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ftofttii, 71/. Kg au« Kre^ 48 OHeier. Hoch. !pnina übu Suite 0.85-1.45 Tteter ßau! (Unr 102 Meter 18*,>12*,; MunDcn. Weit'pr.ng 3.40 bi« 5.40 Mein, eiiw Freiübung. - 1. Steg Karl Mar». Xv. 1846 »icftrn, 101 P 2. ÄeinA NochLrm«!. Mw Stehen. 100 P L. I«rD Slremmel. Mw Drehen 8- P. 4. Erich vetzb Mw Dießen. S3 P. 8. »ruft Stern. $6. Großen-Linden 90 P. 7. Ott© 3ftngft. Xd. 184© Drehen SS P 8 Albert Leun. X©. Drohen-Linden. SV P 10 Ludwig Brgt, . 1840 Drehen. 85 P 11. Werner Log. Mw. Dießen. Ernst Stengel. Xv Drohen-Linden. 84 P 13 Kurt Aoic-j'ed, Xv. 1846 Drehen. Otto Matth.e«. Tv. Grünberg. 81 P 14. Dil- beim Meller. Xv Heuchelheim. SO P 16 Karl Leinweber. Xv Xrei« a. b Lda, 78 P. 17. Heinrich Mosbach. Mw S.ehcn 76 P 18. QtuDolf Still«. Mw Stehen. 75 P 20 Erwin Deck. MW Drehen. Karl Sehrrnger. Xv Drün- berg. 73 P - 21 Michelm Straub. Xv 1846 Drehen. 71 P - 21 Aböl» Leib Xv Krolbori 70 P 23 Mlchelm Kehr Tv. Tret« a. d. 2ba . 66 P. - 24. Theodor Lotz. Mw Drohen. Albert Lub. Xv. Ultenborf a. d Lahn. August Philipp unb Aoberl Sv eh. Xv. 1846 Dießen. Karl Wmn. Tv Drohen.Linb«t, 67 P 25 Heinrich Mar- ten. Xv Klein-Linden. Kurt Sänger, Tv. 1846. ®i<ten. 66 P 26 Ernst Luch. Tv AttcnDorf a. b. Lahn. 83 D 27. Fritz Heutzenrbdcr. Tv. Grünberg. 62 P 28 Heinrich Decker. Xv. Xrvi« a b. Lda , 59 30 Kurt Docker. Xv. 1846 Stehen. 58 P. 32 Konrad vchaai. Xv. Tret« a. d Lda.. 56 P - 33 August Müller. Xv Klotn-Linben. 55 P

Iuacndturner-Untcrstufe. 15 unb 16 3ayre. 59 Teilnehmer 52 Sieger in Kugel­stoßen 5 Kg. 5.509.50 Meter. Hoch'prung Über Latte 0.831.30 Meter. Laut über 100 Meter 17*/4 IV/t, S< künden Weitsprung 35 Meter, «ine Freiübung 1. Sieg. Helmut Nolb. Xv. Wetzlar 120 P. 1 Otto Lindemstruch. Mw. Diehqn 116 P. 3. Werner Langenohl. Tv. Heuchelheim, 111 P. 5. Han« Schü^ Mw. Lv^chsn. 106 P 8. Otto Kern, Tv. 1846 Dießem 87 P 10 Sg. Schmieder, Xv. Lich, 84 P. - 12. Erich Ploch und Fritz Spuck, Mw. D.ehon. 92 P. - 13. Fritz Arnold. Xv 1846 Dcha' 86 P 15. Audols Ufer. Tv. Klein- Linden 81 P. 17. Ernst Eckhardt. Mw Dießen 78 P. 18. Han« Georg öteuertoalb und Han« Vogt, Tv. 1846 Dieben. 78 P 19 Kurt Zeig«. Mw Sichen, 77 P 20 Karl Steuorna-grl. Tv. Lich, 76 P 22. Wilh: .it Müller. Xv. Äloji-Cinben, Heinrich Linn. Tv. Heuchöchetm. Alfred Ulm. Xv. Allendorf a. d. Lahn. 74 P 24 Kart Schmitt. Tv. Drünberg. Karl Web«. Tv. Heuchelheim. 72 P - 28 Ph> lU>P Schlamp, Tv 1846 Diehvn 64 D - 30. Nudolf 2ung, Tv. Klein-Linden. Wichard Witz. Mw. Dießon. 63 P. - 31. Karl Völker Tv. Luh 62 P - 33 Friedrich Druck. Tv. 1646 Dtehan. d8 P 36. Erich Xetzen, Tv. 1846 Stehen. 52 P. 37. Walter HLllmeyec unb Ludwig Herbert. Xv. 1846 Gtehen, 50 P

Schuler (12, 13 und 14 Jahre). 76 Teilnehmer, 74 Sieger in Kugelstoßen, 4 Kilogramm, .3,60 bi» 7,60 Meter, Hoch'nrung über Latte, 0,70 bl» 1,20 Meter, Lauf über 75 Meter, 14K bi» 10H Sekunden, Weiterung, 2,40 bis 4,40 Meter, eine Freiübung. 1. Sieg Karl Kley. Mw Gießen, 123 13.; 2. Ernst Sommer, Mto. Gießen, 119 P.; 3 Wilhelm Lechens, Tv. Lich, 10" P., 4. Willi Ellermeier, Tv. 1846 Oie- ßen, flarl Schorge, To. Großen-Linben, 103 P.. 5 Ernst Ploch, Mto. Dießen, 100 P; 6. Heinrich Fach, In. (Brofjen-Cinben, Ludwig Will, To. Tret» (Lda ), 98 U; 7. Fritz Leinberger, To. Heuchelheim, Heinrich Nickel, To. Trei»(Lda.), 96 P; 8. Heinrich Schlamp, Io. 1846 Gießen, 95 Ü; 9. Kurt Strack, Mtv Gießen, 94 P ; 10. Willi Büttel, Io. Grünberg, Wolter Hen- fei, To Krofdorf, 89 P ; 11 Karl Rinn, To. Heuchel heim. 88 P ; 12. Ludwig Ulm, To Allenbors (Lahn), 85 P ; 13. Nicharb Gombert, To Krofdorf, 84 P-, 14 Erwin Menges und Wilhelm Hofmann, Tv. Großen-Linden. 83 P.; 18. Karl Müller, Id. 1846 Gießen, 79 P.; 19. Karl Klaum, To. Großen Linden, Ernst Kreiling, Io. Heuchelheim, Karl Wagner, Io. Krofdorf, 76 P : 20 August Gehringer, Io. Grün- berg, Otto Plaß, Tv. Krofdorf, 75 P.; 21. Willi Hof­mann, Id. Heuchelheim, Wilhelm Müller, To. Grün- berg, 74 P ; 22. Kurt Schwan, Mto Gießen, Karl Volz, Id. Lich. Walter Speie»-, Id. Klein-Linden. 73 P ; 23. Arthur Kehr und Otto Kröck, Id. Heuchel- heim, Paul Daoner, Tv Krofdorf, 72 P : 24. Her­mann Kreiling, Tv Heuchelheim, Fritz Müller, Tv Klein-Linden, 71 P 25. Willi Habicht und Ernst Pfeffer, Io. 1846. Gießen, Karl Jungk, Io Trete (Lda 1, Heinrich Schimmel, Io. Klein Linden, 70 P. 26 Reinhold Blaß. Io Großen-Linden, Karl Leib. To Krofdorf, 69 7> ; 27. Heinrich »lock. Id Irof- dort Werner Geiß, Mtv Gießen, Ernst Luh, Id. Klein Linden, Ernst Pirr, Tv Großen-Linden, 68 P ; 28 Walter Bebling, Io. Heuchelheim, 67 P.; 29 Ernst Schimmel, Io. Klein-Linden, 66 P, 30. Willi Steinmüller, Tv. Heuchelheim, 64 P. 31. 0. Röhrs- heim. Tv Krofdorf, Heinrich Schombert, Tv. 1846 Gießen, 63 P. 33. Heinrich Hof, Tv Krofdorf, Walter Weber, Tv. Klein-Linden, 61 P; 34. Albert Krombach, Id. y "ofborf, 59 P . 37. Hans Weller, Io Klein-Linden, 52 P

Monnfchoftskampf im Hochs prung und Kugel st aßen: Jede der fünf wettstreitenden Mannschaften bucht die beste Leistung eine» seden chrer vier Teilnehmer In Hochsorung und Kugelstoßen zusammen al» ihre Gesamtleistung Darnach errang die Mannschaft de» MSnnerturnoereln» Gießen mit 6^6 Punkten den 1 Sieg, diefenige be» Io. Krofdorf mit 614 v den 2 Sieg; es folgten Tv Wetzlar mit 568 P.. To. 1846 Gießen mit 544 P und Id Rieder-Girmes mit 529 v

Die Gießener lurnerfdjaft errang ins gesamt 5 8 Siege, oon denen jede der beiden Ver­eine 29 für sich verbuchen kann.

Handball her D. T.

Sptetabtelluag des Io. oon 1846.

Am kommenden Sonntag trägt die 1 Handball Mannschaft de» Turnvereins oon 1846 da» Rückfpiel gegen die 1 Mannschaft de» Turnvereins Dillenburg au». Denn auch die Gießener das Spiel im Vorjahre hoch gewinnen konnten, so ist diesmal der Ausgang de» Treffen» noch lange nicht bestimmt, denn Dillen bürg bat zweifellos in diesem Jahre an Spielstarke gewonnen. Außerdem muß Gießen fast die Hälfte der Mannschaft und gerade die besten Spieler ersetzen, es wird flth deshalb tüchtig rühren müssen, um ehrenvoll zu bestehen.

Heuchelheim.

Die 1. Mannschaft des Turnvereins Heuchelheim hat am kommenden Sonntag die 1. Mannschaft des Turnvereins Ridda zu Gast. Nidda verfügt über eine sehr stinke Mannschaft; das letzte Spiel konnte es für sich entscheiden. Aber auch Heuchelheim wird alles baronfetten, dos Spiel zu gewinnen.

Der schnellste Mensch.

(Sin Flieger, der 513 Kilometer in der Stunde stiegt.

Bon Rurt Hallbera

Nachdem |tt«t ULiteiulche 3 iu>.en am 2. 3uni eir.cn neuen Weltrekord im Dauer- flufl ausgestellt hoben, ist «4 soeben dem Süflyug .Southern Ltoß" gelange. tkn Suiten O«ean von Honolulu di« zu den Fihschi-3:ckeln üi 35*/, Stund«- au über- queren. Dttfc leiben Srlo^g. l «weisen, welch« gewaltigen Zor.schr.tr« die Flug- zeuatechnik in der allerletzten Seit auszu- weiten hot

3n den Morgenstunden bei 31 Mar flieg bei schönstem Wetter auf dem rbmischen Flugplatz Monieeelio em Älug^eug in die Lüfte, bat eine merkwürdige Fahrt unternahm 48 flog nämlich, nachdem t« auf feinem Weg« ein Dreieck be­schrieben hatte, zu feinem Ausgangspunkt zurück, landete dort aber nich: sondern fuhr zwei Loge ununterbrochen immer dieselbe Streck« Erft am Nachmittag de« 2. Juni gingen die beiden Piloten, her Hauptmann Ferrarin und der Major del Prete. in Wontecelio wieder zu Doden. Sie fmD 58 Stunden und 7 Minuten in der Luft geblieben, haben a.lc einen Flug auSgeführl. der fast zweieinhalb Lage bauerte, und e« Ist ihnen damit gelungen, ben Weltrekord im Dauer­flug um fast 5 Stunden zu erhöhen. T «)et hielten diesen Rekord die Amerikaner 6 I i n | o n unb Haldeman, deren Flugzeug sich jedoch ..nur 53 Stunden und 35 Minu en in der Luft halten konnte. Die beiden ttalienifchen Piloten, di« von der gesamten Italienischen Presse als Helden bt« Tage» Qt eiert werben, haben mit ihrem Flug, bei bem Ile auf ihrem Dreiecksweg weit übet 7000 Kilometer z irüLealen. eine ge­waltige Leistung volldrach. und bewiesen, bah unsere Maschinen heute schon bei günstigem Wetlc. zu noch längeren Ozeanilügen ausreichen, al« sie bisher schon vollbracht worden sind.

Seltsam mutet es uns an, wenn man nut bieten Dauerslüaen die Weltrekorde vergleicht, Ne vor zwei Jahrzehnten aufgeftellt worden find. Am 12. Dovember 1906 fte,i Santo-- Dumont die kleine S.recke von 220 Meter in 21,2 Sekunden, und da« war schon ein Weltrekord. A>n 26. Oktober 1807 zeigte aber H. F a r in a n, daß da« Fluozeug weit leiftungSjähiger fei, in­dem er 770 Meter in 52,6 Sekunden zuiucktegte. Ernsthafter war fchor. der Flug, den Wilbur Wright am 31. Dezember 1908 au-Iuhrte; er erftreine sich über 124,7 Kilomeier unb dauerte 2 Stunden 20 Minuten unb 53,2 Sekunden. Vie­ler Weltrekord von zweieinhalb Stunden wurde am 3 November 1909 gebrochen; es gelang nänu- lich H. Farman über 234 Kilometer in 4 Stundet unb 18 Minuten zu fliegen Derselbe Pilot Überbot bann am 18. Dezember 1910 feinen eigenen Aekorb, mbem er 8 Stunden unb 13 Mi­nuten in bet Luft blieb Man kann sich heute biete Seiten kaum noch vorftellen, sollte sich aber daran erinnern, doh erst am 27. November 1909 der erste UebedanbHug in Deutschland ausge- sührt wurde. Damals flog nämlich her Franzose Latham vom Tempelholer Feld in Berlin nach Johannisthal unb erregte bamü in ganz Deutschland ungeheure« Auisehen. Sie Entfer­nung betrug 10 Kilometer, unb da« in etwa 250 Meter Höhe fliegenbe Flugzeug legte diese Strecke in etwas mehr als fünf Minuten zurück. Einige Monate vorher hatte sich Orvllle Wright über bem Tempelhoter Feld freilich fchvn eine ßtunbe und 35 Minuten in der Luft gehalten. Jm Jahr« 1909 startete Dl 4 riot bann zu dem erstenOzeanstug": er überquerte nämlich am 25. Juli jenes Jahres in 27 Minuten den Kanal Größere Erfolge brachte bas Jahr 1910. Man hatte einen Preis von 100 000 Fr. ausgesetzt, um einen Pilo en zu ermutigen, die Alpen zu überfliegen. A n 22. September 1910 stieg der 22jährige Bra'i ianer Shavez auf, muhte ;ebod) wegen deS starken Degenwinb:s umkehren. Am nächsten Lag gelang bas Wagnis, doch verunglückte Ehavez btt der Landung in Domoboffola tödlich. Am 30. Dezember desselben Jahre« legte bann bet Pilot labuteau un Flugzeug 585 Äitometer zurück, unb genau ein Jahr darauf flog D o b sogar die Strecke von 740 Ä iometer. 3m Jahre 1911 gab e« übrigen« auch einen neuen Weltrekord im Sauen lug, den Fournh mit 11 Stunden. 1 Minute und 29 Se­kunden hielt. GcoheS Aufsehen unb Helle Be­wunderung erregte im gleich.n Jahre der ilebcr- landjlug von München nach Berlin, den Helmut H i r t h auHfichrte. Se ist kaum zu glauben, bah heute, nach 17 Jahren, ein Flug von Mün­chen nach Berlin für jeden Großindustriellen. Sip'oinaten ober sonstigen eiligen Neifenden etwas ganz Selbstverständliches ist.

Nach dem ersten .Ozeanflug DteriotS fand vom 22. bi« 29. Auauft 1909 in Ntim« die erste Jlugspvrtwvche statt, in beten Verlauf DlSriot am 28. August einen Doschwindig-

leiiitetotb von 77 Kilometer in der Stunde aufstellte. also eine Leistung erzielte, über die heute jeder Defttzer eine« mittelstarken Auto­mobile lächelt. Wenn man aber bedenkt, daß San to»-Sumont im Jahre 19C6 Den Welt­rekord mit 41 Kilometer hielt, krn 5 armer, im Jahre 1907 nur mit einer Geschwindigkeit von 52,7 Kilometer brechen konnte, erscheint QN^riot« Erfolg doch al« wichtige Etappe in bet Aitwickluna ber Flugtechnik. Am 10. Juli 1910 erreichte Leblanc eine Stundengefchwin- b iglest von 110 Kilometer, die Nieuport am 21. Juni 1911 mit 133 Kilometer überbot. Sa« wäre.', bomal« schon sehr beachtenswerte Dcschwmbialeiten, die aber fast zur Bedeutung«- loftgtcit zufamnienschrumpfen, nxna man sie mit den modernen Weltrekorden vergleicht. Aal doch Der Franzose Bonnet schon um Sagte 1924 in ber Stunde 448 Kilometer zuriickgelegt. Unb auch diese höchste Schnelligkeit, die damal« ein Menlch erreichen konnte, ist längit überholt. 3m Februar diefeS Jahres erreichte der englische Kapitän Campbell über bem Strand von San tonn In Florida 92,5 Meter In der Se­kunde Sa« ist eine atanbektemmende Geschwin­digkeit. die aber im Aprll von dem italienischen Fliegerinajor bc Bernardi Überboten worden ist. Siefer PUot hat in seinem OBailerfluMeug. da« am Lido auf flieg, eine durchschnittliche ©tun« dengeschwindigkeit von fast 513 Kilometer und zeitweise sogar eine Schnelligkeit von 561 Kilo- metcr entwickelt.

Während man sich In den elften Jahren der Aviatik fürchtete, über da« offene Meer zu fliegen, richtete sich nach bem gelungenen Kanal- flug Dkeriot« der Ehrgeiz ber Piloten Darauf, einmal Da« OHlttelmeer zu überqueren. Sin Jahr vor bem Kileg gelang c« bem Franzosen ©at­ro«. mit feinem Einbecker von Xoulon über Korsika unb Lar.inten nach Biserta zu kommen unb damit ba« Mlttelmecr unter Surücflegung eines Weges von 800 Kilometer zu über­fliege il AlS er aufstieg, erklärte man ihn für wahmftnnig und bestürmte chn. von feinem Vor­haben, das ben licheren Xob bedeute, abzu» stehen Sr lieb sich nicht beirren unb kam an« Ziel. Inzwischen rechnen wir folche .Spazier­fahrten'' nicht mehr zu ben Ozcanflügen aber es wirb zweifellos eine (Zeit kommen, in ber man ebenso wenig Derftändni« für die Schwierigkeiten haben wirb, die 2 i n d b e r g h. Ehamberlin, Vnrd, Köhl unb Hüne- selb auf ihren Fahrten über ben Atlantik gesunden Haden. 3 in en Schritt weiter in ber Bezwingung deS Ozeans auf bem Lustwea ist die Menschheit gerade in Diesem Augenblick ge­langt. Ist eS Doch bem Flugzeug .Southern Cross soeben möglich gewesen, in Wfc StunDen Die Strecke von Honolulu bis zu Den Fidschi- Inseln zurückzulegen und Damit zu zeigen, daß auch Der gewaltige Pazifische Ozean von Flug­zeugen überflogen werben kann. Die Strecke von Honolulu biS Hawai ist 4700 Kilometer Lang.

Auch die Höhenrekorbe früherer Setten nö­tigen uns jetzt ein Lächeln ab. Noch Wilbur Wright konnte sich am 18. Dezember 1908 nur 100 Meter über ben ©rbboben erheben. Am 1. Dezember 1909 stieg Latham schon biS zu einer Höhe von 453 Meter empor. Aber erst in ben folgenben Jahren würbe Die Höh« alpi­ner Berge erreicht, als Lagaaneur am 9. Dezember 1910 biS zu 3100 und Garro« am 4 September 1911 biS au 3910 Meter emporflogen. Am 14. Juli 1914, also kurz vor Kriegsausbruch, wurde ber Höhenweltrekoid von dem deutschen Piloten Oelerich gehaltert. Oelerich stieg damals bis zu einer Höhe von 7500 Meter empor und fchlug damit ben Welt- rekorb des deutschen Flieger« Llnnekogcl. bet wenige Wochen vorher die allgemeine Be­wunderung erregt hatte, well e« ihm gelungen war, 6570 Meter zu erreichen. Inzwischen hat man freilich ganz andere Höhenlagen au er­klimmen vermocht. Schon am 23. August 1926 ist e« bem Franzosen Callizo gelungen, sein Flugzeug bis zu 12 442 Meter Höh? empor» Aufteuem, also alle Grdirge ber Erde weit unter sich zu lassen da ja der Mount Everest nur 8800 Meter hoch ist. Er hat damit einen Punkt erreicht. Der vierzigmal höher über bem Grb- boben liegt als die Spitze DeS SiffeltuvmeS. Diele Entwicklung der Flugzeugtechnll ist gewiß überwältigend. Auch der größte Skeptiker muh Augeben, wenn er sich Den schnellen Fortschritt ber Aviattk vergegenwärtigt, baß auf biesem Gebiet täglich neue Wundertaten zu erwarten finD, unb wir Dürfen hoffen, baß e« geschickten Ingenieuren halb möglich fein wird, da« Flug­zeug zu einem für Land- und Dafferstrecken noch viel brauchbareren Verkehrsmittel zu machen.

Handball der Gp.-Vg. 1900.

1900 V. f. B. Friedberg.

ö. 3um Rückspiel empfängt der Lahnkreismeister am nächsten Sonntag die erste Elf des Vereins für Be wegungsspiele Friedberg. Jm Vorspiel blieben die Friedberger knapp 4:3 Sieger. Die 1900er hatten seinerzeit allerdings nur zehn Mann zur Stelle und kämpften auch nicht sehr glücklich. Es dürste jedoch ein Fehlschluß sein, daraufhin nächsten Sonntag in den SpielDertinigungsleuien den sicheren Sieger zu sehen. Da sich die Friedberger durch dauernde Spiele mit starken Gegnern des Frankfurter Bezirks gut in Form gebracht haben, Dürfte es den Gießenern dies­mal gar nicht leicht fallen, ein günstiges Resultat herauszuholen.

Leichtathletik der Gp.-Vg. 1900.

ö. Die Leichtothletiksaison ist nun so weit oorgejchrit- ten, daß e» an der Zeit ist, die Meisterfchaftskömpfe zum Ausrrog zu bringen. Nachdem die meisten (Baue (Gießen-Weylar noch nicht) ihre Meisterschaften ab­getragen haben, finden nächsten Sonntag diejenigen des Bezirks Hesien-Hannorer auf der Hessenkampf- bahn in Kastel statt. Die Spielveretnigung 1900 wird einige ihrer Besten dorthin entsenden, und zwar wer­den die 1900er Farben vertreten: Petersson, Peters, D. Müller, Langlotz, Geist und G e l b e r t. Ob und gegebenenfalls wteviele Dezirks- meisterschaften die Gießener erringen können, läßt sich nicht sagen. Auch kann ein guter Platz in der einen Disziplin mehr wiegen, als" eine Meisterschaft in der anderen. Es ist auf Grund des seither ®e

zeigten anzunehmen, daß Petersson im Hoch- iprung und Im 110 Meter Hürdenlaufen ben Dreikampf kann er infolge einer Srnwerlehung nicht bestreiten und Peters über 800 Meter gute Leistungen zeigen werden. Ob sich die Sprinter O. Müller, Geist (über 100 Meter) und Gel - b e r t (über 200 Meter) werden durchsetzen können, erscheint fraglich Ebenso ist es bei L a n g l o tz im Kugelstoßen und Speerwerfen. Eine ganz ungewisse Sache ist auch die 4 X 100 Meter-Stafette, die vor aussichtlich in der Besetzung Langlotz, Gei st, Petersson, O. Müller laufen wird

D. f. D. Leichtathletik.

Der durch seine Erfolge in ber letzten Seit bekannt geworbene Werfer M o h l fährt am kommenden Sonntag nach Kastel, um an den auf der Hestenkompfbah« ftattfinbenben Kämpfen um Die Leichtathlettk-Meifterfchaften deo Be­zirkes Hesten-Hannover teihunehmen. Seine bis­herigen Leistungen tm Kugelstoßen, sowohl wie im Diskuswerfen. Die eine stete Formverbei» ferung erkennen lasten, berechtigen zu ber Hoff» nung, daß et sich auch in Kastel burchzusetzen verstehen wird. Sunünbeft sollte eS ihm gelingen, sich hinter den vorjährigen Meister in diesen Konkurrenzen zu plazieren.

Arbeiter-Turn- und Sportbund.

Am kommenden Sonntag findet der diesjährige Reichs-Arbelter-Eporttag statt. Diesmal treffen sich die Sportler und Sportlerinnen des Be­zirks in S i e f e cf. Dori werden krichtathletstche

Mannfchaftswettkömpfe In Springen, Werfen und Stoßen ausgetragen werden Di« Schüler und Schü- lerinntn werben ebenfalls Wettkämpfe durchführen. Außerdem werden Reck und $f|eU|d)aft»|piete für Adit'tchflung forgen Die Bezlrksrnge wird Uebun» f|ni am Barren zeigen. Den Abschluß der Beran- taltvng bildet «in Propaganda-Fußballspiel zwischen Wtefrrf I und Naunheim I.

Der oorjöhrtgr Bezirksin^ster Naunheim wird sich sehr ui strengen müllen, um eine Riederlagc argen die aufstrebende Elf der Ptotzdesitzer zu verhindern.

Deutschland Belgien 6:1.

2n Stuttgart wurde am vorigen Sonntag da» Länderspiel DeutschlandBelgien i>or etwa 8000 Ku- schauern ausaetragen ?lach wechselvollem Spiel, bei bem die deutsche Mannschast me.st im Vorteil war, gelang es den Deutschen kurz vor Halbzeit, sich da» Führung»tor zu sichern Nach Seitenwechsel gelang e> der deutschen Mannschaft bald. Da» 2 Tor zu er­ringen. Belgien drückte nun immer stärker, eine regelwidrige Abwehr brachte ihm durch einen per- wandelten Elsmeter da» erste Tor Stand 21 sür Deutschland Fm weiteren Verlaufe des Spiele» wurde die deutfche Mannschaft immer ftärftr, sie konnte bi» zum Schluß auf 6 erhöhen Ausgang des Spieles 6:1 für Deutschland

Zungdeutscher Gporttag in Kaffel.

Am Sonntag veranstaltete dl« Groß bal­let Hessen-Nossau-Waldeck deS Jungdcutschen 0 t b e n « i n Kasse! einen aroß angelegten 6porttag. Der zeigen follle, daß Der Jungdeutsche Orden auch durch die körperliche AuSbllDung unb Schulung Dienst an Volk unb Vaterland leistet AuS allen Teilen Der Droßballei. vvm Neckar bi« zur Weser unb Dom NHeine bi« zum Eich«selb, waren Di« jungDeutfchen Kämpfer h.rbeigeellt. um in frieb- l.chem Wettstreite ihre Kräfte zu rnesfen

Die Veranstaltung begann am Sam«tagabenD mit einem gemütlichen Beisammensein Im StänDe- Hause Dabei sprach Der Orben-wanDerwart Ge­neralleutnant Salzenberg über Die We^e unb die Kämpfe, welche ber Orden feit feiner in Kassel erfolgten V-gründung bat gehen und bestehen mfinen In begeisternben Wo^en stellte er Die Freiheit unb ba« Glück be« deutschen Bolle« al« Das Siel ber jungbeutschen Be­wegung vor Da« geistige Auze feiner SuHörer.

oonnlagmoigen um 6 Ubr begannen Die iport- itejjcn Wettlümpfe Sie sollten nicht Spitzen­leistungen einzelner BrüDer erbringen. Der JungDeutsche Orben will vielmehr, Daß alle von ber körperlichen Durchbllbung ergrissen werden sollen. Daher waren bei allen Wett­kämpfen stets Gruppen zusammengestellt. Da« Ergebnis zeigte, bah in fast allen Bruderschaften eifrig gearbeitet toorben ist. An die fporllichen Dettlämpse schloß sich, jungbeutfchcm Brauä-e entsprechend, ein FeldgotteSdienst an Der Nach­mittag faßte alle Einheiten zu einem geschlof­fenen Smmariche in die Stabt Kassel zu­sammen. Aus bem Friedrich-Platze fand ber Vor­beimarsch vor dem OrbenSwonderwart statt. Hier richtete Bruder Salzenberg Worte deS Danke« für ba« auf bem Gebiete ber körper­lichen Ausbildung Geleistete, aber auch Worte der Mahnung, auf dem betretenen Dege rüstig unb unverzagt weiterzuschreiten, an die Bruder­schaften der Grostballei Hefsen-Naffau-Daldeck.

Oberheffen.

LandlreiL Gießen.

h. R u t t e r« ha usen. 14. Juni. Unser Dorf* bild wird in nächster Seit dadurch sehr zu feinem Vorteile eine Veränderung erfahren, Dab die alte, längst baufällige Schulscheune abgebrochen unb an anderer Stelle für andere Stoeae wieder aufae- ltellt werden wird. Hierdurch wird der geräu­mige Lchalplatz völlig freigelegt, und der Wanderer, der von der Lahn, rucke her zum Dorf« kommt, hat nun den freien, schönen Vlick auf daS am Ende Der Wittelgafse hoch

gelegene neue SchulgebäuDe. Auch orr Fried­hof Der Gemeinde ist neuerdings von Unkraut gesäubert und Die Deje hergejtelit worden. Diele fortschrittlichen Maßnahmen b.r Gemeindcdehi rde sind dankbar zu begrüßen, zumal Die hie igen Familien sich mit der Pflege Der Ruhestätten ihrer Verstorbenen große Mühe geben,

fl. Klein-Linden, 14. Juni. Der im Jahre 1879 hier gegründete Geseltschaftsverein B u r g u n b i a beabsichtigt, nächstes Jahr anläß- lich seines 50jährigen Bestlhen» cm größere» Fest zu veranstalten. Der Verein, der zur 3eil etwa 80 Mitnlieder zahlt unb ber grüßte dieser Art am Platze ist, Hal seit ber Grünbung seinen Sitz auf der Burg". Zu bem Iubelseste soll eine großer« Anzahl auswärtiger Äesellschuftsoeretne unb Burschenschaften eingelaben werben Die Leitung bes Feste» liegt in den Händen bes Ehrenoorsitzenben Wilhelm Lenz.

n. Großen-Linden, 14. 3uni Der Weih- binber Heinrich Degen und seine Ehefrau Warta, geb. Schaum, können am 23. 3uni baS Fest der goldenen Hochzeit begehen. Der alte Herr ist 74 Jahre, seine Shesrau 70 Jahre alt. DaS Jubelpaar erfreut sich noch einer guten Gesundheit. Degen wirkt jetzt noch als aktiver Sänger im Gesangverein mit. Der Veteran von 1866 unb 1870/71 Johannes Luh 7. hierselbft, wurde dieser Tage 85 Jahre alt.

ist Der ä lte-st e Wann in unterem Otte.

61 e i n b «r g, 14. Juni. Der Gesangverein 3 u g e n b f r e u n b", Steinberg, unter ber Leitung feines Dirigenten H. Köhler, feiert vom 16. bis 18. Juni fein 4 0. Stiftungsfest in Form eine» größeren Gesangswett st rette». Am WettsinAen beteiligen sich 19 Vereine. Eine statt­liche Sahl Sänger trifft am Samstag gegen Abend schon ein. Das Wettsingen beginnt am Sonntagvor- mittag 9 Uhr, es findet teil» im SaaleSur Krone, teils in Watzenborn im Saal« ,Lur Ludwigshöhe statt. Fast durchweg werben nur erstklassige Lieder unb Chöre oorgetraflen. Nachmittag» 1.30 beginnt bie Aufstellung bes Festzuges, ber bann burch bie ge- schmückten Orisstraßen nach bem Festplatz, ber be- konnten Mookswiese, gehen wird. Daß hier jeher aus seine Rechnung kommen kann, steht heute schon sest. Am Sonntag ist ab Lubwigstraße fast all« halbe Stunbe Autobusabfahrt nach Steinberg.

< Holzheim, 14. Juni. Dieser Tage erhielt unser Dorf seltenen Besuch. Der vor 36 Jahren von hier nach Australien auSaewan- Derte Georg Jäger kehrte mit seiner Familie zurück, nachdem er aus der Rückreise längere Seit in Italien und in der Schweiz zu gebt acht hat. Sr hat die Absicht, ein Vierteljahr in seiner ersten Heimat, bei seiner alten Mutter und feinen Geschwistern zu verbringen. AlS siebzehnjähriger Schustergeselle zog er cruS, als ansehnlicher Kaufmann und F abrikant ist er wiedev- gekvmmen. Don feinen Geschwistern wurde ihm ein sehr herzlicher Empfang bereitet.