Surchfchnittsst'urdengeschwindigketl 167 Kilometer. Ser Start «folgte am 10. Oktober in Le 2ourget nach St. LouiS (4600 Kilometer). 2tm 16. Oktober erfolgte der Start von St. Louis nach Äatal (Südamerika- (3400 Kilometer), dann folgte der Etappenflug über den omerikam- sch«n Kontinent bis nach San Franzisko <7. März), von dort per Schiff nach Tokio und von Tokio der Lieberlandslug nach PariL Die bedeutendste Etappe des -weiten Teiles war der Flug Tokio--Hanoi.
Erneute Paßkontrolle im englisch besetzten Gebiet.
Vergcltung»maßnahmc für Labotageaktc.
Frankfurt a. M.. 14. April. (XU.) Einen schlechten Dienst leisteten einige unbesonnene Elemente, die vor einigen Tagen daS einem englischen Offizier in Wiesbaden gehörende Auto st a h - l e n, damit vor die Stadt fuhren und den Wagen dort verbrannten. Ferner wurden etwa ein Dutzend englische Autos, die unbewacht aus der Straste standen, durch Zerschneiden der Reifen, Polsterverdecke usw. bc« schädigt. Als Strofmahnahme hierfür hat das englische Oberkommando in Wiesbaden ungeordnet, dast ab Sonntag, den 18. April im englisch besetzten Gebiet die Paßkontrolle wieder e i n g e f ü h r t und streng gehandhabt werden soll. Alle in daS von Önglänöetm besetzte Gebiet reisenden Personen müssen daher den vorschriftsmäßigen Personalausweis vorzeigen (Simen. Diese für das Publikum lästige Maßnahme soll so lange durchgcführt werden, biß tfie Tater ermittelt sind
Oer Reichswahlvorschlag der deutschen Volkspartei.
Berlin. 14.April. (TU.) Der Reichswohlvor- 'chlaa der Deutschen Bolkspnrtei fieht folgende Kan- dida«n oor:
1. Reichsministei Dr. Strekemann ('Berlin), 2. Reichsminister a. D. Dr. Schal z, (Charlotten- bürg); 3. Reichsmimsier Dr. Curtius, (Berlin- Dahlem). 4. Geh. Äuftizrat Prof. D. Dr. Kahl, ^Berlin-Wilmersdorf); 3. Frau Oberftudiendirek- torin Dr. fflah (Stettin); 6. Gewerkschoftsvorsitzen. der Thiel, (Bettm-Wilmersdorf); 7. Reichsnüni- ster a. D. Dr. Becker. (Darmstadt); 8. Stantssekre- far z. D. Kempkcs, (Eharlottvnburg); 9. Laitd- rtrirl Hamkens, (Hanredder, Holst.); 10. Postamt- mann Marath. (BerliN'Zchlen'dvrs); 11. Geh. Iuftizvat Dr. Zapf, ('Zweibrücken); 12. Bergmann Winnefeld. (GlinnigselL, Kr. (tzelsenkirchen); 13. Generaldirektor Köngeter, (Düsseldorf); 14. Malermeister Havemann (Hildesheim); 15. Syndiku Keinath (Berlin); 16. Frau Elara Meude, Hausfrau (Berlin-Tempclhof): 17. Staatssekretär a. D Walther (Berlin); 18. Rittergutsbesitzer Reichsminister a. 'S). Graf Kanitz (Podangen- und weitere 12 Kandidaten. Bei Würdigung des ReichSwahlvvrfchlages ist berücksichtigen, dast die Sperren Strefemann, Scholz, Curt'uS, Thiel, Becker, Hmnkens, Zapf, Winnefeld. Hovemaim. Frau Monde und Graf Könitz gleichzeitig auf Wahlkreislisten kandidieren. Schaltet man diese Kandidaten aus. dann verbleiben als Kandidaten für die aussichtsreichen Stellen der Reichsliste folgende: Geheimrat Dr. Kahl, Frau Dr. Matz. Staatssekretär K e m p k e S, Postamtmann Worath, Oe» neraldirektvr Köngeter (Düsseldorf), Syndikus K e i n a th, Staatssekretär Walther (Berlin) und StadtTnedizinalrat Dr. S chn e 11 (Halle). Oie Reichsliste der Völkischen.
Berlin, 14. April (WTB.) Der Völkisch- Rationale Block veröffentlicht jetzt feine Rcichs- liste für die kommenden Wahlen. Auf fclen Spitzenkandidaten, Reichstagsabgeordneten von Graefe folgt an zweiter Stelle der frühere Borsitzende des Evangelischen Bundes. Hos- prebiger Dr. Doehring, als Bertreter der Deutschen Reformationspartei; der bisherige völkische Abgeordnete Henning kandidiert an dritter Stelle als Bertreter der Deutschen Ehrenlegion. Die Liste weist an siebter Stelle auch einen Bertreter der Deutsch-Konservativen Partei in der Person des Generalleutnants a. D. Wächter auf. Für den Antl-Ultramontanen Reichsverband kandidiert Professor Riegel- m a n n. für die Deutsch-Soziale Partei Reichs- bahnsekrctär Trünz und an 13. Stelle für den Stahlhelm Pastor Schultze aus Stvlp a. d. O.
’ Völkische Tagung der Deutschnationalen.
Berlin. 14. Avril. (WB.) Der völkische ReichsauSschust oer Deutschnationalen VollSpartei trat heute gemeinsam mit der B i s - marcksugend. dem Stahlhelm und Öen Bereinigten vaterländischen Verbünden im LandtagSgebaude zu einer Völkischen Tagung zusammen, der auch Prinz Oskar von Preußen beiwohnte. Der Vorsitzende der deutschnationalen VollSpartei, Graf Westarp. betonte in der Eröffnungsansprache. die Deutschnationale Bollspartei' halte an ihrer monarchischen Gesinnung und an ihrer Gegnerschaft gegen die Republik fest. Trotz ihres Eintritts in die Regierung habe sie den Widerstand gegen da- jetzige RegierungS- ltzstem und die unbeschränlte Macht des Parlamentarismus nicht aufgegeben. Sie werbe das auch nicht tun. wenn sie noch einmal Re- gierungSpartei werden sollte. In einer Rede über die Außenpolitik bezeichnete es Abgeordneter v. Freytagh-Lortnghovcn al# den Grundfehler der Stresemannschen Politi! vast er Deuttchland in das Versailler Mächtefystent cmgticöcrn wolle Die Deutschnationalen könnten eine für Deutschland gesunde Außenpolitik nur in der Verständigung mit den na- türlichenSegSnspielern Frankreichs sehen
Die Mailänder Totenfeier.
Mailand, 14. April. (TU.) Nachdem heute vor mittag die Särge mit den 19 Todesopfern dee Bombcnanschlaaes seierlichft im Mailänder Dom auf^i'bahrt waren, sand am Nachmittag in Anwesenheit einer unüberblickbaren Menge di« Leichenfeier statt, wonach die Särge auf Artillerie- larctien zum Hauptsriedhof überführt wurden Die (finfeanung der Älchen wurde durch Kardnmlerz bischot Tofi im Beisein des gesamten Pomfnpin i-
Schweres Sttoßenbahmnglück in Berlin.
Entgleisung eines überfüllten Tramwagens mit Anhänger. - Sänf Tote 25 Schwerverletzte.
Berlin, 15. April. (1DB.) 3n einer fiuroe auf ter Heerstraße zwischen dem Bahnhos Heerstraße und dem Bahnhof Station fprang, oermattich infolge Berfagens der Steuerung, ein Straßen - bahnwagen mit Anhänger ans den Schienen und wurde auf d i e Straße geworfen. Bei dem Unglück wurden fflnf perf onen ge- tötet und mehrere Jahrgäste schwer und leicht verletzt. Die Unfallstelle ist polizeilich abgefperrt Zu dem schrecklichen Straßcnbahnunglück erfahren wir noch folgende Einzelheiten: An den Wettkämpfen im Stadion zwischen den beiden Fußballklubs Tennis-Borussia und hertha-B. S. L. nahmen ins- gefamt etwa 22 000 Personen teil, die nach Ab- schlutz der Kämpfe schleunigst auf den bereitstehen- den Strahenbahnzügen nach Berlin fahren wollten. Der Strahenbahnzug der Linie 58E, einer der ersten, der abfuhr, war außerordentlich stark überfüllt. Ls dürften insgesamt über 200 Personen in dem Triebwagen und den beiden Anhängern gesessen haben. Als der Sttaßen- bahnzug die Kurve auf der Kreuzung passierte und infolge dec starken Geschwindigkeit — Augenzeugen behaupten, daß der Zug mit 35 bis 40 Kilometer Tempo fuhr, — umschlug, sprangen drei Triebwagenpassagiere ab, um sich zu retten. Sie san
ken in die fiaie und wurden von dem unmittelbar folgenden Anhänger, der wenige Sekunden später ebenfalls umstürzte, erschlagen und teilweise furchtbar verstümmelt. Die andern sind im Triebwagen vom Tode ereilt worden. Die Gesamtzahl der Berlehken dürste nach den bisherigen Jeftftcllungen nahezu 100 betrogen, die Zahl der Schwerverletzten 25.
Oie Ursache des Unglücks.
Berlin. 15. April. (WTB.) Die Berliner Strahenbahn-Betrlebsgcsellschast erklärt, das Unglück am Stadion fei ihrer Ansicht nach darauf zurückzuführen, dast der Fahrer auf der abschüssigen Strahe die Gewalt über seinen Zug verloren habe, so daß die Wagen infolge der großen Geschwindigkeit an der Kurve auz den Schienen sprängen. Die sofort eingeleitete Untersuchung habe ergeben, dast die Triebwagenbremse gewirkt hat. Der Fahrer habe insofern gegen seine Dienstvorschriften verstoßen, als er nicht sofort durch Rotsignal die Schaffner veranlaßte, die Handbremsen der Wagen anzuzlehen. Er müsse die Geistesgegenwart völlig verloren haben. Der Fahrer sei fett IS Jahren im Dienst und habe als vollkommen zuverlässig gegolten.
Der Schiedsspruch für den Ruhrbergbau.
Von unserer Berliner Redaktion.
Berlin. 16. April. Der Schlichter hat im rheinisch-westfälischen Lohn- unb ArbeitszÄtstreit einen Schiedsspruch gefällt, der tersucht, den goldenen Mittelweg zu beschreiten, mit dem aber keine der streitenden Parteien sich zufrieden gegeben hat. Die Gewerkschaften hatten hochgeschraubte Forderungen gestellt, die nur zu einem geringen Teil vom Schlichter angenommen worden sind. Die Arbeitszeit unter Tage ist die gleiche geblieben, über Tage sind einige Abstriche vorgenommen worden, die Lohnsätze sollen sich nicht um 1,50 Mark, wohl' aber um acht Prozent erhöhen. Die Gewerkschaften haben sich mit diesem Spruch nicht einverstanden erklärt. Ebenso aber must nach allem, was bisher über die wirtschaftliche Lage des Ruhrbergbaus bekannt geworden ist. auch mit einer Ablehnung durch die Unternehmer gerechnet werden.
Bezeichnend für den Riedergang des Bergbaus ist die soeben beschlossene Stillegung der Zeche Johann Deimelsbsrg. die nicht weniger als 1500 Bergar beiterfarnilien ernährte. Trotz aller Bemühungen der Behörden konnte sie nicht gerettet werden, da auch eventuelle Leistungssteigerungen der Belegschaften nicht mehr auSreichten, um die auf diesem Unternehmen ruhenden gewaltigen fimiujieHen Lasten tragbar zu machen. Diese Stillegung sollte übrigens eine Mahnung sein, vorläufig nicht mehr an der Arbeitszeit und den Löhnen herumzulaborieren, sondern erst einmal eine Erholungspause für den Bergbau einzulegen. Denn sonst kann eS sehr leicht geschehen, dast der Zeche Deiinelsberg sehr bald andere nicht minder große Betriebe folgen teerten. Bis zum 18. April sollen sich die Parteien erklären, wie sie au dem Spruch stehen. ES ist damit zu rechnen, vast der Reichsarbeitsminister Dr. Brauns den Schiedsspruch für verbindlich erklärt, wenn er nicht inzwischen durch das Schmalenbach-Gutachten, dessen Veröffentlichung bevorsteht, unb durch die Berechnungen, die der Bergbau auf ®runi> des Spruchs Über die neu hinzutretenden Lasten an* stellen mutz, veranlaßt wird, die Abfassung einer anderen Einigungsformel zu verlangen, die ein Umsichgreifen der Krise im Ruhrbergbau verhindert.
Oer Gchiedsspruch.
Berlin, 14. April. (DIB.) heute mittag wurde nach drrieiuhalblagiger Verhandlung der Schiedsspruch für den Kuhrkohlenbergbau gefällt. Der Schiedsspruch sieht die Beibehaltung der bisherigen achtstündigen Schichtzeit unter Tage vor. Die Arbeitszeit der Arbeiter über läge, die unmittelbar mit der Förderung beschäftigt find, wird von neun auf adjt Stnnden verkürzt. Ebenso erfährt die Arbeitszeit der hebet tagcarteiter in den durchgehenden Tagesbettieben ab 1. Tfiai 1928 eine Verkürzung von zehn auf neuneinhalb Stunden bei elfstündiger Schichtest und vom 1. August ah auf neun Stunden bei zehnstündiger Schichtzeit. Das Abkommen ist erfimnlig mit zweimonatiger Frist zum 30. April 1929 kündbar. Zur Untersuchung der Frage, ob und in wel
chem Umfange eine Arbeitszeitverkürzung im Buhcbergban wirtschaftlich möglich und aus fojmleu Gründen erfoedettich ist, soll eine paritätische k omtniffion unter Vorsitz des Oberbergamteblreftors Dr. Weife eingesetzt werden. — Die Löhne werden um acht Prozent erhöht. Sollte in der Laufzeit des Abkommens eine Kohlenpreiserhöhung ein treten, so ist die Kündigung des Lohnabkommen, mit einmonatiger Frist zum Monatseesten zuläsiig; sonst kann es erstmalig zum 30. April 1929 gekündigt werden. Die Erklärungsfrist läuft bis zum 18. April 18 Uhr.
Oie Gielluyg der Arbeitgeber.
Der Schiedsspruch wirtschaftlich undurchführbar.
Essen. 14. April. »WTB.) 3u dem Schiedsspruch im Ruhrbergbau wird uns von Arbeitgeberseite geschrieben: Dieser Schiedsspruch kann in keiner Weise alS eine tragbare Lösung der schwebenden Streitfragen im Ruhrbergbau angesprvchen werden. Eine durchgängige Lohnerhöhung von acht Prozent würde eine Mehrbelastung der Lohnkosten je Abfatz- toitnc von rund 75 Pfennigen bedeuten. Dabei ist noch nicht berücksichtigt, daß sich auch auS der Reuregelung der Arbeitszeit über Tage erhebliche Mehrbelastungen ergeben. GS ist vollkommen ausgeschlossen, baß bei der jetzigen Wirtschaftslage des Ruhrbergbaues.eine berarttge Selbstkosteneryöhung überhaupt durchführbar ist. Man braucht nur auf die allbekannten Unter- suchungen des Reichswirtschaftsministeriums hin- AUtoeifen, die unter Einrechnung der Rebenproduktion einen Gewinn von nur. 36 Pfennigen festgeftellt faxten, der sich bei Berücksichtigung des Umstandes, daß durchaus ungenügende Abschreibungen eingesetzt sind, in einen Verlust verwandelt. Dieses Ergebnis der Untersuchung ist bekannllich durch das Schmalenbach-Gutachten vollauf bestätigt worden.
Ablehnung des GchiedSspruchs durch die Bergarbeiter.
^Efsen, 15. April. (WTB.) Der Geteerk- schastsverein christlicher Bergarbeiter Deutschland- hielt unter dem Vorsitz des Abgeordneten 2 m b u s ch eine autzerordentliche Generalversammlung ab, um zu dem gefällten Schiedsspruch ©telluna zu nehmen. Die Abstimmung ergab die einstimmige Ablehnung der Schiedssprüche in der Lohn- unb Arbeitszeitfrage. Der Gewerköverein Hirsch-Duncker hielt in Wanne eine Delegiertenkonferenz ab, die ebenfalls den gefällten Schiedsspruch einstimmig a b l e h n t e. Sn beibet Versammlungen würbe erklärt, daß bas Entgegenkommen in der Lohnfrage ungenügenb sei unb mit Bedauern sestgestellt. daß die schwere Arbeit der Bergarbeiter nicht entsprechend gewürdigt werte. Auch der Alte Bergarbeiterverband und die polnische Berussvereinigung haben den Schiedsspr..ch abgelehnt. Somit haben sämtliche vier Bergarteiterorganisationen den Schiedsspruch abgelehnt.
sowie des italienischen Wirtschastsministers als 23er tretet der Regierung vorgenommen.
Rückkehr desKönigs nachRom
Vcgcistertcr Empfang in der Hauptstadt.
Rom, 14.April. (DB.) Der «wwg ist heute mittag von Ma-stand kommend hier eingetrofren. Am Bahnhof mutte er von Mussolini, von allen Mirglicdenx ter Regierung unb einer großen Zahl von Bertretern der zivilen und Mitttnrbehörteu so- mk’ einer ungeheuren Menschemmngr empianaeii. Die Königin war bau König bis ytr ersten Ata ttan vor 'narr, Iras teuere, entgegenoefahren unb kgte mW chm zusammen die letzte Streck, zurück. Die otebt war geflaggt; die ohxiRen waren voller Mem scheu Lüngo den Straßen bildeten die patriotischen 'Bereinigungen mit .zahnen unb Wimpeln Spalier. Ueber dem Bahnhof und tem Duirürol kreuzten vchl-iche fHeger. Die Geschäfte, Bureaus unb Schulen waren geschlossen. Der König fuhr in einem offenen Auto an ter Seite ter Königin zmn Quirin a l, überall herzlich begrüßt. Angestchts ter be- Wtertai Kundgebungen der Menge erschien der König ni<tyrmoU mit ter ftömgm, den Pnuzefsm. nen in* dem Pi-rntzet von Hetzen auf dem Balkon.
• 4 pt 0 ’ i v 6 n 1 ha: von tem König olgornte: Danktelegramm erhol- rrfe Ihnen vu-rr mittertr
für b i e Anteilnahme, ötc S« mär bei dem schmerzlichen Anlaß zmn Ausdruck gebracht haben/ Oer polnische Besuch in Rom
Zaleski über seine Besprechungen.
Bom. 14. April. (WB.) ^lach einer zweistündigen Unterredung im Palazzo Ehigi mit Mussolini gab der polnische Minister des Aeutzern. 3 a le f f i. den Journalisten Erklärungen ab. Dabei sagte er u. a. die Rückwirkungen, die seine Reise nach Italien in einigen polit- lchen Kreisen hervorgerufen hab«, und di« sich teilweise in der europäischen Press« wtderipisgel- ten, seien unnütz und inopportun, wenn man den Umständen Rechnung trage, unter denen feine Reise sich vollzogen habe. Sein Wunsch nach einer Begegnung mit Mussolini sei ganz natürlich. Während eS ihm in Genf mehrmals möglich gewesen sei. mit den Außenministern der anderen europäischen Staaten zusamntcnzukoinmen. habe er bis jetzt noch nicht Gelegenheit gehabt. Mussolini zu sprechen. Zale- skl fugte hinzu, daß die Unterredung mit Mussolini sich schließlich um allgemeine europäische und Weltfragen gedreht habe. 3n den kommenden Besprechungen würden jene Probleme behandelt, welche die Beziehungen zwilchen Italien unb Polen besonders betreffen.
Offiziell hält sich Zaleski bis Montagabend kn Rom auf.
Warschauer Kritik der Romreise.
Warschau, 14. April. (WB.) Der soFial- oemvkrattsche .Robotnik" erklärt gegenüber der Legentenblldung zur Romreise des polnischen Autzenministers: Zaleski falbe in einer von ihm abgegebenen Erklärung ausgesprochen, warum er nach Rom gefahren sei Polen, sagt das Blatt, habe bisher stets die Politik verfolgt. Hand in Hand mit jenen Staaten zu gehen die das Ansehen und ben Gins luh bes Bölkerbunbes ausbauen wollten. Polen habe sich Großbritannien genähert, ohne mit Frankreich zu brechen. Es habe eine Verständigung mit Deutschland gesucht, und es suche endlich nach Wegen mit der Kleinen Entente, Oesterreich unb denchaltischen Staaten. Ater das Programm eines polnische italienischen Bündnisfes. das Programm einer Unterstützung der Ansprüche der u n - garisHen Magnaten, endlich das "P«vjekt. sich vom Völkerbund zu entfernen, mühte von der polnischen Demokratte mit ganzer Energie verworfen werden. Ein Dütidnis der polnischen Republik mit dem Faszismus Mussolinis unb ber Diktatur Horthtzs wäre ein unenb- * lich schädlicher Unsinn.
Schweres Erdbeben in Bulgarien.
Ltädte und Dörfer zerstört. — Mehr «ltz dreißig tote.
Sofia, 14. April. (111.) Gan; Bulgarien wurde am Samstag um 10.02 Uhr von einem schweren Erdbeben heim gesucht, welches vor allem in Südbnl garten große Verheerungen anrichtete. Ministerpräsident Liaptfcheff, bei sich ins Erdbeben gebiet begeben hat. ließ der JJrefk Milüttnngen ju- gehen. wonach bas von ter Katastrophe heimgesnchte Gebiet sich in einem Umkreis von 20 Kilometer Kobins umTfchirpan erstreckt, bas a m f d) ro e t - ft en betroffen roorteii ist. Die Stabt ist n n bewohnbar geworden. 3n Ifchtrpan wurden 12 Derfonen getötet unb 50 verletzt. 3n ten Dörfern ter Umgebung rourben im ganzen acht Perfoaen getötet Der Ort Berifeograb hat nach Tfchirpan am meisten gelitten. 3n Sofia war bas Erdbeben stark oerfpurdar. richtete aber feinen großen Schaben an.
Die Ortschaft Tfchirpan in Sübbulgarien (zwi fchen Phttippopel und Stara Zagora), bi« im Zeu trum bes Bebens log, hat sehr stark gelitten nnb ist gegenwärtig von allen Verbindungen ab g e s ch n i 11 e n. Man nimmt an, daß ein Teil ter Ortschaft vollkommen tem Erdboden gleich- gemacht ist. Auch die benachbarten Dörfer find schwer heimgesuchl worden. Das Erdbeben warte in ganz Bulgarien, besonders im Südasien verspürt, wo auch erhebliche Schäden und Opfer zu beklagen sind. 3u Boriffioatab, südlich von Ischirpan. wurden sieben Personen getötet. In Stara Aagora zwei und ebenso viele in V Hill p p o p e l, wo eine Moschee einstürzte. Das Beben war in ter besonders heimgesuchten Gegend von einer plötzlichen Temperatursteigerung begleitet. Aus ten ersten Stoß, der am meisten Schaben anrichketc. folgten weitere bebrütend schwächere Stöße, von Vhilippopel würben hilssabteilungen nach Ischirpan entsandt.
Oie Wetterlage.
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el u rvorautzsagc.
Das Regeiigediet des neuen TiefS hat unseren Dezirl erreicht. Da dasselbe ziemlich ausgedehnt ist und sich heute morgen westwärts bÜ wich England hin erstreckt, io dauern zunächst die Riederschläqe an. Rach dem Dorüoerzug wird mit dem Einbruch kühler Lustmassen an der Rückseite im Verlaufe des morgigen Tages die Bewölkung obnehmcn und verärGerlicheS Wetter einsehen. Dabei lassen die Riederschläge nach und nur noch vereinzelt treten Regen- und Schneeschauer auf. Die Temperaturen bleiben schwankend, dürsten sogar zeitweise noch etwas zurück- gehen.
Wettervoraussage für Dienstag; Zunächst noch kühles, trübes Wetter mit Rieter- schlägen. Sparer wechselnd wollig mit vorübergehendem Auf klaren und Schauern.
WittarungSaussichten für Mittwoch. Veränderliches, wechselnd wolliges Wetter mit zeitweisem Aufklaren, kühl und vereinzelte Schauer.


