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ohne Vorbehalte dem neuen Patt beizutreten, bekannt ^worden ftnd. Die englische Ant- wort ist noch der Gegenstand von Äa bi» nettSbesprechungen. Bevor sie der ameri­kanischen Regierung zugeht, wird sie noch den Dominienregcerungen zur Stellungnahme bekaiml-- gegeben werden. Die Fortschritte in der Stet* loggpakt frage sind vor allem auf btc Ber­liner Iuriftenbesprechungen zurückzu- führen. Wie noch einmal betont wird, waren sich die Juristen Englands, Frankreichs und Deutschlands in ihrer Stellunanahme zu dem Patt und den letzten amerikanischen Roten völlig einig.

Wie Reuter erfährt, ist die Verzögerung der englischen Antwort auf die Kellogg- not« auf die Abwesenheit des juristischen Be­raters de- englischen Auswärtigen Amtes, Sir (Stttl Hurst, von London zurückzuführn. der in Berlin und Genf seine eigene Auffassung über die den amerikanischen Mitteilungen zu gebende Interpretation mit den Auffassungen Der französischen und deutschen Kollegen ver­glichen hat.

Frankreichs Antwort wird heute veröffentlicht.

Pari«, 15. Juli. lWTB.) Wie die Agentur Havas berichtet, hat der KabiuettschefDriands am Dam Stag nachmittag dem amerikanischen Bot­schafter in Paris die Antwortnote der französischen Regierung betreffend den AntikrregSpakt überrercht. Auf Ersuchen des Dtaaissekretärs Kellogg hat Botschafter H e r r i d zum Ausdruck gebracht, daß die Re- aierung der Vereinigten Staaten lebhafte Be­friedigung darüber empfindet, dah die Ant­wort der französischen Regierung mit dem französischen Rationalsere^ tag. dem 14. Juli, zusammenfällt. Hierdurch werde die moralische Tragweite der Antwort in den Augen der Welt noch bedeutsamer hervor- tveten. Der Text der franzöfischen Antwortnote wird am Montag veröffentlicht werden.

Italien zur Unterzeichnung bereit.

Rom. 15. Juli. (WTB.) Mussolini hat heute dein amerikanischen Botschafter in Rom die italienische Antwort zu dem Pakt­vorschlag K e l l o g g s übermittelt, die folgenden Wortlaut frat:Die königlich italienische Regie­rung, die den letzten von den Vereinigten Staa­ten norgeschlagencn Vertragsentwurf zur Aech- tnng de« Kriege« aufmerksam geprüft hat, nimmt Kenntnis von der Interpretation, die die Regie­rung der Vereinigten Staaten diesem Vertrage mit ihrer Antwortnote vom 23. Juni gibt, und stimmt dieser Interpretation zu. Sie erklärt sich unter der Voraussetzung dieser Interpretation zur Unterzeichnung bereit.

Auch Rumänien und Jugoslawien.

London, 16.Juli. (WTB. Funkspruch.)Daily Chronicle" berichtet aus Neuyork. Mai halte es in Washington für wahrscheinlich, dah Rumänien und Jugoslawien eingeladen werden, sich den anderen Mächten bei der Unterzeichnung des Friedenspatte» anzuschließen.

Der Reichstag auf -er preffa.

Köln, 14. Juli. (WB.) Die zum Besuch der Prefsa heute hier weilenden Mitglieder des Reichstages unter Führung des Präsiden­ten Löbe und der Vizepräsidenten v. Kar- d o r f f und Sfser waren beute abend im großen Saale des Gürzenich Gäste der Stadt. Ober­bürgermeister Adenauer gab in seiner Be­grüßungsansprache seiner Freude darüber Aus­druck, die Vertreter des Deutschen Reichstages willkommen zu heihen, und verband damit den Dank für das große Verständnis, das der Reichs­tag von vornyerein dem Gedanken der Inter­nationalen Presseausstcllung entgegengebrachi habe. Dr. Adenauer betonte, dah die Zeit der Isolierung für Deutschland ein Ende haben müsse, in gleicher Weise aber auch die Zeit der Selbstisolierung. Das Hoch des Oberbürgermeisters am Schlüsse seiner Rede galt dem Deutschen Reichstage und einem glücklichen Erfolge seiner Arbeiten.

In schlichten Worten dankte darauf Präsident Löbe dem Oberbürgermeister zunächst für die Einladung. @r betonte seine Bewunderung für das mit der Internationalen Presseausstet- lung geschaffene große Werk, das geeignet fei, Völker und Rationen einander näherzuführen. Präsident Löbe gab zum Tchluh seiner Sieberzeugung Ausdruck, dah die Prefsa, die einen ethischen und kulturellen Zweck habe, sich einst rentieren werde, indem sie dem Volke einen Einblick gegeben habe in die geistige Entwicklung eines großen Teiles unserer Volks­genossen. und ihm R c s p e k t v o r g e i ft i g e r Arbeit ins Herz gepflanzt habe. Sein Hoch galt der Stadt Köln und ihrem Bürgermeister.

Beide Reden wurden von den Abgeordneten mit zahlreichen Beifallsrufen aufgenommen.

Oie Feier des Derfaffungsiages.

Berlin, 15.3uli (Priv.-Tel. de« WTB.) Wie da« ..B. T." berichtet, wird die Reichs- t e ü i e r u n g an die Nachgeordneten Reichs- behörden in den nächsten Tagen eine Der- higung über die Feier des Bersassungs- tagev am 11. August erlassen. Rach dieser Der- fügung werden die Behörden, und zwar die Reichsbehörden in Verbindung mit den Landes- behorden überall Feiern veranstalten, an cenen nach Möglichkeit auch die Bevölkerung (etlnehmen kann. Bei der Berliner Feier wird vorauSüchtllch der srühere ReichSiuslizminister Prof Radbruch die Festrede hallen. Es ist werter hm eine Lbendfeter im Grohen Festsaal von Kroll vorgesehen, bei der voraussichtlich Reichskanzler Hermann Muller sprechen wird.

Zusammenhang mit dieser Feier findet ein ^ackclzug flait, der am Platz der Republik fein Ende erreicht. Bor dem ^ifammentocrfen der .tatfein wird auch hier noch eme Ansprache ge­halten werden y

Mecklenburgs Justiz soll Reichssache werben.

u l4. Juli. lDDZ.) Wie wir hören

hat sich daS Relchskablnett in feiner qeftnger. eujung tm Zusammenhang mit der Erörterung de-- Verfassung»- und VerwaltungSretorm auch mit dem Antrag von M e ck l e nbu r g - S chwe r i u auf Uebernabme feiner Landes, usti^. Verwaltung auf das Reich befahl- ReichSregierung hat auf Antrag beS 2tr. 1PI, sters für Justiz befehlc'fcn < 'reche,, d

Oie Tragödie im Polareis.

Oie Gerüchte um Amuud,en.

Oslo, 15. Juli. (WB) Hi»

Gerüchte um. die offenbar ihren ^b^ng in Kingsbay haben und wissen wollem dah Amundsen Sb ein M ta: ^-ha" der .Lat kam" von dem rutschen«! Sb reche r ,Waly gi n" bei der KomK-Karl-^nsel ge­rettet worden seien Von_cmdererSette wird behauptet, dah sie von Ftscherbooten in der Rähe der Bäremnsel autgenommen tporben feien; dann hciht es auch wieder dah Amwidsm und seine Gefährten fich bei der Ales s and ri-Drup- pe befänden. In amtlichen norwegischen Kreisen weih man cbenf otoe nig von ir­gendwelchen Grundlagen b efer Gerüchte, tote in der Sotojetgesandt-chaft und in der italienischen Gesandtschaft. Derartige Ge­rüchte sind schon längere Zeit im Umlauf und es ist durchaus möglich, daß sie nunmehr bis Spitz­bergen gedrungen sind und von dort auS wieder- holt werden Aus Ruh land und Italien, die wohl als erste die Kunde von einer Rettung AmuiidsenS erhalten würden, liegen keinerlei Meldungen darüber vor. Auch von den Schiffen die an dem Rettungswerk beteiligt sind, bat man nichts davon gehört Die Dermu- hingen über den Standort der Gruppe Qllef- fanöri gründen sich auf Berechnungen und persönliche Annahme Robiles. Etwas Bestimmtes über das Schicksal dieser Gruppe ist nicht be­kannt. Die allgemeine Ansicht der hiesigen Sach­verständigen geht dahin, dah dießatfcam" ihren Kurs von Tromsö direkt auf Kingsbay genommen hat. und dah das Flugzeug, falls ihm ein Unfall zugestohen ist, nordwe ft lich der Bä­reninsel niedergegangen sein muh.

Oie Nachforschungen nach Amundsen.

Moskau, 15. Juli. (WTB.) Das Präsidium der Sowjetabteilung dec Aeroarttischen Gesell­schaft teilte dem Robile-Hilfskomit« mit, dah seiner Ansicht nach Amundsen längs der O st k ü st c Spitzbergens bei der Edge- und Bäreninsel gesucht werden müsse. Das Präsi­dium bittet, Rachforschungen in dieser Richtung anzust eilen.

Oslo, 15. Juli. (WB.) Das Gerücht, daß der Eisbrecher ,.M alhgin" die Gruppe Amundsen gerettet habe, wird durch Meldun­gen aus Moskau dementiert.

Malygin" vom Eise eingeschloffen.

Moskau, 15. Juli. (WB.) Heute nachmittag war der EisbrecherM a l y g i n von kom­pakten Eismassen eingeschlossen und an­kerte bei starkem (Hebet auf 78.75 Grad nördlicher Breite und 34,50 Grad östlicher Länge.

Malmgreen von seinen Gefährten im G>tich gelassen.

Moskau, 14. Juli. (WTB.) Das gerettete Mitglied der Malmgreen-Gruppe, Za ppi. hat dem Berichterstatter der Telegraphenagentur der Sowjetunion über den Rückmarsch der Gruppe Malmgreen über das Dackels folgendes er­zählt:Zwei Wochen nach dem Absturz war Malmgreen den Schwierigkeiten des Mar­sches nicht mehr gewachsen. Wir muhten ihn auf dem Eise zurucklassen. Wir beide (Zappi und Mariano) gerieten dann auf un­passierbare Eisschollen, auf welchen wir zehn

Tage ohne Hoffnung auf Rettung verbrachten, bis der Flieger Tschuchnowski unS be* merkt» "

Oer Bericht des ätlpinikäpitäns Sora.

Rom, 14. Juli. «WB.) Xribuna veröffent­licht folgende Depesche ihres Sonderberichterstat­ters auf der ,.i$:tta di Milano" über die Ret­tung deS Alpini-Kapitäns Sora und deS holländischen Führers van D o n g e n. Die beiden wurden vorerst von dem Eisbrecher ^Krassin" bemerkt und später in der Rähe der 3nfei Föhn vom finnländischen Major E a r k o ausgenommen. Kavitän Sora erklärte, dah er in der Richtung des Kaps Bruun mar­schierte und die von Larsen abgeworfene Rach- richt nicht erhalten habe. Er nahm an, dah Rvbile und feine Gefährten fich bei der Insel Fvyn behoben würden. Er schlug die Richtung nach Brok ein und transportierte mit einem von neun Hunden gezogenen Schlitten Lebensmittel und eine Kiste Eier, die für die Schiffbrüchigen vom roten Zelt bestimmt waren. Die Patrouille legte ungefähr 5 Kilometer täglich zurück und stieß auf ihrem Wege auf ungewöhnliche Hinder­nisse. Mit der Zeit machte sich der Lebens- mittelmangel bemerkbar und die schlecht genährten Hunde wurden unruhig, so daß drei getötet werden muhten, um die anderen zu füt- tem. Rachdem sie mehrmals in Gefahr gewesen waren, von den fortwährend entstandenen G s- llüften verschlungen zu werden, erreichten fie die Insel Föhn, wo sie ein Lager errichteten und wo sie in den folgenden Tagen zahlreiche Rach­forschungen unternahmen. Als die Vorräte aufgezehrt waren, muhten sie zwei Hunde toten , um sich zu ernähren, da fie die Eier- kiste nicht aufbrechen wollten. Zahlreiche Po­lar b ä r e n wurden gesichtet, aber von den Hun­den in einer gewissen Entfernung gehalten. End­lich gelang es dem finnischen Major Sarko. in ihrer Rähe zu landen, so daß sie endlich von der Rettung Robiles und seiner Gefährten erfuhren.

Neues von derBraganza^.

Rom, 15. Juli. (WB.)Agenzia Stefans" gibt einen offiziellen Bericht von derGitta di Mi­lano", wonach die ..Draganza" fich um 2 Ähr morgens zehn Meilen westlich von EapWrede befunden habe. Sie habe den letzten Hchlit- t e n dem russischen Flieger entgegenge­sandt. Die Eisverhältnisse seien für einen Wa^ch nicht günstig. Auch der Führer W a r n i n a. den Hauptmann Sora an der Küste hätte zurück- lassen müssen, weil er nach der Insel Föhn nicht folgen konnte, sei auf dieDraganza" zurück­gekehrt.

Neue französische Flugzeuge für Spitzbergen.

Paris, 14. 3uli. (WTB.) Wie Havas be­richtet, hat Marineminister L e y g u e s Anwei­sung gegeben, unverzüglich zwei Wasser- leichtflugzeuge mit 180 P.S. Motovenstärke und mit Metallkiel nach Spitzbergen zu ent­senden. Die Flugzeuge sollen an Bord des vor Kingsbah liegenden französischen Kreuzers eingeschifft werden und von Bord des Kreuzers mit einer Lancier-Vorrichtung gestartet werden. Die beiden Apparat haben einen AkttonSradius von 500 Kilometern.

Verhandlungen auf der Grundlage der Er­gebnisse der Länderconferenz alsbald auf* zunehmen.

Lembourns Helfer aus derHostentlaffen

Berlin, 14. Juli. (WB.) In der Spivnageaffäre des dänischen Hauptmanns Leinbourn fand heute auf Antrag von Rechtsanwalt Dr. R i e m a n n, dem von Amts wegen gestellten Verteidiger für die Mit* angeschuldigten, die Stenotypistin Stägemann und den Kaufmann (Eier, ein mündlicher Haft- vrüfungstermin bei Untersuchungsrichter statt. Der Untersuchungsrichter gab dem Anträge des Vertei­digers auf Haftentlassung der beiden Ange- schuldigten statt, legte ihnen aber die Verpflichtung auf, sich zweimal wöchentlich beim Bezirksamt zu melden. Der Hauptangeschuldigte in der Spionageasfäre, Hauptmann Lembourn, bleibt weiter in H-a ft.

Die polnisch-litauischen Verhandlungen gescheitert.

Warschau, 14. Juli. (WTB.) Heute abend wurde im Palais des Ministerrats die letzte Plenarsitzung der polnifch-l itauischen Delegation für Wirtschafts-. Verkehrs- und -tranfitfragen abgehalten. Die Berichte der Unter­ausschüsse für Eisenbahn-, Post- und Telegraphen­verkehr. sowie für Wirtfchaftsfragen. der Bericht der Kommission für die polnisch-litauische Konfe- c Erklärungen der polnischen und der tttauiscben Delegation und die Antworten auf die Erklärungen sowie der allgemeine Bericht wurden a n g e n o mme n. Rach Llnterzeichnung des Prv- tokols wurde die Sitzung geschlossen. Die 11 nr fc ?fk<.9atlDn ift von Warschau abgereist.

Abbruches der polnisch- lttauischen Ausschuhberatungen in Warschau ver­öffentlich' die Polnische Telegraphenagentur ein Interview mit dem polnischen Delegationsführer 2dU,tnLa ftbcr die Verhandlungen. SzumlakvwsN wies mit Bedauern auf baS ne- g a 11 ne Er a ebn i 8 der bisherigen Beratun- gen hin. Wahrend des ersten Aufenthalts der litauischen Delegation in Warschau sei der pol- n^che Entwurf betreffend den Eisenbahn- Tele- Phon- und Telegraphenverkehr von fetten der litauischen Delegation zur Diskussion herange- zogen worden. Die litauische Delegasion hL polnischen Entwurf als unannehmbar crklartz Der vom litauifchen Vorsitzenden nach Warschau gebrachte Entwurf schlage die Einfüh- rung eines indirekten Verkehrs über P reust en und Lettland vor. Dieser Stand- vunkt sei alS dem Wesen deS Verkehrs wider- ivrechend von der polnischen Sette abgelehnt worden Von der litauischen Delegation seien keme anderen Argumente al« politische an- geführt worden, deren Inhalt Szumlakowstt alS einseitig und gegen die territoriale

t*°ir °Ien* 6 er ' *et bezeichnet & efegoLcm fei daher gezwungen ^ewtien iveiter die Einführung eine» direk­

ten Verkehrs zu verlangen. Dieser Standplmtt entspreche den beiderseitigen Intevessen. Rur auf diesem Wege liehen sich normale Verhältnisse in der Zusammenarbeit zwischen Polen und Litauen einführen. Die Eröffnung von in* direkten Wegen zwischen zwei Rachbarländern, die vom Einverständnis des dritten Staates abhängig seien, betrachte Polen als mit der allgemeinen Tendenz der vom Dölkerbundsrat am 16. September 1927 ausgesprochenen Emp­fehlungen nicht übereinstimmend. Es sei daher klar, dah Polen sich auf den Boden der poli­tischen Thesen Litauens, durch die die Inte­grität des polnischen Staatswesens bedroht sei und die einen Teil des polnischen Territoriums von dem Eisenbahn-. Post- und Telegraphenverkehr ausschliehen würden, nicht stellen könne. Diese Gründe deckten sich voll­kommen mit bet polnischen Antwort auf die litauische Rote vom 23. Juni.

lieber die Arbeiten des Unterausschusses für Wirtschaftsfragen befragt, erklärte Szumlakvwski, dah die polnische Delegation die litauische Anlündigung über die Absicht der litauischen Regierung, die Zollsätze vom 1. Ok­tober an für diejenigen Waren zu erhöhen, die aus den Ländern stammen, mit denen Litauen noch keinen Handelsvertrag habe, berücksichtigt habe. Eie habe nach der Erklärung des litauischen Vorsitzenden, diese Verordnung sei nicht speziell auf die polnischen Waren gerichtet, einen provisorischen Vertragsentwurf vorgeschlagen, der die Anwendung von Maximal- sähen für die aus beiden Ländern stammenden Waren auf Grund der Meistbegünstigungsklau­sel ausschlieht. Diesen Entwurf habe die litauische Delegation ablehnend beantwortet und auch hier politische Motive in den Vordergrund gestellt.

Hoovers Rücktritt.

Washington, 14. Juli. (WB.) Hoover legte nach siebenjähriger Tätigkeit das Amt des Han delssekretärs nieder und reiste nach llhikago ab, wo er morgen dem Vize Präsidenten Dawes einen kurzen Höflichkeitsbesuch abstatten wird. Hoover beabsichtigt, sodann den Präsidenten Coolidge in seinem Sommerfitz auszusuchen, um ihm sein Rück trittsgesuch persönlich nor^u legen Sodann wird Hoover nach Kalifornien Weiterreisen, um dort die offizielle Mitteilung von seiner '.Dominierung zum republikanischen Präsidentschafts kandidaten entgegenaunehmen. Man sieht mit allgemeiner Spannung seiner Annahmerede ent- gegen, bet der er, wie man annimmt, sein Regie- rungeprogremm bekanntgeben wird

An<ifas,istischeKondgebung in Nruyorl.

Neuyork, 14. Juli. (DB.) Etwa 50 Manner unb grauen die Danner und Plakate mit antt« faszistischen Aufschriften trugen, veranstalteten heute eise Kundgebung vordemhiesigenita. 11 e n s ch en Konsulat. Einige ber Plakate tru« "®*T verlangen Freiheit für die *i'V*O Drunter m b«m -

Andere Aufschriften enthielten scharfe Angriffe geaen die Person Mussolinis. Beim Erscheinen der Pokkzei zerstteuten sich die Demonstranten.

Wahlerfvlg her englischen Arbeiterpartei.

Halifax (Dortshire), 13. Juli. iWB.i Bei einer Rachwahl zum Unterhaus ge­wann der Kandidat der Arbeiterpartei Lvng- b o 11 o m einen bisher mit einem Liberalen besetzten Sitz, ßongbottom erhielt 17 536 Stim­men. der Liberale Barnes 12 585 und der Kon­servative Ttohley 10 804 Stimmen.

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Schwere Explosion in der Pulverfabrik Haßloch.

Wertheim a. 2H., 14. 3ulL Rachdem die Pulver, febril hohloch vor etwa ;wei Zahnen von einem schweren Lxplosionsungluck hetmgefucht worden war. ereignete sich heute vormittag gegen 11 Uhr abermat» eine schwere Lxplosionskakastrophe. Hu» bisher noch nicht feffgeflellter Ursache je $j> I o b l c r - ten die jur Fabrik gehörigen Ir ockeklr äu m e, in denen das Pulver zum Trocknen aufbewahrt wird. (Eine grohe Anjahl von Fabrikge­bäuden, sowie das TNafchinenhau» wurden zum Teil zerstört. Die Fensterscheiben der im weite­ren Umfrei» befindlichen Gebäude wurden durch den gewaltigen Luftdruck zertrümmert. Die Feuerwehren der Umgegend sind sofort an die Unsallstelle geeilt, um die unter den Trümmern begrabenen Arbeiter zu bergen und das ausgebrochene Jener einzudäm­men. Bi» jetzt sind vier Tote, acht Zchwer- und 18 Leichtverletzte geborgen worden. Die verletzten sind in das Wertheimer Krankenhaus etu- gclleferi worden.

Rach einer späteren Meldung sind insgesamt vier TodcSvpfer zu beklagen, und zwar Heinrich Albert aus Esselbach. Theodor Aul- bad) auS Bischbrunn. Vcter Grä der aus Oberwittbach und Karl Schwab auS Grünen- toört. Unter den Schtoerverletzten be­findet sich auch der katholische Pfarrer Lotz von Schollbrunn, ber nach Bekanntwerden der- plosion gleich zur älnfallstelle eilte. Der SP- plosionsherd ist in den Trockenräumen zu fachen. Genaueres lätzt sich natürlich darüber nickst be­richten. da die Explosion derart heftig gewesen ist, daß in den genannten Räumen kein Stein auf dem anderen geblieben ist. Die ErplvsionS- ftätte war sofort in ein Flammenmeer gehüllt. Hin und wieder gab es noch kleinere Grplosionen von Patronen, und gegen Mittag noch einmal einen größeren Knall. Durch die Explosion waren die Telegraphenstangen der näheren Umgebung umgeriffen, die Televhonlcitung zerstört, die Ber- toaltungs- und Wohnhäuser innerhalb der Fa­brik stark in Mitleidenschaft gezogen. Fensterschei­ben waren mitsamt den Rahmen ausgerissen, die Dächer teilweise demoliert. Dank des tatfräftiaen Eingreifens des Besitzers Schmidt jun., der Angestellten und Arbeiter, der Feuerwehren der umliegenden Ortschaften wurde eine weitere Aus­dehnung des BrandeS, der ohne Zweifel wettere Explosionen zur Folge gehabt hätte, vermieden. Auf dem Gelände der Pulverfabrik hat ein Zug Aschaffenburger LandeSpolizei die Wache übernommen.

Oie Wetterlage.

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Wettervorausfage.

Für Mitteleuropa ist cs zur Ausbildung stocher Druckstörungen gekommen, die im nördlichen Deutsch­land zu etwas Bewölkung und in Hamburg wäh- rend der Nacht zu (Sewittcrstörungen geführt Haden. Die Temperaturen Haden eine erneute Zunahme er­fahren Berlin und Breslau hatten heute morgen schon 28 Grad Celsius. Auch die Berge weilen hodc Temperaturen auf. (Woiserkuppe heute morgen 26 Grad Celsius ) 3m Bereiche der Drudftörung besteht auch bei uns die Möglichkeit zur Bilduna von ®e wittcrstörungen. Da aber über den britischen Inseln und ber Nordsee die dortigen kühlen Luftmassen er­neut hohen Druck nach dem Kontinent führen, so wird her Störungseinflutz nur vorübergehend fein und nach geringer Abkühlung erneut Hochsommer- liche» Wetter einsetzen.

Wettervoraussage für Dienstag: Rach vorübergehend etwas bewölktem Wetter Gewitterstörung und etwas kühler. Sonst hoch­sommerliches Wetter.

Wi tterunaSaussichten für Mitt­woch Heiter, sehr warm und trocken

Lufttemperaturen am 15. Juli: mittag» 32L Grad Celsius, abend» 20,6 Grad Lelsiu». Maximum 32,8 Grad Telfiu», Minimum 16,4 Grad Celsius Erd- temper fircn in 10 Zentimeter Tiefe am 15 Juli . jcnö? 30 Grad Celsius; am 16. Juli morgen» 23 4 Grad Celsius Sonnenscheindauer 13V, Stunden.

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