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bprozent. auslosbare preußische Staatsanleihe. In Ergänzung der gestrigen Mitteilung gibt die Preußische Staatsbank (Seehand­lung) durch' den Amtlichen Preußischen Pressedienst bekannt: Die neue Anleche wird in der Zeit vom 21. bis 30. Juni zum Kurse von 93 Prozent zur öffentlichen Zeichnung aufgelegt werden. Die Ein- zohlungsfristen sind auf längere Zeit verteilt. Es sind zu zahlen je 30 Prozent am 10. und 30. Juli und 40 Prozent am 15. August. Außer den schon er­wähnten 50 Millionen Reichsmark gelangen weiter« 30 Millionen Reichsmark derselben Emission 3ur Ausgabe, und zwar ist dieser Betrag für den Absatz an die Sparkassen bestimmt. Der Erlös der Anleihe soll zur Abwicklung von Vorschüssen verwendet wer­den, welche im Rahmen der Anleiheermächtigung für Landmeliorationen, Ausbau von fiäfen uni) Bergwerken gegeben worden sind.

Entlassung von 2OOBergarbeitern aus der Zeche Waltrop. Wie WTB.-Han- delsdicnst erfährt, hat der zuständige Bergreoicr- beamtcdie Entlassung von 200 Arbeitern auf der Zeche Waltrop zum 30. Juni genehmigt.

frankfurter BSrse.

Frankfurt a. M., 16. Juni. Tendenz: lustlos. Zum Wochenschluß eröffnete die heutige Börse in schwacher Haltung. Die Spekulation verhielt sich abwartend, da zu Beginn des ossiziellen Ver­kehrs kaum Orders vorlaaen, und die Umsätze aus diesen Gründen sehr klein blieben. Der Börse fehlte heute jede Stütze, da anregende Momente nicht Vor­lagen. Der langsame Fortschritt der Regierungsbil­dung und der flaue Verlauf der gestrigen Neuyorker Boise beeinflußten die Stimmung ungünstig, doch traten im Verlaufe, auf einige Wochenschlußkäufe der Spekulation, eine kleine Besserung ein. Die Ten­denz wurde etwas freundlicher, das Geschäft ging aber nicht über den Rahmen der Samstagbörsen hinaus und beschränkte sich wieder in der Hauptsache auf einige Spezialwerte, die wieder recht lebhaft Siehandelt wurden. Kaliwerte waren fester. Aschers­eben konnten 1 v. H., Westeregeln, da sich Material­mangel bemerkbar machte, konnten 5 v. H. anziehen. Am Montanmarkt waren Rheinische Braunkohlen mit minus 3,5 o H. stärker angeboten. Mannesmann verloren 1,5 o. H., während Buderus sich knapp be­haupten konnten. Von Elektrowerten waren Schlickert mit minus 3 v. H. angeboten. AEG., Siemens, Licht 8« Kraft verloren je 1,5 v. H. Am Ehemiemarkt er­öffneten I.-G.-Farben mit minus 1,5 v. H. und ^Scheideanstalt minus 1 v. H. Am Automarkt erhielt Jid) für Daimler Motoren stärkeres Interesse. Adler- *roerte waren dagegen angeboten und 1,75 v. H. schwächer. Frankfurter Maschinen konnten ihre Kurs- ' fteigerungen der letzten Tage mit 1,25 v. H. weiter fortsetzen. Bevorzugt waren am Schissahrtsmarkt Hapag, die 0,75 v. H. anziehen konnten. Zellstoft Aschaffenburg verloren 1,25 v. H. Banken lagen da­gegen bis 1,25 v. H. schwächer. Am Rentenmarkt war das Geschäft still. Don Ausländern konnten Türken etwas anziehen. Im weiteren Verlaufe schrankte sich das Geschäft ein, die Tendenz war un einheitlich, nur Aschersleben mit plus 4 v. H. und Westeregeln mit plus 9 v. H. waren weiter lebhaft verlangt, ©lernens gaben bis 1,5 v. H. nach I.-G.- Farben und Schuckert blieben gut behauptet. Der Satz für Tagesgeld blieb unverändert. Tagesgeld 6 v. H. Arn Devisenmarkt nannte man: Reichsmark gegen Dollar 4,8845, gegen Psund 20.432, London gegen Kabel 4,8825, Paris 124,20, Madrid 29,42, M iifanh 92,75, Holland 12,1013.

Berliner Börse.

Berlin, 16. Juni. Immer kann man an den Samstagvormittogsbörsen feststellen, daß der Aus

ringe -Sorten, blieb gut behauptet während bessere Qualitäten, bei billigerem Preis, ver­schiedentlich urngesetzt wurden. Das Mehlgeschäft konnte sich nur schleppend bei einem größeren Preisverlust entwickeln. Roggenmehl hatte da­gegen etwas regere Umsätze, und der Preis hierfür tonnte sich gut behaupten. Am Futter­mittelmarkt blieben bei kleinsten Umsätzen Mais unverändert. Weizen- und Rozgerckl ic waren da­gegen stärker angeboten und vernachlässigt. Zum Wochenschluß blieb die Stimmung flau. Futter- mittel waren weiter angeboten, ohne daß über­haupt Umsätze zu verzeichnen waren. Auch Mehle waren weiter vernachlässigt. Roggen konnte sich dagegen gut behaupten.

5m Vergleich zu den Votierungen der ver­gangenen Woche waren Weizen, Weizen- und Roggenkleie je 0,25 Mark billiger, Weizenmehl gab 0L0 Marl nach. Hafer geringe Sorten büßten 0,25 Mart ein. während bessere Quali­täten gut behauptet blieben. Roggen und Rog- genmey! ebenfalls gut behauptet Die Woche schloß zu folgenden Rotierungen. Weizen 1, 26,5026,75, Roggen 28,50, Hafer, inl. 27.75 bis 28,50, Mais für Futterzwecke 25, Mais für andere Zwecke 25, Weizenmehl 37.2538.

fall derselben in den Sommermonaten nicht wer­ten ist. Der Beginn um 11 Uhr kann nie em rich­tiges Bild von der Tendenz geben, da die Spekula­tion durch das Fehlen neuer Orders auf sich selbst angewiesen ist, und die Kursgcslaitung keine regu läre werden kann. Auch heute tarn zu den ersten Kursen, wie schon vormittags erwartet, etwas Ware heraus. Außer der schwachen gestrigen Neuyorker Börse lagen besondere Motive nicht vor. Während die Hauptlpekulationspapiere bis zu 5 o H. gedrückt waren, betrugen die Abschwächungen im allgemeinen 1 bis 2 v. H. Fester waren wieder einige Speziali täten. So konnten Polyphon auf den günstig auf genommenen Prospekt für die Einführung der jun­gen Aktien 4,5 v. H. anziehen. Stöhr lagen 3,75 o. H über gestrigem Schluß. Akkumulatoren gewannen 3 o. H. Auch einige Metallwerte waren sehr wider standsfähig. Bei Thüringer Gas stimuli rten die Hoffnungen auf eine baldige Terminemsührung. Jlad) den ersten Kursen konnte die schwache Tendenz bald überwunden werden. Zn den alten Spezialisten wurde das Geschäft wieder sehr lebhaft. Banken, be­sonders Danatbank, Schlesische Gas, ferner Auto- roerte, Dbi-rtors und Polyphon waren 2 bis 6 o. H. höher. Auch Kaliwerte standen wieder im Vorder­grund und lagen 3 bis 6 v. H. über Anfang, wobei Westeregeln den größten Gewinn erzielen konnten. Bayrische Motoren tariert man im Freiverkehr mit 28.3 v. H. Deutsche Anleihen waren uneinheitlich. Ablösungsschuld notierte etwas schwächer Tage­geld 5 bis 7 o. H. Auch spater blieb die Stimmung recht freundlich und für Spezialwerte fest. Asckers- (eben und Polyphon je 8 o. H. über Anfang, Westeregeln plus 7 v. H.

Kunst und Wissenschaft.

150-Jahr-Feier

der Tierärztlichen Hochschule Hannover.

Der Festakt in der Stadthalle anläßlich der 1 50-2ahrfeier der Tierärztlichen Hochschule begann mit dem feierlichen Ein­zug der Studenten der beiden Hannoverschen Hochschulen in Wichs mit ihren Fahnen und der Professoren der hiesigen, auswärtigen und aus­ländischen Universitäten und Hochschulen in Rmts- tracht. Rach einem Borlpruch und einem Muttk- vortrag des Orchesters der städtischen Oper hielt vor etwa 4000 Teilnehmern der derzeitige Rektor der Hochschule, Prof. Dr. M i e h n e r, die Fest­rede. in der et im Rainen der Hochschule die Festversammlung begrüßte. Der Redner schil­derte bann in großen Zügen die Geschichte der tierärztlichen Wissenschaft und der Gründung tierärztlicher Bildv.ngsanstalten. Seine weiteren Ausführungen galten im besonderen einem Ab­riß der Entwicklung der Tierärztlichen Hoch- schille in Hannover. Ec gedachte dabei mit herz­lichen Worten des Dankes der großen Zahl von Persönlichkeiten, die sich um sie verdient gemacht haben. Rachdem am Ende dieser Ausführungen das Deutschlandlied verllungen war, eröffnete die lange Reihe dec Glückwunschreden Landwirt- schastsminister Dr. Steiger als Qkrtreter des preußischen Staatsministeriums und der preußi­schen Behörden. Rektor Prof. Dr. M i e h n e r, der u. a. von der Universität Göttingen zum Ehrendoktor der Medizin ernannt worden ist, dankte in einer längeren Rede für die Fülle von Glückwünschen und Ehrungen und gab zum Schluß die Ernennung von 14 Ehrenbürgern der Tierärzt­lichen Hochschule und die Verleihung der Würde eines Dr. med. vet, h. c. bekannt, die sechs Herren zuteil geworden ist. Reichspräsident v. Hindenburg hat das folgende Schreiben an die Hochschule gerichtet: .Der Tierärztlichen Hoch­schule spreche ich zu dem 150jährigen Destehen meine herzlichsten Glückwünsche aus. Ich gedenke dabei in dankbarer Anerkennung der großen Verdienste, die sich die Tierärztliche Hochschule zu Hannover in den 150 Jahren ihres Wirkens durch die Forschung ihrer Professoren tote durch die Erziehung vieler Generationen von Tier­ärzten erworben hat. Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. vet. v. Hindenbur g.

Nach der Einweihung der Gedenktafel für Robert K o ch in seiner Wirkungsstätte in Langenhagen bei Hannover erfolgte am Freitag in Anwesenheit der Spitzen der Behörden, der führenden Persönlich- teiten Hannovers und der Studentenschast die feierliche Grund st einlegung dec Neu­bauten der Tierärztlichen Hochschule. Nach einer Festrede von Professor Kronacher wurde die Kassette mit den Urkunden dem Rektor zur Versenkung in den Grundstein übergeben. Land- wirlschaftsminister Dr. Steiger warf den Mörtel auf den Stein, worauf der Verschlußstein aufgesetzt wurde. Der Minister wies in seiner Ansprache u. a. darauf hin, daß trotz dec ernsten Finanzlage des Staates sich die preußische Staatsregierung ent* schlossen habe, den zeitgemäßen Ausbau der Tier* ärztlichen Hochschule zu Hannover mit allem Nach­

druck zu foltern und für zwei Lehrstühle, die Pro­fessur für Rinderkrankheiten und Geburtshilfe und die Professur für Physiologie, Heimstätten zu ichaffen. Er hoste, daß die neuen Institute zu Nütz und Frommen der deutschen Landwirtschaft und zum Segen unseres geliebten deutschen Vaterlandes werden würden.

Einweihung der Deutschen Forschungsansi-lt für Psychiatrie.

Am Mittwochvormittag fand in München die feierliche Einweihung des Anftaltsneubaues der deutschen Forschungsanstalt für Psychiatrie statt. Der Bor itzende des Sttf- tungsrates, Stadtrat Dr. Hauptmann, be­grüßte die Gäste. Rach einer Ehrung zum Ge­denken Kröpelins dankte er allen, die zur Förderung der Forschungeanstalt beigetragen haben und übergab den Reubau mit der gesamten Einrichtung in die Obhut des Vorstandes, Prof. Dr. Spielmeyer. Für die Kaiser-Wilhelm- Gesellschaft sprach Erzclle.- Harnock. d:r dem Wunsche Ausdruck gab. daß das Institut eine Stätte der Forschung und tois.en'chaftlichen Arbeit für Deutschland und für die gesamte Welt sein möchte. Das Mitglied des Stiftungsrates, Krupp von Vohlen-Halbach sprach für die Stiller und bemerkte, daß die Wissenschaft in den letzten Jahrzehnten in der Erkennung der Vorbeugung und der Heilung der Geisteskrank­heiten gute Fortschritte erzielt habe. Professor Spielmeyer brachte dann als Vorstand der Forschungsanstalt den Dank an die Rockeseller- Stiftung zum Ausdruck. Professor Plaut. Vor­standsmitglied der Forschungsanstalt, legte die voil Kräpelin geschaf'ene tois.en'chaft iche Organi­sation der Forschungsanstalt dar. Darauf nahm der bayerische Kultusminister Dr. Golden­berg e r für die Unterrichtsverwaltung das Wort und betonte, daß man stolz darauf fein könne, daß von einem bayerischen Gelehrten die An­regung zu dieser einzigartigen Anstalt ausge­gangen sei und es eine vornehme Pflicht sei, des unvergeßlichen Kräpelin zu gedenken. Der Mi- nister sprach zugleich im Ramen der Reichsregie­rung ein herzliches Glückauf auS. Rachdem der Münchener Oberbürgermeister S ch a r n a g l dem Stolz der bayerischen Landeshauptstadt Ausdruck gegeben hatte, überbrachte für die medizinische Fakultät der Universität München Professor Orst dem jungen Forschungsunternehmen Glückwünsche: im Ramen der bayerischen Psychiater sprach Pro­fessor Dumke, während Pro'essor Marcus wiederholt hcrvorhob. daß die Anstalt nicht nur eine Stätte für die geistige Forschung sei, sondern ein Lichtstrahl für die psychiatrische Forschung der ganzen Welt zu werden berufen sei.

Turnen, (Sport und (Spiel

Ruder-Regatta

der Gießener Ruder-Gesellschaft.

Zu der von der Gießener Ruder-Ge­sellschaft 1877 ausgeschriebenen, am 30. Juni und 1. Juli stattfindenden III. Ruder-Re­gatta sind von 20 Vereinen 96 Boote mit 530 Ruderern gemeldet worden. Die Lahn­vereine sind vertreten durch Limburger Ruder- Club 1907, Limburger Ruder-Verein 1895, Wetz­larer Ruder-Elub und die beiden Gießener Ver- bandSvereine (Verein Rudersport 1913 und G. R. G. 1877). Don Rhein. Main, Mosel. Saar und Fulda haben weiter folgende Vereine ge­meldet: Cochemer R.-Ges., Frankfurter R.-V. 1865, Rudersport-VereinTeutonia" Frankfurt, Universität Frankfurt, Fechenheimer R.-V^ Griesheimer R.-Club, Hanauer R.-Ges. 1897, Kölner R.-V. 1877, Kölner R.-ClubGermania", Kasseler R.-Derein, R.-ClubKurhessen" Kassel. R.-VereinHellas" Offenbach. Rüsselsheimer R.- Verein, R.-ClubSaar" Saarbrücken und Bie­brich-Wiesbadener R.-Gel. Für ersten Achter, ersten Vierer und ersten Einer liegen je 2 Mel­dungen vor, für zweiten Achter sind 4. für dritten und Junior-Achter je 7 Meldungen eingegangen; die übrigen Vierer und Einer-Rennen weisen Felder von 4. 5, 6 und 8 Booten auf. der Made mische Vierer wird von zwei Frankfurter und einer Gießener Mannschaft bestritten wer­den. Insgesamt kommen 24 Rennen zum Austrag, cm den beiden Regattatagen je zwölf, 'zu denen jeweils vormittags ungefähr die gleiche Anzahl Vvrrennen erforderlich sein werden. Alles in allem ein äußerst befriedigendes Meldeergeb­nis, trotz der am gleichen Termin stattfindenden Regatten in Mannheim, in Würzburg und in Essen. Die Gießener Regatta hat wiederum ihre seit Jahrzehnten bereits erprobte Anzie­hungskraft bewiesen, und es werden, aller Vor­aussicht nach, den zahlreichen Freunden und Anhängern des schönen Rudersports aud), in diesem Jahre wieder eine ganze Anzahl schöner und spannender Rennen geboten werden.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik sichenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Slaabtlagcn.

Bonder Gutfleisch ft raße undNachdar« schäft.

Eine beim Besvrcngcn der Verkehrswege durch die städtischen Gicßiässcr Dtrgcffene Straße »st offen­sichtlich die G u t f 1 e i s ch st r a ß e. Sie ist neu an­gelegt und nicht gepflastert. Bei Oft- oder Westwind Haden ihre Anwohner ebenso wie die der Land­grafenstraße unter starken Staubwolken zu leiden. Dies« ungepflasterten Wohn- und Verkehrs­straßen sollen um so mehr der Aufmerksamkeit des Tiesvauamles empfohlen werden, als sie im Durch- gangsverkehr von zahlreichen Autos durchquert wer- den, deren Lenkern durch bie Staubwolken fast jede Sichtmöglichkeit benommen wird. Zur Zeit liegt dort auf der Ostanlage infolge Reuoerlegung von Klein- Pflaster auch noch eine Sandschicht, die ganz wesent­lich zur Erhöhung der Staubplage beiträgt, solange sie noch nicht vom Wind in die Häuser und bie Jnncnstraßen der Stadt verweht worden ist. Nach- her kann dann allerdings die Stadl 'Mauchen Trop­fen Wasser sparen. I.

Aus der Älinifftrafje.

Licht, Lust und Sonne ist eine wichtige Forderung unserer Zeit, und jeder Mensch hat ein Anrecht dar­aus. Aber nicht jeder kann davon Gebrauch machen. Darunter sind auch die Anwohner der Klinik- st r a ß e. Ihnen ist es wegen der schrecklichen Staub- plage fast unmöglich, tagsüber ein Fenster zu öffnen, da sonst im Nu sämtliche Möbel und Gegenstände mit einer dicken Staubschicht bedeckt sind. Die Lage ist auf die Dauer nicht erträglich, selbst wenn alle Bewohner im Besitz eines Staubsaugers wären. (Was selbstverständlich nicht der Fall ist.) Es scheint der Stadtverwaltung nicht genügend bekannt zu sein, daß sich durch die Klinikstraße (infolge der Nähe des Güterbahnhofs und der Lagerhäuser an der Mar- garetenhutte) ein großer Teil sämtlicher Autos und Lastautos bewegt. Die Straße ist daher in einem sehr schlechten Zustande. Ei wäre viel geholfen, wenn mehrmals am läge kräftig gesprengt würde und nicht, wie dies bisher geschehen ist. nur ein* bis zweimal am Tage und in einem solchen Tempo, daß man nach 10 Minuten schon nichts mehr von den Spuren des schönen Sprengwagens erkennen kann. Eine noch größere Freude würde das Stadtbauamt allerdings den geplagten Anwohnern bereiten, wenn die Straße gepflastert würde Sind doch auch andere Straßen in .der Stadt gepflastert, obwohl sie nur selten von Autos befahren werden. Hoffentlich tragen diese Zeilen dazu bei, daß die Klinikstraße in Zu­kunft nicht weiter so stiefmütterlich behandelt wird, wie bisher. Eine Anwohnerin.

Dann erhalt Gießen ein Gefallencn-Denkmal?

Mit Interesse las ich imGießener Anzeiger", daß die Studentenschaft in absehbarer Zeit ein Denkmal in irgendeiner Art für die gefallenen Som« militonen errichten wird. Bei dieser Gelegenheit drängt es mich zu der Frage: wann wird wohl in Gießen endlich ein Denkmal für die im Weltkrieg gefallenen Sohne der Stadt errichtet werden? Das in anderen Städten möglich ist, muß doch auch in Gießen zu erreichen sein. Hoffentlich veranlassen diese Zeilen das Stadtparlament und die Bürgerschaft, endlich der Beschaffung eines Gefallenen «Denkmal» näherzutreten. D.

Erweiterung der städtischen Verkehr»mitte4,

lieber den Bericht desGießener Anzeigers", In dem von der Schaffung von städtischen Autolinien die Rede war, habe ich mich sehr gefreut. Vorweg kann gesagt werden, daß die elektrische Dahn in der Art, wie sie jetzt sähkt. in keiner Weise dem Verkehr genügt. Für mich und viele, die fast täglich zum Bahnhof müssen, liegen die Verhältnisse so, daß mir die elektrische Bahn nicht benutzen können, weil si« zu sehr abseits von den Außenstraßen liegt. Alle Straßen, deren Bewohner die Elektrische aus diesem Grunde einfach nicht benutzen können, hier anzu- führen, würde zu weit führen. Denken wir hier an eine Autolinie, die von der Frankfurter Straße durch Wilhelm-, Ludwigstraße, Ludwigsplatz, Roonstrahe, Moltkestraße, Anlagen (Oft-, Nord- und West»), Bahnhofstraße, Bahnhof und umgekehrt geführt würde, dann wäre allen Bewohnern Gießens Fahr­gelegenheit geboten. Daß mit diesem Vorschlag auch die Bahnhofstraße berührt wird, die sowieso von der Elektrischen durchfahren wird, ist nicht schlimm. Wer­den Autolinien, was wir hoffen und wünschen wollen, eingerichtet, dann wird es sich nicht ver­meiden lassen, daß Straßen doppelt von Elektrischer und Autobus durchfahren werden. In einer ganzen Anzahl von Städten, die ich bereife, hat man neben der Elektrischen auch Autobusse angeschafst, und fast überall haben sie sich rentiert. W.

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