Aus 6er Provinzialhauptssadt.
• lehn Den 14. August 1928.
tßieber in btn Gielen.
^tvrnrnf*' 7lk-nn man da» 'o tfrercitf* numat unb fe* in dnt poetisch Irin k>Umbe Ötimmunfl b'neinfMflert. dann wäre da» 5<rtrn- ende der Nb'ch.utz goldener Freczett. all di« ftteufr 'ühev Nichtstun» iW aa^öicht. bk Uddubüräume Hub ausgeträumt ®ro6rt Erlebe» bat man gewäntcht unb eint buni« Süße davon :• wn» zugesteöm' Der Hw Kredit »u< See der andere in» Gebirge, der dritte oev- (anale nach Hnem ganz kletnea. WUIfn Nestchen, mit um nu6 ^uruf>m, nicht» nu letzen nichts an hören von den mrfen Dingen, die lonft auf ihn Hnftürmtn. Dieder ein anderer bedurfte de» Bads und (edle dort nach den Vorschrift«, de» Arztz» Und tn« Jugend? 3a, die erwartete vielleicht noch diel mehr. Und die Ferien waren doch euch Tkfre-.ung von Schulzwang. Gröff- nunfl de- wetten Gebiet- der Spiet« und des ungebundenen Treibens and Streifens in Dald und Flur. „
Biee Hoffnungen haben uns In kn« Ferien tzrneinbeg'.eUet. Mannigfaltige Vorbereitungen galten ihnen. Unendlich lang dehnten lie !lch. ai« he noch vor den erwaNenden Blicken lagen. Ader überraschend itand man mitten drin. Auch die ertten Lage und Dochen verzögerten fcheinbar -bren Vuu' 3u4 dem grohen ÄrmJ bet be» Lage schöpfte man unbedenklich Doch nicht lange. To änderte sich bas Bild: man begann d.e Lage »u W® Noch fo und fo diele. Nun galt e». den Lagen gewaltsam zu ent- rechen, wa» lie - wieder scheinbar - nur wider- wrtlig geben wollten. Dieser unb jener Plan muht, oulgegrden werden, weil er sich au» Mon- gei an 3eü al» undurchführbar erwies Dre knapp gewordene Zett widersprach dem unb fenem Ziele Unb die Zahl der unbeschwerten Loge schrumpfte immer weiter ein. Noch vier, noch dre- Lage Jetzt auf einmal Loderten die Ferien ihr Gesicht Auch der Ferienaufenthalt nahm ganz andere Züge an. Dar man anfangs mit allem zufrieden, schränkte man feine Ansprüche unb Dünsche em. um die schönen Tage nicht zu trüben, fand man die Natur „reizend, herrisch", nun begann man, alles in einem andern Licht« Lu letzen, überall entdeckte man Eigen schoflen, btt einem unbehaglich und unangenehm waren. Der umgebenden Landschaft war man überdrüssig geworden, fo etwas toi; geheime Sehnsucht regte sich In einem, bie Gedanken eilten immer wieder nach Hause, liefen dem Zug voraus, der einen heimtragen würde. Ungeduld ersahte Hnen. Unb endlich war man so weit, bah man nicht nur heimwärts denken, sondern auch heimwärts fahren konnte und muhte.
Unb nun — nun steht man wieder vor seinem
Arbrilstifch, hinter seiner Maschine, ha» wieder Aufgaben unb Pflichten, Aeraer, — aber auch Freude Freude an dem rüstigen Schaffen, der Lag Hal wieder fein Ziel. Mag er Mühen auf- . liegen und Lasten man findet sich doch wieder im vertrauten, gewohnten und — gestehen wir 's offen liebgewonnenen Areife. Unb fühlt 'ich wohl habet Döhler vielleicht als In der 5«me, die einem fremd geblieben ist, so sehr man sich auch an ihr ’reute. So entdeckt man dann wohl auch, bah da» Dort „ Jn den Sielen" gar nicht den Unterton hat, den man ibrn meist beileg! nicht den Ton von Last, die lästig ist, Tonbern T Doch nein, diese» sondern braucht keine weitere Griäuterung. S.
Unser neuer Vornan.
3n der morgigen Ausgabe unsere» Vlattes toerben wir mit der Veröffentlichung eines neuen großen Nomans besinnen, dessen VersaNerin unteren Lc'ern seit langem wohlbekannt ist unb bereu früher im .Gfotzener Anzeige^ erschienene Arbeiten stets den ungeteilten Beifall einer a roh en Leseraemeinde in Stadt und Land gefunden habens wir CKaen daher die Hoffnung, dah auch dieses neue Derk
„Vtrhängnisie" von Lirsbet vill.
lich seinen zahlreichen Vorgängern würdig an- reiben und brr beliebten Autorin neue Freunde zuführen werde. Der Kontor vereinig« m (ich alle Vorzüge unb schützenswerten Eigenarten des Aomanstrl» der Lies bei Dill; mit lebhafter Teilnahme folgt man dem hier vor unseren Augen Tkb ausbreitrnben Schicksal einer schönen jungen Frau, mit wachsender Spannung sieht man die seltsam ineinander reitocbcncn Vegebenh.rten einer inwnlrinr baren Lötung zutreiben. Hier ist ein Nom an. der Phantasie und Setzen s wahTheit,
•erabUnige Gntwickluna unb innere Nun düng in sich vereint -: wir sind überzeugt, dost er unseren Lettinnen unb Leser» willkommen ist.
taten für Mittwoch, IS August
Ssnn,naufgang < 45 Uhr, Sonnenuntergang 19 25 Uhr — TVenbaufWd"fl IM Uhr, Donbunteranng 19-51 Uhr
168A König Friedrich Wilhelm I. von Preußen in Berlin geboren; — 1740: der Dichter Matthia» fflaubtu» in ssteinfeld geboren; — 1769 tapeleon I. in Ajaccio geboren. — 1771: der englische Dichter etr Walter Scott in Edinburgh geboren
Wirfocitcr «Locdcumnrttprcisc
Gs kosteten auf dem heutigen Dvchenmarkt bas Pfund Butter l«0 bi« 200. Matte 30 bis 35. Jtäfe (10 Stück, 60 bis 140. Wiking 15 bi» 20. Weihtraut 15 bt» 20. Notkraut 25 bis 35 gelbe Nützen 15 bis 20. rote Nützen 15 bl» 20. Spinat 30 bis 35. NömifchfoV 15, grüne Dohnen 20 bis 30. gelbe Bohnen 30 bis 40. Unter-Kohlrabi 10 br« 12. Grb'en 40 b\t 50. MckchgemÜ'e 15. Tomaten 30 bis 60. Zwiebeln 17 bis 20. Nhabarber 15 bis 20. Aartoffeln 6'. bis 8. Frühäpfel 40 bis 60. Falläpsrl 10 hi» 15. Birnen 25 tzts 40. Herbei beeren 65 bi» 70. Zohcnri »beeren 50. Pflaumen 30 bis 40. Mirabellen 45 dis 60. Neine- ttauben 35 bi» 60. junge Hähne 100 bi» 120. Sutzpentzühncr Kto bi» 120. Pfirsiche 70 bi» 120, das Stück (Ster 14. Blumenkohl 20 bi» 100. Salat 10 bi» 30, Salatgurken 20 bi» 40, Ginmachgurken 4 bi» 6, Ober-Äofrkabi 5 bis 10. Nettich 10 bis 20; das Bund: Na di eschen 10 bi» 15 Pfennig
Bornotizcn.
— Zageefalenber für Dienstag. Lichtspielhaus, Bahnhofftrahe: ,^im L»ru»zug". — 71(10- rlo Lichtspiele: „finalen*
LU. Don der Landes-Universität. Zum Nachfolger de» zum Wintersemester 19M 29 emeritierten orbentl. Prosestor» für Pharmakologie, Geh. Med.-Not Dr. Jul. Geppert ist der ordentliche Professor an der Medizinischen Akademie Düsseldorf, Dr. Fritz Hildebrandt, ernannt worden.
ee Jubiläum des Hessenbundes. Die Vereinigung der hes'ischen evangelischen männlichen Jugendbünde, her fopenanntc Hcsfenbund, feierte am Sonntag das 2ojäbrige Bestehen In Darmstadt. Die Feier begann mit einer An Kurvendes ingen Jn der Stadtkirche hielt Pastor Le Seur «Gtsenach» die Festpredigt Oberkirchenrat Zentgraf weihte dos neue Banner de» Aeffen- hundes Daraus zogen die Vereine des Hessen- bundes in bie Turnhalle am Woog-Platz zur akabemrschen Feier. BundesvorfitzenlXr Pfarrer Page ^TDetfenau) begrüstie die Erschienenen unb gab ein Bild von der Arbeit des Helsenbundes, der politisch neutral, vaterländisch gesinnt und fest verankert ttn evangelischen christlichen Glauben. sich vor allem erzieherische Ausgaben stelle. Dr Dahlem überbrachte die Grütze des Prälaten Diehl, Schulrat Hasfinger übermittelte Grütze des Staatspräsidenten Adelung. Nachmittags bewegte sich der Zug der Fest testnehmer vom Schwimmbads latz zum Sxerzierplatz. wo sportliche Vorführungen, Spiele, Tänze und musi- kaliTche Darbietungen den Tag beschlossen.
ee Hessisches Sängerbundesfest 1929. 3m kommenden Jahre findet In Darmstadt das zweite Hessische Sängerbundessest statt. Das erste vängerbundessest fand, wie erinnerlich. 1926 in Main» statt unb bereinigte damals 12 500 Sänger Dos zweite Fest dürfte über 30 000 Sänger zusammenführen
•• Fahrplanverbesferungen bei der Neichsbohn. Mm bei dem Pz. 4159 werktags nutzer vor Sonntagen da» Mmsteigen der Neisenden in Beienheim zu beseitigen, treten vom Montag. 20. d. Mts an Nachredenbe Fahrplanänderungen in Araft: Pz 4159 Friedberg— TLbba verkehrt an allen Werktagen zwischen Friedberg und Nidda Friedberg ab 18 *3. Nidda an 19.49. Pz. 4161 werktags außer vor Sonn- unb Feiertagen verkehrt 4 Minuten früher. Friedberg ab 17.18. Schzell an 17.59. Pz. 4261 Friedberg—Hungen verkehrt täglich nach folgendem Plane: Friedberg ab 18.57. Hungen an 19.52.
' Männliche Leiche gefunden. Heute früh 5 Mhr wurde unterhalb des Gictzener Friedhofes bei Block Nodtzerg. Strecke Gießen - Lollar, eine männliche Seiche aufgefunden Der Kops des Lei^iamS war bi» zur Unkenntlichkeit ix?rTtummelt. Der Tote konnte bis zur Stunde noch nicht ibentifytert werden.
**Verkehr»fünder Das Hessische Polizei- aml test mit: Jn der Zeit vom 1. bis 31. Juli 1028 find fo.oende Anzeigen aegen Fahrzeugführer bzw Kraft-' und Aadsaprer wegen Zu-
Soniincrkur (Ur 5to4eJ
Nervenkranke
u Nervo» Erschöpfte Iperialkeraailalllefhele im Tau» bei Frankl, a. M. — Proip- ktc durch Dr. M. Schulxe-Kahleyse, Nervenarzt.
totberbanNunflen gegen veetehrspoltzetNche Bor- schriftcn erhoben worden 2* Anzeigen wegen Fahrens zur Lach: »et ohne hellbrennende Laterne 6 wegen Fahrens auf Büraerstetgen. 16 wegen Fahrens mit übermäßiger .btri-ung- feit. 10 tpeoen Fahrens ohne die rechte Siratzen- feite efr.iubollen, 7 wegen Fahren» durch g<- ’perrte Straßen, und 62 wegen sonstiger tfu- w,Verhandlungen in verkehrspolizcillcher Hinfich«
: r j f. c n < p < r t u n g
Otzerheffikchen Xutemobtl-Wub 3.7V (A. v D ). Sictzen. Qfc Verden gesperrt für ckkle F ihrzeuge bw Strecken. Dreuscheld Schönbach un Stratzen- zug Harger Breittcheck» Drirdvr> Löh'»l-erg 11 August bis 1 September 1923. Umleitung über Güsternho!n Linge'tzach -Gehau» im ©traben-
zu« Alsfeld N.eder-Aula-Hersfeld bl» 25. 21 tgufi llmtfituna in der 2l:<btuna Görzdom. — Vsttzel Nteder-Grlentzach im S.ratzenzug Vilbel — Oder-Grienbach - Bad Homburg vvm 13. August bis auf weiteres Nnr.eitung In der Nichtung Vonames tzzw Kloppenheim. Die Sperrung der Strecke Nieder-Floritadt Staken hn Zuge der S.ratze Friedberg Nanstadt ist aufgehoben.
~ Sperrung bet Landgraienstros,e Das Hessifche Polizeiamt teilt mit Degen Nohr- verlegungsarbeiien in der Ostanlaa« Ist die Land- grasenstrabe ab heute etwa 12 Tage für allen lahrverkehr pollzeilich gesperrt.
Amtsgericht Gießen.
Gießen, 7. August.
Gin Viehhändler au» öanaerhousen, der vom Grichemen in der Hauptverhandlung entbunden war. hatte am Vortage de» Nutzvieh- marfte» in Gietzen auf der Straße gehandelt Trotz 'eines Leugnen» konnte er auf Grund der Beweisaufnahme in der heutigen Hauptverhanb- lang ühersührt werden. Datz der Handel zum Abschiutz gekommen ist. ist nach der geledllchen Vorschrift nicht erforderlich. Der Angeklagte wurde daher zu einer T e l d st r a f e v o n 2 0 M k. unb zu den Kosten d«S Verfahven» verurteilt.
Gietzen, 10. August
Gin Mühlenbesiger war in Kontur» geraten. ®r bestellte al« ..Provifionsreifender" für angebliche andere Firmen und für die in Kvnkur» befindliche Firma ..dringend" Triplegaze im Werte von etwa 280 CDU. gegen Kredit. Die Lieferfirma hat bis heute, obwohl em Jahr vergangen war. noch feine Zahlung erhalten. Auf Grund der Beweisaufnahme wurde der Angeklagte des Betrugs überführt unb tu euer Geldstrafe von 300 M k. sowie zu den Kasten des Berfahn'Ns verurteilt.
©froffammer Gießen.
Gietzen, 10. August.
Kurz vor Eintritt der Polizeistunde fern es eines Abends in einer hiesigen Gastwirtschaft zvifchen mehreren Gästen und dem Wirt zu einer Vchläaerei. wobei die jungen Leute, die beim Bezahlen ihrer Zeche grundlos Schwierigkeiten bereiteten, ohne Anlatz auf den Wirt mit Stühlen und Gläsern einschlugen und ihn dabei nicht unerheblich verletzten. Gin anderer Gast unb ein älterer Verwandter de» Wirt», die ihm zu Hilfe kamen, wurden gleichfalls verletzt. Zwei der Gäste wurden durch das Amtsgericht Gietzen wegen gemeinschaftlich begangener gesährlrcherKörperverlchung zu Gefängnisstrafen verurteilt. Die von ihnen gegen daS Urteil eingelegte Berufung hatte keinen Grfolg. 3m Gegenteil würbe die gegen den einen Angeklagten erkannte Gefängnisstrafe auf 4 Monate Gefängnis erhöht, während bezüglich des anderen Angeklagten das auf 2 Monate unb 2 Wochen Gefängnis lautende erst inst anckiche Urteil bestätigt wurde. Außerdem haben Dclbt Angeklagten sämtliche Kosten zu tragen.
Sbensalls wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung waren durch das Amts- fiericht Ortenberg zwei Arbeiter zu Defängnis- Irasen verurteilt worden. Hier bildete der An- latz das gespannte Derhältn «. das unter den 7k- te iiflten insolge Mietstreitigkeiten besteht Der eine Angeklagte, der zweisellos der Haupttäter mar, hatte es vorgezogen, der jetzigen Tkrbanö- lung Ternzubleihen Doh< r wurde feine Berufung tostensällig verworfen, und damit das auf 2 Monate Gefängnis lautende Urteil bestätigt Da sich herausstellte, datz sich der andere Angeklagte nur wenig beteiligt hatte, wurde er auf ferne Berufung hin zu 25 Mark Geldstrafe, evtl, zu 5 Tagen Gefängnis verurteilt.
Kunst und Wissenschaft.
Tfr tschechische Zanaeek f
Der tschechische Komponist Leon Jan a cef Ist. einer Meldung au# Mährifch-Ostrau zufolge. am Sonntag im Alter von 74 Jabran «n Lungenenlzundung und Herzlähmung gestorben.
Die Träger des Vnchner-Prelfe» IWH.
Georg-Vüchner-Prats. der all- jährlich am Lage der deutschen NeichSverfastung verliehe» wird, wurde m diesen, Jahre, wie bereits oemeldet dem Maier Professor Nich>'rd Hoelscher unb dem Bildhauer Well Habicht In Darmstadt zuerkannt Nichard Hoelscher wurde im Jabrv 1867 In Alsfeld tObtr- heslen) geboren Jn den Museen In Darmstadt. Bielefeld, Kastel. Gießen und Tvorm» steh« eine ansehnliche Jabl seiner Gemälde zur Schau, staatliche Gebäude und Schulen weisen Wandbllder von ihm auf und zahlreiche Ukrfr befinden sich In deutlchein und engli'chem Privatdeft». - Tvell Habicht wurde 1S84 als Sohn eine» Apotheker# in Oberstein an der Nahe arlmren Jn Darmstadt unb In ander» Städten schul rr Ukrfllmitten für künstler sche Holzarbeiten, bi« für ähnlich« Unternehmungen in Deutschland und selbst tn der Schweiz vorbildlich mürben 1921 wurde ihm bie Leitung der Keramischen ManusoNur in Darmstadt. 1923 b»e Ginrichtung und Veituna einer ähnlichen Keramischen Manufaktur In Grotzen- Clnbcn bei Gießen übertragen 7km seinen Blld- hauerarbeiten befinden sich zwei grötzere Werke in Oberbcffen. das Vul«chrn auf der Gan» ui Bad-Salzhaulen. die Kalksteinllaur einer sitzenden Frau In Bad-Nauheim. Die Frauengruppa .Begegnung" ist In Privatbesttz in Langen
Hochfchulnachkichten.
Der Wiener Historiker Prvl Di Heinrich v. Srl'ik bat den an ihn ergangenen Auf aus den Vrhrftubl der Geschichte an her Universität München a'.S Nachfolger H. Duden» abgelebnt. — Ikr Privatdozent, Diplomkaufmann Dr Georg Scheller von der Universität Frankfurt a. TH., hat den an th» ergangenen Nus auf da» Hanniäfiifle (Irtraorbinariat für da» F^ich der Botrieb»toirtschaflslehve an kte Handelsbochschule Nürnberg angenommen. Der junge Prolessor wird seine Lehrtäliglctt tn Nüniberg mit dem Wintersemester aufnetznien, aber auch die tn Frankfurt a. M. angekündigten Tlorlesungen übee .Kaufmännische Werbelehre" und über .TDaren» 60^1»betrieb»lehre noraussichtlbch abbaUen.
■r Präfident der tlchechollomakilchen Nepublik ernannte den außerordentlichen Professor an der Universität tn Köln. tk. phil. ÖinbtPorff b Km orbkittfleben Prvsessor der Pbviiologse an r philosophischen Fakultät der deutschen Unl- berfitat in Prag Ferner wurde» der autzer- ordenlliche Professor an der Technischen Hoch- fchule in S t u 11 o a r t. Kurt Braß, zum ordentlichen Prosefsor für chemische Technvlogte der organischen Stoffe, und der Privatdozent der Tech- ntzcheii Hod)ichule in Dovfung bet Schanghai. NegierungSbaumeister Dr Alsred Bun tra. zum ordenllichen Professor sür Wasserbau III an bee Technischen Hochschule in Prag berufen.
berliner Börse.
Berlin, 14. Äug (WTB. Funkspruch t Nach Ucberminbung de» Medio Ist auch hcure da» Gefchöft nicht lebhafter. Die Stimmung ist abwartend sturse sind kaum ;u hören Interesse scheint nur kstr Nurn ä n e n zu bestehen, die auf bie Berliner Verhandlungen schon gestern festlagen. Farben nennt man 270 (<Belö), Sternen» 378,50. Dreizehner Rumänen 24,60 (Geld) Am Devisenmarkt nennt man London gegen Habel 455.40, London gegen Madrid 29,15, London gegen Pari» 124,26.
Kirchliche Nachrichien.
katholische Gemeinden.
Dtenetag, den 14. August
Gießen 4.80 unb 7 Uhr Beichte.
Mittwoch, den 15. August (Maria Himmelfahrt).
Gießen. '1.30 Uhr: Beichte; 7 Messe; 8. Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt . 2: Festandacht mit Segen. — (Brünberg. 9J0: Messe mit Predigt — Hungen. K; Hochamt mit Pre- bigt. — Cid). 10: Hod^nul mit Predigt -- Nidda. Rjv): Hochamt mit Predigt.
5ALEM-RAUCHER
• ri&hlt weiter«
CIGARETTE
SA1EM
AUSLESE
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SIN
Dimds erlebte ich meine glücklichste Zeit. Ich wir jung, reich und von allen Menschen um derGenüsse willen beneidet, die ich mirdurch meine Erfahrungen auf den 3 großen Reisen verschafft hatte. Ich dünkte mich, der Glücklichste der Sterblichen zu sein, aber Allahs Wege sind unerforschlich, er bewegt das menschliche Herz und ilßt ihn die Größe seines Glückes nicht ahnen. Im trauten Kreise erzlhke ich von meinen Abenteuern, und die Erinnerung wurde das Gift, das mich bald zu neuen Reisen trieb, die unendlich viel Mühseligkeiten, Qpalen und Verzweiflung brachten, bis ich alt wurde und die ersehnte Cigarettenmischung vervollständigte.
Aber laßt uns die Sorgen vertreiben und als Philosophen das Schöne genießen, das nach Allahs unerforschlichem Ratschluß die Weisheit des Alten erfreut Laßt uns die Cigarette genießen, die das Ergebnis eines langen Lebens bedeutet, die treueste aller Freundinnen, die


