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Pb. Butzbach, 14. Juni. 3n der jüngsten Ttadtverordnetensitzung genehmigte die Versammlung eine Schuldurkunde über 1 3 000 Mark Staatsbaudarlehen für 1927. DaS Gesamtbaudarlehen für 1927 beläuft sich auf 42 000 Mk. Weiter bewilligte sie die Hergabe eines Gesamtdarlehens von 1500 Mk an Frau Friedr. Wilh. Müller Witwe, Marktplatz 3, zur Herstellung der Fassade deS früheren Gasthauses »Zum goldenen Lö - w e n" gegen einen ermäßigten Zinssatz von 4 Prozent und jährlicher Tilgung von 10 Prozent. Der Hessische Staat lDenkmalSpflege) hot ebenfalls eine geldliche Llnterstühung -ugesagt. — Nachdem die Steuerwerte für 1928 vom Finanzamt festgestellt sind, hat sich ergeben, daß bei den seitherigen Ausschlagsfähen bei der Gewerbe st euer wesentliche Ausfälle zu verzeichnen sein würden, weshalb diese geändert werden müssen, damit daS voranschlagsmäßige und beschlossene Steuersoll erreicht wird. Die Ausschlagssätze von der Gewerbesteuer vom Er- • trag sollen ermäßigt und diejenigen vorn Anlage- und Betriebskapital erhöht werden. Die Versammlung beschloß, in Abänderung des Beschlusses vom 24. Mai 1926, für daS Jahr 1928 von der Gewerbesteuer folgende Ausschlagsätze zu erheben: a) 1.20 Mk. von 100 Mk. Anlage- und Betriebskapital, b) 0.80 Mk. von 1 Mk. des staatlichen Ertragssteuersolls. Weiter beschloß die Versammlung, ab 1. 3uli 1928 die Straßenreinigung der Fahrbahnen in der Bahnhofs-, Weiseler-, Wetzlarer- und der Driedeler Straße, soweit sie gepflastert Ist, und des Marktplatzes gemäß den Vorschriften des Ortsstatuts betr. bte Erhebung der Kosten für die Straßenreinigung vom 21. August 1909 durch die Stadt auszuführen. Die Kosten werden bis auf weiteres mit einem Sah von jährlich 0.50 Mark für den Quadratmeter gemäß § 5 des Ortsstatuts auf die Anlieger ausgeschlagen und vierteljährlich erhoben. Die Reinigung erfolgt mittelst Handbetrieb
Schweres Unglück bei Ranstadt.
a. Ober-Mockstadt, 14. 3uni. 3n der gestrigen Nacht ereignete sich zwischen Ober- Mo ck st a d t und Ranstadt ein schweres Unglück. Der Knecht der Firma Strauß von hier war abends spät noch auf der Landstraße, um 2 Pferde nach Selters zu bringen. Um dieselbe Zeit kam Adolf Harth von hier mit seinem Motorrad von Ranstadt her zurück und fuhr in der Dunkelheit in die Pferde hinein. Später, gegen 12 Uhr nachts, kam ein Radfahrer an der Stelle vorbei und sah das Unglück. Der Motorradfahrer lag bewußtlos in feinem Blute, dem Pferdeknecht waren beide Deine gebrochen, eines sogar zweimal: ob noch innere Verletzungen vorliegen, weiß man bis jetzt noch nicht. Der schnell herbeigeholte hiesige Arzt ließ den Knecht sofort im Auto in das Bildinger Krankenhaus bringen. Adolf Harth brachte man heim, wo er nun schon 15 Stunden bewußtlos mit schwerem vchädelbruch und inneren Verletzungen liegt. Die Pferde haben ihn geschlagen. Auch der Mitfahrer ist schwer verletzt. Das Motorrad ist völlig zerstört. Die Pferde liefen bl8 gegen Morgen im Feld herum. Wer daS Unglück verschuldet hat, weiß man nicht.
Starkenburg.
LPD. Darmstadt, 14. Juni. Die Ziegelei •Otto Deroet Blascheck bei Eppertshausen ist fast vollkommen dasOpfereines verheerenden l Schadenfeuers geworden. D'.e Brandursache ist noch nicht bekannt. Eine größere Trockenhalle, Teile r des Maschinenhauses und benachbarte Räume wur- . den von den Flammen erfaßt und eingeäschert. Das Feuer fand in den aufgeftapclten Vorräten reichliche Nahrung. Nur mit Muhe gelang es der Feuerwehr von Eppertshausen, die Maschinenanlagen vor den Flammen zu retten. Der Schaden ist beträchtlich, jedoch durch Versicherung bis zu einem gewissen Teile gedeckt.
Preußen.
Zwei Mordprozesse in Limburg.
Lpd. Limburg, 14. 3uni. Die zweite Schwurgerichtsperiode beginnt am 2. 3uli. (38 sind zwei Verhandlungswochen vorgesehen. Es verlautet, daß der Mordprozeß gegen Emst PeterS aus Uebernthal, der in der letzten Schwurgerichtsverhandlung wegen beantragter Untersuchung deS Geisteszustandes des Angeklagten abgebrochen werden mußte, jetzt, nachdem die volle Zurechnungsfähigkeit PeterS festgestellt ist, wieder zur Verhandlung kommen
wird Desgleichen wird der Fall des 19 jährigen MutterTnörders Anton Horn aus N e'^erzeuz- heim zur Aburteilung gelangen
Zehn Jahre amtliche DolksbildungS- und Iugendpflegearbeit in Hessen.
Lpd. Darmstadt, 13.3uni. Am Mulwoch- nachmittag sand im Landtagssaal aus Anlaß des zehnjährigen Bestehens der Zentralstelle für Volksbildung und 3u- gendpflege in Hessen eine gemeinsame Festsitzung statt, in der alle Landes-Ausschüsse und auf diesem Gebiet tätige Einzelpersonen und Behörden vertreten waren.
Die Begrüßung erfolgte durch den Staatspräsidenten und Kultusminister Adelung, dessen Ministerialressort die Zentralstelle ange- aliedert ist. Der Staatspräsident stellte zunächst fest, daß der amtliche Tharakter der Zentralstelle in keiner Weise bureaukratisch aufzufassen sei, daß vielmehr die Volksbildungsarbeit von jedem in voller Freiheit angenommen werde, der Liebe und Verständnis für diese Arbeit mitbringt, weiter ein warmes Herz und dazu ein starkes Maß von Unverdrossenheit, das Fehlschläge ertragen läßt. 3n diesem Sinne kann jeder helfen, der will. Der Redner sprach dann dem Leiter der Zentralstelle, Schulrat Daffinger, für die ersprießliche und segensreiche Tätigkeit in den zehn 3ahren deä Bestehens namens der Regierung den herzlichen Dank aus.
Fierauf erstattete Schulrat Has finger einen Bericht über die zehnjährige Tätigkeit der Zentralstelle mit einem Rückblick und Ausblick.
Glückwunfchanfprachen, in denen Dank und Anerkennung für die geleistete Volksbildungsarbeit zum Ausdruck kamen, hielten Professor Dr. E o r b i e r für die Landesuniversität Gießen, Pfarrer von der Au für den Gau Hessen der evangelischen 3ugendverbände, Pros. Becker für den Ausschuß des Amtes für Leibesübungen, Stadt Inspektor Brambach für die 3ugendherbergsverbände und die wandernde 3ugend, Ministerialrat Dr. S i e g e r t für den Hessischen Sängerbund, Prälat D. Diehl für die evangelische Landeskirche, Ministerialrat Dr. Meller für den Dolksverein für das katholische Deutschland, Studienrat 3 a k o b s für den Landesverband hessischer Volkshochschulen, Prälat Schneider für das bischöfliche D>mkapitel in Mainz, Grötzner für den Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbund, Landtagsabgeordneter Widmann für sämtliche sozialistischen Kultur- und Bildungsorganisationen, Redakteur ©treefe für den Landesverband Hessen deö Reichsverbandes der Deutschen Presse.
Schulrat Hassinger sprach sämtlichen Rednern den Dank im Namen der Zentralstelle zur Förderung der Volksbildung und 3ugendpflege aus. Darauf folgte ein Vortrag von Direktor Bäuerle, Stuttgart, über „Arbeilerbildung und Bauernbildung'. Der Dortrag gründete auf der Forderung, Volksbildung nur von der Grundlage des Lebens und Berufs des zu Bildenden aus zu betreiben, wobei in Beziehung auf das Vortragsthema stark zu unterscheiden ist zwischen den erdgebundenen, konservativen, von der Natur abhängigen Dauern und den technisierten und typisierten proletarischen Massen- menschen.
Mit Dankesworten des Schulrats Ha s s Inge r wurde die Festveranstaltung geschlossen.
Wirischast.
" * Emission einer neuen preußischen Staatsanleihe. Wie die Preußische Staatsbank (Seehandlung) durch den Amtlichen Preußischen Pressedienst mitteilt, hat das bekannte, unter ihrer Führung stehende Preußenkonsortium vom Preußi- schen Staat 50 Mill. Mark 6prozentige mit 110 Prozent auslösbare preußische Staatsanleihe fest übernommen. Die Anleihe lautet auf Feingoldbasis. Die Auslosungen finden vom Jahre 1934 ab in zehn gleichen jährlichen Raten flott Es ist in Aussicht genommen, die Anleihe noch im Laufe des Juni zur öffentlichen Zeichnung aufzulegen.
^StarkeUeberzeichnungderGesfürel- Anleihe. Nach Mitteilung von Harris, Forbes & Co. in Neuyork wurde die gestern zu einem Kurse von 100 Prozent aufgelegte 5-Millionen-Dollar-An. leihe der Gesellschaft für elektrische Unternehmungen stark überzeichnet. Es liefen Zeichnungen aus allen Teilen der Vereinigten Staaten, sowie aus Europa ein.
• Metallbank und Metal lgesell- f ch a f t. Die Aufsichtsräte der Metallbank und Metallurgischen Gesellschaft A.-G. und der Mc- tallgesellschaft haben sich in den gestern stattgehabten Auftichtsratssihungen in allen Teilen
mit den schon bekannten Vorschlägen deS Vorstandes beider Gesellschaften bezüglich der Fufion einverstanden erklärt. Der Termin für die Generalversammlungen beider Gesellschaften ist auf den 6. August festgesetzt worden
' S ü d w e st d e u t sche Luftverkehrs- A.-G., Frankfurt a. M. Die Generalver- versammlung genehmigte die Abschlüsse für die Geschäftsjahre 1926 und 1927. Seitens der als Aktionäre Vertretenen Subventionsgeber formte festgeftellt werden, daß der Zuschutzbedars der Gesellschaft sich um etwa 30 Prozent gesenkt hat und für das kommende 3ahr eine weitere erhebliche Herabminderung verspricht. Auch die Strek- kenzuschüsse sind nicht nur absolut geringer geworden. sondern haben auch relativ eine wesentliche Verbesserung dadurch erfahren, daß für eine geringere Summe als im letzten Jahre besondere Strecken mehr beflogen werden können. Oberbürgermeister Dr. Landmann, Frankfurt, mußte wegen Arbeitsüberlastung fein Amt als Vorsitzender des Aussichtsrates nieberlegen. An seine Stelle trat der neue Dezernent des Wirt- schaftsamtes, Stadtrat Dr. Lingnau, Frankfurt. Neu gewählt wurden drei Vertreter des Dezirksverbandes Wiesbaden. Die Hessische Flug- betriebs-A.-G., Darmstadt, ist der Gesellschaft beigetreten, Bürgermeister Müller. Darmstadt, trat infolgedessen in den Aufsichtsrat ein.
' Bayerische Motorenwerke A.-G., München. 3n der gestrigen Aufsichtsratssitzung berichtete der Vorstand über den Geschäftsgang des Unternehmens, der neuerdings eine fortschrittliche Entwicklung zeige. Der Auftragsbestand und die dauernd steifende Nachfrage sichere eine Beschäftigung bis in das nächste Jahr hinein. Die Anforderungen der Fabrikation machten weiter große 3nvestitutionen notwendig. Daneben bedinge die Erzeugung der luftgekühlten Flug- motore, die nunmehr programmäßig nach der von der Pratt and Whitney Airkrast Tompanh U. S. A. für das ganze europäische Festland erworbenen Lizenz auf genommen wird, umfangreiche Einrichtungen. Zur Lösung dieser Ausgabe und zur Beschaffung der für die weitere Ausdehnung der Motorradfabrik erforderlichen erhöhten 3noeftittonen und Betriebsmittel beschloß der Aufsichtsrat, der auf den 7. 3uli nach München einzu berufen den a. o. G.-V. eine Erhöhung des Aktienkapitals um 6 Mill. Mark auf 16 Mill. Mark vorzuschlagen. Von den neuen Aktien sollen 5 Will. Mark den alten Aktionären im Verhältnis 2:1 zu 120 Proz. mit Dividendenberechtigung ab 1. 3anuar 1928 zum Bezug angeboten werden. Die restlichen 1 Mill. Mark neue Aktien sollen im 3ntercsse der Gesellschaft gemäß den von der G.-D. zu fassenden Beschlüssen bestmöglich verwertet werden.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 15.3uni. Tendenz: abge- schwächt. — Nachdem an der Dorbörse die Tendenz noch freundlich war, erfuhr die Haltung zu Beginn des offiziellen Verkehrs eine Abschwächung, die eine größere Unsicherheit außlöfte. Die Kulisse schritt verschiedentlich zu Abgaben, was mit dem heutigen Zahltag in Zusammenhang zu bringen ist. Das herauskommende Material wurde nur mit Kursverlusten bis zu 4 v. H. gegenüber der gestrigen Abendbörse ausgenommen. Das Geschäft war minimal und beschränkte sich im wesentlichen nur auf einzelne Spezialwerte. Der Verlauf der gestrigen Neuyorker Börse blieb nicht ohne Einfluß auf die allgemeine Stimmung. Die starke Ueberzeichnung der Gesfürel-Anleihe in Neuyork blieb dagegen fast vollkommen unbeachtet, obwohl man nicht damit gerechnet hatte. Man führte das darauf zurück, daß die deutschen Bonds an den Auslandbörsen in den letzten Tagen stärkere Kurs- Verluste zu verzeichnen hatten. Am Elektromarkt waren Siemens mit minus 4,5 o. H. stark angeboten. Schuckert und Bergmann verloren 2,5 refp. 3 o. H. Am Chemiemarkt kannte sich nur lang- sames Geschäft In I.-G.-Farben und Scheideanstalt mit je minus 3 v. H. entwickeln. Am Montanmarkt waren die Kursverluste im allgemeinen nicht sehr groß: nur Rheinstahl gaben 3 v. H. nach. Banken lagen durchweg «m 3 v. H. schwächer. Für Kali- werte erhielt sich das Interesse. Aschersleben und Westeregeln blichen gut behauptet. Da der günstige Kaliabsatz anregend wirkte. Salzdetfurth waren dagegen stark angeboten und bis 7,5 v. H. schwächer. Bon Bauunternehmungen waren Wayß & Freytag bei etwas lebhafterem Geschäft gefragt und 1 v. H. höher: Holzmann zogen 0,50 v. H. an. Auto werte hatten weiter lebhafte Umsätze. Adlerwerke konnten weiter 1 v. H. und Daimler 1,25 v. H. anziehen. Am Rentenmarkt war das Geschäft klein. Attbesitz- anleihen waren etwas höher. Ausländer still und eher etwas schwächer. Im weiteren Verlaufe wurde die Stimmung zuversichtlicher. Aus oerschie- bene Deckungen, besonders in Spezialwerten, wurde die Tendenz f e st. Kaliwerte waren lebhafter oer-
langt Es machte sich hierin schließlich Material- knappbeit bemerkbar, so daß schließlich Aschersleben 7 v. H. und Westeregeln 8,5 o. H. anziehen kannten. Salzdetfurth ebenfalls 3 o. H. gebessert. Im übrigen betrugen die Kursgewinne bis zu 2,5 v. H Tagesgeld blieb weiter flüssig. Tägliches Geld 6,25 v. H. Am Devisenmarkt nannte man Reichsmark gegen Dollar 4,1846. gegen Pfund 20,428, London gegen Kabel 4,8817, Paris 124,20, Madrid 29,37, Mailand 92,80, Holland 12,10.
Berliner Börse.
Berlin, 15. Juni. Bei dem ziemlich starken Interesie, das im heutigen Darrnittagsoerkehr für einige Spezialwerte bestand, war die allgemeine Stimmung weiter freundlich geblieben, zumal auch der Verlauf der gestrigen Neuyorker Börse günstig beurteilt worden war. Zu Beginn der Börse trat aber bei der Spekulation Ä b • gabenetgung hervor. Die Auslegung der Preußen Anleihe und die verzögerte Regierungsbildung schienen hauotsächlich zu verstimmen. Einige günstige Abschlüsse konnten sich nur bei den betreffen- den Papieren auswirken, so daß mit Ausnahme von einigen Spezialpapieren mehrprozentigc Abschwächungen in der Ueberzahl waren. Di« Kursgewinne betrugen 1 bis 3 v. H., bei Spezial werten bis zu 10 o. H. Harburg-Gummi waren auf die überraschend gekommene Dividendeiosigkeit 5 o. H. schwächer Dagegen Soenska, Bayr. Motoren und Feldmühle als fest zu nennen. Bei Auto werten regte die Möglichkeit des Verkaufs eines Pakets Vorzugsaktien an die I.-G.-Farben an. Bayrische Motoren, die eigentlich nur per Kassa gehandelt werden, hatten auf die beschlossene Kavitalerhöhung auch heute einen größeren Freiverkeyr und wurden mit 80 Geld genannt. Für Feldmühle slim- mutierten wieder Gerüchte über eine baldige Ter- mineinfüßrung. Banken waren gut behauptet. Schifsahrtswerte und Stöhr hatten weiter Inler- esie. Deutsche Anlechen etwas schwächer. Ausländer behauptet. Rusien nachgebend. Türken lebhafter, auch Bosnier und Mexikaner bis 0,50 v. H. höher. Pfandbriefmarkt still. Farben-Bonds 150,50 bis 151 o. H. Der Geldmarkt war etwas versteift. Tägliches Geld 5 bis 7 o. H., ‘onft unverändert. Im Verkaufe nicht einheitlich, wurde es doch etwas lebhafter als zu Beginn. Polyphon waren auf angebliche englische Käufe 10 v. H. erhöht. Soenska waren weiter sehr lebhaft. Feldmühle. Rutgers» werke, Deutsche Erdöl und Schiffahrtsaktien biteben bevorzugt. Auch Berger, bei denen sich die alten Kapitalerhöhungsgerüchte erhalten, lagen 8 v. H. höher.
frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 15. 3uni Zum Wochenschluß verkehrte der Frankfurter Prvduktenmarkt in stiller Haltung. Die etwas erhöhten Tlus- landnotierungen gaben dem Markte eine Stütze. daS Geschäft blieb jedoch sehr klein, so daß die Preise unverändert blieben. ES wurden notiert: Weizen 26,50—26,75 Mk.: Roggen 28,50; Hafer, inländischer 27,75—28,50, Mais (gelb) tüt Futterzwecke 25; Mais (gelb) für andere Zwecke 25; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 3725 bis 38; Roggenmehl 39,50—40; Weizenkleie 14,25; Roggenkleie 16,5(>—16,75 Mk. Tendenz: stetig.
Rundfunkprogramm
des Frankfurter Senders.
(Aus der Radio-Umschau".)
Samstag. 16. 3uni.
12.15 bis 12.45: Schulfunk - Deutsch: .Don edlen Menschen", vorgetragen von AugustGaede. 13 biS 14: Schallplatten-Konzert. Buntes Programm. 15.30 bis 16: Die Stunde der 3ugent>. 16.30 bis 17.45: Konzert des Rundfunkorchesters: Operettenmusik. 17.45 bis 18.05: Die Lesestunde. 18.30 bis 19: Der Briefkasten. 19.15 bis 19.45: Vortrag von Kurt Weill anläßlich seiner Opernpremiere in Frankfurt a. M. 19.45 bis 20.15: Stunde des Frankfurter Bundes für Volksbildung: .Leben im deutschen Bürgerhaus in früheren 3ahrhunderten", Vortrag von Dr. Erna Barnick. 20.15: Nach Stuttgart. Der Soldat der Marie. Operette in drei Akten von Bernhard Buchbinder. Musik von Leo Ascher. Anschließend: Tanzmusik.
Kirchliche Nachrichten.
Israelitische Religioasgemeinbe. Gottesdienst in der Synagoge (Sudanlage). Samstag, 16. Iunu Vorabend 7.45 Uhr; morgens 8.30; Predigt; abends 9 und 9.40
Zsraelitische Neligionsgesellschaft. Sabbatfeier den 16. Juni. Freitag abend 7.45 Uhr, Samstag vormittag 8: Predigt, nachmittags 4.30; Sabbat- ausgang 9.40. — Wochengottesdienft: morgens 6.15; abends 7.15.
Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe bet zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8 Prozent.
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