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zupflichtc-n sein, ber Me önftotcfrimg borläuflg jbtoa rten will.

Es wäre notwendig, inzwischen den Reichs- eifenbahnrat zu berufen und ihm die firroge vorzulcqen, welch« Richtung der Finanzpolitik der Reiä-sbohr uni hfl »u geben sein wird. Man hernrfi! bei her öffentlichen De Handlung der lffrage <-ine8, nämlich wie man künftig di« Mittel für die Reuanlogen. den Anlagezuwachs, der in der kurzen 3rit des De sie Herr- der Gesellschaft den Betrag von rund l>t MilUocden erfordert hat. die zuni größten Teil auS den Verkehrsrin- nohmen bestrrt'en worden sind, aufzubringen gedenkt. Hier liegt das Rätsel, das zu lösen ist. Mrd es möglich sein, diesen zweifellos großen Ftnonzbedarf zu decken, ohne die Tarife damit zu belasten? Zwei Wege wären zu prüfen, und zwar

1. di« Verwertung der Reichsbahnaktien, die der Reichsbahn zur Verfügung stehen,

2. di« neuen, also werbenden Anlagen a u f Anleihen zu bauen, tote es auch bei der Preußischen Staatsbahn gehandhabt worden ist.

Das eine tote das andere ist schwierig. Man fragt sich aber nicht mit Anrecht, wozu ist in der Verfassung ein Deirat vorgesehen, wenn er nicht in einer so schwierigen Frage der Frnanzrege- lung der Reichsbahn feine Dünnung äußern soll. Die deutsche Wirtschaft muß verlangen, daß die Tarissrage nicht eher entscheidend gevegelt wird, bevor nicht die le-ten Möglichkeiten einer anderweitigen Regelung völlig erschöpft sind. Das Reichsbahngericht, das nun nicht mehr zu umgehen sein wird, bedarf zu seiner Deurtci- lung der Frage so sorgfältig vorbereiteter Unter­lagen, daß die Auswirkung der Entscheidung nach allen Richtungen geprüft werden kann. Die Vor­gänge aus dem Weltmarkt, besonders das Unter* stühungsproaramm Englands, das bewußt zu einer Verbilligung der Produktion führen soll, darf dabei nicht übersehen werden.

Amerika und das Klottenkompromiß. Washington aus der Hut.

Washington, 13. Qlug. (WD.) 3n dem BlattWashington Star" führt der politische Schriftsteller Simonds aus, Amerika sei durch das englisch-französische Rüstungskompromiß in eine isolierte Stellung gekrängt worden, und seine Lage sei zur Zeit sehr ernst. Es sei jedoch anzurolen, daß es darüber nicht die Ruhe verliere, sondern die weitere Entwicklung a b w a r t e. Jedenfalls sei es widersinnig, daß kurz vor der Zeichnung des Antikriegs- Paktes England und Frankreich eine so ent­schiedene Opposition gegen Amerika be­ginnen und gerade die SchisfStypen ablehnen, die Amerika am meisten benötigt, nämlich die 10 000- Tonnen-Kreuzer und die großen Tauchboote. 3n Zusammenhang mit dieser Verschärfung der Flöt- tensrage bringen die Blätter eine Meldung der .. Associated Preß" auS England, wonach der Erste Lord der britischen Admiralität, Dridge- man, in Hellefieid (Vorkshive) erklärt habe: ..Kellogg sagt, wir Amerikaner sind Idealisten unk werden den Krieg in Acht und Dann tun. DS ist aber viel leichter, derartige Phrasen zu machen, als sie in die Tat umzusetzen."

Aus aller Welt.

Drahtlose Kilmübcrtragung.

Soeben kommt di« Meldung aus Pitts- t. bürg, daß zum erstenmal in der Geschichte des .Films di« kinematographische draht- ' I o f e Filmübertragung von einem Labo­ratorium nach einem zwei Meilen entfernten Empfänger geglückt fei. Aller Wahrscheinlichkeit nach find di« Experimente von der General Electric-Lompanie gemacht worden, die einen außerordentlich guten Rus genießt und wohl auch die Gewähr für die Richtigkeit der Meldung gibt. Vorläufig bleibt es natürlich abzuwarten, welcher Art die Pittsburger Versuche und Er- aebnisse find, denn im Augenblick liegen noch feine Einzelheiten und näheren Berichte über diese neueste Erfindung vor. Amerika hat ja allerdings in der jüngsten Zeit aus dem Gebiete des Fernsehens bemerkenswerte Experimente mit ebenso bemerket ts werten Erfolgen ausgesührt. aber cs sind auch in England ähnlich günstige Erfolge erzielt worden und Amerika. England und Deutschland haben im Wettstreit um den Sieg und die Lösung des Problems der Filmuber- iragung gekämpft.

ßieichtzmicter-Dagung in wilhclinsßaveii.

Der Reichsbund deutscher Mieter faßte auf fei­net diesjährigen Tagung am Sonntag eine Ent­schließung, in der folgende Forderungen ge­stellt wurden:

1. Ablehnung jeder nicht unbedingt nof- wendiaen MietSerhöhung

2 Volle Verwertung der HauSzinSfteuer für die Zwecke des Wohnungsneubaues.

3. Öcnfung der gesetzlichen Miete auf 100 v. H. Der FriedenSmiele.

4. Senkung der Reubaumieten auf die Höhe der gesetzlichen Mieten.

S. Schaffung eines sozialen Miets- und WohnungSrechtes.

6 Ungeschnlälerte Aufrechterhaltung deS Mieterfchutzes biS zum Inkrafttre­ten des sozialen Miets- und Wohnungs­rechtes.

7. Schaffung eines zeitgemäßen M i e t s Ver­trages.

8. Ausstellung eines langfristigen Woh­nungsbauprogrammes.

S. Durchprüfung deS Boden recht es. der Grundstücksbesteuerung, der Besteuerung des Renten- und des Wertzuwachses und des HypothekenrechteS.

10. Ausdehnung deS Systems der Laienbei­sitzer bis in die höchste Instanz und 'Be- stellung von Mietsvertretern für den Reich«. Wirtschaftsrat.

Proseffor Hoetzsch in Amerika.

Reichstagsabgeordneter Professor H v e y s ch ist mit Gemahlin an Bord des Lioyddampfers München" :n Reuyork ehvgetroffen Er wurde am Pier vom Generalkonsul v. L e w i n sk i und Konsul Dr. Drechsler empfangen. Professor Hoetzsch reist« sofort nach Williamstown ^Massachusetts) weiter, wo et am ?Ibcnt» vor dem Institute of Pviitics seinen ersten Vortrag über die innere und äußere Politik Deutschlands hielt. Dem Dortrag wobnien zahlreich W-Nen- schnstler und Diplomaten, darunter audi bei deutsche Geschäftsträger Dr Ätci frei prr Hoetzsch behandelte in seinem Vortrno, d ' e W o

OieWilnaerLegioncirskundgebung

Oer friedliche pilsudski Enttäuschung in polen. Dor dem Genfer Korum

Bon unserer Berliner Redaktion.

Berlin. 14. Aug Die Demonstration der politischen Legionär« in Wilna ist durchaus srird- ltch berlaufen. Richt «in« der seit Wochen durch bie europäische Presse gehenden pefsimifti- schen Voraussagen hat sich erfüllt, selbst die Rede Pilsudski« war maßvoll und zeichnete sich durch chren zurückhaltenden Ton aus. Wie man hört, soll sie in Polen eine allgemeine Ent­täuschung Hervorperufen haben, aber sicher­lich nur in den Kreisen, die sich schon auf einen Uebetfall auf Ltauen eingerichtet hatten. Dennoch wollen wir auch nachträglich mit der Feststellung nicht hinter dem Berg halten, daß die Situation im Osten tatsächlich außerordentlich bedrohlich war. Rur den vereinigten Bemühun­gen aller Mächte ist e« gelungen, die Kownoer Regierung zur Ruhe zu bringen, so daß dem lexht erregbaren und sehr empfindlichen Pil­sudski jeder äußere Anlaß genommen war, sich über irgendwelche litauischen Ausfälle zu em­pören und zu Drohungen zu schreiten, deren Derwirklichung sich angesichts der zusammen- gezogenen Divisionen und der aufmarschierenden t\g:onärc dann Nicht mehr hätte verhindern lassen.

Aber auch die diplomatischen Dorstellunaen in Warschau, den Frieden im Osten nicht zu stören, sind von Erfolg begleitet gewesen. Hier sieht e« allerdings so aus, al« ob der Völkerbund den Polen em Opfer bringen mußte. Wie erinnerlich, hatte vor einigen Wochen die Regierung in Kowno den Völkerbundsrat telegraphisch auf­gefordert, feine Aufmerksamkeit dem litauisch- polnischen Konflikt zuzuwenden und Maßnahmen zur Sicherung der litauischen Grenze gegen pol­nische Hebelgriffe zu ergreifen. Die Polen haben daraufhin in einer Rote sofort alle kriegerischen

Absichten abgeleugnet. Für den Völker­bund ergab sich nun die wenig angenehme Situa­tion, der Forderung einer Ration, die um feinen Schutz bat, nachzukommen, dadurch aber Pilsudski zu verärgern und ihn womöglich zu Schritten zu veranlassen, die gerade vermieden werden sollten. Man einigte sich schließlich dahin, eine Untersuchung, die gegen Polen hätte gerichtet werden müssen, abzulehnen. Warschau scheint mit dieser Lösung zufrieden gewesen zu sein und versprochen zu haben, Qitauen in Ruhe zu lassen. Dieser Dersprechen ist jetzt durch den friedlichen Verlauf der Wilna-Kundgebung er­härtet worden, so daß es für den Generalsekretär des Völkerbundes ein Leichtes war. im Auftrage des Rat-Präsidenten die litauische Forderung abzulehnen.

Der Frieden im Osten ist also zunächst so weit wiederhergestellt, daß im Herbst versucht wer­den kann, vor dem Forum des Rates in Genf eine Einigung übet die schwebenden Konflikte her- beizuführen. Bleibt alles beim alten, geht man also ohne bindende Abmachungen nach Haufe, dann werden wir im Winter wieder erleben, daß von Kowno aus gereizte Töne cdüngen, daß auf der polnischen Seite die Grenzposten ver­stärkt werden und Warschau eine drohende Sprache führt und letzten SndeS alles wieder von einem unmittelbar bevorstehenden litauisch-polni­schen Krieg spricht. Genau wie im vorigen Jahr. alS sich die diplomatischen Vertretungen In War­schau und Kowno entschließen muhten, zur Be­ruhigung der aufgeregten Gemüter ihre Militär- attacheeS an die Demarkationslinie zu entsenden, die dann mit der Feststellung zurückkamen, daß nirgends Kriegsvorbereitungen wahrzuneh- men waren.

Oaweönormaljahr und Reichseiat.

Don unserer Berliner Redaktton.

Berlin, 14. Aug. Wie wir bereits berichtet Huben, sind die Arbeiten um den Etat für das tommenbe Rechnungsjahr in vollem Gang. Gewiß läßt sich heute noch nicht überblicken, wie dieser Etat im einzelnen aussehen wird. Man muß sich aber schon jc(»t vor Äugen halten, daß in Anbetracht der Tatsache, daß mit dem kommenden Jahre auch das erste normale Dawesjahr beginnt, eine Be­lastung für den Etat vorhanden ist, die allen Grund zu einer ernsten Betrachtung abgibt. Entgegen der bisherigen 1247 Millionen Mark Reparationsleistun­gen hat das Reich im kommenden Haushaltsjahre von den 2,5 Milliarden Mark Reparationsleistungen des ersten Normaljahres, selbst nicht weniger denn 1540 Millionen Mark zu zahlen, also ganze 300 M i l l i o ne n Mark mehr als im verflossenen Jahr. Diese Tatsache muß außerordentlich bedenklich machen. Denn selbst der größte Optimist wird es heute noch nicht wagen können, für diese Ausgaben eine Einnahmesteigerung Voraussagen zu können. Im Gegenteil, die heutige Wirtschaftslage, die der Konjunkturperiode gefolgt ist, läßt alle Gründe für eine Besorgnis offen. Es ist deshalb keineswegs falsch, schon jetzt eine BerringerungderEin- nahmen zu prophezeien. Hinzu kommt noch, daß das folgende Haushaltsjahr der Ueberschüsfe entbehren muß, die das Jahr 1927 in Höhe von 125 Millionen Mark in den laufenden Etat einstellen konnte. Ferner hatte der Reichsfinanz- minifter für den laufenden Etat noch jene Mittel zur Verfügung, die sich aus der Prägung der Reichsmünzen im vergangenen Jahre ergaben, und die bereits jetzt auf 175 Millionen geschätzt werden. Wie doch die Einnahmen aus den Steuern und Zollen im kommenden Jahre fein werden, läßt sich ebenfalls nicht überblicken. Man kann jedenfalls ohne allzu gewagte Schätzung schon jetzt sagen, daß, wenn nicht neue Einnahmequellen erfaßt werden oder wenn nicht ganz bedeutende Abstriche am neuen Etat gemacht werden können, der E i n -

marerBerfofsung. die Stellung bes ReichS- präfidenfen und das Verhältnis des Reiches zu den Ländern. Professor Hoetzsch. der bereits vor 21 Jahren in Amerika über Derfasfungs- fragen laS. wird in weiteren Vorträgen da- deutsche Parteiwesen, deutsche Berfassungs- und Berwaltungsfragen, sowie deutsche innen- und außenpolitische Probleme behandeln.

Srilisch-Deutsche Iheologenkonseren,.

Auf der W o r t d ur g nahm unter dem Vorsitz von Geheimrat Ilniversitätsprofestsor 0. Deitz, mann (Berlin) die zweite Britisch.Deutsche Theo- logen-Konserenz ihren Anfang, die von der auf der Stockholmer Weltkonferenz eingesetzten Kommission für ökumenische Zusammenarbeit der Iheologiepro sessoren einberufen ist Mitglieder der Konferenz sind von deutscher Seite die Univerfltätsvrofessoren D. AHHaus ((Erlangen), Dr. Fr i ck (Gießen), D. Kittel (Tübingen), D. Schmidt (Senat, D. Vollrath ((Erlangen), Lic Sosse (Berlin), von britischer Seite der Dekan von CEanterbum, Dr. Bell, Pros. Canon Crek (Cambridge). Pro- fessor Dr. MickIem (ftongfton, Kanada), Reo. Sir E. Hoskyns (Cambridge), Reg. Dr. M ozIen, Dr. Rowlinson (Oxford), ferner der schwedifche Professor D. Aulen (flunb). Als Gast nimmt an der Theologenkonferenz Erzbischof D. Söder- b l o m (Upsala) teil. Rach Begrüßung der Teil­nehmer durch die städtischen und kirchlichen Br- borden fand am Sonntag in der Wartburg-Kopelle ein Crosfnungsgottesdienst statt, beb Landesober. Pfarrer D. Reichordt hielt Das Thema, das die Konferenz eine Woche lang beschäftigen soll, ist bie ..Christologie".

Glückwünsche an den Reichspräsidenten.

Anläßlich des Vcrfasfungslooe« hat doe Herr Reichspräsident Glücnvunschte leg ramme von dem Präsidenten der Vereinig- t« n Staaten von Amerika, dem Schah von Persien, bem König von Aegyp­ten sowie den Präsidenten von Columbien. Bolivien imb San Domingo erhalten' Der Herr Rclchsprättdent hat den vorgenannten Staatsoberhäuptern telegraphisch seinen Dank übermittelt

Die ft eiben lot eines blinden Knaben

Ein imgarilpes Blatt berichtet über die Ret­tung «mes Ujäbngen Knaben au« Ertr^nkung-- getabr durch einen anderen blinden

nohmeausfall sich auf f a ft J Milliarde belaufen wird, wogegen die Ausgaben in Anbe- tracht des Dawesplanes um 300 Millionen steigen.

Run wäre es verfohlt, in verzweifelter Stim­mung au sein. Damit saniert fein Kaufmann fein Geschäft. Trotzdem muh mit allem Rachdruck auf den Emst der Cape hingetoiefen werden. Das Reparationsproblem ist damit nicht nur zu einem Geschäft geworden, es bildet sich immer mehr zu einer höchst vordringlichen Aufgabe des deut­schen Volkes heraus, die für feine Existenz von eminent wichtiger Bedeutung ist. Das Dawes- normaljahr ist untragbar. Das muß mit aller Schärfe betont werden. Diese Milliarden lassen sich auch beim besten Willen des deut­schen Bolles, und der ist in den vergangenen Jahren doch zur Genüge bewiesen worden, nicht aus Deutschland herauspressen. Denn die Tlc- parattvnsleistungen bedeuten nicht nur eine fi­nanzielle Belastung, sondern vor allem auch eine Schwächung der deutschen Wirtschaft, die wegen dieser Entziehung der Finanzmittel nicht in dem Umfange arbeiten kann, wie eS notwendig wäre, um den finanziellen Anfor­derungen, wie sie der Etat, die wichtigste Fi« nanxforberunfl überhaupt, an Deutschland stellt, genügen zu können. Andererseits müssen wir uns m Deutschland natürlich darüber klar fein, baß gerade das kommende Jahr, wenn es nicht wider alles Erwarten zu einer außerordentlich starken Belebung des Wirtschaftsmarktes kommen kann, die größtmöglichste Sparsam­keit nach jeder Richtung hin erfordert. Der Haushaltsplan, der noch nicht fertiggestellt vft. wird in allererster ßinie dies zu berück­sichtigen haben. Und auS diesem Grunde dürfte eS auch für die einzelnen Refforts nicht ganz leicht sein, ihre Voranschläge zu treffen. Die Lage ist jedenfalls cmft und es kann nur der ernste und einheitliche Wille aller über die schwe­ren Finanzsorgen hinweghelfen.

Knaben. Der Gerettete, der Sohn eine« Buda­pester Kaufmannes, konnte nicht schwimmen tind wurde, alS er in der freien Donau badete, von den Wellen fortgeriffen. Sin am Ufer befindlicher blinder Junge wurde auf die Hilfe­rufe aufmerksam und schwamm in der Richtung der Hilferufe dem Ertrinkenden zu SS gelang ihm, nach einem schweren Kampfe mit den Wel­len, mit dem Geretteten da- Ufer zu erreichen

Die Tragik eine» Kinderwunsche».

Bei einem Besuch im AugSburger Haupi- krankenhauS hat der Generaldirektor her Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft, Dr. D o r p m ü l l e r. je­dem tkr Schwer- und Leichtverletzten eine Auf­merksamkeit zugedacht. Das achtjährige Söhnchen des in Dinkelscherben tödlich verunglück:en Ärtcge- invallden Wiedemann, dem durch das Eisenbahn­unglück nicht nur schwere Kopf- und Gesichts- verletzungen zugesügk, sondern auch der rechte Unterarm abgenommen werden mußte erbat sich eine Eisenbahn zum spielen Dr. Dorpmüller ließ dem armen Kleinen sofort eine ..hölzerne" Zugsgomtnir überweisen.

vruch eine» <Ei»bammc* im ftimalojagtbirgr.

Nack; Meldungen aus Lahore ist ein über 300 Meter breiter Eisdamm im Htmalafagebirg . her für die Wafscrmasfen bc» Saiof, eines Nebenflußes des Indus, eine natürlidje Talsperre bildete, gebrochen, so daß sich dir von ihm oufpehal- tenen Wosscnnafsen ungehindert ins Tal stür­zen können. Hinter dem Dumm batte sich ein gro her See mit einer durchschnittlichen Tiefe von 45 Meter gebildet Der Dammbruch mar leit Inn gerer Zeit befürchtet worden Aus diesem (Ritinbe waren schon seit Wochen 6 i g n o I p o ft e n auf- gcftellt um per Telegraph Warnungen In das etwa 5500 Meter tiefer flcleacnc Tai senden zu können. Zahlreiche Dörfer in Kaschmir sind sofort g c räumt worden Die Wastermaffcn setzten ihren Weg der Zerstörung fort. Man befurchtet, daß cs nicht gelingen wirb, bas ganze bedrohte Gebiet rechtzeitig zu räumen.

Drei lote M einem .Zusammenstoß zwischen Fahrrad und Motorrad.

Am Sonntag nachmittag geriet ousderLand- strotze Ohligs Hilden der Äaufmann 5 d> u I a aus Solingen, als er auf seinem Motor­rad« einen anderen Motorradfahrer überholen toettte, in dne aus entgegengcfelfter Richtung

kommende Gruppe Radfahrer. Schulz und seine auf dem SvziuSNtz sitzende 14jährige Sttri- rochier stürzten, ebenfo ein Radfahrer und eine Radfahrerin. Alle vier wurden schwer verletzt. Schulz und seine Stieftochter starben auf der Fahrt zum Krankenhause, die Radfahrerin nach mehreren Stunden, während der vierte außer Lebensgefahr ist.

Esn Auto In einen Fluß gestürzt.

Bei SorboUano^anto (Korsika) ist ein Auto aus 40 Meter Höhe in einen Fluh gestürzt. Bon den sechs im Wagen befindlichen jungen Leuten waren zwciaufderStelletot, zwei wurden schwer und die beiden anderen leicht verletzt.

Schweres voot»ungiück in Kiel.

Auf der unteren odjroenttne ist das Motorboot A l i c e" infolge Ucberlaftung gekentert. Die Alice", die nur acht Personen befördern darf, hatte 21 Fahrgäste an Bord, die, wie auch der Zuhrer de» Bootes, angetrunken gewesen sein ollen. Dorn Linienschiff Reffen* und von ter HafenpoNzei wurden die meisten der ins Was. er Gefallenen sowie auch bas Boot^g o r g e v . doch sind der Heizeraefreile Schuseil vorn Linienschifs Schleswig-Holstein und der Schtsssbarbier IRumtl vom LinienschissHessen" ertrunken. Ihre Lei­chen wurden geborgen. Der Führer der Bootes wurde verhaftet.

400 Morgen klumenkohl vernichtet.

In den Erfurter Blumenkohls,l- dern. die mit einem Gesamtumfang von 1600 Morgen die größte Anlage dieser Art in Deutschland darstellen, Hot die sogenannte K o h l s ch a b c ungeheuren Schaden angerichtet. Etwa 400 Morgen oer Felder sind völlig ver­nichtet. In tan anderen Gebieten ist rin großer Teil der Anpflanzungen unbrauchbar ge­worden. Das Auftreten dieses Schädlings, das durch die Hitze im Juli begünstigt wurde, ist seit vierzig Jahren nicht mehr fcßgestellt worden. Den Erfurter Züchtern ist bisher ein Scha­den von über einer halben Million Mark entstanden.

Start eine» poslflugzeugcs von Borb eines Wllantlf- dampfer».

Born Deck des Dampfers .Isle de France" Theg, o>ls dieser noch 450 Meilen von der Quo- ranläneftation Reuyork entfernt war. ein Post­flugzeug auf. das f ast einen Tag vor bet Ankunft des Dampfers an der Ouaran- täneftation rintraf. Die franzölifche D^mpserlmi« will durch Flüge dieser Art die Zustellung wich- Hger Postsachen allmählich um 24 Stunden be­schleunigen.

Das Millioncnvermögen Löwensteins

Cvening News" erfährt, bah der l'elgifche Fi- nanzmann Löwenstein, ber durch leinen Absturz aus feinem FlugAcug den Tob gefunben hat, a ch t Millionen Pfund Sterling (160 Millionen Reichsmark) hinterläßt, die zu gleichen Teilen seiner Witwe und seinem Sohne zu fallen sollen. Löwen­stein soll in den letzten drei Wochen vor feinem Tode ungefähr 12 Millionen Pfund Sterling ver­loren haben

Leichtsinniges Hantieren mit einem Tcsching.

Ein in Reubchen (Schlesien) zu Besuch weilender fünfjähriger Knabe aus Berlin spielte mit einem ge­ladenen xddjing. Hierbei löste sich der Schuß, und die volle Schrotladuna ping dem H j ä f) r i g c n einzigen Kinde seiner Wirtvteute in den Unterleib. Trotz sofortiger Operation im Möhlauer Krankenhaufc ist dar Kind an den furcht baren inneren Verletzungen gestorben.

(Eine Riesen-Geheimbrennerei ausgehoden

In einer ehemaligen Schweinemästerei i n Berlin-Lichtenberg wurde von Beamten der Zrilfahndungsftelle Berlin - Brandenburg eine der größten Gcheimbrennereien ausgehoben, mH denen die Zoilfahndunosstelle je au tun ge­habt Hot. Drei der Beteiligten wurden ver­haftet. Ein vierter wird noch gefucht.

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Vcttcrvoi AdQiagc.

Heber Mitieleuropa Ist der Luttdruck etwa« an- gestiegen, so daß die englische Stteomzyklvn« werter stationär qrtKicben ist. Dos flache Hoch­druckgebiet -scheint jedoch wieder abzuziehen. So­mit gewinnt das Ties in unserem Gebier an Raum und wird erneut BewöVung mit ver­einzelten Riederichtägen bringen

Wettervoraussage für Mittwoch: Wolkig, später bedeckt, wärmer, vereinzelt Rie- derfchiage

Witterungsaussichten für Ton« n e r 0 t a g Immer nvch unbeständiges Wetter.

Lufttemperaturen am 13 August: mittags 17,2 Grab Celsius: abends 15R Grad Celsius: am 14 August morgen* 12,6 Grab Celsius. Maximum 16,2 Grab Celsius, Minimum 11,6 Grob Celsius (Frbtcmperaturen in 10 cm liefe am 13 August: abend» Grad Cetsiu»: am 14. August: morgen» 16,6 Grad Cristus.