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Rettung der Aleffandn'-Gruppe

verständlich jederzeit zur Verfügung.

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hen dahiaa, unter der Qlutorität der Pekinger Regierung sich eine gewisse Autonomie in der Mandschurei zu sichern.

Bundeskanzler Geipel

Der Notenaustausch mit Rom.

ganzen Schriftwechsels aufoaut, deshalb zumindest verfrüht, weil in keiner Weis« eine Aenderung des Stand­punktes sowohl der Regierung als auch der Tiroler Abgeordneten gegenüber ihrer früheren, sehr eindeutig eicklärte-n Stellungnahme erfolgt Ift. Die. Xiroler Abgeordneten und die Mehrheit, die am 23. Februar d. 3. den Mut zur öffent- sichen Rede hatten, haben jetzt auch den viel »-schwierigeren Wut zur vorläufig schwei­genden Verantwortung im Interesse der Sache. Sie stehen der Tiroler Wählerschaft selbst-

Wien, 13. Iuli. ($11.) Die kursierenden rüchte, die von Rücktrittsabsichien des Bundes- knnzlers Seipel wissen wollen, dürften, wie in politischen Kreisen verlautet, darauf zurück- zusühren fein, daß am Donnerstag in einzelnen Wiener Zeitungen unb politischen Kreisen davon gesprochen wurde, Dr. Seipel würde naturgemäß den Srfctlg oder Richterfolg seiner Verhandlungen mit Mussolini als persönlichen Erfolg oder Mlh- erfolg ouffassen unb gegebenenfalls die Folge­rungen daraus ziehen. Die Stimmen sind zu­nächst als Demisstonsdrvhung aufzufassen. SS ist insbesondere in Tirol aber auch anderwärts <LS Enttäuschung empfunden worden, daß Dr. Seipel nach der vorgestrigen Sitzung des Haupt- auSschusses der Oeffentlichkeit keine genau«

OieAuionomisten Baumann undKohler freigesprochen.

P ar iS, 13. Iuli. (WB.) Der Appella­tionsgerichtshof in Colmar hat der Be­rufung der wegen angeblicher Spionage in erster Instanz zu acht Monaten Gefängnis und 500 Franken Geldstrafe verurteilten Autonomisten Baumann unb Kohler stattgegeben und die beiden Verurteilten freigesprochen. In der Be­gründung des freisprechenden Urteils wird auS- geführt, daß Baumann und Kohler durch ihre Familienbeziehungen, durch ihre häufigen Reisen bzw. längeren Aufenthalt in Deutschland sich verdächtig gemacht hatten, daß jedoch angesichts des RichtübereinstimmenS verschiedener Zeugen­aussagen der sicher« Beweis für Spionage nicht erbracht worden sei.

Oesterreich und d. s Schicksal Tiwls.

Sein voreiliges Urteil.

Innsbruck, 13. Iuli. (WTD.) Der .Tiro­ler Anzeiger" veröffentlicht ein Interview seines Wiener Berichterstatters mit dem Rationalrat Dr. Kolb, der u. a. sagte: Wir sind selbstver­ständlich besonders in allem, waS die Einzelheiten betrifft, durch die Schweigepflicht des Haupt- auSschusfeS gebunden und derzeit nicht in der Lage, den genauen Verlauf der Aktion des Bun­deskanzlers der Oeffentlichkeit zu erklären, doch soviel können wir sagen und müssen wir feststel­len, daß jeder und möge er auch in dieser Frage noch so unbedingt eingestellt sein aus den Erklärungen des Bundeskanzlers den be­stimmten Eindruck gewinnen mußte, daß Dr. Sei­pel durch sein Vorgehen auf jeden Fall das Beste für Tirol gewollt und sich alle Mühe gegeben habe, einen Weg zu suchen, dem Lande zu nützen. Die Tiroler Abgeordneten er­achten es daher nachdem ihnen der Sachverhalt aus das genaueste erklärt worden war, für ihre Pflicht, den Bericht des Bundeskanzlers zustim­mend zur Kenntnis zu nehmen und sich offen für den Antrag der Mehrheits- Parteien zu bekennen. Ratürlich sind weder wir Tiroler Abgeordnete noch die anderen Abge­ordneten, noch Bundeskanzler Seipel mit dem Ergebnis des Schriftwechsels zufrieden, das der Bundeskanzler ja nicht allein in der Hand hatte. Iedoch jetzt schon von einem endgültigen Miß­erfolg zu reden, wäre verfrüht, da ein ab­schließendes Urteil noch nicht vorliegt.

Der Siegesjubel der italienischen Presse, der sich auf das bekannte Kommunique derAgenzia Gtefani" gründet, der in seiner «inseiti­gen Darstellung nur befremden mußte und der sich nicht auf dem Text des

die formale Schwierigkeit, daß nach der Reichs- Verfassung die Iustiz bzw. die ordentlichen Ge­richte eine Länderangelegenheit sind. Allerdings besteht eine Erklärung der letzten Reichsregierung auf der Länderlonferenz im 3a- miar d. 3.. in der der damalige Reichskanzler Marx gesagt hat. das Reich sei zur Heber- nah m e von Länderverwaltungen auch in be­zug aus die Iustiz bereit. Diese Erklärung blieb zwar eine einf eilige Stellungnahme der Reichsregierung, da unseres Wissens die Länder im Ianuar dazu keine Stellung ge­nommen haben. ES besteht nun die Frage, in­wieweit daS neue Kabinett Müller auf die damalige Erklärung zurückgreifen will. In M eck- lenburg-Schwerin selber ist die Prüfung der Verwaltung hinsichtlich ihrer Vereinfachung zusammen mit der mecklenburgischen Regierung durch Beauftragte des Reichssparkommissars, die Anfang April eingeleitet wurde, noch nicht be­endet. Dagegen scheinen die im Zusammenhang mit dem Sparkommissariat von den Landern Hessen und Thüringen eingeleiteten Ver­waltungsuntersuchungen dicht vor dem Ab­schluß zu stehen.

Mitteilung über Erfolge gegenüber Italien machen lieh. Daraus wurde der Schluß ge­zogen, daß ein Erfolg nicht aufzuweisen sei. Gin solcher Schluß ist voreilig, denn es hat sich nie darum gehandell, in der Südtiroler Frage einen sofort sichtbaren und dokumentarisch fest­stellbaren Erfolg zu erzielen. Italien ist durchaus unfenttmental und macht seine Politik a u s Grund der Stärkeverhältniss«. Das weiß auch Dr. Seipel. Ihm blieb nichts anderes übrig, als die Voraussetzungen zu schaf­fen, auf Grund deren Italien, wenn es will, und in einer Form, die die Freiwilligkeit deut­lich zeigt, in Südtirol Zugeständnisse machen kann. Wollte man ein« Besserung des Loses der Deutschen in Südtirol erzwingen, würde es doch notwendig gewesen sein, die ganze Macht unb den ganzen Einfluß einzusehen, den d i e deutsche Ration überhaupt aüfzubrin- gen vermag. Oesterreich allein kann einen solchen Erfolg nicht erwarten.

Wenn zwischen der Südttroler Frage unb dem Fortbestand deS Kabinetts Seipel ein Zusammen­hang bestehen sollte, dann könnte die Regierung höchstens davon abhängen, ob sich im Laufe der nächsten Monate allmählich zeigen werde, datz das unvermeidliche Rachgeben gegenüber Ita­lien Vorteile bringe. Dies« Dortelle werden sich nicht nur auf das LoS der Südtiroler beziehen, sondern auch auf di« österreichi­sche Anleihe, der Italien bisher Schwierig­keiten bereitet hat. In Wirllichkeit aber hängt die Zukunft des Kabinetts Seipel davon ab, ob die österreichischen Mehrheitsparteien, aus deren Reihen der Anstoß zu der AuSsvrachr deS Rationalrates über Südtirol im Februar ge­geben wurde, sich überzeugen, datz die weiteren Ereignisse mit unvermeidliche Folge­erscheinungen dieses ersten Anstoßes ge­wesen sind Aber alle diese Fragen wer­den erst zum Herbst beantwortet wer­den können.

Aus aller Wett.

Die Lufifahrtspionage.

Der Untersuchungsrichter beim Berliner Land­gericht hat die Voruntersuchung gegen den wegen Spionagererdachts verhafteten Regie­rungsbaumeister Ludwig und dessen beide Helfershelfer eröffnet. Den Verhafteten wird zur Last gelegt, fortgesetzt für eine fremde Macht, und zwar für Sowjetrutzland. Luftspionage ge­trieben zu haben. Ludwig soll, wie nunmehr feststeht. eine ganze Reibe von Geheimberichten entwendet lind wichtig« Zeichnungen von Reukonftruksionen modernster Mowrthpen für Flugzeuge photographiert und die Ab­züge mit Hilfe der beiden Mitverhasteten ver­kauft haben.

(Ein Lastkraftwagen mit Schulkindern verunglückt.

50 oberfchlefifche Schulkinder, die sich im Kin­derferienheim Reuhaus bei Paderborn be­fanden, wollten mit ihren Lehrern auf einem Lastkraftwagen eine Fahrt nach dem Her­mann-Denkmal machen. Auf der abschüffi- gen Straßen, kurz hinter LopShorn, löste sich ein Bremsbolzen, so datz der Führer die Fu h - bremse nicht benutzen konnte. Infolge der Fahrgeschwindigkeit versagte auch die Handbremse. Der Wagen kam ins Schleu­dern, sauste mit voller Wucht gegen einen Baum unb stürzte in den Straßengraben. Durch den Sturz wurden mehrere Kinder aus dem Wa­gen geschleudert. Ein lljähriger Knabe brach sich das Genick. 17 Kinder wurden zum Teil schwer verletzt ins Detmolder Krankenhaus geschafft, wo ein Kind seinen Verletzungen erlegen ist.

Dae Autobusunglück im har;.

Bei dem Zusammenstotz eines ZugeS der Harz­bahn mit einem Autobus aus Cramme bet Wolfenbüttel (Braunschweig) wurden, wie jetzt endgülsig festgestellt ist, drei Personen, und zwar ein Landwirt und zwei Frauen aus Cramme, sofort getötet. Der Chauffeur des Auto­bus ist nicht tot. Er ist nur schwer verletzt und war länger« Zeit besinnungslos. 15 Personen, alle aus Cramme, sind mehr oder weniger schwer verletzt und befinden sich im Krankenhaus Rord- hausen. Acht Personen wurden leichter verletzt. Bei den Leichtverletzten handelt «s sich um Knochenbrüche und in einigen Fällen auch um Schädelbrüche.

Der Lehrerinnenmord im Schwarzwald.

In S t o ck a ch (Engen) trafen sich am Donners­tag zwei Wanderburschen namens Rum- pZ unb Weisel, beide in den 20ct Iahren und von Beruf Metzger. Sie wanderten zusammen weiter unb übernachteten auf einem Weizenacker zwischen <$igdfingen und Mün- zrngen bei Stockach. Dor dem Einschlafen er­zählte Meckel dem Rumpel, er sei der Mörder

Das Rheinland als Truppenübungsplatz.

Berlin, 14.Juli. (Priv.-Tel.) Die französische Besatzungsarmee unb auch die belgischen Ryein- lanbtruppen betrachten bas besetzte Gebiet als einen vorzüglich geeigneten Truppenübungsplatz. Stänbig wechseln bie Rbeinlanbtruvpen, stänbig werben aus Jnnerfrcmkreich neue Regimenter nach Deutschland gebracht unb anbere Truppenteile, bie meistens nur relativ kurze Zeit im besetzten Ge- biet waren, nochbem sie bie glänzenben Uebungs« gelegenheiten ausgenuht hatten, wieder zurückgezogen, schen Dorstellungen ist es bisher nicht gelungen, Trotz Locarno-Politik unb trotz allen diplomoti- hier Wandel zu schaffen unb auch bie neue Inter­pellation der Wirtscyaftspartei im Reichstay über bie beabsichtigten großen französischen Manöver in der Eifel, an ber Mittelmosel unb in ber Sübpsalz wirb wohl baran wenig änbern, so­viel auch bie Regierung im Intereste ber Bevölke­rung sich bemühen mag.

Sowjettußland ehrt die Besatzung des,^roffin.x

Äorono, 13.Juli. (TU.) Rach Meldungen aus Moskau hat ber Oberbefehlshaber ber be­waffneten Streitkräfte der Sowjetunion der Be­satzung des EisbrechersKrassin" den Da n k ber Regierung für bie Rettung berItalia"-Mann schäft ausgesprochen. Profestor Samojlowitsch wird mit bem Orden ber Roten Fahne für wissenschaftliche Erfolge ausgezeichnet.

Schweden sordett Rechenschaft.

Stockholm, 13. Iuli (T.-Tl.) Der russischen HilssexPedition zur Rettung der Besatzung der .Italia" wird in der schwedischen Oeffentlichkeit wärmste Anerkennung -gezollt. Die schwe­dische Presse hält nunmehr das Verbleiben schwe­discher Flieger und Flugzeuge in Spitzbergen für zwecklos.Sagligt Allehende" führt u. a. aus, Schweden solle die Trauer um Malm- g r een mit Würde tragen. Die Anschuldigungen gegen die Begleiter Malmgreens seien möglicher­weise unbegründet. Das Blatt bezeichnet Lund- borg als einen tapferen Mann. Der Funker Biagi habe seine Pflicht bis zum äußersten erfüllt. Robile erscheine nicht gerade im gün­stigen Licht. Amund'ens Urteil über die Ungeelg- netheit Robiles fei richtig. .Aftonbladet" stellt fest, dah für Robile der Tag der Rechen­schaft gekommen fei. Es fei eine Aufklärung darüber notwendig, warum Malmgreen ohne Waffen und verwundet weggeschickt worden sei.

VonTod, Bluff und Feigheit"

Französische Kritik an Nobile.

Paris. 13. Iuli. (TU.)Don Tod. Bluff und Feigheit" überschreibtLa Rumeur" einen Aufsatz, in dem äußerst scharfe Kritik an dem Verhalten General Robiles geübt wird.Ihm," so schreibt das Blatt u. a., liegt wenig an dem Schicksal seiner Begleiter, feiner im Stich gelassenen Brüder und seiner Leute. AuS Stolz hat er sie zur Erstürmung des Unbekannten geführt, aus Sorglosig­keit führte er sie der Katastrophe entgegen. Da er General ist, hat er als erst er deser­tiert. Er wäscht sich die Hände mit dem Cis, das die anderen gemordet hat. In feinem glor­reichen Egoismus scheint er nunmehr verwaist. Das scheint Fafzistenart zu sein. Ieder andere an sei­ner Stelle hätte sich aus Schande und Gewissens- bisse entleibt. General Robile beglückwünscht s i ch, zwischen das Marchrum und sich einige Wel­lenlängen geschoben zu haben. So weit von den Todgeweihten ist man immer außer Gefahr. Man ist übrigens verwundet und hat sich die Pfote gebrochen, indem man schnell auf einem zu glitsch­rigen Schlachtfeld davonfloy. Wohlgemerkt: es handelt sich hier nicht um irgendeinenStaats­angehörigen", um im Iargon der Staats- kanzleien zu sprechen. General Roblle ist ein Aiäfuhvartllel uiÄ) ein Propaganda-In­strument. In Afrika enttäuscht, kolonisiert Iung-Itaüen durch seine Sorgen die Eisberge, fei es um den Preis von 50 Menschenleben, das seine natürlich ausgenommen:Elender Bluff, elender ati die Stabilisierung, wie die rednerischen Ausschweifungen des Duc«."

Oie Reorganisierung in China.

Paris. 13. Iuli. (WB.) Die Agentur Indo Pacific berichtet aus Schanghai: Marschall Tfchanghfüliang, der nach wie vor der Ober st gebietende der drei mandschurischen Provinzen ist. hat darauf verzichtet, die Gesamt­macht. die fein Vater aus übte, allein in Händen zu behalten. Er hat beschlossen. daS Komitee für die Verwaltung der zivilen und mititäri- schen Angelegenheiten zu reorganisieren. Außer­dem hat er vier Vertreter nach Peking ent­sandt. die mit der nationalistischen Regierung ein Abkommen auf folgender Grundlage erör­tern sollen: 1. ein politisches Bureau der na- iionalistischen Regierung, an dessen Spitze Mar­schall Tschanghsüliang selbst steht, soll in den acht Provinzen eröffnet werden: 2. die Düd- truppen verpflichten sich, in die Mandschurei abzurücken 3. bie Heeresstärke wird beiderseits herabgesetzt. Di« heikle Frag« der Einführung der nationalistischen Flagge soll nicht berührt werden. Die Bestrebungen TschanghsüliangS ge-

Moskau, 13. Juli. (WB.) Nach einer Mel­dung ber Telegraphenageutur ber Sowjetunion war ber Stanbort ber Alessanbri-Gruppe. bie mit bem Ballonförpet betItalia" abgetrie­ben war, 80 Grab 45 Minuten nördlicher Breite unb 30 Grab 31 Minuten östlicher Länge. Sie würbe von bem russischen Eisbrecher Krassin" gerettet. Die gereiteten Italiener erklärten, sie hät­ten ben Eisbrecher zunächst in einer Entfernung von 13 Kilometer bemerkt unb sich beruhigt, als ie ben biretfen Kurs bes Eisbrechers auf ihren Standort wahrnahmen. Bon berItalia"-Gondel ind lediglich klägliche Trümmer übrig- gebHeben. Die Geretteten erklärten den Rusten fer­ner, sie feien ausgehungert Sie bäten ln- tänbig um Ruhe und S ch l a f. Sobald sie sich von den schier unmenschlichen Strapazen roenlg- tens etwas erholt hätten, würben sie gern und bereitwillig nähere Mitteilungen machen.

Rettung Soras und VandongenS.

Rom, 14. Iuli. (MTB. Funkfpruch.) Wie die Lilla di Milano" in einem Funkspruch meldet ist ber Hauptmann ber Alpenjäger, Sora, unb ber Norweger Bandagen von einem finnischen Flug­zeug, das von zwei schwedischen Flugzeugen begleitet war, geborgen nachkingsbay gebracht wor­den. lieber die Rettung Soras und Banbongens be­richtet Tidningarnas Telegrambyro: Das schwe­dische Flugzeug Uplab und bas finnische Flugzeug Turku landete am Freitag um 5.30 Uhr in fiings- bay. Sie hatten Sora und Bandongen an Bord, bie in der vorhergehenden Nacht bei der Foyn- Insel entdeckt worben waren.

Mussolinis Dank an denKrassin*.

Rom, 13. Iuli. (WB.) Mussolini hat den Tlnterstaatssekretär im Ministerium für auswär­tige Angelegenheiten, ® ran bi, beauftragt, sich nach der Botschaft der Sowjetunion zu begeben, um der Regierung der Sowjetunion mrch Vermittlung ihres Botschafters bie Ge- ühle ber tiefen Dankbarkei t ber italie- nschen Regierung unb bes italienischen Volkes ür das hochherzige unb helbenhafte Werk, das dieKrassin-Expedition" zur Rettung der Schiffbrüchigen derItalia" burchgeführt hat, zu übermitteln. Mussolini hat an Sa­mojlowitsch, den Kommandanten des Eis­brechersKrassin", den folgenden F u n k s p r u ch zesandt:Sie haben ein Werk vollführt, daS in der Geschichte der arkttschen Expeditionen und in den Zeugnissen dieser Menschheit fortleben wird. Ich danke Ihnen im Ramen der Italiener und bitte Sie, diesen Dank auch allen Ihren Mitarbeitern auszurichten."

Dank der schwedischen Regierung.

Moskau, 13.Juli. (WB.) Der schwedische Ge- andte von Heiden st am überreichte dem Bolts- kornmissar für auswärtige Angelegenheiten. Tschi­tscherin, eine Rote, in der die schwedische Regie- rung der Sowjetregierung für die heldenhaften Be­mühungen der Besatzung des EisbrechersKrassin" und die Errettung der Grupp« Malmgreen dankte. In einer Antwortnote spricht Tschitscherin der schwe­dischen Regierung das Beileid der Sowjet­union anläßlich des ttagischen Todes Malmgreens aus.

ber beiden Lehrerinnen von der Weiß- tann-Höhe und gab ihm eine genaue Schilde­rung des Herganges ber Tat. Freitag früh um 5 Uhr machte Rumpel sich auf den Weg nach Stockach. wohin Meckel nachkommen wollte. Weisel erschien jedoch nicht. Hieran^ erstattet« Rumpel Anzeige bei der Polizei. ES gelang ber Gendarmerie auch alSbald, Weisel festzunehmen. Bei bet Vernehmung im Amtsgericht Stockach b e st r i t t Weisel zwar nicht bie gemachte Aussage, suchte sie aber a l S einen Scherz hinzustellen ES wurde gegen ihn Haftbefehl erlassen. Auffallend ist. dah Wei­sel sett bem 31. Mai keinen Stempel in seinem Wanderbuch hat. Ob es sich nun bei ihm wirklich um den Täter handelt, wird die ge­nauere llnterhKfcung fest stellen müssen.

Ein ftinb von Rallen angefaUen.

In Neuenhaus bei Rügenwalde in Pommern hat sich ein gräßliches Unglück ereignet. Don be- wohnt der Arbeiter Brökel mit seiner Frau und einem neun Jahre allen Kinde das zu Wohnzwecken hergerichtete Spritzenhaus. Als das Elternpaor die Wohnung verlassen hatte und das'Kind allein im Bett zurückließ, hatten Ratten das Kind überfallen und derart im Gesicht, an den Hän­den und am Körper zugerichtet, daß es in ein Krankenhaus übergeführt werden mußte. Sein Zu­stand ist hoffnungslos.

Die Sludienfahrl bes FlugzeugsLübeck".

Das von der spanischen Lultt>erkehrsesellfchaft Iberia" von der Deutschen Lufthansa gechatterr« Dornier-Wal-Flugboot .Lübeck" hat in ben lagen vom 7. bis 11.Juli die geplanten örtlichen Rund- und Erkundungsflüge auf den Kanari­schen Inseln durchgeführt. Das Flugboot ist daraufhin gestern von Las Palmas nach Cadiz ac- stattet, wo es nach einer Zwischenlandung in Cosa- binnen nbenbs landete, der Flug wurde in rund elf Stunden gegenüber 48 Stunden Dampferfahrt zurückgelegt.

Ein Opfer ber Berge.

Der Bezirksamtmann Dr. Wilhelm Johannes aus München stürzte auf der großen Bischofsmütze beim Filzmaß in der Randschlucht ab und blieb tot liegen. Die Leiche konnte geborgen werden.

Konnersreuth.

In ben ekstatischen Visionen ber Theres« Reumann ist insofern eine Erweiterung ein­getreten, als sich nunmehr bie Fähigkeit ihre- hellseherischen Vermögens nicht nur auf Ehristi- Begebenheiten, sondern in letzter Zeit auch häufig auf foldje aus bem Leben berHeiligen" er­streckt. Das Eintreffen bes päpstlichen Segens wurde von ihr schon längere Zeit vorauSgesagt. Die Blutungen der Stigmata in ben Freitag- Ekstasen haben, wie an Ostern von ihr voraus- gesagt wurde, am Herz-Iesuf«st wieder begonnen.

Der Kuß als Zeichen sozialer Zersetzung.

Es ist fein Produkt eines von ber HundstagS- hihe weichgeglühten Gehirns, sondern nach einer Meldung aus Moskau Wirklichkeit, daß die Or- ganifatton ber Iungkommunisten im Gouverne­ment Saratow ihre Genossen zum Kampf gegen das Küssen auffordert. Sie begründen ihr« 3ni- tiative damit,daß der Kuh ein trauriges, attstv- krattsches ileberbleibfel des alten Regimes unb ein ZÄchen sozialer Zersetzung und infolgcbeffen eine Widerwärtigkeit für die klassenbewußten Ar­beiter und Bauern sei". GS ist nicht anzunehmen, dah sich die deutschen Parteigänger ihren russi­schen Genossen anschließen werden. Sie werden sich mit uns allen ber österreichischen Auffassung anschließen, bi« ba singt:Küssen ist keine Sünd..."

Oie Wetterlage.

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Wettervoraussage.

Die Erwärmung machte weitere Fortschritte In den gestrigen Mittagsstunden erreichten die Temperaturen Werte bi8 zu 35 Grad im Schat­ten. Kühlere Luftmassen, bie über Deutschland Vordringen, haben bereits in Rorddeutschland »u einem Temperaturrückgang von etwa 3 biS 5 Arad gefühlt. Auck bei unS werden die Tem­peraturen vorübergehend etwaS zurückgehen. Da gleichzeitig aber Luftdruckanstieg damit verbunden ist, so dauert bie Schönwrtterlage fort, wobei die Temperaturen wieder ansteigen und im Laufe der kommenden Woche lokale Gewitter tätig kett ein setz en dürfte.

Wettervoraussage für Sonntag : Wei­teres, warmes und trockenes Wetter.

W i t t e r u n g s a u s f i ch t e n für Montag: Fortdauer des herrschenden Ditterungscharatters, aufkommende lokale Gewitterneigung.

Lufttemperaturen am 13. Juli: mittags 30,1 ®rab Celsius, abends 24 Grad Celsius, am 14. Juli: mor­gens 21,5 Grad Celsius. Maximum 33,1 Grad Cel­sius, Minimum 15,2 Grad Celsius. Erdtempera­turen in 10 Zentimeter Tiefe: am 13. Juli: ahends 29,2 Grad Celsius: am 14. Juli: morgens 22,4 Grad Celsius.