teil frieW Wagens besteht in Per Einfachheit s"i- ner Herstellung. Daß er schon aussähe. wird aberöings wohl niemand behaupten — höchstens Diogenes hätte seine Freude daran, wenn er noch lebte.
^lebrigens haben sich auch die gana kleinen Wagen — wie die bekannten Hannomäxe und ähnliche — sehr zu ihrem Vorteil verändert: Sie sehen jetzt aus wie alle anderen Personenkraftwagen auch, mir sind sie eben kleiner und dementsprechend billig. Einen offenen kleinen Hanno- m a g kann man schon für 1850 Mark haben, die Limousine für 2100 Mark, das Kabriolett für 2800 Mark.
Don Einzelheiten möchte ich noch eine Dremsprüfanlage erwähne, die von der REG. ausgestellt ist, und zwar scheint sie erwähnenswert, weil es ungemein wichtig ist, fest- auflelleji, ob die Bremse auf alle gebremsten Räder gleichmäßig wirkt, weil sonst der Wagen, namentlich natürlich auf schlüpfrigen Asphalt- straßen, mit Sicherheit schleudert. 'Der selbst schon gefahren ist, weih ein Lied hiervon zu singen.
Auf dem Freigelände wird eine hübsche Must e r w e r k st a t t für kleine Inst andsetzungsbe- triebe gezeigt, die sehr lehrreich ist. So zeigt sie zweckmäßige Hebezeugc und fahrbare Werktische mit Schraubstöcken, die an den instandzu- setzenden Wagen herangefahren werden, so daß ber Schlosser nicht wegen jedes Feilstrichs zwischen Wagen und Schraubstock hin- und herzulaufen braucht. Dieser Werkstatt gegenüber preist eine Firma ihre Gummipuffer zum iln- schädlichmachen von Zusammenstößen, z. D. mit einem Baum, an, indem sie einen zertrümmerten Wagen ohne ihren Puffer und einen unversehrten mit diesem Puffer äusstellt. Daß neben dem zertrümmerten Wagen ein Toter liegt, wenn er auch nur ausgestopft ist, ist eine Geschmacklosigkeit, gegen die die Ausstellungsleitung einschrev> ten sollte.
Selbstverständlich konnten in diesem Bericht nur- einige Richtlinien gezeigt werden, auf denen sich der Kraftwagen- und Kraftradbau bewegt. Man hat beim Kraftwagen immer das Gefühl, daß er eigentlich schon recht vollkommen ist, und daß nicht mehr viel daran verbessert werden könne. Wenn man dann aber nach einer größeren Pause, die diesmal sogar zwei Jahre betragen hat, eine solche Automobrlausstellung sieht, so kann man nicht umhin, die großen Fortschritte bewundernd anzuerkennen, die sich zwar vielfach aus einer Summe scheinbarer Kleinigkeiten zusammensetzen, sich aber doch eben äirch diese Summe als ganz erheblicher technischer Fortschritt auswirkcn.
Wirtschafi.
Aufwertung hessischer Siadischulö- verschreibungen.
3n nichtöffentlicher dreitägiger Verhandlung vor dem hessischen Verwaltungsgerichtshof wurden die Aufwertungssähe der Stadtschuldverschreibungen der Städte Main;, Darmstadt und Offen- bach, wie folgt, festgesetzt: Darmstadt 17,5 v. Mainz 15 v. h. und Offenbach 12,5 o. £). Der hessische Fioanzminister hatte bekanntlich eine durchschnittliche Aufwertung von 22 v. h. angeordnet, während der reichsgesehliche Aufwertungsmindestsah 12,5 v. h. beträgt. Maßgebend für die obengenannten Sähe war die jeweilige finanzielle Leistungsfähigkeit der drei Städte.
Zur Bewegung der Roggenpreise.
Das Absahproblem der Landwirtschaft ist neben der Organisationsfrage des Verkaufs auch zu einem großen Teil Preis- problem. Die Preise sind in erster Linie von den Ernteerträgen nicht nur in Deutschland, sondern vor allem in den großen Getreideländern abhängig. Das Institut für Konjunkturforschung hat «ine interessante Untersuchung zur Bewegung der Roggenpreise angestellt, in der die Grunde für die sinkende Tendenz der Aoggenpreise, die seit Mai besteht, angeführt werden.
Zu Beginn des laufenden Enrtejahres, im August, hielten sich die Roggenpreise zwar noch annähernd auf dem Stand der entsprechenden Zeit des Vorjahres. Seither wurden jedoch die Vorjahrspreise beträchtlich unterschritten (im September und Oktober um 30 Mk. je Tonne). Erst im Oktober machte sich eine Verlangsamung bzw. Unterbrechung der Abwärtsbewegung bemerkbar. Die Preissenkung hat" sich durchgesetzt bei erhöhten Ernteerträgen u. a. in Deutschland, Polen, Tschechoslowakei, sowie bei gesunkenen Erträgen in Rußland und den Vereinigten Staaten von
Amerika. Aach den Erntevorschätzungen für 21 Länder der nördlichen Halbkugel, die im vergangenen Jahr rund 95 Prozent der Gesamt- roggenernte erzeugten, dürfte die Roggenernte von 43.8 Mill. To. im Jahre 1927 auf 41,2 Mill. To. im Jahre 1928 gesunken sein. Wenn sich diese Dorschähungen bestätigen, so ist also mit einer Roggenemte zu rechnen, die etwa der des Jahres 1926 entspricht und um rund 8 Prozent niedriger ist als die Roggenernte von 1925.
Dieser gegen das Vorjahr niedrigere Evnte- ertrog dürste sich allerdings nur wenig bei der Preisbildung auswirken. Denn der Crnterück- gang wird vornehmlich durch den Ausfall von rund 3.8 Mill. To. in Rußland bedingt: dieser Ausfall soll aber durch erhöhten Konsum von Weizen und Gerste in Rußland selbst ausgeglichen werden. (Die russische Weizenernte des Jahres wird um 3 Mill. To., die Gerstenernte um 1 Mill. To. höher geschätzt als die vorjährige.) Für die Preisbildung dürfte die Ernte der übrigen Länder bestimmend sein. Hier ergibt sich für 20 Länder eine um 6 Prozent höhere Roggenernte als 1927. Dabei ist die Qualität der Roggenernte besser, so daß ein größerer Teil als Brotgetreide verwendet vxrden kann. In Deutschland dürften die niedrigeren Preise für Brotgetreide in vielen Fällen dazu führen, daß Roggen an Stelle anderer Futtermittel verfüttert wird. Stärker als das Ernteergebnis für Roggen scheinen gegenwärtig die Verhältnisse auf dem Weizenmarkt die Roggeirpreise zu beeinflussen. Die Weizenpreise haben auf denr Weltmarkt den tiefsten Stand seit 1924. in Deutschland seit Herbst 1925 erreicht. Dies hängt damit zusammen. daß die Weizenernte in 30 Landern der nördlichen Halbkugel, die etwa 85 Prozent der Ernte der nördlichen Halbkugel erzeugen, im laufenden Jahr um 9,2 Mill. T., oder 10 Prozent größer ist als im Vorjahr. Wenn man von der russischen Ernte absteht, so ist in den restlichen 29 Ländern mit einem um 6,2 Mikl. To., oder 8 Prozent größeren Ertrag an Weizen, als im Vorjahr, zu rechnen. Die Weizenernte ist damit wesentlich höher, als die Erträge der letzten sechs Jahr«.
*
-Neuzulassung deutscher Anleihen zur Amsterdamer Börse. Der Amsterdamer Börsenvorstand beschloß, die 6proz. Obligationsanleihe von 1928 der Badischen Elek- trizitätsversorgungS-A.-G. (Badenwerk) in Höhe von 50 Mill. Schweizer Franken, die 7proz. Goldobligationen von 1925 der Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerks-A.-G. in Höhe von 10 Mill. Dollar, und die erste 3 Mill. Dollar betragende Serie der 7proz. Goldobligationen von 1926 der Robert Dosch-A.°G. zur amtlichen Notierung zuzulassen.
Reparativnsa u f trag für die deutsche Industrie. Bei der Vergebung von großen Ausbauarbeiten im Hafen von Dünkirchen wurden von neun Angeboten nur folgende deutsch-französische Gruppen berücksichtigt, do diese die billigsten Offerten eingeliefert haben: Union des Travanx publics und die deutsche Firma Tublice einerseits, die französische Firma Hony und die deutsche Firma Heilmann & Lippmann andererseits. Das Objekt hat einen Wert von 45 Millionen Francs und soll über Reparationskonto verbucht werden.
* Frankfurter Gasgesellschaft. Die Gesellschaft beruft zum 6. Dezember eine außerordentliche Generalversammlung ein. Auf der Tagesordnung steht als einziger Punkt: Zuwahlen zum Aufsichtsrat. Es handelt sich hierbei um die Neuwahl von Mitgliedern der Stadtverordnetenversammlung.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a.M., 14.Noo. Tendenz: überwie. gend fester. Im Zusammenhang mit der unsicheren politischen Lage machte sich zu Beginn der heutigen Börse zunächst eine gewisse Unsicherheit bemerkbar, wobei die Umsatztätigkeil im allgemeinen wieder gering war. Bon der plötzlich lebhaft einsetzen- den Nachfrage nach einigen Spezialwerten, namentlich nach der Farbenaktie, wurde die Haltung jedoch bald überwiegend fester. Nach den gestrigen tarken Abgaben wurden in Farben heute große Rückkäufe vorgenom.nen, doch sollen auch verschiedentlich neue Engagements eingegangen fein, angeregt durch Hoffnungen auf Erfüllung der Freigabe- orderungen des Farbenkonzerns. Farben eröffneten daraufhin 2,5 v. H. hoher und zogen im Verlaufe bei lebhaften Umsätzen erneut 1 v. H. an. Aus Grund der heute beginnenden Einigungsoerhandlungen in der Eisenindustrie lagen Montanwerte etwas fester. Gelsenkirchen, Mannesmann, Rheinstahl und Rheinische Braunkohlen gewannen 1 bis 1,5 o. H. Später waren Mannesmann bevorzugt bei weiter anziehendem Kurs. Im übrigen war die Kursentwicklung uneinheitlich. Elektrowerte waren zu den ersten Notierungen höher angeboten. Felten, Schuckert und
Siemens gaben leicht nach. Chade minus 12,5 Mark. AEG. und Gesfürel behauptet. Zellstoft mit minus 2,5 o. H. angeboten, dagegen Reichsbonk mit minus 1,5 ü. H. und Daimler, die erneut 2 o. H. gewannen, etwas gefragt, Stieger und NEU. etwas gedrückt. Nennenswerte Kursveränderungen waren sonst nicht zu verzeichnen. Deutsche Anleihen zogen geringfügig an. Ausländer still. Im weiteren Verlaufe wandte sich das Hauptinteresse den Elektrowerten zu, die anfänglich ihre Einbußen ausgleichen und weiter anziehen konnten. Im Vordergrund stand Gesfürel, die auf angebliches Auslandgeschäft 4,5 v. H. anzogen. In Farben ließ das Geschäft noch. Tagesgeld war zum leicht erhöhten Satz von 6 o. H. etwas gefragter. Am Devisenmarkt zog die Mark leicht an. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1987, das Pfund 20,359, London gegen Kabel 4,8482, Mailand 192,57, Madrid 30,08, Holland 12,086.
Brr rner Börse.
Berlin, 14. Noo. Im Hinblick auf die politische Unsicherheit (Panzerkreuzerfrage) war es gestern abend und heute vormittag überwiegend schwächer geworden. Auch andere vorliegend« ungünstige Momente wurden zur Begründung dieser Tendenz herangezogen. Man verwies auf den unregelmäßigen Neuyorker Börsenverlauf. Auch die stärkere Arbeitslosigkeit in der zweiten Oktober- Hälfte, die Zunahme der kurzfristigen Auslondoer- schuldung und ungünstige Maschinenbauberichte wirkten quasi auf dos inoffizielle Dementi. Zu Beginn der Börse war man aber schon optimistischer gestimmt. Man hofft, daß die innerpolitische Krise vermieden werden kann, da bei der Abstimmung im Reichstage kein Fraktionszwang ausgeubt wird. Auch bei den heutigen Düsseldorfer Besprechungen scheint auf beiden Seiten die Neigung auf ein Einigung bzw. Verständigung zu bestehen. Zum offiziellen Beginn war das Geschäft noch klein, gegen Mittag nicht viel größer, da der Realisations- Neigung der Spekulation kaum Orders des Auslandes gegenüberstanden. Verhältnismäßig aut eröffneten Kunstseide, Chade und Ilse. Der Montan- mavkt lag relativ fest. Anlechen etwas befestigt. Ausländer ruhig. Pfandbriefe gut gehallen. Der Geldmarkt mar wenig verändert und verhältnismäßig leicht. Monatsgeld 7,75 bis 8,75 v. H. Waren- wechsel 6,75 o. H. und darüber. Im Verlaufe regte die Meldung eines Mittagsblattes an, nach der man hofft, daß bald eine Wiederaufnahme der früher gescheiterten Interessengemeinschaft der I.-G.-Farben mit einem englischen Chemietrust erfolgen werde. Der Farbenkurs erhöhte sich daraufhin bei großen Umsätzen um 3 v. H. Auch Rheinstahl waren im Anschluß 1,75 v. H. höher. An den übrigen Märkten war das Geschäft bei 1 bis 2 v. H. höheren Stur (en lebhaft, später ließ jedoch die Urnsatztätigkeit wieder nach. Die Mehrzahl der Kurse lag 1 v. H. über Anfang.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 14. Noo. Der Produktenmarkt verkehrte am heutigen Tage in stetiger Haltung. Die Grundstimmung war auf Grund der festen Auslandnotierungen etwas freundlicher, doch blieb das Geschäft infolge der großen Zurückhaltung der Händler klein. Am Futtermittelmarkt war Interesse für Mais vorhanden, der bis 0,50 Mark höher lag. Auch für Weizen und Weizenmehl bestand einiges Interesse, im Gegensatz zu Roggen, der vernachlässigt wurde. Es wurden notiert: Weizen 23,10 bis 25 Mk.; Roggen 22; Sommergerste für Brauzwecke 24 bis 24,25; Hafer, inländischer, 22,75 bis 23,25; Mais (gelb) für Futterzwecke 22,25 bis 22,50; Weizenmehl, süddeutsches (Spezial 0) 33,50 bis 34,25; Roggenmehl 29,25 bis 30; Weizenkleie 13,50 bis 13,60; Roggenkleie 13,75 bis 14 Mark. Tendenz: stetig.
Berliner Produktenbörse.
Berlin. 13. Nov. Der Produktenmarkt nahm wiederum einen recht ruhigen Verlauf. Da infolge des gestrigen Feiertages Meldungen von den nordamerikanifchen Märkten fehlten, hatten die schwächeren argentinischen Schlußnotierungen größeren Einfluß auf die Preisgestaltung am hiesigen Weizenmarkt. Obgleich sich das inländische Angebot von Weizen nicht verstärkt hat. waren nur etwa 1 Mark niedrigere Preise als gestern durchzuholen, da der Export nur geringe Aufnahmeneigung zeigt und auch die Mühlen, angesichts des schlechten Mehlabsatzes nur wenig Kauflust bekunden Roggen findet zu etwa gestrigen Preisen für den Export und bei den Mühlen Ilnterfunft, das Angebot hält sich gleichfalls in ziemlich mäßigen Grenzen. Am Lieferungsmarkt lagen die Eröffnungsnotierungen für Weizen 1 Mark niedriger, während Roggen nur geringfügige Preisferänderungen aufwies. Mehl ist zu gestrigen Prersen offeriert. Für Auszugsmehle zeigt fuf) vereinzelt bessere Nachfrage, im allgemeinen ift das Geschäft jedoch weiter still. Hafer liegt bei etwas reichlicherem Angebot schwächer, Gerste in mittleren Qualitäten über Bedarf offeriert. Es notierten für je 1000 kg: Weizen, märt, 209 bis 212, Dez. 226,50 bis
226.75 B, März 235 bis 235,50 B . Mai 240,25 (ruhig); Roggen, mark., 200 bis 203, Dez. 217^0, März 227 Geld, Mai 233 (still); Braugerste 230 bis 244; Futtergerste 202 bis 210 (ruhig)^. Safer, märf., 197 bis 206, Dez. 21525 bti 215,50, März 227,50 (ruhig); zollbegünstigter Futtermais 218 bis 220 (still).
Kirche und Schule.
)( jungen, 13. Nov. Anläßlich der Deka- natsvisitation, die gestern durch den Superintendenten. Oberkirchenrat Wagner (Gießen), in unserem Dekanat vorgenommen wurde, versammelten sich die Dekanatsgeistlichen gestern nachmittag im „Solmser Hof" dahier unter dem Vorsitz von Dekan Engel (Obbornhofen) und in Anwesenheit des Superintendenten von Oberyessen zu einer Konferenz. Die Tagung wurde von Pfarrer Kahn (Lich) mit Schrift- lesung und Gebet eröffnet. Pfarrer Weber (Holzheim) hielt einen Vortrag über „Ziel, Stoff und Airordnung des Konfirmandenunterrichtes". Das Ziel des Konfirmandenunterrichtes so führte der Redner aus, muß das sein, junge Menschen- seelen zu Gott und Christus zu führen. Im Mictelpunkt des Unterrichtes müssen das Glau- bensbekeimtnis der Kirche und die Heiligen Sakramente stehen. Don größter Bedeutung ist für einen gesegneten Unterricht die Persönlichkeit des Geisllichen, auch darf die Zahl der Konfirmanden, wenn das Ziel wirllich erreicht werden soll, nicht zu groß fein. Eine eingehende Aussprach«, an der sich fast alle Geistlichen beteiligten. schloß sich cn und brachte noch manche wertvolle Ergänzung.
Zeitschriften.
— Zeitschrift für Musik. Monatsschrift für eine geistige Erneuerung der deutschen Musik. Hauptschriftleiter Dr. Alfted Heuh. Steingräber- Verlag, Leipzig. 1928. Heft 9 und 10. — Die musikalische Iugcndbewegung in ihrer Auswirkung auf die Fachmusik und Schulmusik findet ehto sehr klare, sachlich abwäaende Beurteilung durch Wilhelm Twittenhdf. Richard Gottschalk- Berlin würdigt Tolstojs Stellung zur Musik; interessant ist die ausführliche Darstellung über des Dichters praktische Betätigung auf dem Gebiete der Schulgesangspädagogik. Der bekannte Mozartforscher Professor Ernst Lewicki untersucht die organischen Zusammenhänge zwischen den drei größten Mozart-Symphonien in sis-Dur. O-Moll und 0-Dur und zeigt, daß diese drei Werk« eine groß angelegte „sinfonisch-lyrische Trilogie" darstellen, lieber zeitgenössische Symphonie-Probleme äußert sich Hermann Ambrosius-Leipzig; über Musikkritik und Charakter stellt Alfted Heuß Betrachtungen an. In der Frage, ob ein Lied durch eine Frauen- oder Männerstimme vvrzutragen fei, sieht Richard Engländer- Dresden di« Entscheidung weniger im bloßen Textwort des Gedichtes als im Notenbild selbst. Ium 60. Todestage Rossinis frischt Artur Neisser Erinnerungen an den Meister auf; sinnige Worte widmet Oskar Guttmann Lortzings „ilnbine“. Das „Gehmmnis" des Dirigenten-, nicht führerlosen Orchesterspiels beleuchtet Alf.ed Malige (Mitglied des Leipziger Sinfonie- Orchesters) von der praktischen Seite. Das Wiener Sängerfest, die „Deutsche Kammermusik' in Baden-Baden 1928, di« Bayreuther Dühnenfest- spiele 1928 werden nach ihrer künstlerischen Bedeutung bewertet. Dazu Musik- und Literaturberichte, Bilder und Musilbeilagen.
— Unter dem Titel „Vogelsberger.Hei- m a t" gibt Lehrer Sauer in Ober-Lais im Auftrage der heimatkundlichen Arbeitsgemeinschaften des Kreises Schotten eine kleine Zeitschrift heraus (Verlag Wilhelm Engel in Schotten), di« sich zum Ziel gesetzt hat, Geschichte und Volkskunde der engeren Heimat in fachkundigen Aussätzen den Freunden heimatkundlicher Forschung nahe- zubringen. Don der sechsmal im Jahre erscheinenden Zeitschrift liegen uns die drei ersten Hefte vor, die einen guten Eindruck von den Bestrebungen der Herausgeber vermitteln.
— Der Verlag der „Konstanzer Z t g." legt anläßlich des 200jährigen Bestehens des Blattes ein« reich illustrierte Jubiläumsausgabe vor, deren zweifarbigen Titel Kunstmaler Schlatter-llttwil entworsen bat. Durch Dei- träge führender Staatsmänner. Kommunalpolitiker und Schriftsteller erhält diese Festgabe blei- benben Wert. Die politisch« und kulturelle Vermittlerrolle des Grenzblattes kommt in den Beiträgen von österreichischer und schweizerischer Seite zum Ausdruck. Das geistige und toirt- chaftliche Leben der Stadt und des ganzen Seekreises in Vergangenheit und Gegenwart findet in weiteren fach- und sachkundigen Beiträgen einen Niederschlag.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die binter den Papieren angesübrten Ziffern geben die Höhe bet zuletzt befchlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuß S Prozent.
Frankfurt a. M
Berlin
Schluß- Kur»
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Datum
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192.5
191.6)
Daimler Motoren ...... 0
88,5
90,5
88
90
Demag ...... v
—
—
49,5
48
Adlerwede Riesa ...... 5
109
108-5
110
109
Lubw. ßaeme ....... 10
—
—
245.5
245.a
Rai. Automobil . ...... O
—
59 7.
57
crenstein & SooDd . .... 6
—
•—
107.5
—
Leonhard Dietz . ..... 6
—•
—
288.5
287
Bamag-Meguia ...... 0
—
—
21,5
—
ycantf. Maschinen ...... 6
71
71.5
71.5
—
Griyner ...... 11
122
122
—
Heyligeustaedt ...... .0
IunghanS ........ 4
K
88.75
89
_
fiediroede. . ..•••••.8
111.5
—
—
4Ra!nhahroerte ....... 8
116,5
—
—•
—
Miag ...... 10
135
—
136
136,5
Nefcüsulmer ..... S
22
21,13
22
Beters Union ........ 8
105.25
105.25
—-
Gebr. Roeder ....... 10
124
_
Voigt 4 Haesfner ...... 8
—
210
—
Eüdd. Zucker . ...... 8
149
—
149,ö
—
Banknoten.
Berlin, 13. November
^eld
'Bnei
Amerikanische Wotee.....
4,174
J7193
Belgische Noten ......
58,13
58,37
Dänische Roten . .......
111,55
111,99
Englische OZotot........
20.906
20.386
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. 2H.
Telegra p h i s ch e 21 u szahlu ng.
Berlin. 13. November
Geld
Ärte/
^ran;ön'chr Noten . .
16,35
Holländtsche Noten ....
168,01
167,69
italienische Noten......
21,91
21,99
Norwegische Noten. ....
111,53
111.97
Denttch-Oesterr. ä 100 Kronen
58.87
59.11
Rumänische Noten......
2,535
2,55.5
,11.9.1
112 34
Schmetter Noten..... ■
80,59
80*91
Spanische Noten.......
67,4,
u7,69
Tschechoslowakische Roten . .
12.4H
12,46
Ungarische Noten
72.95
7i,25
13. November
14 Novemb r
Ämtliche Geld
'Jioti’.nmg Briet
Amtliche Norieruna
Geld
1 Briei
Ämst^Rotl
(68,39
(68,73 '
168,31
(68,65
Bncn^SireL
1,769
1.773
1.769
1,773
Brff. Annn
o8,28
58,40
58,27
58,39
Chriftiattia
111,77
111,99
111.77
111,99
Kovenbaaen
111,80
112,02
111.83
112,05
Stockholm
112,13
112,35
112,10
112,32
HeliingforS.
10,555
10,575
10,35
10,57
Qtalicn . .
21,975
22,015
21,065
22,005
London. . .
20,339
20,379
20,333
20,373
Nenvork . .
4,1955
4,2035
4,1950
4,2030
Paris....
16,38
16.42
16,375
16.415
Schweiz . .
50,735
80,895
80,72
t0,88
Svanien.
u7,59
67,73
<7,57
67,71
yavan . . .
1,949
1,951
1,947
1,951
Nio de (Ton.
t.500
6.502
1-.500
0,502
Wien in D--
Ceft abgeft
58,34
59,06
58,-2
59,04
Prag
12,434
12,454
12,43
12.45
Belirad . .
7,368
7,382
7,368
7,382
Budapest. .
<3,125
73,265
73,11
73.25
Bulgarien
',027
■',033
'.031
Lissabon
18,88
18.92
18,88
18.92
Danjig . .
bl, 30
-1,46
81,29
81,45
Konstunrin.
2,108
.112
2,106
2,110
tilben , .
5,425
5,435
5,42..
5,435
Lanada
4,191
4,199
4,190
4,198
Nrn tun .
4,27b
4,284
4,286
4,294
i9.86
0.90
20.858
20.898


