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Dienstag, August 1928J_71,abds.

Dankherr auf einem Gelände sein Glück versuchen fall, das deutsche Arbeit und deutscher Fleiß organisiert haben.

Keine falschen Hoffnungen!

Die Freigabe des Deutzen Eiqcntu«s in Amerika

Eigene Drahtmeldung desGießener Anzeigers".

Berlin. 14. Aug. Bedauerlicherweise tau­chen immer Mieder Meldungen in der Oeffent- lichkeit auf, die die Freigabeglüubiaer irreführen inrb falsche Hoffnungen sehr zum Scha­den aller Beteiligten erwecken. So wird jetzt berichtet, daß die Freigabe bereits auf da- Grundeigentum ausgedehnt sei. daß die ersten Grundstücke schon zurückgegeben waren und dast die Verwaltung in Amerika hofft, ge­rade diesen Teil deS deutschen Vermögens schnellstens abwickeln zu können. 3n Wirklichkeit ist aber die Lage ganz ander-. Die Freigabe er­folgt überhaupt nicht nach Katego­rien, wie Grundeigentum, sondern nach der Reihenfolge der Anmeldungen. Dor allem ist aber gerade die Freigabe des Grund­eigentum-, die angeblich schnellstens erfolgen soll, besonders schwierig, ba bei jedem dieser Fälle zunächst die Frage der Zurückbehal­tung von 20Prozent de - Wertes gere­gelt werden muh. was oft zu sehr schwierigen finanziellen Transaktionen führen wird, und da­her besonders viel Zeit in Anspruch nimmt.

Seit Annahme des Freigabegeseyes sind, wie man hört, bisher auher zwei Fällen, die eine Stuttgarter Firma und Hirsch-Kupfer betreffen, keine weiteren Freigaben erfolgt. In zustän­digen mnerilanifchen Kreisen, die wirklich über den Stand der Dinge informiert sind, nimmt man «in, dah die gan^e Freigabe mindestens drei Jahre dauern wird. Die sehr komplizierten Steuerreaelungen. die für jeden einzel­nen Fall btfonbcr« vereinbart werden müssen, scheinen vor allem an diesem langsamen Gang Schuld zu sein. Gs dürsten aber auch sehr mensch­liche Motive dabei eine Dolle spielen, denn für die Beteiligten amerikanischen Beschlagnahme- beerben, auf die nach Erledigung der Freigabe der gefürchtete Beamtenabbau wartet, liegt kein Anlast vor, das CB erfahren sonderlich zu be­schleunigen.

Reichsdeutsche Tumer im Gaargebiet.

Das verbotene Deutschlandlied.

Saarbrücken, 14. Aug (TU.) Etwa 60 Stu< deuten und Studentinnen der Hochschule für Leibesübungen find gestern abend unter Füh. rang ihres Leiters Dr. Klinge, von den Olympi­schen Spielen in Amsterdam kommend, in Saar­brücken eingetroffen. Vor dem Hauptbahnhof waren die Abordnungen der hiesigen Turn- und Sportvereine mit Fahnen aufmarjchiert und eine tausendköpfige Menge erwartete die An- kommenden. Beim Erscheinen der Studenten, die ihre Fahnen vorauftragen, fang die erwartungs­frohe Menge begeistert das Deutschlandlied. Dies gab dem Oberinspektor der hiefigen Bahn- Polizei, Stolinski, Veranlassung, an den Ord­nungsdienst die Auftorderung zu richten, der Musik das Weiterspielen des Liedes zu un- t erjagen. 2Tbcr weder die Musiker noch die Zu­schauer kehrten sich im geriHaften an diese Aufforde­rung. Unter Dorantritt der Musikkapelle und unter Hochrufen der die Straße umsäumenden Tausende von Zuschauern ging der Zug ine Innere der Stadt. ^Dienstag vormittag wurde Die Hochschule für Lei­besübungen auf dem Rathaus durchdie Stadt- nerroaltu ng begrüßt. Am Nachmittag er­folgten Vorführungen im Ludwigspark. Am Abend wird die Bürgerschaft Gelegenheit haben, die Darbietungen bei Hochschule kennenzulernen.

Oer Bau des Panzerschiffes.

Die Zusiimoinnq der fozialdcinoVralifchen

Aabiorttemitglicbcr.

Berlin. 14. Aua. (WTD.) Amtlich. 3n einem Teile der Presse wird der Beschluß deS Beichskabinetts hinsichtlich deS Panzerschiffes da­hin interpretiert, dast sich nunmehr sämtliche Kabinettsmi tglieder. insbesondere die der sozialdemokratischen Fraktion, von der R o t - wendigkeit des KriegSschiftSdaues überzeugt hätten, und düst der Auftrag zum Bau des PanzerschiffesA" selbstverständlich auch die Bereitschaft zum Bau der Schiffe _B". C" undD" in sich schlleße. Diese Schluß - svigerungen sind falsch.

Richtig ist folgendes: Die Frage des DaueL oder Richtdaues deS PanzerschisteSA" war bereits mit der Verabschiedung deS Reich«- dauShalteS 1928 durch Reichstag und ReichSrat positiv erledigt. Der Reichsrat hätte es durchaus in der Hand gehabt, den positiven Be­schluß zu verhindern Hätte er nämlich Einspruch eingelegt, so wäre die bann erforderlich gewor­dene qualifizierte QlZebrbett im Reichstag mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit nicht erzielt worden. Einen solchen Einspruch hat aber der Reich-rat bekanntlich nicht eingelegt, sondern lediglich eine von Preußen borgetdylagcne Entschließung ar genommen, die die Billigung des Reictzstveßr- ministers gefunden hatte. Diese Entschließung er­strebt lediglich eine nochmalige finan­zielle Nachprüfung der Möglichkeit des Baues und sah deshalb ferner vor, dast bis nach Abschluß dieser Prüfung^ allensalis biS zum 1. September d. I., der Bau nicht in Angriff genommen werden solle. Auch sollten keine Liefe­rungsverträge abgeschlossen werden, um zu ver­hindern, daß infolge einer etwa notwendig wer­denden Einschränkung der Ausgaben der Weiter­bau vorläufig eingestellt werde. Dagegen sah die Entschließung ausdrücklich not. daß die reinen Konstruktionsarbeiten weitergeführt wer­den sollten.

ES handelte sich in den letzten Wochen für die ReicksreisortS und das ReichSkabinetl also ledig- sich um die Ausführung dieser Gnllchließung. Die finanziellen Möglichteiten sind auf das sorg­fältigste nachgeprüft worden. Die Nachprüfung hat ergeben, dast Schwierigkeiten für den laufen­den Etat 1923 durch die erste Baurate für das Panzerschiff nicht entstehen. Bezüglich der künf­tigen Jahre ist auf Grund der Prüfungen und auf den eigenen Vorschlag deS Reichs wehrmiTft- sterS vom Äabinett feftgelegi worden, dast Ersatz- bauten der Marine unter allen Umftrnbcn nur innerhalb der Höbe des jetzigen Ma­ri nee tat S ausgefuhrt werden büder. Es ist also erreicht worden, dast in Durchführung b?

Sta-

überwinhm. namentlich in or-

-ht. Der Zweck der Der- ersicherungSgrenze

Aus aller Wett.

Tie neue tzrafsin-E^pedition.

und Gerne indearbeiterverbandeS. Becker, and der Dodiymde des Allgemeinen Deutschen Beam­tenbundes. Falkenberg.

Ein $<hne!I}ng in fpletmlx Knaben gefahren ton Kehl kommender Schnellzug fuhr bei dem Straßburger Vorort Reudors in eine Schar Kinder, die 'ich trotz des Verbotes damit hergnügten. die Böschung des dort l rächt sich hohen Bahndammes h natzzuruffchen.

kassen^Sflichtigen bez»

orbnung ist, die V , _

für die Ortskrankenkassen-Pflichtigen zu erhö­hen. Ferner sollen auch Angehörige freier Berufe, die bisher nicht der Kran- kenversicherungSpflicht unterlagen, in die Der- sicherrurgspllicht einbezvaen werden. Die

Oie südslawische Krisis.

RuhigeBevrteilung derAgramerVorgänge in Vclgrad

B< lgrad. 14. Äug (LU.) 2lach den Ein­drücken. die der 'Berichterstatter am Dienstag in den Wandelgängen der Skupschtina gewonnen hat. wird in Belgrader politischen Kreisen der scharfe Ton der Agramer Trauerreden nicht allzu tragisch genommen. Man glaubt vielmehr, daß ruhiges Abwarten es erleichtern wird, den Streit zwischen Belgrad und Agram allmählich wieder auszugleichen. Man hat den Gindruck, daß sich die kroatische Sin- heitsfront angesichts der heute bestehenden inneren Gegensätze nicht lange halten wird. Damit ist aber nicht getagt, daß man in Belgrad untätig bleiben will, man beabsichtigt vielmehr, etwa Ende September von selbst an die kro­atische Frage heranzutreten, und cme geeignete Grundlage für eine Verfassung zu suchen. Die vom HumanitätsauSschuß befürwortete Ausliefe­rung der beiden '2tt>geoebneten Doma Popo- vitsch und Luvu Zavanowitsch, die an der Lch.eßerei in der Skupschtina beteiligt waren, ist peute von der Skupschtina endgültig be­schlossen worden.

Vor neuen Kämpfen in China.

Nationalistischer Angriff auf die Mandschurei?

Peking. 14. Äug ($11.) Der größte Teil der japanftchen T ients in - Des atzung ist auf dem Wasserwege nach Schanbgikwan transportiert worden, um an der Mandschureiarenze die Eisen­bahnlinie abzuriegeln. 3n Mukdener chinesi­schen Kreisen ist aber inzwischen die Nachricht eingetroffen, dast die Nationalisten auf einem anderen Wege hie Mandschurei angreifen werden. Die liationaliftcn beherdchen bereits die ge­samte inner? Mongolei. Sie stehen damit i n der Flanke der nördlichen Man­dschurei. wo Japan Mac Truppen unterhält, tzs heißt, daß Tschiankeischek in Schanbgikwan ruhig at'wart.'n dagegen einen Angriff über die Hl o n g o i e t gegen Chardin und Z i - zikar auSsiihren will. Zahlreiche Truppen sind in der letzten Woche bereits auf der mongolischen Automobilstraße über Iehv' abgegangen. Der Flankenangriff trifft die Wandfchurei völlig unv orderet tet. Die am Dienstag beginnende Generalkonferenz in Peking wird den endgültigen

Erhöhung der Dersicherungsgrenze für die Ortskrankenkaffenpflichtigen.

Berlin, 14. Aug. (WTD.) DaS Re^chs- arbeitsministerium ist gegenwärtig mit der Aus­arbeitung einer Derordmmg beschäftigt, die sich auf bk DerficherungSgvenzen für die OrtäfcanBen-

Schwierigkeiden zu überwinden, namentlich in or- gamfctodfdwr BeziehanL Weitere Begrüßungs­ansprachen hielten der Vorsitzende des Staats-

Oie badische Staatsregierung zum Tode Friedrichs II.

Karlsruhe. 14. Aug. (Xll.) Bei der dadi- scheu ötaatüregienrng ist vom Prinzen Mar von Baden folgende Drahtnachricht auSSalem eingegangen: ^AlS nunmehriger Chef deS groß- herzoglich Badischen Hauses teile ich. eben aus Btztzern zurück lehrend, schmerzerfüllt der Staats­regierung mit, dast mein geliebter Vetter, Seine Königliche Hoheit. Grohherzog Friedrich II., nach langem schweren Leiden verschieden ist. 3d) bin gewiß, dah die badische ^Regierung, ebenso wie alle Badener dieses pslichterfüllten Fürsten und ausgezeichneten Menschen in Trauer und Ver­ehrung gedenken wird. gez. Mar, Prinz von Baden."

Die Regierung hat hierauf erwidert: Prinz Max von Baden. Salem in Baden. Die badische Regierung bestätigt mit Dank den Emp­fang der Rachricht vom Ableben Großherzog Friedrichs II. Sie spricht Ihnen sowie den An­gehörigen der Familie ihre aufrichtige, warme Teilnahme aus. Die Regierung gedenkt an der Bahre des Verblichenen mit hoher Achtung deS von Pflicht erfüllten Lebens und der ausgezeichneten menschlichen Eigenschaften deS früheren Landesherrn. Bei Regierung und badischem Volk wird ein gutes Gedenken an den Heimgegangenen weiterleben, gez. R e m m e l e. Staatspräsident."

bergen nehmen wird. Samojlowitsch sagte weiter: Es wird eine Basis für die italienischen und ruffi- ichen Flugzeuge m der Hinlopenftraßc am Kap Leigh Smith ober an einem anderen vorteilhaften Platz tmgelegt werden. Wenn die Erkundungsstu ge erfolglos fein werden, wird derKrassin" seine Suche von ^Spitzbergen nach Franz-Iosephs-Land fvrtsetzen, aber er kann Nachforschungen nicht län­ger als bis Ende September betreiben. Amundsen, sagte Samojlowitsch weiter, hatte immer seine eigenen Pläne gehabt, unb es ist möglich, daß er direkt nach der Alessandri- Gruppe geflogen ist, ba er wußte, daß die anderen sich mit der Rettung der Nobile-Gruppe befaßten. Nach meiner Meinung müßen wir Amundsen im Osten von Spitzbergen suchen. Es ist mög­lich, daß es der Alesiandri-Gruppe gelang, mit dem Luftschiff herunterzugehen und auf das Eis zu fpringen, und daß die Explosion, die von der Nodite Gruppe beobachtet wurde, sich erst danach ereignete. Samojlowitsch fügte hinru, daß Nobile die Erlaubnis erhalten habe, an der neuenftraf- sin"-Expedition teilzii nehmen, aber Nobile sei nach Italien gereift und seitdem habe er nichts von ihm gehört.

Tagung der deutschen 3nnung»franfenfalfcn.

Der Verband der deutschen Zirnungsftanken- kasfen hält feine Derbandstagung in Nürnberg ab. Der Geschäftsführer des Verbandes. Dr. Estenfeld, Hannover, berichtete über die Ziele des Derbandes. Ausführlich sprach er über die Frage der Rationalisierung der Krankenversiche» rung. Die Innungkrankenkassen hätten hn all- gemeinen 1 bi« 2 Prozent billigere Beiträge als Die Ortskrankenkassen und mindestens gleichwertige Leistungen aufzuweßen. Die Innungskranken­kassen stellten deshalb die Forderung auf eine gesunde Rationalisierung der reichsgesetzlichen Krankenversicherung, und zwar durch berufä- stLndige Bindung. Der Redner fordert die Er­haltung der bestehenden Jnnungsk ranken lassen so­wie das Recht zur Errichtung neuer Anstalten Der Direktor des städtischen. Dersicherunasamtes München, HanS Jäger, hielt einen Vortrag über die Beziehungen zwischen Arzt und deutscher Sozialversicherung. Oberregierungsrat Dr.Böhm vom Landesarbeitsamt Bayern gab eine lieber - sicht über die Tätigkeit der ReichSanstalt und über bic Bestimmungeit des ArbeitSiosenver- sicherungSgeseheS.

Tagung de» Reichsverbandes des deutschen Groß- und lleberfeehandet».

Der Reichsverband deS Deutschen Groß- unb lleberseehandelS hält seine diesjährige ordent­liche Mitgliederversammlung am 20. und 21. Sep­tember in München ab. Die Tagesordnung sieht Vorträge vor von: Reichswirtschaftsminister Dr. CurtiuS (Berlin), Konsul Gumprecht (Hamburg), Otto Keinath (Berlin), Mitglied des RWR., Geheimrat Dr. Ravens (Berlin) und Prof. Dr. Schumpeter (Bonn). 3n der Reichsausschußsitzung am 20. September werden sprechen. Minister Höpker-Aschoff, Staats­sekretär Prof. Dr. Popitz Grcellenz Schif­fer. Dr. Leo Engel, Dr. Gnke (Gssen), Rechtsanwalt Dr. Heinrich Friedländer, Wilhelm Herrmann. F. Hildebrandt und R. Wagner (Hamburg). Die nächste Ta­gung findet erst im 5ahre 1930 statt.

Delegierten tagung

der Gewerkschaft deutscher cokomotinfsthrer und Schiffsheizer.

Die Gewerkschaft deutscher Lokomotivführer und Schiffsheizer hielt dieser Tage in Heidelberg einen Delegiertentag ab, au dem 65 Delegierte er­schienen waren. Es wurden verschiedene Referate gehalten, besonders über Standes- unb Berufs- fragen. 1L a. sprach der 1. Vorsitzende des Zenttal- gewerkschaftsbundes deutscher Steichsbahnbeamten Wieg über die großen organisatorischen Fragen und Reichsbahn-Oberinspektor Kullmann (Hei­delberg) über Desoldungsftagen. Der bisherige erste l Vorsitzende, Lokomotivführer Wiskow (otettin) wurde einstimmig wiedergewählt. Der nächste De- legiedentag soll in Köln abgehalten werden.

Der 13. Bundestag de» Deutschen verkehr«bunde,.

3n Leipzig fand der 13. Bundestag des Deut­schen Vcrkeyrsbundes. Sitz Berlin, statt. Der Vorsitzende Schumann betonte, daß der Verkehrs- bunb im k&ten Jahre 38 000 Mitglieder ge­wonnen habe und jetzt einen Bestand von 366 000

I Mitgliedern zähle. Sodann wies er auf die wich­tigen Aufgaben des Bur'.deStage^ hin nament­lich auf die Arbeiten zur Schaffung eines Gin-

I heitsverdandes mit den Sisenbahnern und den Gemeinde- und Staatsarbeitern. Ministerialrat Knöner überbrachte die Wunsche dos Reichs- postininisteri ums. Zwischen feinem Ministerium und dem VerkehrSbund bestehe eine Verbunden­heit. da ein großer Teil des Pvstpedonals im Verkehrsbund organisiert fei und tm Verwal- tungsrat der Reichs poft drei Mftgsieder des Ver- kehrSbundes fitzen. Für den Allgemeinen Deut­schen Gewcrßchastsbund sprach der Vorsitzende, Peter Großmann, der betonte, dah die Ge­werkschaftsbewegung im ständigen Wachstum fei. Sr wies daraus hin. dah der Bunde-.siag des Verkehrsbundes einen wichtigen Auftakt ztnn Hamburger Gewerlschaftskongrd, darstelle, der sich vor allem mit der Frage der Wirtschafts- demokratte zu befaßen bade. Der Vorsitzende deS Ginbeitsverbandos Deutscher Eisenbahner Reichs- tagsabgeordneter Scheffer, erklärte, der Gifen-

I dahnerverband stehe einer Vedchmelzung der f1 irofen Verb inde nicht ablehnend gegenüber. Ss den jedoch bis zur Verwirllichung noch große

Dorarbeften für die neue Verordnung sind be­reits soweit gediehen, dah die Festsetzung der Derficherungsgrenzen innerhalb der nächsten Tage erfolgen dudle. Darauf wird der endgültige Wortlaut der Verordnung festgelegt unb ver­öffentlicht werden.

Feldzugsplan a uff tonen. Die Madck>älle Sun- Echuanfana, Tfchengsuntschang sowie der Haupt- beratvr Dichavgt olins. General Bangtzuting. sind am Dienstag von der Front kommend, in Mulden einflotroffen.

Prosefior Samoilowitsch, der oon ixmger in Oslo emgetroffen ist, sagte Presse- DOTtretem, als Za ppi gefunden wurde, war er wohlauf, aber sehr erftannt, den .Jcroihn zu sehen. Za ppi war ein wenig iKrmirrt, aber das war nicht überraschend, da Zappi und Mariano schlechtes ®ett?r barten und mcht wußrcn, d. der ,,Krassin" in der Nähe war. SamoiIoDrt'<1' hofft, baß der .Krassin" am Samstag ausgebessert fei und sofort Kurs nach dem Norden von Spitz-

WeiterbaueS de« Panzedchiftes .Au die wettaren Bauraten eventuell bei den Ansätzen für wertere Ersatzbauten in Abzug gebracht werden müssen. Dann aber ist schließlich ?ror2uL besonderer Wert zu legen ist ausdracklkch fest- gefegt worden, daß der Beginn des Baues des Panzedchiftes .A in gar keiner Weise zukünftigen Entlcherdungen n der dre etwaigen PanzerschiffeB. ,*C und ,D vorgreife. 3m Gegen tc l war d^ Ka­binett mit dem Reichswehrministor emstmuntg der Ausiassung. daß diese Fragen selbstve^ränd- sich wie alle anderen Fragen zukünftiger RerchS- etats ihreordnungsmähigeparlamen- tarische Erledigung finden muffen.

Rach all dem kann allo gar feine Rede davon sein, daß itgenb ein Kabinetts Mitglied in tnc Rvtwendigtcit versetzt worden sei. seinen materiel­len Standpunkt in der Panzerschiftrage aus zu- geben Soviel wir unterrichtet sind, dürfte von einem solchen Aufgeben seiner pedönlichen Sin- stellung auch bei keinem einzigen Ttitgltebe bre Rede fein. Rach dem ganzen Gang, den die An­gelegenheit bei Erledigung des Reichshaushaltes 1928 genommen hat. erscheint die getroffene Ent­scheidung gerechtfertigt, da die in der genannten Enftchliehung aufgeworfenen Fragen eine zu- friedenstÄlendc Erledigung gefunden hoben.

Zwei Knaben von neun Jahren wurden vom Zuge edaht und bei fette geschleudert. Beide blieben mit schwerem Cchädelbruch liegen.

Zwölf Opfer einer Erplosion.

3n Hammond (ll. S. A.) ereignete sich ht einer vaont für modi.zin.sitze Präparate eine Erplosion. bei der 12 'Pedonen ums Leben kamen. Durch die Ervlosion entstand ein Brand, der es zunächst unmöglich machte, die Leichen der Ter- imgftr<hen zu bergen

Salftäure-Exploßan.

Bei der Dkumonlage hn Susfat.Lal.-paure-Vettieb der Farbenfabrik dcr I.-G -F a r b e n t n b u ft r i e in Wolfen (Kreis Bitterfeld) ist heute vormittag aus bisher unbekannter Ursache bei der BornohMc von Schneidearbeiten eine teilweise mit 32prtyentiger Salzsäure gefüllte Zisterne explodiert. Bier Arbeiter wurden dabei schwer verletzt und mußten dem Krankenhause zugeführt werden.

Lin chinesischer Dampfer gesunken.

Mehrere hundert Pasing irre er im atm.

Der chinesische DampferS h i n h s u t u n g", der sich auf dcr Fahrt von Tjchangking nach Ätschang befand, ist in den Stronftchneven des 7)angt(c gesunken. Es vertäutet, daß mehrere hundert Passagiere ertranken sind.

Kunst und Wissenschaft.

Der Internationale ftiftorikerkongreß In Oslo

3n Oslo wurde der 6. Internationale Kongreß für histor.fche Wif'mfchaft im Beisein de« Königs und des diplomattschen Korps in der Aula der Universität eröffnet Rektor Saeland hielt im Damen der Universität und Professor Toht al- Vorsitzender des Internationalen Aus­schusses und des norwegischen OrganisationS- kvmiteeS Begrüßungsreden. Dieser Kongreß wird als die größte Historikervonammlung angesehen, die jemals stattgesunden hat. Die Zahl der Teil­nehmer, die 40 Länder vertreten, beträgt 1000. 16 Vorsitzende und zwei Generalsekretäre wur­den gewählt. Der Kongreß wurde in 15 Ab­teilungen eingeteilt. Gs werden ungefähr 400 Vorträge gehalten.

Entdeckung eine» neuen Cionatbo do Vinci.

In Salamanca soll ein Bild entdeckt worden fein, dem man bisher nur geringen Wert bei maß, das aber jetzt als eine neue ©ioconba von Lio- nardo da Vinci festgestellt worden sein soll.

Die Hot des deutschen Gelehrtentums

Än der Berliner Universität ist im An­fang des Jahres eine U n t e rst ü tzu n g s k a s s e für d i e Hinterbliebenen des Lehrkör- pers gegründet worden. Aus dem jetzt ausge­gebenen Bericht des Rektors der Uniuexfrtät gebt hervor, daß diese Kaste bisher Beihilfen in Höhe non 85 000 9Rf. an etwa 80 Hinterbliebene früherer Universitätslehrer hat auszahlen können, m ei it an unverheiratete Töchter. Unter den Unter­stützungsempfängern befinden sich Träger dcr bedeutend ft en Namen, die in früherer Zeit den Ruhm der Universität bildeten. Durch schnittsich bekommen sie etwa 45 Mk. im Monat, um bester helfen zu können unb da die Zahl der Bedürftigen ständig wächst ist deschlosten worden, oorzuschlagen, daß die beamteten Professoren der Universität nicht nur wie bisher 1 Prozent ihre» festen Gehaltes, sondern auch 1 Prozent der ge­samten Dorlefungshonorare an die Unterstützungs- käste abführen.

Oie Wetterlage.

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^cktervorautzsage.

lieber Mitteleuropa ist der Luftdruck etwas

gefallen, während «r im Westen fräftia ansteiat. Hom.t gleichen sich die Lustdruckgegen'ähe mehr und mehr aus. Das englische Ttes hat sich er­heblich abgeflacht und etwas nordöstltch ver­lagert. Wohl werden auf feiner Rückseite noch maritime Kalttuftmassen unserem Gebiet zuge-

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tobet, die stellenweise Bewölkung veranlasieTr, Innft werden fie keinen wesentlichen Sinfluh mehr auf un'ere Witterung haben. Riederschläge tre­ten höchstetrS noch in ganz geringem Maße auf.

Voraussage für DonnerStaa. Wokftg mit Aufheiterung, etwas kühler, meist trocken, westliche dis nordwcsrttche Winde.

Voraussage für Freitag. Keine we­sentliche Aenderung.

Lufttemperaturen am 14. August mittags 21,7 6>rai> Celsius, abends 16,K Grad Celsius: am 15. August: morgens 15 Grad Celsius Maximum 21 lstrad Celsius, Minimum 12,8 Grad Celsius. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 14 August, abends 19,7 Grad Celsius am 15. August. morgens 16,9 Grad Celsius Riel erschläoe am 13 August: 3 mm . am 14. August 0,1 mm. ^onnenscheindmier 3i Stunden.