwa 10 0 0 0 M k. im Laufe seiner Tätigkeit unterschlagen zu haben. Der Staatsanwalt hat die weitere Untersuchung in die Hand genommen. — 3m Floßhaken fand ein ISjähriger fungcr Mann den Tod durch Ertrinken, als er
* Ettingshausen. 14. Juli Dieder hoi kd) hier ein schwerer älnglückSsall m einem Steinbruch ereignet In dem tri cd des
Kilian Schmidt wurde der fast ISiährige Ar- beiter Andreas Vur cka r t von hier fo un- alücklich von einem Drahtseil . das von einem Motor bewegt wurde, ersaht, dah er Hör schwere Wunden am Unterleib davon- Der rasch herbe igeeilte Arzt. Dr Scho ad h verband den Schwerverletzten und hofft.
letzten Tage der Revilionsirist auf Einlegung deS Rechtsmittels. Auch die Staatsanwaltschaft hat auf Einlegung von Revision verzichtet^ — An der Zeil wurde in ein Wä schegef chö f t e ingebrochen und eine große Zahl von Wäsche gestohlen. Der Schaden ist sehr hoch.
schen Kämpfen und empfinden alles andere als eine Zugabe, selbst den Fußball: freilich eine Zugabe, die den Kern zu überwachsen droht, llebrigene wurde bet den Wagen- und Pferderennen. die über die verschiedenen Strecken und auf die verschiedene Art ausgetragen wurden, der Beginn der letzten Bunde durch das Läuten einer Glocke bekanntgegeben, eine Sitte, die wir bei unseren Mittel- und Langstreckenläufern wiederfinden.
Zum Schluß sei noch einiger Aeußerlichk eiten gedacht, die antikes und modernes Olympia gemeint am haben: Da ist das allgemeine Quartier der Kämpfer, das sie bereit* dreißig Tage vor Beginn der Kämpfe mit ihren Trainern beziehen. Da gab eS im Altertum wie heute eine große Zahl von Ordnern und Kampfrichtern. Hellano- diken genannt, die zu entscheiden hatten. 06 die einzelnen Kämpfer die Vorbedingungen zur Teilnahme an den Kämpfen erfüllt hatten, die, wenn nötig, die Läufer für die einzelnen Borläufe einteilten und vor allem die schwere Aufgabe hatten, in den Wettkämpfen zu richten. Sie waren .hrer Unparteilichkeit wegen besonders angesehen. llnd wenn binnen kurzem der berühmte holländische Fußballspieler Den* den Athleten, die aus der ganzen Welt jufammen- gekommen sind, den olympischen Eid vorspre- chin wird, mag man daran denken, daß auch die griechischen Kämpfer bot 'Beginn der Spiele vor der Statue des Zeus HorkioS durch den öib «ich verpflichten muhten, anständig zu kämpfen.
Man sieht also: noch besteht viel Gemeinsames zwischen unseren und den alten olympischen Spielen. Und vieles was ander« ist, ist deswegen nicht schlechter, sondern notwendige Folge der Veränderungen, d'ie die Welt 'eit den Tagen der Griechen durchgemacht hat. Was schlecht ist, kann belfer werden. Die einfefcenbe Selbst« kritik des Sportes, dessen gewaltigster Aus-, druck die olympischen Spiele sind, die klare ®t- kenntnis der Fehler und Mängel des heutigen Betriebes wird den Weg dazu bereiten.
Vom Deutschtum in Ungarn und in der Tschechoslowakei.
<$;ne sehr anregend verlaufene Zusammenkunft, zu der die Vereinigung der an der hiesigem ilnioerfvtät studierenden Auslanddeutschen eingelaben hatte, fand vor ciniaen Tagen im früheren 11.6. statt Sin glücklicher Umstand hatte gleich zwei auslanddeutsche Redner hergeführi: Superintendenten Beyer au« Anschüßen m Burgenland, und Ingenieur Baier aus Brünn in der Tschechoslowake.. die in ihren Ausführungen die Verhältnisse ihrer Heimat schilderten und damit recht inter- effairte Vergleichspunkte boten.
In ergreffenben Worten sprach Superintendent Beyer über das Thema: Wie ich »n.meinem deutschen Volke rückgefunden habe." Aus- gewachseii m dem geschichtlich berühmten Städtchen Guns. lernte der Redner schon früh die Not des auslanddeutschen Kindes kennen: die innere Vereinsamung unter frcnchsprachlichen Mitschülern und fremdvolklicher Umtoelt Das Ideal der früheren Kindheit, das lich an Nürnberg als der wahren inneren Heimat geklammert hatte, verschwand mehr und mehr, der magyarische Einfluß überwog. Systemattfch war den nicht magyarischen Kindern das Erhabene des Magyaren tu ms eingehämmert worden, und mit deuilcher Treue und deutschem frifer stufte sich der Redner und mit ihm viele andere Deutsche in da« fremde Volkstum, nur von dem glühenden Gedanken beseelt, ganz darin aufzugehen. Doch mußte er schon bald das Unnatürliche dieses auf die Spitze getriebenen Gefühls ein- sehen. daS felbft der Verwandtschaftsbande nicht achtete und sich feiner Abstammung schämte. Mehrere in diese Richtung sollende Erlebnisse mH slowakischen Kommilitonen mahnten zur Selbstbesinnung und erschüttert muhte eines Tages der junge Student fein inneres Verbunden-- fein mit deutscher Art edennen. In dem noch jetzt zu Oesterreich aehörigen Anschüheii. das dicht an der ungarischen Grenze liegt, hat der Redner nun Gelegenheit, die Lage der ungarischen Auslanddeiitschen aus nächster Nähe zu beurteilen. Gr will gründlich mit dem weitverbreiteten Glauben, daß Ungarn den deutschen Minderheiten die Autonomie gewähre, aufräumen. Deutscher Schulunterricht, und zwar allein für Volksschulen, kann auf besonderen Antrag zwar gewährt werden. Doch sind Verachtung des Deutschtums und Einschüchterung der Pfarrer und Lehrer die Methoden. um einen solchen Wunsch nicht so leicht auftommen >u lassen. Wird trotzdem das diesbezügliche Gesuch gestellt, so ist der Weg bis zum Unterrichts- Minister weit: er führt erst über mehrere, sich meist ablehnend verhaltende Unterbehörden. Kann jedoch eine Genehmigung aller dieser Behörden nM Rücksicht auf den MinderheitenparaGraphen des Versailler Friedensdiktats und gemäß dem eigenen ungarischen Miiristerialerlah nicht umgangen >Derben, so bedeutet sie meist nur eine Formsache, die durch die Abstufung in drei Typen noch mehr illusorisch wird. Sehr traurige 'Verhältnisse deckte der Redner auch aus evangelisch- theologischem Gebiet aus. wo die jungen Pfarrer infolge ihrer höchst mangelhaften Ausbildung in der deutschen Sprache ihrem Amt in keiner Weise gerecht werben können. Der Gegensatz zwischen dem Volk und den Gebildeten bei den ungarischen Deutschen, der schon durch die Schut- tterfjältniffe (nur für die Volksschulen gilt der Antrag auf Unterricht in der deutschen Sprache) bemedbar wurde, wirb somit noch vertieft.
Von solchen Zersetzungsedcheinungen innerhalb der Deutschen ist m der Tschechoslowakei nichts zu spüren, wie der Vertreter dcS akademischen Kulturanites zu ‘Brünn. Ingenieur ‘Baier, ausdrücklich betonte. Die dort bestehenden deutschen Mittelschulen lassen einen so Harten fremden Smsluß auf die Geb t
Jugend nicht zu. Demgemäß find sich alle in der Tschechoslowakei lebenben Deutschen in der großen Mehrzahl hres Deutschtums mit Stolz bewußt Leider sind die Unterdrückungen durch die tschechoslowakische Roa l erring von areiuenlofer Rücksichtslosigkeit. Schließung bet deutschen Schulen bis zu 50 Prozent. Enteignung von Grund und Boden, Verdrängung der Deutschen aus der Beamtenlaufbahn usw. sind an
des Kreises Wetzlar veranftattet am Sonntag, dem 29. Juli, in Garbenheim einen Kreis- bouerntag, mit dem eine Ausstellung land wirtschaftlicher Maschinen und Geräte verbunden werden soll. Als Redner wird aller Voraussicht nach der Präsident des Reichslandbundes, Hepp, gewonnen werden: außerdem werden sonstige führende Persänlichkeiten aus Kreisen der Landwirtschaft sprechen.
■■ Lounsbach, 16. Juli. Mit dem heutigen Tag ist unsere Gemeinde ohne Gemeinde v o r st e h e r, da der seitherige Vorsteher Albert Pfaff feinen Posten nicbcrgelegt hat.
(V Wißmar, 15. Juli. In der hiesigen Ge meinde ist der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche amtlich festgestellt worden. Ort und Gemadung Wißmar bilden einen Sperrbezirk.
(D Münchholzhausen, 15.Juli. Ein hiesiger Landwirt, der im Gießener Stadtwald mit dem Pferdefuhrwerk Holz holen wollte, wurde von seinem ausschlagenden Pferde derart unglücklich getroffen, daß er schwere innere Derlei jungen davontrug. Er mußte sofort nach Gießen in die Klinik überführt werden
<> Dornholzhausen, 15. Juli. Im Alter von 62 Jahren ft a r b hier der Landwirt Anton Muller. Der Verstorbene war Mitbegründer sowie lange Jahre Vorsitzender der hiesigen Ortsgruppe der Kreisbauernschaft Wetzlar, an deren In teressen er mit regem Eifer mitgearbeitet hat. Auch der hiesigen Spar und Darlehnskasse hat er einige Jahre als Vorsitzender vorgestanden.
Dillkrei-.
WSN. Dillenburg, 15.Juli. In den letzten Tagen ist in der Dill ein großes Fisch sterben zu beobachten, das auf Vergiftung des Wassers durch von oberhalb kommende Industrie abwässer zurückzusichren sein dürste. Wasierproben, die oberhalb und unterhalb der Badeanstalt entnommen wurden, sind bereits zur chemischen Unter- suchung eingeschickt worden.
Nnterweftcrwaldkreis
WSN. Vom Westerwald, 14. Juli. Die Heuernte konnte in diesem Jahr bei herrlichstem Sommerwetter beendigt werden. Der Ertrag steht gegen das vergangene Jahr in bezug auf die Menge etwas zurück. In der Güte übertrifft er die vorjöy rige Ernte bei weitem. Die Feldfrüchte stehen prachtvoll, sowohl Getreide als auch Hackfrüchte. Dhir bie O b ft e r n t c wird zu wünschen übrig lassen und vielfach eine völlige Mißernte fein.
Maingan
WSN. Frankfurt a.M.. 15. Juli. Der heutige Tropen-Sonntag hatte wieder' eine Flucht der Frankfurter Bevölkerung in die Main- mtb Strandbäder zur Folge, so daß die Straften der Stadt vom Publikum saft en t- blftftt waren. Sämtliche Bäder waren überfüllt und viele Badegäste mußten zurückgewicsen werden Daft Sanität«- und Rettungswachen wieder einen „heißen" Tag hatten, ist bei einer Hitze von 32 Grad im Schatten und 41 Grad in der Sonne kein Wunder. Glücklicherweise sind aber ernstere Fälle^von Sonnenstich usw. nicht bekanntgeworden Eine kleine Abkühlung stellt der herttige Wetterbericht in Aussicht. Hoffentlich kommt auch bald her ersehnte Rogen. Das gegen den Kaufmann Friedrich Wiech- m a n n wegen Tötung im einem Falle und wegen Totschlags in zwei Fällen verhomgte Urteil von acht Jahren Gefängnis hat jetzt Rechtskraft erlangt. Der Angeklagte verzichtete am
«reis Zrievberg.
Friedberg. 15. 3uli. Der Bezirks- lehrerverein F r i e d be rg - B a d - N a u- beim behandelt in seinen. Monatskonferenzen Aur Zeit das auch für bie Pädagogik bedeutsame Thema der Pfhchoanal h.f e. In ein« ton Vorträgen führt Rektor S t a u b a ch (-Bao- Nauhkim- sehr anschaulich in das schwierige Gebiet ein. Nachdem er txraaegenen Monat mtt Freuds Psychoanalyse bekauntgemacht. behandelte er in der jetzt zu Bauermheim stattgehabten lehr gut besuchten Äonferer» Die Indrvldual- pshchologie AdlerS. Nach Schluft der Vortrags- reihe soll in größerer Aussprache tne pädagogische Auswertung der Psychoanalyse erörtert werden.
4 Bad-Nauheim, 15. Juli. Sine turnerische Veranstaltung, die das deuttche Frauen- turnen in feinen Dielfeitigen Betriebsformen zeigte bot in der Turnhalle die Mustertu rn- schule ton Prof. Mink lButtveis). DaS zahlreich erschienene Publikum, darunter auch einige amerikanische Turner, die von hier zum Deutschen Turnsest nach Köln reifen, spendete starten Verfall für die Darbietungen, die auf vorzüglich« Höhe standen und den Beweis «brachten, daft die Drenzdeutfchen das deutsche Turnen treu pflegen Trefflich waren auch tne verbindenden Worte, die Prof. Mink sprach. Besonders beachtenswert waren feine AuSfuh- rungen über das Geräteturnen, d« Frauen. Selten ist dem urdeutfchen ©erBtetumen eine feinere und tiefgründigere Bewertung zuteil geworden. Die Mufterturnfchule befindet sich zur (Zeit auf einer De u tl chl andreri s e. Sie kam von Straftburg und Heilbronn und begab sich von hier nach Offenbach a. M. Die Schülerinnen fanden in hiesigen Turnerfamilien und bei Mitgliedern des Vereins für das Deutschtum im Auslände gastliche Ausnahme.
«reis Büdingen.
nd. Nidda. 15. Juli. Dieser Tage versammelten sich hier in der landwirtschaftlichen Schule die Vertrauensleute vom Hess. Pflanze'n- schutzdienst desBezirtsNidda-Schot- t e n. um die nötigen Anweisungen und Belehrungen enlgcgenzunehmen. Landw.-Assessor Nau hielt einen lrichtsaftlrchen Vortrag über die Er- kcnnungsmerkmale de« Flug- uni) gedeckten BrandeS, der hauptsächlich am Sommergetreide jährlich ungeheuren Schaden v«ursacht, und zeigte frische hon diesen Krankheiten befallene Aehren. Zu ihrer Bekämpfung empfahl « die T rocken- und die Naftbeizc des Saatguts und führte die wichtigsten und wirksamsten Beizmittel vor. Auch üb« da« Mutterkorn und den Stengelbrand des Roggey« wurde auSsührlich berichtet. Landw.» Assessor Dr. Günther behandelte dann die häufig auftretende Rostkrankheit des WeizenS, zeigte vom Schwarz- und Gelbrost befallene Aehren und gab die Weizens orten bekannt, die am meisten unter dieser Krankheit leiden, und solche,' die widerstandsfähig sind. AIS Zwischen- pslqnze des Rostes ist der Sauerdorn besonder« in Der Nähe der Getreideäcter s<^ädlich. Von den^ Kartofselkrankheiten wurden die Dlattroll- franlbeit, die Kräusel- und Bukettkrankheit, sowie iter, Kartottelkrebs genau erklärt und «krankte Pflanzen bzw. Knollen vvrgeführt. Gegen diese sog. Abbaukrankheiten hilft nur die Anlage besonder« Saatgatack«. die bei schwächerer Düngung und häusiaer Kontrolle zwar etwa« geringere, aber gesunde Knollen einbringen, und Anbau krebsfester Sorten. Krautfäulc kann zur Braunfäule der Knollen führen Schwarzbeinkrankbeit entwickelt sich gern au« stüppigen Saatknollen. Schwierig ist von den ti«ischen Schädlingen de« Getreides der Gctreidcblasenfuft zu bekämpfen, während gegen Krähenfraft Eorbin lich vorzüglich bewährt Hai. An die Vorträge schlaft sich eine längere, lehrreiche Aussprache. Die Vertrauensleute werden in ihren Heimai- gemarfungen auf alle erwähnten Pflanzenkrankheiten ihre besondere Aufmerksamkeit lenken und allmonatlich an da« hiesige Landwirtschaftsami herüber berichten.
Auch in der Leichtathletik selbst ist unser Programm noch weit umfangreicher al« ha« antike. Wir haben ebenfalls die drei Haupt- übungSgruppen: Laufen. Wersen und Springen, aber innerhalb tiefer Gruppen eine große Anzahl fron Dckziplinen. die das Altertum noch nicht kannte. Die erste Stelle nimmt heute wie im Altertum der Lauf ein. Man kannte im Allertum Kurz- und Langstreckenlauf, ab« nicht mit so genauer 5fetcrung der Strecken wie bei un«. Der kurze Lauf führte Über eine Stadionslänae die
Stadion von Olympia etwa 164 Meter betrug luf üb«
Von ihnen stammt die Erfindung des Geräte, das äußerlich genau fx> au-fah wie unser Diskus. und auch auf dieselbe Art geworfen wurde. Sodann gab e« noch das Speerwerfen, dagegen fehlte daS Kugelstoften. Unter den Sprüngen wurde nur der Weitsprungg gepflegt, bet aber vom heutigen Standpunkt aus keine große Bedeutung hatte, weil die Leistungen recht mäßig gewesen sein müssen. Sine Vorstufe unser« Staffeln waren vielleicht die 'Fackelläufe, bei denen es galt, eine brennende Fackel von einem Tempel zu einem anderen zu bringen Dies mußte möglichst schnell geschehen, damit die Fackel nicht verlöschte. Daher Durften mehrere Läufer sich bei diesem Lauf abtbfeiL — Schließlich sei noch der Fünfkampf erwähnt, bestehend auS futtern Lauf. Springen, Speerwurf, Diskuswurf und Ringen. Der Sieg im Ringen brachte den größten Ruhm: überhaupt fällt die hohe Bewertung des Ringen« in der Antike auf. während eS bei den modernen olympischen Spielen doch nur eine geringe Rolle spielt. Dem in der Antike sehr hoch bewerteten Wagenrennen stehl tn Amsterdam ein Reit- und Fahrturnier ^ux Seite. Aber dies kann sich an Bedeutung nicht mit den leicht- athletckchen Kämpfen messen Denn auch beute noch erMtdtn wir nut Recht den wejenllichen Ker» der ofymp^chen Spiele in den leicht ach lett- |
anständig zu kämpfen. In dies« idealen Forderung stehen wir noch hinter den Griechen zurück.
Der andere Hauptunterschied zwischen antck« und moderner Olympiade besteht im A m f a n g und in der D au er der Spiele. Die Zeitspanne von vier Jahren zwischen den einze-lnen Olympiaden ist die gleiche geblieben. Aber früher fanden die Spiele nur im Sommer statt, wenn Vollmond im Kalend« stand, und dauerten nur fünf Tage. Davon waren noch der erste und der letzte Tag kultischen Feiern Vorbehalten. Die diesmaligen olympischen Spiele erstrecken sich beinahe über ein halbes Jahr, denn im Februar fanden in St. Moritz die olympischen Winterspiele statt und «ft im August werden die letzten Kämpfer Amsterdam verlaffen. Die Griechen konnten mit fünf Tagen auSkommen, well nur hie leichtathletischen Hebungen und die Kämpfe der Wagen und Pferde ihr Programm füllten. Wir haben daneben alle Wintertportarten, Fußball. Hockey, Schwimmen. Rudern. Segeln. Radfahren usw. Das ergibt zweifellos ein« zeitliche und inhaltliche Heberlastung unserer Spiele und bringt manche Gefahren mtt sich. Die Professional- und Amateurfrage hängt eng damit zusammen, denn die wenigsten Sportler können es lich leisten, monatelang ihrem 'Beruf fern zu bleiben. Einsichtige Fuhr« des Sports haben diese Gefahren edaimt, und bereit« ift eine Bewegung im Dange, Dauer und Umfang her modernen Olympiade erheblich einzufchränken.
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