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teil frieW Wagens besteht in Per Einfachheit s"i- ner Herstellung. Daß er schon aussähe. wird aberöings wohl niemand behaupten höchstens Diogenes hätte seine Freude daran, wenn er noch lebte.

^lebrigens haben sich auch die gana kleinen Wa­gen wie die bekannten Hannomäxe und ähn­liche sehr zu ihrem Vorteil verändert: Sie sehen jetzt aus wie alle anderen Personenkraftwa­gen auch, mir sind sie eben kleiner und dement­sprechend billig. Einen offenen kleinen Hanno- m a g kann man schon für 1850 Mark haben, die Limousine für 2100 Mark, das Kabriolett für 2800 Mark.

Don Einzelheiten möchte ich noch eine Dremsprüfanlage erwähne, die von der REG. ausgestellt ist, und zwar scheint sie er­wähnenswert, weil es ungemein wichtig ist, fest- auflelleji, ob die Bremse auf alle gebremsten Räder gleichmäßig wirkt, weil sonst der Wagen, namentlich natürlich auf schlüpfrigen Asphalt- straßen, mit Sicherheit schleudert. 'Der selbst schon gefahren ist, weih ein Lied hiervon zu singen.

Auf dem Freigelände wird eine hübsche Mu­st e r w e r k st a t t für kleine Inst andsetzungsbe- triebe gezeigt, die sehr lehrreich ist. So zeigt sie zweckmäßige Hebezeugc und fahrbare Werk­tische mit Schraubstöcken, die an den instandzu- setzenden Wagen herangefahren werden, so daß ber Schlosser nicht wegen jedes Feilstrichs zwi­schen Wagen und Schraubstock hin- und herzu­laufen braucht. Dieser Werkstatt gegenüber preist eine Firma ihre Gummipuffer zum iln- schädlichmachen von Zusammenstößen, z. D. mit einem Baum, an, indem sie einen zertrümmerten Wagen ohne ihren Puffer und einen unversehr­ten mit diesem Puffer äusstellt. Daß neben dem zertrümmerten Wagen ein Toter liegt, wenn er auch nur ausgestopft ist, ist eine Geschmacklosig­keit, gegen die die Ausstellungsleitung einschrev> ten sollte.

Selbstverständlich konnten in diesem Bericht nur- einige Richtlinien gezeigt werden, auf denen sich der Kraftwagen- und Kraftradbau bewegt. Man hat beim Kraftwagen immer das Gefühl, daß er eigentlich schon recht vollkommen ist, und daß nicht mehr viel daran verbessert werden könne. Wenn man dann aber nach einer größeren Pause, die diesmal sogar zwei Jahre betragen hat, eine solche Automobrlausstellung sieht, so kann man nicht umhin, die großen Fortschritte be­wundernd anzuerkennen, die sich zwar vielfach aus einer Summe scheinbarer Kleinigkeiten zu­sammensetzen, sich aber doch eben äirch diese Summe als ganz erheblicher technischer Fort­schritt auswirkcn.

Wirtschafi.

Aufwertung hessischer Siadischulö- verschreibungen.

3n nichtöffentlicher dreitägiger Verhandlung vor dem hessischen Verwaltungsgerichtshof wurden die Aufwertungssähe der Stadtschuldverschreibungen der Städte Main;, Darmstadt und Offen- bach, wie folgt, festgesetzt: Darmstadt 17,5 v. Mainz 15 v. h. und Offenbach 12,5 o. £). Der hessische Fioanzminister hatte bekanntlich eine durchschnitt­liche Aufwertung von 22 v. h. angeordnet, während der reichsgesehliche Aufwertungsmindestsah 12,5 v. h. beträgt. Maßgebend für die obengenannten Sähe war die jeweilige finanzielle Leistungs­fähigkeit der drei Städte.

Zur Bewegung der Roggenpreise.

Das Absahproblem der Landwirt­schaft ist neben der Organisationsfrage des Verkaufs auch zu einem großen Teil Preis- problem. Die Preise sind in erster Linie von den Ernteerträgen nicht nur in Deutschland, son­dern vor allem in den großen Getreideländern abhängig. Das Institut für Konjunkturforschung hat «ine interessante Untersuchung zur Be­wegung der Roggenpreise angestellt, in der die Grunde für die sinkende Tendenz der Aoggenpreise, die seit Mai besteht, angeführt werden.

Zu Beginn des laufenden Enrtejahres, im August, hielten sich die Roggenpreise zwar noch annähernd auf dem Stand der entsprechenden Zeit des Vorjahres. Seither wurden jedoch die Vorjahrspreise beträchtlich unterschritten (im Sep­tember und Oktober um 30 Mk. je Tonne). Erst im Oktober machte sich eine Verlangsamung bzw. Unterbrechung der Abwärtsbewegung bemerkbar. Die Preissenkung hat" sich durchgesetzt bei er­höhten Ernteerträgen u. a. in Deutschland, Polen, Tschechoslowakei, sowie bei gesunkenen Erträgen in Rußland und den Vereinigten Staaten von

Amerika. Aach den Erntevorschätzungen für 21 Länder der nördlichen Halbkugel, die im ver­gangenen Jahr rund 95 Prozent der Gesamt- roggenernte erzeugten, dürfte die Roggenernte von 43.8 Mill. To. im Jahre 1927 auf 41,2 Mill. To. im Jahre 1928 gesunken sein. Wenn sich diese Dorschähungen bestätigen, so ist also mit einer Roggenemte zu rechnen, die etwa der des Jahres 1926 entspricht und um rund 8 Prozent niedriger ist als die Roggenernte von 1925.

Dieser gegen das Vorjahr niedrigere Evnte- ertrog dürste sich allerdings nur wenig bei der Preisbildung auswirken. Denn der Crnterück- gang wird vornehmlich durch den Ausfall von rund 3.8 Mill. To. in Rußland bedingt: dieser Ausfall soll aber durch erhöhten Konsum von Weizen und Gerste in Rußland selbst aus­geglichen werden. (Die russische Weizenernte des Jahres wird um 3 Mill. To., die Gerstenernte um 1 Mill. To. höher geschätzt als die vor­jährige.) Für die Preisbildung dürfte die Ernte der übrigen Länder bestimmend sein. Hier er­gibt sich für 20 Länder eine um 6 Prozent höhere Roggenernte als 1927. Dabei ist die Qua­lität der Roggenernte besser, so daß ein größerer Teil als Brotgetreide verwendet vxrden kann. In Deutschland dürften die niedrigeren Preise für Brotgetreide in vielen Fällen dazu führen, daß Roggen an Stelle anderer Futtermittel verfüttert wird. Stärker als das Ernteergebnis für Roggen scheinen gegenwärtig die Verhältnisse auf dem Weizenmarkt die Roggeirpreise zu beeinflussen. Die Weizenpreise haben auf denr Weltmarkt den tiefsten Stand seit 1924. in Deutschland seit Herbst 1925 erreicht. Dies hängt damit zusam­men. daß die Weizenernte in 30 Landern der nördlichen Halbkugel, die etwa 85 Prozent der Ernte der nördlichen Halbkugel erzeugen, im laufenden Jahr um 9,2 Mill. T., oder 10 Prozent größer ist als im Vorjahr. Wenn man von der russischen Ernte absteht, so ist in den rest­lichen 29 Ländern mit einem um 6,2 Mikl. To., oder 8 Prozent größeren Ertrag an Weizen, als im Vorjahr, zu rechnen. Die Weizenernte ist damit wesentlich höher, als die Erträge der letzten sechs Jahr«.

*

-Neuzulassung deutscher Anleihen zur Amsterdamer Börse. Der Amster­damer Börsenvorstand beschloß, die 6proz. Ob­ligationsanleihe von 1928 der Badischen Elek- trizitätsversorgungS-A.-G. (Badenwerk) in Höhe von 50 Mill. Schweizer Franken, die 7proz. Goldobligationen von 1925 der Rheinisch-West­fälischen Elektrizitätswerks-A.-G. in Höhe von 10 Mill. Dollar, und die erste 3 Mill. Dollar be­tragende Serie der 7proz. Goldobligationen von 1926 der Robert Dosch-A.°G. zur amtlichen No­tierung zuzulassen.

Reparativnsa u f trag für die deutsche Industrie. Bei der Vergebung von großen Ausbauarbeiten im Hafen von Dün­kirchen wurden von neun Angeboten nur folgende deutsch-französische Gruppen berücksichtigt, do diese die billigsten Offerten eingeliefert haben: Union des Travanx publics und die deutsche Firma Tublice einerseits, die französische Firma Hony und die deutsche Firma Heilmann & Lippmann andererseits. Das Objekt hat einen Wert von 45 Millionen Francs und soll über Reparations­konto verbucht werden.

* Frankfurter Gasgesellschaft. Die Gesellschaft beruft zum 6. Dezember eine außer­ordentliche Generalversammlung ein. Auf der Tagesordnung steht als einziger Punkt: Zuwahlen zum Aufsichtsrat. Es handelt sich hierbei um die Neuwahl von Mitgliedern der Stadtverordneten­versammlung.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a.M., 14.Noo. Tendenz: überwie. gend fester. Im Zusammenhang mit der unsicheren politischen Lage machte sich zu Beginn der heutigen Börse zunächst eine gewisse Unsicherheit bemerkbar, wobei die Umsatztätigkeil im allgemeinen wieder gering war. Bon der plötzlich lebhaft einsetzen- den Nachfrage nach einigen Spezialwerten, nament­lich nach der Farbenaktie, wurde die Haltung jedoch bald überwiegend fester. Nach den gestrigen tarken Abgaben wurden in Farben heute große Rückkäufe vorgenom.nen, doch sollen auch verschie­dentlich neue Engagements eingegangen fein, ange­regt durch Hoffnungen auf Erfüllung der Freigabe- orderungen des Farbenkonzerns. Farben eröffneten daraufhin 2,5 v. H. hoher und zogen im Verlaufe bei lebhaften Umsätzen erneut 1 v. H. an. Aus Grund der heute beginnenden Einigungsoerhandlungen in der Eisenindustrie lagen Montanwerte etwas fester. Gelsenkirchen, Mannesmann, Rheinstahl und Rhei­nische Braunkohlen gewannen 1 bis 1,5 o. H. Später waren Mannesmann bevorzugt bei weiter anziehen­dem Kurs. Im übrigen war die Kursentwicklung uneinheitlich. Elektrowerte waren zu den ersten No­tierungen höher angeboten. Felten, Schuckert und

Siemens gaben leicht nach. Chade minus 12,5 Mark. AEG. und Gesfürel behauptet. Zellstoft mit minus 2,5 o. H. angeboten, dagegen Reichsbonk mit minus 1,5 ü. H. und Daimler, die erneut 2 o. H. gewannen, etwas gefragt, Stieger und NEU. etwas gedrückt. Nennenswerte Kursveränderungen waren sonst nicht zu verzeichnen. Deutsche Anleihen zogen geringfügig an. Ausländer still. Im weiteren Verlaufe wandte sich das Hauptinteresse den Elektrowerten zu, die an­fänglich ihre Einbußen ausgleichen und weiter an­ziehen konnten. Im Vordergrund stand Gesfürel, die auf angebliches Auslandgeschäft 4,5 v. H. anzogen. In Farben ließ das Geschäft noch. Tagesgeld war zum leicht erhöhten Satz von 6 o. H. etwas gefragter. Am Devisenmarkt zog die Mark leicht an. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1987, das Pfund 20,359, London gegen Kabel 4,8482, Mailand 192,57, Ma­drid 30,08, Holland 12,086.

Brr rner Börse.

Berlin, 14. Noo. Im Hinblick auf die politische Unsicherheit (Panzerkreuzerfrage) war es gestern abend und heute vormittag überwiegend schwächer geworden. Auch andere vorliegend« ungünstige Momente wurden zur Begründung die­ser Tendenz herangezogen. Man verwies auf den unregelmäßigen Neuyorker Börsenverlauf. Auch die stärkere Arbeitslosigkeit in der zweiten Oktober- Hälfte, die Zunahme der kurzfristigen Auslondoer- schuldung und ungünstige Maschinenbauberichte wirkten quasi auf dos inoffizielle Dementi. Zu Be­ginn der Börse war man aber schon optimistischer gestimmt. Man hofft, daß die innerpolitische Krise vermieden werden kann, da bei der Abstimmung im Reichstage kein Fraktionszwang ausgeubt wird. Auch bei den heutigen Düsseldorfer Besprechungen scheint auf beiden Seiten die Neigung auf ein Eini­gung bzw. Verständigung zu bestehen. Zum offi­ziellen Beginn war das Geschäft noch klein, gegen Mittag nicht viel größer, da der Realisations- Neigung der Spekulation kaum Orders des Aus­landes gegenüberstanden. Verhältnismäßig aut er­öffneten Kunstseide, Chade und Ilse. Der Montan- mavkt lag relativ fest. Anlechen etwas befestigt. Ausländer ruhig. Pfandbriefe gut gehallen. Der Geldmarkt mar wenig verändert und verhältnis­mäßig leicht. Monatsgeld 7,75 bis 8,75 v. H. Waren- wechsel 6,75 o. H. und darüber. Im Verlaufe regte die Meldung eines Mittagsblattes an, nach der man hofft, daß bald eine Wiederaufnahme der früher gescheiterten Interessengemeinschaft der I.-G.-Farben mit einem englischen Chemietrust erfolgen werde. Der Farbenkurs erhöhte sich daraufhin bei großen Umsätzen um 3 v. H. Auch Rheinstahl waren im Anschluß 1,75 v. H. höher. An den übrigen Märkten war das Geschäft bei 1 bis 2 v. H. höheren Stur (en lebhaft, später ließ jedoch die Urnsatztätigkeit wieder nach. Die Mehrzahl der Kurse lag 1 v. H. über Anfang.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 14. Noo. Der Produkten­markt verkehrte am heutigen Tage in stetiger Hal­tung. Die Grundstimmung war auf Grund der festen Auslandnotierungen etwas freundlicher, doch blieb das Geschäft infolge der großen Zurückhaltung der Händler klein. Am Futtermittelmarkt war Interesse für Mais vorhanden, der bis 0,50 Mark höher lag. Auch für Weizen und Weizenmehl bestand einiges Interesse, im Gegensatz zu Roggen, der vernachlässigt wurde. Es wurden notiert: Weizen 23,10 bis 25 Mk.; Roggen 22; Sommergerste für Brauzwecke 24 bis 24,25; Hafer, inländischer, 22,75 bis 23,25; Mais (gelb) für Futterzwecke 22,25 bis 22,50; Weizenmehl, süddeutsches (Spezial 0) 33,50 bis 34,25; Roggen­mehl 29,25 bis 30; Weizenkleie 13,50 bis 13,60; Roggenkleie 13,75 bis 14 Mark. Tendenz: stetig.

Berliner Produktenbörse.

Berlin. 13. Nov. Der Produktenmarkt nahm wiederum einen recht ruhigen Verlauf. Da in­folge des gestrigen Feiertages Meldungen von den nordamerikanifchen Märkten fehlten, hatten die schwächeren argentinischen Schlußnotierungen größeren Einfluß auf die Preisgestaltung am hiesigen Weizenmarkt. Obgleich sich das inlän­dische Angebot von Weizen nicht verstärkt hat. waren nur etwa 1 Mark niedrigere Preise als gestern durchzuholen, da der Export nur geringe Aufnahmeneigung zeigt und auch die Mühlen, angesichts des schlechten Mehlabsatzes nur wenig Kauflust bekunden Roggen findet zu etwa gestri­gen Preisen für den Export und bei den Mühlen Ilnterfunft, das Angebot hält sich gleichfalls in ziemlich mäßigen Grenzen. Am Lieferungsmarkt lagen die Eröffnungsnotierungen für Weizen 1 Mark niedriger, während Roggen nur gering­fügige Preisferänderungen aufwies. Mehl ist zu gestrigen Prersen offeriert. Für Auszugs­mehle zeigt fuf) vereinzelt bessere Nachfrage, im allgemeinen ift das Geschäft jedoch weiter still. Hafer liegt bei etwas reichlicherem Angebot schwächer, Gerste in mittleren Qualitäten über Bedarf offeriert. Es notierten für je 1000 kg: Weizen, märt, 209 bis 212, Dez. 226,50 bis

226.75 B, März 235 bis 235,50 B . Mai 240,25 (ruhig); Roggen, mark., 200 bis 203, Dez. 217^0, März 227 Geld, Mai 233 (still); Braugerste 230 bis 244; Futtergerste 202 bis 210 (ruhig)^. Safer, märf., 197 bis 206, Dez. 21525 bti 215,50, März 227,50 (ruhig); zollbegünstigter Futtermais 218 bis 220 (still).

Kirche und Schule.

)( jungen, 13. Nov. Anläßlich der Deka- natsvisitation, die gestern durch den Super­intendenten. Oberkirchenrat Wagner (Gießen), in unserem Dekanat vorgenommen wurde, ver­sammelten sich die Dekanatsgeistlichen gestern nachmittag imSolmser Hof" dahier unter dem Vorsitz von Dekan Engel (Obborn­hofen) und in Anwesenheit des Superintendenten von Oberyessen zu einer Konferenz. Die Tagung wurde von Pfarrer Kahn (Lich) mit Schrift- lesung und Gebet eröffnet. Pfarrer Weber (Holzheim) hielt einen Vortrag überZiel, Stoff und Airordnung des Konfirmandenunterrichtes". Das Ziel des Konfirmandenunterrichtes so führte der Redner aus, muß das sein, junge Menschen- seelen zu Gott und Christus zu führen. Im Mictelpunkt des Unterrichtes müssen das Glau- bensbekeimtnis der Kirche und die Heiligen Sakramente stehen. Don größter Bedeutung ist für einen gesegneten Unterricht die Persönlichkeit des Geisllichen, auch darf die Zahl der Konfir­manden, wenn das Ziel wirllich erreicht werden soll, nicht zu groß fein. Eine eingehende Aus­sprach«, an der sich fast alle Geistlichen beteilig­ten. schloß sich cn und brachte noch manche wertvolle Ergänzung.

Zeitschriften.

Zeitschrift für Musik. Monatsschrift für eine geistige Erneuerung der deutschen Musik. Hauptschriftleiter Dr. Alfted Heuh. Steingräber- Verlag, Leipzig. 1928. Heft 9 und 10. Die musikalische Iugcndbewegung in ihrer Auswir­kung auf die Fachmusik und Schulmusik findet ehto sehr klare, sachlich abwäaende Beurteilung durch Wilhelm Twittenhdf. Richard Gottschalk- Berlin würdigt Tolstojs Stellung zur Musik; interessant ist die ausführliche Darstellung über des Dichters praktische Betätigung auf dem Ge­biete der Schulgesangspädagogik. Der bekannte Mozartforscher Professor Ernst Lewicki unter­sucht die organischen Zusammenhänge zwischen den drei größten Mozart-Symphonien in sis-Dur. O-Moll und 0-Dur und zeigt, daß diese drei Werk« eine groß angelegtesinfonisch-lyrische Trilogie" darstellen, lieber zeitgenössische Sym­phonie-Probleme äußert sich Hermann Ambro­sius-Leipzig; über Musikkritik und Charakter stellt Alfted Heuß Betrachtungen an. In der Frage, ob ein Lied durch eine Frauen- oder Männer­stimme vvrzutragen fei, sieht Richard Engländer- Dresden di« Entscheidung weniger im bloßen Textwort des Gedichtes als im Notenbild selbst. Ium 60. Todestage Rossinis frischt Artur Neisser Erinnerungen an den Meister auf; sinnige Worte widmet Oskar Guttmann Lortzings ilnbine. DasGehmmnis" des Dirigenten-, nicht führerlosen Orchesterspiels beleuchtet Alf.ed Malige (Mitglied des Leipziger Sinfonie- Orchesters) von der praktischen Seite. Das Wiener Sängerfest, dieDeutsche Kammermusik' in Baden-Baden 1928, di« Bayreuther Dühnenfest- spiele 1928 werden nach ihrer künstlerischen Be­deutung bewertet. Dazu Musik- und Literatur­berichte, Bilder und Musilbeilagen.

Unter dem TitelVogelsberger.Hei- m a t" gibt Lehrer Sauer in Ober-Lais im Auf­trage der heimatkundlichen Arbeitsgemeinschaften des Kreises Schotten eine kleine Zeitschrift her­aus (Verlag Wilhelm Engel in Schotten), di« sich zum Ziel gesetzt hat, Geschichte und Volkskunde der engeren Heimat in fachkundigen Aussätzen den Freunden heimatkundlicher Forschung nahe- zubringen. Don der sechsmal im Jahre er­scheinenden Zeitschrift liegen uns die drei ersten Hefte vor, die einen guten Eindruck von den Bestrebungen der Herausgeber vermitteln.

Der Verlag derKonstanzer Z t g." legt anläßlich des 200jährigen Bestehens des Blattes ein« reich illustrierte Jubiläums­ausgabe vor, deren zweifarbigen Titel Kunst­maler Schlatter-llttwil entworsen bat. Durch Dei- träge führender Staatsmänner. Kommunalpoli­tiker und Schriftsteller erhält diese Festgabe blei- benben Wert. Die politisch« und kulturelle Ver­mittlerrolle des Grenzblattes kommt in den Bei­trägen von österreichischer und schweizerischer Seite zum Ausdruck. Das geistige und toirt- chaftliche Leben der Stadt und des ganzen See­kreises in Vergangenheit und Gegenwart findet in weiteren fach- und sachkundigen Beiträgen einen Niederschlag.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die binter den Papieren angesübrten Ziffern geben die Höhe bet zuletzt befchlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuß S Prozent.

Frankfurt a. M

Berlin

Schluß- Kur»

1-Uhr- Kur»

Sch.rch kur»

Anjang kur.

Datum

13 11.

14. 11

13 11.

| 14 11.

6% Dt Reich« auleihe o 1927

87

87.5

-

tt Lnl.-Siblöi.-Schuld mil Sur»

«

los.-Rechien

51,1

51

51,25

trifll ohne Lusios.-Rechte

4% Ötanfl. Hyp.-Bt Saldos. ttn>

14,35

14.4

14.3

14,6

kündbar btt 1932

*H% Rheinische Hvo^Bmck Liam-

90

«olbvs.

77,35

ÄL6.® abg VorMegt-Obligalion.. rückzahlbar 1932

-

-

<% Schweiz itiunoeäb.-tilnL.

06,25

4% Oesterreichtsche Golvrte..

*

32,3

4,20% Oe Herr (Bübeme. .

2.75

4% Cffteneicb einheitl. Site.

4% Ungartfthe ©olbtte.

4% Ungarffdje ©tnatir v. 1910

4K% De4ql. von 1913 4% Ungarische fttonenrte..

26,4

25,9

1,9

-

1,9

4% I0d. Hollanleihe v. 1911

4% Türkische Bagdadbohn-Lul.,

13,175

13,3

13.4

Serie 1

13,2

13,25

4% besgl. Serie 11

12,8

-

13.25

4% Rumänen conbcrt Rie. . .

10,75

_

_

1)4% Rumänen (SoIbanL vor, 1913

23.4

22,9

Lüg. Stund)« ^tfeD*)D .

Hamburg-Ülmerila fialct ... 8

147,25

147

147

146,5

Hamb.-Südam Damvssch. . . 8

182.75

Hansa Damvsschiss . . 10

.

180

179.25

Rorbdeukicher Lloyd ... 8

143,25

143.75

143,5

143,25

ffllg Deutsche Lreditanst. . . 10

1 >6.5

136

Lärmer Bankverein - 10

140.25

140,25

139.75

139, b

Berliner HandelSgefellfch. . 12

283

282

loarmer,- und Prioar-Vank 11

lob,75

186.6

186.75

186, a

Darm st. u Nationalbanl 12

289

289,5

288

Deutsche Bank - 10

167

167,25

Ib?

lb7

Dttkonto-SeseMchast Änt. . 10

161.75

162

161.75

Dresdner Bank ... 10

168.25

168,25

168

168

Mitteldeutsche LreditdarU ... 9

213.5

313.25

Relallban,...... 8

135.25

136

136

135.75

.......U

303.6

305

305

405,25

Frankfurt a. M

Berlin

Schluß Aur»

1-Uhr- kur.

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kur»

kur»

Datum: |

13 11.

14 11.

13. 11.

| 14 11

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8

189

189

189

189

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224

223

223.13

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Eleitr. Lieferungen.

10

172,5

172,5

173.25

173.1.

Licht und KrasI

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M

10

235,5

236

236,5

435.75

Felten 8 Guilleaume.

. 6

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151.9

151-25

Gej. f. Elekrr. Untern..

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271

271

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10

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Rhein. Qettr.

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159.5

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Schlei. Eleltr. . .

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10

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229.5

Schuckert . . .

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238

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Siemens 4 HalLk» .

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152,5

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88,5

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135

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119

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116

116

Oberschles. Rotoroede

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112. -

Phönix Bergbau Rheinische BraurEohlen

5%

10

92.75

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92.65

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Rheinstahl f

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134

135

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134,5

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Gereinigte Stahl». Ctaöi Minen

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94,9

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e .

10

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ftali Westeregeln. . . RaHroed Sahbeihrtil

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Berlin

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Datum:

13, 11.

14. 11

13. 11.

| 14. 11

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136.5

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592

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Zellstoss Waldhol.....12

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274

Zellstoss Llchassendurg ... 1?

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Daimler Motoren ...... 0

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Demag ...... v

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Leonhard Dietz . ..... 6

288.5

287

Bamag-Meguia ...... 0

21,5

ycantf. Maschinen ...... 6

71

71.5

71.5

Griyner ...... 11

122

122

Heyligeustaedt ...... .0

IunghanS ........ 4

K

88.75

89

_

fiediroede. . ...8

111.5

4Ra!nhahroerte ....... 8

116,5

Miag ...... 10

135

136

136,5

Nefcüsulmer ..... S

22

21,13

22

Beters Union ........ 8

105.25

105.25

-

Gebr. Roeder ....... 10

124

_

Voigt 4 Haesfner ...... 8

210

Eüdd. Zucker . ...... 8

149

149,ö

Banknoten.

Berlin, 13. November

^eld

'Bnei

Amerikanische Wotee.....

4,174

J7193

Belgische Noten ......

58,13

58,37

Dänische Roten . .......

111,55

111,99

Englische OZotot........

20.906

20.386

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. 2H.

Telegra p h i s ch e 21 u szahlu ng.

Berlin. 13. November

Geld

Ärte/

^ran;ön'chr Noten . .

16,35

Holländtsche Noten ....

168,01

167,69

italienische Noten......

21,91

21,99

Norwegische Noten. ....

111,53

111.97

Denttch-Oesterr. ä 100 Kronen

58.87

59.11

Rumänische Noten......

2,535

2,55.5

,11.9.1

112 34

Schmetter Noten.....

80,59

80*91

Spanische Noten.......

67,4,

u7,69

Tschechoslowakische Roten . .

12.4H

12,46

Ungarische Noten

72.95

7i,25

13. November

14 Novemb r

Ämtliche Geld

'Jioti.nmg Briet

Amtliche Norieruna

Geld

1 Briei

Ämst^Rotl

(68,39

(68,73 '

168,31

(68,65

Bncn^SireL

1,769

1.773

1.769

1,773

Brff. Annn

o8,28

58,40

58,27

58,39

Chriftiattia

111,77

111,99

111.77

111,99

Kovenbaaen

111,80

112,02

111.83

112,05

Stockholm

112,13

112,35

112,10

112,32

HeliingforS.

10,555

10,575

10,35

10,57

Qtalicn . .

21,975

22,015

21,065

22,005

London. . .

20,339

20,379

20,333

20,373

Nenvork . .

4,1955

4,2035

4,1950

4,2030

Paris....

16,38

16.42

16,375

16.415

Schweiz . .

50,735

80,895

80,72

t0,88

Svanien.

u7,59

67,73

<7,57

67,71

yavan . . .

1,949

1,951

1,947

1,951

Nio de (Ton.

t.500

6.502

1-.500

0,502

Wien in D--

Ceft abgeft

58,34

59,06

58,-2

59,04

Prag

12,434

12,454

12,43

12.45

Belirad . .

7,368

7,382

7,368

7,382

Budapest. .

<3,125

73,265

73,11

73.25

Bulgarien

',027

',033

'.031

Lissabon

18,88

18.92

18,88

18.92

Danjig . .

bl, 30

-1,46

81,29

81,45

Konstunrin.

2,108

.112

2,106

2,110

tilben , .

5,425

5,435

5,42..

5,435

Lanada

4,191

4,199

4,190

4,198

Nrn tun .

4,27b

4,284

4,286

4,294

i9.86

0.90

20.858

20.898