Einzelbild herunterladen

fönen, die Hm ungastlich begegnen, züchtigt. Am schlimmsten ist die LInfichtbare, Taba, die aus Bosheit jedes Unternehmen schlecht enden läßt, wenn man ihr nicht zu Willen ist. Wer aber den richtigen Talisman besitzt, der kann sich die Djins dienstbar machen. Der ernste Magier aber gibt sich wenig mit Zauberkünsten und Be­schwörungen ab: er versucht tief in die Geheim­nisse des Liebersinnlichen einzudringen, er schaut Dinge in Sphären, die dem gewöhnlichen Sterb­lichen verborgen bleiben und wird schließlich Herr über alle guten und bösen Geister.

Der Fremde lächelt wohl darüber, wenn den Studenten talismanische Zahlen und allerlei Ge­heimkünste gezeigt werden. Aber in der ver­schlossenen Welt des Moghreb wird alles Ge­heimnis, und Realitäten werden zu Märchen. Auch der Fremde beginnt schließlich magische Ein­flüsse mehr zu ahnen, als das er an sie glaubt. Die Studenten kennen magische Formeln, um eine kranke Seele zu heilen oder eine geliebte Person zu schützen, es gibt aber auch Möglichkeiten, um sich für erlittenes Unrecht zu rächen, und diese Zauberei gilt für gefährlich. Man formt dazu eine kleine Düste oder malt das Bild des Feindes auf Papier. Dann erhitzt man eine Radel, taucht sie in Safran und schreibt mit ihr die ersten Berse der Sura 72 unter das Bildnis. Dann durchsticht man mit derselben rotglühenden Radel mehreremal unter Terwünschungen die Büste und ist sicher, den Widersacher ernstlich geschadet zu haben

Zn der Kairavina kauern die Studenten rings um ihren Professor und lauschen seinem Vortrage. Einer der Studenten liest zuerst den Ttzxt des Tages vor, er wiederholt ihn, je nach den Schwierigkeiten, die er aufweist, mehrere Male, und nun erst beginnt der Lehrer mit seinen Er­läuterungen. Er wägt den Wert der Worte ab, erklärt ihren Sinn und ihre esotorische Bedeu­tung, bis alle Zweifel der Zuhörer behoben sind. Den Professoren gilt ihr Amt als ein Sacer- dotium. Als z. B. vor vielen Zähren der be­rühmte Rechtslehrer Wancherichi seine Vor­lesungen hielt und feine Schüler andächtig sich um ihn geschart hatten, kam die Rachricht, daß eine Schar von Aufständischen in die Stadt ein­gebrochen sei und alle ermordeten, die nicht rechtzeitig flüchteten. Einer der Studenten machte den Gelehrten auf die Gefahr aufmerksam, aber gelassen antwortete ihm Wancherichi, daß den Weisen nichts vom Wege der Pflicht ablenken dürfte Ruhig fuhr er fort, seinen Text zu er­läutern, bis sein Herz von einem Pfeilschuh durchbohrt wurde.

2m Frühjahr haben die Studenten das Vor­reckt, für einige Tage ihren eigenen Sultan zu wählen, der mit allerlei Ehren umgeben wird und der am Ende seiner kurzen Herrschaft das Pri­vilegium hat, vor dem Throne des wirklichen Sultans zu erscheinen und von ihm eine Gnade zu fordern, die niemals abgeschlagen wird. Das Vorrecht stammt aus sehr alten Zeiten. Es war geschehen, daß ein Mann namens Ben Mechal den rechtmäßigen Herrn von Taza ermordet und sich selbst zum Herrscher hatte ausrufen lassen. Seine (Macht war so groß, daß er es wagen durfte auch von den Bewohnern von Fez einen Tribut zu fordern und zu mordbrennen, falls die verlangte Summe nicht entrichtet wurde. Zu der Zeit befand sich der schöne Züngling, Sherif Muley Reschid, unter den Studenten, der später Begründer der Dynastie wurde. Er beschloß, Fez von der Tyrannei Ben Mechals zu erlösen. Dazu verkleidete er sich als Frau, verpackte, ähn­lich wie einst Ali Baba, 40 tapfere Gefährten < in Kisten, die angeblich Kostbarkeiten enthielten, und ließ sich selbst dem Räuber als Lösegeschenk ausliefern. Den Mechal, vom Liebreiz des ver­kleideten Zünglings bestocken, nahm das Geschenk an. Kaum aber daß er sich dem jungen Sherif näherte, stieß ihm dieser seinen Dolch ins Hnz. Gleichzeitig sprangen seine Gefährten aus den Kisten, erschlugen die Leibwache, und so fand die Herrschaft Ben Mechals ein jähes Ende. Als Dank für diese Heldentat dürfen die Studenten im Frühjahr ihren eigenen Sultan wählen.

Kirche und Schule.

Torskirchenvorstehertaqe.

Bei den diesjährigen Dorfkirchenvor­st eher-Tagungenimnördlichen Ober- Hess en (in Ober-Ohmen am 5. März, und in Brauerschwend am 12. März) soll auf Wunsch verschiedener Kirchenvorstände nachmittagsDer l ä n d l-i ch e Friedhof" behandelt werden. Die Festpredigt morgens hat wieder Oberkirchenrat Wagner übernommen. Zu der Tagung am 5. März wird morgens in Mücke für Beförderung nach Ober-Ohmen und ebenso abends wieder zur Station Mücke gesorgt sein.

Wirtschaft.

Zusammenschluß

der deutschen Metallwirtschast.

Der Gesarntausschuß zur Wahrung der Znteressen der deutschen Me­ta l l w i r t s ch a f t, der im Frühjahr des Vor­jahres gegründet worden ist, hat sich gestern in Berlin mit seinem Programm der Öffentlichkeit vorgestellt. Dieses Programm hat eine günstige Ausnahme gefunden. Dies ist beionoers darauf zurückzuführen, daß es sich in diesem Falle nicht um einen wirtschaftlichen Verband das Wort Verband ist anscheinend bei der Ramensaufstel- lung absichtlich vermieden worden oder um eine Interes cnöertretung verschiedener Gruppen der Metallwirtschaft, die natürlich immer die eine oder die andere Gruppe nicht mit einschließen würde, handelt, sondern um eine Vereinigung der in der Metallwirtschaft vertretenen örei großen Gruppen, der Produzenten von Richleisenmetal- len, des Handels und der Verbraucher. Auch die R e i ch s p o st und die Reichsbahn als Großverbraucher von Richteifenmetall sehen die Bedeutung einer so umfassenden Znteressen- Dereinigung der gesamten deutschen Metallwirt- schaft für so wichtig an, daß sie in diesem Gre­mium vertreten sind. Gerade heute in einer Zeit, wo die Oeffentlichkeit glaubt, Zusammenschlüsse immer nach ihrer kartellmähigen Seite zu be­trachten und zu kritisieren, stellt die Arbeit und das Bestehen des Eesamtausschusses für die In­teressen der Metallwirtschaft ein Rovum wirt­schaftlicher Betätigung dar. Der Erfolg dieser Betätigung dürfte nicht nur für die Metallwirt- schaft an sich von Bedeutung sein, sondern auch von sympathischer Bedeutung für Zntereisen- üereinigungen großer Zndustr evtocige seitens Produzent, Verbraucher und Vermittler zwischen Produzent und Verbraucher. Es wird allerdings jahrelanger Arbeit bedür en, ehe ein solches Ge­bilde für die Allgemeinheit sichtbare Erfolge nach­weisen kann. Das Programm des Gesamt­ausschusses der Metallwirtschaft wird vornehm­lich auf die Durchsetzung der berechtigten wirt­schaftlichen Forderungen der Metallwirtschaft ge­richtet fein und die Herstellung von hochwertigen Werkstoffen für die verarbeitende Industrie unter Hinzuziehung wissenschaftlicher Arbeit und Erfor­schung anstreben, um aus der Fülle der Le­gierungen von Richteisenmetallen die jeweils beste für einen bestimmten Verwendungszweck heraus­zufinden.

Oie Deutsche Reichspost im

3. Vierteljahr 1927.

Rach dem Bericht der Deutschen Reichs- p o st über das dritte Viertel (Oktober bis De- Dezember 1927) des Wirtschaftsjahres 1927 haben sich u. a. der Paketverkehr und der P o st- anweisungs-, Zahl karten und Zah- lungsanweisungsverkehr ge'eni'ber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres gehoben. Der Einschreibbrief- und Wertbrief- verkehr ist etwas zurückgegangen. Die Zahl der Postscheckkonten hat sich im Be- richtsviertetjahre um über 6000 auf 922 376 er­höht. 2m Auslandsverkehr, der auf Bel­gien und die Tschechoslowakei ausgedehnt wer­den konnte, wurden 27 Millionen Reichsmark überwiesen. Rach den vorläufigen Ermittlungen des Ergebnisses des Postscheckverkehrs im Ka­lenderjahr 1927 betrug der Zugang an Post­scheckkonten in diesem Zeitraum rund 29 000, der Jahresumsatz belief sich bei 662 Millionen Buchungen auf über 136 Milliarden Reichsmark. Der Lieberweisungsverkehr mit dem Auslande hat sich besonders gut entwickelt. Der Tele - gram m verkehr ist etwas z ua: ü ck ge­gangen. Die Zahl der Sprech st eilen ist im Berichtsvierteljahr um rund 32 000 auf 2 761 291 angewachfen. 2m Auslandsfunk- ver?ehr wurden in der Berichtszeit 581 000 Telegramme mit 8,5 Millionen Wörtern be­arbeitet. 2m Seefunkverkehr wurden im Kalenderjahr 1927 rund 75 000 Telegramme, gegen 61 500 im Vorjahre, befördert. Die Zahl der Rundfunkteilnehmer ist auf 2009842 angewachfen. Die Einnahmen betrugen 559,5 Mil­lionen Reichsmark, die Ausgaben 524,5 Mil­lionen Reichsmark.

Oie Kohlenverflüssigung.

Die Bestrebungen der Guten Hoffnungs­hütte, eine großzügige Kohlenverflüssi- gungsanlage zu schafsen, sind der Ver­wirklichung nahegerückt. Eine Aktiengesellschaft, der außer der Guten Hofinungshütte auch die Firma Krupp und die Vereinigten Stahlwerke angehören, hat, nachdem die Stadtverwaltung Sterkrade einen Teil des Geländes zur Verfügung gestellt hak, im Holtener

Bruch den Dau einer Anlage, in der auch Stick­stoff gewonnen werden soll, beschlossen. Man will im ersten Baujahr für 17 Millionen Mark verbauen, um dann im Laufe der Zähre das Projekt zu einer 50-Millionen-Anlage zu er­weitern. Es werden rund 2000 Arbeiter in der Anlage Beschäftigung finden.

*

* Die deutschen Spareinlagen Ende 1 9 27. Rach der amtlichen Statistik stellte sich der Bestand der deutschen Spareinlagen bei den deutschen Sparkassen Ende 1927 auf 4 665,4 Mill. Mark gegen 4 543,1 Mill. Mark Ende Rovember 1927. Die Zunahme beträgt demnach 122,3 Mill. Mark. Ein Vergleich der Einlagenbewegung des gesamten Zahres 1927 zeigt, trotz der erfreulichen Aufwärtseytwicklung, daß die Zunahme der Spareinlagen in bezug auf Tempo und Umfang noch beträchtlich hinter der der Vorkriegszeit zurückbleibt.

* Verein für Chemische Industrie, A. - G., Frankfurt. Die gemeine e Kündigung des Interelfengemeinschaftsvertrages mit der Algemeenen Rorit Mij war auf Schwierigkeiten bei der holländischen Gesellschaft gestoßen. Dar­aufhin hat sich jetzt, dem Vernehmen des Lpd.- Bureaus nach, der Verein für Chemische In- dustrie veranlaßt gesehen, feine Ansprüche gegen die Rorit auf dem Klagewege feststellen zu lassen. Dieser Tage wurde bereits diesbezüglich Klage erhoben. Llebrigens scheint die Kündigung des I.-G.-Vertrages sehr ungünstig von den Aktionären der Rorit beurteilt zu werden, da deren Kurs in Amsterdam von 68 auf 65 auf 59,75 am 14. d. M. zurückging.

' Zahlungsschwierigkeiten der Rheinischen Handelsbank A.-G. Wie verlautet, wird die Rheinische Handelsbank A.-G. Mannheim ein Moratorium nachsuchen und einer außerordentlichen Generalversammlung die Sa­nierung der Gesellschaft Vorschlägen müssen. Die Ursache soll in unvorsichtiger Kreditgewährung der früheren Vorstandsmitglieder liegen. Ein Vergleichsverfahren wurde bei Gericht beantragt.

'Llnterweser-Reederei A. G. Bre- m e n. Die Unterweser-Reederei A. G., Bremen, von der die Metallge eilschaft Frankfurt a. Main ca. 75 Prozent des Kapitals besitzt, schlägt die Verteilung einer Dividende von 10 Prozent (i. V. 8 Prozent) vor.

Frankfurter Börse.

Frankfurt, 15. Febr. Tendenz: Etwas fester. Wenn auch eine merkliche Belebung des Börsengeschäftes heute wieder nicht ver­zeichnet werden konnte, so war die Tendenz doch im Anschluß an die freundliche Abend- börse etwas fester. Bei der Spekulation bestand weiter Deckungsneigung, während von privater Seite der Orderseingang nicht wesentlich größer war als an den Vortagen. Auf einigen Spezialmärkten war die Umsah- tätigfeit etwas reger, so wurden in I. - G. - Farben, E l e k t r o w e r t e n und Zell- st o f f a f t i e n verschiedene Meinungskäufe vor­genommen. Die allgemeine Stimmung wurde günstig beeinflußt von dem Beschluß des Reichs­arbeitsministers, am Freitag in den Lohnkonflikt in der Metallindustrie einzugreifen. Das end­gültige Scheitern der Kompromihverhandlungen über das Reichsschulgefeh blieb ohne Einfluß auf die Tendenz, da die Ergebnislosigkeit dieser Verhandlungen erwartet worden war. Von den Cffektenwerten wurden I. - G. - Farben bevorzugt und konnten 2,25 Proz. anziehen. Lebhaftes Interesse machte sich ferner für Scheideanstalt bemerkbar, die weiter befestigt waren. Am Clektromarkt betrugen die Kursbesferungen bis zu 2 Prozent. Von Zelle­st of fakt i en konnten Aschaffenburger 2 Pro­zent und Waldhof 4 Prozent' anziehen, hier regte das Zntereise für Glanzstoffwerte in Ber­lin etwas an. Von Monta n'w e r t e n zogen Harpener, Mannesmann, Mans ekler und Rhein- stahl 1 bis 1,5 Prozent an. Kaliwerte bis 5 Prozent höher auf günstige Absahschätzungen für Februar. Schiffahrtsaktien blieben nur gut behauptet. Kleycr konnten sich etwas er­holen (plus 2 Prozent). Für deutsche Erdöl bestand Interesse, das Papier zog 1,25 Prozent an. Aus den übrigen Märkten gab es zumeist ein* bis zweiprozentige Kurskesserunge:-. Aus­länder still. Deutsche Anleihen bei klei­nen Llmsätzen etwas fester. Im Berlause wurde das Geschäft sehr ruhig. Die Stimmung blieb aber freundlich und die Kurse konnten sich be­horchten. Am Devisenmarkt notierte die Reichsmark gegen Kabel 4,1930, gegen London 20,438. London-Kabel 4.8745. Paris gegen Lon­don 124,02, Mailand 92,05, Madrid 28,64.

BerLinc. Börse.

Berlin, 15. Febr. Das Haussekonsor- t i u m, von dem man schon gestern sprach, scheint

sich vergrößert zu haben. Das Geschäft ist wieder lebhafter und auch das Interesse deS Publikums und der Provinz ist größer geworden. Die innerpolitische Lage und die Gefahr der Reichstagsauflösung wurden kaum be­achtet, dagegen traten günstige börsentechnische Momente in den Vordergrund, so die leichte Verfassung des Geldmarktes trotz des morgigen Zahltages. Man will auch wissen, daß die nächsten Wirtschastsberichte der Großbanken freundlicher gestimmt fein werden. Im Konflikt in der Metallindustrie rechnet man mit einer Einigung durch das Eingreifen des Reichsarbeitsministers. Die ersten Kurse lagen durchschnittlich 1 bis 3 Proz. höher. Spezial­werte, wie Ilse, Westeregeln, Schlesische Textil, Mitteldeutsche Credit und Polyphon waren be­deutend fester. Berger konnten auf höhere Divi- dendenfchätzungen um 10,5 Prvz. anziehen. Heimische Anleihen eher fester. Aus­länder geschäftslos. Pfandbriefe still, aber gut behauptet. Geld leichter. Im Verlaufe blieb das Geschäft weiter lebhaft und die Stim­mung ziemlich fest. Schultheis plus. 3 Proz. Montanwerte zogen 1 bis 2 Proz. an, Glanz­stoff plus 4 Proz., Ludwig Löwe plus 3,5 Proz.. AGG. plus 2 Proz. Die übrigen Elektrowerte lagen eher etwas schwächer. Freigabewerte- blie­ben vernachlässigt.

FrantfnrLer Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 15. Febr. Die Marktlage ist unverändert. Mais liegt nach wie vor fest, rvährend Brotgetreide luftlos liegt. Mehl ist ohne Geschäft. Futtermittel, auch Weizenkleie, durchweg ruhig. Es wurden notiert: Weizen 1, gut, gesund, trocken, bis zu 1 Prozent Auswuchs 24,50 Mk., Weizen 2, gut, gesund, trocken, bis zu 3 Prozent Auswuchs 23,2523,50, Weizen 3, geringere Beschaffenheit, bis zu 23 Prozent Feuchtigkeit 22,7523,25, Roggen 24,50, Som­mergerste für Brauzwecke 27,5030, Hafer, in­ländischer 23,5024,25, Mais (gelb) für Fut­terzwecke 22,50, Mais (gelb) für andere Zwecke 23,20, Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 36 bis 36,75, Roggenmehl 3335, Weizenkleie 14 bis 14,15, Roggenkleie 1515,25 Mk. Tendeirz: stetig.

Letzte Nachrichten.

Oie Verhandlungen über das Schulgesetz gescheitert.

Berlin, 15. Febr. (MTV. Drahlmeldung.) Der Interfraktionelle Ausschuß der Regierungsparteien trat am Mittwochvormittag in Gegenwart der Mi­nister von keudelt und h e r g i im Reichstage wieder zusammen. Ilm 10.30 Uhr wurden die Ver­handlungen für g e s ch e i t e r t erklärt, und der Aus­schuß ging auseinander. Die das Rachrichtenbureau desVDZ. weiter hört, wurde in der Sitzung ausdrück­lich festgestellt, daß von keiner Seite brauchbare Kompromißvorschläge gemacht worden seien. Für 11 Rhr vormittags ist eine Besprechung der Mit­glieder des Reichskabinetts mit den Führern der Re­gierungsparteien über die politischen Folgen des Scheiterns der Reichsschulgesehverhandlungen in Aussicht genommen.

Wie WTB. von unterrichteter Seite hört, war man in dieser Besprechung übereinstimmend der Meinung, daß die gegenwärtige Regie­rungskoalition nunmehr erledigt ist. Zur Zeit wird noch darüber verhandelt, ob bet neu e Etat noch vom jetzigen Reichstag beraten und ver­abschiedet werden solle oder ob man es auf sich nehmen will, erst durch einen neuen Reichstag den kommenden Haushaltsplan erledigen zu lassen, worüber es allerdings 3uni werden dürfte. Man rechnet zur Zeit damit, daß voraussichtlich im Mai Reuwahlen sein werden.

Einspruch der Meinlandkomniijsion gegendieELngemeindungenFranrfurts.

Frankfurt a. M., 15. Febr.. (TL1.' "Draht- rneldung.) Wie wir aus zuverlässigem'.Duelle erfahren, hat die Rheinlandkornrnission gegen die Cingerneindungspläne Frankfurts Einspruch erhoben. Die Rheinlandkornmission begründet ihren Einspruch Damit, daß die Besatzung es vermeiden müsse, daß eine größere Stadt des besetzten Gebietes verwaltungsmäßig unter die Obhut einer großen Stadt des unbesetzten Gebietes kommt. Bei Höchst a. M. sollen auch besondere politische Momente, die sich hauptsächlich auf den i n b u ft r Vel l e n Charakter dieser Stadt beziehen, in Betracht kommen. Ein Abzug der Besatzung aus Höchst a. M. könne nicht in Frage kommen.

Kurszettel der Berliner und FrcMmLsr Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombarhzinsfuß 8 Prozent. *

Fionksurro.M

Berlin

Frankfurt a.M

Berlin

3f.auh|url a. M

Berlin

Berlin. 14. fteOr

Geld

Br ei __

französische Roten . - .

Holländische Roten . .

Italienisch? Roten . . .

16,532

168,44

22,22

111,28

59,00

2,575

112,24

80,51

71,13

12,39

73.06

Frankfur Auszah

16,592

169,12

22,30

111.72

59.24

2,593

112,68

80,83

71,41

12,45

73,36

a. M.

u n g.

Lchluh- fiurs

l'Uhr- Kurs

Sch utz Kur»

Anfang Kur-

Schlich.: 1-llhr- K>>r« 1 Kur«

! Schuch-

1 K"r-,

-Unjang

Schluh Kurs

i '«Uhr-

1 Kurs

Lchmh,

Anfang ßur

Datum:

14. 2.

15.2.

14. 2. 1 15. 2.

Datum:

14 2. | 15. 2.

| 14. 2. I 15 2

Datum:

14. 2. 15. 2

|14.2. | 15. 2.

Rorwegische Roten......

Dcuisch ^esierr.,2100 Kronen

l*/c Dl RetchSanleihe v. 1927 Tt Slnl '.'(blöj Schuld mit rluslos -Rechten-

Desal. ohne Aust f -Rechten 7°/o Franks Hyv.-B:. Go dvi unkündbar bt i952

<Vio.'o Rheinische Lrw -Bank tiiqu -Ho.dpi

AEG al-Q BorkrtegS-Ob- ligattonen. rückzahlbar 1932 4s Lchwen Bundesb.-SlnI.

4% Oefteretchtiche Goldrtc 4.2u% Deflcrr ich Silberne i'lo Vcitcrrctcij ein eiil Rtc </> Ungarische Goldrtc

4°/« Ungarische Siaattzr v 1910 4%°/ ütäQl von 1913

*i'i Ungarische jironenrte . . 4°/ Turk. HoUanleihc o 1911 4"/o Turk Bagdadbabn - Aul

Lene I

4°/ dcsgl Sert. !1

4°0 Rumänen conven Rtc 4'/,°/o Rumänen Goldanl

von 1913

BQg Stund)r Gtlenbohn 4/- Hamburg-Amerila Palet C L>amd -Lndam Tamv sch s Hansa Damrsschiss 6

Norddeutscher Llovd i

Ällg Deutsche Lrediianst. io Barm r Bankverein lu

Berliner Handelsgesellsch. 12 Commerz- und Prioal-Bk 11 Tarmst u Ratioualbank u Teutiche Bank io

Tiskonto Gesellschaft Am 10 Dresdner Bau! 10

Miitetdeutiche Lredudank 9 MetaUbanl .......8

AieichSbank ........ 11

87,.-3

51 85

16,13

25.13

2

13

152.25

156,5

147.5

77,25

-32.5

163

159.5

160

12«

196

i।।s।a।£ a i i i i iii i i i i i i i i i i i i ££ >

87,5

52

15,9

4.4

25,13

1 65

13,3

13,6

13,25

151 75

209

215.5

156

144.5

147

269,5

1 77 25

-'32

163

159.5

160,5

211 5

127.5

195,65

<£ W- t»* » ** * * W*

- « uX- N O'äi - » ' ro

l r,b.gS«.3!3 l-'cL. i 1 o 1 151 1 1 1 1 1 1 1 1 | 1 1 i ZT- i

LEG- ......7

Bergmann .......8

Llektr. Lieferungen . . . lo

Licht und Kraft . ... 10

Felten & Guill aume ... .6

Ges s. Elck.r Urnern . . 10

Hamb Elcktr Werke . . 10

Rhein Elektr ..,.8

Achtes. Elcktr ..... io

Cchuckcrt .......7

Siemens & HalSke . ... 16 Tran radio . .... 8

Ladmever & 6o. ...... 9

Buder 6 ..... 0

Deutsche Erdöl......6

Essener Steinkohle . .... 8

Gelsenkirchener f. *4 I 4

Haroener .... 8

Voesch Eisen ........ 5 Ilse Bergbau.........

Nlöcknerwcrke ........ 5

Köln-Neuessen ..... 6',t Mannesmann f/« 9 <

ManS cldcr.....7

Oberschles Eisend- Bedarf u

Dbcrschlcs. Kokswcrke . 0

Phönix Beraoau f '/, I 3

Rheinische Braunkohlen 10

Rheinuahl 0

Ricbcck Montan . . . . o

Bereinigte Stablw. f. */ I 3

CtQDi Minen 1 sh

Kali Aschersleben 10

KaliWestcregeiu io

Kaliwerk Salzdctfunb 12

8 G iZardeN'Industrir r

Tvnamtt Nobel.....o

Scheid anstatt . ..... .8 Goldschmidt ...... .5 Rutgerewcrke ....... .0 Metallaesrll.checkt . . . . la

168.75

186.25

170.5

222

126.5

264.25

153,5

182,2o

288 25

163

133.5

134 5

188,5

122

153,25

118,25

100.5

237

167.75

103

173.5

183

261,5

204,25

113

99

169,20

222,5

128

156,25

184 289

-

100

134.75

-

189

-

154.75

118,25

239 5

169,5

104

44

188

26_4

207.5

99.5

177 5

168,75

186

171

221,75

127

263.65

150

155.5

189

182

287,3

130.5

163.5

97.25

132.5

143

134,5

186...

142

121.75

142,25

152,4

117 75

106

96,4

100.13

236

167.25

149

102.5

44,13

173.23

184

252,25

261

127,25

112,75

98 65

169,5

!8

222,9

128

266

156.75

192

184 289.5

99,25 134,65

143

135.5

189 145.25

235 122.75

1 lo. 0

154 5

120

105,75

97.5 101.25

238.3

168.25

149

103,75

44

176

188

254

263

113.76

99,3

Pbtuvv Holzmann .

Heidelberger Gement . «

Lemcnt Karlstadt . . . g

2ßot)6 4 «Vreiiaa 1c

SSoltbeiS Payeuhofer. . 15

Ostwerke . . 12

Ber. Glanzstoff .....15

Bemdvrg.........8

Zellstoii Waldbos. . . . 12

Zellstoff Aschaffenburg . io

Charlottenburger Waller 7

' eflauer Gas . . 8

Daimler Motoren.....0

Demag ..... 0

Adlerwerke Kleve». ... 0

ifut-ro. Lorice ..... 1

Nat Automobil......6

Crrnftrin Sl Kovvel .... 4

Linke Hofmann .... 0

Leonhard Tiey. . . . 6

Bamaa» ." cgurn ..... 0

Rranff M.fch'nen .... 0

Gritzner . . . .. ;

Hculigenstaedt , 0

Iunabans ...... r

Lechwerkr . .......

Matnkroftwerke ...... ß

Miag ...... ic

Rekarlulmer ...... 8

BeteiS Union ....... 8

Gebt Roeder ......11

Borgt A Hocfsner .... c

Sudd Zucker .... 0

Ban

139.5

137.5

180

252.5

171

88,5

78

26

71.5

130

29

86

118

117

>40

99

110.25

140

177

139

notea

S l l 1 § 1 1 » 1 1 1 1 1 1 1 22 1 I 1 1 5^ 1 1 1 1 1 iSft

139 5

370

281,5

587.5

452

252

128.75

173.9

89.25

64 77,75

254,5

98

138.73

201 68*1

85.25

138,5

99.75

111

179 139.75

142.75

371

283.5

590

435

255

129

176

90

65.23

81

256.3

139,4

-02

181

Rumänische Roten......

Schwedische Roten......

Schweizer Roten .......

Svanische Roten.......

Tschechoslowafikchc Roten . .

Ungarische Roten - .

Devifenmartt Berlin

Telegraphifche

14 -Kebr.

15. Febr.

Amtliche Rott rung

Geld Brie-

Amtliche Rotierung

Geld 1 Briet

Ämft.»Rolt Buen.-Aires Brff.-Antw Ehnstiania Kovanbagen Stockholm - Helsingforü. Italien. . . London. . . Reunork . . Paris.... Schweiz .. Svanieo . . Oapan . . . Rio de Ian. Wien in D-- Dest. abgest Prag .

Bel irad Budavest Bul arien Lissabon Danzig. Konst utin- Athen.

Canada Urn uav - fcdro

168.59 1.791

58,325 111,48 112,16 112,43 10,547

22,19 20,419 4.1905 16.465 80.555

71 28 1.962 0,5035

59,00 12,417

- 7,36?

73,20 3,027

19,48 81.62 2,122 5,544

4,181 4,276

20.943

168,93 1,795

58,445 111,70 112,38 112,65 10,367

22,23 20,459 4,1985 16,505 80,715

71.42 1,1'66 0,50v5

59.12 12,437

7,376 73,34

3,033 19,52

81,78

168,62 1,790

58.305 111,49 112,17 112.47 10,549 22,195 20,423 4,18'30

16,46

60,56 71,31 1,963 0.503

>8-, 97 12,414

7,359 73,17 3,029 13,58 81,59 2,121 5,544 4,180 4,27b

20.947

168,96 1,794

58,425 111,71 112,3« 112,69 10,569 22,235 20,463 4J97U

16,50 80,72 71.37 1,967 0.505

69,09 12,434

7,373 73.31 3,035 13,62 81,75 2,127 5,556 4,188 4,284

tO 987

Berlin, 11. ftebr. | Geld

Brre,

2,126

5,606

4,189

4,284

20.983

Amerikannche 'Jiotcn . .

Belgische 'Koten . . . Dänische Roten ....

Englische Roten

-

4,174

58,26

111,95

20.389

4,194

58.50

112,39

20.469